ASUS L5800DF

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In unseren bisherigen Notebookreviews haben wir vorwiegend Laptops mit Prozessoren von Intel betrachtet. Nun wird es an der Zeit, dass wir uns auch Modelle mit CPUs der anderen Wettbewerber anschauen. Deswegen haben wir uns das ASUS L5800DF ins Labor geholt und schauen, was ein AMD-Prozessor leisten kann. In unserer Teststellung ist ein AMD Athlon 64 3000+ eingebaut, der mit 1,8 GHz getaktet ist. Unterstützt wird er dabei von 512 MB DDR333-RAM, einer 40 GB großen Festplatte sowie von einem 15 Zoll-LCD mit einer Auflösung von 1400x1050 Pixeln (SXGA+). Als Grafikkarte ist eine NVIDIA GeForce FX Go 5650 mit 64 MB RAM eingebaut. Wir sind gespannt, was man mit solch einer Konfiguration erreichen kann und ob es auch gegen die Centrino-Notebooks stand halten kann.

ASUS gehört zu den führenden Herstellern von Notebooks und so bietet man alle möglichen Konfigurationen von Laptops an. Es gibt Luxus-Notebooks, die auf dem höchsten technischen Stand sind und dementsprechend auch viele Euros kosten. Es gibt aber auch Einsteiger- und Mainstream-Notebooks, die wohl für die Mehrheit der Interessenten in Frage kommen. So können wir den ASUS L5800DF im mittleren Preissegment einordnen. In Deutschland verkauft ASUS das L5800DF in zwei verschiedenen Konfigurationen. Diese unterscheiden sich in der Größe der Festplatte, die entweder 40 oder 60 GB groß sein kann, und in dem Modell des optischen Laufwerks - entweder ein DVD/CD-RW-Combo-Laufwerk oder ein 4x DVD-Dual-Laufwerk. Wir testen hier das kleinere Modell, also mit 40 GB HDD und DVD/CD-RW-Combo-Laufwerk, das für 1499 Euro erhältlich ist. Das größere Modell kostet 100 Euro mehr, also 1599 Euro.

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Die aktuelle TOP-GPU von NVIDIA für den Mobile-Bereich ist die GeForce Go 6800, die so langsam in den Notebooks vorzufinden ist. In diesem Notebook ist eine GeForce FX Go 5650 mit 64 MB RAM eingebaut, die man nicht zu den Top-Grafikkarten zählen kann. In vielen anderen Notebooks werden vorwiegend Grafikchips des großen Konkurrenden ATI eingesetzt - so findet man die ATI Mobility Radeon 9700 in zahlreichen Notebooks. ATIs Top-Modell stellt die Mobility Radeon 9800 dar, die beispielsweise in dem DELL Inspiron 9100 zu finden ist. Diese Grafikkarten sind wohl um einiges leistungsfähiger als die hier eingesetzte GeForce FX Go 5650, die man eine Generation früher einordnen kann. Wir sind dennoch gespannt, wie sie sich im Vergleich schlagen kann. Zudem hat ASUS einen AMD Athlon 64 3000+ eingebaut, also keinen mobilen Prozessor. Daher stellt sich uns jetzt schon die Frage, ob dieses Notebook überhaupt für den mobilen Einsatz geeignet ist. Aber dazu später mehr.

Auf den folgenden Seiten werden wir uns das Notebook ausführlich anschauen und mit anderen Notebooks vergleichen, die wir schon zuvor getestet haben. Man muss dabei immer bedenken, dass keine völlige Vergleichbarkeit gegeben ist, da jedes Notebook andere Komponenten enthält. In diesem Fall kommt noch die unterschiedliche Plattform zu tragen, da wir erstmals ein Notebook mit AMD-CPU testen. Dennoch kann man ungefähr einschätzen, wozu dieses Notebook in der Lage ist.


Der Prozessor

AMD hat mit dem 64 Bit-Prozessoren einen Volltreffer gelandet und ist bei vielen Konsumenten beliebt. Es gibt zwar noch nicht die finale Microsoft Windows-Version, die 64 Bit unterstützt, aber dennoch bringt die 64 Bit-Unterstützung AMD ins Gespräch. Wenn Microsoft die fertige Windows-Version veröffentlicht und andere Software-Hersteller die dazu passenden Anwendungen bereitstellen, können die 64 Bit voll ausgenutzt werden. Bis dahin wird es allen Anschein noch dauern und solange muss man sich mit dem jetzigen Windows zufrieden geben oder man benutzt die passenden Linux-Versionen, die schon 64 Bit unterstützen.

Der hier eingesetzte AMD Athlon 64 3000+ basiert auf dem Clawhammer-Kern, ist mit 1800 MHz getaktet und wird auf den Sockel 754 aufgesetzt. Als Mainboard-Chipsatz hat ASUS den nForce3 150 eingebaut. Diesen Chipsatz haben wir uns in einem früherem Mainboard-Review angeschaut. Der Prozessor ist 130nm-Fertigungstechnik hergestellt worden und der VCore beträgt unter Last 1,5 Volt - im Idle-Modus wird der Multiplier von 9 auf 4 gesenkt und der VCore beträgt nur noch 1,1 Volt. Dann beträgt der CPU-Takt auch nur noch 800 MHz. Hier kommt Cool'n'Quiet zum Einsatz. Der Systembus taktet mit 200 MHz und der L2-Cache ist 1 MB groß. Wer Näheres zu dem Athlon 64 3000+ erfahren möchte, kann sich unsere Reviews über den AMD Athlon 64 3200+ und den AMD Opteron-Test durchlesen, da in diesen die genaue Technik erklärt wird.

Trotz Cool'n'Quiet stellt sich uns natürlich die Frage, ob ein Desktop-Prozessor das Richtige für ein Notebook ist, denn immerhin hat der AMD Ahtlon 64 3000+ eine TDP von 89 Watt. Die maximale Leistungsaufnahme wird beim Athlon 64 3000+ zwar niedriger liegen, da AMD diese TDP für alle Prozessoren bis zum AMD Athlon 64 4000+ angibt, trotzdem ist die Aufnahme wohl höher als bei einem mobilen Athlon64. Das wirkt sich natürlich negativ auf die Lautstärke und auf die Akkulaufzeit aus. Bei solch einer Konfiguration kann man eher annehmen, dass das Notebook als Desktop-Replacement vorgesehen ist, wo es nicht wichtig ist, dass das Notebook möglichst lange ohne Strom auskommt.

Die Grafikkarte

Die NVIDIA GeForce FX Go 5650 ist in 130nm-Fertigungstechnik hergestellt und verfügt über 64 MB RAM. Diese sind mit 128 Bit angebunden. Sie ist eine voll DirectX 9.0 kompatible Grafikkarte, besitzt vier Pixelpipelines und zwei Vertexeinheiten. Der Takt ist von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. In unserem Fall ist die Grafikkarte im 3D-Modus mit 300 MHz Core und 600 MHz RAM getaktet. Im 2D-Modus beträgt der Core-Takt nur noch 100 MHz und der Speichertakt 200 MHz.

Die Grafikkarte verfügt natürlich über Stromsparfunktionen, sodass der Akku so gering wie möglich belastet wird. So sind Techniken wie VPE 2.0, CineFX Engine und PowerMizer 3.0 integriert. PowerMizer wird mit der ForceWare-Software für NVIDIA-Mobillösungen ausgeliefert und ist eine dynamische Stromspartechnologie, mit der Notebookanwender die Systemleistung und den Akkuverbrauch an ihre spezifischen Bedürfnisse anpassen können.

Dies reicht für den Anfang über die wichtigsten eingebauten Komponenten und so wollen wir uns endlich dem Notebook an sich widmen.


Fangen wir mit der Ausstattung des ASUS L5800DF an. Wie zuvor schon erwähnt, gibt es dieses Notebook in zwei verschiedenen Konfigurationen. So kann man zwischen 40 oder 60 GB Festplattenkapazität und einem DVD/CD-Combo-Laufwerk oder DVD-Brenner auswählen. Die bessere Ausstattung kostet 1599 Euro und die andere 1499 Euro. Den Aufpreis von 100 Euro für 20 GB mehr Festplatte und einen DVD-Brenner kann man akzeptieren. Standardmäßig sind 512 MB DDR333-RAM eingebaut, der auf insgesamt 1 GB aufgestockt werden kann. Praktischerweise ist in dem Notebook nur ein 512 MB-Riegel verbaut, sodass man bei einem späteren Upgrade nur einen weiteren 512 MB-Riegel kaufen muss.

Schauen wir uns zunächst einmal an, was alles in der Verpackung enthalten ist:

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Neben dem Notebook ist ein Netzteil, eine Notebook-Maus, ein Handbuch, ein TV-Out-Adapter, ein Modem-Kabel sowie folgende Software enthalten: Recovery CD Windows XP Home, Treiber-CD, Nero 6, ASUS DVD, Power Director 2.5 ME, Cyberlink Mediashow SE 2.0. Bei dem Netzteil muss man allerdings anmerken, dass dieses ziemlich groß und schwer geraten ist. Wir haben nachgemessen und haben die Maße von etwa (B16,8 x T8,3 x H3,8)cm sowie ein Gewicht von 900 Gramm herausbekommen. Das ist schon beachtlich für ein Netzteil und zeigt uns an, dass das Notebook wahrscheinlich viel Strom benötigt, damit der Prozessor seine volle Leistung entfalten kann.

Im Folgenden sind die Features des ASUS L5800DF tabellarisch angegeben:

Die Abmessungen des Notebooks sind nicht gerade kompakt geraten. Das liegt wohl daran, dass eine vernünftige Kühlung integriert werden musste, damit der Prozessor vernünftig gekühlt werden kann. Auch das Gewicht ist ziemlich hoch und gehört zu den schweren Notebooks. Zusammen mit dem Netzteil müsste man 4,7 kg tragen. Dazu kommen dann noch eine Maus und CDs und schon ist man leicht bei 5 kg. Das ist vor allem für die Leute ein Manko, die möglichst mobil sein wollen und ihr Laptop überall mitnehmen möchten. Aufgrund der Tatsache, dass das Notebook nicht gerade klein geraten ist und zudem noch einiges auf die Waage bringt, sollte man dieses Notebook eher als Desktop-Replacement-System ansehen, der gelegentlich transportiert werden kann. Auch der Prozessor ist nicht gerade für lange Ausflüge geeignet und man sollte immer darauf achten, dass eine Steckdose in der Nähe ist.

Der AMD Athlon 64 3000+ mit 1,8 GHz in vollem Takt und mit 800 MHz im Idle-Modus

Das Display ist 15 Zoll groß und entspricht dem heutigen Standard. Die native Auflösung von 1400x1050 Pixeln ist gut gewählt - sie ist nicht zu groß und auch nicht zu klein, sodass man genügend Platz zum Arbeiten hat. Ein Feature des Displays ist die ASUS ACE View-Technologie. Dabei wird die sogenannte IPS Technologie verwendet, mit der es möglich ist, das Bild auch bei großen Winkeln bis 170 Grad zu erkennen. Dies können wir bestätigen und werden später darauf noch näher eingehen.

Der eingebaute Card-Reader ist auch von Vorteil. Es kann die Formate SD, MMC, MS und MS PRO lesen. Wir haben eine volle 256 MB große SD-Card hineingeschoben und die Daten auf die Festplatte kopiert. Dies war in gut zwei Minuten erledigt, also ein recht flotter und nützlicher Kartenleser. Nicht so gut gefällt uns der Umstand, dass die Festplatte nur mit 4200 rpm läuft. Es sollten schon 5200 rpm sein oder gar 7200 rpm, denn vor allem bei Multimedia-Anwendungen sowie Spielen merkt man es schnell, wenn die Festplatte nicht schnell genug dreht. Auch das Argument, dass eine langsamere Festplatte weniger Strom verbraucht, kann hier nicht angebracht werden, da der Akku bei dieser Konfiguration sowieso nicht sehr lange halten wird. Zudem hat sich in den bisherigen Notebook-Tests gezeigt, dass eine Festplatte, die mit 5200 Umdrehungen pro Minute arbeitet, nicht viel mehr Strom benötigt.

Die Konfiguration des Notebooks hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Zum einen wird ein leistungsfähiger Prozessor eingesetzt und auch der Arbeitsspeicher ist flott genug, zum anderen stört die etwas veraltete Grafikkarte sowie die langsame Festplatte. Dennoch sind wir der Meinung, dass dieses Notebook als Desktop-Ersatz gedacht ist, da außer der Ausstattung auch die Maße und das Gewicht nicht für einen mobilen Einsatz sprechen.

Schauen wir uns nun das Design des Notebooks an, wonach wir uns dann Leistungswerte betrachten werden.


Pakt man das Notebook aus, fällt zuerst auf, dass das Notebook recht klobig wirkt. Das Notebook ist in grau mit silbernen Akzenten gehalten. Das gesamte Gehäuse besteht aus Plastik und macht einen recht soliden Eindruck. Als Ausnahme muss man leider den Gehäusedeckel anführen. Dieser scheint etwas zu dünn geraten zu sein, da schon leichter Druck genügt, um den Deckel einzudrücken. Dies kann kritisch sein, da er das LCD abdeckt und dieses schützen soll. Wird der Deckel zu stark eingedrückt, könnte es passieren, dass der Bildschirm Schaden nimmt oder dass das Display gegen die Tastatur gedrückt wird, was zu unschönen Abdrücken führen könnte. Daher sollte man vorsichtig sein.

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Im Vorderbereich sieht man den Schiebeverschluss des Notebooks, die Infrarot-Schnittstelle sowie die Knöpfe für die Audio-DJ Funktion.

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Hier noch ein näheres Foto von der Infrarot-Schnittstelle sowie den fünf Knöpfen zur Bedienung der Audio-DJ Funktion. Mit dieser Funktion ist es möglich, Audio-CDs abzuspielen, auch wenn das Betriebssystem nicht eingeschaltet ist, da die Funktion direkt über das Bios läuft. Drückt man auf den ganz linken Knopf, rechts von der Infrarot-Schnittstelle, so schaltet man die Audio-DJ Funktion an bzw. aus. Die vier anderen Knöpfe sind selbsterklärend. Die Lautstärke kann über die FN-Tasten gesteuert werden, die wir gleich noch sehen werden.

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Auf der rechten Seite befinden sich das CD-RW/DVD-Combo-Laufwerk, die Sound-Anschlüsse, der Firewire-Anschluss, die zwei Typ I/II(III) PCMCIA-Slots, ein USB 2.0-Anschluss sowie der Kartenleser.

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Hier ein näheres Foto von dem USB 2.0-Anschluss und dem Card-Reader-Slot.

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Sodann noch eine Nahaufnahme der Sound-Anschlüsse, des 4-Pin-Firewire-Anschlusses sowie den zwei Typ I/II(III) PCMCIA-Slots. Sehr schön ist die Tatsache, dass ASUS hier einen optischen Ausgang integriert hat.

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Auf der nächsten Seite wollen wir uns die verbleibenden Seiten der Notebooks anschauen.


Weiter geht es mit der Rückseite des Laptops. Von links nach rechts sehen wir den Modem-Anschluss, den Gigabit-Lan-Anschluss, den Parallel-Port, zwei weitere USB 2.0-Anschlüsse, den TV-Out, den seriellen Anschluss, den VGA-Port sowie ganz rechts die Anschlussmöglichkeit für ein Sicherheitsschloss. Interessant ist hier, dass ASUS wirklich alle Schnittstellen bietet - einen TV-Out findet man selten, ebenso den Printerport.

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Auf der linken Seite gibt es nichts Spektakuläres zu entdecken. Links sehen wir den Anschluss für das Netzteil und ganz rechts sehen wir den vierten und letzten USB 2.0-Anschluss. Zwischen diesen beiden Anschlüssen sehen wir Lüfterauslässe, durch die die erwärmte Luft der Prozessors abgeführt wird.

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Auf der Unterseite sehen wir in der linken und rechten unteren Ecke die beiden Lautsprecher. Wie für Notebooks üblich, haben diese nicht den besten Sound, so fehlen vor allem die Bässe, aber für den einen oder anderen Film sind die Lautsprecher völlig ausreichend. Wer guten Sound haben möchte, greift sowieso zu externen Lautsprechern und bei diesem Notebook ist sogar die Möglichkeit gegeben, digitale Boxen anzuschließen, was der Wiedergabequalität natürlich zu Gute kommt. Zwischen den Lautsprechern befindet sich die Abdeckung für den Akku. In der Mitte darüber ist die Abdeckung der Festplatte. Die beiden runden Gitter sind Lufteinlässe für die Lüfter. Rechts davon befindet sich die Abdeckung der CPU-Kühlung.

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In unserem Testsample fand sich ein üblicher Lithium-Ionen-Akku mit einer Leistung von 4400 mAh. ASUS verwendet in zahlreichen Modellen und Serien die gleichen Akkus, was natürlich die Kosten minimiert, da nicht für jedes neue Notebook ein neuer Akku hergestellt werden muss. Wir würden uns aber wünschen, dass ASUS einen stärkeren Akku einbaut, wie es schon viele andere Hersteller machen.

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Wir haben die Abdeckung der Festplatte abgenommen und sehen, dass die Festplatte mittels einer Schlaufe aus dem Steckplatz herausgezogen werden muss. Möchte man später eine größere und schnellere Festplatte einbauen, ist dies dadurch recht einfach möglich.

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Nun ein Foto von der Kühllösung. ASUS hat sich für Heatpipes entschieden, die die Wärme von der CPU abführt. Die beiden Lüfter blasen Luft durch die Lamellen der Heatpipes und führen die erwärmte Luft durch die Luftauslässe an der linken Seite des Notebooks nach außen. Im Betrieb wurden die Heatpipes auch sehr warm, weswegen die Lüfter auch öfters ansprangen und die dann auch störend auffielen. Aber schließlich muss die Abwärme der Desktop-CPU abgegeben werden.

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Hier noch ein Foto von der Modell-Reihe sowie dem Windows-Aufkleber.

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Auf der nächsten Seite werden wir uns das Display genauer anschauen.


Eine Bildschirmgröße von 15 Zoll ist bei Notebooks heutzutage schon Alltag. Es gibt aber auch Modelle, die ein 17 Zoll großes Display besitzen. Diese haben natürlich den Vorteil, dass man viel Platz hat, aber dadurch entsteht auch der Nachteil, dass die Abmaße des gesamten Notebook demgemäß größer werden müssen, um solch ein großes Display unterzubringen. Auf der anderen Seite gibt es Subnotebooks, die 12 Zoll große Bildschirme besitzen und die besonders für den mobilen Einsatz von Vorteil sind. Eine Bildschirmdiagonale von 14 bis 15 Zoll sollte aber für die meisten Anwender das Richtige sein.

Das ASUS L5800DF verfügt über ein 15 Zoll-Display mit einer Auflösung von 1400x1050 Pixeln. Für die meisten User wird diese Auflösung am Besten sein, da diese noch groß genug ist, um Texte zu lesen und genügend Platz bietet, beispielsweise für Tabellenkalkulation. Wer eine höhere Auflösung haben möchte, muss dann zu einem anderen Laptop greifen, da dieses Notebook zumindest in Deutschland nur mit dieser einen Auflösung verkauft wird. Das Display hat ein Seitenverhältnis von 4:3, was aber stetig abnimmt, da viele Notebooks mit Displays in einem Seitenverhältnis von 16:10 ausgeliefert werden.

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Bei einem Bildschirm sind neben der Größe auch andere Eigenschaften wie Schärfe, Kontrastverhältnis, Leuchtkraft und Farbwiedergabe von Bedeutung. Diese Eigenschaften werden von dem ASUS L5800DF auch sehr gut erfüllt. Auch die Blickwinkel sind sehr groß, sodass man auch von der Seite noch gut auf den Bildschirm sehen kann. Dies ist auf die zuvor genannte ASUS ACE View-Technologie zurück zu führen. Es gibt aber eine Einschränkung, nämlich, dass das Display ziemlich stark spiegelt. Dies könnte vor allem bei hellem Sonnenschein von Nachteil sein, wenn die Sonne direkt auf das Display knallt, wodurch man eher sein Abbild als das Bild des Notebooks sieht. Aber bei normalen Lichtverhältnissen kann man dennoch noch gut auf das Display schauen, da dieses eine ausreichende Leuchtkraft besitzt.


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Wir haben versucht auf den verschiedenen Fotos die Blickverhältnisse einzufangen. Dabei handelt es sich bei uns um subjektive Eindrücke, da uns nicht die teuren Messgeräte zur Verfügung stehen, um diese auch objektiv nachzuprüfen. Für ein Notebook-Display ist der Bildschirm sehr gut geraten, so kann man auch von Seiten gut auf den Bildschirminhalt blicken, ohne größere Verfälschungen zu haben. Aber wie schon oben erwähnt, muss man diesen Vorteil mit dem Manko bezahlen, dass das Display ziemlich stark im Hellen spiegelt.

Auch die Interpolation ist gut gelungen. Da man Spiele vorwiegend in den Auflösungen von 1024x768 und 1280x1024 spielt, muss das Display interpolieren, wodurch zwangsläufig Qualitätsverluste eintreten. Diese sind aber nicht so erheblich und fallen meistens nur auf, wenn in den Spielen Schriften und Texte angezeigt werden. Ansonsten ist die Bildqualität gut. Auch war bei Spielen keine Schlierenbildung zu erkennen, womit man auch 3D-Shooter spielen könnte. Dies ist aber nur eingeschränkt möglich, da die Grafikkarte in diesem Fall wohl ein wenig zu schwach geraten ist, um auch aktuelle Spiele wie HL2 oder Doom 3 mit vernünftigen Frameraten zu spielen.

Als abschließende Betrachtung der Grafikausgabe möchten wir noch auf den VGA-Out und den TV-Out eingehen. Wir haben an das Notebook ein 19 Zoll-CRT-Display angeschlossen und überprüft, wie gut oder schlecht das Bild ist. Dabei kamen wir zu dem Ergebnis, dass das Bild bis zu einer Auflösung von 1280x1024 Pixel noch scharf genug ist, um Texte ohne Mühe zu lesen. Aber ab 1600x1200 sind deutlich Unschärfen zu erkennen, weswegen man solch eine Auflösung nicht wählen sollte. Der Grafikchip kann zwar Auflösungen bis 2048x1536 Pixel liefern, aber da schon bei 1600x1200 Pixeln die Bildqualität zu wünschen übrig lässt, sind solch hohe Auflösungen nicht empfehlenswert. Es würde natürlich anders aussehen, wenn es einen DVI-Out geben würde. Aber leider ist dies bei Notebooks eher eine Seltenheit. Der TV-Ausgang war in Ordnung, da man dort sowieso keine hohen Auflösungen fahren kann.

Schauen wir uns im Folgenden die Eingabegeräte und die Ergonomie an.


Die Eingabegeräte sind die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine, sodass es von entscheidender Wichtigkeit ist, dass diese auch gut verarbeitet sind und auch ergonomischen Ansprüchen genügen, damit man auch nach langer Arbeit am Notebook keine Schmerzen an den Händen bekommt. Neben der Tastatur und dem Touchpad sind auch die Abmessungen und das Gewicht von Bedeutung, um ein möglichst komfortables Arbeiten zu gewährleisten.

Zunächst möchten wir uns die Tastatur anschauen. Bei der eingebauten Tastatur handelt es sich um eine europäische Standardtastatur mit 88 Tasten. Zwölf dieser Tasten dienen zudem als Funktionstasten. In der oberen rechten Ecke findet man wie bei einer normalen Tastatur sämtliche Tasten wie NumLock, Pause und Einfügen. Die Bedienung kann also intuitiv vorgenommen werden, da sich eigentlich nicht wirklich viel zu einer normalen Tastatur ändert. Erfreulich ist auch eine große Entertaste sowie eine große Leertaste. Auch die Verarbeitung der Tastatur ist gut gelungen. Die Tastatur ist stabil gebaut und die einzelnen Tasten sind auch in guter Qualität produziert worden. Der Anschlag der Tastatur ist ebenfalls gut gelungen und die Tasten besitzen einen angenehmen Druckpunkt. Das Tippgeräusch ist nicht sehr laut und fällt nicht weiter auf. Auch wenn es sich um eine Notebooktastatur handelt, eignet sie sich auch für Vielschreiber.

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Obwohl das geöffnete Notebook etwa drei Zentimeter hoch ist, kann man bequem die Tastatur benutzen, da man eine genügend große Auflagefläche für die Hände hat, sodass die Hände nicht abgeknickt werden müssen, was zu Verspannungen führen könnte.

Als Nächstes widmen wir uns dem Touchpad. Dieses ist etwas anders gestaltet als bei den meisten anderen Laptops. Das Touchpad an sich ist ein wenig abgesenkt und ist groß genug bemessen, um den Mauszeiger leicht zu steuern. Links und rechts davon sehen wir die recht großen Maustasten, die ihren Druckpunkt im unteren Teil haben. Zwischen den beiden Maustasten sehen wir die Scrolltasten, womit man das Bild nach oben bzw. unten scrollen können. Die Tasten haben alle einen guten Druckpunkt und so ist ein präzises Arbeiten garantiert. Auch das Touchpad ist ziemlich genau, sodass man den Mauszeiger gut kontrollieren kann. Zudem sehen wir auf diesem Foto die verschiedenen LEDs, die den Zustand des Notebooks anzeigen. So sieht man bespielsweise die Power-LED, die Auflade-LED, die Mail-LED und die WLAN-LED.

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Man kann also mit der Tastatur und dem Touchpad zufrieden sein und im Folgenden wenden wir uns dem praktischen Teil dieses Tests zu und werden die Batterielaufzeit sowie die Stromsparprogramme betrachten.


Neben einem leistungsfähigen Akku sind auch andere Faktoren von Bedeutung, um eine möglichst lange Akkulaufzeit zu erzielen. So können durch Stromsparprogramme Ressourcen geschont werden. Beispielsweise unterstützt der Pentium M und der i855PM-Chipsatz fünf Stromsparprogramme hardwareseitig, was dazu führt, dass Akkulaufzeiten von 4 Stunden und mehr keine Seltenheit mehr sind. In unserem Fall sieht dies natürlich anders aus, da wir in dem ASUS L5800DF einen Desktop-Prozessor von AMD eingebaut haben. Dieser hat eine TDP von maximal 89 Watt, was im Vergleich zu einem Intel Pentium M mit 2,1 GHz, der nur eine TDP von 21 Watt hat, Welten sind. Allerdings müssen wir hier auch anmerken, dass Desktop-Prozessoren auch nicht für den Einbau in Notebooks vorgesehen sind.

Auch wenn es sich bei dem AMD Athlon 64 3000+ um ein Desktop-Prozessor handelt, verfügt dieser über Stromsparfunktionen. Diese werden durch das bekannte Cool'n'Quiet realisiert. Der Athlon 64 setzt sich dabei je nach Last in unterschiedliche "P-States". Der P-State Max beschreibt dabei die höchstgetaktete Variante, je nach CPU existieren dann ein bis vier Stromspar-Modi bis P-State Min, der stromsparendsten, aber auch langsamsten Variante. Der Prozessor setzt dabei nicht nur dynamisch die Taktfrequenz herab, sondern kann auch die Spannung senken - das hilft dabei effektiver, die schlussendlich niedrige Leistungsaufnahme zu realisieren.

Der hier eingesetzte Prozessor kennt nur P-State Max und P-State Min. Bei P-State Max taktet er mit 1800 MHz und hat einen VCore von 1,5 Volt, was dann in einer TDP von 89 Watt resultiert. Im P-State Min ist der Prozessor nur noch 800 MHz schnell bei einem VCore von 1,1 Volt, was dazu führt, dass die TDP nur noch 22 Watt beträgt. Man sieht also, dass trotz der Desktop-CPU eine Möglichkeit besteht Strom zu sparen. Leider verfügt der Athlon 64 3000+ nur über zwei P-States, aber wenn man beispielsweise nur im Internet surft, wird der Prozessor kaum belastet, sodass dieser im P-State Min arbeiten wird. Natürlich ist dieser Prozessor keine Konkurrenz zum Stromsparkönig, dem Intel Pentium M, aber es ist schon positiv zu bewerten, dass es überhaupt eine Möglichkeit gibt, um Strom zu sparen.

Es gibt aber auch noch andere Methoden, um den Akku etwas länger laufen zu lassen. Dazu gehört zum einen natürlich das Abschalten nicht benötigter Komponenten wie WLAN, LAN, Festplatte oder Monitor. ASUS hat auch ein Programm entwickelt, mit dem sich ganz einfach durch nur wenige Klicks vordefinierte Energiemodi starten.


Nach etwas Theorie kommen wir natürlich zu dem interessanteren Punkt: Der Akkulaufzeit in der Praxis. Hier haben wir verschiedene Testabläufe entwickelt, um möglichst viele Sachverhalte zu erfassen und vergleichen zu können:

Akkulaufzeit

Mit den gemessenen Ergebnissen kann man nicht unbedingt zufrieden sein - wir haben sie der Übersicht halber tabellarisch dargestellt:

Aufgrund der oben genannten Gründe sind die Werte keine große Überraschung. Der Prozessor verbraucht wohl am meisten Strom, wodurch die Kühlung auch des Öfteren anspringen muss und dadurch noch mehr Energie verbraucht wird. Im Vergleich zu einer Centrino-Plattform ist der Akku dieses Notebooks fast doppelt so schnell leer. Aber zwei Stunden reichen, um ab und zu kabellos zu arbeiten. ASUS gibt als Akkulaufzeit 1h30 bis 2h30 an, dies entspricht ungefähr unseren gemessenen Werten. Die Werte bestätigen aber, dass dieses Notebook nicht für den mobilen Einsatz prädestiniert ist und eher als Desktop-Ersatz eingesetzt werden sollte.


Dass wir ein Notebook nicht mit einem normalen Desktop-Rechner vergleichen können, wird jedem relativ klar sein. Aus diesem Grund haben weitere Notebook zu Vergleichszwecken herangezogen. Zwar können nicht alle Werte aussagekräftig miteinander verglichen werden, da die Notebooks selbst zu unterschiedlich sind, über unterschiedliche Grafikeinheiten und Prozessoren verfügen, aber immerhin bieten wir damit eine kleine Orientierungsmöglichkeit, an der der Konsument erkennen kann, was beispielsweise der Pentium M im Vergleich zum normalen Pentium 4 leisten kann. Wie bei unseren Desktopstationen wollen wir im Folgenden unser Referenzsystem kurz und prägnant vorstellen und in Zukunft auch die bisher schon getesteten Notebooks anführen.

Referenznotebooks:

  • ASUS M6S00NE mit 2.10 GHz Dothan
  • ASUS W1N Serie (W1943NOP)
  • Dell Inspiron 9100 mit Mobility Radeon 9800
  • Dell Inspiron 9200
  • ASUS M6B00N
  • Dell Inspiron 8600 mit Pentium M 755
  • Dell Inspiron 8600
  • Acer Travelmate 661LCi
  • Toshiba Tecra S1
  • Benchmarks:

    Sysmark 2002
    Futuremark PCMark04
    SiSoftSandra 2005
    Cinebench 2003
    Kribi Benchmark City
    Xmpeg + DivX 4.12
    WinRAR 3.41
    Doom 3 1024x768
    Unreal Tournament 2004 - primeval 1024x768
    Futuremark 3DMark01SE
    Futuremark 3DMark03 350
    Futuremark 3DMark05 110
    X2 1024x768
    GunMetal 1024x768
    Far Cry 1.3 1024x768
    Counterstrike: Source 1024x768
    Half-Life 2 1024x768

    Dieses System stellen wir nun mit den oben aufgelisteten Benchmarks den übrigen Notebooks gegenüber und sind gespannt, welche Ergebnisse wir zu Tage fördern. Einige Benchmarks haben wir für diesen Test erneuert, deshalb findet man dort die Testergebnisse der alten Laptops nicht mehr. Allerdings haben wir in Kürze weitere Laptops im Test, sodass sich die Vergleichsmöglichkeiten entsprechend erweitern werden.


    Sysmark 2002 Internet Content Creation (Bapco)

    Ein typischer Office-Benchmark ist der Sysmark 2002, ein professioneller Benchmark zur Messung der Application Performance. Er ist sogar dank der Verwendung von einigen Programmen, die SMP unterstützen, multiprozessorfähig, deshalb könnten wir ihn auch in derartigen Reviews zur Darstellung von Hyperthreading sehr gut verwenden. Über Macros werden bei diesem Benchmark bestimmte typische Befehle in Programmen ausgeführt und die Arbeitsgeschwindigkeit des Systems gemessen. Nicht nur die CPU-Performance spielt dabei natürlich auch eine Rolle, auch das Memory-Subsystem ist nicht unbeteiligt. Sonstige Komponenten, die ebenso ins Gewicht fallen würden, haben wir konstant gelassen: Die Festplattenperformance ist ebenso maßgebend, diese ist jedoch in beiden Systemen aufgrund der Serial ATA-Festplatte gleich. Betrachten wir zuerst den Sysmark 2002 Internet Content Creation Test. Dieser beinhaltet die folgenden Applikationen:

    Unser Kommentar:

    Zu Beginn ein etwas enttäuschender Wert, anscheinend kommt der AMD Athlon 64 3000+ nicht so gut mit diesem Benchmark aus und landet deutlich auf dem letzten Platz. Die Intel-Prozessoren sind hier klar im Vorteil. Aber lassen wir uns überraschen, was in den folgenden Benchmarks für Werte herauskommen.

     

    Sysmark 2002 Office Productivity (Bapco)

    Als Nächstes haben wir den Office Productivity-Test von Sysmark 2002. Auch hier sind einige bekannte Programme enthalten, die vor allen Dingen im Office-Bereich oft verwendet werden:

    Bei diesem Test erhalten wir folgendes Ergebnis:

    Unser Kommentar:

    Auch hier kann man nicht glänzen und landet auf dem letzten Platz. Als posivitiven Punkt kann man aber anführen, dass der Abstand zum nächsten Laptop nicht mehr so groß ist.

     

    PCMark 2004 - CPU (Futuremark)

    PCMark 2004 ist der nächste Benchmark in unserer Sammlung. Dieser Benchmark ist eine der neueren Kreationen aus dem Hause Madonion und prüft die Leistung von CPU und Speicher. Heruntergeladen werden kann dieser Benchmark in unserer Download-Area oder bei Futuremark. Enthalten sind zwei Tests - ein reiner CPU-Benchmark und ein sogenannter Memory-Test, der die Bandbreite des Systems messen soll. Als dritten Benchmark findet man einen Harddisk-Benchmark, der jedoch eine sehr hohe Messungenauigkeit besitzt und deshalb für Festplattentests nicht zu empfehlen ist. Der CPU-Test gibt hauptsächlich die Taktung wieder. Beim Memory-Test merkt man deutlich, wenn ein Prozessor einen größeren Cache besitzt.

    PCMark 2004 - Memory

    Unser Kommentar:

    Hier sieht es schon besser aus und man liegt beim CPU-Benchmark nur knapp hinter dem Dell Inspiron 9200. Die knapp 100 Punkte Unterschied beim Memory-Test sind nicht von Bedeutung und können auf die unterschiedlichen Plattformen zurückgeführt werden, da in beiden Laptops 512 MB DDR333-RAM eingesetzt wird.


    SiSoftSandra Int ALU/RAM Bandwidth (Sisoftware)

    Sisoft Sandra ist ein synthetischer Benchmark und aufgrund seiner leichten Anwendung und dem kompakten Download-Umfang ein recht beliebtes Tool zum Vergleich des PCs. Für Mainboard-Reviews wird dieser Benchmark oft verwendet, doch zeigt er dabei nur die genaue CPU-Frequenz in der Leistungsbeurteilung wieder - dort ist er also nur ein abschreckendes Beispiel. Recht sinnig ist er jedoch hier einsetzbar, auch wenn die Performance-Bewertung nichts mit der realen Performance eines CPUs zu tun hat, sondern eher einen Trend aufzeigt, denn die Berechnungen, die Sisoft Sandra anstellt, sind wirklich rudimentär. Wir zeigen hier deshalb auch nur die Memory-Streaming-Werte.

    SiSoft Sandra Float FPU/RAM Bandwidth

    SiSoftSandra Multimedia Floating Point

    SiSoft Sandra Multimedia Integer

    SiSoftSandra Dhrystone ALU

    SiSoft Sandra Whetstone FPU

    SiSoft Sandra SSE2

    Unser Kommentar:

    In diesen Benchmarks sieht der ASUS L5800DF schon besser aus und man kann sich in den meisten Benchmarks vor dem Dell Inspiron 9200 positionieren.

     

    Cinebench 2003 - Rendering CPU 1 (Maxon)

    Cinebench ist ein Benchmark, der zur Performancemessung von Systemen für die Software Cinema 4D von Maxon entwickelt worden ist. 3D Modelling ist natürlich auf leistungsfähige CPUs angewiesen und so ist Cinema 4D auch SMP-fähig. Wir haben den Cinebench bislang auch für unsere Mainboard-Tests und für Dual-CPU-Tests verwendet, da er in diesem Bereich sehr gut ist und wir noch keinen vergleichbaren Benchmark im Portfolio hatten. Cinebench 2003 basiert auf CINEMA 4D R8 von Maxon, diese Version kann mit bis zu 16 Prozessoren umgehen. Einige typische Arbeitsvorgänge von Cinema 4D werden simuliert und über den Benchmark abgespult, dieser berechnet dann die Frames pro Sekunde.

    Cinebench 2003 - C4D Shading

    Cinebench 2003 - OpenGL SW-L

    Unser Kommentar:

    In diesem Benchmark kann sich das ASUS L5800DF im oberen Mittelfeld festsetzen. Nur der letzte Teilbenchmark stellt einen Ausrutscher dar und so landet man dort auf dem letzten Platz.


    Kribi Benchmark City (Adept Development)

    KibriBench ist ein 3D-Renderer - und deutlich CPU-belastend. Wir verwenden die Map City, die ziemlich leistungsfressend ist. Kribi ist SMP-fähig und somit kommt auch Hyperthreading hier zum Einsatz. Auch diesen Benchmark haben wir neu für unsere CPU-Tests entdeckt, auch er nutzt neue Technologien wie Hyperthreading aus.

    Unser Kommentar:

    Bei Kribi sehen wir ein sehr gutes Ergebnis des ASUS L5800DF, nur der Dell Inspiron 9100 ist schneller.

    TMPGEnc 3.0 + DivX 4.12 (TMPGEnc)

    TMPGEnc ist der nächste Benchmark in unserem Test. TMPGEnc ist ein sehr guter Video-Encoder, der ebenfalls SMP-fähig ist und somit von Hyperthreading Gebrauch macht. Da TMPGEnc zunehmend verwendet wird, eignet er sich als guter Benchmark im Vergleich zu anderen ähnlichen Programmen, wie beispielsweise Flask Mpeg. Wir verwenden ihn mit einem 162 MB großen Mpeg-File und DivX 4.12.

    Achtung, weniger ist besser!

    Unser Kommentar:

    Nur etwa 30 Sekunden trennen das Dell Inspiron 9200 und das ASUS L5800DF. Angesichts der großen Zeitspanne ist diese Differenz vernachlässigbar.

     

    WinRAR 3.41 (RARLab)

    WinACE und WinRAR sind neben WinZIP die am weitesten verbreiteten Datei-Komprimierungsprogramme. WinZIP haben wir indirekt bereits mit Sysmark 2002 mitgetestet, hier wollen wir genauer auf die beiden Programme eingehen. Während WinRAR nach unseren Erfahrungen auf Pentium 4-Systemen - eventuell aufgrund von SSE2-Optimierungen - schneller ist, nutzt WinACE wohl keine derartigen Optimierungen, hier liegen Athlon XP und Pentium 4 immer näher zusammen. Wie sieht es hier aus?

    Achtung, weniger ist besser!

    Unser Kommentar:

    Hier ist der Unterschied zwischen dem Dell Inspiron 9200 und dem ASUS L5800DF schon größer.


    Doom 3 1024x768 (ID Software)

    Doom 3 - sicherlich eines der Spiele des Jahres 2004. Der atmosphärische Ego-Shooter hat Schocker-Stimmung, gutes Gameplay und geniale Grafik zugleich und darf natürlich auch nicht in einem Grafikkarten-Test fehlen. Wir verwenden für den Benchmark die klassische Doom3-Demo demo001 mit verschiedenen Einstellungen. Wichtig dabei ist, dass der Benchmark mehrmals durchlaufen soll, da der Benchmark zunächst die Daten von der Festplatte cachen muss, um zuverlässige Ergebnisse zu bekommen.

    Unser Kommentar:

    Ein sehr schlechtes Ergebnis. Die NVIDIA GeForce FX Go 5650 scheint eindeutig zu schwach zu sein. Bei 8 fps handelt es sich eher um eine Diashow als um ein Spielvergnügen.

     

    Unreal Tournament 2004 - primeval 1024x768 (Epic)

    Unreal Tournament 2004 ist das neueste Spiel aus der UT-Serie - mit einem sehr schnellen Gameplay und der Integration von Fahrzeugen aller Art eine interessante Abwandlung zu den bisherigen UT-Spielen. Die wirklich leistungsfordernde Primeval-Demo von 3DCenter wird verwendet, die auch aufgrund der starken Kampfszenen eher die schlechtesten Frameraten der Karten zeigt - in den meisten Fällen sollte UT 2004 mit weit aus höheren Frameraten laufen.


    Funktion: Test auf Direct3D-Performance der Grafikkarte

    Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösung 1024x768, Primeval Demo, Antialiasing und AF deaktiviert

    Unser Kommentar:

    Bei Unreal Tournament 2004 sieht es schon ein wenig besser aus und man kommt knapp über die 30 fps-Grenze, um halbwegs flüssig spielen zu können. Dennoch scheint die Grafikkarte nicht mehr die Schnellste zu sein.


    Futuremark 3DMark01SE (Futuremark)

    Lange Zeit einer der beliebtesten Benchmarks überhaupt musste auch der 3DMark 2001 unter den Auswirkungen leiden, die die entdeckten Treiber-Manipulationen durch NVIDIA und ATI verursachten. Allerdings litt die Glaubwürdigkeit des Benchmarks nicht in dem Maße wie es bei dem Nachfolger 3DMark 2003 der Fall ist.

    Funktionen: Test der Grafikkarte auf DirectX 8-Performance

    Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768

    Unser Kommentar:

    Auch dieses Mal ist man das Schlusslicht. Der Grund ist eindeutig in der Grafikkarte zu suchen, die einfach zu wenig Leistung bringt.

     

    Futuremark 3DMark03 350 (Futuremark)

    3DMark 2003 kennt auch jeder - nur ist das Programm leicht in den Verruf gekommen, weil die Grafikkartenhersteller hier gerne etwas optimiert haben. Der Benchmark ist also mit dem gebührenden Abstand eines synthetischen Benchmarks zu betrachten.

    Unser Kommentar:

    Das gleiche Bild wie zuvor. Mit dieser Grafikkarte lässt sich kein Blumentopf gewinnen.

     

    Futuremark 3DMark05 110 (Futuremark)

    Diesen Benchmark konnten wir mit dem ASUS L5800DF nicht fahren, da die eingebaute NVIDIA GeForce FX Go 5650 nur über 64 MB RAM verfügt. 3DMark05 verlangt aber mindestens 128 MB Grafikkartenspeicher.


    X2 Demo 1024x768 (Egosoft)

    X2 - The Thread entstammt dem Genre der Weltraum-Spiele, dem auch Privateer oder das frühere Elite angehören. Natürlich grafisch wesentlich aufwändiger, nutzt es sehr viele Pixel- und Vertex-Shader, die einen Grafik-Chip erheblich fordern. Vor dem Release hat Egosoft eine Demo mit Benchmark-Funktion herausgebracht, die wir hier auch gleich einsetzen.

    Funktionen: Test der Grafikkarte auf die Direct3D-Performance

    Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, Shadows aktiviert, Anti-Aliasing nur über den Treiber

    Unser Kommentar:

    Die FPS-Rate ist hoch genug, um das Spiel halbwegs flüssig zu spielen. Aber im Verleich zu den anderen Notebooks liegt das ASUS L5800DF wieder einmal auf dem letzten Platz.

     

    GunMetal Benchmark 1024x768 (Yeti Studios)

    Gunmetal von Yeti-Studios ist ein futuristisches Action-Game, bei dem man die Kontrolle über einen Havoc Suit, einen Kriegsprototypen übernimmt. Mit dem Havoc Suit müssen gegnerische Basen eingenommen werden, er kann in ein Jet verwandet werden etc. Gun Metal ist ein Grafikkarten-hungriges Spiel, bei niedrigen Auflösungen eignet es sich aber auch zum Testen von Prozessoren. Eine Demoversion steht unter dem oben genannten Link zur Verfügung, mit der wir hier auch testen.

    Unser Kommentar:

    Das negative Bild setzt sich fort und das ASUS L5800DF ist wieder an letzter Stelle.

     

    Far Cry 1.3 1024x768 (UbiSoft Entertainment)

    Far Cry könnte man schon sicherlich zum Spiel des ersten Halbjahres 2004 krönen - die Foren sind voll von begeisterten Fans und mißmutigen Posts, weil zum einen der eine oder andere seine Erfahrungen mit dem Kopierschutz bei einigen CD-ROM-Laufwerken machen durfte, zum anderen das Spiel aber auch Grafikanforderungen setzt, die seinesgleichen suchen. Das Spiel ist detailliert, hat tolle Effekte und ein sehr gutes Gameplay - insgesamt also alles, was es zu einem tollen Egoshooter bedarf. Allerdings muss man dafür auch in eine Top-Grafikkarte investieren, um die Details nicht völlig herunterschrauben zu müssen. Eine Demo des Games gibt es leider nicht.

    Funktionen: Test der Grafikkarte auf die Direct3D-Performance

    Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, Grafikeinstellungen im Spiel auf sehr hoch, Wasser-Detail hoch, PCGH-Demo

    Unser Kommentar:

    Das Spiel ist bei dieser Auflösung praktisch unspielbar und ist im Vergleich zu dem Dell Inspiron 9200 extrem schlecht.


    Counterstrike: Source 1024x768 (Valve)

    Counterstrike Source ist ein leistungsfähiger Benchmark - er nutzt optische Effekte, die man in Half Life 2 findet und demnach ist er ein recht leistungsfähiger Indiz dafür, wo es Grafikkartentechnisch bei Half Life 2 eng werden könnte. Wir verwenden ihn bei Mainboardreviews in niedriger Auflösung, um auch eine Aussage für die Leistungsfähigkeit der Mainboards geben zu können. Hier können wir mit einer hohen Auflösung und Antialising die Last auf die Grafikkarte verschieben.

    Unser Kommentar:

    Auch dieses Mal liegt man hinter dem Dell Inspiron 9200, aber der erreichte Wert ist ausreichend hoch, um das Spiel flüssig spielen zu können.

     

    Half-Life 2 at_canals_08 1024x768 (Valve)

    Half Life 2 verwenden wir mit zwei Demos - d1_canals_09 und d1_town_01. Das Spiel ist der aktuelle Verkaufsschlager, hat sich aber durch die Zwangsregistrierung und Online-Aktivierung bereits einige Kritik einstecken müssen. Die Grafik ist hingegen hervorragend, ebenso das Gameplay, denn mit wild ballern kommt man bei diesem 3D-Egoshooter nicht unbedingt ans Ziel.

    Half-Life 2 at_c17_12 1024x768

    Unser Kommentar:

    Das gleiche Bild wie zuvor, aber auch diesmal reicht die FPS-Rate, um vernünftig spielen zu können.


    Die vorigen Seiten haben uns gezeigt, dass unsere anfangs aufgestellte Vermutung, dass dieses Notebook als Desktop-Ersatz gedacht ist, der Realität entspricht. Schon allein die Abmessungen und das Gewicht machen dieses Notebook nicht zu einem mobilen Gefährten. Auch das Netzteil ist verhältnismäßig groß und schwer, weswegen man dieses auch nicht gerne mitnehmen möchte. Die Grafikkartenleistung lässt auch so einiges zu Wünschen übrig. Wer also aktuelle Spiele mit einigermaßen guten FPS-Raten spielen möchte, sollte zu anderen Laptops greifen, die über eine leistungsfähigere Grafikkarte, wie eine ATI Radeon Mobiliy 9700, verfügen. Ein weiterer negativer Punkt ist die Lautstärkeentwicklung. Aufgrund der Desktop-CPU müssen die Lüfter auch des Öfteren anspringen, was dann deutlich zu hören ist und störend auffällt.

    Bei den Multimedia-Anwendungen zeigte das ASUS L5800DF seine bessere Seite und kann somit für diejenigen empfohlen werden, die ein Notebook für solche Anwendungsbereiche benötigen. Auch hat uns das Display sehr gut gefallen. Die Auflösung von 1400x1050 Pixel ist hoch genug, um genügend Platz zu haben. Die Bildqualität war auch gut und die Lichtstärke ebenfalls. Dank der ASUS ACE View-Technologie kann man selbst bei großen Winkeln bis 170 Grad vertikal und horizontal noch gut auf den Bildschirm schauen. Es gibt aber die Einschränkung, dass das Display recht stark spiegelt, vor allem wenn die Umgebung hell ist.

    Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

    Auch kleine Zusatzfunktionen wie der Card-Reader und die Audio DJ-Funktion können gefallen und somit ist der Preis von 1499 Euro auch nicht zu hoch gegriffen. Bis auf die recht schwache Grafikkarte stellt das ASUS L5800DF eine solide Plattform dar. Sehr gut gefallen uns die zusätzlichen Anschlüsse - also vier USB 2.0-Ports, der optische Audioausgang und die sonstigen Anschlußmöglichkeiten. Damit ist das Notebook als Desktop-Replacement-System auch sehr gut geeignet.

    Positive Features des ASUS L5800DF:

    Negative Features des ASUS L5800DF:

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