Test: One M73-2O - Preisattraktiv mit GeForce GT 650M

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one m73 2o teaser kelinSeit dem Ivy-Bridge-Launch haben uns vornehmlich teure Gaming-Notebooks erreicht – die Mittelklasse ist noch ein wenig untergegangen. Das wollen wir nun ändern, denn das Notebook One M73-2O kann mit einem niedrigen Preis bei einer ansprechenden Ausstattung aufwarten. So kommt als Grafikeinheit eine NVIDIA GeForce GT 650M zum Einsatz, während als CPU ein Intel Core i5-3210M arbeitet. Wie sich der 17-Zöller in der Praxis schlägt, klärt unser Test.

Der im hohen Norden ansässige Built-to-Order-Hersteller One liefert anders als viele Konkurrenten wie Schenker oder Deviltech nicht nur eigene Barebone-Rechner aus, sondern betreibt auch einen umfangreichen Online-Shop. Wer sich aber gegen einen Rechner von der Stange entscheidet, der hat genau wie bei anderen BTO-Anbietern eine schier endlose Zahl an Konfigurationsmöglichkeiten. Das hat den großen Vorteil, dass das neue Notebook auch wirklich nur die Komponenten besitzt, die benötigt werden – große Anbieter haben zwar meist auch mehrere Konfigurationen eines Geräts im Programm, passt aber keines der verfügbaren Modelle, kann es eng werden. Das passiert bei einem BTO-Anbieter zwar auf keinen Fall, auf der anderen Seite besteht immer die Gefahr, dass der Kunde bei der Konfiguration überfordert ist mit den schier endlosen Möglichkeiten.

Sollte es Fragen zu einem der Produkte geben, das Support-Team von One hilft im Support-Forum unserer Community immer gerne.

Während der Barebone-Markt großflächig von Clevo dominiert wurde, strengt sich mit MSI aktuell ein weiterer Anbieter an, im BTO-Markt Fuß zu fassen – und von dem stammt das Gehäuse des M73-2O, das beispielsweise ein mattes FullHD-Display im 17-Zoll-Format sein Eigen nennt. Während als Prozessor eines der neuen Dual-Core-Ivy-Bridge-Modelle in Form des Intel Core i5-3210M zum Einsatz kommt, wird als GPU eine GeForce GT 650M, also bereits ein Kepler-Modell, genutzt. Damit nicht genug kann das M73-2O mit einer mSATA-SSD als Systemlaufwerk und einer 500 GB fassenden Datenplatte aufwarten.

Mit einem Preis von 1070 Euro erscheint das One M73-2O angenehm günstig. Ob dafür Kompromisse eingegangen werden müssen, klären wir auf den kommenden Seiten.

 


 

Lange Zeit haftete den Barebone-Gehäusen eine schlechtere Verarbeitungsqualität und eine niedrigere Materialgüte an. Gerade Clevo konnte in den letzten Generationen aber merklich aufholen. Ein klein wenig anders sieht es leider bei dem genutzten MSI MS-1756 aus.

One M73-2O

Optisch greift One zur bewährten Farbkombination aus Schwarz und Silber – damit kann man nicht viel falsch machen. Angenehm ist darüber hinaus, dass der Deckel aus einem matten Kunststoff besteht und daher prinzipiell nicht allzu anfällig für Fingerabdrücke ist. Leider erweist sich der gewählte Kunststoff als nicht sonderlich hochwertig – das spürt man beim ersten Anfassen. Da das Material recht dünn ist, drückt sich der Deckel bei etwas Druck zudem merklich durch. Das One-Logo fungiert als einziger Eye-Catcher, ist aber nur geklebt. Hier besteht die Gefahr, dass sich das Logo gerade an den spitz zulaufenden Ecken schnell ablöst. Der ideale ständige Begleiter ist das M73-2O damit nicht – soll ein 17-Zoll-Notebook unseres Erachtens aber auch gar nicht sein.

One M73-2O

Die Materialwahl setzt sich auch dann fort, wenn der Deckel geöffnet wird. So könnte die Materialgüte gerade im Bereich der Handballenauflage gern etwas hochwertiger ausfallen, erweist sich dafür aber zumindest als recht unanfällig gegenüber Fingerabdrücken. Als Eye-Catcher fungiert an dieser Stelle ein silberner Rahmen, der um das Case läuft. Das sieht schick aus und verleiht dem 17-Zöller eine recht hochwertige Optik, was dem Barebone also recht gut tut.

One M73-2O

Im 17-Zoll-Segment gehört das One M73-2O zu den leichteren Gesellen, bringt es doch gerade einmal 3 kg auf die Waage. Zu erklären ist das niedrige Gewicht zumindest zum Teil durch die Materialwahl: Der Kunststoff erscheint nicht besonders dick, was sich natürlich auch auf die Verarbeitungsqualität niederschlägt. Sowohl Materialgüte als auch Verarbeitungsqualität könnten gerne noch etwas hochwertiger ausfallen – aber an irgendeiner Stelle muss man beim aufgerufenen Preis und der hochwertigen Hardware-Ausstattung nun mal Kompromisse eingehen.

 


 

Man darf gespannt sein, wie sich das M73-2O im Kapitel der Eingabegeräte schlägt, wirkt sich eine nicht allzu hochwertige Materialgüte doch meist auch auf das Tipp-Verhalten der Tastatur aus.

One M73-2O

One bedient sich bei der Tastatur an der aktuell beliebten Chiclet-Optik. Die Tasten werden klar voneinander abgesetzt. Da sich One an die gewohnten 15 x 15 mm Auflagefläche bei einem Tastenabstand von 4 mm hält, spricht vieles für ein gewohntes Tippverhalten. Der Druckpunkt der Tastatur fällt angenehm präzise aus und wird von einem nur leicht flexenden Top Case nicht allzu stark beeinflusst. Im Zusammenspiel mit dem nicht allzu langen Hub entsteht so ein angenehmes Tipp-Gefühl, das uns positiv überrascht.

One M73-2O

Etwas unglücklich erscheint, wie zuletzt schon beim MSI GT70 oder aber auch dem Medion X7817, das Tastatur-Layout im Bereich der Entertaste. So wird die Eingabe-Taste im typisch amerikanischen Stil nur halbhoch ausgeführt. Noch dazu fällt die rechte Shift-Taste etwas kleiner aus und das "<"-Symbol ist direkt rechts neben die Leertaste gerutscht. Dafür macht die rechte Pfeiltaste der Numblock-Null ihren angestammten Platz streitig. Von Gaming-Notebooks gewohnt sind wir zudem, dass die linke Windows-Taste fehlt, damit diese im Eifer des Gefechts nicht aus Versehen betätigt wird.

Alles in allem sind dies nach unserem Geschmack doch ein paar Veränderungen zu viel. Der Übergang vom Desktop zum Notebook wird so nur unnötig verkompliziert. Dass es gerade im 17-Zoll-Segment auch besser geht, zeigen viele Konkurrenten.

One M73-2O

Der Grund für alle diese Kompromisse ist der numerische Zahlenblock, der sich auf der rechten Seite befindet. Gerade Anwender, die häufig Office-Programme nutzen, werden die zusätzlichen Tasten schnell zu schätzen lernen. Da der Rahmen der Tastatur allerdings recht breit ist, wäre es hier besser gewesen, die Tasten näher an den Rand laufen zu lassen und den so gewonnenen Platz im Übergang zwischen Haupttastenfeld und Numblock zu nutzen.

One M73-2O

Das Touchpad fällt mit 92 x 55 mm durchschnittlich groß aus und bietet eine ordentliche Performance. Gleitverhalten sowie Präzision stimmen, auch wenn gerade der erste Aspekt von manchen Geräten noch einmal ein Stück besser umgesetzt wird.

 


 

Nachdem wir uns nun ausgiebig mit den Eingabegeräten und dem Gehäuse als solches beschäftigt haben, wollen wir nun einen Blick auf die Anschlussausstattung werfen.

One M73-2O

Auf der linken Seite verbaut One zwei USB-Anschlüsse, die beide über den aktuellen USB 3.0-Standard verfügen. Für die Bildausgabe zeichnet sich ein HDMI-Port verantwortlich, keine Angst, VGA ist an anderer Stelle auch noch vorhanden. Speicherkarten können von einem 6-in-1-Reader gelesen werden, der direkt an der Front sitzt. Zwischen den USB-Ports und dem Card-Reader gibt es darüber hinaus auch noch zwei Klinke-Buchsen – einen Aus- und einen Eingang.

One M73-2O

Da One das Display hinter das Gehäuse klappen lässt, bleibt die Rückseite frei von Anschlüssen. Das sieht zwar schick aus, gerade bei einem Desktop-Replacement-System hätten wir uns aber doch die ein oder andere rückwärtige Buchse gewünscht, da der Schreibtisch so wesentlich geordneter aussieht.

One M73-2O

Auf der rechten Seite wird der meiste Platz vom optischen Laufwerk, in diesem Fall einem DVD-Brenner eingenommen. Eingerahmt wird das Laufwerk von zwei USB-Ports, die auf dieser Seite allerdings nur über den 2.0-Standard verfügen. Abgerundet wird das Panel von den obligatorischen RJ45- und VGA-Buchsen.

Drahtlos beherrscht das One M73-2O mit WLAN nach den Standards B, G und N sowie Bluetooth 4.0 die aktuell relevanten Standards. Kabelgebunden steht natürlich Gigabit-LAN zur Verfügung. In dieser Disziplin müssen also keine Einschränkungen in Kauf genommen werden.

 


 

Kamen bislang die meisten unserer Ivy-Bridge-Testkandidaten Quad-Core-Prozessoren zum Einsatz (zum Launch-Artikel), ist das One M73-2O neben dem ASUS Zenbook Prime UX31A (zum Test) eines der ersten Dual-Core-Geräte. Nimmt man es genau, sogar das erste, denn beim Zenbook kommt natürlich ein Low-Voltage-Prozessor zum Einsatz.

One M73-2O

Das One M73-2O wird von einem Intel Core i5-3210M befeuert, bei dem es sich um ein Dual-Core-Modell der aktuellen Ivy-Bridge-Geneation handelt. Gefertigt wird der 2-Kerner also bereits im fortschrittlichen 22-nm-Verfahren. Das hindert Intel aber auch im Dual-Core-Bereich nicht daran, an den gewohnten TDP-Grenzen festzuhalten – entsprechend besitzt das verbaute Modell also eine TDP von 35 Watt. Darauf holt Intel einen Grundtakt von 2,5 GHz, der sich in klassischer Turbo-Manier kurzzeitig auf bis zu 3,1 GHz steigern kann, wenn einmal nur einer der beiden Kerne genutzt wird. Natürlich ist auch Intels Hyper-Threading-Technik wieder einmal mit von der Partie, sodass der Prozessor trotz nur zweier Kerne vier Threads bearbeiten kann. Der L3-Cache liegt bei 3 MB. Darüber hinaus ist natürlich auch beim Intel Core i5-3210M Intels neue HD4000-Grafik integriert. Die besitzt einen Grundtakt von 650 MHz und läuft im Turbo mit bis zu 1200 MHz.

One M73-2O

Als GPU setzt One auf NVIDIAs aktuelle Mittelklasse, die GeForce GT 650M. Anders als es bei den darüber positionierten Modellen GeForce GTX 670M und GTX 675M der Fall ist, setzt NVIDIA bei der Mittelklasse schon auf die Kepler-Architektur, die dank der Fertigung in 28 nm Strukturbreite wesentlich energieeffizienter als der Vorgänger arbeitet. Die GeForce GT 650M kann 384 Shader-Einheiten in die Waagschale werfen. Da Alienware die GDDR5-Version verbaut, taktet der Chip mit 735 MHz (bei der DDR3-Variante, die es ebenfalls gibt, sind es 850 MHz). Der Speichertakt beläuft sich auf 900 MHz, angebunden werden die GDDR5-Chips, die es auf insgesamt 2 GB bringen, über ein 128 Bit breites Interface.

Abgerundet wird das Hardware-Portfolio von 8 GB an Arbeitsspeicher, was vollkommen ausreichend ist, und einem dualen Storage-System. So setzt One, wie es aktuell zum guten Ton gehört, auf eine SSD als Systemlaufwerk. Es stehen 128 GB zur Verfügung, was für eine Systeminstallation und das ein oder andere Spiel oder eine Applikation voll und ganz ausreichend ist. Wer darüber hinaus größere Datenmengen verstauen möchte, der kann auf das ebenfalls verbaute mechanische Laufwerk mit 500 GB zurückgreifen. Als optisches Laufwerk kommt ein DVD-Brenner zum Einsatz, was in diesem Preissegment vollkommen ausreichend ist.

Hier sei allerdings noch einmal angemerkt, dass es sich bei unserer Konfiguration des One M73-2O um eine beispielhafte Zusammenstellung handelt – im Online-Konfigurator sind zahlreiche weitere Hardware-Konfigurationen möglich. Das uns vorliegende Setup erscheint uns aber aus Preis-Leistungssicht als überzeugend.

One M73-2O
Hardware 
Prozessor: Intel Core i5-3210M
Prozessor - Grundtakt: 2,5 GHz
Prozessor - Turbotakt: 3,1 GHz
Prozessor - Fertigung 22 nm
Prozessor - Cache 3 MB
Arbeitsspeicher 8 GB - DDR3
Grafikkarte NVIDIA GeForce GT 650M
Grafikkarte - Grafikspeicher 2 GB
Festplatte

1x128 GB + 1x 500 GB

Festplatte - Geschwindigkeit SSD + HDD
Optisches Laufwerk DVD-Brenner
Monitor 
Display - Diagonale: 17,3 Zoll
Display - Auflösung: 1920 x 1080
Display - 3D-fähig: nein
Display - Glare-Type: nein
Display - LED: ja
Eingabegeräte 
Tastatur - Tastengröße: 15 x 15 mm
Tastatur - Tastenabstand: 4 mm
Tastatur - Anzahl der Tasten: 102
Tastatur - Numblock: ja
Touchpad - Multitouch: nein
Trackstick: nein
Tablet-PC: nein
Anschlüsse 
HDMI: 1
DVI: -
DisplayPort: -
VGA: 1
USB 2.0: 2
USB 3.0 2
Firewire -
eSATA: 1
Audio: Line-Out / Line-in
Gehäuse 
Akku: 49 Wh
Material: Kunststoff
Abmessungen: 417 x 269 x 39 mm
Preis und Garantie 
Preis: ca. 1070 Euro
Garantie: 24 Monate

 


 

Nach dieser Hinführung sind wir nun gespannt, wie das One M73-2O performt, denn bekanntlich können BTO-Systeme gerade in dieser Disziplin überzeugen.

Cinebench 11

7-Zip

Der verbaute Intel Core i5-3210 kann natürlich nicht mit den 4-Kernern mithalten, liefert aber dennoch eine überzeugende Leistung ab. Gemessen an der Vorgänger-Generation wird in etwa i7-Niveau erreicht. Sollten nicht allzu extreme Anwendungen auf dem Programm stehen, sollte das von One verbaute Modell auf jeden Fall für alle normalen Nutzungsszenarien mehr als ausreichend sein und sich vermutlich noch immer in den allermeisten Fällen langweilen.

HDD Durchsatz

HDD Zugriff

Speicherdurchsatz

Der Speicherdurchsatz befindet sich für eine Dual-Core-CPU auf einem hohen Niveau – wirkliche Unterschiede sind in dieser Disziplin aber ohnehin nur in den wenigsten Fällen bemerkbar. Ein wenig mehr hätten wir uns von der SSD erwartet, denn die liefert nur eine durchschnittliche Performance. Die Leistung ist zwar in der Praxis mehr als ausreichend, gerade aktuelle High-End-SSDs bieten aber eine deutlich höhere Leistung.

PC Mark 7

Die Performance im PC-Mark kann überzeugen und spiegelt gut die Leistung der verbauten Komponenten wider – gemessen am Preis eine erstklassige Leistung.

 


 

Natürlich wollen wir auch einen Blick auf die Gaming-Leistung werfen, schließlich hat die NVIDIA GeForce GT 650M bereits beim Alienware M14x (zum Test) bewiesen, dass sie ordentlich Wumms besitzt.

3D Mark 11

Call of Juarez

Streetfighter Benchmark

Resident Evil 5

Stalker Benchmark

Die Tests zeigen recht deutlich: die GeForce GT 650M bietet eine ordentliche Leistung,gelangt bei der hohen nativen Auflösung hohe Qualitätseinstellungen aber langsam an die Grenzen.. Hier wird man nicht darum herumkommen auf eine niedrige Auflösung umzuswitchen, was allerdings kein Problem ist, denn der verbaute Monitor interpoliert recht gut.

 


 Subjektive Bewertung + iColor Display

Das M73-2O ist der beste Beweis dafür, dass Glare-Displays ihren Zenit überschritten haben. Waren bis vor kurzem gerade im Consumer-Segment spiegelnde Monitor-Oberflächen noch klar in der Überzahl, kommen nun wieder mehr Geräte auf den Markt, die mit einer matten Oberfläche aufwarten können. Das gilt allerdings vornehmlich für den Online-Markt, denn im Channel sehen die Glare-Displays schlichtweg beeindruckender aus.

One M73-2O

So kommt also das One M73-2O mit einem matten 17-Zoll-Panel daher, das die FullHD-Auflösung vorweisen kann. Gemessen daran, dass wir uns nicht im High-End-Segment bewegen, eine stattliche Leistung, die sich rundum positiv auf den Alltag auswirkt. Bereits bei zahlreichen Geräten konnte die Kombination aus 17-Zoll-Diagonale und 1920 x 1080 Bildpunkten beweisen, dass sie ideal ist. Die Darstellung ist weder zu groß, noch zu klein, sodass die Augen nicht allzu schnell ermüden. Auf der anderen Seite passt aber eine ganze Menge auf den Desktop – ein Luxus, an den man sich schnell gewöhnt.

Die Darstellung kann weitestgehend als überzeugend eingestuft werden. Die Farben werden neutral dargestellt, was sich gerade für Anwender anbietet, die auch einmal ein Bild nachbearbeiten wollen. Nicht allzu groß fallen die Blickwinkel aus, sowohl vertikal als auch horizontal verfälschen sich die Farben, schon bei kleineren Blickwinkeländerungen gibt es Unterschiede bei der Farbdarstellung. Das stört im normalen Einsatz zwar kaum, da die normalen Blickwinkel, die eine Person vor dem Notebook einnimmt, abgedeckt werden, wer aber einmal mit mehreren Personen einen Film genießen will, schaut schnell in die Röhre.

Ausleuchtung

Ausleuchtung

Angenehm sind die hohe Helligkeit und der sehr hohe Kontrast. Im Zusammenspiel mit dem matten Display steht so dem Outdoor-Einsatz nichts mehr im Wege. Auch wenn ein 17-Zöller wohl sicherlich – und wenn nur dem eigenen Rücken zuliebe – nicht immer umhergeschleppt werden sollte, der Einsatz auf Terrasse oder Balkon ist so problemlos möglich.

Messergebnisse:

Ausleuchtung

 

Ausleuchtung

Maximale Helligkeit

Kontrastwert

Die Messergebnisse können beinahe durch die Bank überzeugen. Das Display ist sehr hell und bietet einen hohen Kontrastumfang. Hier könnte sich so manches Premium-Geräte gerne eine Scheibe abschneiden. Einzig bei der Helligkeitsverteilung müssen minimale Abstriche in Kauf genommen werden, was bei der hohen maximalen Helligkeit nicht überrascht. In der Praxis sind die Unterschiede aber kaum zu erkennen und fallen nur bei sehr dunklen und homogenen Hintergründen auf – und die gibt es in der Praxis bekanntlich kaum.

 


 

Temperatur-Entwicklung:

Temperatur Oberseite

Temperatur Unterseite

Wie aktuell so oft, gibt es hinsichtlich der Temperatur-Entwicklung an der Gehäuse-Oberseite kaum etwas auszusetzen. Das One M73-2O bleibt im Idle-Betrieb stets angenehm kühl. Unter Last erreicht die Unterseite zwar an manchen Stellen Werte jenseits der 50 Grad, bedenklich ist das nicht, höchstens ein wenig unangenehm, wenn das Notebook auf den Oberschenkeln betrieben wird. Das sollte bei einem 17-Zöller aber äußerst selten vorkommen.

Lautstärke-Entwicklung:

Lautstärke Idle

Lautstärke Load

Geht es um die Lautstärke, kann sich das One M73-2O positiv in Szene setzen. Der 17-Zöller ist im Idle nur selten hörbar und wird auch im Volllast-Betrieb mit 43,2 dB nicht übertrieben laut. Hier harmonieren das Luftvolumen und die Tatsache, dass lediglich Komponenten der Mittelklasse verbaut werden, recht gut.

Throtteling:

Passend zu dieser Vorstellung erweist sich unsere Testkonfiguration als unproblematisch hinsichtlich Throtteling-Problemen. Die sind in Zeiten von Ivy Bridge erfreulicherweise weniger geworden, aber wie unser Test des MSI GT70 (zum Test) zeigt, noch nicht verschwunden.

 


 

Akkulaufzeit:

Akkulaufzeit - Idle

Akkulaufzeit Load

Nicht unbedingt eine Meisterleistung liefert das One M73-2O im Bereich der Akkulaufzeit ab. Im Idle-Betrieb ist bereits nach rund drei Stunden Schluss, unter Last verkürzt sich die Laufzeit noch einmal deutlich auf weniger als 90 Minuten.

Hier macht sich klar bemerkbar, dass der verbaute Akku lediglich eine Kapazität von 49 Wh vorweisen kann.

Stromverbrauch:

Akkulaufzeit Load

Akkulaufzeit Load

 

Gemischte Gefühle hinterlässt auch der Stromverbrauch. Im Idle konnten wir 20,2 Watt messen, was man für einen Dual-Core-Prozessor einen recht ordentlichen Appetit nennen kann. Daher liegt der Verdacht nahe, dass Optimus vom MSI-Barebone nicht unterstützt wird. Unter Last erreichten wir eine maximale Aufnahme von 98,4 Watt, was angemessen erscheint.

 


 

Ones M73-2O ist ein weitestgehend schnörkelloses Notebook, das mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis und und einem überzeugenden Display zu gefallen weiß, dem eine etwas höhere Materialgüte aber nicht schaden würde.

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One greift bei seinem M73-2O auf einen MSI-Barebone zurück. Der sieht vergleichsweise schick und gleichzeitig unauffällig aus, hat aber hinsichtlich Materialgüte und Verarbeitungsqualität zu kämpfen. So wirkt gerade der verwendete matte Kunststoff nicht sonderlich hochwertig und gibt schon bei mäßigem Druck auf den Deckel nach. Wer das M73-2O hauptsächlich als Desktop-Replacement-System betreiben möchte, wird sich hier aber weniger stören. Gerade die aktuellen Clevo-Geräte können in diesem Kapitel mit einer deutlich höheren Materialgüte aufwarten. Zu gefallen weiß das Anschlussportfolio, denn alle wichtigen Buchsen sind vorhanden.

Leider wirkt sich die Materialgüte auch auf das Top Case aus, das recht stark flext – das wiederum wirkt sich nicht allzu positiv auf den Druckpunkt aus. Noch störender ist unseres Erachtens aber das stark veränderte Tastatur-Layout im Bereich der Enter-Taste. Das verlängert die Eingewöhnungszeit nur unnötig und ist ärgerlich, da auf dem Case im Grunde genommen genügend Platz gewesen wäre.

Zu gefallen weiß die Leistung der verbauten Komponenten. Der genutzte 2-Kerner harmoniert gut mit der verbauten GeForce GT 650M. Gemessen am Preis wird so eine erstklassige Gaming-Performance erreicht. Da One allerdings ein FullHD-Panel verbaut, wird es bei aktuellen Games eng mit dem Zocken in der nativen Auflösung. Da das Panel aber gut interpoliert, gibt es an dieser Stelle keine echten Probleme. Schön ist die Kombi aus SSD und HDD. Zwar könnte die SSD gerne einen etwas höheren Durchsatz bewerkstelligen, das macht sich im Grunde genommen aber nur in Benchmarks bemerkbar, denn in Windows fühlt sich das System jederzeit flüssig und smooth an.

Ein kleines Highlight stellt das verbaute Display dar. Das 17-Zoll-Panel kann die FullHD-Auflösung vorweisen und besitzt eine matte Oberfläche. Noch dazu ist das gute Stück ausgesprochen hell und kontrastreich, sodass auch dem Outdoor-Einsatz nichts mehr im Wege steht. Einzig die Blickwinkel könnten ein wenig stabiler sein, da wollen wir aber einmal drüber hinwegsehen.

Die Temperatur-Entwicklung geht trotz mancher recht warmer Stellen in Ordnung. Die Akkulaufzeit fällt aber gerade im Idle etwas zu kurz aus, auch wenn das M73-2O sicherlich kein Immerdabei-Gerät ist. Hier macht sich die Kombination aus einem kleinen Akku und einem vergleichsweise hohen Idle-Stromverbrauch bemerkbar. Letzterer resultiert daraus, dass das Barebone leider nicht NVIDIAs erstklassige Optimus-Technik unterstützt.

Kann man über die schlechte Materialgüte und die gewöhnungsbedürftige Tastaturaufteilung hinwegsehen, erhält man bei One viel Notebook fürs Geld, denn sowohl die gebotene Leistung als auch das Display können überzeugen.

Positive Aspekte des One M73-2O:

Negative Aspekte des One M73-2O: