Test: Acer Aspire V5-431p - Günstig trotz Touchscreen

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acer v5 teaser kleinDas Acer Aspire V5 Touch ist der Versuch der Taiwaner zu zeigen, dass ein flaches und leichtes Notebook mit Touchscreen für Windows 8 nicht allzu teuer sein muss. Herausgekommen ist auf diese Weise sicherlich kein Sprinter, aber ein Gerät, das zeigt, dass es eben nicht immer High-End sein muss und mit einer vernünftigen Herangehensweise an die mobile Computer-Technik und einem Blick auf den Anwendungsbereich der ein oder andere Euro gespart werden kann.

Acer hat sich in den letzten Jahren einen Ruf erarbeitet, ein erstklassiges Preis-Leistungsverhältnis in den Mittelpunkt zu stellen. Gelitten hat dabei für viele etwas der Qualitätsanspruch. Dass man aber durchaus in der Lage ist, auch den Premium-Markt souverän zu bedienen, das hat man im letzten Jahr mit dem Aspire S7 Premium-Ultrabook (zum Test) eindrucksvoll bewiesen. Nun soll es aber doch wieder um das Budget-Segment gehen, denn bei der aktuellen V5-Reihe handelt es sich zwar nicht um ein Ultrabook, dennoch kann die uns vorliegende 14-Zoll-Version Acer V5-431p-987b4g50mass touch mit einem angenehm schlanken Gehäuse und einem überschaubaren Gewicht aufwarten.

Mit einem Preis von 475 Euro ist das Aspire V5 extrem straff kalkuliert, bedenkt man, dass es sich um eine Touchscreen-Version handelt, für die in der Regel gut und gerne noch einmal zusätzliche 100 Euro verlangt werden. In Kombination mit dem flachen und leichten Gehäuse bedeutet das im Umkehrschluss, dass an anderer Stelle natürlich gespart werden musste. Das zeigt ein Blick auf den Prozessor, denn anstelle der sonst üblichen Core-Modelle wird ein Pentium verbaut und auf eine dedizierte Grafik verzichtet Acer direkt. Ob diese Ausstattung den anvisierten Käuferkreis wirklich einschränkt und ob es noch versteckte Sparpositionen gibt, das wollen wir uns auf den nächsten Seiten genauer ansehen.


Ein Ultrabook ist das Aspire V5 natürlich noch lange nicht, dennoch hat sich Acer bemüht, seinem preisattraktiven Gerät ein ansehnliches Äußeres zu spendieren.

Acer Aspire V5

Sieht man das Aspire V5 zum ersten Mal, man möchte nicht glauben, ein Gerät der 500-Euro-Klasse auf dem Schreibtisch liegen zu haben.

Acer setzt bei seinem 14-Zöller der V5-Reihe auf ein sehr schlichtes Äußeres. Das Slimline-Notebook ist gänzlich in Silber gehalten und besitzt eine recht matte Oberfläche, die nur als minimal glänzend beschrieben werden kann. Die Formensprache des gesamten Geräts fällt recht rundlich aus, was gut an den Rändern des Deckels, aber auch an dem gewählten Radius der vier Ecken zu sehen ist. Echte Eye-Catcher gibt es nicht, einzig das typisch verchromte Acer-Logo ziert den Deckel. Bereits hier zeigt sich aber, dass die gewählte Oberfläche trotz des recht matten Auftretens anfällig gegenüber Fingerabdrücken ist. Zumindest fallen diese dank der Farbgebung nicht sonderlich auf.

Acer Aspire V5

Acer bleibt seiner gewählten Formsprache auch im Innenraum treu. Das Top-Case greift die runden Formen des Deckels auf.  Gleiches gilt auch für die gewählten Materialien und Farben. Als optischen Kontrast wird die Chiclet-Tastatur in mattem Schwarz ausgeführt. Auch das Display besitzt einen schwarzen Rahmen und versteckt sich zusätzlich hinter einer Glasscheibe, die natürlich dem Touch-Display geschuldet ist. Acer hat die Glasscheibe beinahe Edge-to-Edge ausgeführt, sodass nur ein sehr schmaler silberner Rahmen bleibt. So sieht das Acer Aspire V5 teurer aus, als es eigentlich ist.

Acer Aspire V5

Flache und leichte Notebooks sind aktuell sicherlich eines der IT-Trendthemen, die Ultrabook-Thematik zeigt dies nur allzu deutlich. Acer sieht das V5 als preisattraktive Alternative für alle Nutzer, denen auch die günstigen Ultrabook-Modelle zu teuer sind. So erweist sich unser 14-Zoll-V5 mit einer maximalen Dicke von 23 mm noch immer als ausgesprochen dünn und ist nur 2 mm dicker, als es die Ultrabook-Sezifikationen maximal erlauben. Auch das Gewicht liegt mit 2,1 kg auf einem sehr angenehmen Level für einen 14-Zöller.
Im Gegenzug muss man natürlich aber auch an anderen Stellen sparen, so realistisch muss an den aufgerufenen Preis herangegangen werden. Da wäre beispielsweise der gewählte Kunststoff. Der fasst sich nicht gerade sehr hochwertig an und ist darüber hinaus auch noch anfällig gegenüber Fingerabdrücken. Dells Inspiron 15R (zum Test), das in einem ähnlichen Preisbereich liegt, besitzt beispielsweise eine deutlich bessere Haptik.

Einschränkungen müssen auch bei der Verarbeitungsqualität in Kauf genommen werden, denn bei unserem Muster wurde das Tastaturfeld nicht bündig verbaut. An einer Ecke konnte man es wieder festdrücken, an einer anderen Ecke ließ sich der Makel aber nicht so einfach beheben. Vermutlich handelt es sich aber lediglich um ein Problemchen unseres Testmusters.


Acer Aspire V5

Acer setzt bei seinem 14-Zöller auf eine Tastatur im Chiclet-Format, die die üblichen Eigenheiten des Herstellers besitzt. So ist die groß ausgefallene Entertaste direkt mit dem „#“ verbunden. Auch die linke Shift-Taste und „<“ liegen ohne jeglichen Abstand direkt nebeneinander. Gerade in den ersten Tagen mag das recht ungewohnt erscheinen, die Umgewöhnung geht aber extrem schnell und ist nicht mit manch anderem Tastaturlayout zu vergleichen, das wir aktuell vorfinden.
Erleichtert wird der Umstieg auch davon, dass Acer die üblichen Chiclet-Konventionen von 15x15 mm großen Tasten bei einem Abstand von 4 mm beibehält.

Acer Aspire V5

Einschränkungen müssen allerdings beim Tippgefühl akzeptiert werden. Die Präzision des Druckpunkts liegt allenfalls auf einem normalen Niveau. Da das Top-Case darüber hinaus nicht zu den massivsten Vertretern seiner Art gehört, gibt es ein merkliches Flexing, was dem Druckpunkt alles andere als gut tut. Hier gilt allerdings, dass man in der von Acer anvisierten Preisklasse kein Premium-Keyboard erwarten kann. Gleiches gilt beispielsweise auch für eine Hintergrundbeleuchtung, die (wenig überraschend) nicht integriert wurde.

Acer Aspire V5

Passend zur minimalistischen Optik des Aspire V5 verzichtet Acer bei seinem 97x66 mm großen Touchpad auf dedizierte Maustasten. Das Pad lässt sich entsprechend im Ganzen klicken, also wandert der Druckpunkt also je nach Abstand von der Tastatur – das ist aktuell konstruktionsbedingt aber nicht anders möglich.

Neben den konventionellen Bedienungsmöglichkeiten gibt es auch ein Touchscreen – Acer hat also auch seine Einsteiger-Klasse fit für Windows 8 gemacht. In unseren Tests funktionierte der Touchscreen ausgezeichnet. Wie bei allen Clamshell-Touch-Notebooks gilt auch beim Aspire V5: Auch wenn die Bedienung natürlich anders läuft als bei einem reinen Tablet, das Display integriert sich ganz von allein in Windeseile in den Alltag. Beim Zurückwechseln zu einem Gerät ohne Touchscreen erwischt man sich immer wieder dabei auf dem Monitor herumzuwischen – was bei den anwesenden Kollegen immer wieder für Belustigung sorgen kann.


Je flacher ein Notebook wird, desto komplizierter wird es für die Hersteller eine angemessene Zahl von Schnittstellen auf den Seitenteilen des Notebooks unterzubringen. Nun ist das Aspire V5 mit seinen 23 mm nicht ganz so ein Hungerhaken wir viele Ultrabooks, für Buchsen steht aber dennoch nur ein begrenzter Platz zur Verfügung.

Acer Aspire V5

Wie so oft ist das linke Seitenteil die Heimat der meisten Anschlüsse – die sich den ohnehin schon nicht üppig bemessenen Platz mit den Kühlöffnungen des Lüftungssystems teilen müssen. Direkt auf dem Panel befinden sich der aktuell obligatorische HDMI-Anschluss sowie drei USB-Ports, von denen zumindest einer bereits in der Lage ist, mit dem 3.0-Standard umzugehen. Zur Integration des Soundsystems installiert Acer eine Kombobuchse im 3,5-mm-Format, die sowohl als Ein- als auch als Ausgang dient.

Acer Aspire V5

Vollständig abgedeckt haben wir das linke Panel damit noch nicht, denn es gibt eine Buchse in einem proprietären Format. Diese nutzt Acer um zusätzlich den RJ45-Port und den VGA-Ausgang unterzubringen, also die Buchsen, die am höchsten ausfallen und damit ihre Integration auf dem Seitenteil nur unnötig erschwert hätten. Der Nachteil dieser Lösung: Gerade dann, wenn das V5 häufig stationär auf dem Schreibtisch verwendet werden soll, erleichtert Acers Adapter eine saubere Verkabelung nicht wirklich. In den meisten Fällen wird das V5 aber ohnehin über WLAN mit dem heimischen Netzwerk verbunden werden.

Acer Aspire V5

Keine Besonderheiten gibt es von der Rückseite des Acer V5 zu vermelden. Wie es zur aktuell üblichen Designsprache gehört, klappt das Display hinter das Notebook, sodass an dieser Stelle keine Anschlüsse untergebracht werden können.

Acer Aspire V5

Trotz der flachen Bauform ist es Acer gelungen, ein optisches Laufwerk in den 14-Zöller zu integrieren. Das war es dann aber auch schon mit der rechten Seite, denn mehr ist dort nicht zu finden. Schön wäre es gewesen, wenn Acer zumindest eine der USB-Buchsen auf diese Seite verlagert hätte, sodass es mehr Flexibilität bei den Anschlussoptionen gegeben hätte.

Im Bereich des optischen Laufwerks fällt übrigens ein weiterer kleiner Kompromiss auf, der aufgrund des günstigen Kaufpreises akzeptiert werden muss: Das optische Laufwerk wird nicht vollständig im Gehäuse versenkt arretiert, sondern ragt noch einen Millimeter heraus.


Zu einem Preis von 475 Euro ist es Acer bereits gelungen, einiges zu realisieren: Das Gehäuse ist nicht nur klein und leicht, sondern es gibt auch ein Touchscreen-Display, das sich unter Windows 8 als großer Vorteil erweist. Dass da an anderer Stelle gespart werden muss, versteht sich von selbst, beispielsweise bei der CPU.

Eine CPU aus der ULV-Reihe kommt zwar auch beim Acer V5 zum Einsatz, auf ein Modell der Core-Reihe muss aber natürlich verzichtet werden. Stattdessen setzt Acer auf einen Pentium 987, der noch auf der Sandy-Bridge-Generation aufbaut, entsprechend also im 32-nm-Verfahren gefertigt wird. Die TDP beträgt den von Intel gewohnten Wert von 17 Watt. Die zwei Kerne arbeiten mit 1,5 GHz, der L2-Cache beläuft sich auf 2 MB. Da es sich um einen Vertreter der Pentium-Reihe handelt, muss auf Features wie einen Turbo-Modus oder Hyperthreading verzichtet werden. Zu viel darf also von der CPU nicht erwartet werden.

Auf eine dedizierte GPU verzichtet Acer, sodass an dieser Stelle Intels in die CPU integrierte Grafiklösung auf den Plan tritt. Da es sich, wie bereits erwähnt, beim Pentium 987 um einen Vertreter der Sandy-Bridge-Generation handelt, fehlt die neuere HD4000, bei der Intel leistungstechnisch einen ordentlichen Schritt nach vorn gemacht hat. So muss sich das V5 mit einer HD2000 begnügen, die mit 350 MHZ arbeitet und sich ihren Grafikspeicher vom Arbeitsspeicher abzwackt.

Die weitere Ausstattung erweist sich der Klasse angemessen. Die HDD besitzt ein Fassungsvermögen von 500 GB, sodass auch größere Datensammlungen problemlos transportiert werden können. Dass es sich bei der eingesetzten HDD um ein Modell mit 5400 rpm handelt, überrascht uns nicht wirklich und ist für den Praxiseinsatz auch nicht weiter schlimm. Der flüchtige Speicher wird mit 4 GB ausgeführt, was der Preisklasse ebenfalls angemessen ist. Gerade die Anwendungen, die mit gutem Gewissen einem Pentium 987 zugemutet werden können, sind bekanntlich nicht die ultimativen Speicher-Fresser. Abgerundet wird das Hardware-Portfolio vom DVD-Brenner.

Acer Aspire V5-431p
Hardware 
Prozessor: Intel Pentium 987
Prozessor - Kerne: 2
Prozessor - Grundtakt: 1,5 GHz
Prozessor - Turbotakt: -
Prozessor - Fertigung 32 nm
Prozessor - Cache 2 MB
Arbeitsspeicher 4 GB - DDR3
Grafikkarte Intel HD2000
Grafikkarte - Grafikspeicher shared
Festplatte

1x 500 GB

Festplatte - Geschwindigkeit

5400 rpm

Optisches Laufwerk DVD-Brenner
Monitor 
Display - Technik: TN
Display - Diagonale: 14,3 Zoll
Display - Auflösung: 1366x768
Display - 3D-fähig: nein
Display - Glare-Type: ja
Display - LED: ja
Display - Touch: ja
Eingabegeräte 
Tastatur - Tastengröße: 15 x 15 mm
Tastatur - Tastenabstand: 4 mm
Tastatur - Anzahl der Tasten: 86
Tastatur - Numblock: nein
Touchpad - Multitouch: ja
Trackstick: nein
Anschlüsse 
HDMI: 1
DVI: -
Thunderbolt: -
VGA: -
USB 2.0: 2
USB 3.0 1
Firewire -
eSATA: -
Audio: Kombobuchse
Gehäuse 
Akku: 37 Wh
Material: Kunststoff
Abmessungen: 342x245x23 mm
Gewicht 2,1 kg
Preis und Garantie 
Preis: ca. 475 Euro
Garantie: 24 Monate


Ein Gerät wie das Acer Aspire V5 wird nicht aus Leistungsaspekten angeschafft. Dennoch ist es natürlich interessant, wie sich der 14-Zöller in unseren Leistungstests verkaufen kann.

Cinebench 11

7-Zip

Es ist kein Wunder, sowohl im Cinebench als auch in 7-Zip sieht der Pentium kein Land gegenüber seinen Core-Geschwistern. Wichtiger ist aber, wie sich das V5 in der Praxis anfühlt. Wer das Aspire V5 dafür nutzt, wofür es von Acer vorgesehen wurde, also das Surfen im Web, unkritische Office-Anwendung und rudimentäre Bildbearbeitungen, der muss keine großen Einschränkungen in Kauf nehmen. Natürlich, mit einem Ivy-Bridge-Prozessor fühlt sich alles noch einmal flotter und direkter an, gemessen am Preis ist es aber beachtlich, dass auch für 500 Euro eine ordentliche Leistung geboten werden kann.

HDD Durchsatz

HDD Zugriff

Speicherdurchsatz

Natürlich fällt auch der Speicherdurchsatz hinter die großen Geschwister zurück. Vergleichsweise gut verkauft sich die von Acer verbaute HDD, die mit einer hohen Transferrate überzeugen kann. Hier fällt es nicht auf, dass wir ein Budget-Gerät vor uns stehen haben.

PC Mark 7

3D Mark 11

Der PC Mark bietet abschließend wieder einmal einen guten Überblick über die Systemleistung unseres Testmusters. Wie zu erwarten war, fällt die Performance nicht allzu überzeugend aus. Ein Sprinter ist das Aspire V5 also keinesfalls, will es aber auch nicht sein.


Gerade im Budget-Segment müssen in der Regel noch immer die größten Abstriche beim Display in Kauf genommen werden. Im Allgemeinen findet aktuell zwar ein Umdenkprozess hin zu hohen Auflösungen und der hochwertigen IPS-Technik statt, noch sind diese Luxus-Features aber natürlich der Premium-Klasse wie dem ASUS Zenbooks UX31A (zum Test) oder UX32VD (zum Test) vorbehalten. Auch Acer hat sich bei seinem Aspire-S7-Premium-Ultrabook (zum Test) bereits IPS-Screens verbaut. Bis wir solche Screens allerdings im Budget-Segment finden werden, wird es noch eine ganze Weile dauern.

Acer Aspire V5

Acer setzt bei unserem Testmodell auf einen 14-Zoll-Bildschirm mit einer Auflösung von 1366x768 Bildpunkten, was natürlich deutlich gröber als bei aktuellen High-End-Geräten ist, aber dennoch zu einer recht angenehmen Darstellungsgröße führt. Gerade für den normalen Anwendungsbereich eines Notebooks der 500-Euro-Klasse sollten so kaum Nachteile entstehen. Ein Vorteil besteht auf der anderen Seite darin, dass die Grafikeinheit des Prozessors natürlich nicht über Gebühr belastet wird. Wie bereits im Kapitel „Eingabegeräte“ behandelt, besitzt das Aspire V5 einen Touchscreen – damit einher geht natürlich die Glare-Oberfläche, die bei unserem Testmuster zu erheblichen Spiegelungen führt. Leider ist das von Acer eingesetzte Backlight nicht von der stärksten Sorte, sodass maximal 211 cd/m² erreicht werden, während es gemittelt über das Panel sogar lediglich 189 cd/m² sind. Wie es bei günstigeren Geräten ebenfalls gang und gäbe ist, müssen auch beim Kontrastverhältnis Abstriche in Kauf genommen werden, dass es einen Wert von 234:1 bringt. Für die Praxis bedeutet das: In normal ausgeleuchteten Räumen entstehen keine Probleme, sobald es etwas heller wird oder das V5 draußen verwendet wird, stören die Spiegelungen aber in einem erheblichen Umfang, jedoch fehlen dem Display technisch die Möglichkeiten, dagegen anzugehen, sodass der Outdoor-Einsatz nur bedingt möglich ist – mit Blick auf das kompakte und leichte Gehäuse ist das schade.

Ausleuchtung

Ausleuchtung

Als Panel-Technik kommt natürlich das TN-Verfahren zum Einsatz. Entsprechend fallen die Blickwinkel nicht allzu groß aus, liegen aber auf einem normalen Level. Da das Aspire V5 aber vermutlich seltener für Filmvorführungen genutzt wird, entstehen hier keine Probleme. Die Farbdarstellung fällt recht knallig aus, ein Effekt, der durch die stark spiegelnde Oberfläche abermals unterstützt wird. Mit rund 6600 Kelvin liegt man hinsichtlich der Farbtemperatur aber auf einem vergleichsweise neutralen Level.

Ausleuchtung

Ausleuchtung

Maximale Helligkeit

Kontrastwert


Temperatur-Entwicklung:

Temperatur Oberseite

Temperatur Unterseite

Im zugegebenermaßen recht flachen Gehäuse des Aspire V5 werkelt einzig eine Low-Voltage-CPU der 17-Watt-Klasse, eine dedizierte GPU gibt es nicht. Daher ist es auch nicht überraschend, dass das Kühlsystem problemlos mit der erzeugten Abwärme fertig wird. Der 14-Zöller erwärmt sich nie über Gebühr und bleibt sowohl auf der Ober- als Unterseite angenehm kühl, sodass auch der Betrieb auf den Oberschenkeln problemlos möglich ist.

Lautstärke-Entwicklung:

Lautstärke Idle

Lautstärke Load

Ein Blick auf die nackten Zahlen zeigt darüber hinaus, dass die Kühlung nicht sonderlich stark arbeiten muss, um die Temperaturen in den Griff zu bekommen. So gesehen gehört das Acer Aspire V5 zu den leisesten Geräten, die wir in der letzten Zeit im Test hatten. Leider ist es aber die Festplatte, die immer wieder durch ihre Zugriffsgeräusche deutlich auf sich aufmerksam macht, sodass sich unser Testkandidat lauter anfühlt, als er eigentlich ist. Während die Leistung der HDD also überzeugen kann, müssen bei der Lautstärke deutliche Abstriche in Kauf genommen werden.


Akkulaufzeit:

Akkulaufzeit - Idle

Akkulaufzeit Load

Der Akku fällt mit 37 Wh alles andere als großzügig dimensioniert aus, da als CPU aber ein Strom sparendes 17-Watt-Modell zum Einsatz kommt, bietet das Aspire V5 doch eine ordentliche Laufzeit. Mit einem Durchhaltevermögen von etwas mehr als vier Stunden im Idle ist unser Testkandidat zwar sicherlich kein Langläufer, es wird aber eine ordentliche Mobilität geboten.

Stromverbrauch:

Akkulaufzeit Load

Akkulaufzeit Load

Im Idle-Stromverbrauch liegt das Aspire V5 auf einem Level mit der aktuellen Ultrabook-Generation. Überraschend ist das natürlich nicht wirklich, denn genau wie in den meisten Ultrabooks kommt auch hier eine 17-Watt-CPU zum Einsatz, ohne dass eine zusätzliche GPU verbaut wird. Es gilt also: Das V5 belastet die Stromrechnung nicht über Gebühr.


Acer greift mit seiner Aspire V5 ein interessantes Konzept auf, denn die aktuellen Trendthemen „flaches und leichtes Notebook“ und „Touchscreen“ werden versucht, in einem angenehm bezahlbaren Rahmen zu kombinieren. Im Endergebnis müssen zwar ein paar Zugeständnisse in Kauf genommen werden, gerade mit Blick auf den Preis ist das Aspire V5 aber ein erstaunlich rundes Gerät.

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Der Trend zu kleinen leichten Geräten besteht im Budget-Segment natürlich genau so wie in der Premium-Liga. Das hat Acer erkannt und bietet mit unserer Version einen schicken, sehr schlichten 14-Zöller, der mit einer maximalen Höhe von 23 mm nur knapp höher ist, als ein Ultrabook maximal sein darf. Auch das Gewicht befindet sich mit 2,1 kg noch in einem sehr angenehmen Bereich. Abstriche müssen allerdings bei der Materialgüte akzeptiert werden. Der eingesetzte Kunststoff hinterlässt nicht den hochwertigsten Eindruck und ist trotz seiner relativ matten Oberfläche anfällig gegenüber Fingerabdrücken. Auch bei der Verarbeitungsqualität gibt es hier und da kleine Unsauberkeiten, alles in allem hinterlässt Acers Case gemessen am Preis aber einen durchaus soliden Eindruck. Die Anschlussausstattung kann sich gemessen an der Größe ebenfalls sehen lassen. Direkt an Bord sind alle relevanten Anschlüsse, inklusive einem USB-3.0-Port. Aus Platzgründen verzichtet Acer auf einen VGA- und RJ45-Port liefert diese aber über einen Adapter mit.

Die Tastatur hinterlässt einen ordentlichen Eindruck. Der Druckpunkt ist für unseren Geschmack allerdings etwas zu schwammig, ein Eindruck, der durch das recht stark flexende Top-Case allerdings noch einmal verstärkt wird. Dafür bietet Acer jedoch zumindest ein gefälliges Tastaturlayout, das sich kaum vom aktuellen Standard unterscheidet. Zusätzlich gibt es bei unserem Acer V5 auch noch einen Touchscreen, was mit Blick auf das Preisschild eine ordentliche Leistung ist. Auch wenn es sich bei unserem Testmuster um ein klassisches Clamshell-Design handelt, es ist immer wieder überraschend, wie schnell der Touchscreen in die tägliche Nutzung einbezogen wird. Entsprechend bietet das V5 einen erheblichen Mehrwert im täglichen Umgang mit Windows 8.

Dass bei einem leichten und flachen Gehäuse und einem Touchscreen kein allzu großes Budget mehr für die Hardware übrig war, ist nachvollziehbar. Entsprechend kommt als Prozessor lediglich ein Intel Pentium 987, also ein Sandy-Bridge-Modell mit 17 Watt zum Einsatz. Auf eine dedizierte Grafikkarte wird natürlich direkt verzichtet. So ist schnell klar, dass das Aspire V5 sicherlich kein Sprinter ist. Bei aufwendigen Applikationen wird die Luft schnell dünn, das sind aber auch keine normalen Anwendungsbereiche für ein Gerät der 500-Euro-Klasse. Wer sich auf rudimentäre Anwendungen beschränkt, der wird mit der zur Verfügung gestellten Leistung aber zurechtkommen. Einen durchwachsenen Eindruck hinterlässt die HDD. Die Leistung liegt zwar auf einem überraschend hohen Niveau, dafür macht das verbaute Modell aber lautstark auf sich aufmerksam.

Ein Schwachpunkt ist wie bei so vielen Budget-Geräten das eingesetzte Display. Bedingt durch den Touchscreen sitzt der Monitor hinter einer stark spiegelnden Scheibe. Leider ist das Backlight nicht stark genug, um den so auftretenden Spiegelungen den Kampf anzusagen, sodass der Outdoor-Einsatz leider über Gebühr beschnitten wird. Auch das Kontrastverhältnis befindet sich allenfalls auf einem durchschnittlichen Niveau, bedingt durch die spiegelnde Oberfläche fällt das in der Praxis aber nicht allzu sehr auf.
Gut verkaufen kann sich die Kühllösung. Das Aspire V5 wird weder sonderlich warm, noch sonderlich laut. Wäre da nicht die Festplatte, man würde das Slimline-Notebook selbst unter Last kaum wahrnehmen. Hier profitiert das V5 ganz klar davon, dass lediglich eine ULV-CPU genutzt wird.

Gleiches gilt auch für die Akkulaufzeit und den Stromverbrauch. Dank der sparsamen Hardware kann unser Testkandidat trotz eines vergleichsweise kleinen Akkus mit einer ansprechenden Akkulaufzeit aufwarten. Da ist es keine Überraschung, dass auch der Stromverbrauch auf einem niedrigen Level liegt.

Alles in allem ist das Acer Aspire V5 ein überzeugendes Budget-Gerät. Es muss stets bedacht werden, dass zu einem Preis von 500 Euro stets Einschränkungen in Kauf genommen werden müssen, im Falle des V5 sind dies die Materialgüte des Gehäuses und das Display. Dennoch gelingt es Acer in diesem schmalen Budgetrahmen, ein flaches, leichtes und optisch ansprechendes Slimline-Notebook mit Touchscreen zu konzipieren.

Wer auf der Suche nach einem höherwertigen Gehäuse ist, der sollte sich aber das erst vor kurzem getestete Dell Inspiron 15R ansehen, das aufgrund des 15-Zoll-Screens zwar etwas größer und schwerer ist, dafür aber mit einer deutlich besseren Materialgüte daherkommt.

Positive Aspekte des Acer Aspire V5-431p:

Negative Aspekte des Acer Aspire V5-431p: