Test: MacBook Air mit 11 Zoll

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MacbookAir_logoDas neue MacBook Air mit 13 Zoll konnten wir bereits vor einigen Tagen näher betrachten. Herausragende Merkmale sind einmal mehr das Unibody-Design, die Akkulaufzeit und mit der neuen Generation auch der verbaute Flash-Speicher. Wem aber selbst das 13-Zoll-Modell des MacBook Air noch zu groß und auch zu teuer ist, der sollte sich die 11-Zoll-Variante einmal etwas genauer anschauen. Auch wenn Apple nicht gerne von einem Netbook spricht und das MacBook Air so manche Kriterien dieser Klasse auch nicht erfüllt, so ist alleine schon aufgrund der Display-Größe eine gewisse Zuordnung möglich und der Vergleich auch nötig.

Bevor wir auf die Details eingehen, erst einmal ein paar grundsätzliche Fakten zum neuen MacBook Air. Zwischen zwei Display-Größen muss sich der potenzielle Käufer entscheiden. Einmal 11 Zoll mit einer Auflösung von 1366 x 768 Pixeln und einmal 13 Zoll mit einer Auflösung von 1440 x 900 Pixeln. Die Kapazität des Flash-Speichers reicht von 64 bis 256 GB. Natürlich gibt es auch Unterschiede in Größe und Gewicht. Apple hat dazu eine sehr schöne Übersicht erstellt, in der alle Modelle gegenübergestellt werden.

Mit der Aktualisierung des MacBook Air hat sich auch an den Preisstrukturen etwas getan. So startet das 11-Zoll-Modell, welches wir in diesem Artikel näher betrachten wollen, nun ab 999 Euro mit einem 1,4 GHz flotten Intel Core 2 Duo, 2 GB an Arbeitsspeicher und einem 64 GB großen Flash-Speicher. Das ohne individuelle Veränderungen (schnellerer Prozessor, mehr Arbeitsspeicher) teuerste MacBook Air liegt bei 1599 Euro und bedient sich einem 1,86 GHz schnellen Intel Core 2 Duo, 2-GB-Arbeitsspeicher und 256-GB-Flash-Speicher. Allen Modellen gemein ist die Grafikkarte in Form der NVIDIA GeForce 320M.

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Das von uns getestete 11-Zoll-Modell ist also der Einstieg in die MacBook-Air-Welt. Wer den Speicher auf 128 GB verdoppeln möchte, muss schon 1149 Euro zahlen. Die Verdopplung des Arbeitsspeichers schlägt mit weiteren 90 Euro zu Buche. Ebenfalls 90 Euro werden fällig, wenn anstatt des 1,4 GHz Intel Core 2 Duo ein Modell mit 1,6 GHz verbaut sein soll - alles in allem landen wir für die Upgrades in dieser Form bei einem Preis von 1329 Euro.

Hersteller und Bezeichnung Apple MacBook Air
Straßenpreis 999 Euro
Homepage www.apple.de
Technische Daten
CPU 1,4 GHz Intel Core 2 Duo
Arbeitsspeicher 2 GB 1066 MHz DDR3
Festplatten-Speicher 64 GB Flash-Speicher
Grafikkarte NVIDIA GeForce 320M
Display-Größe 11 Zoll
Display-Auflösung
1366 x 768 Pixel
angegebene Akkulaufzeit 5 Stunden

Nun wollen wir uns das neue MacBook Air aber einmal genauer anschauen.


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Bei einem Blick auf das geschlossene MacBook Air ist nicht zu erkennen, ob es sich um das 11- oder 13-Zoll-Modell handelt.

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Erst nach dem Aufklappen des Displays wird anhand der Größe der Tastatur dann auch die Größe des MacBook Air deutlich. Apple möchte das 11-Zoll-Modell ungern in der Netbook-Klasse sehen, daher wird auch ein Fullsize-Keyboard verwendet.

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Auf der linken Seite präsentieren sich die gleichen Anschlüsse wie beim größeren Modell - einmal MagSafe für das Netzteil, USB 2.0, Klinke-Anschluss und das Mikrofon.

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Rechts sind der mini-DisplayPort und der zweite USB-Anschluss zu finden. Hier ist dann auch ein Unterschied zum 13-Zoll-Modell zu sehen. Der SD-Kartenslot hat es nicht in die kleinere Variante geschafft - vermutlich aus Platzgründen.

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Das MacBook Air mit 11 Zoll im Vergleich zum iPad. Viele sehen das 11-Zoll-MacBook-Air aufgrund des iPads als überflüssig an. Allerdings ist ein physikalisches Keyboard für Vielschreiber auch unterwegs oft unverzichtbar.

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Im direkten Größenvergleich - iPad auf MacBook Air 11 Zoll.


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Anders als bei allen bisherigen Macs mit vorinstalliertem Mac OS X liefert Apple keinen optischen Datenträger mehr mit dem neuen MacBook Air, sondern einen USB-Stick. Dieser ist nicht beschreib- oder kopierbar und kann daher auch nur für die Neuinstallation genutzt werden.

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Das SuperDrive des alten MacBook Air funktioniert auch am neuen MacBook Air, sollte der Anwender nicht auf optische Datenträger verzichten können.


Wir wollen auch den von Apple verwendeten Flash-Speicher einmal genauer betrachten. Dieser ist nicht mehr in einem üblichen Formfaktor untergebracht, im MacBook Air war es bisher ein 1,8-Zoll-Laufwerk, sondern in einer Art Speicherstick mit mini-SATA-Interface. iFixit hat das MacBook Air bereits auseinandergenommen und so können wir einen Blick auf den Speicher werfen.

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Bisher verbaute Apple gerne SSDs mit Samsung- oder Toshiba-Controller, im neuen MacBook Air wird ein Toshiba-Controller (T6UG1XBG) sichtbar. In den Benchmarks haben wir auch Messungen der maximalem Schreib- und Leserate gemacht, viel wichtiger beim Einsatz eines Flash-Speichers ist aber die hohe I/O-Rate, die viele kleine Zugriffe in kürzester Zeit zulässt und damit Programmstarts etc. in kurzen Augenblicken ermöglicht. SSDs mit SandForce SF-1200 Controller liegen auf ähnlichem Niveau oder sogar darüber. Apple kann aber zumindest wieder aufholen, was in der Vergangenheit nicht immer zutraf.

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Beim kleinen MacBook Air mit 11-Zoll-Display besitzt der Flash-Speicher eine Kapazität von 64 GB, die Verdopplung schlägt mit einem Aufpreis von 150 Euro zu Buche. Beim 13-Zoll-Modell ist die Einstiegsgröße 128 GB, der Aufpreis für 256 GB beträgt 300 Euro. Die für Apple üblichen Aufpreise sorgen oftmals dafür, dass der Kunde gewisse Upgrade-Optionen selbst in die Hand nehmen möchte. Photofast hat nun ein Upgrade-Kit für das MacBook Air angekündigt. Die maximale Kapazität beträgt hier 256 GB und macht diese Größe dann auch im 11-Zoll-MacBook-Air möglich, eine Option die Apple selbst nicht bietet. Es sollen allerdings auch Modelle mit 64 und 128 GB verfügbar sein. Als Controller kommt der SandForce-Controller SF-1200 zum Einsatz.

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Photofast gibt an, dass die Performance um 30 Prozent höher sein soll, als beim Originalspeicher von Apple. Unabhängige Tests dazu stehen aber noch aus. Um den alten Speicher auch noch weiterverwenden zu können, liefert Photofast ein Gehäuse mit, in welches der Speicher gesteckt werden kann. Dieses verfügt über einen USB-3.0-Controller und bietet sich dem Käufer des Upgrade-Kits als schneller USB-Stick an. Bisher sind weder Preis noch Verfügbarkeit des Upgrade-Kits bekannt.

Zum Abschluss noch ein Screenshot aus dem Aja System Test zum von Apple verbauten Flash-Speicher.

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Apple gibt eine Akkulaufzeit von 7 Stunden an. Diesen Wert konnten wir nicht vollständig reproduzieren, auch nicht bei abgeschaltetem Flash-Plugin.

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Mit aktiviertem Flash und auch einer entsprechenden Nutzung kommen wir auf 4,5 Stunden Laufzeit.

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Im kompletten Multitasking-Betrieb hält der Akku des MacBook Air 11 Zoll knapp über drei Stunden.


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Auch wenn über ein MacBook Air mit 11-Zoll bereits seit geraumer Zeit gemutmaßt wird, so kam die offizielle Vorstellung vor einigen Wochen doch mehr oder weniger überraschend. Viele sehen die Vorstellung in direkter Konkurrenz zum iPad - allerdings besitzen beide Geräte doch ihre individuellen Eigenheiten, die einen direkten Vergleich nur sehr schwer möglich machen.

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Hat das 13-Zoll-Modell des MacBook Air noch das Potenzial zum alleinigen Notebook, so müssen wir dem 11-Zoll-Modell diesen Anspruch absprechen, es sei denn das Anwendungsgebiet beschränkt sich auf das Nötigste. Fraglich erscheint vielen der Einsatz eines 1,4 GHz Prozessor. In unserem Test aber konnten wir keinerlei Einschränkungen im täglichen Einsatz feststellen. Natürlich sollten mit dem MacBook Air in dieser Form auch keine 1080p-Filme gerendert werden.

Pluspunkte für das MacBook Air, egal ob 11- oder 13-Zoll, bleiben das Unibody-Design und die hervorragende Akkulaufzeit. Trotz der Baugröße erreichen wir eine Laufzeit von über sechs Stunden. Die Helligkeit des Displays ist gewohnt solide. Die Auflösung des Displays ist für den längeren mobilen Einsatz nur eingeschränkt geeignet. Von einigen Benutzern sicher immer noch vermisst wird ein Ethernet-Port, das Fehlen des optischen Laufwerks wird bei der Baugröße zu verschmerzen sein. Abhängig vom Anwender werden optische Datenträger aber auch nur noch sehr selten bis überhaupt nicht mehr eingesetzt.

Die ersten beiden MacBook-Air-Generationen hatten noch große Probleme wenn es um die Wiedergabe von Flash-Inhalten bzw. die Tatsache des recht schnell und sehr nervig aufdrehenden Systemlüfters ging. Zum einen wird der Lüfter nun deutlich später hörbar, auch größere Flash-Inhalte werden noch ohne lästiges Aufdrehen des Lüfters dargestellt. Zum anderen schrillt der Lüfter nicht mehr so hell auf wie bei den vorangegangenen Modellen, sondern klingt deutlich dumpfer.

Besonders imposant ist die Leistung das Flash-Speichers. Schreiben konnten wir mit fast 150 MB pro Sekunde, das Lesen von Daten geht mit 175 MB pro Sekunde vonstatten. Bei Apple-Produkten immer ein wichtiger Punkt ist der Preis. Für 999 Euro erhält man ein extrem mobiles MacBook mit den gewohnt soliden Mac-OS-X-Features und einem exklusiven Design. Sicher sind Netbooks auch für weit unter 500 Euro erhältlich, dann müssen aber auch einige Abstriche gemacht werden.

Positive Aspekte des MacBook Air:

Negative Aspekte des MacBook Air:

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