Test: ASUS VX7 - Lamborghini-Notebook mit GTX 460M samt 3 GB Grafikspeicher

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asus_vx7_teaserFür alle Notebook-User, die der Meinung sind, dass es einmal nötig wäre, von markigem Motorensound beim Starten des Notebooks begrüßt zu werden, hat ASUS das neue VX7 im Programm, das die jüngste Inkarnation der Zusammenarbeit mit Lamborghini darstellt. Mit einer High-End-Ausstattung, bestehend aus GeForce GTX 460M mit 3 GB V-RAM, einem Intel Core i7-2630QM und nicht zuletzt 16 GB an Arbeitsspeicher soll der 15,6-Zöller auf dem Benchmark-Parcours eine ähnlich überzeugende Performance abliefern wie die Sportwagen-Paten auf der Rennstrecke – ob das Vorhaben auch in der Praxis gelingt? Wir haben das VX7 auf unsere Testrennstrecke gebeten.

 

ASUS VX7 Deckel

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Während Acers Zusammenarbeit mit Ferrari in den letzten Jahren wieder eingeschlafen ist, erfreut sich die nun schon länger andauernde Kooperation von ASUS und Lamborghini eines anhaltenden Interesses beider Seiten. Zwar erscheinen neue Geräte nicht ganz so häufig, in regelmäßigen Abständen erfreut uns das Gespann aber mit neuen Geräten. Das VX7, das erstmalig auf der CES 2011 in Las Vegas zu sehen war, basiert dabei auf ASUS‘ hervorragendem G53SW [zum Test], das mit einem hochwertigen Gehäuse und einem erstklassigen Kühlkonzept zu gefallen weiß und sicherlich zu den besten Gaming-Geräten gehört, die aktuell am Markt verfügbar sind. Um als echtes Lamborghini-Notebook durchzugehen, reicht es aber natürlich nicht, auf ein bestehendes Design ein zusätzliches Lamborghini-Logo „zu pappen“ – etwas mehr Exklusivität muss schon sein. So erhält das Gehäuse ein dezentes Upgrade samt Leder-Handballenauflage und kehrt dem Stealthlook den Rücken.

Aber auch bei der Hardware gab es das ein oder andere – wenn auch dezente – Upgrade. So verlässt sich ASUS (im Grunde genommen) wieder einmal auf die aktuellen Standard-Komponenten im Gaming-Bereich und setzt als CPU einen Intel Core i7-2630QM ein, der aktuell im Grunde genommen bei jedem Quadcore-Notebook wiederzufinden ist. Auch bei der GPU gibt es keine allzu große Abweichung vom aktuellen Standard im gehobenen Gaming-Segment, denn es wird eine GeForce GTX 460M eingesetzt. Dass auch die genügend Wumms hat, um Gamer glücklich zu machen, hat die GPU nicht erst einmal gezeigt. So kommen das ASUS G73SW [zum Test] und das ASUS G53SW [zum Test], genau wie das Medion Erazer X6813 [zum Test], das Alienware M17x R3 [zum Test] oder das Toshiba X500-167 [zum Test] vordergründig mit der gleichen Kombination daher. Eine kleine Schönheitskorrektur gibt es aber beim Grafikspeicher: Entgegen der normalerweise genutzten 1,5 GB kommt beim VX7 ein Modell mit 3 GB zum Einsatz. Wie es auch bei dedizierten Grafikkarten der Fall ist, stellt sich die Frage, ob vom zusätzlichen Grafikspeicher wirklich etwas zu merken ist. Mit mehr Volumen wurde aber auch der Arbeitsspeicher bedacht, der es nun auf üppige 16 GB bringt.

Wie es bei den namensgebenden Rennwagen der Fall ist, gehört auch das VX7 preislich zur Oberklasse. Knappe 2000 Euro müssen investiert werden – das ist eine ganze Menge, insbesondere dann, wenn man bedenkt, dass Medions Erazer X6813 bereits für rund 1150 Euro zu haben ist.

 


Im Groben haben wir die Luxus-Ausstattung des VX7 bereits skizziert, nun wollen wir die verbauten Komponenten aber noch einmal im Detail vorstellen. Eines steht aber bereits jetzt fest: mit zu niedrigen Frameraten wird man wohl nur äußerst selten zu kämpfen haben.

Toshiba X500-167 Deckel

Als CPU setzt ASUS bei unserem Testmuster (wie so viele andere Hersteller auch) auf den i7-2630QM, bei dem es sich aktuell um das kleinste Quadcore-Modell der neuen Generation handelt. Gefertigt wird die CPU wie alle Sandy-Bridge-Modelle in 32 nm. Die vier Kerne werden mit 2,0 GHz getaktet. Der maximale Takt bei der Auslastung nur eines Kerns liegt bei 2,9 GHz. Bei zwei genutzten Kernen kann die CPU kurzzeitig auf 2,8 GHz beschleunigt werden und bei allen vier Kernen bleiben noch 2,6 GHz übrig. Wie bei Sandy Bridge üblich, ist in Form der Intel HD Graphics 3000 auch eine GPU integriert. Diese besitzt einen Kerntakt von 650 MHz, der Speicher wird mit 1100 MHz betrieben. Interessanterweise gibt es zudem das Modell i7-2635QM, das sich lediglich im Speichertakt der GPU um 100 MHz vom hier genutzten i7-2630QM unterscheidet – ob es da wirklich ein weiteres Modell gebraucht hätte? Die TDP der CPU beträgt 45 Watt, was der Standard bei den 4-Kernern ist (einzig die Extreme Edition verpulvert noch einmal zehn zusätzliche Watt). Da unsere internen Tests gezeigt haben, dass aktuell auch die schnellste Mobile-GPU in Form der NVIDIA GeForce GTX485 den i7-2630QM limitiert, kann dem kleinen Vier-Kerner auf jeden Fall das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zugesprochen werden, denn auch bei CPU-lastigen Aufgaben entstehen sicherlich keine unnötigen Wartezeiten. Entsprechend ist davon auszugehen, dass wir gerade die CPU in den kommenden Monaten in sehr vielen Notebooks vorfinden werden.

Toshiba X500-167 Deckel

Analog zu den Desktop-Modellen ist die GTX 460M im 40-nm-Verfahren gefertigt. Dass dies gerade bei den ersten Fermi-Desktop-Modellen nichts am exorbitant hohen Stromverbrauch ändern konnte, haben die Reviews gezeigt (zum ausführlichen Hardwareluxx-Review). Da kann man nur hoffen, dass es NVIDIA bei den Desktop-Varianten ein wenig besser hinbekommen hat – die Hoffnung besteht aber, denn für die GTX 460M wird ein GF106-Chip ausgelesen. Der konnte zumindest in der Desktop-Variante mit akzeptablen Verbrauchswerten bei der GeForce GTS 450 punkten. Der Kerntakt liegt bei 675 MHz, die Shader werden entsprechend mit 1350 MHz befeuert. Gegenüber dem normalen Modell wurde der Grafikspeicher noch einmal ordentlich aufgebohrt. Die ohnehin schon üppigen 1,5 GB werden nun auf 3 GB aufgestockt, der Takt liegt noch immer bei 625 MHz. Es ist allerdings davon auszugehen, dass sich die Unterschiede in der Praxis in Grenzen halten werden. Insgesamt stehen 24 ROPs und 192 Unified Shader zur Verfügung. Wie sich insbesondere der größere Speicher auf die Benchmarks auswirkt, das werden wir im weiteren Verlauf dieses Tests sehen.

Werfen wir einen Blick auf das Speichersegment, finden wir Superlative an allen Ecken und Enden. Der Arbeitsspeicher wird direkt mit 16 GB ausgestattet – ob das wirklich einen merklichen Vorteil bringt ist fraglich, im direkten Vergleich mit einem 8 GB-System werden dem Nutzer wohl nur selten merkliche Vorteile auffallen. Auf der anderen Seite ist das System so aber ein gutes Stück zukunftssicherer als die meisten anderen Notebooks und gerade wenn es einmal an die Grafikbearbeitung geht, gilt bekanntlich, dass schlichtweg nicht genügend Speicher vorhanden sein kann. Auch Speicherplatz ist im Überfluss vorhanden, denn ASUS verbaut direkt zwei 750 GB fassende HDDs, was insgesamt 1,5 TB bedeutet - da sollte es auch mit mittelgroßen Mediensammlungen keine Probleme geben. Leider wird aber nicht die Möglichkeit geboten, die Laufwerke im RAID-Modus zu kombinieren. Die meisten Anwender würden dies zwar vermutlich gar nicht nutzen, die Option sollte allerdings dennoch geboten werden. Gemessen am Preis wäre es aber durchaus auch denkbar gewesen, eine SSD als Systemlaufwerk zu verbauen. Abgerundet wird dieser Punkt von einem Blu-ray-Laufwerk, wie es in der Luxusklasse heute zum guten Ton gehört.

Das Display im 15-Zoll-Format besitzt ein TN-Panel mit der FullHD-Auflösung (1920 x 1080 Pixel). Für einen 15-Zöller ist das bereits recht hochauflösend, geht unserer Meinung nach aber voll und ganz in Ordnung und bietet in erster Linie eine ganze Menge Platz auf dem Desktop, was insbesondere Office-User erfreuen wird. Für die Hintergrundbeleuchtung ist natürlich ein LED-Backlight verantwortlich – eine normale CCFL-Beleuchtung findet man heute aber ohnehin nur noch in den seltensten Fällen.

ASUS VX7 Akku

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Der Akku ist normal dimensioniert und bietet 5200 mAh bzw. 74 Wh. Das sollte bei der verbauten Hardware für ansprechende Laufzeiten sorgen, wie man sie in der Vergangenheit nur selten bei Gaming-Notebooks vorgefunden hat. Im Gegenzug ist aber auch klar, dass kein 15-Zöller mit einem Gewicht von rund 3,5 kg in die Klasse ultramobil fallen wird – rudimentäre Laufzeiten sind damit in unseren Augen vollends in Ordnung.

Umfangreich gestalten sich die Kommunikationsmöglichkeiten des 15-Zöllers. Neben kabelgebundenem Gigabit-LAN steht WLAN nach den Standards B, G und N zur Verfügung. Auch an Bluetooth wurde gedacht, das bereits in der aktuellen 3.0-Variante ausgeführt wird. Verzichten muss der Anwender so einzig auf die Integration eines UMTS-Modems.

ASUS VX7

Hardware  
Prozessor: Intel Core i7-2630QM
Prozessor - Takt:

Grundtakt: 2,0GHz

Prozessor - Fertigung: 32 nm
Prozessor - Cache:

L3-Cache: 6 MB

Chipsatz: Intel HM65
Arbeitsspeicher: 16 GB - DDR 3
Grafikkarte: NVIDIA GeForce GTX 460M
Grafikkarte - Grafikspeicher: 3 GB
Festplatte:

2x 750 GB

Festplatte - Geschwindigkeit: 7200 rpm
Laufwerk: Blu-ray
Monitor  
Display - Diagonale: 15,6 Zoll
Display - Auflösung: 1920 x 1080 Pixel
Display - 3D-fähig: nein
Display - Glare-Type: ja
Display - LED: ja
Eingabegeräte  
Tastatur - Tastengröße: 15 x 15 mm
Tastatur - Tastenabstand: 4 mm
Tastatur - Anzahl der Tasten: 103
Tastatur - Numblock: ja
Touchpad - Größe: 70 x 43
Touchpad - Multitouch: ja
Trackstick: nein
Tablet-PC: nein
Anschlüsse  
HDMI: 1
DVI: -
DisplayPort: -
VGA: 1

USB 2.0:

3
USB 3.0: 1
FireWire: -
eSATA: -
Audio: Line-out / Mic
Gehäuse  
Akku: 5200 mAh / 74 Wh
Material: Kunststoff
Gewicht: 3,2 kg
Abmessungen:

420 x 322 x 40 mm

Preis und Garantie  
Preis: ca 1980 Euro
Garantie 24 Monate

 



 

ASUS VX7 Front

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Bereits auf den ersten Blick fällt auf, dass das VX7 auf der beliebten Gx3-Serie basiert, auch wenn es ASUS und den Mannen von Lamborghini gelingt, durchaus eigene Akzente zu setzen. So musste der Stealthlook einem Glossy-Kleid weichen, das wahlweise in Schwarz oder Orange verfügbar ist. Das sieht in Kombination mit zusätzlichen Abrisskanten natürlich extrem nobel und schick aus, ist aber leider recht anfällig gegenüber Fingerabdrücken und Kratzern. Bei einem Design-Gerät wie dem VX7 lassen wir hier einmal Schönheit vor Vernunft ergehen. Außerdem ist davon auszugehen, dass das VX7 wohl nicht allzu häufig herumgetragen werden wird.

ASUS VX7 Seite Links

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Auf der linken Seite wird er meiste Platz vom verbauten Blu-ray-Laufwerk eingenommen. An der Front bleibt aber trotzdem noch ein Plätzchen für zwei USB-Anschlüsse im 2.0-Format. Zudem ist hier eine weitere Abweichung vom G53SW zu erkennen. Werden bei der G-Serie nur rückwärtige Luftauslässe genutzt, hat ASUS bei seinem Lamborghini-Notebook auf den beiden Seitenpanels im hinteren Bereich des Gehäuses. Möglicherweise hängt dies mit der zusätzlichen Abwärme des größeren Grafikspeichers zusammen.

ASUS VX7 Rückseite

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Auch ein schöner Rücken kann entzücken – das gilt beim VX7 mehr als bei den meisten anderen Notebooks. Im geschlossenen Zustand kann unserem 15-Zöller eine gewisse Ähnlichkeit zum Heck eines Sportwagens des Herstellers nicht abgesprochen werden, was durch das Logo in der Lamborghini-Schriftart und stilisierten Heckleuchten sicherlich bestärkt wird. Wie bei den G-Gamern bleibt auch beim VX7 die Rückseite frei von Anschlüssen, was mit der besonderen Kühllösung zusammenhängt.

ASUS VX7 Seite rechts

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Auf der rechten Seite werden also die meisten Anschlüsse untergebracht. ASUS bietet zwei weitere USB-Buchsen, von denen lediglich eine als 3.0-Variante ausgeführt wurde – eine zweite hätte es nach unserem Geschmack schon sein dürfen. Zur Bildausgabe werden mit HDMI und VGA die aktuell üblichen Anschlüsse geboten sodass hier keine Wünsche offen bleiben. Abgerundet wird die Anschlussausstattung von einer RJ45-Buchse und dem Stromanschluss. Der hintere Teil des Panels wird auch hier von zusätzlichen Lüftungsschlitzen eingenommen.

 



 

ASUS VX7 geöffnet

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Im geöffneten Zustand gilt erneut: eine Verwandtschaft zum G53 ist nicht von der Hand zu weisen, allerdings wurde das VX7 auch hier deutlich nobler getrimmt. Matten Kunststoff sucht man nun auch hier vergebens. Stattdessen kommen viele Glossy-Oberflächen zum Einsatz: die Tastatur und der Monitor werden entsprechend eingerahmt. Erfreulicherweise entscheidet man sich bei der Handballenauflage aber für einen anderen Weg. Anstelle des glänzenden Kunststoffs wird hier edles Leder verbaut. Das sieht nicht nur luxuriös aus und unterstreicht damit den Anspruch eines Lamborghini-Notebooks, sondern fasst sich noch dazu extrem hochwertig an, ohne innerhalb von kürzester Zeit „gegrabbelt“ auszusehen.

ASUS VX7 Tastatur

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ASUS VX7 Numblock

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Bei der Tastatur verlässt sich ASUS auf sein aktuelles Standard-Layout. Das Chiclet-Keyboard besitzt Tasten im Format 15 x 15 mm (der Abstand beläuft sich auf 4 mm) und konnte sich in der Praxis schon mehrfach beweisen. Wie es bei immer mehr 15-Zoll-Designs zum guten Ton gehört, hat sich ASUS dazu entschlossen, auch einen numerischen Zahlenblock zu integrieren. Das ist im Office-Betrieb praktisch, geht bei einem 15-Zöller aber nicht ohne Einschränkungen vonstatten: die Tasten fallen im Bereich des Zahlenblocks kleiner aus, zudem muss sich die „0“ ihren normalen Platz mit der rechten Pfeiltaste teilen.

Auch wenn die Tasten im Allgemeinen ein angenehmes Tippgefühl vermitteln, so lässt der Druckpunkt doch die gewünschte Präzision vermissen. Erklären lässt sich dies durch ein leichtes Nachgeben des Top-Cases. Hier hätten wir uns bei einem Luxus-Notebook noch etwas mehr Stabilität gewünscht, auch wenn es sich hier ohne Frage um „Jammern auf hohen Niveau“ handelt.

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Der Mausersatz ist etwas kleiner als beim G53 und sitzt noch etwas weiter vertieft im Top-Case, was aber nicht weiter störend ist. Etwas fraglich ist hingegen, ob die Nutzung einer Glossy-Oberfläche gerade beim Touchpad eine so gute Idee ist, schließlich sieht das schicke VX7 so viel zu häufig sehr angetatscht aus – die Gleiteigenschaften sind auf diese Weise aber hervorragend.

ASUS VX7 Soundsystem

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ASUS VX7 Shortkey ASUS VX7 Shortkey

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Zwischen Tastatur und Monitor gibt es ein weiteres Lamborghini-Logo. Während sich direkt dahinter das Boxensystem befindet, wurden links und rechts weitere Tasten untergebracht.
Alles in allem hinterlässt das hervorragend verarbeitete Gehäuse des VX7 einen hochklassigen und noblen Eindruck, einzig die leicht flexende Tastatur möchte nicht so recht zu diesem Luxus-Charme passen.

 


Im direkten Vergleich muss sich ASUS‘ Lamborghini-Notebook mit seinem Bruder im Geiste, dem G53SW beweisen, dass in vielen Bereichen stark an das VX7 erinnert, aber mit einem kleineren Arbeitsspeicher und einem halbierten Grafikspeicher auskommen muss – beides sind jedoch Bereiche, die sich auf die Benchmarks nur bedingt auswirken dürften – ob dem wirklich so ist, werden wir auf den kommenden Seiten sehen. Als zweiten Testkandidaten bitten wir das Schenker Notebooks P701 in den Ring, das nur knapp teurer ist, dafür aber eine schnellere GPU, eine minimal flottere CPU und eine SSD bieten kann – da erscheint der Aufpreis von rund 250 Euro gerechtfertigt.

 

ASUS_G60J_Uni1280_DX10

ASUS_G60J_Uni1280_DX10

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Wie nicht anders zu erwarten war, kann sich das P701 hier an die Spitze setzen, während unsere beiden i7-2630QM-Geräte in etwa auf einem Niveau liegen. Das VX7 kann sich im Cinebench 11 ein klein wenig absetzen, was am größeren Speicher liegen könnte.

 



 

ASUS_G60J_Uni1280_DX10

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Klare Sache: in dieser Disziplin kann sich das P701 dank der genutzten SSD mehr als deutlich an die Spitze setzen. Allerdings liefern die Festplatten von VX7 und G53SW im Bereich der mechanischen HDDs eine erstklassige Leistung ab, die keinen Raum für Kritik lässt. Wer flott große Menge an Daten sichern möchte ist hier genau richtig.

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Keine merklichen Unterschiede gibt es beim Speicherdurchsatz. Zwar kann sich das P701 dank des i7-2820QM ein wenig absetzen, in der Praxis ist das aber kein relevanter Unterschied.

ASUS_G60J_Uni1280_DX10

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Überraschend ist nicht der Vorsprung des P701, der war zu erwarten, sondern vielmehr, dass sich das G53 vor das VX7 setzen kann. Das werden wir aber noch bei den Gaming-Benchmarks öfter sehen, denn offensichtlich kostet das Management des großen Speichers Geschwindigkeit.

 


Unigine Heaven

Einer der ersten DirectX-11-Benchmarks ist der Unigine Heaven. Er verwendet alle wichtigen Features wie DirectCompute, Shader Model 5.0, Tessellation oder Screen-Space Ambient Occlusion.

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Unigine Heaven ist ein kostenloser Benchmark, der unter www.unigine.com zu beziehen ist.

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World in Conflict

 Bei World in Conflict handelt es sich um ein Echtzeitstrategiespiel von Sierra Entertainment. Das Spiel wurde von Massive Entertainment, den Schöpfern der Ground Control Reihe, entwickelt und ist seit September 2007 in Europa erhältlich. World in Conflict bietet eine Singleplayer-Kampagne, die insgesamt 14 Missionen beinhaltet. Das Spiel fesselt den Spieler durch seine Reichhaltigkeit an Action und hoher Spielgeschwindigkeit gepaart mit einer zeitgemäßen Grafik. In diesem Fall haben sich die Programmierer dazu entschlossen den DirectX-10-Renderpfad zu nutzen, welcher im Game erstaunliche Bilder auf den Schirm zaubert.

Zur Vollversion von World in Conflict in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

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Call of Juarez:

 Call of Juarez ist ein erstklassiger Western-Shooter aus dem Hause Ubisoft, der bislang Seinesgleichen sucht. Mit viel Liebe zum Detail besticht der Shooter aus dem Jahre 2006 unter Verwendung von Techlands Chrome-Engine in erster Linie durch seine einzigartige Grafik und die atemberaubende Atmosphäre. Der Spieler schlüpft in die Rolle des flüchtenden Billy und des prügelnden Predigers Ray und erlebt ein Katz-und-Maus-Spiel der besonderen Art. Nutzen Sie Pferde zur Fortbewegung auf weitläufigem Gelände, lassen Sie sich im Mehrspielermodus vom Goldfieber packen, erleben Sie klassische Revolverduelle und befreien Komplizen aus dem Gefängnis. Call of Juarez bietet einfach alles, was es für einen standesgemäßen Western braucht und zeigt als eins der ersten Games - nach einem Update - welche Möglichkeiten die DirectX-10-API bietet. In einem Anspruchsvollem Benchmark-Tool lassen sich diese Effekte bestaunen.

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Street Fighter IV:

Wohl die bekannteste Prügelspiel-Reihe ist Street Fighter. Mit Street Fighter IV kehrt die legendäre Kampfsportserie zu ihren Wurzeln zurück. Dabei sorgt die Kombination der beliebten Moves und Techniken aus dem Originalspiel Street Fighter II mit Capcoms Technologie der nächsten Generation für ein wahrhaft außergewöhnliches Spielerlebnis, das der Welt die altehrwürdige Kunst virtueller Kampfsportarten aufs Neue näherbringt. Auch hier verwenden wir wieder die integrierte Benchmark-Funktion.

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Resident Evil 5:

Die letzte Version aus der Horror-Reihe Resident Evil erschien nicht nur für diverse Konsolen, sondern auch für den PC. Die integrierte Benchmark-Funktion lädt dann natürlich geradezu ein, Grafikkarten auf Herz und Nieren im Grusel-Ambiente zu testen. Wir wählten den zweiten, weil deutlich kürzeren, Benchmark-Durchlauf.

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S.T.A.L.K.E.R.: Call of Pripyat

S.T.A.L.K.E.R.: Call of Pripyat ist nun schon der dritte Teil der sagenumwobenen S.T.A.L.K.E.R.: Shadow of Tschernobyl-Reihe und bildet einen einzigartigen Mix aus einem actionreichen First-Person-Shooter und einem komplexen Rollenspiel. Call of Pripyat besticht vor allem durch seine grandiose Atmosphäre in der Szene rund um Tschernobyl. Mit Call of Pripyat wurde die X-Ray-v.1.5-Engine noch einmal um die neusten technischen Möglichkeiten aufgestockt. Ab sofort wird zeitgemäß auch eine DirectX-11-Unterstützung geboten, die viele neue Grafikeffekte mit sich bringt. Mit Unterstützung von Tesselation gibt es neben komplett überarbeiteten Levels und einer erheblich verbesserten KI auch wieder sehr viele optische Leckerbissen. S.T.A.L.K.E.R.: Call of Pripyat kann wieder einmal als Augenweide bezeichnet werden.

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Subjektive Bewertung + iColor Display

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Subjektiv weiß das Display des VX7 zu überzeugen, denn es bietet, passend zum Einsatzbereich des 15-Zöllers, ein farbenfrohes und sehr lebendiges Bild, das mit poppigen Farben aufwartet – da kommt die Neutralität zwar ein wenig abhanden, das soll uns bei einem Gaming-Notebook im Grunde genommen aber nicht weiter stören. Zudem ist es, wie bei ASUS üblich, möglich, die Farbabstimmung dank der Splendid-Funktion zu ändern, ein individueller Eingriff ist ohne Zusatzsoftware aber dennoch nicht machbar. EBV-User brauchen also eine normale Kalibrierung.

Dank der leider recht stark spiegelnden Glare-Oberfläche weiß das Kontrastverhältnis darüber hinaus zu überzeugen, im Gegenzug leidet die Möglichkeit, das VX7 außerhalb geschlossener Räume zu nutzen, merklich. Dank einer ordentlichen Leuchtkraft können die meisten Spiegelungen aber überblendet werden. TN-üblich könnten die Blickwinkel allerdings ein wenig größer ausfallen, was insbesondere für die vertikalen Einblickwinkel gilt – hier treten bereits bei geringeren Abweichungen deutliche Farbveränderungen auf.

Messwerte

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Die maximale Helligkeit fällt mit 286 cd/m² angenehm hoch aus, muss sie mit Hinblick auf das stark verspiegelte Panel allerdings auch – die meisten störenden Effekte können so aber ausgeglichen werden. Besser könnte auch das Kontrastverhältnis ausfallen, subjektiv fällt dieser Missstand aufgrund des Glare-Type-Panels jedoch kaum auf. Ein wenig homogener könnte auch die Ausleuchtung auffallen, allerdings befinden wir uns noch immer in einem Bereich, in dem Abweichungen nur bei einfarbigen Hintergründen auffallen – und auch dann meist nur, wenn man darauf achtet.

 


Akkulaufzeit

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Das VX7 liefert hier eine rundherum überzeugende Leistung ab und liegt in etwa auf einem Niveau mit seinem Bruder. Das P701 fällt hingegen trotz eines ähnlich großen Akkus deutlich ab. AMDs High-End-GPU scheint hier deutlich unnachgiebiger mit dem Strom umzugehen.

Wärmeentwicklung

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Unter Last erwärmt sich das VX7 teils zwar deutlich, dringt aber nicht in Bereiche vor, die dem Anwender Sorgen machen müssten. Im Idle bleibt unser Testkandidat kühler, erwärmt sich aber bereits merklich. Verantwortlich dafür ist jedoch das Kühlsystem, das im Leerlauf nur selten zu hören ist.

Lautstärkeentwicklung

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Dass das VX7 vom G53 abstammt machen die Benchmarks zur Lautstärke erneut deutlich – das Duo liegt sehr nah beieinander. So profitiert der 15-Zöller vom überarbeiteten Kühlsystem mit den vornehmlich nach hinten ausblasenden Lüftern und gehört wie die G-Geschwister zu den leisesten am Markt verfügbaren Gaming-Geräten. Hier könnten sich die zahlreichen Konkurrenten gerne einmal eine Scheibe abschneiden.

 


Das ASUS VX7 hat vieles mit den berühmten italienischen Sportwagen gemeinsam, denn es sieht klasse aus, bietet ein ausgeklügeltes technisches Konzept und ist leider sehr teuer. Grade vom zusätzlichen Grafikspeicher der GeForce GTX 460M hätten wir uns aber ein wenig mehr erwartet.

Für all diejenigen, denen das G53SW oder das G73SW eigentlich viel zu schlicht sind, ist das VX7 genau die richtige Ergänzung für ASUS‘ Gaming-Notebook-Lineup. Das Lamborghini-Notebook ist top durchgestylt und kommt mit einem modischen Piano-Lack-Finish daher, das zwar empfindlich ist, dafür aber extrem gut aussieht. Überarbeitet wurde auch das ohnehin schon keilförmige Gehäuse, das nun die ein oder andere zusätzliche Abriss-Kante besitzt. Ob es hingegen wirklich der stilisierten Rücklichter bedurft hätte, das steht auf einem anderen Blatt. Alles in allem sieht man dem VX7 an, dass die Kooperation mit Lamborghini über das bloße Aufkleben eines Logos hinausgeht – sehr schön.

Rein technisch gibt sich das VX7 schnörkellos, was mit Hinblick auf die verbauten Mainstream-Gaming-Komponenten aber auch zu erwarten war. Die CPU liefert genügend Wumms für beinahe jeden Anwendungsbereich und auch die GPU sorgt für die nötigen Frameraten, um beinahe jedes aktuelle Spiel in der nativen Auflösung genießen zu können. Einzig vom verdoppelten Grafikspeicher hätten wir uns ein wenig mehr erwartet, denn auch bei hohen Auflösungen und gesteigerten Qualitätseinschätzungen sind praktisch keine Vorteile erkennbar.

Überzeugend und hochwertig fällt auch die weitere Ausstattung aus, die durch die Bank zu gefallen weiß. Zwar ist das Display recht stark verspiegelt, dafür kann das VX7 aber mit einer ansprechenden Helligkeit punkten, die nur helle Außenumgebungen zu Problemen werden lässt. Keine Abstriche müssen auch bei der Akkulaufzeit akzeptiert werden – das VX7 befindet sich auf dem allgemein recht hohen Niveau der aktuellen Gaming-Generation. Dank des recht voluminösen Gehäuses wird das VX7 ohnehin kein ständiger Begleiter werden, weshalb die gebotene Akkuperformance mehr als ausreichend ist.

Kritik muss sich das VX7 allerdings beim Preis gefallen lassen. Nun ist es klar, dass ein Lamborghini-Notebook teurer sein muss, als ähnlich ausgestattete Geräte, mit rund 350 Euro fällt der Unterschied zum G53SW aber recht hoch aus. Noch eklatanter fällt der hohe Preis bei einem Blick auf Medions Erazer X6813 auf, das rund 800 Euro weniger kostet, aber natürlich den High-End-Charme vermissen lässt.

Alles in allem ist das ASUS VX7 ein Luxus-Gaming-Notebook, das nicht nur für Fans des Automobilherstellers interessant, sondern für jeden einen Blick wert ist, der Optik, gepaart mit High-End-Performance sucht und dafür auch bereit ist, etwas mehr auszugeben.

Positive Aspekte des ASUS VX7:

Negative Aspekte des ASUS VX7:

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