Buffalo TS-6400D - Solides Business-NAS im Test

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Die Buffalo TeraStation TS-6400DN soll als Fertig-NAS-Lösung für kleine Unternehmen überzeugen, welche auf eine schnelle Netzwerkverbindung mit 10-Gigabit-Ethernet-Anschluss, leistungsstarker Hardware und erweiterten Backup-Funktionen angewiesen sind. Wie sich das vorkonfektionierte Gerät schlägt, werden wir uns in diesem Test genauer untersuchen.  

Die Buffalo TeraStation TS-6400DN wird standardmäßig mit bis zu vier 2 TB, 4 TB oder 8 TB fassenden Festplatten ausgestattet und kann entsprechend eine maximale Brutto-Rohkapazität von 32 TB zur Verfügung stellen.  

Mit dem Intel Atom Quad-Core-Prozessor C3538 (2,10 GHz Grund- und Boosttakt), 8 GB an DDR4-ECC-Arbeitsspeicher (erweiterbar), zwei 1-Gigabit-, sowie einem 10-Gigabit-Ethernet-Anschluss und zwei USB-3.0-Buchsen steht einem flüssigen Arbeiten und schnellen Backups prinzipiell nichts im Wege. 

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Die Firma Buffalo bietet die TeraStation TS-6400DN aus Gründen der Sicherheit als "geschlossenes" System an. Das bedeutet, das keine Drittanbieter-Software installiert werden kann, da diese Trojaner oder Schlupflöcher bieten können. 

Die Funktionen beschränken sich auf Funktionen und Features (File-Server, Backups, iSCSI), die besonders für kleine Unternehmen geeignet sind und eine vereinfachte Bedienung bieten sollen. 

Als Besonderheit sollte noch erwähnt werden, dass die TS-6x00DN die einzige Buffalo-NAS-Serie mit einer Unterstützung für das Btrfs-Dateisystem ist und somit auch Snapshot-Backups ermöglicht. 


Technische Daten:

HerstellerBuffalo Technology
ModelTS-6400DN
ProzessorIntel® Atom® Prozessor C3538 (8 MB Cache, 2,10 GHz)
RAM8 GB DDR4 ECC
Speichervier SATA3 6Gb/s 3,5"
AnschlüsseHinten: 2 x Gigabit-Ethernet, 1 x 10-Gigabit-Ethernet, 2 x USB3.0
Maße (HxBxT)215 mm x 170 mm x 230 mm
Gewicht7,4 kg
Besonderheiten3 Jahre Garantie, VIP-Service, 24 Stunden Festplattenersatz
Preisca. 1.179,00 Euro

Die Buffalo TeraStation TS-6400DN bietet zu ihrer unverbindlichen Preisempfehlung von 1.179 Euro einen Intel Atom Quad-Core C3538 mit 8 GB DDR4 ECC und 10-Gigabit-Ethernet. Genaue Angaben zu den verwendeten Festplatten werden nicht gemacht. In unserem Testmuster werden 4 TB IronWolf ST4000VN008 eingesetzt. Andere Festplattenmodelle oder Hersteller können nicht ausgeschlossen werden. 


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Äußerlich kommt die Buffalo Terastation TS-6400DN in einem matten, schwarz-grauen Design daher. Die verwendeten Kunststoffe wirken hochwertig und passen perfekt in die Business-Umgebung. Der Grundrahmen ist, wie bei dem meisten Geräten, aus lackiertem Stahlblech, welcher sehr stabil und schwer wirkt.

Im oberen Bereich ist das beleuchtete Display, die LEDs für den Zustand der Terastation, der Einschaltknopf und die Display- und Funktionstasten untergebracht.

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Hinter der abschließbaren Klappfront befinden sich die vier nummerierten Laufwerkseinschübe. Die Frischluft zur Kühlung der verwendeten Datenträger und der Hardware gelangt ausschließlich von vorne durch die großzügige Öffnung der Laufwerkseinschübe in das Gehäuse. Dadurch bleibt auch bei sehr intensiver Nutzung der TS-6400DN die Hardware kühl und der Lüfter kann länger im unteren Drehzahlbereich bleiben. 

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Auch in den Laufwerkseinschüben selbst sind Schlitze und Bohrungen vorhanden, die zur Kühlung dienen. Damit die Datenträger und die Hardware durch den Staubeintrag nicht zu sehr verschmutzen, befindet sich in der Front ein wiederverwendbarerer Filter, der lediglich mit Clips gehalten wird. Dadurch ist die Reinigung, zum Beispiel mit einem Staubsauger, kinderleicht. 

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Um die Laufwerkseinschübe der Buffalo TeraStation TS-6400DN herausnehmen zu können, muss der Klappmechanismus an der rot markierten Seite mit dem Finger nach vorne gezogen werden. Dadurch wird die Verriegelung geöffnet und man kann mit einem leichten Zug den Einschub herausziehen. 

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Die aus lackiertem Stahlblech bestehende Rückseite beherbergt die zwei 1-Gigabit-Ethernet-RJ-45-Anschlüsse, den 10-Gigabit-Ethernet-RJ-45-Anschluss, die beiden USB-3.0-Buchsen, die Netzbuche (C13), das Kensington-Schloss und einen 92-mm-Lüfter. Der Service-Port ist für den Nutzer ohne Funktion. 

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Auf der Unterseite findet man nur vier Gummifüße die zur Entkoppelung und einem rutschfesten Stand der Terastation dienen. 

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Die Reihenfolge der Laufwerkseinschübe wird an der rechten Seite des Gehäuses vorgegeben und sollte eingehalten werden, damit es nicht zu Problemen oder gar Datenverlust kommt.  


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Der innere Gehäuserahmen aus Stahlblech hält die verbauten Komponenten sicher und stabil an Ort und Stelle. Alles sitzt perfekt und lässt sich bei Bedarf nach dem Lösen einiger Schrauben problemlos entfernen. 

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Die Hauptplatine macht einen soliden Eindruck und ist sauber verarbeitet. Der kleine Aluminium-Kühler bei den Netzwerkanschlüssen dient zur Kühlung des 10-Gigabit-Ethernet-Anschlusses, welcher aus dem Hause Aquantia stammt. Die beiden 1-Gigabit-Ethernet-Ports benötigen keine zusätzliche Kühlung.  

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Der in unserem Testmuster verwendete Arbeitsspeicher stammt von SK Hynix und hört auf den Namen H5AN8G8NAFR-UHC. Dieser ist mit DDR4-2400 CL17-17-17 1,2V spezifiziert. Ein Wechsel zu anderen Speicherchips kann während der Produktion nicht ausgeschlossen werden.

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Das Betriebssystem der Buffalo TeraStation TS-6400DN befindet sich auf einer microSD-Karte, welche auf einem Daughter-Board mit M.2-Schnittstelle eingesetzt ist. In unserem Fall handelt es sich um ein 16 GB fassendes Transcend-Model, das mit 95 MB/s lesend und 10 MB/s schreibend spezifiziert wurde. 

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Die Anbindung der Laufwerke erfolgt mittels einer Tochterplatine, welche im Inneren Gehäuse verschraubt und auf der Hauptplatine direkt eingesteckt ist. Die vier SATA-Laufwerke sind über diese Platine direkt mit der Intel Atom CPU verbunden. 

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Das eingebaute Netzteil der Buffalo TeraStation TS-6400DN ist offen verbaut und befindet sich über den Laufwerken. 

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Der verwendete 4-Pin-Lüfter im 92-mm-Format mit der Bezeichnung D09A-12PU stammt von Nidec und wird automatisch über das Betriebssystem geregelt. 

ModellD09A-12PU
LagerKugellager
Spannung12 VDC
Spannungsbereich10,8 - 13,8 V
Drehzahl2.700 rpm
Volumenstrom84 m³/h
Statischer Druck4,0 mmH2O
Stromaufnahme0,17 A
Leistungsaufnahme2,04 W
Lautstärke34,0 dB(A)


Das Herzstück eines jeden NAS (Network Attached Storage) ist das Betriebssystem. Ob ein Selbstbau mit entsprechender Software, welche einen immensen Funktionsumfang und auch das nötige Wissen voraussetzt, um einen stabilen und performanten Betrieb zu gewährleisten, oder wie in unserem Fall ein sehr leistungsfähiges Betriebssystem, welches leicht und verständlich aufgebaut ist.

Das von Buffalo eingesetzte Betriebssystem in der aktuellen Version 5.12 basiert wie die meisten "Fertiglösungen" anderer Hersteller auf Linux mit einer klickbaren Weboberfläche, welche übersichtlich gestaltet ist und eine für das Business-Umfeld ausreichende Möglichkeit an Einstellungen bietet. Wer eine Oberfläche wie bei QNAP oder Synology erwartet, wird hier enttäuscht werden. Auch ist das Angebot an zusätzlich installierbaren Anwendungen sehr überschaubar.  Einen kurzen Überblick in die möglichen Einstellungen und Funktionen wollen wir uns nachfolgend ansehen.

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Die Inbetriebnahme der Buffalo TeraStation TS-6400DN gestaltet sich sehr simpel. Nachdem die Netzwerkverbindung hergestellt wurde, öffnet man das zuvor heruntergeladene Dienstprogramm Buffalo XFinder, welches für Windows, Mac und Ubuntu erhältlich ist. 

Der Assistent zeigt die IP-Adresse der Terastation an und leitet den Nutzer auf die Weboberfläche des verwendeten Standarbrowsers zum Installieren um.

Da das Betriebssystem schon auf der zuvor erwähnten microSD-Karte installiert ist, muss das Gerät nicht initialisiert werden und man kann direkt loslegen. 

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Die übersichtlich gehaltene Weboberfläche verzichtet auf optische Spielereien, was für ein Business-NAS keine Seltenheit ist. Das Dashboard zeigt bei der Anmeldung direkt die wichtigsten Informationen über den Zustand des Gerätes oder etwaige Meldungen an. 

Es gibt insgesamt acht Menüpunkte, die den Nutzer mit nur einem Klick zu den entsprechenden Einstellungen leitet. 

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Eine wichtige Funktion von NAS-Geräten ist selbstverständlich die Dateifreigabe. Hier werden mit "Schiebereglern" die einzelnen Protokolle aktiviert und eingestellt. Der Nutzer hat die Wahl zwischen den am häufigsten verwendeten Freigaben, wie zum Beispiel SMB- oder NFS-Freigaben. Für die Datensicherung steht unter anderem rsync zur Auswahl.

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Der Menüpunkt Speicher gibt dem Nutzer die Möglichkeit die Laufwerke zu verwalten. Es können die verschiedenen Arrays, Formatierungen und externe Speichermedien bearbeitet werden. Damit das Löschen oder Formatieren der Datenträger nicht aus Versehen durchgeführt wird, muss immer ein generierter Code von Hand eingegeben und bestätigt werden. 

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Als Cloud-Speicher-Lösungen um zum Beispiel ein Backup der Daten ohne externen Datenträger durchführen zu müssen, stehen Dropbox, Microsoft Azure und OneDrive zur Verfügung.  

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Die derzeit einzige verfügbare Anwendung auf der Buffalo TeraStation TS-6400DN beschränkt sich auf einen Virenscanner. Das nachträgliche installieren von weiteren Programmen ist seitens Buffalo nicht vorgesehen, was aber in Anbetracht des Anwendungsfalls als reine Speicherlösung für kleine Unternehmen kein Problem darstellen sollte. 

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Die Netzwerkeinstellungen sind sehr umfangreich und lassen keine Wünsche offen. Es können verschieden Dienstbeschränkungen der einzelnen Ports, Trunking, Proxy-Server oder SNMPv2 eingstellt werden. Eine schöne Option ist die "Ping-Funktion". Damit kann direkt aus der Weboberfläche heraus eine Ziel-Adresse angepingt werden. Dadurch muss man zum Beispiel unter Windows nicht extra ein CMD-Fenster öffnen. 

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Um den Datenverlust zum Beispiel eines anderen Rechners im Netzwerk oder eines extern angeschlossenen Datenträgers zu minimieren oder zu verhindern, bietet sich ein automatisches Backup an. Es kann unter andrem vollständig, inkrementell, differenziell oder als Snapshot durchgeführt werden. 

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Die Verwaltungsebene gibt Zugriff auf grundlegende Einstellungen wie zum Beispiel den Namen der Terastation oder die Uhrzeit. Die E-Mail-Benachrichtigungen mit optionalen Protokollen können komplett individuell angepasst werden. In der Regel sollte man aber alle Optionen aktiviert lassen, um einen Ausfall oder Probleme frühzeitig zu erkennen. 

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Um die Buffalo TeraStation TS-6400DN geplant zu Starten oder in den Sleepmodus zu versetzten, hat der Nutzer insgesamt drei Timer mit individueller Anpassung zur Verfügung. 

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Die Init-Taste im Display-Bereich kann der Nutzer so konfigurieren, dass sich verschiedene Einstellungen wieder auf die Werkseinstellungen zurücksetzen lassen. Ebenso lässt sich die Konfiguration (verschlüsselt) auf einen USB-Datenträger speichern und bei Verwendung einer weiteren Terastation 1:1 übertragen. Dies stellt je nach Umfang der getätigten Einstellungen ein großes Sparpotenzial bei der aufgewendeten Konfigurationszeit dar.

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Das Display in der Front lässt sich in der Helligkeit und der Rotation der Informationen einstellen. 


Der Intel Atom C3538 mit seinen vier 2,1 GHz schnellen Kernen und dem 8 GB großen DDR4-ECC-Arbeitsspeicher bietet ausreichend Leistung für den Einsatzzweck der TeraStation TS-6400DN als Speicherlösung für kleine Unternehmen.  

Für die Benchmarks wurde die TeraStation TS-6400DN mit den verbauten 1-GbE- und 10-GbE-Anschlüssen direkt an eine QNAP QXG-10G2T-107 Erweiterungskarte angeschlossen, welche auf dem ASUS Prime X570-Pro eingebaut ist. Alle Benchmark-Ergebnisse sind die Mittelwerte aus drei Durchläufen, um Messabweichungen auszuschließen.

Mit Erscheinen von CrystalDiskMark 7.0.0 führen wir parallel beide Benchmark-Ergebnisse der beliebten Testprogramme auf, damit diese mit älteren Tests vergleichbar bleiben. Als Einstellung bei CrystalDiskMark 6 wurde 50 MB und Zero Fill gewählt. Bei der Version 7 hingegen wurden mit 16 MB und als Profil "Real World Performance" die Durchläufe getestet. 

Als dritten Benchmark wurde noch der LAN Speed Test der Firma Totusoft in der Version 4.4 genutzt. Bei diesem Benchmark werden insgesamt 63 Pakete von 1 KB bis 9 GB genutzt.  



Das Testsystem besteht aus folgenden Komponenten:

ProzessorAMD Ryzen 3400G
MainboardASUS Prime X570-Pro
RAMCrucial Ballistix Sport LT 32GB DDR4-3200
GPUAMD Radeon Vega 11
SpeicherSeagate FireCuda 510 SSD 2TB
NetzwerkIntel X710-DA2 PCIe 3.0 x8,
Intel I211-AT Onboard NIC,
QNAP QXG-10G2T-107
MonitorBenQ PD2700U

CrystalDiskMark Read

6.0.2 x64

MB/s
mehr ist besser

Bei Verwendung des 1-GbE-Anschlusses sind die Werte durch die maximale Datenübertragungsrate von theoretisch 125 MB/s ganz klar limitiert. Sobald aber der 10-GbE-Port genutzt wird, kann die TS-6400DN ihr wahres Potenzial ausspielen. Zwar wird nicht die volle Bandbreite erreicht, das Ergebnis kann sich mit 697 MB/s im Seq Q32T1 Read aber sehen lassen.  

CrystalDiskMark Write

6.0.2 x64

MB/s
mehr ist besser

Das gleiche Bild wie bei den Read-Werten zeigt sich natürlich auch bei den Write-Werten. Da liegt das maximal Erreichbare bei 547 MB/s für den Seq Q32T1.

CrystalDiskMark IOPS

7.0.0 x64

IOPS
mehr ist besser

Die mit CrystalDiskMark 7 gemessenen IOPS zeigen eine ordentliche Leistung. Die Werte liegen etwas unterhalb der von uns normalerweise getesteten IronWolf 8TB Festplatten.  

CrystalDiskMark Read

7.0.0 x64

MB/s
mehr ist besser

Die Read-Benchmarks im CrystalDiskMark 7 "Real World Performance" zeigen ein ähnliches Bild wie bei den CrystalDiskMark 6 Ergebnissen.  

CrystalDiskMark Write

7.0.0 x64

MB/s
mehr ist besser

Auch bei den Write-Benchmarks im CrystalDiskMark 7 "Real World Performance" sind erstmal keine Auffälligkeiten festzustellen.

LAN Speed Test

4.4

Sekunden
weniger ist besser

Beim LAN Speed Test wurden immer insgesamt 63 Pakte mit 1 KB bis 9 GB kopiert. Auch hier zeigt sich der Vorteil von 10 GbE zu 1 GbE massiv. Die Übertragungsgeschwindigkeiten lagen mit 1-GbE bei 86 MB/s Write und 107 MB/s Read. Mit 10-GbE stiegen die Werte auf 219 MB/s Write und 373 MB/s Read. 

Leistungsaufnahme

43 XX


38 XX


Watt
weniger ist besser

Die Leistungsaufnahmen liegt in allen Anwendungsfällen in einem zu erwartenden Bereich und die Messwerte sind plausibel. Wenn der Ruhezustand aktiviert wird, liegt die Leistungsaufnahme bei circa 5 W. Die Messungen wurden mit allen Netzwerkports aktiv durchgeführt.

Die Lautstärke der Buffalo TeraStation TS-6400DN ist akzeptabel, aber nichts für ein Büro, wo der Aufstellort nur wenig entfernt vom Arbeitsplatz ist. Die Zugriffsgeräusche und der 92-mm-Lüfter sind je nach Last deutlich zu hören.


Buffalo hat mit der TeraStation TS-6400DN ein leistungsstarkes NAS mit Business-Funktionen für kleine Unternehmen im Programm, welches einen Intel Atom Quad-Core C3538 und 8, bzw. 16 GB an DDR4-ECC-Arbeitsspeicher je nach Ausstattung bietet. Das Gerät kommt mit vorkonfektionierten NAS-Festplatten, sodass der Nutzer nicht auswählen kann, welche Datenträger-Modelle verbaut werden. Die weitere Hardware-Ausstattung ist mit zwei 1-GbE und vor allem dem 10-GbE-Anschluss sehr zu begrüßen und geht, was die Netzwerk-Geschwindigkeit betrifft, ganz klar in die richtige Richtung. Oftmals wird bei Business-Geräten 1-GbE und 10-GbE oder 10-Gbit-SFP verwendet, wohingegen die Consumer-Geräte meistens nur 1-GbE bieten. Glücklicherweise geht aber auch dort der Trend in Richtung 2,5-GbE und mehr, was auf jeden Fall ab der Verwendung von mindestens 2-Bay-Geräten sinnvoll erscheint. 

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Da die Buffalo TeraStation TS-6400DN sich vornehmlich auf den Business-Bereich beschränkt, wird auf die Installation von 3rd-Party-Apps verzichtet, was auch vollkommen in Ordnung für die angestrebten Anwendungsfälle geht: Backup-Lösung und Netzwerk-Speicher. Wer es gerne "bunt" hat und gegebenenfalls das Gerät sehr variabel nutzen möchte, sollte sich bei Herstellern wie zum Beispiel ASUSTOR, Synology oder QNAP umsehen. Diese bieten die gleichen Grundfunktionen, haben aber die Möglichkeit Drittanbieter-Software zu installieren. 

Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 1.179 Euro liegt die Buffalo TeraStation TS-6400DN mit 8 GB an Arbeitsspeicher im unteren Bereich der vorkonfektionierten 4-Bay-NAS-Geräte mit Quad-Core Prozessor, 4x 4-TB-Festplatten, ECC-Arbeitsspeicher und 10-Gbit-Anschluss. Wenn man genau nach diesen Kriterien sucht, wird man feststellen, dass es keine fertigen Alternativen gibt. Besonders in Bezug auf ECC-Arbeitsspeicher, der grade wegen seiner Fehlerkorrektur besonders wichtig und sinnvoll im Backup-Bereich ist.
 
Wer sich zutraut, den NAS-Speicher selbst mit Festplatten zu bestücken, könnte mit der Synology DS1618+ glücklich werden. Diese bietet ebenfalls ECC-Unterstützung und hat den gleichen Prozessor verbaut. Leider kommen zum aktuellen Preis von circa 870 Euro noch eine 10-Gbit-Netzwerkkarte (Synology E10G18-T1, circa 137 Euro) und die entsprechenden Festplatten (zum Beispiel vier Seagate IronWolf ST4000VN008, circa 105 Euro je Laufwerk) dazu. Somit wäre die Synology DiskStation ungefähr 300 Euro teurer, bietet zwar mehr Software-Funktionen und eine freie Auswahl der Festplatten-Modelle, aber sie muss eigenhändig zusammengebaut und in Betrieb genommen werden.

Positive Aspekte Buffalo TeraStation TS-6400DN:

 
Negative Aspekte Buffalo TeraStation TS-6400DN

Preise und Verfügbarkeit
Buffalo TS-6400ND
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar