Test: Schenker Notebooks XMG P722 - GTX 680M im SLI *Update*

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mysn p722 teaser kleinExtreme Wochen für unsere Mobil-Redaktion. Nachdem wir erst letzte Woche ein CrossFire-Gespann, bestehend aus zwei Radeon HD 7970M durch die Benchmarks jagen durften, steht heute das neue High-End-Gaming-Modell XMG P722 von Schenker Notebooks auf dem Programm. Mit an Bord sind nicht nur zwei GeForce GTX 680M im SLI-Mode, sondern auch ein Intel Extreme Edition i7-3920XM, 32 GB an Arbeitsspeicher und ein Terabyte an SSD-Volumen, realisiert im RAID. Klingt schnell – ist es auch. Klingt teuer – ist es leider auch. Wie sich Schenkers neue High-End-Lösung verkaufen kann, das klären wir in unserem ausführlichen Test.

Schenker Notebooks ist schon länger bekannt dafür, auch extremste Konfigurationen anzubieten – und extremer als unser heutiges Modell geht es nun wirklich nicht mehr, das haben wir im Teaser bereits angesprochen. Dabei kommt dem Leipziger Anbieter von Built-to-Order-Geräten sein Geschäftsmodell natürlich entgegen, denn basierend auf einem Barebone-Gehäuse hat der Anwender die fast freie Wahl zwischen einer Vielzahl an Komponenten. Einzig mit der maximalen TDP muss die Kühlung klarkommen, das ist der Grund, weshalb nicht immer SLI-Setups oder Extreme-Edition-CPUs genutzt werden können. Ohne Kompromisse geht es da hingegen beim Clevo P370EM-Barebone zu, das die Grundlage für das Schenker Notebooks XMG P722 bildet. Es können CPUs mit 55 Watt und zwei GPUs mit je 100 Watt verbaut werden. Damit rangiert das XMG P722 über dem Schenker Notebooks XMG P702 (zum Test 1, zum Test 2), dem die Dual-GPU-Fähigkeiten fehlen.

Schenker Notebooks hat für unser Testmodell daraus eine Konfiguration ersonnen, die extremer nicht sein könnte, dabei aber getreu dem Motto handelt „Die Vernunft bitte 1x am Eingang abgeben“. Es kommen mit einem Intel Core i7-3920XM sowie der GeForce GTX 680M die schnellsten Komponenten ihrer Klasse zum Einsatz und auch Samsungs 830er SSD gehört nicht zu den langsamen Vertretern ihrer Zunft. Da von GPU und SSD zudem die doppelte Anzahl vorhanden ist und diese auch noch kombiniert werden (RAID + SLI), ist von neuen Höchstleistungen auszugehen – leider wird aber auch der Geldbeutel bis aufs Maximum strapaziert, denn für unser Setup sind rund 4500 Euro fällig. Damit liegt man auf einem Niveau mit Alienwares M18x R2 (zum Test), das wir letzte Woche genauer unter die Lupe genommen haben, denn auch dort mussten „nur“ 4500 Euro investiert werden – was für „Schnäppchen“ die beiden Geräte doch sind.

Rein logisch betrachtet ist unser Setup natürlich die pure Unvernunft – und das ist auch gut so, denn Machbarkeitsstudien üben immer einen gewissen Reiz aus und sind natürlich wesentlich interessanter als das nächste Mobil-Modell mit einem i7-3610QM und einer GeForce GT 650M. Dass die Leistung, die unser Testmuster erreicht, natürlich im Desktop-Segment zu einem Bruchteil des Preises erwartet werden kann, versteht sich von selbst. Je nach Anwendungsgebiet (und natürlich auch vorhandenem Budget) hat das Schenker Notebooks XMG P722 durchaus seine Berechtigung, denn wer häufig unterwegs ist und dabei dennoch immer die maximale Leistung zur Verfügung haben möchte, der wird es schnell schätzen lernen, nur noch ein Gerät herumtragen zu müssen, anstelle eines kleinen Gehäuses, eines Bildschirms und einer Tastatur.

Ob das Schenker Notebooks P722 aber wirklich das Zeug dazu hat, das aktuell beste Gaming-Notebook zu werden, das werden wir auf den kommenden Seiten klären.

Update: Wir haben auf Wunsch der Community noch einmal zahlreiche Gaming-Benchmarks hinzugefügt.


 

Was zunächst auffällt: Das Schenker Notebooks P722 ist für seine Komponentenbestückung vergleichsweise schmächtig. Fanden wir solch extremen Setups in der Vergangenheit stets im 18-Zoll-Segment vor, siehe beispielsweise das bereits erwähnte Alienware M18x R2 (zum Test), handelt es sich bei unserem heutigen Testkandidaten um ein 17-Zoll-Modell.

Schenker Notebooks XMG P722

Klassisch schlicht, so kann das Schenker Notebooks XMG P722 wohl am besten beschrieben werden. Der Deckel besitzt einen schwarzen Softtouch-Lack und fällt entsprechend matt aus. Eye-Catcher sucht man vergebens, nicht einmal ein XMG-Logo gibt es auf dem Deckel - die Zeiten von quietschbunten Gaming-Notebooks sind aber ohnehin vorbei. So reiht sich das XMG P722 in einer Linie mit ASUS‘ aktueller G-Serie oder aber Alienwares 2012er Setup ein. Kombiniert wird die mattschwarze Optik mit einer recht kantigen industriellen Formensprache, wie wir sie auch schon beim P702 vorgefunden haben.

Zeitlos ist das P722 so ohne Frage, denn wir sind uns sicher, dass man sich Schenkers High-End-17-Zöller in einigen Jahren noch besser anschauen kann als viele andere Notebooks. Noch dazu erweist sich Clevo als recht beständig bei seiner Designsprache.

Schenker Notebooks XMG P722

Wenig überraschend ist es da, dass die Designsprache auch dann fortgeführt wird, wenn der Deckel geöffnet wird. Die Handballenauflage wird mit dem vom Deckel bekannten Softtouch-Lack versehen, was sich im täglichen Leben sehr angenehm anfühlt. Als optischer Kontrast wird die Tastatur allerdings in ein Feld aus gebürstetem schwarzen Edelstahl gesetzt, was sehr ansprechend aussieht und noch dazu einen sehr hochwertigen Look erzeugt – hier macht Schenker alles richtig.

Schenker Notebooks XMG P722

Gemessen an der zur Verfügung stehenden Größe kann das XMG P722 beinahe als Winzling bezeichnet werden. Zwar ist der 17-Zöller auch knappe 5 cm hoch, mit einem Gewicht von 3,9 kg fällt er aber noch einmal ein gutes Stück leichter aus als ähnliche 18-Zöller. Alienwares M18x bringt beispielsweise rund 5,5 kg auf die Waage. Im direkten Vergleich ist das Schenker Notebooks XMG P722 also noch einmal merklich mobiler.

Die Verarbeitungsqualität ist sehr gut und kann überzeugen. Die Materialgüte kann als sehr hochwertig bezeichnet werden und auch übergroße Spaltmaße sucht man vergebens. Im direkten Vergleich wirkt das M18x R2 aber dennoch noch einmal etwas massiver und mehr „aus dem Vollen geschnitzt“ – erkauft wird das aber durch das erwähnte, merklich höhere Gewicht. Ungeschlagen bleibt aber weiterhin der von Alienware genutzte Softtouch-Lack – angenehmer fühlen sich aktuell keine Notebooks an. Im direkten Vergleich liegt das P722 hier auf einem Niveau mit ASUS‘ G75 (zum Test).

 


 

Das Schenker Notebooks P702 konnte uns mit seinen erstklassigen Eingabegeräten auf der ganzen Linie überzeugen, da stellt sich nun die Frage, ob Clevo an den guten Komponenten festgehalten hat.

Schenker Notebooks XMG P722

Bereits der erste Blick zeigt, dass Clevo – wenig überraschend – die Tastatur des P702 schlichtweg übernommen hat. Entsprechend wartet auch unser heutiger Luxus-Testkandidat mit der aktuell besten Tastatur im Gaming-Notebook-Segment auf – zumindest dann, wenn es um den Druckpunkt geht. Denn der ist enorm präzise und wird mit einem sehr definierten Druckpunkt kombiniert. Eine versehentliche Eingabe im Eifer des Gefechts wird so nicht passieren. Da das P722 darüber hinaus über ein enorm steifes Top Case verfügt, wird der Druckpunkt nicht unnötig verwässert.

Schenker Notebooks XMG P722

Weniger schön finden wir aber, dass durch die Integration des numerischen Zahlenblocks das Layout recht stark beeinflusst wurde. Genau wie bei aktuellen MSI-Barebones wird die Enter-Taste nur in halber Höhe ausgeführt und das „<“-Zeichen wandert rechts neben die Leertaste. Noch dazu fällt die rechte Shift-Taste recht klein aus und die rechte Cursor-Taste befindet sich schon im Bereich des Zahlenblocks. Auch wenn sich die zusätzlichen Ziffern im täglichen Leben immer wieder als praktisch erweisen, so wird die Umgewöhnung aus dem Desktop-Bereich unseres Erachtens nur unnötig erschwert. Dass die Integration gerade im 17-Zoll-Segment besser möglich ist, haben schon zahlreiche Notebooks gezeigt.

Gut zu sehen an dieser Stelle: Das XMG P722 besitzt praktischerweise einen Fingerprint-Reader. Was im Business-Segment in der Zwischenzeit zum gehobenen Standard gehört, sucht man im Gaming-Umfeld bislang noch meist vergebens.

Schenker Notebooks XMG P722

Deutlich besser gefällt es uns da, dass eine Hintergrundbeleuchtung für die Tastatur integriert wird. Die Tastatur lässt sich, wie es aktuell im Gaming-Bereich immer beliebter wird, in drei Zonen unterteilen und verschieden beleuchten. Wer einmal ein Keyboard mit Backlight genutzt hat, der wird die Vorteile nicht mehr missen wollen.

Schenker Notebooks XMG P722

Neu ist hingegen das integrierte Touchpad, das mit 108 x 77 mm angenehm groß ausfällt und sich nun im Ganzen klicken lässt – dedizierte Maustasten gibt es keine mehr. Die Gleiteigenschaften gehen, genau wie die Präzision, in Ordnung. Es ist allerdings davon auszugehen, dass bei einem Notebook dieser Größenklasse ohnehin meist dedizierte Mäuse genutzt werden.

 


 

Das Schenker Notebooks XMG P722 wird wohl in den allermeisten Fällen den Desktop-PC ersetzen. Entsprechend wichtig ist es, dass eine reichhaltige Schnittstellenausstattung vorhanden ist.

Schenker Notebooks XMG P722

Etwas ungewohnt ist der Blick auf die rechte Seite des Gehäuses, denn einen USB-Anschluss gibt es hier nicht. Dafür wird der üppig vorhandene Platz für vier Klinke-Buchsen, einen Card-Reader und einen RJ45-Port genutzt. Platz für eine USB-Schnittstelle wäre da eigentlich auch noch gewesen.

Schenker Notebooks XMG P722

Dafür bekommen wir auf der Rückseite des 17-Zöllers endlich unseren schon so oft gewünschten rückwärtig verbauten USB-Anschluss. Gerade bei einem Desktop-Replacement System kann so erhebliches Kabelchaos auf dem Schreibtisch vermieden werden. Da USB 3.0 unterstützt wird, können an dieser Stelle neben Peripherie-Geräten auch externe Datenträger angeschlossen werden. Darüber hinaus gibt es mit HDMI und DisplayPort zwei Schnittstellen zur digitalen Bildausgabe. Der Vorteil von letzterer Schnittstelle: Es können auch Auflösungen jenseits von FullHD angefahren werden.

Schenker Notebooks XMG P722

Auf der rechten Seite des Gehäuses gibt es (anders als links) USB-Ports im Überfluss. Drei der Schnittstellen sind als USB 3.0-Version ausgeführt, eine davon ist zudem eine gepowerte Version, sodass Smartphones oder Peripherie auch dann geladen werden können, wenn das Notebook ausgeschaltet wurde. Eine vierte USB-Schnittstelle gibt es in Form einer USB-eSATA-Kombibuchse – hier ist allerdings nur USB 2.0 mit von der Partie. Zudem darf an dieser Stelle natürlich auch das obligatorische optische Laufwerk nicht fehlen.
Wie bei Schenker üblich, kann die Netzwerk-Einheit frei konfiguriert werden. Unser Testmuster ist mit einer Killer-NIC ausgestattet, die Gamer mit möglichst niedrigen Latenzen Vorteile beim Gaming bieten soll. Ob wirklich Unterschiede bestehen, darüber scheiden sich die Geister, der Aufpreis hält sich aber in Grenzen. Unterstützt werden neben kabelgebundenem Gigabit-LAN alle aktuell relevanten WLAN-Standards sowie Bluetooth 4.0 – Einschränkungen gibt es also keine.

Alles in allem bietet das Schenker Notebooks XMG P722 eine umfangreiche Schnittstellen-Ausstattung, auch wenn wir uns bei der Aufteilung zumindest eine Buchse auf der rechten Seite gewünscht hätten.

 


 

Schenker Notebooks bietet die Möglichkeit an, die Notebooks im Webshop extrem frei zu konfigurieren. Entsprechend darf die uns vorliegende Konfiguration auch nur als beispielhaft angesehen werden. Besonders trifft das natürlich auf unser heutiges Schenker-Modell zu, denn die uns vorliegende Konfiguration wurde getreu dem Motto „Einmal die Vollausstattung und bitte noch ein bissel mehr“ konfiguriert.

Schenker Notebooks XMG P722

Vernunft und Intels Extreme-Edition-Prozessoren – das passt in etwa so zusammen wie strenges Veganertum und ein 600 Gramm Wagyu-Steak. Auch wenn die aktuellen 22-nm-4-Kerner auf Ivy-Bridge-Basis durch die Bank genügend Leistung für Games bieten, es muss auch 2012 natürlich wieder eine Extrem Edition im mobilen Bereich geben. Intels Core i7-3920XM besitzt mit einem Grundtakt von 2900 MHz und einem maximalen Turbo-Takt von 3800 MHz bei weitem die höchsten 4-Kern-Taktraten im Mobile-Segment. Intel erkauft sich diese Leistungswerte aber mit einer um 10 Watt gesteigerten TDP, die beim i7-3920XM nun bei 55 Watt liegt. Mit Hinblick darauf, dass Intel im 22-nm-Zeitalter mit dem Core i7-3612QM auch einen 35-Watt-Quadcore-Prozessor anbietet, zeigt sich, dass die Schere aus maximaler Leistung und benötigter Leistung, was den Stromverbrauch betrifft, immer weiter auseinanderklafft. Der L3-Cache beläuft sich auf 8 MB.

Natürlich ist auch Intels HD4000 mit von der Partie, auch wenn man sich bei dieser CPU die Frage stellen muss, ob Intels integrierte Grafik wirklich häufig zum Einsatz kommen wird.

Schenker Notebooks XMG P722

Jetzt wollen wir uns der GeForce GTX 680M widmen, die auf NVIDIAs GK104-Kern basiert und wie alle Kepler-Karten im 28-nm-Verfahren produziert wird. Ähnlich wie es Intel bei seinen Ivy-Bridge-Prozessoren handhabt, nutzt NVIDIA den Shrink des Produktionsverfahrens nicht, um einen niedrigen Stromverbrauch zu realisieren, sondern hält an der 100-Watt-Marke fest, die für High-End-GPUs im Notebook schon eine ganz Zeit lang gilt.

Im Vergleich zum bisherigen Top-Modell, der GeForce GTX 675M, ist die Anzahl der Shadereinheiten entsprechend deutlich angestiegen. Setzt man bei Fermi noch auf 384 Shadereinheiten, sind es nun 1344 Shadereinheiten – eine satte Steigerung. Der Kerntakt beläuft sich auf 720 MHz, auf eine Boost-Funktion, wie man sie auch von Desktop-Kepler kennt, verzichtetet NVIDIA beim GK104-Chip hingegen – das ist ein wenig verwunderlich, hat man eben jene Technik bei der GeForce GTX 660M doch implementiert. Abgerundet wird der Prozessor von 32 ROPs und 112 TMUs.

Beim Grafikspeicher geht NVIDIA in die Vollen und spendiert seiner GeForce GTX 680M satte 4 GB an GDDR5-RAM. Ob eine so üppige Speicherausstattung im Notebook sinnvoll ist, steht indes auf einem anderen Blatt. Unsere Tests im Desktop-Segment haben gezeigt, dass die Frameraten erst bei sehr hohen Auflösungen und extremsten Qualitätseinstellungen von den zusätzlichen Gigabyte profitieren – ob gerade erstere häufig im Notebook-Segment zum Einsatz kommen werden, ist fraglich. Getaktet wird der Speicher, der natürlich über ein 256 GB breites Interface angebunden wird, mit 1800 MHz.

Damit nicht genug, verbaut Schenker gleich zwei dieser GPUs – neben maximalen Kosten dürften so auch maximale Frameraten garantiert sein.

Nicht minder beeindruckend geht es auch mit der restlichen Ausstattung weiter. Der Arbeitsspeicher bietet nicht etwa die üblichen 8 GB oder vielleicht 16 GB, sondern direkt 32 GB. Ob das sinnvoll ist, ist die eine Frage, beeindruckend ist es aber ohne Frage. Gleiches gilt auch für den Massenspeicher. Auf ein mechanisches Modell wird direkt verzichtet. Dafür gibt es aber zwei SSDs mit je 512 GB – und die werden auch noch im RAID 0 kombiniert. Als Modell hat sich Schenker für Samsungs SSD 830 entschieden. Eine gute Wahl, denn die SSD konnte bereits in unserem Review überzeugen und erfreut sich auch in unserer Community größter Beliebtheit. Ob es hingegen wirklich ein RAID 0 sein muss, das steht auf einem anderen Blatt. Zum einen sind die SSDs schon allein extrem schnell, zum anderen erhöht sich die Ausfallwahrscheinlichkeit merklich – ob man das seinen Daten zumuten möchte, muss jeder für sich entscheiden.

Schenker Notebooks XMG P722
Hardware 
Prozessor: Intel Core i7-3920XM
Prozessor - Grundtakt: 2,9 GHz
Prozessor - Turbotakt: 3,8 GHz
Prozessor - Fertigung 22 nm
Prozessor - Cache 8MB
Arbeitsspeicher 32 GB - DDR3
Grafikkarte 2x NVIDIA GeForce GTX 680M
Grafikkarte - Grafikspeicher 2x 4 GB - GDDR5
Festplatte

2x 512 GB @ RAID0

Festplatte - Geschwindigkeit SSD
Optisches Laufwerk Blu-ray
Monitor 
Display - Diagonale:

17,3 Zoll

Display - Auflösung: 1920 x 1080
Display - 3D-fähig: nein
Display - Glare-Type: ja
Display - LED: ja
Eingabegeräte 
Tastatur - Tastengröße: 15 x 15 mm
Tastatur - Tastenabstand: 4 mm
Tastatur - Anzahl der Tasten: 103
Tastatur - Numblock: ja
Touchpad - Multitouch: ja
Trackstick: nein
Tablet-PC: nein
Anschlüsse 
HDMI: 1
DVI: -
DisplayPort: 1
VGA: -
USB 2.0: 1
USB 3.0 4
Firewire -
eSATA: 1 / shared
Audio: Line-Out / Line-in / Mik / Digital
Gehäuse 
Akku: 89,2 Wh
Material: Kunststoff + Aluminium
Abmessungen: 419 x 286 x 49,7
Preis und Garantie 
Preis: ca. 5500 Euro
Garantie 24 Monate

 


 

Beginnen wollen wir immer mit der in diesem Fall zugegebenermaßen zweitrangigen Systemleistung.

Cinebench 11

7-Zip

Wie nicht anders zu erwarten war, liefert das XMG P722 eine erstklassige Leistung ab und liegt auf Augenhöhe mit Alienware M18x R2. Beide Geräte bieten dabei Performance im Überfluss – wer nur ein wenig Vernunft walten lässt, greift zum Core i7-3610QM. Der ist gefühlt nicht langsamer, entlastet das Budget aber merklich.

HDD Durchsatz

HDD Zugriff

Speicherdurchsatz

Auch der Speicherdurchsatz kann  sich sehen lassen und liegt noch einmal ein wenig über der Mainstream-Klasse. Auch hier gilt aber: Wirklich fühlbar ist das im täglichen Leben nicht.
Eine extreme Leistung liefert – wie zu erwarten war – das SSD-RAID ab. Das Schenker Notebooks gehört so zu den schnellsten bislang von uns getesteten Notebooks.

PC Mark 7

Dass sich die exquisite Hardware-Ausstattung auf den PC Mark auswirken wird, war zu erwarten. So überrascht es nicht im Geringsten, dass unser Testkandidat auch hier mit einem Top-Ergebnis aufwarten kann.

 


 

Nun aber zu den wirklich elementaren Dingen des Lebens: dem Gaming. Erstmalig haben wir eine GeForce GTX 680M-Kombination im SLI-Gespann vorliegen und sind gespannt, wie sich unser Testmuster verkaufen kann. Interessant ist dabei natürlich, wie sich NVIDIAs Top-Lösung im Vergleich zum deutlich günstigeren Gespann, bestehend aus zwei Radeon HD 7970M, schlagen wird.

3D Mark 11

Call of Juarez

Streetfighter Benchmark

Resident Evil 5

Stalker Benchmark

Die Leistung des Schenker Notebooks P722 liegt auf einem gänzlich extremen Niveau. Die beiden GTX 680M liefern durch die Bank eine Top-Leistung, sodass es problemlos möglich ist, alle aktuellen Games auch mit extremsten Qualitätssettings flüssig zu spielen. Den erwarteten klaren Sieg des NVIDIA-Duos über den ewigen Widersacher AMD gibt es allerdings nicht. Je nach Spiel können sich hin und wieder auch die Wimbledon-XT-GPUs durchsetzen. Ebenso fällt auf, dass die zweite Grafikkarte nicht in jeder Lebenslage einen wirklichen Vorteil bringt.

 


 

Auch die neueste Generation des 3DMark wollen wir mit in den Benchmark-Parcour aufnehmen. Beim 3DMark 11 handelt es sich um den ersten vollständigen DirectX-11-Benchmark aus dem Hause Futuremark. Aus diesem Grund macht er auch ausgiebig Gebrauch von Tessellation, Depth of Field, Volumetric Lighting und Direct Compute. Obligatorisch ist natürlich auch die Unterstützung für Multi-Core-Prozessoren mit mehr als vier Kernen. Der Download ist in unserer Download-Area möglich.

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Zum kostenlosen Download von Futuremarks 3DMark 11 gelangt man über diesen Link.

 

ASUS UX31A

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Unigine Heaven

Einer der ersten DirectX-11-Benchmarks ist der Unigine Heaven. Er verwendet alle wichtigen Features wie DirectCompute, Shader Model 5.0, Tessellation oder Screen-Space Ambient Occlusion.

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Unigine Heaven ist ein kostenloser Benchmark, der unter www.unigine.com zu beziehen ist.

ASUS UX31A

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ASUS UX31A

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World in Conflict 

Bei World in Conflict handelt es sich um ein Echtzeitstrategiespiel von Sierra Entertainment. Das Spiel wurde von Massive Entertainment, den Schöpfern der Ground Control Reihe, entwickelt und ist seit September 2007 in Europa erhältlich. World in Conflict bietet eine Singleplayer-Kampagne, die insgesamt 14 Missionen beinhaltet. Das Spiel fesselt den Spieler durch seine Reichhaltigkeit an Action und hoher Spielgeschwindigkeit gepaart mit einer zeitgemäßen Grafik. In diesem Fall haben sich die Programmierer dazu entschlossen den DirectX-10-Renderpfad zu nutzen, welcher im Game erstaunliche Bilder auf den Schirm zaubert.

Zur Vollversion von World in Conflict in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

ASUS UX31A

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Anno 2070 spielt entgegen seiner vier Vorgänger nicht mehr in der Vergangenheit sondern knapp 60 Jahre in der Zukunft. Das Spielprinzip blieb grundsätzlich gleich, das heißt fremde Inseln erkunden, besiedeln, Wirtschaftskreisläufe aufbauen, um die Bedürfnisse der unterschiedlichen Bevölkerungsteile zu befriedigen, und sich in der Diplomatie üben. Neu sind die drei Fraktionen: Die Ecos setzen auf regenerative Energie und erhalten die Natur, während ihr Gegenpart, die Tycoons, durch Schwerindustrie die Umwelt verschmutzen. Die dritte Fraktion, die Techs, ermöglicht es, neue Techniken zu nutzen und auf dem Meeresboden zu siedeln. Die großen Inseln, die lebendige Flora und Fauna und die fantastischen Wassereffekte der eigens von Related Designs entwickelten Engine (DX11) verlangen auf der höchsten Detailstufe der Grafikkarte einiges ab.

 
 

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Die Battlefield-Serie erfuhr mit der Veröffentlichung des dritten Teils den vorläufigen Höhepunkt der virtuell erlebbaren Multiplayer-Action auf weitläufigen Schlachtfeldern. Differenzierte Soldatenklassen, realitätsgetreu modellierte Waffen und Fahrzeuge stellen in Verbindung mit der leistungsstarken Frostbite 2-Engine (DX11) das momentane Nonplusultra des Actiongenres dar. Die grafische Darstellung besticht durch enorme Weitsicht und wirklichkeitsnahe Bewegungsabläufe des eigenen Soldaten. Langzeitmotiviation ist dank des Aufstiegssystems mit unzählig vielen freischaltbaren Waffen und Gadgets garantiert, wobei mit Hilfe des Battlelogs stets die Übersicht gewahrt wird.

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ASUS UX31A

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Eine unwirtliche und verstrahlte Umwelt, Mutanten und ständige Bedrohungen - all diese Elemente nutzen die Ex-S.T.A.L.K.E.R. Entwickler 4A Games Studios, um den Spieler in die Welt von Metro 2033 zu entführen. Im Jahr 2033 hat sich die Menschheit mal wieder bekriegt und durch einen Atomschlag gegenseitig fast in die Luft gebombt. Eine Hand voll Überlebende hat sich in die Systeme der Moskauer U-Bahn zurückgezogen, um dort Zuflucht zu suchen. Zum Leidwesen der Flüchtlinge ist dieser Ort nicht ihre alleinige Heimat, auch feindselige Kreaturen, die sich an die giftige Atmosphäre gewöhnt haben, sind dort anzutreffen. Ihr Ziel: die verbleibenden Menschen ausrotten! Ob sie nun rohe Gewalt oder ausgeklügelte Taktik anwenden, es bleibt ihnen überlassen, wie sie das Ziel erreichen. Wie schon bei ihrem Erstlingswerk schaffen die Entwickler eine Wahnsinnsatmosphäre und lassen mit der A4-Engine (DX11) selbst moderne Grafikkarten an ihre Grenzen kommen.

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ASUS UX31A

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S.T.A.L.K.E.R.: Call of Pripyat

S.T.A.L.K.E.R.: Call of Pripyat ist nun schon der dritte Teil der sagenumwobenen S.T.A.L.K.E.R.: Shadow of Tschernobyl-Reihe und bildet einen einzigartigen Mix aus einem actionreichen First-Person-Shooter und einem komplexen Rollenspiel. Call of Pripyat besticht vor allem durch seine grandiose Atmosphäre in der Szene rund um Tschernobyl. Mit Call of Pripyat wurde die X-Ray-v.1.5-Engine noch einmal um die neusten technischen Möglichkeiten aufgestockt. Ab sofort wird zeitgemäß auch eine DirectX-11-Unterstützung geboten, die viele neue Grafikeffekte mit sich bringt. Mit Unterstützung von Tesselation gibt es neben komplett überarbeiteten Levels und einer erheblich verbesserten KI auch wieder sehr viele optische Leckerbissen. S.T.A.L.K.E.R.: Call of Pripyat kann wieder einmal als Augenweide bezeichnet werden.

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Street Fighter IV:

Wohl die bekannteste Prügelspiel-Reihe ist Street Fighter. Mit Street Fighter IV kehrt die legendäre Kampfsportserie zu ihren Wurzeln zurück. Dabei sorgt die Kombination der beliebten Moves und Techniken aus dem Originalspiel Street Fighter II mit Capcoms Technologie der nächsten Generation für ein wahrhaft außergewöhnliches Spielerlebnis, das der Welt die altehrwürdige Kunst virtueller Kampfsportarten aufs Neue näherbringt. Auch hier verwenden wir wieder die integrierte Benchmark-Funktion.

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Subjektive Bewertung + iColor Display

In der letzten Zeit haben wir immer häufiger Non-Glare-Displays vorgefunden, was eine rundum zu begrüßende Entwicklung ist. Auch Schenker stattet den Großteil seiner Geräte in der Zwischenzeit standardmäßig mit einem Non-Glare-Panel aus – das XMG P722 gehört in unserer Konfiguration allerdings nicht dazu. Wer matte Displays bevorzugt hat aber Glück, denn das P722 kann ohne Aufpreis auch mit einem matten FullHD-Panel ausgestattet werden.

Schenker Notebooks XMG P722

So versteckt sich das 17,3 Zoll durchmessende FullHD-Panel (1920 x 1080 Dots) hinter einer Glare-Oberfläche. Da das XMG P722 aber wohl in den meisten Fällen nur in den eigenen vier Wänden zum Einsatz kommt, soll uns das nicht wirklich stören. Da das Panel zudem mit einer angenehm hohen Leuchtkraft und einem satten Kontrast daherkommt, entstehen so im täglichen Leben kaum Einschränkungen und auch eine Aufstellung in Fensternähe ist ohne allzu große Probleme möglich. Dass die Kombination aus FullHD-Panel und der Diagonale von 17,3 Zoll darüber hinaus auf der ganzen Linie überzeugen kann, das haben wir schon bei zahlreichen Geräten gesehen.

Ausleuchtung

Ausleuchtung

Die Farben des Panels wirken angenehm poppig und sehr lebendig, was zu einem nicht unerheblichen Anteil natürlich der Glare-Oberfläche geschuldet ist. Ab Werk kommt das Panel mit rund 7200 Kelvin, ist also deutlich bläulicher abgestimmt, als die fotoneutralen 6500 Kelvin des Adobe-RGB-Farbraums. Fotofans werden also nachregeln müssen, während gerade die etwas bläulichere Abstimmung in der Regel als gefälliger angesehen wird.
Auf dem normalen TN-Niveau bewegen sich die Blickwinkel. Während die Farben bei horizontalen Veränderungen recht stabil bleiben, sind vertikal deutlich schneller Verfälschungen festzustellen. Das ist für den Praxiseinsatz allerdings nicht ganz so wichtig.

Messergebnisse:

Ausleuchtung

 

Ausleuchtung

Maximale Helligkeit

Kontrastwert

Das von Schenker Notebooks verbaute Panel besitzt eine angenehm hohe Leuchtkraft von 360 cd/m², sodass der Großteil der Spiegelungen problemlos überblendet werden kann. Das Kontrastverhältnis liegt noch dazu mit 900:1 ebenfalls auf einem sehr hohen Niveau, was den Outdoor-Einsatz abermals begünstigt. Da auch die Homogenität der Ausleuchtung schlussendlich auf einem ansprechenden Niveau liegt, kann von einer runden Display-Performance gesprochen werden.

 


 

Temperatur-Entwicklung

Temperatur Oberseite

Temperatur Unterseite

Keine Überraschungen gibt es bei der Temperatur-Entwicklung. Das 17-Zoll-Case wird trotz der hitzköpfigen Komponenten an keiner Stelle sonderlich warm, sodass theoretisch auch ein Einsatz auf den Oberschenkeln möglich wäre – ob das bei einem 17-Zöller mit knapp 4 kg allerdings so häufig der Fall sein wird, das steht auf einem anderen Blatt. Wichtiger ist da schon, dass auch die Handballen-Auflage stets im angenehmen Bereich bleibt.

Lautstärke-Entwicklung

Lautstärke Idle

Lautstärke Load

Dass die verbauten Lüfter indes gut zu tun bekommen, war zu erwarten, schließlich müssen die aktuell stärksten am Markt befindlichen Komponenten gekühlt werden. Kein Wunder also, dass es das XNG P722 unter Volllast auf 51,2 dB bringt, da diese Lautstärke aber auch wirklich nur dann erreicht wird, wenn Last anliegt. Im Idle hat die Kühlung deutlich weniger zu tun und so ist es kein Wunder, dass unser Testmuster im nur selten hörbaren Bereich von 31,9 dB arbeitet.

Throtteling:

Dass es die verbaute Lüftung auch unter extremster Volllast (Furmark + Prime) mit den XXL-Komponenten aufnehmen kann, zeigt der Throtteling-Test. Die CPU läuft durchgehend auf dem möglichen Maximal-Niveau.

 


 

Akkulaufzeit:

Akkulaufzeit - Idle

Akkulaufzeit Load

Schenker tritt den stromhungrigen Komponenten mit einem leistungsstarken Akku mit einer Kapazität von 89,2 Wh entgegen. Daraus resultiert eine Idle-Laufzeit von rund 2 Stunden und 30 Minuten, während es unter Last rund 90 Minuten sind. Eine Steckdose sollte optimalerweise also immer in der Nähe sein, denn es kann in der heutigen Zeit nur noch von einer rudimentären Mobilität gesprochen werden.

Stromverbrauch

Akkulaufzeit Load

Akkulaufzeit Load

Der Idle-Stromverbrauch fällt mit knapp 40 Watt für die heutige Zeit schon recht hoch aus, was daran liegt, dass Optimus bei einem SLI-Setup deaktiviert werden muss. Unter Last sind es dann rund 265 Watt, die benötigt werden, was einem Desktop-System in nicht mehr viel nachsteht. Dass es aber noch einmal deutlich üppiger geht, zeigt Alienwares M18x – hier werden unter Last noch einmal 50 Watt mehr verpulvert.

 


 

Das Schenker Notebooks XMG P722, das auf Clevos P370EM basiert, kann auf der ganzen Linie überzeugen, denn es kombiniert eine extreme Leistung mit einem massiven Case und einem erstklassigen Monitor. Beim Preis wollen wir bei all der Faszination gern einmal ein Auge zudrücken.

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Schenker Notebooks greift für das XMG P722 auf ein Barebone aus dem Hause Clevo, das P370EM, zurück. Das Case besitzt eine sehr schlichte Optik, kann aber mit einem zeitlosen Design und einer ansprechenden Qualität punkten. Was aber noch beeindruckender ist, ist die Tatsache, dass es Schenker gelingt, all die hitzköpfige High-End-Hardware in einem 17-Zoll-Case unterzubekommen – bislang waren Brachialsetups, wie wir eines vorliegen haben, stets dem 18-Zoll-Segment vorbehalten. Klasse ist es da, dass die Kühlung alles im Griff hat und es nicht zum Throtteling kommt. Dass jedoch die im Gaming-Segment üblichen 50 dB erreicht werden, überrascht uns weniger – und soll uns in diesem Fall auch gar nicht stören. Die Anschlussausstattung ist vollständig und es gibt sogar einen DisplayPort, sodass auch noch größere Monitore mit der brachialen Leistung unseres Testmusters versorgt werden können.

Einen etwas durchwachsenen Eindruck hinterlässt die Tastatur. Zwar sind wir noch immer der Meinung, dass Clevos aktuelles Keyboard dank eines äußerst präzisen Anschlags zum Besten gehört, was aktuell im Notebook-Markt zu haben ist, dass aber so stark in das Standard-Layout eingegriffen wurde, um einen numerischen Zahlenblock zu integrieren, macht die Umgewöhnung vom Desktop nur unnötig zeitintensiv.

Dass die Leistung bei der verbauten Hardware auf der ganzen Linie überzeugen kann, versteht sich von selbst. Es werden in allen Lebenslagen extreme Performance-Werte geboten, sei es dank der Extreme-CPU beim Arbeiten oder aber natürlich beim Spielen. Das Duo aus zwei GeForce GTX 680M lässt die Muskeln spielen und liefert maximale Frameraten, egal welche Kost man den beiden GPUs vorsetzt. Ob es nun wirklich ein SLI-Setup sein muss, ist die andere Frage, denn auch eine GeForce GTX 680M allein leistet schon eine mehr als ordentliche Arbeit. Noch dazu fällt der Leistungsvorsprung der NVIDIA GPUs gegenüber einem CF-Setup, bestehend aus zwei Radeon HD 7970M, nicht allzu üppig aus und bei manchen Spielen haben auch die Wimbledon XT-GPUs die Nase vorn. Da AMDs aktuelle Grafikeinheiten jedoch deutlich günstiger sind, wäre es hier ohne Frage eine Überlegung, zur Radeon-Grafik zu greifen. Dass die beiden im RAID kombinierten SSDs darüber hinaus eine Top-Performance bieten, versteht sich von selbst, ein erhöhtes Ausfall-Risiko muss aber akzeptiert werden.

Das verbaute Display im 17-Zoll-Format besitzt in unserer Konfiguration zwar eine Glare-Oberfläche, was uns nicht ganz so gut gefällt, kann aber mit einer erstklassigen subjektiven Bildqualität und noch besseren Messergebnissen aufwarten. Wer sich nicht an der spiegelnden Oberfläche stört, kann sich an poppigen Farben und einem lebendigen Bild erfreuen. Sehr schön: Es kann je nach Geschmack auch ein mattes Display konfiguriert werden.

Dass die Akkulaufzeit und der Stromverbrauch bei einem Gerät wie unserem XMG P722 nur ein peripheres Thema sind, versteht sich von selbst. Mit einem maximalen Stromverbrauch von rund 250 Watt kommt Schenkers 17-Zöller zwar so manchen Desktop-PC nahe, ist aber trotzdem deutlich sparsamer als Alienware M18x R2, das noch einmal 50 zusätzliche Watt aus der Steckdose zieht. Mit Laufzeiten zwischen 90 und 150 Minuten sollte zwar stets eine Steckdose in der Nähe sein, von einer grundlegenden Mobilität kann aber gesprochen werden.

Alles in allem ist das Schenker Notebooks XMG P722 ein High-End-Gaming-Notebook, wie es im Buche steht. Es ist kompromisslos, unvernünftig und schlichtweg sauschnell. Da ist ein Excellent-Hardware-Award reine Formsache. Da uns aber auch die weiteren Features sehr gut gefallen haben, ist das P722 auch einen Blick für Anwender wert, die auf den Preis achten müssen, denn Schenker bietet wie gewohnt eine breite Palette an Komponenten an.

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Positive Aspekte des Schenker Notebooks P722:

Negative Aspekte des Schenker Notebooks P722: