Test: ASUS G75VX-T4014H mit GeForce GTX 670MX

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asus g75 vx teaser kleinZeitgleich mit dem Launch der Ivy-Bridge-Plattform hat ASUS sein G75-Gaming-Notebook in den Dienst gestellt. Seit dem Launch von Intels jüngster CPU-Generation stand die Zeit im Hardware-Markt natürlich nicht still, sodass es nun das ASUS G75VX gibt, das nicht nur über den Refresh-Prozessor Intel Core i7-3630QM verfügt, sondern mit der GeForce GTX 670MX nun auch endlich eine Kepler-Grafikkarte an Bord hat. Ob das ASUS G75VX den rundum positiven Eindruck des bisherigen Modells bestätigen kann, das versuchen wir herauszufinden.

Aller guten Dinge sind drei. Das könnte auch für das ASUS G75 stimmen. Nachdem uns ASUS bereits vor dem Start der Ivy-Bridge-Plattform mit einem Vorseriengerät versorgte, das sich aber nur im Prozessor von der späteren Serienversion unterschied, erreichte uns mit dem ASUS G75VW (zum Test) Mitte des Jahres auch noch eine etwas günstigere Variante, die mit einer GeForce GTX 660M ausgestattet wurde. Nun hat sich mit dem G75VX die dritte Inkarnation des aktuellen Gaming-17-Zöllers aus dem Hause ASUS eingefunden. Während es beim Barebone kaum Veränderungen gibt, was nicht sonderlich überraschend ist, möchte ASUS Gamer mit einer aktualisierten Hardware-Ausstattung locken. Das ist nachvollziehbar, schließlich wird kaum ein performance-orientierter Käufer noch zu einem Gerät greifen wollen, das mit „veralteter“ Hardware daherkommt.

Nachdem Intel im April 2012 seine Ivy-Bridge-Generation vorgestellt hatte, wurde in diesem Herbst wie üblich ein Refresh nachgeschoben. Im Grunde genommen handelt es sich dabei indirekt um eine Preissenkung, denn zum gleichen Preis bekommt man bei den Refresh-Modellen 200 MHz mehr als bei den direkten Vorgängern. Wirklich große Unterschiede in der Praxis sind durch den Wechsel vom i7-3610QM auf den i7-3630QM aber nicht zu erwarten. Deutlich größer dürften die Unterschiede bei der neuen GPU ausfallen. Auch hier setzt man mit einer NVIDIA GeForce GTX 670MX namentlich zwar nur auf ein Upgrade-Modell, das zusätzliche X im Namen hat es aber in sich, denn NVIDIA wechselt nun auch bei seinem 670er Modell endlich auf die Kepler-Technik und steigert gleichzeitig die Cuda-Cores merklich. Es wird also durchaus interessant sein, zu sehen, wie sich das G75VX in der Praxis beweisen kann.

ASUS hat seine G-Serie vor einigen Jahren neu aufgelegt und mit einem überarbeiteten Kühlsystem ausgestattet, sodass mit dem G73 endlich ein leises Gaming-Notebook auf den Markt gebracht werden konnte. Seit diesem Initial-Update beschränkt sich ASUS auf Detail-Optimierungen von Generation zu Generation, was aber sicherlich keine schlechte Sache ist, denn auch nach zahlreichen Tests von Gaming-Notebooks in diesem Jahr gehört die G-Serie noch immer zu den leisesten Vertretern der Gaming-Fraktion. Gleichzeitig zeigt sich auch erneut, dass das G75VX kein Schnäppchen ist und mit knapp 1800 Euro zu Buche schlägt. Damit spielt es preislich ohne Frage in der Oberklasse, denn von den üblichen BTO-Anbietern gibt es in diesem Budget-Bereich bereits Dual-GPU-Konfigurationen.

 


 

Da sich der Barebone des G75 nur minimal vom bisher getesteten Modell unterscheidet, wurde dieser Bereich aus dem bereits veröffentlichten Review übernommen.

Auf der zweiten Seite wollen wir einen genaueren Blick auf das von ASUS verwendete Case des G75 werfen.

ASUS G75

Liegt das G75 geschlossen auf dem Schreibtisch, erkennt man sofort seine Zugehörigkeit. ASUS bleibt seiner vom Stealthfighter inspirierten Formensprache treu und setzt weiterhin auf eine Mischung aus Keilform und einer matten, gummierten Oberfläche. Wer bereits die Vorgänger-Modelle kannte, wird zwei kleine Wölbungen auf der rechten und linken Seite entdecken, die es so bislang nicht gab, das kann aber als kleine kosmetische Korrektur eingestuft werden. Die zeitlos schicke Optik bleibt so auf den ersten Blick erhalten und gefällt noch genau so wie vor zwei Jahren. Auf dem gewohnt hohen Niveau befindet sich auch die Verarbeitungsqualität des G75.

ASUS G75

Eines der Highlights des G75 ist ohne Frage noch immer das Kühlsystem des 17-Zöllers. Um die Lautstärke zu reduzieren, hat ASUS das G75 so designt, dass die Lüfter auf der Rückseite des 17-Zoll-Gehäuses platziert werden können. Das hat gleich mehrere Vorteile. Zum einen können größere Ventilatoren verbaut werden, die leiser arbeiten, zum anderen werden die Lüfter räumlich besser vom Anwender getrennt. Die Lüfter geben ihr Laufgeräusch (und ihre Wärme) größtenteils nach hinten ab. So agiert der Monitor als Schallschutz. Dass das Prinzip funktioniert, haben bereits die Vorgänger gezeigt, ob das auch beim G75 der Fall ist, klären wir im weiteren Verlauf des Reviews.

ASUS G75

Der Innenraum bietet keine Neuerung. ASUS bleibt seiner mattschwarzen Optik über weite Bereiche treu: Handballenauflage und Display werden von entsprechendem Kunststoff bekleidet. Beim G74 noch angedeutet, wird die Tastatur beim G75 in eine gebürstete Aluminium-Oberfläche integriert. Das sieht schick aus und wirkt enorm hochwertig. Als Änderung zum Vorgänger zieht ASUS die Metalloberfläche auch auf die Seitenteile herum – das sieht schick aus und unterstreicht den hochwertigen Eindruck abermals.

Mit Abmessungen von 415 x 320 x 52 mm und einem Gewicht von 4,2 ist das G75 aber natürlich noch immer weit vom portablen Gedanken entfernt, sondern stellt das klassische Desktop-Replacement-System dar. Dass die Mobilität dennoch nicht völlig adacta gelegt wird, zeigt ein Blick auf den Akku, der eine Kapazität von 74 Wh vorweisen kann.

 


 

Von vielen Herstellern noch immer unterschätzt wird die Qualität der Eingabegeräte. Flexende Tastaturen und unpräzise Touchpads zerstören den Spaß am neuen Notebook schnell.

ASUS G75
ASUS G75

Der von ASUS verwendete Kunststoff ist ohnehin recht steif und wird im direkten Bereich der Tastatur noch einmal durch gebürstetes Aluminium weiter verstärkt. Das Ergebnis: ein extrem steifes Top-Case. Davon profitiert die Tastatur merklich, denn störendes, den Druckpunkt beinflussendes Flexing gibt es nicht. Im Gegenteil, das G75 verwöhnt mit einem sehr präzisen und definierten Druckpunkt. Die Tastatur lässt sich so extrem gut bedienen, sei es beim Spielen oder aber auch beim Erstellen von längeren Texten, die Tastatur kann auf der ganzen Linie gefallen. Sehr angenehm: ASUS setzt auf eine weiße Hintergrundbeleuchtung für die Tasten. Gerade in dämmerigen Umgebungen, wie sie bei LAN-Parties häufiger vorkommen, wird man die Beleuchtung schnell zu schätzen lernen.

ASUS G75

Wie es bei 17-Zoll-Modellen üblich ist, hat ASUS einen NumBlock integriert. User, die ihr G75 auch für Office-Arbeiten nutzen wollen, werden dieses Feature schon nach kurzer Zeit nicht mehr zurückgeben wollen. Trotz des großen Gehäuses gelingt es ASUS aber nicht, den NumBlock ohne Einschränkungen zu integrieren. Der Cursor-Block wird leicht abgesetzt, die Num-0 muss sich ihren angestammten Platz aber dennoch mit der rechten Pfeiltaste teilen. Hier gilt allerdings: einmal an die neue Aufteilung gewöhnt, entstehen keinerlei Probleme mehr im täglichen Einsatz.

ASUS G75

Das Touchpad des G75 ist riesig. Noch dazu bietet es sehr gute Gleiteigenschaften und eine hohe Präzision. Da ist es schon fast schade, dass das Pad bei einem DTR-System wohl nur selten genutzt werden wird.

 


 

Gerade bei einem Desktop-Replacement-System besonders wichtig sind die Schnittstellen, schließlich soll ein 17-Zöller wie das ASUS G75 den stationären Rechner nicht nur hinsichtlich der Leistungsfähigkeit ablösen, sondern nach Möglichkeit auch allen Geräten Anschluss gewähren. Wie bereits erwähnt, fällt beim G75 eine Seite schon mal weg, denn die Rückseite kann aufgrund des Kühlungskonzepts und der Akkulage nicht genutzt werden.

ASUS G75

Der auf der linken Seite gebotene Platz wird beinahe vollständig, wenn auch recht luftig genutzt - der meiste Platz wird vom Blu-ray-Laufwerk eingenommen. Recht weit hinten platziert ASUS zudem zwei USB-Anschlüsse, die beide den 3.0-Standard unterstützten. Im Bereich der Handballenauflage gibt es einen Card-Reader und zwei Klinke-Buchsen.

ASUS G75

Auf der gegenüberliegenden Seite gibt es zwei Buchsen zur Bildausgabe in Form von VGA und HDMI sowie die größte Änderung gegenüber der G75-Generation. Zur Datenübertragung gibt es zusätzlich zu zwei USB-3.0-Buchsen und der RJ45-Schnittstelle nun auch einen Thunderbolt-Anschluss, sodass man bestens für die Zukunft gerüstet ist.

Alles in allem bietet das ASUS G75 also eine gefällige Anschlussausstattung. Gerade bei Desktop-Replacement-Systemen würden wir uns aber ein paar rückwärtig platzierte Anschlüsse wünschen. Das ist beim G75 zwar etwas schwieriger, vielleicht würde aber eine andere Positionierung des Akkus den gewünschten Platz schaffen.

Nachdem wir uns bislang ausführlich mit dem Gehäuse beschäftigt haben, gehen wir auf der kommenden Seite auf die Ausstattung genauer ein.

 


 

ASUS G75

Große Anbieter wie ASUS können nicht so schnell auf Änderungen im Hardware-Katalog eingehen, wie dies bei kleineren Built-to-Order-Anbietern der Fall ist. Die Hardware-Überarbeitungen dieses Sommers müssen es ASUS aber wert gewesen sein, den gesamten Validierungsprozess noch einmal auf sich zu nehmen und mit dem G75VX ein neues Modell auf den Markt zu bringen.

ASUS G75

Als CPU setzt ASUS bei unserer Konfiguration ohne Frage auf das aktuell interessanteste Modell im Quad-Core-Bereich. Kam bislang der Core i7-3610QM als das Brot-und-Butter-Modell im Großteil der mit einem 4-Kerner ausgestatteten Ivy-Bridge-Notebooks zum Einsatz, wird diese Rolle künftig wohl der i7-3630QM übernehmen, bei dem es sich um das passende Refresh-Modell handelt. Mit einem Grundtakt von 2,4 GHz und einem maximalen Turbotakt von 3,4 GHz ist der 3630QM genau 100 MHz höher getaktet als sein Vorgänger – wer also bereits einen i7-3610QM nutzt, sollte sich nicht ärgern. Die übrigen Daten entsprechen dem Vorgänger. Die im 22-nm-Verfahren gefertigte CPU basiert auf der Ivy-Bridge-Technik, die TDP wird mit 45 Watt angegeben und dank HyperThreading können bis zu acht Aufgaben gleichzeitig abgearbeitet werden.  Der L3-Cache des Prozessors kann 6 MB in die Waagschale werfen.

Auch eine integrierte Grafik gibt es in Form der HD4000 natürlich. Die besitzt einen Takt von 650 MHz und läuft im Turbo-Modus mit bis zu 1150 MHz.

NVIDIAs Start in das GeForce-Zeitalter der 6er-Generation war etwas holprig. Kepler gab es nur für die Mittelklasse-Modelle, im High-End-Segment kamen schlichtweg höher getaktete Fermi-GPUs zum Einsatz – im Grunde genommen ein No-Go. Erst die GeForce GTX 680M (zum Test) brachte die aktuelle Kepler-Architektur in das Mobile-High-Endsegment. Das ändert sich nun, denn NVIDIA hat einige MX-Modelle auf den Markt gebracht, unter anderem die im ASUS G75VX verbaute GeForce GTX 670 MX.

Bei der GeForce GTX 670MX setzt NVIDIA auf den GK106-Chip. Mit 960 Cuda-Kernen übertrifft dieser die GeForce GTX 670M deutlich, denn die bringt es nur auf 336 solcher Einheiten. Nicht allzu viel hat sich hingegen beim Kerntakt getan, denn er wurde lediglich von 598 auf 600 MHz angehoben. Weniger hat sich beim Speicher verändert, denn hier ist im Grunde genommen sogar ein Rückschritt zu vermelden. Der insgesamt 1,5 GB fassende GDDR5-Arbeitsspeicher taktet nun nur noch mit 1400 MHz, während es bei der GeForce GTX 670M noch 100 MHz mehr waren. Auf die tatsächliche Gaming-Leistung dürfte das aber keinen allzu großen Einfluss haben.

Auch die weitere Ausstattung kann sich sehen lassen und zeigt sich durchdacht. Beim Storage-System setzt ASUS auf eine 256 GB fassende SSD, die für das System und alle relevanten Programme sowie zahlreiche Games mehr als ausreichend dimensioniert ist. Damit aber nicht genug, denn für wirklich große Datenmengen wird auch noch eine 1000 GB fassende HDD geboten. Damit bietet unser G75VX mehr als genügend Platz. Auch der Arbeitsspeicher wurde ordentlich dimensioniert und bringt es auf 8 GB, was in der aktuellen Zeit mehr als ausreichend erscheint. Abgerundet wird das Storage-Paket von einem Blu-ray-Laufwerk, das auch in der Lage ist, DVDs zu beschreiben.

ASUS G75VX-T4014H
Hardware 
Prozessor: Intel Core i7-3630QM
Prozessor - Grundtakt: 2,4 GHz
Prozessor - Turbotakt: 3,4 GHz
Prozessor - Fertigung 22 nm
Prozessor - Cache 6 MB
Arbeitsspeicher 8 GB - DDR3
Grafikkarte NVIDIA GeForce GTX 670MX
Grafikkarte - Grafikspeicher 1,5 GB
Festplatte

1x 256 GB + 1x 1000 GB

Festplatte - Geschwindigkeit SSD + 5400 rpm
Optisches Laufwerk Blu-ray-Player
Monitor 
Display - Diagonale: 17,3 Zoll
Display - Auflösung: 1920 x 1080
Display - 3D-fähig: ja
Display - Glare-Type: nein
Display - LED: ja
Eingabegeräte 
Tastatur - Tastengröße: 15 x 15 mm
Tastatur - Tastenabstand: 4 mm
Tastatur - Anzahl der Tasten: 103
Tastatur - Numblock: ja
Touchpad - Multitouch: ja
Trackstick: nein
Tablet-PC: nein
Anschlüsse 
HDMI: 1
DVI: -
Thunderbolt: 1
VGA: 1
USB 2.0: -
USB 3.0 4
Firewire -
eSATA: 1
Audio: Line-Out / Mic
Gehäuse 
Akku: 74 Wh
Material: Kunststoff + Alu
Abmessungen: 415 x 320 x 52 mm
Preis und Garantie 
Preis: ca. 1800 Euro
Garantie: 24 Monate

 


 

Cinebench 11

7-Zip

Der Intel Core i7-3630QM kann mit einer überzeugenden Leistung aufwarten, sodass mehr als genügend Wumms für alle aktuell im Consumer-Bereich relevanten Anwendungen zur Verfügung steht. Wie üblich fällt der Vorsprung gegenüber dem direkten Vorgänger eher verhalten aus, was aber die vorzügliche Leistung der verbauten 4-Kerners schmälert. Da in der Regel aber ohnehin zunächst die Grafikkarte limitiert, reicht der 3630QM vollends aus.

HDD Durchsatz

HDD Zugriff

Speicherdurchsatz

Kein Wunder ist es da, dass auch der von der CPU erzielte Speicherdurchsatz hervorragend ausfällt – eine wirkliche Überraschung ist das bei der aktuellen Intel-Generation natürlich nicht. Auch die eingesetzte SSD wartet mit einer erstklassigen Leistung auf und liegt in der Performance-Region, die man von aktuellen Top-Modelle erwarten kann.

PC Mark 7

Der PC Mark 7 fasst die Leistung des G75 passend zusammen. Eine flotte CPU, kombiniert mit einer aktuellen High-End-GPU und einer flotten SSD, da kann eigentlich nichts schiefgehen.

 


 

3D Mark 11

Call of Juarez

Streetfighter Benchmark

Resident Evil 5

Stalker Benchmark

Das Upgrade von der GTX 670M auf die GTX 670MX lohnt sich auf jeden Fall. Zwischen den beiden GPUs liegt ein größerer Leistungsunterschied, als es das zusätzliche „X“ vermuten lässt. Die Leistung von NVIDIAs neuer GPU liegt nur knapp unter der GeForce GTX 675M, in manchen Benchmarks kann NVIDIAs ehemalige Top-GPU sogar übertrumpft werden. Zur im Schenker Notebooks XMG P502 verbauten ebenfalls neuen GeForce GTX 675MX besteht zwar noch immer ein respektabler Abstand, die Gaming-Leistung des 670MX-Modells liegt auf einem hohen Niveau. Bei anspruchsvollen Engines in Kombination mit einer hohen Auflösung und vielen Details wird die Luft aber teils schon recht dünn.

 


 

Bereits bei unserem ersten Aufeinandertreffen mit dem G75 konnten wir das Display als eines der Sahnestücke von ASUS Gaming-17-Zöller ausmachen – ein Eindruck, der sich bis heute nicht verändert hat. Das Display besitzt eine matte Oberfläche und kommt, wie es bei dieser Diagonale üblich ist, mit der FullHD-Auflösung daher, eine Kombination, die sich in den letzten Jahren x-fach bewährt hat.

ASUS G75

Dank der matten Oberfläche und der hohen maximalen Helligkeit von 307 cd/m² gibt es auch in sehr hellen Umgebungen keine Probleme mit der Aufstellung. Wäre das G75VX etwas leichter, man könnte es problemlos auch mobil nutzen, dem Einsatz auf dem heimischen Balkon steht somit nichts mehr im Wege. Unterstrichen wird die hervorragende Leistung des verbauten Panels von dem erstklassigen Kontrastumfang von 1535:1, was den Outdoor-Einsatz weiter begünstigt.

Ausleuchtung

Ausleuchtung

Zwar setzt man „nur“ auf ein TN-Panel und nicht wie bei den Zenbooks auf ein IPS-Modell, da ASUS aber ein recht hochwertiges Display verbaut, halten sich die Nachteile in Grenzen. Die Farbwiedergabe fällt sehr überzeugend aus, denn das G75 bietet lebendige Farben, die aber zu keinem Zeitpunkt unnatürlich oder übertrieben wirken. Auch bei unserem Testkandidaten ist die von ASUS bekannte Spendid-Technik mit von der Partie, sodass mehrere Farbpresets hinterlegt wurden. Damit kann das Display recht gut den eigenen Vorstellungen angepasst werden.

Ausleuchtung

Ausleuchtung

Maximale Helligkeit

Kontrastwert

 


 

Temperatur-Entwicklung:

Temperatur Oberseite

Temperatur Unterseite

Das Kühlsystem war in den letzten Jahren immer das Highlight der G-Serie – und bleibt es auch beim G75VX. Das 17-Zoll-Gehäuse bleibt sowohl im Idle als auch unter extremer Volllast, die mit Prime95 und Furmark hervorgerufen wurde, stets angenehm kühl und erreicht zu keinem Zeitpunkt unangenehme Bereiche – das ist es aber nicht, was das G75 so besonders macht, denn Wärme-Probleme haben die wenigsten Gaming-Notebooks.

Lautstärke-Entwicklung:

Lautstärke Idle

Lautstärke Load

Während sich viele Gaming-Geräte die niedrigen Temperaturen mit einem lautstarken Kühlsystem erkaufen, bleibt das G75VX zu jedem Zeitpunkt angenehm leise und unterbietet in unseren Tests sogar die 40-dB-Marke, womit auch zahlreiche Multimedia-Geräte mühelos ausgebootet werden. Wie bereits bei den beiden Vorgänger-Modellen G73 und G74, sind erneut rückseitig positionierte Lüfter der Trick der ASUS-Ingenieure. Durch die recht hohe Bauform an dieser Stelle wird viel Platz für eine effiziente Kühlung durch große Lüfter geboten. Noch dazu wird die warme Luft nach hinten aus dem Gehäuse befördert, sodass die Schallwellen vom Display zusätzlich abgeschirmt werden – ein raffinierter Trick.

Throtteling:

ASUS G75

Positiv ist anzumerken, dass es trotz der extrem leisen Kühlung zu keinem Zeitpunkt zum Throtteling-Effekt kommt. Furmark und Prime95 schaffen es auch in Kombination nicht, unseren Testkandidaten aus dem Tritt zu bringen.

 


 

Akkulaufzeit:

ASUS G75

Dank der Nutzung der Optimus-Technik sowie der sehr guten Stromspartechnik von Intel, die mit einem üppig dimensionierten Akku gekoppelt werden, steht einem Ausflug auf die Terrasse auch in der Praxis nichts mehr im Wege. Unter Last macht sich die starke dedizierte GPU zwar deutlich bemerkbar, gemessen an der Performance erreicht das G75VX aber erstklassige Werte.

Akkulaufzeit - Idle

Akkulaufzeit Load

Stromverbrauch:

Akkulaufzeit Load

Akkulaufzeit Load

Die im Akku-Test gewonnenen Eindrücke werden von unseren Messungen des Stromverbrauchs bestätigt. Im Idle kann dank Optimus ordentlich Strom gespart werden und auch unter Last verkauft sich unser Testkandidat sehr gut. Das Presample G75 mit einer GeForce GTX 670M verbrauchte beispielsweise noch rund 25 Watt mehr unter Last.

 


 

ASUS spendiert seinem G75 in Form des G75VX ein Update mit aktualisierter Hardware, sodass die Leistung dem aktuellen Stand angepasst wird. Gleich geblieben sind das Gehäuse, das sehr gute Display und die herausragende Kühlung – und das ist auch gut so.

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ASUS ist seinem mattschwarzen, am Stealth-Fighter angelehnten Gehäuse auch 2012 treu geblieben. Gegenüber seinen Vorgängern gab es zwar die ein oder andere Detail-Optimierung, der keilförmige Grundton mit der rückseitig positionierten Kühlung wurde aber beibehalten. Der eingesetzte mattschwarze Softtouch-Kunststoff, der im Bereich des Deckels, aber auch der Handballenauflage genutzt wird, kann zwar nicht ganz mit den aktuellen Alienware-Modellen mithalten, fasst sich aber dennoch sehr angenehm an. Die optische Abgrenzung des Tastatur-Bereichs durch die Nutzung von Aluminium sieht nicht nur sehr gut aus, sondern unterstreicht auch den durch und durch positiven Eindruck, den das ASUS G75VX in diesem Bereich hinterlassen hat. Auch die Anschluss-Ausstattung kann überzeugen und wurde durch die Integration von Thunderbolt auf den aktuellen Stand der Technik angehoben.

Die hintergrundbeleuchtete Tastatur besitzt nicht nur ein sehr gutes Layout, sondern lässt sich dank des steifen Top-Cases sehr angenehm und überaus präzise bedienen. Auch das Touchpad liefert eine überzeugende Leistung ab, wird in den meisten Fällen aber sicherlich schnell von einer „echten“ Maus abgelöst werden.

Das Hardware-Update, das ASUS vorgenommen hat, lohnt sich auf jeden Fall. Während die Mehrleistung des nun zum Einsatz kommenden i7-3630QM nur marginal ausfällt, liefert die GeForce GTX 670MX eine vorzügliche Leistung ab und schafft es klar, sich von der Vorgänger-GPU abzusetzen. Die Storage-Sektion ist mit einer sehr flotten 256 GB fassenden SSD und einer 1 TB fassenden HDD ausreichend bestückt. Abgerundet wird die Hardwarezusammenstellung von einem mit 16 GB üppig dimensionierten Arbeitsspeicher.

Eines der Highlights des G75 ist ohne Frage das verbaute FullHD-Display, das ausgesprochen leuchtstark ist und mit einem überragenden Kontrastumfang aufwarten kann. Auch die Farbwiedergabe des matten Panels gefällt durch die Bank. Auch wenn ASUS „nur“ ein TN-Panel verbaute, wirkliche Abstriche müssen nicht in Kauf genommen werden.

Es ist aber das Kühlsystem, das das Highlight des G75 bleibt, auch der uns vorliegenden VX-Version. Die rückseitig verstauten Lüfter schaffen es nicht nur das G75 angenehm kühl zu halten, sondern arbeiten auch überaus leise, sodass das G75VX das mit Abstand leiseste aktuell verfügbare Gaming-Notebook ist und sogar viele Multimedia-Geräte merklich unterboten werden. Noch erfreulicher ist es da, dass ASUS auch das Throtteling-Phänomen im Griff hat, sodass es zu keinen Performance-Problemen kommen kann.
Der bislang durchwegs positive Eindruck wird von einem niedrigen Stromverbrauch und einer langen Akkulaufzeit abgerundet, sodass das G75VX im Grunde genommen sogar als mobil einzustufen wäre, wäre es doch nur etwas leichter.

Alles in allem bietet ASUS mit dem G75VX ein Gaming-Notebook, wie es im Buche steht. Es ist toll verarbeitet, bietet gute Eingabegeräte, ein hervorragendes Display und das beste Kühlkonzept, das aktuell im Gaming-Umfeld zu finden ist. Es gibt zwar durchaus schnellere Notebooks, die von ASUS gebotene Leistung geht aber in Ordnung, sodass es bei aktuellen Games zu keinen Einschränkungen kommt. Wer aber auf der Suche nach der maximalen Leistung zum akzeptablen Preis ist und auch mit Lärm leben kann, der ist bei einem der Clevo-Barebones, wie beispielsweise dem Schenker Notebooks XMG P502 besser aufgehoben, denn ein Schnäppchen ist das G75VX nicht.

Alles in allem bietet ASUS mit dem G75VX das aktuell rundeste Paket im Gaming-Bereich, was uns ohne Frage einen Excellent-Hardware-Award wert ist.

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Positive Aspekte des ASUS G75VX:

Negative Aspekte des ASUS G75VX: