Seite 1: Kurztest: Sony Vaio S SVS13A3Z9ES

sony vaio s2 teaser kleinDas aktuelle Sony Vaio S-Top-Modell hatten wir bereits im Test – jetzt erreichte uns noch einmal ein Update mit Intels Ivy-Bridge-Refresh-CPU. Ob sich etwas geändert hat, zeigt unser Kurztest.

Es gehört in der Zwischenzeit zum guten Ton, einige Monate nach dem Release seiner aktuellen CPU-Generation schiebt Intel einige Refresh-Prozessoren nach. Im Grunde genommen ändert sich nicht viel, denn es werden lediglich einige Megahertz mehr geboten, ohne dass der Preis steigt – es könnte also auch einfach von einer Preissenkung gesprochen werden, denn wirklich sinnvoll sind die hochgezüchteten Modelle aktuell nur für Anwender, die besonders fordernde Aufgaben mit ihrem Notebook bearbeiten müssen – für den normalen Anwender machen sich die Taktsteigerung in der Regel nicht bemerkbar. Es ist also ratsam zu einem kleineren Modell zu greifen und das Refresh so als Preissenkung zu verstehen. Für die Hersteller bedeutet Intels Facelift: Es gibt ebenfalls Update-Modelle mit den neuen Prozessoren, denn wirklich neue Modelle anzubieten, lohnt sich natürlich nach einer so kurzen Laufzeit nicht.

Um ein eben solches Modell handelt es sich bei unserem neuen Vaio-S-Testkandidaten. Dabei entspricht unser neues Testmuster beinahe exakt der Vaio S-Konfiguration SVS13A2Z9ES die wir bereits ausführlich getestet haben. Das neue Setup SVS13A3Z9ES unterscheidet sich durch genau einen Buchstaben, in der Praxis bedeutet dies einen neuen Prozessor in Form des Intel Core i7-3540M, also das nach dem üblichen Refresh schnellste 2-Kern-Modell in Intels mobilem Portfolio. Der Rest bleibt gleich, was leider auch für den sehr hohen Preis gilt, denn unsere Testmuster schlägt mit rund 2500 Euro zu Buche, ist also der absoluten Luxusklasse zuzuordnen.

Da wir das aktuelle Sony Vaio S mit einer anderen CPU bereits ausführlich getestet haben, möchten wir an dieser Stelle auf das erste Review verweisen, dem alle Fakten entnommen werden können. Die ermittelten Leistungswerte präsentieren wir unkommentiert auf den nächsten Seiten, da sich die Unterschiede stark in Grenzen halten.

Alles in allem ist auch das zweite Testmuster des Vaio S, das uns erreichte, ein hochwertiges Subnotebook mit ausgeprägten Businessgenen. Sony greift zu hochwertigen Materialien und schreckt auch vor dem teuren Werkstoff Karbon nicht zurück. Das führt zu einem leichten und stabilen Gehäuse. Ultrabooks sind zwar flacher und leichter, dafür fehlt es ihnen in der Regel aber an den für Business-Usern wichtigen Schnittstellen, ein Aspekt bei dem Sony nicht geizt. Es werden alle relevanten Buchsen geboten und auch ein Docking-Port ist mit dabei. Die verbaute Tastatur liefert ebenso eine ansprechende Leistung ab und kann neben ihrem Standard-Layout auch eine praktische Hintergrundbeleuchtung vorweisen.

Leistungstechnisch steht das Vaio S SVS13A3Z9ES – genau wie das Vorgängermodell – hervorragend dar. Das Prozessor-Upgrade wäre unseres Erachtens aber nicht nötig gewesen, die Leistung der beiden Vaio-S-Verianten liegt im Grunde genommen auf einem Level. Neben der flotten CPU ist abermals das SSD-RAID ein Highlight, das Datenraten bis zum Abwinken bringt. Ob für eben diese Leistung das erhöhte Ausfallrisiko zu akzeptieren ist, muss jeder Nutzer für sich entscheiden. Dank der dedizierten GPU ist theoretisch das ein oder andere Spielchen möglich, es ist aber klar, dass weder mit hohen Auflösungen noch mit allzu hohen Details gespielt werden sollte.

Die Schwachstelle des Vaio S ist und bleibt das verbaute matte TN-Panel im 13-Zoll-Format. Es liefert zwar mit 1600x900 Dots eine angemessene Auflösung, die eine gute Mischung aus Darstellungsgröße und dargestelltem Inhalt bietet, leider erweist sich der Monitor aber als schlecht ausgeleuchtet (es gibt deutliche Aufhellungen zu den horizontalen Rändern) und der Schwarzwert ist für ein Premium-Gerät dieser Preisklasse viel zu hoch – hier muss sich das Vaio S mit den hervorragenden Panels des ASUS Zenbook Prime UX31A (zum Test) oder des Acer Aspire S7-391 messen lassen und zieht klar den kürzeren. Dank der matten Oberfläche und einer angemessenen maximalen Helligkeit ist die Outdoor-Nutzung des Vaio S aber recht gut möglich.

Die Lüftung hat die verbauten Komponenten zwar gut im Griff, ist für unser Empfinden unter Last aber zu laut für ein Business-Gerät. Gerade von dem Premium-Anspruch, den das Vaio S in unserer Konfiguration erhebt, hätten wir uns ein etwas ausgeklügelteres Kühlsystem gewünscht. Läuft das Vaio S hingegen nicht auf Volllast, ist von der Belüftung nicht viel zu hören.

Hinsichtlich der Akkulaufzeit gibt es bei Sony wieder einmal einen Sonderweg. Es gibt den Speed-Mode, in dem alles auf dem normalen Geschwindigkeits-Niveau läuft, während es für eine maximale Akkulaufzeit zusätzlich den Stamina-Modus gibt. Der beschert dem Sony Vaio S in der Tat ein extremes Durchhaltevermögen, dafür muss aber auch mit einer reduzierten Leistung gelebt werden. Beim reinen Surfen und rudimentären Office-Aufgaben fällt das aber kaum auf, für alle weiteren Anwendungsbereiche gibt es den Speed-Modus, der dem Vaio S noch immer ein akzeptables Durchhaltevermögen beschert.

Alles in allem ist und bleibt das Sony Vaio S ein exklusives und leistungsstarkes Business-Notebook, das ein tolles Gehäuse mit vielen Anschlüssen kombiniert. Die Schwachstelle ist aber auch im zweiten Anlauf das Display. Die zusätzlichen MHz des Prozessors rechtfertigen im Grunde genommen aber kein neues Modell. Wer also eventuell eine günstigere Vor-Refresh-Version findet, sollte dort zuschlagen.