Test: ASUS EeePC 1015PE - Netbook mit mattem Display

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asus_eeepc_1015_teaserDie kleineren Notebooks, die sogenannten Netbooks, erfreuen sich auch weiterhin einer großen Beliebtheit. ASUS war vor einigen Jahren der Vorreiter und brachte den ersten EeePC an den Kunden. ASUS ist aber auch heute noch der große Netbook-Hersteller schlecht hin. Immer wieder präsentiert dieser neue Modelle, so auch den EeePC 1015PE. In der letzten Zeit hat sich jedoch bei der Ausstattung und dem Gehäuse drum herum nicht viel getan. Bei dem von ASUS zur Verfügung gestellten Modell, dem 1015PE, werden wir in diesem Artikel zeigen, was sich geändert hat.

 

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Bei diesem Modell, dem 1015PE, kann der Kunde insgesamt zwischen vier verschiedenen Farben wählen. Zur Auswahl stehen Schwarz, Weiß, Blau und Braun. ASUS hat uns das Testgerät in der Trendfarbe Weiß zur Verfügung gestellt. Schaut man sich die Ausstattung des 1015PE an, gibt es, wie erwartet keine großen Überraschungen. Der Hersteller setzt bei diesem Modell, wie auch viele andere, auf den Atom-450-Prozessor von Intel. Dieser besitzt eine Taktfrequenz von 1,66 GHz und ist dank der HyperThreading-Technologie in der Lage bis zu zwei Prozesse gleichzeitig zu bearbeiten. Unterstützt wird dieser von 1 GB an Arbeitsspeicher. Dies ist jedoch recht wenig, hier hätten wir uns mindestens ein zweites GB gewünscht. Beides arbeitet mit dem NM10-Chipsatz von Intel zusammen. Des Weiteren sorgt der Grafikchip GMA 3150 für die Darstellung auf dem kleinen Display.

ASUS verbaut im 1015PE ein Display mit einer Diagonale von 10,1 Zoll, wobei hier eine Neuigkeit zum Vorschein kommt. ASUS verbaut hier überraschenderweise kein Glossy-Display worüber sich viele Käufer besonders freuen werden. Wird das Netbook insbesondere unterwegs genutzt, wofür es auch konzipiert wurde, wird das Display für viele Nutzer eine echte Erleichterung sein. Zur weiteren Ausstattung gehört eine 250 GB große Festplatte von Seagate. Diese besitzt eine SATA-Schnittstelle und eine Umdrehungsgeschwindigkeit von 5400 Umdrehungen pro Minute. Des Weiteren ist natürlich WLAN, welches die Standards B, G und N unterstützt, mit an Bord. Ein Kartenleser, mehrere USB-Anschlüsse, eine Webcam, Blutooth und ein LAN-Port gehören ebenfalls dazu. Mit einer Größe von 263 x 179 x 36 Millimetern bringt das 1015PE genau 1,2 Kilogramm auf die Waage. Der Akku besitzt eine Kapazität von 5200 mAh und soll das 1015PE laut ASUS bis zu 12 Stunden mit Strom versorgen.


In der folgenden Tabelle sind noch einmal alle wichtigen Daten und Fakten des 1015PE von ASUS zusammengefasst.

Eckdaten: Netbooks 
  ASUS 1015PE
Prozessor: Intel Atom N450
Arbeitsspeicher: 1 GB
Festplatte: 250 GB
Laufwerk: -
Grafik: Intel GMA 3150
Display: 10,1 Zoll - 1280 x 600 - non Glare
Akku: 5200 mAh
Gewicht: 1,2 kg
Preis: ab 315 Euro
Garantie 24 Monate

 


Nach dem Betrachten der Hardware kamen leider keine Neuigkeiten ans Tageslicht. Das Display ist jedoch ein Schritt in die richtige Richtung. Auf den folgenden Seiten widmen wir uns dem Gehäuse und sind auf der Suche nach weiteren Neuigkeiten bzw. Verbesserungen.

Das Modell in der Farbe weiß macht auf den ersten Blick einen schicken und hochwertigen Eindruck. ASUS hat auch hier nachgebessert und verwendet diesmal eine matte Lackierung. Die sehr empfindliche Klavierlackoptik wurde bei diesem Modell nicht genutzt und ist damit ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Das Herstellerlogo ist sauber mit dem Gehäusedeckel verarbeitet und weist eine leichte Struktur auf. Der erste Eindruck bezüglich der Optik, welcher sehr oft zählt, ist demnach sehr gut.

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Betrachtet man das 1015PE von vorne, macht es einen recht schlanken Eindruck, was wohl an der Keilform des Seashell-Designs liegt. Vier Status-LEDs versorgen den Nutzer mit wichtigen Informationen. Der schwarze Rand, welche um das Display liegt, grenzt den Deckel klar vom Gehäuse ab.

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Auf der linken Seite positioniert ASUS ganz hinten die Buchse für das externe Netzteil. Das im Lieferumfang enthaltene Netzteil ist sehr klein und mit dünnen Kabeln versehen, was die Mitnahme für unterwegs deutlich vereinfacht. Der Stecker des Netzteils wirkt jedoch sehr klein und damit weniger stabil. Zudem platziert der Hersteller einen der USB-Anschlüsse auf der linken Seite. Ein VGA-Anschluss und die Öffnung für die Lüftung finden ebenfalls ihren Platz.

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Betrachtet man das Modell von rechts, stechen sofort zwei weitere USB-Schnittstellen ins Auge. Damit stehen insgesamt drei USB-2.0-Buchsen zur Verfügung. Des Weiteren findet der Kartenleser, welcher SD- und MMC-Karten aufnehmen kann, seinen Platz. Jeweils eine 3,5-mm-Buchse für das Mikrofon und beispielsweise für ein Headset sind vorhanden. Am hinteren Ende ist der Anschluss für das lokale Netzwerk platziert.


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Öffnet man das 1015PE wird sofort der Kontrast zwischen der Tastatur und dem Display deutlich. Die Tastatur und deren Umgebung wurde komplett in Weiß gehalten, die Umrandung des Displays hingegen in Schwarz. Die Tastatur an sich ist wieder mattweiß, die Umgebung dafür leicht glänzend, jedoch nicht so empfindlich gegen Fingerabdrücke. Das Modell macht aufgeklappt einen sehr aufgeräumten und zudem schlichten Eindruck. Die Scharniere des Displays sind hochwertig und stabil verarbeitet. Eine blaue LED direkt neben dem Powerknopf informiert den Nutzer über den aktuellen Betriebszustand.

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Die Tasten besitzen eine Größe von 15 x 13 Millimeter und sind mit einem vier Millimeter großen Abstand voneinander getrennt. Der Abstand ist gut dimensioniert, wodurch die Tasten jeweils noch gut zu erreichen sind. Der Druckpunkt der Tasten ist gut und die Geräuschkulisse während des schreibens sehr gering. Beides vermittelt dem Schreiberling einen hochwertigen Eindruck. Zum schreiben längerer Texte ist die Tastatur durchaus geeignet, jedoch aufgrund der geringen Größe nicht optimal.

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ASUS nutzt den Platz weitestgehend und verbaut ein Touchpad mit einer Größe von 80 x 41 Millimetern. Die Oberfläche ist gleich der Handballenauflage und fühlt sich während der Bedienung gut an. Das Ende des Touchpads wird durch einen leicht spürbaren Chromeinsatz markiert. ASUS trennt beide Maustasten optisch nicht voneinander und setzt diese auf gleicher Höhe mit der Handballenauflage. Die Druckpunkte sind gut abgestimmt und hinterlassen beim Betätigen ein leises Klicken. Die Silber glänzende Oberfläche der Tasten ist etwas empfindlicher gegenüber der Handballenauflage.


Nach der ausführlichen Betrachtung der Hardware und des Gehäuses widmen wir uns der Leistung des 1015PE. Dieses muss gegen zwei weitere Netbooks antreten. In der folgenden Tabelle sind alle Eigenschaften, welche für die folgenden Ergebnisse der Benchmarks ausschlaggebend sind, kurz zusammengefasst.

Eckdaten: Netbooks 
  Acer Aspire One D250 UMTS ASUS EeePC T101MT ASUS 1015PE
Prozessor: Intel Atom N270 Intel Atom N450 Intel Atom N450
Arbeitsspeicher: 1 GB 1 GB 1 GB
Festplatte: 1x 250 GB 1x 160 GB 250 GB
Laufwerk: - - -
Grafik: Inteli 945 Intel GMA3150 Intel GMA 3150
Display: 10,1 Zoll - 1024 x 600 - Glare 10,1 Zoll - 1024 x 600 - Matt 10,1 Zoll - 1280 x 600 - non Glare
Akku: 4900 mAh 4900 mAh 5200 mAh
Gewicht: 1,27 kg 1,3 kg 1,2 kg
Preis: ab 245 Euro ab 415 Euro ab 315 Euro
Garantie 24 Monate 24 Monate 24 Monate

 

In diesen beiden Benchmarks liegen alle drei Kontrahenten fast gleich auf. Grund dafür dürften die fast gleichen Taktfrequenzen der Prozessoren sein.


Auch im Benchmark der Festplatten können keine großen Unterschiede festgestellt werden. Alle drei Hersteller setzen hier auf die gleiche Technik mit denselben Eigenschaften. Lediglich die Größe der eingesetzten Festplatten ist unterschiedlich.

In Bezug auf den Speicherdurchsatz erwartet uns auch hier keine besondere Überraschung. Alle Testkandidaten sind etwa gleich schnell.

Beim einzigen 3D-Benchmark, dem 3D Mark 2003, sind die Unterschiede schwindend gering. Der 1015PE kann sich hier nicht ganz an die Spitze setzen und muss den ersten Platz an ein anderes Modell von ASUS abgeben.


Subjektive Bewertung + iColor Display

Das verbaute Display macht rein subjektiv betrachtet einen sehr guten Eindruck. Die Darstellung ist klar und farbenfroh. Da ASUS kein Glossy-Display verbaut hat, ist dies ein wahrer Segen. Gerade unterwegs dürfte das 1015PE vielen Besitzern besonders viel Freude bereiten. Die Diagonale und Auflösung ist für ein Netbook dieser Größe üblich und stellt damit keine Besonderheit dar.

Wie die Ergebnisse zeigen, ist die Ausleuchtung des Displays sehr ausgeglichen. Helligkeitsunterschiede können mit bloßem Auge kaum wahrgenommen werden. In der Mitte ist, wie so oft, der hellste Sektor. Die maximale Helligkeit ist gegenüber dem anderen Modell von ASUS deutlich besser geworden. Hier hat ASUS ganze Arbeit geleistet, denn der Kontrast ist auch als gut einzustufen. ASUS verbaut beim 1015PE ein non-Glossy-Display mit guten Eigenschaften.


Akkulaufzeit:

Bei der Akkulaufzeit konnte sich das 1015PE von ASUS an die Spitze setzen. Eine Laufzeit von knapp neun Stunden im Leerlauf ist ein guter Wert. Die vom Hersteller angegebenen 12 Stunden konnten in unserem Benchmark jedoch nicht erreicht werden. Unter Last liegt das Modell mit dem Acer Apsire One gleich auf. Eine Laufzeit von fünf Stunden unter Volllast ist ebenfalls ein guter Wert, wenn man bedenkt, dass eine 100-prozentige Auslastung nur selten der Fall ist.

Temperatur-Entwicklung:

Auch die Temperaturmessung zeigt, dass ASUS gute Arbeit geleistet hat. Die gemessenen Temperaturen im Leerlauf befinden sich im normalen Rahmen. Unter Last steigen diese nur geringfügig an, was auf ein gutes Kühlkonzept hinweist. Auf der Unterseite sind die Temperaturen im Schnitt etwas höher, der Temperatursprung jedoch auch sehr gering. Betrachtet man die komplette Temperaturentwicklung, so wird klar, der EeePC 1015PE vermittelt während dem Arbeiten eine angenehme Oberflächentemperatur.

Entwicklung der Lautstärke

Dass die Netbooks trotz ihrer geringen Leistung nicht immer leise zu Werke gehen, ist durchaus bekannt. In Zukunft müssen sich auch alle Netbooks einer Messung der Lautstärke unterziehen. Nicht bei allen Gegnern des 1015PE wurde die Lautstärke gemessen, daher ist ein Vergleich nur zum Acer Aspire One möglich.

Im Idle-Betrieb geht das 1015PE leise und unauffällig zu Werke. Das leise Rauschen des Luftzuges auf der linken Seite wird kaum wahrgenommen und ist somit nicht störend. Unter Last dreht das Netbook von ASUS geringfügig hoch um die heiße Luft aus dem Innenraum zu befördern. Doch der vorhandene Pegel unter Last ist nicht störend. Mit dem Kühlkonzept scheint ASUS ganze Arbeit geleistet zu haben.


Im Ganzen betrachtet, ist ASUS ein richtig schickes und hochwertiges Netbook gelungen. Gerade in diesem Bereich tun sich die Hersteller schwer Neuigkeiten zu entwickeln. ASUS setzt dieses Mal auf  mattes Display und scheint unsere negative Meinung gegenüber der Glossy-Displays gehört zu haben. Zudem setzt der Hersteller auf keine hochglänzende Lackierung, was das 1015PE auch nach längerer Benutzung noch schick aussehen lässt.

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Doch im Inneren hat sich nicht viel getan. Die Ausstattung gleicht den anderen Herstellern und bringt somit keine Überraschungen mit sich. Die Technik ist gut und ausgereift. Gerade beim Zubehör sollte noch einmal kurz das Netzteil erwähnt werden. Die Bauart dessen ist sehr kompakt und erleichtert die Mitnahme deutlich. Somit ist das 1015PE dank des kleinen Netzteils und des nicht spiegelnden Displays der optimale Begleiter für unterwegs, welcher zudem mit einer langen Akkulaufzeit auftrumpfen kann.

 

Positive Aspekte des ASUS 1015PE:

Negative Aspekte des ASUS 1015PE:

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