Test: Schenker Notebooks XMG A102 - Kraftzwerg mit Quadcore

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schenker a102 teaser kleinSchenker Notebooks hat sich in den letzten Jahren einen Namen für Built-to-Order-Notebooks im gehobenen Leistungssegment gemacht. Da passt das neue Schenker Notebooks XMG A102 auf den ersten Blick nicht so recht ins Bild, erinnert es mit seinem 11,6-Zoll-Gehäuse doch mehr an ein Subnotebook als an eine leistungshungrige Performance-Maschine. Doch der erste Blick täuscht, denn es kommt nicht nur eine GeForce GT 650M zum Einsatz, sondern auch ein waschechter Quad-Core-Prozessor. Ob das Schenker Notebooks XMG A102 damit das Zeug dazu hat, eine Nische zu besetzen, das werden wir auf den kommenden Seiten klären.

Der deutsche Built-to-Order-Hersteller Schenker Notebooks aus Leipzig hat sich darauf spezialisiert, Barebone-Gehäuse vornehmlich von Clevo oder MSI mit leistungsstarker Hardware zu bestücken. Der Käufer hat dabei fast die freie Wahl, wenn es um die Komponentenauswahl geht, einzig die GPU wird meist vom Barebone vorgegeben. Dabei können sowohl gänzlich extreme Konfigurationen wie beim erst vor kurzem getesteten XMG P722 (zum Test) herauskommen als auch recht vernünftige Geräte wie das XMG A722 (zum Test), das wir ebenfalls erst vor wenigen Tagen genauer unter die Lupe genommen haben.

Unser neuer Testkandidat, das Schenker Notebooks XMG A102, das auf einem Clevo W110ER basiert, stellt da auf den ersten Blick eine gute Mischung dar, handelt es sich doch um einen völlig mobilen 11,6-Zöller. Ein Blick unter die Haube zeigt aber flott, dass es sich im Grunde genommen eben doch um ein extremes Stück Hardware handelt. Trotz der kompakten Bauformen setzt Schenker auf eine leistungsstarke Hardwarekombination, wie wir sie in dieser Größenordnung bislang noch nicht gesehen haben. Nicht nur, dass eine extrem potente GPU in Form einer GeForce GT 650M verbaut wird, es kommt sogar ein ausgewachsener Quadcore-Prozessor in Form von Intels erstem 35-Watt-4-Kerner, dem i7-3612QM zum Einsatz. Dass das Gehäuse da mit einer maximalen Höhe von 37,1 mm doppelt so hoch ausfällt wie bei den beliebten Ultrabooks vorgeschrieben, sollte aber niemanden überraschen.

So gesehen, steht das XMG A102 aktuell recht allein auf weiter Flur, denn das einzige Gerät, das in eine ähnliche Bresche schlug, das Alienware M11x, wurde dieses Jahr eingestellt.

Preislich liegt unser Testkandidat bei rund 1000 Euro, was gemessen an der verbauten Hardware vollends in Ordnung geht.

Sollte es Fragen zu diesem Gerät geben, der Schenker-Support ist auch in unserem Forum vertreten.


Einen 11-Zöller im High-Performance-Bereich haben wir mit dem M11x von Alienware erst einmal vor dem XMG A102 gesehen. Nachdem Alienwares Mini stets mit seinem kleinen Gehäuse überzeugen konnte, sind wir nun gespannt, wie Schenker oder besser gesagt Clevo an die Aufgabenstellung herangeht.

Schenker Notebooks XMG A102

Liegt das Schenker Notebooks XMG A102 geschlossen auf dem Schreibtisch, fällt zunächst einmal auf, dass Understatement pur gefragt ist. Einzig ein großes XMG-Logo wurde auf der Oberfläche aufgebracht, das war es dann auch schon. Die Oberfläche besteht aus mattem Kunststoff und besitzt eine Prägung. Das sieht nicht nur gut aus, sondern fasst sich auch recht angenehm an. Gerade die Kombination aus recht kleinem, aber doch recht dickem Gehäuse lässt einen auf den ersten Blick an ein Netbook denken – die kleinen, dem Aussterben geweihten Mobilrechner wiesen meist ähnliche Dimensionen auf.

Schenker Notebooks XMG A102

Die schlichte Optik setzt sich auch dann fort, wenn wir das erste Mal den Deckel öffnen, der mattschwarze, geriffelte Kunststoff wird auch im Bereich der Handballenauflage genutzt, was sich recht angenehm anfühlt und in erster Linie recht unanfällig gegenüber Fingerabdrücken ist. Das Display wird von einem mattschwarzen Kunststoff-Rahmen eingefasst, sodass es auch hier keinerlei Eye-Catcher gibt.

Schenker Notebooks XMG A102

Rein optisch könnte man das XMG A102 auf den ersten Blick für ein Netbook halten, dafür sorgen allein schon die Dimensionen und die Tastatur-Abmessungen. Leider trifft das auch auf die Materialgüte und die Haptik zu, beide wirken nicht allzu hochwertig. Natürlich sind diese merklich hochwertiger als bei „echten“ Netbooks, an ein Alienware M11x oder die meisten Ultrabooks kommt das A102 aber leider bei weitem nicht heran.

Dank eines Gewichts von rund 1,7 kg verdient sich das A102 aber ohne Frage das Prädikat mobil, denn normalerweise sind Geräte, die einen 4-Kerner und eine GT 650M beherbergen können, rund ein Kilogramm schwerer.


Eine Display-Diagonale von 11,6 Zoll führt in der Regel zu einem recht schmalen Gehäuse – das wiederum macht sich meist auch beim Tastatur-Layout bemerkbar, schließlich steht weniger Platz zur Verfügung, um die benötigten Tasten unterzubekommen.

Schenker Notebooks XMG A102

Entsprechend ist es nicht verwunderlich, dass die Tastatur, die prinzipiell im aktuell beliebten Chiclet-Layout gehalten ist, mit etwas kleineren Tasten als gewohnt daherkommt. Diese messen nun 14 x 13 mm, was zwar noch immer in Ordnung geht, gerade anfänglich aber ein wenig Eingewöhnungszeit fordert. Hier hat Clevo aber das Beste aus dem kleinen Gehäuse herausgeholt.

Der Druckpunkt der Tasten wird zwar nicht vom Top Case beeinflusst, denn das ist angenehm steif, ist unseres Erachtens aber doch ein wenig zu schwammig. In Kombination mit den recht kleinen Tasten fällt das Tippgefühl so gerade anfänglich recht ungewohnt aus. Wie immer bei der Tastatur gilt aber auch hier, dass man sich früher oder später auf das neue Schreibinstrument einstellt.

Schenker Notebooks XMG A102

Verständlich ist vor dem Hintergrund des recht kleinen Gehäuses, dass auch das Touchpad nicht allzu groß ausfallen kann, schließlich fehlt es dem Top-Case an Tiefe. Insgesamt bringt es das Pad auf 84 x 42 mm, was recht ordentlich ist. Hätte man auf klar abgesetzte Maustasten verzichtet und das gesamte Pad klickbar gemacht, wäre noch einmal ein zusätzlicher Zentimeter an Pad-Tiefe möglich gewesen.

Störender ist aber, dass Clevo aus optischen Gründen das strukturierte Material des Top-Case weiterverwendet, was den Gleiteigenschaften nicht unbedingt zuträglich ist.


Ultrabooks haben aufgrund ihrer flachen Bauhöhe stets mit dem lieben Platz für die Anschlüsse zu kämpfen. Aufgrund seiner doch recht massiven Bauhöhe hat das A102 damit kein Problem  – was Clevo daraus macht, wollen wir uns nun ansehen.

Schenker Notebooks XMG A102

Der erste Blick auf die linke Seite offenbart dabei auch direkt eine Vielzahl von Anschlüssen. So stehen in Form von VGA und HDMI zwei Buchsen zur Bildausgabe bereit. Für den Datenaustausch gibt es zwei USB-3.0-Anschlüsse und den obligatorischen RJ45-Port. Abgerundet wird die linke Seite von zwei Klinkebuchsen.

Schenker Notebooks XMG A102

Die Rückseite des A102 bleibt frei von Anschlüssen – und das, obwohl das Display unseres Testkandidaten einen recht hohen Drehpunkt besitzt und so über das Gehäuse und nicht wie aktuell üblich hinter das Gehäuse klappt. Den so entstehenden Platz nutzt Clevo aber, um den Akku zu verstauen. Dies ist auch der Grund, weshalb das Case im hinteren Bereich recht hoch baut.

Schenker Notebooks XMG A102

So üppig die rechte Seite mit Anschlüssen bestückt war, so mau sieht es auf dem gegenüberliegenden Panel aus. Gerade einmal einen USB-Port, noch dazu ein USB-2.0-Modell verbaut man hier. Als Ausgleich besitzt der Port aber die Möglichkeit, Geräte auch dann mit Strom zu versorgen, wenn das Notebook ausgeschaltet wurde.


Das eigentliche Highlight des 11,6-Zöllers ist die Ausstattung. Dass ein solches Setup in einem so kleinen Case unterkommt, zeigt, dass Clevo seinen Barebone recht ergiebig konzipiert hat, auf der anderen Seite aber auch, dass kleinere Fertigungsprozesse konsequent für einen geringeren Energieverbrauch sorgen können – das beste Beispiel ist hier Intels Core i7-3612QM.

Schenker Notebooks XMG A102

Intel hat mit dem Umschwung auf die Ivy-Bridge-Generation, einem Tick im Tick-Tock-Modell, seinen Shrink auf die 22-nm-Fertigung vollzogen. Gleichzeitig hat man aber an den bewährten TDP-Klassen von 17 Watt für Low Voltage, 35 Watt für Dual-Core-CPUs und 45 Watt für 4-Kernern festgehalten. Es wurden lieber die MHz-Zahlen gesteigert.

Eine Ausnahme stellt da der von Schenker verbaute Intel Core i7-3612QM dar, der trotz seiner 4-Kerne lediglich 35 Watt im Maximum verbrät und sich daher gerade für den Einsatz in kleineren Systemen eignet. Um das zu erreichen, wurden gegenüber Intels Brot-und-Butter-Modell, dem i7-3610QM, 200 MHz beim Takt eingespart. So bringt es der Quad-Core-Prozessor im Normalfall auf 2,1 GHz und kann, wenn nur ein Kern belastet wird, kurzzeitig mit 3,1 GHz laufen. Gemessen daran, dass die CPU-Leistung heutzutage in den allermeisten Fällen in Hülle und Fülle zur Verfügung steht, eine Reduzierung, mit der wir gut leben können. Mit von der Partie ist auch Intels Hyper-Threading-Technik, sodass theoretisch bis zu acht Aufgaben gleichzeitig abgearbeitet werden können. Keine Abstriche müssen auch beim L3-Cache in Kauf genommen werden, denn es stehen 6 MB zur Verfügung. Noch einmal zwei MB mehr bieten lediglich die Top-Modelle. Bemerkbar macht sich der größere Cache in der Praxis aber kaum.

Mit von der Partie ist natürlich auch Intels HD4000-Grafik. Die integrierte FPU bietet einen Takt von 650 MHz und kann im Turbo auf bis 1,1 GHz beschleunigt werden. Natürlich gibt es aber auch eine dedizierte Grafik.

Schenker Notebooks XMG A102

Bei der dedizierten GPU setzt Schenker im Prinzip auf einen alten Bekannten, die GeForce GT 650M. Deren GDDR5-Version haben wir nun schon einige Male zu Gesicht bekommen. Neben der erwähnten Version gibt es aber auch eine zweite Version, die mit 2 GB an DDR3-Speicher bestückt wird – angebunden wird der Speicher aber auch hier über ein 128 Bit breites Interface. Um die niedrigere Leistung des DDR3-Speichers abzufangen, kommt die GPU dafür mit höheren Taktraten daher. Der grundlegende Aufbau der GK107-GPU sieht aber natürlich gleich aus. Die GPU besitzt 384 Shader-Einheiten, die in zwei SMX-Einheiten organisiert werden.

Aber auch die weitere Ausstattung kann sich sehen lassen und liegt ohne Frage deutlich über dem, was aktuell in der 11,6-Zoll-Klasse üblich ist. Der Arbeitsspeicher beläuft sich auf recht üppige 8 GB. Klar, es gibt auch schon viele Geräte mit 16 GB, gerade im Consumer-Bereich werden hier aber kaum merkliche Vorteile geboten – zudem kann eine 16-GB-Konfiguration natürlich problemlos über den Schenker-Shop geordert werden. Beim Massenspeicher setzt man auf moderne Flash-Technik. Es kommt die Samsung SSD 830 (zum Test) in einer 128 GB fassenden Version zum Einsatz. Das verspricht eine maximale Leistung zum noch überschaubaren Preis. Je nach Budget kann aber auch eine 256 GB fassende Version interessant sein.

Wie immer gilt bei unserer Konfiguration natürlich, dass dies nur eine beispielhafte Zusammenstellung ist, denn das A102 kann im Webshop recht frei konfiguriert werden.

Schenker Notebooks XMG A102
Hardware 
Prozessor: Intel Core i7-3612QM
Prozessor - Grundtakt: 2,1 GHz
Prozessor - Turbotakt: 3,1 GHz
Prozessor - Fertigung 22 nm
Prozessor - Cache 6 MB
Arbeitsspeicher 8 GB - DDR3
Grafikkarte NVIDIA GeForce GT 650M
Grafikkarte - Grafikspeicher 2 GB
Festplatte

1x 128 GB

Festplatte - Geschwindigkeit SSD
Optisches Laufwerk -
Monitor 
Display - Diagonale:

11,6 Zoll

Display - Auflösung: 1366 x 768
Display - Technik TN
Display - 3D-fähig: nein
Display - Glare-Type: nein
Display - LED: ja
Eingabegeräte 
Tastatur - Tastengröße: 14 x 13 mm
Tastatur - Tastenabstand: 3 mm
Tastatur - Anzahl der Tasten: 83
Tastatur - Numblock: nein
Touchpad - Multitouch: ja
Trackstick: nein
Tablet-PC: nein
Anschlüsse 
HDMI: 1
DVI: -
DisplayPort: -
VGA: 1
USB 2.0: 1
USB 3.0 2
Firewire -
eSATA: -
Audio: Line-Out, Line-in
Gehäuse 
Akku: 62,16 Wh
Material: Kunststoff
Abmessungen: 287 x 207 x 37,1
Gewicht: 1,7 kg
Preis und Garantie 
Preis: ca. 1000 Euro
Garantie: 24 Monate

Nun wollen wir aber genauer wissen, was Schenkers kleiner Power-Zwerg zu leisten imstande ist.

Cinebench 11

7-Zip

Der Core i7-3612QM liefert wieder einmal eine erstklassige Vorstellung ab. Die Performance liegt nur knapp hinter dem 200 MHz schnelleren i7-3610QM mit 45 Watt. Wirklich beeindruckend ist es aber, welche Leistung man aus einem so kleinen Gehäuse herauskitzeln kann. Auch zeigt ein Vergleich mit den Ultrabooks, dass das A102 CPU-technisch auf einem ganz anderen Performance-Level spielt. Damit zeigt sich unser Testkandidat auch für forderndste Anwendungen mehr als passabel gerüstet.

HDD Durchsatz

HDD Zugriff

Speicherdurchsatz

Das gilt auch für das Speicher-Kapitel. Der Speicherdurchsatz liegt auf dem sehr hohen Niveau, das wir von aktuellen 4-Kernern gewohnt sind. Nicht minder gut gefällt uns aber die  Performance der verbauten Samsung-SSD. Unnötige Wartezeiten können so auf ein Minimum reduziert werden.

PC Mark 7

Der PC Mark 7 attestiert Schenkers kleiner Gaming-Kiste darüber hinaus eine exzellente Gesamt-Performance, die auch vielen größeren Rechnern in nichts nachsteht.


Nicht minder gespannt sind wir auf die Leistung im Gaming-Segment, schließlich besitzt unser 11-Zöller eine mehr als ansprechende Hardware-Ausstattung.

3D Mark 11

Call of Juarez

Streetfighter Benchmark

Resident Evil 5

Stalker Benchmark

Der mehr als positive leistungstechnische Gesamteindruck wird in diesem Kapitel eindrucksvoll unterstrichen. Klar, das Leistungsniveau der aktuellen GTX-Generation wird nicht erreicht, gemessen an der Größe bietet das A102 aber eine phänomenale Leistung. Es können aktuell Spiele flüssig dargestellt werden und auch für die Zukunft wird noch Puffer geboten.


Subjektive Bewertung + iColor Display

Schenker Notebooks setzt beim XMG A102 auf ein mattes 11,6-Zoll-Panel mit einer Auflösung von 1366 x 768 Dots. Diese Kombination hat sich in der Vergangenheit bereits vielfach bewährt und stellt eine noch angenehme Mischung aus Darstellungsgröße und Platz auf dem Desktop dar, man sollte dabei berücksichtigen, dass auch im 13-Zoll-Segment noch vornehmlich diese Auflösung verwendet wird. Höhere Pixeldichten sind bei 11,6 Zoll auf der anderen Seite unüblich.

Schenker Notebooks XMG A102

Wie wir es uns im ultramobilen Segment immer wünschen würden, hat Schenker ein mattes Panel verbaut – das steigert den Mobilitätsgedanken schon einmal merklich. Dennoch würden wir es uns wünschen, dass das A102 sogar noch einmal etwas leuchtstärker wäre, damit der Einsatz in hellen Umgebungen für die Augen noch ermüdungsfreier möglich wäre. Während der Einsatz in schattigen Außenumgebungen keine allzu großen Probleme mit sich bringt, gerät das Panel in sonnigen Umgebungen ein wenig zu schnell an seine Grenzen, der gute Kontrast kann aber noch eine recht ordentliche Flexibilität bzgl. der Aufstellungsmöglichkeiten retten.

Ausleuchtung

Ausleuchtung

Das verbaute TN-Panel besitzt die bei der Technik üblichen Einblickwinkel, die zwar gerne größer ausfallen könnten, beim A102 aber nur bedingt stören, da ein 11,6-Zöller sicherlich nicht als Multimedia-Gerät zweckentfremdet werden wird. Die Farbgebung ist mit 7338 Kelvin recht kühl abgestimmt, gerade das führt in Kombination mit den knackigen Kontrasten aber zu einer recht gefälligen Darstellung. Foto-Fans müssen aber nachregeln.

Messwerte:

Ausleuchtung

 

Ausleuchtung

Maximale Helligkeit

Kontrastwert

Das Panel fällt mit einer maximalen Leuchtkraft von 241 cd/m² noch recht hell aus, ein paar zusätzliche Candela, um in die Richtung der 300er-Marke zu kommen, würden ihm aber nicht schaden. Der Kontrast fällt mit einem Wert von 803:1 nativ recht hoch aus, was einem Non-Glare-Display natürlich immer zugutekommt. Die Helligkeitsverteilung kann mit knapp 88,80 Prozent ebenfalls überzeugen.


Temperatur-Entwicklung

Temperatur Oberseite

Temperatur Unterseite

Die Kombination aus Gehäusegröße und Hardware lässt es recht schnell vermuten, die Kühlung wird beim Schenker A102 eines der elementaren Themen der Entwicklung bei Clevo gewesen sein. Unsere ersten Messungen zeigen recht eindrucksvoll, dass das Konzept von Clevo aufgeht. Natürlich hat das Gehäuse deutlich mehr Volumen zu bieten als beispielsweise die meisten Ultrabooks, dafür muss aber deutlich hitzköpfigere Hardware im Zaum gehalten werden. So gesehen ist es ein voller Erfolg, dass das A102 auch im Volllast-Betrieb an keiner Stelle die 50-°C-Marke überschreitet. Somit kann das A102 problemlos auch einmal auf den Oberschenkeln betrieben werden. Zudem ist davon auszugehen, dass das A102 fernab der Steckdose sicherlich nicht permanent mit Volllast betrieben werden wird.

Lautstärke-Entwicklung

Lautstärke Idle

Lautstärke Load

Vor diesem Hintergrund ist es keine Überraschung, dass das A102 unter Last recht laut wird. Mit knapp 50 dB dringt es mühelos in die Bereiche von ausgewachsenen Gaming-Geräten vor. Im Idle wiederum ist der 11,6-Zöller nicht zu hören.

Throtteling:

Schenker Notebooks XMG A102

Wir haben es fast vermutet, das kleine Gehäuse fordert im extremen Volllast-Betrieb doch seinen Tribut, sodass es zum Throtteling kommt. Da eine so extreme Last in der Praxis aber so gut wie nie auftritt, sind die Auswirkungen auf den täglichen Einsatz vernachlässigbar.


Akkulaufzeit:

Akkulaufzeit - Idle

Akkulaufzeit Load

Gemessen an Größe und Gewicht fällt der Akku mit 62,16 Wh vergleichsweise üppig dimensioniert aus. So ist es nicht überraschend, dass unser Testkandidat ordentliche Ergebnisse abliefert. Dass die Idle-Laufzeit überzeugt, ist mit Hinblick auf die aktuellen Stromspartechniken und Optimus-Support nicht überraschend. Unter Last zeigt sich dann aber natürlich, dass ausgewachsene Gaming-Hardware verbaut wurde.

Stromverbrauch:

Akkulaufzeit Load

Akkulaufzeit Load

Wie zu erwarten war, können wir beim Stromverbrauch an der Steckdose die gleichen Beobachtungen machen.  Im Idle gibt sich das A102 äußert zahm, während im Load-Betrieb ordentlich aufgedreht wird.


Das Schenker Notebooks XMG A102 ist ein Kraft-Zwerg, wie er im Buche steht. Trotz nur minimaler Abmessungen bietet man eine maximale Leistung und konkurriert mühelos mit Geräten im 14- oder 15-Zoll-Segment.

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Das von Schenker verwendete Clevo W110 ist unscheinbar, angenehm handlich und erinnert ein wenig an ein Netbook, so klein und doch hoch, wie es auf dem Schreibtisch steht. Damit kann man Ultrabooks im Bereich der Abmessungen keine Konkurrenz machen, unter der Haube ist das aber eine ganz andere Geschichte. Schön wäre es gewesen, wenn Clevo die extrem hochwertige Qualität der ausgewachsenen Barebones hätte halten können. So wirkt das XMG A102 in Sachen Materialgüte leider teils auch ein wenig wie ein Netbook. Das Gewicht geht mit 1,7 kg aber ohne Frage in Ordnung, sodass wir dem kleinen Gamer trotz einer Höhe von fast 4 cm eine nahezu grenzenlose Mobilität attestieren können. Die Höhe nutzt Schenker aber zumindest konsequent um zahlreiche Schnittstellen auf das kleine Gehäuse zu verteilen.

Klar, dass bei einem so kleinen Gehäuse auch die Eingabegeräte leiden. Die Tasten fallen mit 14 x 13 mm vergleichsweise klein aus (was erneut an ein Netbook erinnern mag) und besitzen darüber hinaus keinen optimalen Druckpunkt. Hier handelt es sich aber um eine reine Gewohnheitssache. Das Touchpad ist angenehm präzise, könnte aber gerne eine noch etwas höhere Gleitfreudigkeit aufweisen.

Eine Wucht ist natürlich die Gaming-Performance des A102. Noch nie haben wir eine solche Leistung im ultramobilen Segment gesehen. Auch aktuelle Spiele stellen für den kleinen Gamer keine Probleme dar, sodass durch die Bank ansprechende Frameraten geliefert werden – die nicht allzu hohe native Auflösung des Displays trägt da natürlich ihren Teil zu bei. Wer im ultramobilen Segment aber auf der Suche nach ernst zu nehmender  Gaming-Performance ist, der ist beim A102 genau richtig.
Das Display kann mit einer angenehmen Darstellung aufwarten und bietet erfreulicherweise eine matte Oberfläche. Zwar hätte dem Panel darüber hinaus eine etwas höhere Leuchtkraft gut zu Gesicht gestanden, es wird aber (auch dank eines knackigen Kontrastes) eine mehr als rudimentäre Mobilität geboten.

Mit Blick auf die leistungsstarke Hardware ist es natürlich keine große Überraschung, dass das A102 unter Last recht laut wird. Die Oberflächentemperaturen können daher aber erfreulicherweise im Griff gehalten werden. Nicht ganz so gut sieht es unter der Haube aus, denn es kommt zum Throtteling. Da dies aber nur in theoretischen Grenzlastfällen vorkommt, können wir ein Auge zudrücken.

Die Akkulaufzeit ist abschließend einem ultramobilen Gerät dieser Leistungsklasse würdig. Es werden zwar nicht die Fabelwerte aktueller Ultrabooks erreicht, das A102 kann aber ohne Probleme mehrere Stunden fernab der Steckdose betrieben werden – und genau darauf kommt es bei einem 11,6-Zöller nun mal an. Dass die Laufzeit unter Last deutlich zurückgeht, verwundert auf der anderen Seite natürlich auch nicht.

Alles in allem ist das Schenker Notebooks XMG A102 ein mobiler Begleiter, der mit gutem Gewissen auch als Ultrabook bezeichnet werden kann, denn die Leistung ist gemessen an der Größenklasse wirklich „ultra“. Da wir eine solche Leistung bislang noch nicht im 11-Zoll-Segment erlebt haben, vergeben wir gerne unseren Technik-Award.

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Positive Aspekte des Schenker Notebooks XMG A102:

Negative Aspekte des Schenker Notebooks XMG A102: