Test: Dell XPS 12 - Ultrabook mit dem Dreh

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dell xps 12 teaserDell hat zum Start von Windows 8 mit seinem XPS 12 Ultrabook ein interessantes Convertible-Konzept im Angebot, das die Vorteile eines schlanken Ultrabooks und eines klassischen Tablets miteinander vereinen soll – die Lösung ist ganz einfach: Das Display wird im Rahmen gedreht. Ob die Konstruktion in der Praxis wirklich überzeugen kann und auch die Leistung stimmt oder aber an einer Stelle Abstriche akzeptiert werden müssen, das haben wir uns genauer angesehen.

Uns erwartet ein spannender Spätherbst, das hat nicht nur der Oktober gezeigt, in dem es vermutlich mehr Vorankündigungen und große Events gab als üblich, sondern das stand bereits zur IFA fest. Wie unsere ersten Gehversuche mit Windows 8 (zum Artikel) gezeigt haben, profitiert Windows 8 enorm von der Kombination mit einem Touchscreen. Dessen sind sich auch die Hersteller bewusst und haben frühzeitig entsprechende Designs angekündigt.

Das Spannende daran: Noch unterscheiden sich viele Hersteller und präsentieren eine ganz eigene Interpretation des Themas „Wie kombiniere ich ein Ultrabook mit einem Touchscreen“. Acer geht beim neuen Aspire S7 den einfachen Weg und rüstet ein klassisches Clamshell-Design mit einem touchsensitiven Monitor aus. ASUS bleibt seinem Tranformer-Prinzip treu und konzipiert das Transformer Book aber auch seine Vivo Tabs mit einer abdockbaren Tastatur, die einen zweiten Akku besitzt. Den gleichen Weg geht auch Samsung mit seiner Ativ-Reihe. Einen anderen Weg beschreitet das ASUS Taichi, bei dem zwei Displays in den Deckel verbaut werden. Toshiba und Sony wiederum haben sich dazu entschlossen, auf ein Slider-Konzept zu setzen, während Lenovo beim Yoga ein um 180° schwenkbares Display einsetzt.

Für einen ganz eigenen Weg hat sich Dell entschieden und setzt beim Dell XPS 12 auf eine im Grunde genommen alte Technik.

„Man sieht sich immer zwei Mal im Leben“, das war einer der ersten Gedanken bei der Vorstellung unseres heutigen Testkandidaten des XPS 12-Utrabooks, denn die Technik ist grundsätzlich bereits vom Inspiron Duo Netbook aus dem Jahre 2010 bekannt. Das Display kann im Rahmen um 180 Grad gedreht werden. Das ist einfach und intuitiv, hat aber den Nachteil, dass das Gewicht der Tastatur auch im Tablet-Einsatz immer umhergeschleppt werden muss. Wie sich das in der Praxis auswirkt, das klären wir später.

Dell XPS 12

Aber auch die weitere Ausstattung kann sich sehen lassen, denn Dell setzt auf einen i7-Low-Voltage-Prozessor, eine SSD mit 256 GB und ein 12,5 Zoll durchmessendes FullHD-IPS-Panel. Dass all die Technik natürlich ihren Preis hat, versteht sich von selbst. Das Dell XPS 12 liegt in der uns vorliegenden Ausstattung bei 1499 Euro. Der Einstieg mit kleinerer SSD und einem i5-Prozessor liegt hingegen bei 1299 Euro.

 


 

Bereits beim Dell XPS 13 (zum Test), dem ersten Ultrabook des Unternehmens konnte uns das Gehäuse überzeugen. Beim XPS 12 geht Dell nun noch einmal einen Schritt weiter und ersetzt noch mehr Aluminium durch Karbon, um das Gewicht des 12-Zöllers möglichst niedrig zu halten.

Dell XPS 12

Liegt das XPS 12 geschlossen auf dem Schreibtisch, man könnte nicht meinen, ein modernes Convertible-Konzept vor sich zu haben. Dell bleibt seiner aktuellen Design-Sprache treu und transportiert die Optik, die wir bislang teils vom Top-Case kennen auch auf den Deckel. Ein Aluminium-Rahmen fasst in diesem Fall eine Carbon-Fläche ein. Das sieht ungemein schick aus und hinterlässt einen sehr hochwertigen Eindruck. Angenehmer Nebeneffekt: Das XPS 12 kann sich optisch angenehm von der Konkurrenz abheben und wirkt nicht wie die Kopie eines aktuell erfolgreichen Modells.

Wie beim XPS 13 ist übrigens auch die Unterseite des Ultrabooks aus Carbon gefertigt, was den hochwertigen Eindruck unseres 12-Zöllers abermals unterstreicht.

Dell XPS 12
Dell XPS 12

Auch wenn das Top-Case geöffnet wird, ändert sich der bislang gewonnene Eindruck nicht. Es entsteht nie das Gefühl eine Convertible-Bastellösung vor sich liegen zu haben, sondern ein ganz normales Ultrabook – Scharniere oder Ähnliches trüben das ausgesprochen gefällige Design nicht.

Beim Top-Case setzt Dell auf das im Jahr 2012 eingeführte Design und nutzt großflächig einen haptisch sehr angenehmen Softtouch-Kunststoff. Fingerabdrücke werden nur marginal dargestellt, sodass mit Fug und Recht behauptet werden kann, dass Dell hier einen angenehmen Weg gefunden hat, sich vom Alu-Einerlei zu verabschieden. Ganz ohne Aluminium geht es dann natürlich doch nicht, denn rund um das Top-Case verläuft ein Aluminium-Rahmen, der in Kombination mit der mattschwarzen Oberfläche einen interessanten Eye-Catcher darstellt.

Dell XPS 12

Das Dell XPS 12 ist mit maximal 20 mm Bauhöhe angenehm flach, aber dennoch höher als die meisten anderen Ultrabooks, die im Bereich von 16-18 mm liegen. Zwar werden die Ultrabook-Spezifikationen gerade noch eingehalten. Hier zeigt sich aber, dass der Drehmechanismus zusätzlich Platz braucht und der Deckel nicht ganz so filigran wie bei manchem Konkurrenten konstruiert werden kann. Auch auf das Gewicht hat der Klappmechanismus natürlich einen gewissen Einfluss, sodass es das XPS 12 auf rund 1,5 kg bringt. Damit liegt es noch im normalen Bereich für ein Ultrabook, rund 200 Gramm leichter ist die direkte Konkurrenz.

 


 

In Zeiten von Windows 8 hat Dell in die Schublade gegriffen und ein altes Konzept erneut hervorgezaubert. Bereits beim Inspiron Duo Netbook, das aber klar eine andere Zielgruppe als unser XPS 12 ansprechen sollte, griff man erstmals die Idee auf, das Display einfach im Rahmen rotieren zu lassen. Windows 7 war aber bekanntlich hinsichtlich der Touch-Bedienung noch nicht der große Wurf, mit Windows 8 dürfte nun aber alles anders werden.

Dell XPS 12

Dass es dem XPS 12 nicht angesehen werden kann, dass wir im Grunde genommen ein klassisches Convertible-Modell vor uns liegen haben, darauf sind wir bereits eingegangen. Um den Drehmechanimus in Bewegung zu setzen muss einfach das Display am oberen Rahmen „herausgedrückt“ werden. Das gelingt bereits mit mäßigem Druck und lässt sich sehr intuitiv handhaben.

Der Nachteil der Drehrichtung besteht darin, dass es nur allzu gern passiert, dass das Display bereits beim normalen Öffnen des Deckels aus dem Rahmen gedrückt wird. Mit etwas Übung hat man den Dreh aber raus, sodass die Handhabung als extrem einfach und intuitiv bezeichnet werden kann.

Dell XPS 12

Das Display wird von zwei Kunststoff-Nasen in Position gehalten. Diese arretierten das 12-Zoll-Panel im Test sehr gut, wie gut diese Lösung aber auf lange Sicht funktionieren wird, das können wir natürlich nicht sagen – hier wäre es für das Bauchgefühl sicherlich besser, wenn sich Dell für eine verschleißfreie Lösung entschieden hätte.

Beim Umbau vom Ultrabook ins Tablet-Format sollte immer darauf geachtet werden, dass genügend Abstand zwischen Top-Case und Monitor vorhanden ist, ansonsten kollidiert der Monitor beim Drehen mit dem Top-Case. Gerade anfänglich passiert dies in der Freude über den simplen Drehmechanismus doch recht gern.

Dell XPS 12

Ist die Drehung abgeschlossen, liegt das XPS 12 als Tablet, ok, als recht dickes Tablet auf dem Schreibtisch. Dass zwischen Rahmen und Displayeinheit konstruktionsbedingt ein kleiner Spalt liegen muss, ist klar, stört uns aber nicht wirklich. Das XPS 12 hinterlässt dennoch einen angenehm robusten Eindruck.

Tablet-Nutzung:

Windows 8 profitiert von einer Touchbedienung enorm. Das merkt man beim XPS 12 von der ersten Sekunde an. Das gesamte System lässt sich smooth handhaben und ist äußerst intuitiv angelegt.

Bereits das Konstruktionsprinzip des XPS 12 zeigt, dass Dell aber auch der Tastatur einen recht hohen Stellenwert zuschreibt, denn diese ist fix in das Design integriert. Das führt aber dazu, dass eben das Gewicht des Top-Cases immer mitgetragen werden muss, wenn das XPS 12 lediglich als Tablet verwendet wird. Mit rund 1,5 kg ist das XPS 12 dann aber schlichtweg einfach zu schwer, um noch ansatzweise komfortabel einhändig genutzt zu werden.

Dell XPS 12

Anders sieht es hingegen aus, wenn das XPS 12 in erster Linie auf der Couch zum Surfen genutzt werden soll. Wenn der 12-Zöller auf den Oberschenkeln abgestellt werden kann, geht die Bedienung ohne Probleme von der Hand. Sollte dann aber doch einmal eine E-Mail getippt werden, geht das wesentlich angenehmer von der Hand als mit einer Touch-Tastatur.

Das XPS 12 sollte daher nicht unbedingt als Tablet gesehen werden, sondern viel mehr als produktives Ultrabook, das praktischerweise auch bequem auf der Couch genutzt werden kann, wenn das Konsumieren auf dem Programm steht.

Diese Herangehensweise wird sicherlich nicht jedem Nutzer zusagen, uns hat aber eben jene Ausrichtung sehr gut gefallen. Dass das XPS 12 aber kein iPad-Ersatz ist, nicht sein kann und auch gar nicht sein will, das sollte jedem vor dem Kauf klar sein.

 


 

Neben dem viel beschworenen FullHD-Touchscreen gibt es aber natürlich auch normale Eingabegeräte, die das XPS 12 erst richtig produktiv machen.

Dell XPS 12

Als Tastatur kommt die von Dell bekannte Chiclet-Tastatur zum Einsatz. Diese besitzt Tasten im 15 x 14 mm-Format und lässt sich sehr gut tippen. Der Druckpunkt ist klar definiert, das Top-Case ausreichend steif, sodass dieser nicht durch ein störendes Flexing verwässert wird. So lassen sich angenehm längere Texte mit dem XPS 12 erstellen, was den produktiven Aspekt des 12-Zöllers erneut unterstreicht.

Da es sich bei unserem Testmuster um ein sehr spätes, fast schon finales Vorseriengerät handelt, fehlt aber noch das deutsche Tastaturlayout. Hier sollte man sich nicht verwirren lassen.

Als äußerst praktisch im täglichen Gebrauch erweist sich das Backlight der Tastatur. Gerade der Einsatz in dämmerigen Umgebungen wird so merklich erleichtert. Ganz klar: Wer einmal eine hintergrundbeleuchtete Tastatur in seinem Notebook hatte, wird sie bei jedem weiteren Gerät ohne vermissen.

Dell XPS 12

Natürlich darf trotz eines berührungssensitiven Bildschirms auch ein Touchpad nicht fehlen. Das von Dell verbaute Modell fügt sich optisch ansprechend in das Top-Case ein und lässt sich, wie es der aktuelle Trend ist, im Ganzen klicken, was natürlich mit der bekannten Verschiebung des Druckpunkts einhergeht. Mit 100 x 61 mm ist das Pad ausreichend dimensioniert und kann natürlich auch Multitouch-Fähigkeiten ins Feld führen, die in Zeiten von Windows 8 natürlich noch einmal enorm an Bedeutung gewonnen haben.

 


 

Das XPS 12 ist zwar ein wenig höher als die meisten Ultrabooks im 12/13-Zoll-Segment, da der Großteil der zusätzlichen Bauhöhe allerdings auf die Kappe des Dreh-Displays geht, bleibt für die lieben Anschlüsse nicht mehr viel übrig.

Dell XPS 12

Die linke Seite des Gehäuses ist, von einem Combo-Jack und einem Card-Reader einmal abgesehen, frei von Anschlüssen. Das bedeutet aber nicht, dass Dell diese Seite nicht nutzen würde. So gibt es dort eine Tastenwippe, um die Lautstärke im Tablet-Betrieb zu justieren sowie einen weiteren Taster, um die Darstellungsrichtung des Displays zu verändern. Auch der Hauptschalter ist auf diese Seite gerutscht, was nachvollziehbar ist, schließlich sollte das XPS 12 auch im Tablet-Betrieb aktiviert werden können.

Dell XPS 12

Dem aktuellen Design-Trend folgend, lässt Dell das Display hinter das Gehäuse klappen. Entsprechend ist es nicht verwunderlich, dass auf dieser Seite des Cases keine Anschlüsse untergebracht werden können.

Dell XPS 12

Wirklich verwunderlich ist es nicht, dass Dell dann zumindest auf der rechten Seite einige Anschlüsse unterbringen muss. So gibt es hier zwei USB-3.0-Buchsen sowie einen Minidisplayport. Leider legt Dell aber, anders als es beispielweise Acer oder ASUS tun, keine Adapter bei, die müssen kostenpflichtig im Dell Onlineshop dazubestellt werden. Ab Werk bietet das XPS 12 also weder VGA noch RJ45.

 


 

Bei dem uns vorliegenden Testmuster handelt es sich um ein sehr spätes Presample, das sich kaum noch von der Serie unterscheidet. Vom englischen Tastatur-Layout einmal abgesehen, besteht der größte Unterschied noch im eingesetzten Prozessor. Während das Top-Modell der Seriengeräte der Intel Core i7-3517U verbaut wird, schmückt unser Testmuster das Spitzenmodell i7-3667U. Die Unterschiede in der Praxis sind jedoch als marginal zu bezeichnen.

Dell XPS 12

Im Zuge des aktuellen Ultrabook-Hypes seitens Intel ist es nicht verwunderlich, dass Intel seine Low-Voltage-Prozessoren kurzerhand „Ultra-CPUs“ nennt. Das aktuelle Top-Modell der Ivy-Bridge-CPUs mit einer TDP von 17 Watt ist der Intel Core i7-3667U. Der 2-Kerner besitzt einen Grundtakt von 2 GHz, kann im Bedarfsfall aber kurzzeitig 3,2 GHz bereitstellen, wenn nur ein Kern genutzt wird. Sollten beide Kerne mit Prozessen belegt sein, sind es immerhin noch 3,0 GHz. Der L3-Cache fällt mit 4 MB recht großzügig bemessen aus. Wie alle Ivy-Bridge-Prozessoren wird auch der i7-3667U im 22-nm-Verfahren gefertigt.

Dell verzichtet darauf eine dedizierte GPU einzusetzen, sondern nutzt die von Intel integrierte  HD4000, was sicherlich keine schlechte Wahl ist, da das XPS 12 ohnehin keine Gamer ansprechen möchte. Die von Intel integrierte GPU arbeitet mit 350 MHz, verfügt analog zu den CPUs aber ebenfalls über einen Tubro-Betrieb, der bis zu 1150 MHz bieten kann.

Als Massenspeicher setzt Dell auf eine 256 GB fassende SSD. Kamen bei Dell in letzter Zeit vornehmlich Samsung-SSDs zum Einsatz, gibt es beim Dell XPS 12 eine Crucial C400. Auch diese SSD konnte in unseren ausführlichen Storage-Tests überzeugen. Aus Platzgründen kommt im XPS 12 aber eine Version mit mSATA-Interface zum Einsatz. Zeitgemäß´zeigt sich der Arbeitsspeicher, der es auf 8 GB bringt. Ein optisches Laufwerk konnte aus Platzgründen natürlich nicht realisiert werden.

Dell XPS 12
Hardware 
Prozessor: Intel Core i7-3667U
Prozessor - Grundtakt: 2,0 GHz
Prozessor - Turbotakt: 3,2 GHz
Prozessor - Fertigung 22 nm
Prozessor - Cache 4 MB
Arbeitsspeicher 8 GB - DDR3
Grafikkarte Intel HD4000
Grafikkarte - Grafikspeicher IGP
Festplatte 1x 256 GB
Festplatte - Geschwindigkeit SSD
Optisches Laufwerk -
Monitor 
Display - Diagonale: 12,5 Zoll
Display - Auflösung: 1920 x 1080
Display - 3D-fähig: nein
Display - Glare-Type: ja
Display - LED: ja
Eingabegeräte 
Tastatur - Tastengröße: 15 x 14 mm
Tastatur - Tastenabstand: 4 mm
Tastatur - Anzahl der Tasten: 81
Tastatur - Numblock: ja
Touchpad - Multitouch: ja
Trackstick: nein
Tablet-PC: nein
Anschlüsse 
HDMI: -
DVI: -
DisplayPort: 1 (mini)
VGA: -
USB 2.0: -
USB 3.0 2
Firewire -
eSATA: -
Audio: Line-Out
Gehäuse 
Akku: 47 Wh
Material: Carbon + Aluminium
Abmessungen: 317 x 215 x 20
Preis und Garantie 
Preis: ca. 1499 Euro
Garantie: 12 Monate

 


 

Dell geht bei der Ausstattung in die Vollen, was sich natürlich auch auf die Systemleistung auswirkt.

Cinebench 11

7-Zip

Sowohl im Cinebench als auch in 7-Zip liefert das XPS 12 eine exzellente Vorstellung ab. Der Unterschied zwischen dem hier eingesetzten Core i7-3667U und dem tatsächlich angebotenen i7-3517U ist übrigens als marginal zu bezeichnen. Im Umkehrschluss muss man sich natürlich die Frage stellen, ob eine solche Leistung in einem für den mobilen Einsatz vorgesehenen Gerät wirklich wichtig ist oder ob die kleinere i5-Konfiguration, die 300 Euro spart und ebenfalls nicht langsam ist, auch ausreichen würde.

HDD Durchsatz

HDD Zugriff

Speicherdurchsatz

Eine sehr gute Leistung liefert das XPS 12 auch im Bereich der Storage-Tests ab. Die eingesetzte Crucial SSD steht der sonst eingesetzten Samsung SSD in nichts nach. Auch der Speicherdurchsatz befindet sich auf dem für die aktuelle Generation ansprechend hohem Niveau.

PC Mark 7

Unser Blick auf den PC Mark zeigt, dass das Dell XPS 12 eine rundum gelungene Leistung abliefert.

 


 

Subjektive Bewertung + iColor Display

Für uns User hat die „Tabletisierung“ der Ultrabooks einen angenehmen Nebeneffekt. Wie es bei Tabs üblich ist, rücken auf einmal IPS-Panels in den Mittelpunkt, da diese beim Freihandbetrieb natürlich eine wesentlich höhere Blickwinkelstabilität bieten. So geschehen auch beim XPS 12, das ein 12,5 Zoll durchmessendes IPS-Panel mit der sehr hohen FullHD-Auflösung bietet. Zwar fällt man noch immer hinter das iPad oder auch Apples Retina-MacBooks zurück, der Effekt ist aber schon ähnlich. Durch die hohe Auflösung wirkt das Bild unheimlich scharf, schon nahe am Retina-Effekt. Da mit dem Launch von Windows 8 endlich High-DPI-Support in die Windows-Welt Einzug gehalten hat, dürften wir bald auch noch höhere Auflösungen sehen.

Dell XPS 12

Wie es bei kapazitiven Touch-Displays üblich ist, versteckt sich das IPS-Panel hinter einer Glasscheibe. Das sieht schick aus und schützt das Display, führt jedoch natürlich zu erheblichen Spiegelungen. Dank einer hohen maximalen Helligkeit und einem satten Kontrast kann diesem Effekt aber effektiv entgegen gesteuert werden. Auf der Habenseite steht also neben der Touchfähigkeit auch die knackige Farbdarstellung, die wir von Glare-Panels gewohnt sind.

Die Farbabstimmung fällt mit knapp 6000 Kelvin etwas wärmer aus, als wir von den meisten Notebooks gewohnt sind.

Ausleuchtung

Ausleuchtung

 

Dank der IPS-Technik bietet das XPS 12 nicht nur satte Farben, sondern auch eine hohe Blickwinkelstabilität. Gerade im Tablet-Einsatz lernt man dies schnell zu schätzen. Aber auch im Clamshell-Betrieb hat ein qualitativ hochwertiges Panel seine Vorteile, denn man ist weniger stark an seine Sitzposition gebunden.

Messergebnisse:

Ausleuchtung

Ausleuchtung

Maximale Helligkeit

Kontrastwert

Das von Dell verbaute Panel ist nicht nur extrem hell, sondern kann auch ein extrem hohes Kontrastverhältnis anführen. Noch dazu befindet sich auch die Homogenität der Ausleuchtung auf einem ansprechenden Level.


 

Temperatur-Entwicklung:

Temperatur Oberseite

Temperatur Unterseite

Das kleine Gehäuse und den starken Prozessor merkt man dem XPS 12 teils an. Während unser Testkandidat im Idle noch angenehm kühl bleibt, erwärmt er sich unter theoretischer maximaler Volllast (Prime+ Furmark) partiell recht stark. Da eine solche Auslastung bei einem Ultrabook in der Praxis aber wohl nie auftreten wird, entstehen keine Probleme.

Lautstärke-Entwicklung:

Lautstärke Idle

Lautstärke Load

Die hohen Temperaturen lassen sich zumindest teilweise mit der von Dell programmierten Lüftersteuerung erklären. Das XPS 12 ist im Idle als lautlos zu bezeichnen und entwickelt sich auch unter Volllast nicht zum Radaubolzen, sondern bleibt mit maximal 41,9 dB(A) stets angenehm leise.

Throtteling:

Dell XPS 12

Trotz der Auslastung mit Furmark und Prime95 und der Kombination aus kleinem Case, starker CPU und leiser Maximallautstärke konnten wir kein Throtteling-Phänomen feststellen. Sehr lobenswert!

 


 

Akkulaufzeit:

Akkulaufzeit - Idle

Akkulaufzeit Load

Das Dell XPS 12 besitzt einen Stromspeicher mit einer Kapazität von 47 Wh. Ein deutlich größeres Volumen besitzen nur die wenigsten Ultrabooks. Dennoch kann Dell aus dem Gegebenen eine ansprechend lange Laufzeit herausholen. Im Idle können rund 8 Stunden einkalkuliert werden. Dass die Laufzeit  im Load-Test von Battery Eater noch einmal zurückgeht, sollte  niemanden wirklich verwundern.

Stromverbrauch:

Akkulaufzeit Load

Akkulaufzeit Load

Keine Besonderheiten sind bzgl. des Stromverbrauchs festzustellen. Das XPS 12 liegt sowohl im Idle als auch unter Volllast im für Ultrabooks gewohnten Rahmen.

 


 

Dell liefert mit dem XPS 12 ein erstklassiges Convertible-Ultrabook, das in fast allen Belangen überzeugen kann und so das Zeug zum idealen Arbeits-Tablet hat.

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Wie bereits beim XPS 13 kann auch das Gehäuse des XPS 12 überzeugen. Das Carbon-Chassis ist qualitativ hochwertig, verwindungssteif und sieht mit der Sicht-Carbon-Struktur sehr edel aus. Anders als beim „großen“ Bruder setzt Dell beim XPS 12 aber nicht auf einen Deckel aus Aluminium, sondern greift auch hier zu Carbon. Die nötige Stabilität liefert darüber hinaus ein Aluminium-Rahmen.  Der sehr hochwertige Eindruck setzt sich auch dann fort, wenn der Deckel geöffnet wird, denn beim Top Case setzt Dell auf einen sehr samtigen Softtouch-Kunststoff. Das fühlt sich sehr angenehm an und schafft noch dazu den nötigen Abstand zum aktuellen Alu-Einerlei.

Der eigentliche Clou des XPS 12 ist aber natürlich seine Convertible-Konstruktion: Das Display lässt sich im Rahmen um 180 Grad drehen. Die Konstruktion ist überraschend stabil und vor allem sehr intuitiv zu bedienen, erweist sich darüber hinaus aber als angenehm flexibel. Einzig die Arretierung mittels zweier Kunststoff-Nasen könnte unseres Erachtens gern noch etwas massiver ausfallen – hier wird aber nur die Zeit zeigen können, ob wirklich Probleme auftreten.

Dank dieser Konstruktion sehen wir das XPS 12 als Produktiv-Tablet an, hauptsächlich für den Einsatz mit den hervorragenden Eingabegeräten (insbesondere die hintergrundbeleuchtete Tastatur kann punkten) gedacht, aber immer mit der Option vom Touchscreen und dem Tablet-Modus zu profitieren. Wer jedoch auf der Suche nach einem Tablet ist, der wird enttäuscht sein, denn mit seinen rund 1,5 kg ist das XPS 12 schlicht viel zu schwer, um auch nur ansatzweise komfortabel mit einer Hand gehalten zu werden. Deutlich besser verkauft sich das XPS 12 da schon, wenn es auf der Couch und damit den Oberschenkeln betrieben wird.

Die Leistung kann sich natürlich sehen lassen. Die Kombination aus i7-Prozessor und schneller SSD weiß immer wieder zu gefallen. Nutzer, die auf der Suche nach einem Hochleistungstablet sind, sind bei Dell genau richtig. Das XPS 12 schreit förmlich nach produktiver Arbeit, denn zum Konsumieren wäre die gebotene Leistung etwas zu viel des Guten.

Eine erstklassige Leistung bietet das eingesetzte 12,5 Zoll Display. Dank der FullHD-Auflösung ist die Darstellung gestochen scharf, dank der IPS-Technik werden satte Farben und große Blickwinkel geboten. Da das Panel noch dazu ausgesprochen hell und kontrastreich ist, stört uns auch die Glas-Oberfläche nicht, die durch die Tablet-Touch-Fähigkeit nötig geworden ist. Alles in allem hätten wir uns ein solches Panel bereits beim XPS 13 gewünscht.

Keine wirklichen Abstriche müssen auch bei der Temperatur- und Lautstärke-Entwicklung gemacht werden. Zwar wird der 12-Zöller auf der Unterseite teils recht warm, das aber auch wirklich nur bei extremster Volllast, wie sie in der Praxis quasi nie vorkommt.

Wichtiger ist es uns da, dass das XPS 12 auch unter maximaler Last noch angenehm leise bleibt.

Abgerundet wird das gelungene Auftreten von einer langen Akkulaufzeit und einem niedrigen Stromverbrauch – das ist dank Intels Low-Voltage-Plattform aber auch keine Überraschung.

Alles in allem ist das Dell XPS 12 ein gelungenes Convertible, das ein gutes Display mit einem einfachen Drehmechanismus, ein schickes Gehäuse mit erstklassigen Eingabegeräten und eine hohe Leistung mit einer guten Kühlung kombiniert. Das ist uns einen Excellent-Hardware-Award wert.

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Positive Aspekte des Dell XPS 12:

Negative Aspekte des Dell XPS 12: