Samsung Serie 7 Chronos 770Z7E im Test

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samsung 770z7e teaser kleinSamsung möchte mit seiner Chronos-Serie die Attribute „Geschwindigkeit“ und „Mobilität“ auf optimale Weise miteinander kombinieren. Ob das gelingt, muss uns die 17-Zoll-Version Chronos 700Z7E beweisen, die in einem flachen Aluminium-Gehäuse einen Vierkern-Prozessor und eine Radeon HD 8870M vorweisen kann. Ob Samsung mit dem Chronos wirklich die Quadratur des Kreises gelingt, klärt unser Review.

Samsung ist mit dem 700G7A erst relativ spät mit einem reinrassigen Gaming-Bomber in das High-Performance-Segment eingestiegen und hat den Ausflug noch dazu recht schnell wieder beendet. Anscheinend haben die Absatzzahlen des Dickschiffs die Samsung-Führungsetage nicht vollends überzeugt – was mit Blick auf die hohe Anzahl der Platzhirsche in diesem Segment auch nicht wirklich verwundert. Also musste etwas Neues her, denn gänzlich kampflos will man das Segment der leistungsstarken Premium-Geräte dann doch nicht aufgeben. Anstatt also ausschließlich auf Leistung, Leistung und Leistung zu setzen, hat man sich bei Samsung dazu entschlossen, auch die Faktoren „Style“ und „Mobilität“ zu berücksichtigen und dafür auf ein Stück der Performance zu verzichten. Auf wie viel Performance nun genau verzichtet werden muss, das wird unser Benchmark-Parcours offenlegen. Eines können wir aber schon vorab verraten – eine Konkurrenz für hartgesottene Gaming-Devices ist das 17-Zoll-Chronos natürlich nicht, die Leistung kann aber (je nach Anwendungsbereich) dennoch auf der ganzen Linie überzeugen. Entsprechend haben wir das Chronos beispielsweise genutzt, um unsere Computex-Videos direkt Vor-Ort zu schneiden.

Dass dies problemlos möglich war, dafür zeichnet ein Intel Core i7-3635QM, also noch ein Ivy-Bridge-Prozessor verantwortlich, der auf 12 GB RAM zurückgreifen kann. Der 22-nm-Prozessor arbeitet im Frequenzbereich von 2,4 bis 3,4 GHz und greift auf einen 6 MB großen L3-Cache zurück. Er basiert auf vier Kernen und kann dank Intels Hypthreading-Technik bis zu acht Threads gleichzeitig abarbeiten. Die TDP liegt bei 45 Watt, Samsung ist es also gelungen, einen vollwertigen Quad-Core-Prozessor in das vergleichsweise flache Gehäuse zu integrieren. Konkurrenten wie beispielsweise das ASUS UX51VZ greifen an dieser Stelle meist auf den Core i7-3612QM zurück, der zwar etwas langsamer ist, dafür aber eine um zehn Watt niedrigere TDP besitzt. Auch an der GPU hat Samsung nicht gespart und setzt bei seinem 17-Zöller auf eine AMD Radeon HD 8870M, deren 640 Recheneinheiten mit 725 MHz zu Werke gehen. Der 2 GB große GDDR5-Videospeicher ist mit 1125 MHz getaktet und wird über ein 128 Bit breites Interface angebunden. Das Display besitzt eine Diagonale von 17,3 Zoll und löst erfreulicherweise mit 1920x1080 Bildpunkten auf. Viele Anwender wird es besonders freuen, dass Samsung auf eine matte Oberfläche setzt. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber, dass Samsung auf ein Touchdisplay verzichtet.

Mit Blick auf diese Ausstattung ist es nicht verwunderlich, dass das Samsung Chronos 770Z7E nicht gerade günstig ist. Mit einem Preis von rund 1550 Euro positioniert es sich in der Notebook-Oberliga – da interessiert uns nun natürlich, ob sich der gute erste Eindruck in der Praxis bestätigt.

 


 

Samsung betont bei seiner Chronos-Serie explizit, dass neben der Leistung auch das Design und die Mobilität eine entscheidende Rolle bei der Konzeption gespielt haben.

Samsung Serie 7 Chronos 770Z7E

Das Chronos 770Z7E besitzt ein Aluminium-Gehäuse, das mit einem recht dunklen Silberton daherkommt und eine Bürstung aufweist. Eye-Catcher gibt es nicht, einzig das spiegelnde Samsung-Logo geht ansatzweise in diese Richtung. Dennoch hinterlässt Samsungs 17-Zöller dank seiner ansprechend zurückhaltenden Formensprache eine rundum gelungene Optik. Bereits auf den ersten Blick fällt darüber hinaus auf, dass das 770Z7E ausgesprochen flach ist für ein leistungsstarkes 17-Zoll-Modell.

Samsung Serie 7 Chronos 770Z7E

Auch im Innenraum bleibt Samsung seiner gefälligen Optik treu. Es kommt weiterhin das bereits bekannte Aluminium zum Einsatz, das dem 770Z7E noch dazu eine ansprechende Haptik verleiht. Beinahe etwas ungewohnt wirkt es da, dass Samsung auf die klassische schwarze Display-Einfassung verzichtet und auch das matte Display in Silber einfasst – dabei an dieser Stelle aber auf einen Kunststoff zurückgreift. Im Bereich zwischen Tastatur und Display verbaut Samsung eine JBL-Lautsprechereinheit, die den Klang beinahe über die gesamte Breite des Displays ausgibt. In unseren kurzen Praxistests erwies sich das 2x2W starke Audio-Setup als vergleichsweise potent für die Hintergrundbeschallung. Ein vollwertiger Ersatz zu einem normalen Boxensystem ist die von Samsung integrierte Soundlösung aber natürlich nicht, von den meisten Standard-Lösungen kann man sich jedoch merklich absetzen.

Samsung Serie 7 Chronos 770Z7E

Ein seitlicher Blick auf das Chronos zeigt noch einmal, wie flach der 17-Zöller ausfällt. Mit einer maximalen Höhe von 26 mm werden die Ultrabook-Spezifikationen zwar klar überschritten, es sollte allerdings auch nicht vergessen werden, dass ein potenter 17-Zöller mit einer 45-Watt-CPU und einer dedizierten Grafikeinheit auf dem Schreibtisch steht. Die Verarbeitungsqualität und die Materialgüte liegen auf einem ansprechend hohen Niveau und unterstreichen den Premium-Anspruch des 17-Zöllers. Einzig beim Deckel hätte wir uns eine etwas höhere Verwindungssteife gewünscht – gemessen an Samsungs Abspeckkur für den 17-Zöller geht die Vorstellung aber noch in Ordnung. Auch das Gewicht kann sich sehen lassen. Unser Testkandidat bringt rund 3 kg auf die Waage, was für ein performantes 17-Zoll-Gerät vollends in Ordnung geht.

 


 

Samsung Serie 7 Chronos 770Z7E

Samsung verbaut bei seinem Chronos eine Tastatur im aktuell üblichen Chiclet-Layout – und hält dabei erfreulicherweise an den gewohnten Konventionen fest. Die Tasten sind mit 15x15 mm ordentlich dimensioniert und besitzen einen Abstand von 4 mm. Der Druckpunkt der Tasten fällt angenehm präzise und definiert aus, der Hub ist nicht zu kurz, sodass sich alles in allem ein sehr angenehmes Tipp-Gefühl ergibt. Einzig in leichtes Flexing ist bei einem beherzten Druck auf das Top-Case auszumachen – bei der normalen Nutzung wirkt sich das aber nicht weiter auf das ansonsten sehr gute Tippgefühl aus. Dazu trägt auch das Tastaturlayout bei, denn Samsung nutzt den vorhandenen Platz um einen numerischen Zahlenblock so zu integrieren, dass dennoch ein normales Layout möglich wird – da haben wir in der Vergangenheit schon deutlich wildere Lösungen gesehen. Entsprechend schnell geht die Umgewöhnung vom normalen PC vonstatten.

Samsung Serie 7 Chronos 770Z7E

Auch im Dunklen bereitet die Tastatur des Samsung Serie 7 Chronos Freude, denn Samsung integriert eine weiße Hintergrundbeleuchtung. So marginal dieses Feature auch klingen mag, wer sich einmal daran gewöhnt hat, wird es nicht mehr wissen wollen.

Samsung Serie 7 Chronos 770Z7E

Das Touchpad fällt für die Größe des Testkandidaten angemessen groß aus. Samsung integriert das Pad optisch unauffällig im Top-Case, setzt aber auf einen Uni-Farbton. Die Gleiteigenschaften sind sehr gut, bei der Bedienung kommt es aber zu minimalen Latenzen, die die Bedienung beeinträchtigen können. Wer den 17-Zöller aber als Desktop-Replacement-System nutzt, der wird ohnehin in den meisten Fällen eine Maus angeschlossen haben.

 


 

Ein 17-Zoll-Modell bietet in der Regel viel Platz für Anschlüsse. Da sich Samsung aber für eine möglichst flache Bauweise entschieden hat, ist der Platz auf einmal begrenzter, als man bei einem solchen Maxi eigentlich annehmen würde.

Samsung Serie 7 Chronos 770Z7E

Das linke Seitenteil ist reichlich mit Anschlüssen ausgestattet. Samsung integriert an dieser Stelle zwei USB-Ports, die beide im aktuellen 3.0-Format daherkommen, also einen flotten Datenaustausch ermöglichen. Vor den USB-Ports hat Samsung einen Display-Port zur digitalen Bildausgabe integriert, der auch Formate jenseits von FullHD bereitstellen kann. Aber auch auf das klassische Duo muss nicht verzichtet denn, direkt hinter den USB-Anschlüssen hat Samsung HDMI und VGA untergebracht. Noch ein Stück weiter hinten befindet sich die RJ45-Buchse. Dass Samsung diese nicht als vollwertige Version, sondern lediglich als Klappausführung integrieren konnte, zeigt einmal mehr, wie flach das Gehäuse des 770Z7E ist. Das bringt aber leider auch Nachteile mit sich, denn das Netzwerk-Kabel verhakt sich nur allzu gerne beim Abziehen. Abgerundet wird diese Seite des Gehäuses von einer 3,5-mm-Kombo-Buchse, an die ein Headset angeschlossen werden kann. Warum Samsung auf diese Lösung setzt und nicht zwei Buchsen einsetzt, erschließt sich uns aber nicht wirklich.

Gemessen an der Fülle der Buchsen geht die Positionierung auf dieser Seite in Ordnung, denn alle Anschlüsse, die regelmäßig genutzt werden, befinden sich recht weit hinten am Gehäuse.

Samsung Serie 7 Chronos 770Z7E

Deutlich entspannter sieht die Anschluss-Lage auf der anderen Seite des Gehäuses aus. Viel Platz wird vom optischen Laufwerk eingenommen, das Blu-rays lesen kann und als optisch ansprechende Slot-in-Lösung ausgeführt wurde. Vor dem Laufwerk wurden zwei weitere USB-Anschlüsse positioniert, die an dieser Stelle aber lediglich über den 2.0-Standard verfügen.  Deutlich störender ist  die Positionierung der Ports, denn diese sitzen sehr weit vorn am Gehäuse, sodass es bei kabelgebundener Peripherie schnell dazu kommen kann, dass Kabel und Maus den gleichen Platz beanspruchen.

 


 

Wie eingangs bereits aufgeführt, hat sich Samsung für eine potente Hardware-Konfiguration entschieden, ohne aber auf die „ganz dicken Klopper“ der reinrassigen Gaming-Geräte zurückzugreifen. Interessant ist dabei, dass Samsung mit dem Core i7-3635QM eine vollwertige 45-Watt-CPU verbaut und noch dazu einen vergleichsweise groß dimensionierten Arbeitsspeicher mit einem Volumen von zwölf Gigabyte. Zudem kann unser Testkandidat auf eine 256 GB fassende SSD und eine AMD Radeon HD 8870M zurückgreifen – alles in allem stattet Samsung unseren Testkandidaten also mit einer ansprechenden Hardware-Zusammenstellung aus.

Cinebench 11

7-Zip

Im Cinebench und 7-Zip liefert unser Testkandidat die erwartete hohe Leistung ab, die wir von einem vollwertigen 45-Watt-4-Kerner erwarten. Mehr Leistung benötigen nur Spezialanwendungen und wie unsere Versuche im Rahmen der Computex gezeigt haben, ist das 770Z7E durchaus in der Lage, in einem überschaubaren zeitlichen Rahmen Videos zu rendern.

HDD Durchsatz

HDD Zugriff

Speicherdurchsatz

Die von Samsung eingesetzte SSD mit insgesamt 256 GB lieferte eine gute Leistung ab, wie wir sie von einem aktuellen Premium-Notebook erwarten. Der großzügig bemessene Arbeitsspeicher bietet die Leistung, wie wir sie von der Ivy-Bridge-Generation kennen.

PC Mark 7

Die sehr gute Systemleistung des Chronos 770Z7E wird noch einmal bestens vom Score des PC Mark 7 zusammengefasst. Anwender, die auf der Suche nach einem ausgesprochen flotten Notebook, auch für etwas aufwendigere Anwendungen sind, dabei aber nicht zwangsläufig ein Dickschiff oder eine teure mobile Workstation mit sich herumtragen möchten, können sich das 17-Zoll-Chronos gerne genauer ansehen.

 


 

3D Mark 11

3D Mark 11

3D Mark 11

3D Mark 11

Call of Juarez

Streetfighter Benchmark

Resident Evil 5

Stalker Benchmark

Samsung positioniert das Serie 7 770Z7E bewusst nicht als Gaming-Gerät, stattet den 17-Zöller aber doch mit einer potenten Grafik-Einheit aus. Entsprechend liefert das Chronos eine ansprechende Leistung ab, ohne aber den letzten Kick an Performance zu liefern, wie wir ihn von den extremen Gaming-Bombern kennen. Dennoch sind alle aktuellen Games auch mit der hohen nativen Auflösung spielbar, bei den Qualitätseinstellungen müssen bei anspruchsvollen Engines aber ab einem gewissen Level Abstriche in Kauf genommen werden. Dennoch gelingt Samsung ein guter Kompromiss aus Leistung und Mobilität.

 


 

Samsung widersetzt sich beim 770Z7E dem Touch-Trend, den es aktuell rund um Windows-8-Notebooks gibt. Ob man die Finger-Bedienung bei einem Clamshell-Gerät nun wirklich benötigt, ist sicher eine Glaubensfrage, ausprobiert werden sollte es aber auf jeden Fall einmal, denn in unseren Versuchen integrierte sich das Touchdisplay – anders als bei All-in-One-PCs – bei Clamshell-Notebooks überraschend intuitiv in die Bedienung. Der Nachteil eines solchen Displays besteht für viele Anwender darin, dass auf eine spiegelnde Oberfläche zurückgegriffen werden muss. Anders sieht das beim Chronos aus, denn das besitzt eine angenehm matte Oberfläche, sodass es zu keinen störenden Spiegelungen kommt.

Samsung Serie 7 Chronos 770Z7E

In Kombination mit dem leuchtstarken Display (maximal 350 cd/m²) kann das 770Z7E so auch problemlos in hellen Umgebungen genutzt werden, ohne dass es zu größeren Beeinträchtigungen kommt. Aber auch das Kontrastverhältnis von 875:1 trägt dazu bei, dass sich Beeinträchtigungen in Grenzen halten. Wäre das Chronos noch etwas leichter, es würde sich bestens für den hochmobilen Einsatz eigenen und in jedem Café wohlfühlen. Einzig die Homogenität könnte noch etwas ausgeglichener sein.

Ausleuchtung

Ausleuchtung

 

Samsung setzt beim Chronos auf ein TN-Panel, das aber mit einer sehr guten Bildqualität und überraschend stabilem Blickwinkel aufwarten kann. Wie bei TN-Panels üblich, gibt es aber gerade bei vertikalen Veränderungen recht schnell Abweichungen festzustellen. Ganz können die Blickwinkel also nicht mit den wesentlich hochwertigeren IPS-Modellen mithalten. Die Farbwiedergabe ist ordentlich, Foto-Fans müssen ab Werk aber nachjustieren, denn unser Testmuster kam mit einer Farbtemperatur von 7300 Kelvin zu uns und war damit deutlich bläulicher abgestimmt, als es für die farbneutrale Fotobearbeitung nötig wäre. Wer auf vollends korrekte Farben nicht allzu viel Wert legt, erhält allerdings eine subjektiv recht angenehme Darstellung. Wie bei dem Blickwinkel gilt aber auch hier: Wer aus der Farbdarstellung das letzte Quäntchen herausholen möchte, der sollte nach einem Gerät mit IPS-Display Ausschau halten.

Ausleuchtung

Ausleuchtung

Maximale Helligkeit

Kontrastwert

 

 


 

Temperatur-Entwicklung

Temperatur Oberseite

Temperatur Unterseite

Eine vollwertige 45-Watt-CPU mit vier Kernen, eine dedizierte Grafikkarte und ein flaches Gehäuse. In dieser Reizwortgeschichte müssten normalerweise noch die Begriffe „laut“ und „viel zu heiß“ vorkommen. Doch weit gefehlt. Das Serie 7 Chronos ist zwar sicherlich nicht das kühlste Gerät, mit einem Blick auf die sommerlichen Temperaturen der letzten Tage und die verbaute Hardware geht das Gebotene noch in Ordnung. Das flache 17-Zoll-Chassis wird an keiner Stelle übertrieben heiß. Etwas anders sieht es beim Prozessor aus, der (was im Grunde genommen nicht überraschend ist) bis ans Limit getrieben wird.

Lautstärke-Entwicklung

Lautstärke Idle

Lautstärke Load

Die Temperatur-Werte erkauft sich Samsung aber keinesfalls mit einer extremen Kühlung, wie wir sie von vielen aktuellen Gaming-Geräten kennen. Der 17-Zöller arbeitet im Leerlauf in den allermeisten Fällen unhörbar leise, was natürlich auch daran liegt, dass in unserer Konfiguration keine HDD zum Einsatz kommt, wie es bei anderen Modellen der Serie der Fall ist. Aber auch unter Last hält sich die Lautstärke erfreulicherweise in Grenzen. Ein extremer Schreihals wie so manches Gaming-Gerät ist das Chronos auf gar keinen Fall.

Throtteling

Es war beinahe zu befürchten. Das flache Gehäuse führt in Kombination mit der leisen Kühlung und der performanten Hardware dazu, dass es zu leichten Throtteling-Erscheinungen beim Prozessor kommen kann. Diese treten allerdings nur unter extremer Volllast, herbeigeführt mit Furmark und Prime95, auf. Im normalen Betrieb waren diese nicht festzustellen, sodass der Normalanwender von diesen bei täglicher Nutzung nichts mitbekommen wird.

 


 

Akkulaufzeit

Akkulaufzeit - Idle

Akkulaufzeit Load

Samsung stattet das Serie 7 Chronos 770Z7E trotz des flachen und vergleichsweise leichten Gehäuses mit einem üppig dimensionierten Akku aus, denn der Stromspeicher bringt es auf 80 Wh. Vor diesem Hintergrund und dem Wissen, dass die Hersteller heute verstehen, wie gute Stromspar-Mechanismen implementiert werden müssen, ist es kein Wunder, dass unser Testkandidat ausgesprochen lange im Idle durchhält. Vor diesem Hintergrund und mit Blick auf Gehäuse und Display zeigt sich erneut, dass wir ein sehr mobiles Gerät vor uns haben, das einzig etwas unhandlich für den regelmäßigen mobilen Einsatz ist. Wird das 770Z7E mit Battery Eater unter Last gesetzt, macht sich die performante Hardware eben doch bemerkbar und die Laufzeit geht merklich zurück, liegt aber immer noch auf einem ansprechenden Level.

Positiv ist uns bei diesem Test AMDs Enduro-Technik aufgefallen. Fiel diese in unseren Versuchen durch ständiges, meist zu spätes Nachfragen deutlich hinter NVIDIAs Optimus-Lösung zurück, wirkte diese nun etwas ausgereifter als bisher.

Stromverbrauch

Akkulaufzeit Load

Akkulaufzeit Load

Mit Blick auf die Akkulaufzeiten ist es keine große Überraschung, dass der Stromverbrauch sowohl im Idle als auch im Load im erwarteten Bereich liegt.

 


 

Samsung schickt mit dem Serie 7 Chronos 770Z7E einen 17-Zöller an den Start, der zeigt, dass sich eine hohe Leistung und ein flaches Gehäuse nicht ausschließen müssen. Dabei wird unsere Testkonfiguration ihrem Premium-Anspruch in fast allen Belangen gerecht.

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Das herausragende Merkmal von Samsungs Chronos-Serie ist sicherlich das Gehäuse – gerade vor dem Hintergrund, dass Samsung durchaus potente Hardware einsetzt. Das 17-Zoll-Case ist ausgesprochen flach und gemessen an der Größe auch noch einigermaßen leicht. Wer sich mit den etwas sperrigen Abmaßen anfreunden kann, die ein 17-Zöller nun einmal mitbringt, erhält ein durchaus portables System, das über den reinen DTR-Nutzen hinausgeht. Gelungen ist Samsung auch die Optik sowie die Materialgüte, sodass sich der umfangreiche Einsatz von Aluminium auf allen Ebenen positiv bemerkbar macht.

Ebenso beweist Samsung ein recht gutes Händchen, wenn es um die Schnittstellen und deren Anordnung geht, denn es sind alle Schnittstellen dabei, die wir uns aktuell wünschen. Einzig mit der Klappversion der RJ45-Schnittstelle, die durch das flache Gehäuse nötig wird, können wir uns nicht so recht anfreunden. Wie so oft hätten wir uns aber noch einige Ports auf der Rückseite gewünscht, was aufgrund des Display-Scharniers aber nicht möglich ist.
Die Tastatur kann auf der ganzen Linie überzeugen, denn sie besitzt einen knackigen Druckpunkt, der mit einem wohl dosierten Hub kombiniert wird. Samsung nutzt darüber hinaus die vorhandene Größe gut aus, und kann trotz Numblock ein angenehmes Layout integrieren. Wer das 770Z7E darüber hinaus häufiger im Dunklen nutzt, wird sich schnell an die beleuchtete Tastatur gewöhnen.

Bei der Hardware-Ausstattung erlaubt sich Samsung keine Blöße und spendiert dem 17-Zöller eine vollwertige 45-Watt-CPU in Form des Core i7-3635QM, der in den Benchmarks eine gute Leistung an den Tag legt. Auch die eingebaute Radeon HD 8770M weiß zu gefallen und liefert in aktuellen Games ansprechende Frameraten. Um auch bei zukünftigen Games in hohen Auflösungen zu punkten, fehlt ihr aber vermutlich das letzte Quäntchen Leistung. Üppig dimensioniert Samsung bei unserer Konfiguration den Arbeitsspeicher, der 12 GB groß ist. Als Massenspeicher macht eine flotte SSD die gelungene Hardware-Konfiguration fast perfekt. Um vollends glücklich zu sein, fehlt uns aber noch eine mechanische HDD, um auch große Datenmassen immer mit dabeizuhaben.

Die potente Hardware-Konfiguration belastet natürlich das Kühlsystem erheblich. Hier hat sich Samsung aber für eine recht angenehme Konfiguration entschieden und nimmt lieber etwas höhere Temperaturen zugunsten einer niedrigen Lautstärke in Kauf. Der Nachteil an dieser Entscheidung: Es kommt unter extremer Volllast zum Throtteling. Im normalen Einsatz ist davon aber nichts zu bemerken und auch die Benchmarks liefern die zu erwartende Leistung.

Das Display kann uns in den meisten Belangen ohne größere Probleme überzeugen. Durch den Verzicht auf die Touchtechnik kann Samsung eine matte Oberfläche nutzen und kombiniert diese mit einem hellen und kontrastreichen Panel. Das kann noch dazu ordentliche Blickwinkel vorweisen, obwohl es auf der TN-Technik basiert. Nicht ganz glücklich sind wir mit der Farbdarstellung, denn ab Werk ist das Display recht kühl abgestimmt. Das wirkt subjektiv meist recht gefällig, eignet sich unkalibriert aber nur bedingt zur Bildbearbeitung.
Eine vorzügliche Leistung liefert das 770Z7E bei der Akkulaufzeit ab. Samsung integriert trotz eines flachen Gehäuses einen großen Akku – und daraus schlägt der 17-Zöller Profit. Auch hier zeigt sich erneut, dass Samsung im Grunde genommen ein sehr mobiles Gerät bietet, das schlichtweg etwas zu unhandlich zum ständigen Transport ist.

Alles in allem lässt uns unsere Testkonfiguration des Samsung Serie 7 Chronos 770Z7E positiv gestimmt zurück, denn der von Samsung versprochene Premium-Anspruch wird in beinahe allen Bereichen erfüllt. Als störend sind aber (bedingt) das Throtteling, die fehlende HDD und das nicht ganz farbechte Display einzustufen.  Wer damit leben kann, bekommt aber ein erstklassiges Gerät.

 


 

Samsung Serie 7 Chronos 770Z7E
Hardware 
Prozessor: Intel Core i7-3635QM
Prozessor - Kerne: 4
Prozessor - Grundtakt: 2,4 GHz
Prozessor - Turbotakt: 3,4 GHz
Prozessor - Fertigung 22 nm
Prozessor - Cache 6 MB
Arbeitsspeicher 12 GB - DDR3
Grafikkarte

AMD Radeon HD 8870M

Grafikkarte - Grafikspeicher 2 GB
Festplatte

1x 256 GB

Festplatte - Geschwindigkeit

SSD

Optisches Laufwerk Blu-ray
Monitor 
Display - Technik: TN
Display - Diagonale: 17,3 Zoll
Display - Auflösung: 1920x1080
Display - 3D-fähig: nein
Display - Glare-Type: nein
Display - LED: ja
Display - Touch: nein
Eingabegeräte 
Tastatur - Tastengröße: 15 x 15 mm
Tastatur - Tastenabstand: 4 mm
Tastatur - Anzahl der Tasten: 103
Tastatur - Numblock: ja
Touchpad - Multitouch: ja
Trackstick: nein
Anschlüsse 
HDMI: 1
DVI: -
DisplayPort 1
Thunderbolt: -
VGA: 1
USB 2.0: 2
USB 3.0 2
Firewire -
eSATA: -
Audio: Combojack
Gehäuse 
Akku: 80 Wh
Material: Aluminium
Abmessungen: 406 x 262 x 26 mm
Gewicht 3,0 kg
Preis und Garantie 
Preis: ca. 1550 Euro
Garantie: 24 Monate