Test: 11" und 13" Apple MacBook Air

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Das neue 13" MacBook Pro mit Ivy-Bridge-Prozessor konnten wir uns bereits anschauen (zum Test), doch so richtig überzeugen konnte es nicht. Statt dessen sehen wir das MacBook Air mit 13-Zoll-Display als Alternative, denn Abstriche müssen nur bei der CPU-Performance gemacht werden. Ein Trend wurde bereits kurz nach der Einführung des ersten MacBook Air deutlich: Klein, flach und leicht müssen die mobilen Begleiter werden. Inzwischen sind in etwa die Hälfte aller verkauften MacBooks ein MacBook Air. Intel und die Partner haben den Trend inzwischen auch erkannt und fahren spätestens mit diesem Jahr eine aggressive Ultrabook-Strategie. Grund genug für uns die beiden aktualisierten Modelle einmal anzuschauen.

Zunächst einmal möchten wir uns bei getgoods.de bedanken, die uns mit diesem Testsample versorgt haben.

Apple MacBook Air
13" Apple MacBook Air

Am äußeren Erscheinungsbild der beiden MacBook-Air-Modelle hat sich nichts getan. Wie auch schon bei den MacBook Pros handelt es sich also um ein technisches-Update von CPU, GPU und den Schnittstellen. Dies wird es uns bei der Besprechung der Details sehr einfach machen. Beginnen wollen wir aber mit einem Vergleich der beiden Modelle.

  11" MacBook Air 13" MacBook Air
Preis 1048 Euro 1419 Euro
Prozessoren Intel Core i5 1,7 GHz Intel Core i5 1,8 GHz
RAM 4 GB 4 GB
SSD-Speicher 128 GB 256 GB SSD
Grafikkarte Intel HD Graphics 4000 Intel HD Graphics 4000
Display 11,6" TN-Panel mit 1336x768 Pixel 13,3" TN-Panel mit 1440x900 Pixel
Abmessungen 30,0 x 19,2 x 1,7 cm 32,5 x 22,7 x 1,7 cm
Gewicht 1,08 Kg 1,35 kg
Anschlüsse MagSafe 2, 1x Thunderbolt, 2x USB 3.0, Kopfhörer MagSafe 2, 1x Thunderbolt, 2x USB 3.0, SDXC-Kartenleser, Kopfhörer
Kommunikation 802.11n WiFi, Bluetooth 4.0 802.11n WiFi, Bluetooth 4.0
Akkulaufzeit bis zu 5 Stunden bis zu 7 Stunden

Die Frage welches MacBook Air es sein soll, kann an zwei Punkten festgemacht werden:

1. Wie mobil möchte ich sein? Ein 11" MacBook Air zeichnet sich im Besonderen durch seine kompakten Maße aus. Ein Intel Core i5 mit 1,7 oder 2,0 GHz dürfte für das mobile Arbeiten mehr als ausreichen. Bei der Speicherkapazität hat man die Wahl zwischen 64 oder 128 GB. Der Arbeitsspeicher ist standardmäßig 4 GB groß, optional sind auch 8 GB möglich. Sowohl beim RAM wie auch dem Flashspeicher sollte man sich vor dem Kauf für die endgültige Ausstattung entscheiden. Während ein Update der SSD theoretisch noch möglich ist, ist der RAM fast verlötet und erlaubt somit kein späteres Update.

2. Wie viel Geld möchte ich ausgeben? Das 11" MacBook Air ist mit einem Preis von 1049 Euro der günstigste Einstieg in die MacBook-Welt. Natürlich müssen im Vergleich zum 13-Zoll-Modell und den MacBook Pros einige Kompromisse eingegangen werden, wer mit einem 11-Zoll-Display bei 1336x768 Pixel allerdings unterwegs zurecht kommt, hat seinen kompakten neuen Begleiter gefunden.

Die restlichen Ausstattungsmerkmal sprechen für sich. Warum Apple auf den MagSafe 2 umgestiegen ist, erklärt sich uns auf den ersten Blick nicht wirklich. Hierzu aber später mehr. Thunderbolt ist inzwischen eine Standard-Schnittstelle für Apple und aufgrund des immer zahlreicheren Zubehörs in Form von externem Speicher und anderer Peripherie dürfte sie in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen. Über den entsprechenden Mini-DisplayPort können auch externe Displays angesteuert werden. Ein 11" MacBook Air lässt sich so auch beispielsweise am Thunderbolt Display mit 2560x1440 Pixel betreiben.

USB 3.0 ist eine längst überfällige Neuerung der aktualisierten MacBook Airs. Apple hat so lange gewartet, bis Intel diese neue Schnittstelle endlich auch in die eigenen Chipsätze integriert hat. Der SDHX-Kartenleser bleibt aus Platzgründen dem 13" MacBook Air vorbehalten. Unterschiede sind auf dem Papier auch bei der Akkulaufzeit auszumachen. Das kleine Modell soll laut Angaben von Apple bis zu fünf Stunden durchhalten, beim 13-Zoll-Modell sollen es bis zu sieben Stunden sein.


Beginnen wir die genauere Betrachtung mit dem 11" MacBook Air:

Apple MacBook Air
11" Apple MacBook Air

Wie bereits erwähnt, hat sich rein äußerlich beim MacBook Air nichts getan. Das Design könnte als schlicht und zeitlos beschrieben werden - viel gibt es dazu nicht zu sagen. Zum Größenvergleich haben wir einmal eine Magic Mouse daneben gelegt.

Apple MacBook Air
11" Apple MacBook Air

Mit einem 11,6-Zoll-Display bei 1336x768 kommt nicht jeder Anwender zurecht. Wer für unterwegs aber den ultramobilen Begleiter sucht, könnte mit dem 11" MacBook Air glücklich werden. Einzig die Reflektionen bei Verwendung außerhalb der eigenen vier Wände kann bei starken Sonneneinstrahlung stören. Keinerlei Einschränkungen müssen bei der Tastatur oder dem Trackpad gemacht werden. Hier bietet Apple die gewohnte Qualität.

Apple MacBook Air
11" Apple MacBook Air - Ansicht links

Auf der linken Seite sind neben dem MagSafe 2 auch einer der beiden USB-3.0-Anschlüsse zu finden. Rechts davon zu sehen sind der Kopfhörer-Anschluss und das eingebaute Mikrofon.

Apple MacBook Air
11" Apple MacBook Air - Ansicht rechts

Ein weiterer USB-3.0-Anschluss befindet sich auf der rechten Seite. Hier hat Apple auch den Thunderbolt-Anschluss untergebracht. An dieser Stelle wird auch einmal mehr deutlich, warum Apple auf eine Ethernet-Anschluss verzichten muss. Aufgrund der Bauhöhe wäre es nicht möglich diesen im Gehäuse unterzubringen. Neben dem USB-Ethernet-Adapter (29 Euro im Apple Store) bietet Apple seit kurzer Zeit auch einen Thunderbolt-Ethernet-Adapter für ebenfalls 29 Euro an, der deutlich höhere Datenraten verspricht.


Weiter geht es mit dem 13" MacBook Air:

Apple MacBook Air
13" Apple MacBook Air

Auch für das 13" MacBook Air gilt: rein äußerlich hat Apple keinerlei Änderungen vorgenommen. Das Unibody-Gehäuse präsentiert sich aus Sicht der Einführung mit dem ersten Modell einmal mehr als richtungsweisend. Die gute Verarbeitungsqualität hat bis heute Bestand.

Apple MacBook Air
13" Apple MacBook Air

Das 13-Zoll-Display mit einer Auflösung von 1440x900 Pixeln reicht für das mobile Arbeiten aus. Wer sich an dem Glossy-Display stört, muss zur Konkurrenz wechseln oder sich einen schattigen Platz suchen. Für die Tastatur und das Trackpad gilt wie bei jedem MacBook: guter Druckpunkt und Hub für die Tasten, das Trackpad sucht noch immer seinesgleichen.

Apple MacBook Air
13" Apple MacBook Air - Ansicht rechts

Auf der rechten Seite befinden sich der Thunderbolt-Anschluss, einer der beiden USB-3.0-Ports und der SD-Kartenleser.

Apple MacBook Air
13" Apple MacBook Air - Ansicht links

Links zu finden sind der MagSafe 2, der weite USB-3.0-Anschluss sowie die Kopfhörer-Buchse. Das integrierte Mikrofon befindet sich ebenfalls an dieser Stelle.


Mit dem neuen MacBook Pro mit Retina-Display und den neuen MacBook-Air-Modellen führte Apple auch den MagSafe 2 ein.

Apple MacBook Air
MagSafe 2

Auch wenn sich an den Netzteilen sowie den Gehäusen der MacBook-Air-Modelle eigentlich nichts getan hat, hat sich Apple dazu entschieden, auch hier den neuen MagSafe-2-Stecker einzuführen. Dieser ist etwas flacher als der Vorgänger und wurde vermutlich auf das MacBook Pro mit Retina-Display hin entwickelt. Um eine Fragmentation bei den Anschlüssen zu vermeiden, muss man diese zunächst einmal in Kauf nehmen. Alte Netzteile lassen sich nicht an die neuen MacBooks anschließen.

Wer sein älteres Netzteil weiter verwenden möchte, kann bei Apple für 10 Euro einen MagSafe-2-auf MagSafe-Adapter bestellen.

Apple MacBook Air
MagSafe 2 (oben) - MagSafe (unten)

Neben der Dicke des Steckers hat sich auch dessen Ausrichtung geändert. Anstatt seitlich weggeführt zu werden, richtet sich das Kabel nun wieder in einem 90°-Winkel zum MacBook. Viele begrüßten den Schritt zur abgewinkelten Variante, warum Apple nun wieder zur früheren Ausrichtung wechselt, ist nicht ganz klar.

Alle neuen Netzteile im Apple Store sollen mit dem neuen MagSafe-2-Stecker versehen sein. Auch die Thunderbolt-Displays sollen zukünftig mit eben diesem ausgestattet sein.


 

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Quickbench - 11" MacBook Air

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Quickbench - 13" MacBook Air

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Spätestens mit dem MacBook Air aus dem Jahre 2011 schaffte es Apple dank der Core-i5-Prozessoren die Performance auf ein Level zu heben, die ein alltägliches Arbeiten möglich machte. Die enormen Fortschritte bei den Prozessoren lassen bei der Office-Arbeit keine Einschränkungen mehr erkennen. Für die neuen 2012er-Modelle verwendet Apple weiterhin das bekannte Design, das man bereits mit den 2009er-Modellen einführte.

Zur Performance gibt es nur Folgendes zu sagen: Sowohl auf CPU- wie auch auf GPU-Seite kann Apple die durch Intel gemachten Fortschritte nutzen und stellt ein durchaus potentes System auf die Beine - all das verpackt in einem schicken, stabilen und hochwertig gefertigten Aluminium-Gehäuse. Leicht verbessert hat sich in diesem Zuge auch die Akkulaufzeit. Zwischen drei und acht Stunden sind je nach Modell und Nutzung möglich. Das 11" MacBook Air hat natürlich das kleinere Volumen und damit die geringere Akkukapazität, aber diese Kompromisse zwischen Baugröße und Laufzeit müssen immer gemacht werden.

Apple MacBook Air
13" Apple MacBook Air

Doch es dreht sich nicht alles bei der Performance um die CPU und GPU. SSDs haben die Arbeitsgeschwindigkeit aller Systeme (egal ob PC oder Mac) verbessert. Das MacBook Air machte seinerzeit den Einstieg in die SSD-Welt, was damals aber noch 800 Euro kostete. Inzwischen verbaut Apple bei den MacBook-Air-Modellen ausschließlich SSDs und diese erreichen inzwischen auch Datenraten von 400 MB pro Sekunde (je nach Benchmark und Setting). Doch man sollte sich vor dem Kauf für eine definitive Konfiguration entscheiden, denn der Arbeitsspeicher ist fest verlötet, bei der SSD gibt es nur einige wenige Hersteller, die ein solches Modell liefern können. Der Aufpreis von vier auf acht GB Arbeitsspeicher ist mit 100 Euro noch hinnehmbar, das Update von einer 256 auf eine 512 GB SSD mit 500 Euro aber schon ein tiefer Griff in das Portemonnaie.

Ins gleiche Horn wie die SSD bläst auch die I/O-Leistung für USB 3.0 und Thunderbolt. Mit einem ADATA USB 3.0-Stick erreicht wir Datenraten von 90 MB pro Sekunde für das Schreiben und 135 MB pro Sekunde für das Lesen. Das macht sich im Alltag gegenüber den 30 MB pro Sekunde bei USB 2.0 deutlich bemerkbar. Thunderbolt spielt seine Rolle inzwischen ebenfalls mehr als gut. Große Datenmengen lassen sich mit 250 MB pro Sekunde lesen und schreiben, Video-Daten können zum Schnitt aber auch einfach auf der externen Festplatte verbleiben.

Beim Display hat sich vom Vorgänger nichts getan, es bleibt also beim 11-Zoll-Modell bei 1366x768 und beim 13-Zoll-Modell bei 1440x900 Pixeln mit TN-Panel. Beim Vergleich gegenüber modernen IPS-Panels macht sich dies deutlich bemerkbar. Das MacBook Air hat inzwischen auch nicht mehr ausschließlich mit den wenig überzeugenden ersten Versuchen der Konkurrenz zu kämpfen, sondern inzwischen mit sehr gut ausgestatteten Ultrabooks mit ebenso modernen Displays - als beispiel sei hier das rundum überzeugende ASUS Zenbook Prime genannt (zum Test).

Ob es nun das 11" MacBook Air oder das 13" MacBook Air sein soll, kann an drei Punkten festgemacht werden:

1. Benötige ich eine Display-Auflösung von mehr als 1366x768 Pixel?
2: Bin ich auf möglichst geringe Abmessungen und Gewicht angewiesen?
3. Reichen mir 5-6 Stunden Akkukaufzeit bei leichter Belastung?

Diese drei Fragen entscheiden übe die Wahl zwischen den beiden Modellen.

Positive Aspekte des 11" MacBook Air:

Negative Aspekte des 11" MacBook Air:

Das 11" MacBook Air beginnt bei Apple zu einem Einstiegspreis von 1049 Euro. Dafür ist dann aber auch nur die kleinste Ausführung mit 64 GB SSD zu haben. Während ein Prozessor-Upgrade nicht unbedingt Sinn macht, sollte man sich dies für Arbeitsspeicher und die SSD genau überlegen.

Positive Aspekte des 13" MacBook Air:

Negative Aspekte des 13" MacBook Air:

Wer sich für ein größeres Display entscheidet und daher zum 13" MacBook Air greifen will, beginnt preislich bei 1249 Euro. Auch hier ist ein Upgrade des Prozessors nicht zwangsläufig notwendig, für SSD und Arbeitsspeicher sollte man sich im Vorfeld festlegen.

Nochmals geht unser Dank an getgoods.de, die uns mit diesem Testsample versorgt haben.