Test: Dell Inspiron 15R-5521 - Preisattraktiv mit Radeon HD 8730M

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dell 15r teaser kleinDell machte in den letzten Monaten nicht nur durch seine Geräte von sich reden, sondern auch aufgrund seiner wirtschaftlichen Lage. So entschloss sich Gründer Michael Dell sein Unternehmen von der Börse zurückzukaufen. Aber keine Angst, hier geht es nicht um aktuelle Wirtschaftsdaten, sondern um waschechte Hardware, in diesem Fall um das Dell Inspiron 15R-5521. Der neue Budget-15-Zöller mit Radeon HD 8730M wurde zur CES vorgestellt, nun wollen wir klären, was er in der Praxis leistet.

Im letzten Jahr erneuerte Dell beinahe sein gesamtes Notebook-Portfolio. Nicht nur die XPS-Reihe erfuhr ein Update und wurde dem Ultrabook XPS 13 (zum Test) angepasst, auch die Inspiron-Reihe.  Gerade letzteres Update ist dabei die wesentlich riskantere Neuerung, schließlich wird noch immer der meiste Umsatz im Budget-Bereich generiert. Schaut man sich dazu die aktuellen Zahlen von Dell an, scheinen die neuen Geräte weniger gut angenommen worden zu sein als erhofft. Gerade die von uns getesteten SE-Modelle, das Dell Inspiron 15R SE (zum Test) und das Dell Inspiron 17R SE (zum Test), konnten  mit einem erstklassigen Preis-Leistungsverhältnis aufwarten und leisteten sich kaum Blößen.

Gespannt sind wir nun natürlich, wie sich das neue Dell Inspiron 15R in unserem Test schlägt, bei dem es sich viel mehr um ein Facelift als um ein neues Modell handelt. Interessant erscheint uns vor allem die Hardwarekonfiguration, denn Dell verbaut in einem 15-Zoll-Chassis eine Radeon HD 8730M, also ein aktualisiertes Grafikkarten-Modell und kombiniert dieses nicht mit einer normalen 35-Watt-CPU, wie sie in dieser Klasse üblich ist, sondern setzt stattdessen auf einen Core i5-3317U, also einen 17-Watt-Prozessor, wie er normalerweise in Ultrabooks zum Einsatz kommt. Lange Akkulaufzeiten sollten also garantiert sein.

Preislich liegt unser Modell mit rund 549 bis 599 Euro im äußerst attraktiven Rahmen. Wie bei Dell üblich werden mehrere Konfigurationen angeboten. Das uns vorliegende Modell entspricht der mittleren Bestückung (mit ein paar Abweichungen, da es sich um ein Review-Sample handelt), los geht es bereits bei 499 Euro.

Sozusagen die Ultrabook-Version unseres heutigen Testkandidaten hatten wir übrigens bereits in Form des Dell Inspiron 15z im Test.


 

Erst Mitte 2012 aktualisierte Dell seine Inspiron-Reihe. Entsprechend ist es nicht wirklich verwunderlich, dass Dell beim zur CES vorgestellten Update das Gehäuse weitestgehend unangetastet lässt.

Dell Inspiron 15R

Das Inspiron 15R besitzt die aktuelle Formensprache der Dell-Notebooksparte. Der Deckel weist einen umlaufenden Rahmen in Silber auf, der zur Front hin breiter wird. Erstmalig gesehen haben wir dieses Design beim Top-Case es XPS 13. Anders als bei den SE-Modellen, die wir im letzten Jahr im Test hatten, lässt sich das Deckel-Cover nicht auswechseln, was sich aber vorteilhaft auf die Spaltmaße des Deckels auswirkt. Unterschiede gibt es hingegen nicht beim Material. Wie bei den SE-Modellen setzt Dell auf Aluminium, was mit Blick auf den Preis eine runde Sache ist.

Dell Inspiron 15R

Auch im Bereich der Handballenauflage setzt Dell auf Aluminium, was auch hier einen angenehm hochwertigen Eindruck hinterlässt. Aus der Optik bricht die Tastatur aus, die selbst mattschwarz ist und in einem Feld aus schwarzem Glossy-Kunststoff sitzt. Das sieht ohne Frage schick aus, praktisch ist es aber in keinem Fall.  

Zwischen Tastatur und Display gibt es zudem eine leichte Erhebung, die in mattem schwarzen Kunststoff ausgeführt wurde. Das ist aufgrund des Akkus nötig, möchte optisch aber nicht wirklich zum Gesamtkonzept passen.

Dell Inspiron 15R

Ein Ultrabook ist Dells Inspiron 15R nicht, auch wenn eine Low-Voltage-CPU zum Einsatz kommt. Mit einer Höhe von 25,3 mm liegt es im normalen Rahmen für einen 15-Zöller. Das Gewicht beläuft sich auf 2,32 kg, sodass das 15R keinesfalls zu schwer ist, um ihn auch regelmäßig mitzunehmen. Viele Geräte dieser Klasse sind auch gerne 300-500 Gramm schwerer.

Auch die Verarbeitungsqualität befindet sich in Relation zum Preis auf einem durchaus überzeugenden Niveau. Die massive Verarbeitung der 1000-Euro-Klasse wird zwar nicht geboten, muss sie zu einem Preis von knapp 550 Euro aber natürlich auch nicht. Dafür erhält man aber immerhin ein partielles Aluminium-Finish. Etwas störend war lediglich, dass am linken Top-Case der Rahmen etwas übersteht, sodass es eine Kante gibt.


 

Dell Inspiron 15R

Dell setzt beim Inspiron 15R auf ein aktuelles Chiclet-Layout, wobei die Tasten etwas stärker abgerundet sind als beispielsweise bei ASUS. Das ändert aber nichts daran, dass mit 15x15 mm das übliche Format und mit 4 mm der gewohnte Abstand genutzt werden. Entsprechend ist kein Wunder, dass sich schnell ein gewohntes Tippgefühl einstellt, was auch mit dem sehr guten Tastaturlayout zusammenhängt. Während der Hubweg angenehm kurz ist, könnte der Druckpunkt für unser Empfinden noch etwas präziser ausfallen. Dass bei einem Notebook dieser Preisklasse noch keine Hintergrundbeleuchtung mit von der Partie ist, überrascht nicht.

Dell Inspiron 15R

Während wir bereits bei vielen Geräten der 15-Zoll-Klasse wildeste Layouts vorgefunden haben, ist es Dell gelungen, die zusätzlichen Tasten des Zahlenblocks vorbildlich in das Top-Case zu integrieren – und das obwohl das 15-Zoll-Format nicht allzu viele Platz bietet. Der Grund ist recht einfach: Dell setzt auf einen sehr flachen umlaufenden Rahmen, sodass beinahe die gesamte Breite des 15-Zöllers genutzt werden kann. Einschränkungen müssen so überhaupt nicht in Kauf genommen werden, sogar die „0“ des Zahlenblocks wurde normal ausgeführt und nicht wie üblich halbiert.

Dell Inspiron 15R

Das Touchpad ist mit 105x56 mm angemessen dimensioniert und kann mit ordentlichen Gleiteigenschaften und einer präzisen Arbeitsweise aufwarten. Die Maustasten wurden entgegen dem aktuellen Trend normal ausgeführt, sind also physisch vorhanden. Der Druckpunkt der Tasten ist recht knackig, leider geben die Tasten bei der Betätigung nicht das hochwertigste Geräusch von sich.


 

Dell Inspiron 15R

Die linke Seite wird von einer Vielzahl von Buchsen in Beschlag genommen. Leider sorgen die ebenfalls an dieser Stelle positionierten Luftauslässe des Lüfter dafür, dass alle Buchsen bis auf die Stromversorgung sehr weit vorne platziert werden müssen. So gibt es mit einer recht zentralen Position den HDMI-Ausgang, bei dem es sich übrigens um die einzige Möglichkeit handelt, einen Monitor anzuschließen. Direkt davor sitzt die RJ45-Schnittstelle, die für unser Empfinden deutlich zu weit vorn sitzt, sollte ein Netzwerkkabel (das bekanntlich recht störrisch ist und schlecht verlegt werden kann) im stationären Betrieb permanent genutzt werden, ist Kabelchaos also vorprogrammiert. Vor dem Netzwerkanschluss sitzen drei USB-Ports von denen zwei als aktuelle 3.0-Variante ausgeführt wurden. Abgerundet wird das Panel von einem Audio-Kombojack.

Dell Inspiron 15R

Keine Besonderheiten sind auf der Rückseite zu erkennen. Da das Display hinters Gehäuse klappt, ist dort kein Platz für zusätzliche Anschlüsse.

Dell Inspiron 15R

Während die linke Seite vollgestopft mit Anschlüssen war, sieht es auf der gegenüberliegenden Seite etwas anders aus. Der meiste Platz wird vom optischen Laufwerk eingenommen. Einzig einen USB-2.0-Port hat Dell hier untergebracht. So kann also eine Maus auf dem kürzesten Weg angeschlossen werden.


Bei Dells Inspiron 15R handelt es sich um ein waschechtes Mainstream-Gerät, eine allzu extreme Hardware-Ausstattung ist also nicht zu erwarten. Dennoch hat unser Testkandidat etwas Besonderes zu bieten, denn Dell setzt trotz der normalen Dimensionierung des Gehäuses auf eine ULV-CPU mit 17 Watt, wie wir sie von den Ultrabooks kennen. Leistungstechnisch ist diese Entscheidung für den Normalanwender nicht weiter von Bedeutung, denn auch dass Ultrabooks für normale Office-Anwendungen mehr als genügend Leistung zur Verfügung stellen, das ist allgemein bekannt. Dank der niedrigen TDP dürften lange Laufzeiten garantiert sein, was in der Praxis einen deutlich größeren positiven Effekt hervorrufen dürfte.

Dell Inspiron 15R

Das Herzstück unseres heutigen Testkandidaten ist Intels aktueller Core i5-3317U, der natürlich wie alle Ivy-Bridge-Prozessoren im 22-nm-Verfahren hergestellt wird. Der Grundtakt liegt bei 1,7 GHz und kann im Turbo-Betrieb kurzzeitig auf bis zu 2,5 GHz gesteigert werden. Wie in der i5-Reihe üblich, verfügt die 2-Kern-CPU über Intels Hyper-Threading-Technik, sodass vier logische Aufgaben zeitgleich abgearbeitet werden können. Der L3-Cache beläuft sich auf 3 MB, ist also etwas kleiner als bei den großen i7-Geschwistern. Im TDP-Bereich ist Intel seiner bisherigen Stufen-Einteilung treu geblieben und klassifiziert den i5-3317U mit 17 Watt. Im Vergleich mit den Vorgängern wird also eine höhere Leistung bei einem ähnlichen Stromverbrauch geboten.

Noch wichtiger für das Ultrabook-Segment ist aber die Tatsache, dass Intel mit der Ivy-Bridge-Generation eine neue integrierte Grafik in Form der Intel HD4000 vorgestellt hat. Die stellt eine höhere Leistung als noch das Vorgängermodell HD3000 zur Verfügung und rutscht damit immer näher an schwache dedizierte Grafikeinheiten heran. Im Intel Core i5-3317U arbeitet die integrierte Grafikeinheit mit 350 MHz und kann im Turbo-Modus auch mit 1050 MHz laufen.

Allerdings belässt es Dell nicht einfach bei der Intel-Grafik, sondern integriert darüber hinaus eine dedizierte Grafikeinheit, eine AMD Radeon HD 8730M, also bereits ein Modell der aktuellsten Generation. Gefertigt wird die GPU im 28-nm-Verfahren und basiert natürlich auf dem Graphics Core Next-Konzept. Die 8730M besitzt 384 Shadereinheiten und arbeitet mit einem Kerntakt von 650 MHz. Wie es aktuell immer üblicher wird, gibt es bei ATIs aktueller Mobilgrafikkarten-Generation einen Turbo-Modus, sodass kurzfristig zusätzliche 50 MHz möglich sind. Der Grafikspeicher beläuft sich auf 2 GB und basiert auf der DDR3-Technik. Der Takt beläuft sich auf 1000 MHz, angebunden ist der RAM über ein 128 Bit breites Interface. Natürlich gibt es auch bei der 8730M diverse Stromsparmechanismen. Neben der bekannten Enduro-Technologie, die ein Umschalten zwischen den verschiedenen Grafiklösungen ermöglicht, gibt es auch weitere Stromspartechniken. So kann AMDs Grafikchip direkt Strom sparen, denn einzelne Bereiche des Chips können deaktiviert werden.

In weiteren Bereichen bietet das Inspiron 15R eine solide Ausstattung, die zeigt, dass auch in der Sub-600-Euro-Klasse aktuell nicht mehr allzu viele Einschränkungen in Kauf genommen werden müssen. Der Arbeitsspeicher fasst 8 GB und ist damit normal dimensioniert. Mehr Volumen findet man auch in der High-End-Klasse bei nur wenigen Geräten. Auch die gewählte Lösung für den Massenspeicher kann durchwegs überzeugen. Dass es zum aufgerufenen Preis noch keine SSD geben kann, das sollte niemanden wirklich überraschen. Dafür ist die eingesetzte HDD aber großzügig dimensioniert und bringt es auf 1000 GB, sodass auch große Datensammlungen ohne Probleme untergebracht werden können. Abgerundet wird die Ausstattung von einem Multiformat-DVD-Brenner.
Für den aufgerufenen Preis bietet Dell also eine angenehm runde Ausstattung, die ganz auf Normalanwender ausgerichtet ist, die keine Leistung im Überfluss brauchen und bestenfalls zur Klasse der Casual Gamer zählen.

Dell Inspiron 15R
Hardware 
Prozessor: Intel Core i5-3317U
Prozessor - Kerne: 4
Prozessor - Grundtakt: 1,7 GHz
Prozessor - Turbotakt: 2,5 GHz
Prozessor - Fertigung 22 nm
Prozessor - Cache 3 MB
Arbeitsspeicher 8 GB - DDR3
Grafikkarte AMD Radeon HD 8730M
Grafikkarte - Grafikspeicher 2 GB
Festplatte

1x 1000 GB

Festplatte - Geschwindigkeit

5400 rpm

Optisches Laufwerk DVD-Brenner
Monitor 
Display - Technik: TN
Display - Diagonale: 15,6 Zoll
Display - Auflösung: 1366x768
Display - 3D-fähig: nein
Display - Glare-Type: ja
Display - LED: ja
Display - Touch: nein
Eingabegeräte 
Tastatur - Tastengröße: 15 x 15 mm
Tastatur - Tastenabstand: 4 mm
Tastatur - Anzahl der Tasten: 102
Tastatur - Numblock: ja
Touchpad - Multitouch: ja
Trackstick: nein
Tablet-PC: nein
Anschlüsse 
HDMI: 1
DVI: -
Thunderbolt: -
VGA: -
USB 2.0: 2
USB 3.0 2
Firewire -
eSATA: -
Audio: Kombobuchse
Gehäuse 
Akku: 64 Wh
Material: Kunststoff + Aluminium
Abmessungen: 376 x 259 x 25,3 mm
Gewicht 2,3 kg
Preis und Garantie 
Preis: ca. 550 Euro
Garantie: 24 Monate


Cinebench 11

7-Zip

Es war zu erwarten, das Inspiron 15R kann mit normalen 15-Zoll-Mainstream-Notebooks nicht ganz mithalten. Mit Hinblick darauf, dass der eingesetzte Prozessor aber grade einmal die Hälfte des Stroms benötigt, fällt die Performance mehr als überzeugend aus. Wer komplexe Anwendungen nutzt, wird vermutlich ohnehin zu einem teureren Modell mit 4-Kerner greifen, wer sich mit normalen Office-Applikationen begnügt, wird gegenüber normalen mobilen 2-Kernern aber keine signifikanten Nachteile bemerken.

HDD Durchsatz

HDD Zugriff

Speicherdurchsatz

Durch die CPU-Wahl fällt der Speicherdurchsatz etwas niedriger aus, auch das stört aber nicht wirklich. Dank ihrer hohen Datendichte kann die eingesetzte Festplatte eine erstklassige Performance für ein 5400-rpm-Modell entfalten.

PC Mark 7

Dass das von Dell gewählte Gesamtkonzept keinen High-Performer vorbringen kann, sollte niemanden überraschen, das PC-Mark-Ergebnis bestätigt dies aber noch einmal eindrucksvoll.

3D Mark 11

Im 3D Mark zeigt sich, dass AMDs neue Grafikeinheit zwar schneller ist als Intels HD4000, wirklich gaming-fähig wird das Inspiron 15R durch die dedizierte Grafik aber nicht. Auch hier gilt: Mit Blick auf den Preis sollte das niemanden wirklich verwundern.


Gerade im Ultrabook-Bereich ist der Trend zu hochwertigen Displays extrem, FullHD gehört in der Premium-Klasse zum guten Ton und auch IPS-Displays werden immer beliebter bei den Herstellern – das freut den User. Ein Blick auf das Budget-Segment zeigt aber, dass gerade das Display noch immer ein beliebter Punkt für Einsparungen ist, um den gewünschten Budget-Punkt zu treffen – das Inspiron 15R ist hier leider keine Ausnahme.

An dieser Stelle direkt eine Anmerkung: Unser Testmuster setzt auf ein normales Display, es ist aber auch möglich, ein Touch-Display zu konfigurieren. Aus unseren Erfahrungen, die wir bislang mit Windows 8 gesammelt haben, können wir bestätigen, dass ein Touch-Display auch bei einem normalen Clamshell-Design durchaus sinnvoll ist.

Dell Inspiron 15R

Dell setzt bei Inspiron 15R auf ein TN-Panel mit 1366x768 Bildpunkten. Das mag viele Leser abschrecken, bis hierhin muss allerdings klar gesagt werden, dass der Preis andere Displays kaum zulässt. Um in den FullHD-Bereich aufzusteigen, müssen in der Regel einige hundert zusätzliche Euro investiert werden. Zudem gilt auch in Zeiten von Retina-Auflösungen und FullHD-Displays im 5-Zoll-Format, dass die Kombination aus 15-Zoll-Display und HD-Auflösung in Windows aber noch funktioniert, das wurde schon mehrfach gezeigt. Der Platz auf dem Desktop fällt zwar nicht allzu üppig aus, wer mit normalen Office-Anwendungen (von riesigen Office-Dokumenten einmal abgesehen) arbeitet und im Internet surft, der wird keine wirklichen Einschränkungen erleben.

Deutlich ärgerlicher ist es da schon, dass die Technik unter der Glare-Oberfläche nicht wirklich überzeugen kann. Das Panel fällt mit maximal 234 cd/m² und durchschnittlich 227 cd/m² nicht allzu hell aus. Das Kontrastverhältnis unterbietet diese Vorstellung mit einem Wert von 180:1 leider abermals, sodass viel vom mobilen Grundcharakter, den die ULV-CPU verleiht, verloren geht. In hellen Umgebungen können Spiegelungen nur schwerlich überblendet werden und an sonnigen Tagen kann auch die Arbeit in schattigen Bereichen durchaus problematisch sein.

Ausleuchtung

Ausleuchtung

TN-typisch fällt die Farbgebung etwas eingeschränkt aus – was allerdings in erster Linie EBV-User stören dürfte. Ab Werk kam unser Testmuster mit einer Farbtemperatur von rund 7000 Kelvin, ist also etwas bläulicher abgestimmt, als die fotoneutralen 6500 Kelvin. In der Regel wird eine etwas kühlere Abstimmung als recht angenehm angesehen, sodass wir bei einem Consumer-Gerät dieser Preisklasse nicht „meckern“ möchten. Nicht allzu üppig fallen übrigens auch die Blickwinkel aus, aber das ist natürlich der TN-Technik geschuldet. Wer sein 15R aber meist allein nutzt, den wird das nicht wirklich stören.

Ausleuchtung

Ausleuchtung

Maximale Helligkeit

Kontrastwert


Temperatur-Entwicklung:

Temperatur Oberseite

Temperatur Unterseite

Im Idle-Betrieb arbeitet die meiste Zeit einzig eine ULV-CPU – entsprechend ist es nicht wirklich verwunderlich, dass sich das Case nur minimal erwärmt. Da aber auch die Radeon  HD 8730M mit 28 nm gefertigt wird und nicht der absoluten High-End-Klasse zugeordnet werden kann, ist nicht verwunderlich, dass sich die Temperaturen auch im Load-Betrieb in Grenzen halten.

Lautstärke-Entwicklung:

Lautstärke Idle

Lautstärke Load

Von den nicht allzu hitzköpfigen Komponenten profitiert natürlich auch die Belüftung. Im Leerlauf verdient sich das Inspiron 15R trotz mechanischer HDD das Prädikat „geräuschlos“. Auch im maximalen Volllast-Betrieb (Furmark + Prime95) wie er in der Praxis wohl nie auftreten wird, wird unser Testkandidat nie unangenehm laut. Der Lüfter dreht natürlich etwas auf, das dumpfe Geräusch bleibt aber stets im Hintergrund.

Throtteling:

Dell Inspiron 15R

Eine echte Überraschung ist auch das nicht: Throtteling-Probleme hat das Inspiron 15R mit ULV-CPU nicht.


Akkulaufzeit:

Dell Inspiron 15R

Unser Testmuster wurde mit dem größeren der beiden verfügbaren Akkus ausgestattet und kann so auf einen Stromspeicher mit 64 Wh zurückgreifen. Intels stromsparender Core i5-3317U verhilft dem 15-Zöller so zu einer erstklassigen Laufzeit im Idle. Unter Last zeigt sich dann doch, dass ein durchaus moderater Stromhunger vorhanden ist, die erreichte Laufzeit fällt aber noch immer mehr als überzeugend aus.

Akkulaufzeit - Idle

Akkulaufzeit Load

 

Stromverbrauch:

Akkulaufzeit Load

Akkulaufzeit Load

 

Die im Akku-Test gewonnenen Eindrücke werden vom Blick auf den Strommesser bestätigt. Im Idle agiert unser Testmuster auf bestem Ultrabook-Niveau, während sich im maximalen Volllast-Betrieb die Grafikkarte bemerkbar macht.


Dell macht bei seinem aktuellen Budget-Gerät viel richtig und verschafft seinem 15-Zöller dank einer clever gewählten CPU einen langen Atem, gespart wird auch nicht am Gehäuse. Der Teufel liegt aber wie so oft im Detail.

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Dells neues Notebook-Design konnte uns bereits zur Vorstellung überzeugen und tut dies auch im Jahr 2013 noch. Das Case hinterlässt einen gefällig zeitlosen Eindruck. Gemessen am Preis ist der 15-Zöller gut verarbeitet und auch die Materialgüte kann sich durchaus sehen lassen, denn Dell setzt beim Deckel und der Handballenauflage großflächig auf Aluminium. Positiv zu erwähnen ist an dieser Stelle das Gewicht, das mit rund 2,3 kg merklich niedriger als bei vielen anderen 15-Zöllern ausfällt. Die Tastatur liegt hinsichtlich ihres Tippgefühls zwar nur auf einem normalen Niveau, zumindest müssen aber keine Abstriche beim Layout akzeptiert werden.

Im Grunde genommen befindet sich auch die Anschlussausstattung auf einem soliden Niveau, wenn man denn auf den VGA-Anschluss verzichten kann. Es werden HDMI sowie vier USB-Anschlüsse geboten, von denen zwei mit dem 3.0-Protokoll arbeiten. Nicht ganz so gut hat uns allerdings die Aufteilung der Anschlüsse gefallen. So platziert Dell beinahe alle Buchsen auf dem rechten Anschlusspanel. Da dort aber auch die Lüftung untergebracht wurde, sitzen alle Buchsen ausgesprochen weit vorne, was Kabelchaos auf dem Schreibtisch garantiert. Ebenso möchte es sich uns nicht erschließen, weshalb kabelgebundenes LAN lediglich mit 100 Mbit möglich ist.

Gut gefallen hat uns die Hardwarezusammenstellung. Dass sich Dell dazu entschlossen hat, auch in einem normalen 15-Zoll-Modell eine ULV-CPU zu nutzen, die normalerweise in Ultrabooks genutzt wird, passt bestens zum Anwendungsbereich eines Budget-Geräts und bietet im Grunde genommen nur Vorteile. Die Leistung ist für alle Office-Anwendungen mehr als ausreichend auch dann, wenn gelegentlich anspruchsvollere Anwendungen genutzt werden, gibt es keine wirklichen Probleme. Auf der anderen Seite kann Dell auf diesem Wege aber nahezu mühelos einen lange Akkulaufzeit, einen niedrigen Stromverbrauch und eine einfach zu realisierende, sehr leise Kühlung ermöglichen. Für uns eine Win-Win-Situation. Die ebenfalls verbaute AMD Radeon HD8730M ist zwar sicherlich kein  Sprinter, macht in Games aber dennoch eine bessere Figur als die integrierte HD4000. Allzu hohe Ansprüche an die Qualitätseinstellungen in Games sollten aber nicht gestellt werden.

Wie so oft im Budget-Segment wird leider am Display gespart. Nicht nur, dass der 15-Zöller recht niedrig aufgelöst ist, was mit Blick auf den Preis noch verschmerzt werden könnte, das Panel ist auch recht düster und ausgesprochen kontrastarm – und das stört in der Praxis deutlich mehr. Der eigentlich sehr mobile Charakter von Dells 15-Zoll-Mainstream-Modell wird so leider ein Stück weit ad absurdum geführt.

Wer mit dem schwachen Display und der nicht optimalen Aufteilung der Anschlüsse leben kann, der bekommt mit dem Dell Inspiron 15R ein überzeugendes Budget-Gerät mit einer angemessenen Leistung und einer sehr langen Akkulaufzeit.

Positive Aspekte des Dell Inspiron 15R:

Negative Aspekte des Dell Inspiron 15R: