Test: Dell XPS 14 - hochwertiges 14-Zoll-Ultrabook

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dell xps 14 teaser kleinDell hat in diesem Jahr seine XPS-Reihe runderneuert und dabei noch einmal weiter in Richtung des Premium-Segments verschoben, um sie damit noch weiter im direkten Umfeld von Apples MacBooks zu positionieren. Nachdem uns vor Kurzem das neue XPS 12 vollends überzeugen konnte, muss sich nun ein etwas größeres 14-Zoll-Ultrabook, das XPS 14 beweisen. Ob es den positiven Eindruck der kleineren Ultrabook-Geschwister bestätigen kann, zeigt unser Test.

Für Dell ist die Weltmarktlage aktuell nicht ganz einfach. Die erst vor Kurzem veröffentlichten Quartalszahlen haben gezeigt, dass das aktuell ohnehin schwere Marktumfeld gerade dem amerikanischen Direktversender stark zusetzt. Eines der Krisengebiete sind dabei ohne Frage die lieben Notebooks, deren Absatz um rund 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückging. Ein wenig verwunderlich ist diese Entwicklung, denn unsere Dell-Testkandidaten der letzten Zeit konnten durchaus überzeugen, gerade das neue XPS 12 (zum Test) wartet mit einer starken Leistung auf. Auch die aktuellen Special Editions, das Inspiron 15R SE (zum Test) sowie das Inspiron 17R SE (zum Test) konnten sich positiv hervortun, wiesen sie doch ein vorzügliches Preis-Leistungsverhältnis auf. Etwas schwerer in diesem Vergleich des aktuellen Dell-Portfolios tut sich das XPS 15, das zwar alles in allem eine Gesamtleistung abliefert, aber doch merklich zu teuer ist. Vor diesem Hintergrund darf man also gespannt sein, wie sich das rund 1300 Euro teure XPS 14 in unseren Tests behaupten kann.

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Mit der Ultrabook-Kategorie investiert Intel seit Anfang des Jahres massiv in den Bereich der leichten und mobilen Notebooks. Dabei werden aber nicht nur die maximalen Abmaße vorgegeben, sondern Features wie die Bootzeit, die sich unmittelbar auf das „Erlebnis“ auswirken, das man mit einem Ultrabook hat. Noch immer sind vornehmlich besonders kleine Geräte im Ultrabook-Segment anzutreffen, wie beispielsweise das Acer Aspire S7 (zum Test), die ASUS Zenbooks UX31A (zum Test) und UX32VD (zum Test), das Sony Vaio T (zum Test) oder die Toshiba Z-Serie (zum Test). Daneben gibt es aber auch größere Modelle wie etwa Dells XPS 14 oder aber das vor Kurzem getestete Lenovo U410 (zum Test).

Bei der Ausstattung bewegt sich Dell beim XPS 14 mit einem Intel Core i7-3517U, 8 GB Arbeitsspeicher und einem GeForce GT 630M in dem für ein Ultrabook zu erwartenden Bereich.

 


 

Dell hat 2012 der gesamten XPS-Reihe eine neue Optik verpasst, die zunächst vom XPS 13 eingeführt wurde und Aluminium, Carbon und Softtouch-Lack als prägende Materialien vorweist. Während der Grundtenor bei allen Geräten der gleiche ist, sind im Detail aber dennoch Unterschiede festzustellen.

Dell XPS 14
Dell XPS 14

Geschlossen ähnelt das XPS 14 seinem großen Bruder, aber auch dem XPS 13, denn es kommt ein Deckel aus gebürstetem Aluminium zum Einsatz. Einzig das XPS 12 bricht hier aus der Familienoptik aus und weist einen Deckel aus Kohlefaser auf. Gut zu erkennen sind auf diesem Bild auch die recht stark abgerundeten Seitenteile, die dem Ultrabook eine noch einmal flacheren optischen Eindruck verleihen sollen.

Das XPS 14 wirkt ohne Frage sehr edel, hinsichtlich Materialwahl und Formensprache doch sehr dem omnipräsenten Vorbild des MacBooks nachempfunden.

Dell XPS 14
Dell XPS 14

Auch beim Top Case setzt Dell auf seine in diesem Jahr eingeführte Formensprache. Das Top-Case wird von einem Alumniumrahmen eingefasst, der im Bereich des Monitors noch einmal etwas breiter wird. Das eigentliche Top-Case ist wie bei allen XPS-Modellen, aber auch dem aktuellen Alienware-Lineup mit schwarzem Softtouch-Lack beschichtet. Das sieht nicht nur schick aus, sondern fasst sich auch ausgesprochen angenehm an. Einzig Fingerabdrücke sind doch recht schnell zu erkennen.  Hier hat Dell aber ohne Frage eine angenehme Alternative zum sonst im Premium-Segment so oft anzutreffenden Aluminium gefunden.

Dell XPS 14
Dell XPS 14

Mit einer maximalen Bauhöhe von 20,7 mm liegt Dell nur sehr knapp unter den von Intel verlangen 21 mm. Zum Vergleich: Das Acer Aspire S7 ist mit 12 mm nur knapp halb so hoch, das Lenovo U410, das die gleiche Displaydiagonale vorweisen kann gleich hoch. Mit einem Gewicht von 2,1 kg ist das XPS 14 darüber hinaus recht schwer und unseres Erachtens für die Thematik des „Immer-dabei“-Geräts schon etwas zu schwer. Die meisten Ultrabook-13-Zöller liegen im Bereich von 1,3-1,5 kg, und auch das Lenovo U410 bringt trotz eines massiven Aluminium-Gehäuses gerade einmal rund 1,7 kg auf die Waage.

Nicht verstecken muss sich das XPS 14 hinsichtlich seiner Verarbeitungsqualität und Materialgüte. In beiden Bereichen hinterlässt Dells 14-Zöller einen hervorragenden Eindruck.

 


 

Im Anschluss muss sich zeigen, ob die Eingabegeräte des XPS 14 punkten können, schließlich sind sie doch eine elementaren Schnittstellen zwischen Gerät und Nutzer.

Dell XPS 14
Dell XPS 14

Bei der Tastatur setzt Dell auf das schon von den restlichen XPS-Geräten bekannte Chiclet-Keyboard. Die 15 x 15 mm großen Tasten lassen sich angenehm tippen und sind ordentlich dimensioniert. Der Druckpunkt ist recht knackig, der Hub angenehm. Das Top Case ist angenehm steif, sodass es nicht zum Flexing kommt, was den Druckpunkt unangenehm beeinflussen könnte.

Dell XPS 14
Dell XPS 14

Erfreulicherweise hat sich Dell dazu entschlossen, der Tastatur des XPS 14 eine weiße Hintergrundbeleuchtung zu spendieren. Anwender, die einmal in den Genuss eines entsprechenden Keyboards gekommen sind, werden künftig schwerlich auf dieses Zusatzfeature verzichten wollen.

Dell XPS 14
Dell XPS 14

Der von Dell eingesetzte Mausersatz fällt mit 100 x 71 mm angenehm groß aus und kann ordentliche Gleiteigenschaften an den Tag legen. Wie es hinsichtlich der aktuellen Designsprache üblich ist, gibt es keine klar abgesetzten Maustasten mehr, sondern das Pad lässt sich im Ganzen klicken. Optisch passt sich das Touchpad gut in das matte Top-Case ein, auch die Gleiteigenschaften können überzeugen.

 


 

Gerade kleine 13-Zoll-Ultrabooks haben aufgrund der sehr flachen Bauform meist mit einer gewissen Anschlussproblematik zu kämpfen. Hier sind 14-Zöller, die meist etwas höher gebaut sind, im Vorteil.

Dell XPS 14
Dell XPS 14

Das linke Anschlusspanel wurde von Dell recht ordentlich bestückt. Zum Datenaustausch gibt es zwei USB-3.0-Anschlüsse sowie einen RJ45-Port. Da sich Dell für eine abgerundete Seitenlinie entschieden hat, muss der Netzwerk-Anschluss als klappbare Form ausgeführt werden. Das spart zwar Platz, ist im täglichen Einsatz aber nicht unbedingt praktisch, denn das Netzwerkkabel verhakt sich beim Abziehen nur allzu gerne.

Zur Bildausgabe integriert Dell mit HDMI und MiniDisplayPort zwei digitale Schnittstellen. Der Vorteil an Letzterem: Es können auch Signale jenseits der FullHD-Auflösung ausgegeben werden. Abgerundet wird das linke Panel vom Stromanschluss.

Dell XPS 14
Dell XPS 14

Da Dell das Display hinter das Gehäuse klappen lässt, können auf der Rückseite keine Anschlüsse verbaut werden. Hier gibt es also einen großen Unterschied zum Vorgänger-Modell XPS 14z, bei dem sich praktisch alle Anschlüsse auf der Rückseite befunden haben. Ein guter Mittelweg ist uns in diesem Bereich stets am liebsten, da so einerseits Kabelchaos auf dem Schreibtisch vermieden werden kann, andererseits USB-Ports auf der Seite des Gehäuses besser erreichbar sind.

Dell XPS 14
Dell XPS 14

Ein Blick auf die rechte Seite zeigt, dass Dell die Optionen, die ein größeres Gehäuse bietet, nicht wirklich nutzt. Es gibt dort lediglich einen Card-Reader und einen doch etwas verloren wirkenden Kombo-Anschluss für ein Headset. Zumindest die ein odere andere USB-Buchse hätten wir uns an dieser Stelle gewünscht, denn zwei Ports sind in der heutigen Zeit nun wirklich nicht mehr State-of-the-Art.

 


 

Allzu große Besonderheiten sind bei der Ausstattung nicht zu erwarten, Dell orientiert sich am aktuellen Ultrabook-Mainstream. Wie es in der 14-Zoll-Klasse üblich ist, wird dabei auf eine dedizierte GPU gesetzt. Während es beim Lenovo U410 eine eher schwachbrüstige GeForce GT 610M war, ist es beim XPS 14 zumindest eine GeForce GT 630M.

Dell XPS 14
Dell XPS 14

Das Herzstück des Dell XPS 14 ist Intels neuer Core i7-3517U, also eine Low-Voltage-CPU mit einer TDP von 17 Watt – Intels 22-nm-Fertigungsprozess kommt natürlich auch hier zum Einsatz. Der Grundtakt liegt bei 1,9 GHz, sollte einmal nur ein Kern belastet werden, kann sich der Prozessor aber automatisch auf bis zu 3,0 GHz herauftakten. Insgesamt stehen zwei Kerne zur Verfügung. Da aber Intels Hyperthreading-Technik genutzt wird, können theoretisch vier Aufgaben auf einmal abgehandelt werden. Der L3-Cache der Ultra-CPU beläuft sich auf 4 MB.

Dell XPS 14
Dell XPS 14

Auch wenn Intel mit der HD4000 eine vergleichsweise potente integrierte Grafiklösung anbietet, so kann die genutzte dedizierte GeForce GT 630M dennoch Vorteile haben, beispielsweise bei der Video-Beschleunigung, Cuda-Aufgaben oder einfach durch einen etwas besseren Treiber-Support, als er von Intel geboten wird. Eine allzu hohe Leistung sollte von der GeForce GT 630M, die das zweitkleinste mobile Modell von NVIDIA darstellt, allerdings nicht erwartet werden. So basiert die GT 630M auf der GT 540M, also noch auf einem Fermi-Chip. Kein Wunder, dass es an dieser Stelle aktuell Verwirrungen geben kann, denn NVIDIA mischt in der aktuellen 6er-Generation munter Fermi und Kepler-Kerne durcheinander – die GT 640M beispielsweise kommt schon mit einem Kepler-Kern in 28-nm-Fertigung daher.

So besitzt die NVIDIA GeForce GT 630M 96 Shadereinheiten. Der Kerntakt beläuft sich auf 672 MHz, während die Shader entsprechend mit 1344 MHz befeuert werden. Der DDR3-Grafikspeicher wird über ein 128 Bit breites Interface angebunden und läuft mit einem Takt von 900 MHz.

Beim Massenspeicher entscheidet sich Dell für eine Mischlösung. Es kommt eine 500 GB fassende HDD zum Einsatz, deren Platter mit 5400 rpm arbeiten. Damit einerseits die Ultrabook-Spezifikationen eingehalten werden, andererseits aber auch das Arbeitstempo gesteigert wird, gibt es darüber hinaus eine 32 GB fassende mSATA-SSD die als Flash-Cache agiert. Der Nutzer hat allerdings nicht die Möglichkeit selbstständig die Daten zu bestimmen, die auf der SSD abgelegt werden, sondern muss sich ganz auf Intels Algorithmus verlassen. Eines kann man dieser Lösung aber bescheinigen: Das System fühlt sich schneller an, auch wenn der enorme Boost einer SSD natürlich nicht erreicht wird. Der Arbeitsspeicher fasst 8 GB, was sich zum aktuellen Standard entwickelt hat. Ein optisches Laufwerk wird übrigens nicht verbaut.

Dell XPS 14
Hardware 
Prozessor: Intel Core i7-3517U
Prozessor - Grundtakt: 1,9 GHz
Prozessor - Turbotakt: 3,0 GHz
Prozessor - Fertigung 22 nm
Prozessor - Cache 4 MB
Arbeitsspeicher 8 GB - DDR3
Grafikkarte NVIDIA GeForce GT 630M
Grafikkarte - Grafikspeicher 1 GB
Festplatte

1x 500 GB + 32 GB

Festplatte - Geschwindigkeit HDD + Flash-Cache
Optisches Laufwerk -
Monitor 
Display - Diagonale:

14,1 Zoll

Display - Auflösung: 1600 x 900
Display - 3D-fähig: nein
Display - Glare-Type: ja
Display - LED: ja
Eingabegeräte 
Tastatur - Tastengröße: 15 x 15 mm
Tastatur - Tastenabstand: 4 mm
Tastatur - Anzahl der Tasten: 68
Tastatur - Numblock: ja
Touchpad - Maße 100 x 71 mm
Touchpad - Multitouch: ja
Trackstick: nein
Touchscreen: nein
Anschlüsse 
HDMI: 1
DVI: -
DisplayPort: 1 (mini)
VGA: -
USB 2.0: -
USB 3.0 2
Firewire -
eSATA: -
Audio: Line-Out
Gehäuse 
Akku: 69 Wh
Material: Aluminium + Kunststoff
Abmessungen: 335 x 233x 20,7
Preis und Garantie 
Preis: ca. 1299 Euro
Garantie: 12 Monate

 


 

Dell setzt auf eine aktuell übliche Hardware-Konfiguration, entsprechend sollte es beim XPS 14 keine allzu große Überraschung geben.

Cinebench 11

7-Zip

 

So liefert das XPS 14 in unseren ersten Benchmarks eine erstklassige Leistung ab, was natürlich am verbauten i7-3517U liegt. Es zeigt sich wieder einmal, dass aktuell Low-Voltage-Prozessoren mehr als genügend Leistung bieten, um im täglichen Leben zu brillieren. Einzig Power-User könnten Einschränkungen erleben, wer hingegen vornehmlich Office-Anwendungen, die Medienwiedergabe oder aber die Internetnutzung anstrebt, muss heute sicherlich keinen Prozessor mehr mit einer TDP von mehr als 17 Watt auf seine Einkaufsliste schreiben.

HDD Durchsatz

HDD Zugriff

Speicherdurchsatz

Der Speicherdurchsatz liegt im erwarteten Rahmen und kann entsprechend überzeugen. Die HDD liefert dank des kombinierten Flash-Speichers ebenfalls eine passable Leistung ab.

PC Mark 7

Der PC-Mark bescheinigt eine gute, wenn auch keine überragende Leistung. Hier zeigt sich recht deutlich, dass Dell eben keine echte SSD verbaut, sondern auf eine Hybrid-Lösung setzt.

3D Mark 11

Der 3D Mark attestiert dem XPS 14 keine wirklich überzeugende Leistung. Wer ernsthaft mit seinem Notebook spielen möchte, der kommt mit dem XPS 14 ohne Frage nicht sonderlich weit. Wer hingegen nicht spielt, für den wäre Intels HD4000 im Grunde genommen ausreichend gewesen. Da aber Optimus genutzt wird, kommt es durch die GPU zu keinen merklichen Beeinträchtigungen bei sonstigen Anwendungen.

 


 

Subjektive Bewertung + iColor Display:

Gerade bei mobilen Geräten ist das Display eines der wichtigsten Bauteile. Was bringt schon ein tolles, flaches und leichtes Gehäuse, wenn das Display schon bei mäßiger Sonneneinstrahlung nicht mehr zu erkennen ist. ASUS hat darüber hinaus bei seinen Zenbooks vorgemacht, dass IPS-Panels ihre Berechtigung in der Premium-Klasse haben. Von dieser besseren Display-Technik macht Dell beim XPS 14 zwar nicht Gebrauch und setzt auf ein TN-Panel, greift aber zumindest zu einer etwas höheren Display-Auflösung von 1600x900 Bildpunkten. Damit erreicht man zwar nicht die FullHD-Auflösung, die wir in diesem Jahr immer häufiger auch im 13-Zoll-Segment gesehen haben, gegenüber den noch immer weitverbreiteten 1366x768 Pixeln wird aber ein erheblicher Mehrwert geboten.

Dell XPS 14
Dell XPS 14

Aus Design-Gründen setzt Dell auf eine „Edge-to-Edge“-Glasplatte, hinter der das Display sitzt. Das sieht ohne Frage sehr schick aus und passt bestens zum hochwertigen Eindruck, den das XPS 14 bislang vermittelt hat. In der Praxis erweist sich diese extrem stark spiegelnde Oberfläche aber als erheblicher Nachteil. Zumindest besitzt der 14-Zoll-Monitor aber eine mehr als ordentliche Leuchtkraft, sodass Spiegelungen recht gut der Kampf angesagt werden kann. Gleichzeitig fällt aber auf, dass das von Dell eingesetzte Panel ein recht schwaches Kontrastverhältnis aufweist – Schwarz wirkt stets leicht gräulich. 

Ausleuchtung

 

Die Farbgebung fällt darüber hinaus angenehm poppig aus. Ab Werk kam unser Panel mit einem Wert von 7676 Kelvin daher, war also etwas kühler abgestimmt als die für die Bildbearbeitung idealen 6500 Kelvin. Die Darstellung wirkt dennoch recht angenehm, sodass nur Foto-Fans nachregeln müssen. Die Blickwinkelstabilität liegt auf dem normalen Niveau der TN-Klasse, könnte also besser, aber eben auch schlechter sein. Da man aber wohl meist allein vor dem XPS 14 sitzen wird, stört uns das weniger.
Zieht man den Preis des XPS 14 in Betracht, hat unser Testkandidat aber einen recht schweren Stand. Um im Premium-Bereich überzeugen zu können, muss aktuell schon etwas mehr als einzig eine hohe Helligkeit geboten werden.

Messergebnisse:

Ausleuchtung

Ausleuchtung

Maximale Helligkeit

Kontrastwert

Hier noch einmal schwarz auf weiß: Das Dell XPS 14 ist mit maximal 486 cd/m² extrem hell, weist im Gegenzug mit 231:1 ein enttäuschendes Kontrastverhältnis auf. Deutlich besser sieht es hingegen bei der Homogenität der Ausleuchtung aus, die ein hervorragendes Level von 92,59 Prozent aufweist.

 


 

Temperaturentwicklung:

Temperatur Oberseite

Temperatur Unterseite

Keine wirklichen Überraschungen gibt es bei einem Blick auf die Temperaturen, die sich im Idle- aber auch unter Volllast entwickeln. Unter beiden Aspekten bleibt das XPS 14 angenehm kühl. Wer das Ultrabook auch fernab des Schreibtisches nutzen wird, sollte also keine Probleme oder allzu warmen Oberschenkel bekommen.

Lautstärkeentwicklung:

Lautstärke Idle

Lautstärke Load

Im Leerlauf erweist sich unser Testkandidat als angenehm leise. Unter Last dreht der verbaute Lüfter dann aber doch ein gutes Stück auf und agiert kurz unterhalb der objektiven Grenze von „unangenehm laut“. Hier wäre es unseres Erachtens besser gewesen, etwas höhere Temperaturen in Kauf zu nehmen und dafür den Lüfter etwas langsamer drehen zu lassen.

Throtteling:

Dell XPS 14
Dell XPS 14

Einen positiven Nebeneffekt hat die hohe Lautstärke in jedem Fall: Selbst unter maximaler Volllast (Prime + Furmark), die in der Praxis so wohl nur äußerst selten oder vermutlich gar nicht auftreten wird, kommt es nicht zum Throtteling-Effekt.

 


 

Akkulaufzeit:

Akkulaufzeit - Idle

Akkulaufzeit Load

Dell verliert die mobile Ausrichtung der Ultrabooks beim XPS 14 nicht aus den Augen. Der 14-Zöller bietet sowohl im Idle als auch unter Volllast eine ansprechende Laufzeit und kann problemlos eine lange Zeit fernab der Steckdose genutzt werden.

Stromverbrauch:

Akkulaufzeit Load

Akkulaufzeit Load

Eine sehr gute Leistung kann Dells Testkandidat auch beim Stromverbrauch abliefern. Gerade im Leerlauf verbraucht das Ultrabook extrem wenig Strom.

 


 

Dell hat mit seinem XPS 14 ein qualitativ hochwertiges Ultrabook im Programm, dessen Display aber maximal als durchschnittlich angesehen werden kann. Dafür ist der 14-Zöller dann aber leider zu teuer.

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Dell bleibt seiner aktuellen Formen- und Designsprache auch beim XPS 14 treu – und macht damit unseres Erachtens sicherlich keinen Fehler. Gut, geschlossen mag das XPS 14 noch etwas stark nach einer MacBook Kopie aussehen, spätestens dann, wenn das Gerät geöffnet wird, schwindet dieser Eindruck aber. Der dort genutzte Softtouch-Kunststoff sieht klasse aus und fasst sich nicht minder angenehm an. Darüber hinaus kann auch die Verarbeitungsqualität punkten. Weniger gut gefällt uns hingegen das hohe Gewicht, das nur knapp unter der Ultrabook-Höchstgrenze liegt. Lenovo schafft es bei seinem U410 beispielsweise bei einem ebenso hochwertigen Gehäuse rund 400 Gramm einzusparen. Auch hinsichtlich der Schnittstellen hätten wir uns beim XPS 14 die ein oder andere zusätzliche Buchse erhofft, beispielsweise einen dritten USB-Anschluss.

Deutlich besser haben uns die Eingabegeräte gefallen. Die Tastatur lässt sich angenehm tippen, besitzt einen guten Druckpunkt sowie eine weiße Hintergrundbeleuchtung. Das Touchpad wiederum besitzt gute Gleiteigenschaften und kann mit einer hohen Präzision aufwarten.

Leistungstechnisch liefert das Ultrabook eine gespaltene Vorstellung ab. Der verbaute Core i7-3517U hat bereits mehrfach bewiesen, das er eine hohe Performance liefert. Die verbaute GeForce GT 630M wiederum ist zwar schneller als Intels HD4000, auf der anderen Seite aber eben auch nicht schnell genug, um das XPS 14 nachhaltig spielefähig zu machen - aktuelle Games können bis zu 1366x768 Bildpunkte aber noch flüssig dargestellt werden. Beim Massenspeicher setzt man auf eine Hybrid-Lösung, bestehend aus einer 500 GB fassenden HDD und einer 32 GB fassenden Lösung. So fühlt sich unser Testkandidat zwar etwas schneller an, als ein normales HDD-Gerät, ist aber dennoch deutlich langsamer als ein Ultrabook mit einer SSD.

Eine Schwachstelle des XPS 14 ist sein Display. Die Auflösung von 1600x900 Bildpunkten geht zwar, genau wie die hohe maximale Helligkeit, in Ordnung, gerade beim Kontrast wäre aber deutlich mehr drin gewesen. Ein sehr hoher Schwarzwert führt dazu, dass Schwarz teilweise gräulich wirkt.

Während die Wärmeentwicklung noch in Ordnung geht, dreht der Lüfter unseres Erachtens zu weit auf und wird störend laut. Positiver Nebeneffekt: Es kommt nicht zum Throtteling und das Ultrabook kann stets recht angenehm auf den Oberschenkeln betrieben werden.

Ein deutlich runderes Bild zeigt da zum Abschluss die Akkulaufzeit. Das XPS 14 kann mit ordentlichen Laufzeiten seinen prinzipiell mobilen Charakter unterstreichen. Wer Dells Ultrabook darüber hinaus häufig an der heimischen Steckdose nutzt, wird sich zudem über einen niedrigen Stromverbrauch freuen.

Alles in allem ist das Dell XPS 14 ein Ultrabook, das zu viele Schwächen hat um wirklich „Premium“ zu sein. Noch dazu zeigt Lenovo mit dem U410, dass es auch deutlich günstiger möglich ist, ein hochwertiges 14-Zoll-Ultrabook an den Start zu bringen.

Positive Aspekte des Dell XPS 14:

Negative Aspekte des Dell XPS 14: