Test: Schenker Notebooks XMG P701 - Rekordjagd mit Core i7-2820QM und Radeon 6970M

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Schenker Notebooks P701 Das Schenker Notebooks XMG P701 will mit erlesenen Komponenten und einer hohen Leistung den aktuellen Gaming-Konkurrenten den Kampf ansagen. Dabei kommt ausnahmsweise einmal keine GeForce GTX 460M zum Einsatz, sondern eine AMD Radeon HD 6970M, die noch einmal deutlich potenter sein soll. Aber auch bei der CPU und Storage-System löst man sich vom Mainstream, denn es werden ein Intel Core i7-2820QM und eine 128 GB fassende SSD aus dem Hause Crucial verbaut. Ob es dem 17-Zöller gelingt, sich mit so viel Individualität von den Konkurrenten abzusetzen, zeigt wie immer unser ausführlicher Test.

 

Schenker Notebooks P701 Deckel

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Ist man an einem Gaming-Notebook interessiert, scheint es aktuell kaum notwendig zu sein, sich genauer um die verbauten Komponenten zu kümmern, denn beinahe alle großen Anbieter schicken ihre Gamer mit einem Intel Core i7-2630QM und einer GeForce GTX 460M in den Einsatz – beispielsweise das Alienware M17x R3 [zum Test], das ASUS G73SW [zum Test], das ASUS G53SW [zum Test], das Medion Erazer X6813 [zum Test] und Toshibas X500-167 [zum Test]. Dass es eben nicht zwangsläufig diese Kombination sein muss, zeigt Schenker Notebooks mit der uns zugesendeten Konfiguration des Gaming-Maxis XMG P701. Als CPU dient ein Intel Core i7-2820QM, für die Grafikberechnungen ist AMDs aktuelles Flaggschiff, die Radeon HD 6970M verantwortlich, die noch einmal höhere Frameraten bieten soll, als besagte „Mainstream“-GeForce. Interessant ist in diesem Fall, ob es denn wirklich eine teurere CPU sein muss, denn unser Vergleichstest in Hardwareluxx [printed] 03/2011 hat gezeigt, dass aktuell immer die Grafikkarte limitiert, bevor einer der Sandy-Bridge-Quad-Cores am Ende ist.

Gerade mit Hinblick auf solche Fragen ist das P701, der große Bruder des bereits getesteten 15-Zöllers P501, besonders interessant. Der in Leipzig ansässige Anbieter Schenker Notebooks ist ein klassischer Built-to-Order-Anbieter. Dem Käufer wird so deutlich mehr Flexibilität geboten, als bei den meisten großen Herstellern. Muss man sich dort in den meisten Fällen darauf verlassen, dass die angebotene Zusammenstellung sinnvoll ist (was bei einem i7-2630QM und einer GeForce GTX 460M beispielsweise der Fall ist), kann bei einem Built-to-Order-Hersteller der Konfigurationswut (natürlich auch in einem gewissen Rahmen) freien Lauf gelassen werden. Als besonders interessant empfinden wir diese Freiheit stets beim Storage-System. SSDs werden bei den meisten Anbietern nur in den absoluten Top-Modellen verbaut, bringen aber bekanntlich subjektiv mit den größten Geschwindigkeitszuwachs. Schenker Notebooks setzt dabei auf Barebones aus dem Hause Clevo, denn eine Case-Eigenentwicklung würde den Kostenrahmen sprengen. Mit den Standard-Barebones möchte man sich in Leipzig aber nicht mehr zufriedengeben und hat sich einen Laser angeschafft, um die Deckel mit einem individuellen Logo zu versehen – man ist also auf dem richtigen Weg.

Preislich ist unser Testmuster natürlich in der Upper-Class anzusiedeln, das war mit Hinblick auf die verbauten Komponenten aber nicht anders zu erwarten. So bringt es unsere Konfiguration auf stolze 2260 Euro. Das muss nun aber niemanden abschrecken, denn das P701 ist in der Grundkonfiguration bereits ab 1199 Euro verfügbar. Gaming-begeisterte User werden dann aber sicher noch etwas nachkonfigurieren.

 


Die Ausstattung des XMG P701 zu beschreiben ist natürlich nur eine „Momentaufnahme“, denn es ist möglich, den 17-Zöller in allen erdenklichen Ausstattungsvarianten zu ordern. Gerade beim Prozessor macht ein Downgrade sicherlich Sinn, denn erfahrungsgemäß liefert der i7-2630QM bereits mehr als genügend „Wumms“ und wird von den verfügbaren GPUs limitiert.

Toshiba X500-167 Deckel

Um sich von der breiten Masse abzusetzen, kommt bei unserem P701 eben kein i7-2630QM wie in praktisch jedem Quad-Core-Notebook, das wir bislang mit Sandy Bridge testen konnten, zum Einsatz, sondern ein i7-2820QM. Die Überlegung dahinter liegt auf der Hand, denn es sollen User angesprochen werden, die eben nicht das Standard-Modell nutzen und einen merklichen Mehrwert suggeriert bekommen möchten – der i7-2720QM ist folglich außen vor. Der verbaute i7-2820QM besitzt nun einen Grundtakt von 2,3 GHz und läuft im Turbo-Betrieb je nach Auslastung mit bis zu 3,4 GHz. Der Prozessor unterstützt alle aktuellen Intel-Technologien inkl. AVX. Natürlich ist darüber hinaus auch Intels HD3000-Grafik mit von der Partie. Der Basistakt liegt bei 650 MHz, dynamisch sind bis zu 1,3 GHz drin. Die höheren Taktraten machen sich jedoch nicht in der TDP bemerkbar. Analog zum sonst verbauten i7-2630QM gibt Intel auch hier einen Wert von 45 Watt an. Einzig die Quadcore-Extreme-Edition i7-2920QM, die wir bei Schenkers P501 testen konnten, ist noch einmal hungriger und besitzt eine TDP von 55 Watt.

Toshiba X500-167 Deckel

Die von Schenker Notebooks verbaute GPU ist eine AMD Radeon HD 6970M (auf den früheren Beinamen Mobility verzichtet man in der Zwischenzeit), die im Single-Betrieb das aktuelle Flaggschiff des Anbieters darstellt und als Gegenentwurf zur GeForce GTX 485M gedacht ist. Insgesamt besitzt die GPU, die auf einem Blackcomb-XT-Kern basiert, 960 Streamprozessoren, der Kerntakt liegt dabei bei 680 MHz – genau wie der Shadertakt. Anders als es die Nomenklatur vermuten lassen würde, setzt AMD aber noch auf eine 5D-Anordnung der Shader – auf ein Update wie bei den Desktop-Modellen muss der Mobil-Anwender noch verzichten. Der insgesamt 2 GB fassende Grafikspeicher wird mit 900 MHz getaktet und über ein 256 Bit breites Interface angebunden. Neben der Möglichkeit, nur eine GPU zu betreiben, bietet AMD auch die Option zwei der Grafikeinheiten im Corssfire-Betrieb zu kombinieren.

Wie bereits erwähnt, setzt Schenker Notebooks auf ein wesentlich interessanteres Storage-Konzept, als man es bei den meisten Stangen-Notebooks vorfindet, die bringen meist entweder eine HDD oder eine SSD mit. Schenker wählt hingegen eine geschickte Mischung, bieten reine SSD-Konzepte doch häufig deutlich zu wenig Speicherplatz, um in einem Desktop-Replacement-System gut aufgehoben zu sein, denn dort muss schließlich genügend Platz für alle wichtigen Daten geboten werden. Als Systemlaufwerk wird eine Crucial C300 geboten, die in unserem Einzeltest [zum Test] mit einer erstklassigen Leistung auftrumpfen und über einen langen Zeitraum dank des SATA-6G-Interfaces ein Alleinstellungsmerkmal vorweisen konnte. Das hat sich in der Zwischenzeit zwar geändert, schlechter wird die C300, deren Nachfolger wir mit der C400 bzw. m4 vor Kurzem testeten, dadurch aber natürlich nicht. Als Datengrab kommt zusätzlich eine Seagate Momentus mit einer Kapazität von 750 GB zum Einsatz, die dank 7200 rpm zudem flotte Übertragungsraten erhoffen lässt. Keine allzu großen Besonderheiten gibt es beim Arbeitsspeicher: 8 GB gehören in der Zwischenzeit zum guten Ton bei High-End-Geräten. 16 GB, wie sie Acer bei seinem Aspire 5950G verbaut, sehen wir noch nicht als verpflichtend an, denn der Vorteil hält sich für den Normalanwender ohne Frage in Grenzen. Als optisches Laufwerk kommt ein Blu-ray-Multiformat-Reader zum Einsatz, der DVDs aller Art beschreiben kann.

Schenker Notebooks P701 Akku

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Der Stromspeicher besitzt mit 5200 mAh bzw. 76,96 Wh eine ordentliche Kapazität. In Kombination mit der aktuellen Hardware-Generation, die gerade im Idle sehr sparsam mit dem lieben Strom umgeht, verspricht das recht lange Idle-Laufzeiten – unter Last dürfte die potente Hardware die Laufzeit aber deutlich verkürzen.

Als weitere Besonderheit kann unser Testmuster die optional verfügbare Killer Wireless N von Bigfoot Networks vorweisen, die Spieler bei Games mit niedrigeren Pings verwöhnen soll. Ob sich ein Upgrade lohnt, darauf werden in einem separaten Kurztest eingehen.

Schenker Notebooks XMG P701

Hardware  
Prozessor: Intel Core i7-2820QM
Prozessor - Takt:

Grundtakt: 2,3 GHz

Prozessor - Fertigung: 32 nm
Prozessor - Cache:

L3-Cache: 6 MB

Chipsatz: Intel HM65
Arbeitsspeicher: 8 GB - DDR 3
Grafikkarte:

AMD Radeon HD 6970M

Grafikkarte - Grafikspeicher: 1,5 GB
Festplatte:

1x 128 GB SSD (Crucial C300) + 1x 750 GB HDD (Seagate Momentus)

Festplatte - Geschwindigkeit: SSD + 7200 rpm
Laufwerk: Blu-ray
Monitor  
Display - Diagonale: 17,3 Zoll
Display - Auflösung: 1920 x 1080 Pixel
Display - 3D-fähig: nein
Display - Glare-Type: ja
Display - LED: ja
Eingabegeräte  
Tastatur - Tastengröße: 14 x 14 mm
Tastatur - Tastenabstand: 5 mm
Tastatur - Anzahl der Tasten: 98
Tastatur - Numblock: ja
Touchpad - Größe: 91 x 47
Touchpad - Multitouch: ja
Trackstick: nein
Tablet-PC: nein
Anschlüsse  
HDMI: 1
DVI: 1
DisplayPort: -
VGA: -

USB 2.0:

3
USB 3.0: 2
FireWire: 1
eSATA: 1 / shared
Audio: Line-in / Line-out / Mic / Digital
Gehäuse  
Akku: 5200 mAh / 76,96 Wh
Material: Kunststoff
Gewicht: 3,9 kg
Abmessungen:

412 x 276 x 41,8-45,4 mm

Preis und Garantie  
Preis: ca 2260 Euro
Garantie 24 Monate

 



Schenker Notebooks P701 Front

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Liegt das P701 geschlossen auf dem Tisch, kann es auf den ersten Blick als Schenker-System bzw. als Clevo-Barebone erkannt werden, denn es besitzt die klassische Formensprache des Anbieters, die sich in den letzten Jahren leider nur wenig weiterentwickelt hat und in der Zwischenzeit ein wenig angestaubt bis bieder wirkt. Auch wenn sich Schenker Notebooks mit dem großen XMG-Logo, das gleichzeitig den einzigen Eyecatcher des 17-Zöllers darstellt, etwas von der Masse abheben kann, so fällt das Gehäuse rein optisch hinter die ähnlich teuren Konkurrenten der großen Konzerne zurück – etwas wirklich Neues ist das aber nicht, denn damit haben die Built-to-Order-Anbieter bereits seit mehreren Jahren zu kämpfen. Erfreulich ist aber der Umstand, dass man diesen Missstand bei Schenker erkannt hat und nun mit dem großen gelaserten Logo eigene Anstrengungen unternimmt, sich zu verbessern.

Die Materialgüte liegt auf einem ordentlichen Niveau und kann prinzipiell überzeugen. Gerade mit Hinblick darauf, dass das XMG P701 wohl in erster Linie als Desktop-Replacement-System genutzt werden wird, gehen Materialgüte und Verarbeitungsqualität voll und ganz in Ordnung. Die Konkurrenz hat hier die Nase aber dennoch vorn. Es zeigt sich wieder einmal das übliche Problem: für den Einstiegspreis von rund 1150 Euro gehen beide Aspekte voll und ganz in Ordnung. Für die 2260 Euro, die unser Muster dank der teuren Komponenten kostet, kann hinsichtlich Individualität und Materialgüte doch noch einmal etwas mehr erwartet werden.

Schenker Notebooks P701 Seite links

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Auf der linken Seite werden neben einem Card-Reader drei USB-Anschlüsse geboten, von denen zwei bereits im 3.0-Format ausgeführt wurden. Einem flotten Datenaustausch steht somit nichts mehr im Wege. Weiterhin bietet Schenker Notebooks auf dieser Seite die Option ein FireWire-Gerät und eine DVB-T-Antenne anzuschließen. Abgerundet wird das Panel vom obligatorischen RJ45-Port.

Schenker Notebooks P701 Rückseite

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Erfreulich für ein Desktop-Replacement-Gerät ist, dass auch die Rückseite genutzt wird. So wird dem Kabelchaos der Kampf angesagt, auch wenn wir uns für eine „runde“ Lösung gewünscht hätten, dass auch der RJ54-Port auf die Rückseite verlegt wird. Mit DVI und HDMI werden aber die beiden digitalen Schnittstellen zur Bildausgabe nach hinten verlagert, was zusammen mit dem rückwärtigen Stromanschluss schon einmal grobes Kabelchaos erspart. Weiterhin steht hier ein eSATA/USB-Komboport zur Verfügung. Zwar kann davon ausgegangen werden, dass der eSATA-Port mit der immer stärkeren Etablierung von USB 3.0 früher oder später in der Versenkung verschwinden wird, kombiniert man den Kombo-Anschluss aber mit einem USB-Hub, wird das von uns wenig geliebte Kabelchaos großflächig vermieden.

Schenker Notebooks P701 Seite rechts

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Auf der rechten Seite des Gehäuses werden hingegen vergleichsweise wenige Anschlüsse positioniert. Es gibt einen weiteren USB-Anschluss, dieses Mal allerdings nur im 2.0-Format. Zur optimalen Audio-Anbindung werden vier Klinke-Buchsen geboten, die für alle Gegebenheiten die richtige Option bieten.

 



 

Schenker Notebooks P701 Geöffnet

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Wird das P701 geöffnet, setzt sich der schlichte Eindruck weiter fort, bzw. es wird noch einmal schlichter – Eyecatcher oder individuelle Erkennungsmerkmale sucht man vergebens. Das wirkt zwar ein wenig langweilig, biete auf der anderen Seite aber ein angenehmes Gegengewicht zu den teils noch immer chronisch bunten Gaming-Notebooks der großen Anbieter.

Die Materialqualität ist auch hier ordentlich. Analog zum ersten Eindruck gilt aber auch hier: Gemessen am Preis könnte gerade die Materialgüte noch einmal etwas hochwertiger ausfallen – das gilt insbesondere für den matten schwarzen Kunststoff, der rund um das Keyboard eingesetzt wird.

Schenker Notebooks P701 Tastatur

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Das Keyboard wird im klassischen (ja, so schnell kann sich ein Stil etablieren) Chiclet-Layout ausgeführt. Die Tasten sind 14 x 14 mm groß und lassen sich prinzipiell gut bedienen. Leider flext das Top-Case aber recht deutlich, was sich alles andere als positiv auf den Druckpunkt des Keyboards auswirkt. Mit der Zeit gewöhnt man sich zwar daran, dass es besser geht, zeigen aber dennoch zahlreiche Konkurrenten. Typisch für ein Gaming-Notebook ist die gesonderte Markierung der W-A-S-D-Tasten – ob das allerdings sein muss, ist die Frage, schließlich sollte ein passionierter Gamer die Tasten auch im Alleingang finden.

Schenker Notebooks P701 Numblcok

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Wie es für einen 17-Zöller üblich ist, wurde natürlich auch ein numerischer Zahlenblock integriert. Das wird Office-User natürlich freuen und erweist sich in der Praxis als erheblicher Vorteil. Nicht ganz nachvollziehen können wir allerdings, weshalb Clevo auch bei einem großen 17-Zöller auf eine abgespeckte Integration setzt. So gibt es zwischen dem Haupt-Tastenfeld und dem Zahlblock zum einen keine Abgrenzung, zum anderen teilt sich die „0“ ihren angestammten Platz mit der rechten Cursor-Taste. Dafür wird neben dem Keyboard viel Platz geboten, der so eigentlich nicht benötigt wird.

Schenker Notebooks P701 Touchpad

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Das Touchpad wurde optisch unauffällig integriert und ist ordentlich dimensioniert. Weniger überzeugend fallen allerdings die Gleiteigenschaften aus, denn der Mausersatz unseres Musters ist teilweise nicht plan, sondern leicht wellig. Es ist allerdings davon auszugehen, dass es sich dabei um ein Faux-Pas unseres Musters handelt, denn entsprechende Probleme sind uns bei den bisherigen Clevo-Barebones nicht untergekommen. Als praktisches Extra besitzt das P701 einen Fingerprint-Reader der zwischen den Maustasten untergebracht wurde.

 


Das XMG P701 führt eine Menge rechenstarker Hardware ins Feld. Da müssen natürlich potente Gegner her. Zum einen fällt unsere Wahl auf Schenkers 15-Zöller P501 (also den kleinen Bruder unseres heutigen Testkandidaten). Der kommt mit einem Intel Core i7-2920XM daher und besitzt mit NVIDIAs GeForce GTX 485M das Top-Modell der 4er-Reihe. Die GTX 560M steht zwar schon in den Startlöchern, noch fehlt uns hier allerdings ein Testmuster – in absehbarer Zeit sollte uns aber ein P701 mit NVIDIAs neuer Top-Grafik vorliegen. Auf der anderen Seite steht Toshibas X500-167 stellvertretend für die breite Masse an aktuellen High-End-Gaming-Notebooks zur Verfügung – ein Core i7-2630QM und eine GeForce GTX 460M haben wir schließlich nicht erst einmal gesehen.

 

ASUS_G60J_Uni1280_DX10

ASUS_G60J_Uni1280_DX10

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Der Einordnung entsprechend platzieren sich die CPUs bei unseren Benchmarks – unser P701 landet also im Mittelfeld. Schnell genug ist aber auch der i7-2630QM, die Leistung, die vom i7-2920XM geboten wird, braucht unseres Erachtens hingegen kaum jemand. Hier bietet es sich also an, ein paar Euro zu sparen.

 


ASUS_G60J_Uni1280_DX10

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Den Storage-Bereich dominiert das P701 mehr als deutlich – kein Wunder, schließlich nutzen die Konkurrenten auch keine SSD als Systemlaufwerk. Damit aber nicht genug, bietet das P701 dank der verbauten Crucial-SSD die schnellste Speicherlösung, die wir bislang in einem Notebook vorgefunden haben.

ASUS_G60J_Uni1280_DX10

Die Unterschiede fallen in diesem Benchmark sehr gering aus und liegen im Bereich der Messgenauigkeit. Subjektiv sind hier ohnehin keine Unterschiede mehr feststellbar.

ASUS_G60J_Uni1280_DX10

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Die Leistung liegt auf einem generell sehr hohen Niveau, im 3D Mark deutet sich dabei bereits an, dass die beiden Schenker Notebooks hinsichtlich der 3D-Leistung dicht beieinanderliegen, die GTX 485M aber einen leichten Vorteil verzeichnen kann. Eine Einordnung, die sich durch den gesamten Gaming-Bereich fortsetzt.

 


Unigine Heaven

Einer der ersten DirectX-11-Benchmarks ist der Unigine Heaven. Er verwendet alle wichtigen Features wie DirectCompute, Shader Model 5.0, Tessellation oder Screen-Space Ambient Occlusion.

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Unigine Heaven ist ein kostenloser Benchmark, der unter www.unigine.com zu beziehen ist.

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World in Conflict

 Bei World in Conflict handelt es sich um ein Echtzeitstrategiespiel von Sierra Entertainment. Das Spiel wurde von Massive Entertainment, den Schöpfern der Ground Control Reihe, entwickelt und ist seit September 2007 in Europa erhältlich. World in Conflict bietet eine Singleplayer-Kampagne, die insgesamt 14 Missionen beinhaltet. Das Spiel fesselt den Spieler durch seine Reichhaltigkeit an Action und hoher Spielgeschwindigkeit gepaart mit einer zeitgemäßen Grafik. In diesem Fall haben sich die Programmierer dazu entschlossen den DirectX-10-Renderpfad zu nutzen, welcher im Game erstaunliche Bilder auf den Schirm zaubert.

Zur Vollversion von World in Conflict in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

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Call of Juarez:

 Call of Juarez ist ein erstklassiger Western-Shooter aus dem Hause Ubisoft, der bislang Seinesgleichen sucht. Mit viel Liebe zum Detail besticht der Shooter aus dem Jahre 2006 unter Verwendung von Techlands Chrome-Engine in erster Linie durch seine einzigartige Grafik und die atemberaubende Atmosphäre. Der Spieler schlüpft in die Rolle des flüchtenden Billy und des prügelnden Predigers Ray und erlebt ein Katz-und-Maus-Spiel der besonderen Art. Nutzen Sie Pferde zur Fortbewegung auf weitläufigem Gelände, lassen Sie sich im Mehrspielermodus vom Goldfieber packen, erleben Sie klassische Revolverduelle und befreien Komplizen aus dem Gefängnis. Call of Juarez bietet einfach alles, was es für einen standesgemäßen Western braucht und zeigt als eins der ersten Games - nach einem Update - welche Möglichkeiten die DirectX-10-API bietet. In einem Anspruchsvollem Benchmark-Tool lassen sich diese Effekte bestaunen.

Zur Vollversion von Call of Juarez in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

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Resident Evil 5:

Die letzte Version aus der Horror-Reihe Resident Evil erschien nicht nur für diverse Konsolen, sondern auch für den PC. Die integrierte Benchmark-Funktion lädt dann natürlich geradezu ein, Grafikkarten auf Herz und Nieren im Grusel-Ambiente zu testen. Wir wählten den zweiten, weil deutlich kürzeren, Benchmark-Durchlauf.

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S.T.A.L.K.E.R.: Call of Pripyat

S.T.A.L.K.E.R.: Call of Pripyat ist nun schon der dritte Teil der sagenumwobenen S.T.A.L.K.E.R.: Shadow of Tschernobyl-Reihe und bildet einen einzigartigen Mix aus einem actionreichen First-Person-Shooter und einem komplexen Rollenspiel. Call of Pripyat besticht vor allem durch seine grandiose Atmosphäre in der Szene rund um Tschernobyl. Mit Call of Pripyat wurde die X-Ray-v.1.5-Engine noch einmal um die neusten technischen Möglichkeiten aufgestockt. Ab sofort wird zeitgemäß auch eine DirectX-11-Unterstützung geboten, die viele neue Grafikeffekte mit sich bringt. Mit Unterstützung von Tesselation gibt es neben komplett überarbeiteten Levels und einer erheblich verbesserten KI auch wieder sehr viele optische Leckerbissen. S.T.A.L.K.E.R.: Call of Pripyat kann wieder einmal als Augenweide bezeichnet werden.

Zur Vollversion von S.T.A.L.K.E.R.: Call of Pripyat in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

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Subjektive Bewertung + iColor Display

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Wie es bei den meisten Geräten der Fall ist, bietet Schenker Notebooks beim P701 ein Glossy-Display und setzt sich damit vom P501 und A501 ab, die beide ein recht mattes Display vorweisen konnten. Allerdings muss hier dazugesagt werden, dass der Glare-Effekt lange nicht so deutlich auftritt, wie es bei manchem Konkurrenz-Notebook der Fall ist, beispielsweise Alienwares M17x und Toshibas X500. Da das P701 zudem vermutlich meistens im Indoor-Einsatz Verwendung findet, stört uns ein Glare-Effekt hier weniger, als bei einem mobilen Gerät - ein entspiegeltes Display würde uns aber dennoch besser gefallen.

So kann das P701 mit einem guten Bild aufwarten, das mit seinen poppigen Farben sehr farbenfroh ist und, durch das Glare-Display begünstigt, einen akzeptablen Kontrast vorweisen kann. Ein wenig besser könnten für unseren Geschmack die horizontalen und vertikalen Einblickwinkel ausfallen, die sich bei durchschnittlichen Veränderungen der Sitzposition sichtlich ändern – mit diesem Problem haben aktuell aber fast alle Notebooks zu kämpfen. Gerade bei einem DTR-System erweist sich dies aber besonders störend, da sicherlich auch einmal mit mehreren Personen ein Film geschaut werden möchte.

Messergebnisse

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Keine allzu großen Überraschungen erleben wir bei unseren Messreihen. Gut, das Display könnte für ein Glare-Panel gerne noch ein wenig heller sein, für ein Indoor-Gerät geht die Helligkeit aber in den allermeisten Fällen in Ordnung. Einzig wer im Sommer häufig auf der Terrasse (wenn auch unter dem Sonnenschirm) spielen möchte, der wird sich ein wenig mehr Leuchtkraft wünschen. Das Kontrastverhältnis fällt gemessen wieder einmal recht niedrig aus, dank der Glare-Oberfläche kann das Panel aber dennoch mit knackigen Kontrasten aufwarten. Erstklassig ist die Helligkeitsverteilung über das gesamte Display – Unterschiede fallen auch bei genauerem Hinsehen kaum auf.

 


Akkulaufzeit

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Ein Langläufer ist das P701 sicherlich nicht mehr, dennoch liefert der 17-Zöller aber eine längere Laufzeit, als man es von jedem High-Performance-Gerät der Vorgänger-Generation hätte erwarten können. Eine rudimentäre Unabhängigkeit von der Steckdose ist somit auf jeden Fall geboten – im Sommer ist es also durchaus möglich, das schöne Wetter zu nutzen und außerhalb der eigenen vier Wände zu surfen – beim Volllast-Betrieb geht die Laufzeit aber natürlich recht flott in den Keller.

Temperaturentwicklung

ASUS_G60J_Stalker_Sun_DX10_nativ

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Das P701 wird bereits im Leerlauf recht warm, erhitzt sich dafür im Bereich des TopCases unter Last kaum noch. Auf der Unterseite sieht das anders aus, was mit Hinblick auf die verbauten Komponenten aber auch keine Überraschung ist.

Lautstärkeentwicklung

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Mit Hinblick auf die erreichte Lautstärke hätten wir uns gewünscht, Schenker hätte unter Last eine etwas höhere Temperatur akzeptiert, etwas Spielraum ist auf jeden Fall noch vorhanden. Unter Last bleibt das P701 angenehm leise, ist aber ein wenig lauter, als die meisten Geräte der letzten Zeit. Aber nun keine Angst, laut ist der 17-Zöller bei Weitem noch nicht – was wir vom Last-Test leider nicht behaupten können.

 


Schenker Notebooks XMG P701 ist ein Gaming-Rechner der Extraklasse, der eine enorm hohe Performance liefert, dessen Gehäuse den Erwartungen der 2000-Euro-Plus-Klasse aber leider nicht standhalten kann.

Schenker kombiniert in unserem Sample geschickt die Komponenten und kann so eine extreme Gaming-Leistung bieten. Performancefetischisten, die mit einer erstklassigen Qualität zocken wollen, sind hier genau richtig, denn AMDs Radeon 6970M bietet in jeder Lebenslage mehr als genügend „Wumms“. Die aktuell sehr gern verbaute GTX 460M wird klar auf die Ränge verwiesen, der Geldbeutel im Gegenzug aber stärker belastet. Hier sind wir allerdings der Meinung, dass der Aufpreis durchaus legitim ist, schließlich befinden wir uns ohnehin im High-End-Sektor, in dem es sicherlich nicht auf jeden Euro ankommt – ansonsten bietet beispielsweise Medions Erazer X6813 [zum Test] eine hervorragende Preis-Leistung, hat aber mit einem nicht optimalen Display zu kämpfen.

Das Preisleistungsverhältnis unseres P701 weiß aber immer noch zu gefallen, auch wenn man hier natürlich berücksichtigen muss, im High-End-Segment unterwegs zu sein - eine ordentliche Gaming-Leistung ist schließlich schon für weniger zu bekommen. Dafür bietet unser Muster neben höchsten Frameraten aber auch ein Storage-System ohne Fehl und Tadel. Die genutzte Crucial C300 liefert extreme Datenraten, während eine 750 GB fassende Festplatte mehr als genügend Platz für die meisten Daten mitbringt. Eine ordentliche, wenn auch nicht überragende Leistung bietet das Display, das insbesondere im Indoor-Einsatz mit poppigen Farben und einem kontrastreichen Bild auftrumpfen kann – für den Outdoor-Einsatz hingegen fehlt dem Display ein wenig die Leuchtkraft.

So stellt das Gehäuse wieder einmal das größte Problem des Schenker-Geräts dar. Während die Leistung bestens zum aufgerufenen Preis passt, lässt das Case den High-End-Charme vermissen, der zu einem Preis von über 2000 Euro erwartet werden kann – sowohl die Materialgüte als auch die Individualität wollen nicht so recht zum Luxus-Character passen, der durch den Preis suggeriert wird – so passt das Case zum Einstiegspreis des P701, darüber hinaus wird es aber schon sehr eng.

Alles in allem ist das Schenker Notebooks P701 in der uns vorliegenden Konfiguration eine klare Empfehlung für alle Performance-Junkies, wer jedoch auf ein paar FPS verzichten kann, der kann mit Geräten der großen Anbieter besser fahren, da die Gehäuse hier individueller und die Kühlungssysteme ausgeklügelter sind.

Positive Aspekte des Schenker Notebooks XMG P701:

Negative Aspekte des Schenker Notebooks XMG P701:

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