QNAP TS-251D im Test: Multimedia-NAS mit 10-GbE-Erweiterung

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qnap ts251d 0003 b2ee4fcf90ba441cb98f4ff01218dfc9Die Firma QNAP bietet mit der TS-251D ein Multimedia-NAS an, welches über einen Intel-Celeron-Dual-Core-Prozessor und einen PCIe-Steckplatz zur Erweiterung der NAS-Funktionalitäten verfügt. Wie sich unser Testmuster mit der 10-GbE-Netzwerkkarte QNAP QXG-10G2T schlägt, wollen wir uns in diesem Test genauer anschauen.

Die Turbo Station TS-251D bewirbt QNAP als High-End-NAS für den Heimanwender. Mit dem Intel Celeron J4005 mit 2x 2,0 GHz, welcher mit einem Turbo von bis zu 2,7 GHz laufen kann, max. 8 GB DDR4 SO-DIMM und der Möglichkeit, eine PCIe-Erweiterungskarte einzubauen, sind die Grundvoraussetzungen damit schon einmal gegeben. Weiterhin bietet die TS-251D standardmäßig insgesamt zwei USB-3.2-Gen-1-Ports, drei USB-2.0-Ports, einen HDMI-2.0-Ausgang und 1 x Gigabit-Ethernet.

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Aus optischer Sicht ist das Gehäuse der Turbo Station TS-251D ein alter Bekannter. Es basiert auf den bereits 2018 vorgestellten Turbo Station TS-251B und TS-253B (e) NAS-Geräten, welche noch in Weiß mit Bronze, bzw. Schwarz mit blauem Gehäuse vorgestellt wurden. Die 2020er-Generation kombiniert das weiße Gehäuse der TS-251B mit der seitlichen Blende der TS-253B (e).

Die inneren Werte hingegen sind mit Einzug von DDR4 SO-DIMMs und Intel Celeron J4005 Dual-Core überarbeitet worden. Lediglich die TS-253B (e) bietet einen Intel Celeron J3455 Quad-Core Prozessor. 


HerstellerQNAP
ModelTurbo Station TS-251D
ProzessorIntel® Celeron® J4005 Dual-Core 2,0 GHz Prozessor (Turbo bis zu 2,7 GHz)
RAM4 GB DDR4 SO-DIMM (erweiterbar auf 8 GB)
Speicherzwei SATA3 6Gb/s 3,5"/2,5" HDD/SSD
AnschlüsseHinten: 1 x Gigabit-Ethernet, 1 x USB3.2 Gen 1, 2 x USB2.0, 1 x HDMI2.0, Vorne: 1 x USB3.2 Gen 1
Maße (HxBxT)168 mm x 105 mm x 226 mm
Gewicht2,58 kg
Besonderheiten4GB (Dual Boot OS Schutz), PCIe Erweiterungsslot, IR-Sensor
Preisca. 349 Euro

Die QNAP Turbo Station TS-251D besitzt eine unverbindlichen Preisempfehlung von 349,00 Euro in der Version mit 2 GB DDR4, respektive 429,00 Euro für die Variante mit 4 GB DDR4. Beide Lösungen bieten einen aktuellen Intel-Celeron-Dual-Core Prozessor mit HDMI 2.0 und die Möglichkeit eine PCIe-Erweiterungskarte einzubauen.

Als direkte Alternative zur QNAP Turbo Station TS-251D bietet sich das bereits von uns getestet Asustor Nimbustor 4 (AS5304T) für ca. 489 Euro an, welches über vier Festplatteneinschübe, den Intel Celeron J4105 Quad-Core und zwei 2,5-GbE-Anschlüsse verfügt. 


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Wie bereits erwähnt, wurde das bewährte Gehäuse technisch unverändert von den 2018er-Modellen übernommen, welches lediglich eine andere Farbkombination bekommen hat. 

Das Kunststoff-Gehäuse ist komplett in weißer Hochglanz-Optik gehalten. An der Vorderseite gibt es den Power-Button, die dezente LED-Leiste mit IR-Sensor und die USB One Touch Copy-Taste, welche in der petrol-farbenen Kunststoffleiste untergebracht sind. 

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Die aus lackiertem Stahlblech bestehende Rückseite beherbergt den 1-GbE-RJ45-Anschluss, den HDMI-2.0-Ausgang, die Netzbuchse, das Kensington-Schloss, den 70-mm-Lüfter, ein USB-3.2-Gen1-, bzw. drei USB-2.0-Anschlüsse, die Reset-Taste, sowie den PCIe-Erweiterungsslot. 

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Auf der Unterseite findet man ein kleines Typenschild, worauf das Modell und die Betriebsspannung angegeben ist. Die vier Gummifüße entkoppeln nicht nur die Turbo Station, sondern sie sorgen auch für einen rutschfesten Stand. Die unten angebrachten Lüftungschlitze dienen der Komponentenkühlung, welche durch den 92-mm-Lüfter bewerkstelligt wird. 

Ein weiterer Aufkleber mit der Angabe der MAC-Adresse des 1-GbE-Anschlusses und Seriennummer des Gerätes befindet sich im hinteren Bereich. Kleine Symbole zeigen den Status der Gehäuseverriegelung an. 

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Um das Gehäuse öffnen zu können, muss erstmal die vordere Laufwerksabdeckung entfernt werden. Dazu wird ein kleiner Riegel auf der linken Seite nach unten geschoben und die durch einen Magneten gehaltene Blende kann dann seitlich weggezogen werden. Danach muss man auf der Rückseite mit einem PH2-Kreuzschlitz-Schraubendreher die beiden Schrauben oben und unten herausdrehen. 

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Nun kann das von der Rückseite aus gesehene rechte größere Seitenteil nach hinten bis zum Anschlag gezogen werden. Das linke kleinere Seitenteil bleibt fest mit dem Grundrahmen verbunden. Die rechte Gehäuseseite kann jetzt seitlich entfernt werden, womit man Zugriff auf die inneren Komponenten bekommt. 

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Um an die Laufwerkseinschübe zu gelangen, muss ebenfalls wie beschrieben die vordere Abdeckung entfernt werden. Die Rahmen werden senkrecht eingeschoben und mit einem kleinen Haken im oberen Bereich arretiert. Um die Einschübe herauszunehmen, wird dieser Haken leicht heruntergedrückt und gleichzeitig der Festplattenhalter nach vorne herausgezogen.  

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Die Laufwerkseinschübe bestehen aus schwarzem Kunststoff und machen einen stabilen Eindruck. Wie in dieser Preisklasse üblich, werden die Laufwerke werkzeuglos befestigt und durch die blauen Gummiringe etwas entkoppelt, damit sich die Vibrationen der Festplatten weniger stark auf das Gehäuse auswirken. 

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Bei den seitlichen Kunststoffclips zur Montage der 3,5-Zoll-Laufwerke wurde die mittlere Nase etwas niedriger ausgeführt, was die Nutzung von Hochleistungs-Festplatten mit nur zwei seitlichen Bohrungen ermöglicht. 

Zusätzlich könnte man die 3,5-Zoll-Laufwerke mit drei passenden Schrauben im Laufwerkseinschub fixieren. 

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Es können sowohl SATA-Laufwerk mit 2,5 als auch mit 3,5 Zoll montiert werden. Für die Befestigung der 2,5-Zoll-Laufwerke liegen ausreichend Befestigungsschrauben bei. 


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Wenn man wie zuvor beschrieben das rechte Gehäuseseitenteil entfernt hat, bekommt man Zugriff auf den erweiterbaren Arbeitsspeicher, den PCIe-Erweiterungsslot und den 4-Pin 70-mm-Lüfter. Durch lösen der vier PH2-Kreuzschlitzschrauben, lässt sich dieser z.B. zur Reinigung oder zum Austausch entfernen. Der Grundrahmen der Turbo Station TS-251D besteht aus verzinktem Stahlblech und hält zusätzlich die SATA-Backplane mit Lüfteranschluss. Der innere Gehäuseaufbau wirkt stabil und die Zugänglichkeit der austauschbaren Komponenten ist gegeben. 

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Der verbaute 4-Pin-Lüfter im 70-mm-Format mit der Bezeichnung FD127025MB stammt von YEN SUN Technology (Y.S.Tech) und wird über das QNAP QTS-Betriebssystem in drei verschiedenen Modi geregelt (Lautlosmodus, Normalmodus, Leistungsmodus). Darüber hinaus lässt sich auch ein individuelles Lüfterprofil mit zwei verschiedenen Temperatur-Schwellwerten anlegen oder die Lüfterdrehzahl auf einem fixen Wert einstellen. 

ModellFD127025MB
LagerDoppelkugellager
Spannung12 VDC
Spannungsbereich7 - 13,2 VDC
Drehzahl4.000 RPM
Volumenstrom56,2 m³/h
Statischer Druck5,0 mmH2O
Stromaufnahme0,15 A
Leistungsaufnahme1,80 W
Lautstärke34,5 dB(A)

 

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Die 64-bit-CPU der QNAP Turbo Station TS-251D stammt von Intel und hört auf den Namen Celeron J4005. Dabei handelt es sich um einen Dual-Core Prozessor mit einer TDP von 10 W, welcher in 14 nm hergestellt wird und auf der Gemini-Lake Architektur basiert. Der Grundtakt beträgt 2,0 GHz und kann bis auf einen Turbotakt von 2,7 GHz ansteigen.

Der Prozessor unterstützt maximal 8 GB DDR4 / LPDDR4 mit bis zu 2.400 MHz. Eine Unterstützung von ECC-RAM ist seitens Intel nicht vorgesehen. Um die multimedialen Eigenschaften der TS-251D auch nutzen zu können, steht eine Prozessorgrafik in Form einer Intel UHD-Grafik-600 zur Verfügung, welche 4K-Inhalte mit 60 Hz darstellen kann.

Die Anbindung der SATA-Backplane und des PCIe-Erweiterungsslots erfolgt direkt über den Prozessor. 

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Der 4 GB fassende eMMC-Speicher stammt aus dem Hause KIOXIA und hört auf den Namen THGBMDG5D1LBAIL. Dieser wird in 15 nm hergestellt und verwendet MLC-Speicher. 

Der ITE 8528E IO-Controller wird für die Überwachung der Systemsensoren, Steuerung des Lüfters und des Infrarot-Empfängers genutzt.

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Der verbaute Ethernet-Anschluss stammt von Intel und hat die Modellbezeichnung WGI211AT. Er unterstützt Datenübertragungsraten von 10 Mb/s, 100 Mb/s und 1.000 Mb/s. 

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Die SATA-Backplane sitzt direkt im PCIe 2.0 x2-Slot der Hauptplatine und wird direkt vom verbauten Prozessor angesprochen. 


Die Inbetriebnahme der QNAP Turbo Station TS-251D gestaltet sich sehr simpel. Nachdem die bevorzugten Laufwerke eingebaut und die Netzwerkverbindung hergestellt wurde, öffnet man das zuvor heruntergeladene Dienstprogramm QNAP QFinder, welches für Windows, Mac und Ubuntu erhältlich ist. 

Der Assistent zeigt die IP-Adresse der Turbo Station an und leitet den Nutzer auf die Weboberfläche des verwendeten Standarbrowsers zum Installieren um. 

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Nachdem der Nutzer gefragt wurde, ob er die "intelligente Installationsanleitung" oder die manuelle haben möchte, wird er entsprechend zur QNAP-QTS-Oberfläche des Betriebssystems weitergeleitet.

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Der Nutzer hat die Möglichkeit der QNAP Turbo Station im QTS-Betriebssystem einen individuellen Gerätenamen, den Benutzernamen des Administrators und sein Passwort zu vergeben. 

Es muss zwingend ein Passwort nach den Vorgaben erstellt werden. Mit einem einfachen oder zu kurzen Passwort wird die Installation nicht weitergeführt. 

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Die Zeitzone wird entsprechend dem Standort eingestellt und am sinnvollsten die Uhrzeit mit einem Zeitserver synchronisiert. Es kann natürlich auch die Uhrzeit des Computers verwendet oder eine manuelle Einstellung vorgenommen worden, diese sind aber in den meisten Fällen nicht ganz korrekt.

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Die Turbo Station TS-251D bietet, wie (fast) alle aktuellen NAS-Geräte, die Möglichkeit, eine IP per DHCP zugewiesen zu bekommen. Selbstverständlich kann auch eine manuelle Adresse eingetragen werden.
 
Bei den platformübergreifenden Dateitransferservices kann jeder selbst bestimmen, was er direkt mit installiert haben möchte. Wenn man sich unsicher ist, was wirklich benötigt wird, können die Protokolle auch nachträglich nach Abschluss der Installation noch hinzugefügt werden. 

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Nachdem die grundlegenden Einstellungen vorgenommen wurden, bekommt der Nutzer eine Zusammenfassung angezeigt. Sollte man aus Versehen etwas falsch eingestellt haben, so können über das Bleichstiftsymbol in der entsprechenden Zeile Korrekturen vorgenommen werden. 

Wenn alles richtig ist, wird man nach der Übernahme gewarnt, das beim Initialisierungsprozess alle Daten auf den Laufwerken gelöscht werden. 

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Nach ein paar Minuten hat die Turbo Station sich selbst initialisiert und ist einsatzbereit. Jetzt wird man in das QNAP QTS-Betriebssystem in der aktuellen Version 4.4.2 weitergeleitet. 


Das Herzstück eines jeden NAS (Network Attached Storage) ist das Betriebssystem. Ob ein Selbstbau mit entsprechender Software, welche einen immensen Funktionsumfang und auch das nötige Wissen voraussetzt, um einen stabilen und performanten Betrieb zu gewährleisten, oder wie in unserem Fall ein sehr leistungsfähiges Betriebssystem, welches leicht und verständlich aufgebaut ist.

Das von QNAP eingesetzte Betriebssystem QTS - hier in der aktuellen Version 4.4.2.1270 - basiert wie die meisten "Fertiglösungen" anderer Hersteller auf Linux mit einer klickbaren Weboberfläche, welche übersichtlich gestaltet ist und alle Einstellmöglichkeiten bietet.

In unserem Review zur QTS-Version 4.4.1 hat sich im Vergleich nicht viel verändert und beinhaltet überwiegend Verbesserungen im Detail und Kompatibilitäten zu weiteren QNAP Geräten. Auch wenn bereits viele wichtige Funktionen des QNAP QTS-Betriebssystems behandelt wurden, wollen wir trotzdem ein paar grundlegende Funktionen zeigen. 

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Aufgrund des sehr umfangreichen Angebots an Programmen und Einstellmöglichkeiten gehen wir nur auf die wichtigsten Funktionen ein.

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Grundsätzlich gibt es im Werkszustand drei wichtige Applikationen: die Systemsteuerung, die File Station und Speicher & Snapshots. Damit sind erstmal die grundlegenden Funktionen eines Netzwerkspeichers gegeben, welche sich über die unterschiedlichen Pakete im App Center den Bedürfnissen des Nutzers anpassen und erweitern lassen. 

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Die Systemsteuerung, oder auch Control Panel genannt, bietet die Möglichkeit Änderungen am System, der Rechte, der Netzwerk- und Dateiservices und Anwendungen durchzuführen. Auch Einstellungen, die bei der Erstinstallation durchgeführt wurden, können hier wieder angepasst werden. 

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Die File Station 5 bietet, wie der Name schon sagt, Zugriff auf die Ordner und die darin befindlichen Dateien. Standardmäßig werden die Ordner home, homes, Public und Web vom QTS bei der Erstinstallation angelegt.  

Die vom Nutzer gelöschten Dateien und Order werden in den entsprechenden Papierkorb verschoben und können je nach Einstellung der Papierkorbgröße später noch einmal gerettet werden. 

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Mit der Speicher & Snapshots-App können die verbauten Datenträger komplett administriert werden. Sie bietet, angefangen von den Einstellungen des RAID über das IronWolf Health Management unserer verbauten Datenträger, bis hin zum verwalten externer Speicherlösungen oder der eigenen Snapshots alle relevanten Funktionen.

In unserem Beispiel wollen wir uns mal das Anlagen eine Volumes anschauen.

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Gehen wir einfach mal davon aus, es wäre kein Speicherpool angelegt. Wenn wir nun einen solchen anlegen wollten, begleitet uns der Assistent zum Erstellen des QTS-Betriebssystems durch die einzelnen Schritte und erklärt auch verschiedene Funktionen. 

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Nachdem wir die zur Verfügung stehenden Laufwerke ausgewählt und den entsprechenden RAID-Typ gewählt haben – für unsere Tests verwenden wir ausschließlich RAID 0, damit die Vergleichbarkeit unter den verschiedenen Geräten bleibt – stellen wir noch die Warnschwelle ein, bei der wir eine Meldungen bekommen, wenn die Speicherkapazität knapp wird. 

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Sollte in der Zusammenfassung alles korrekt sein, klickt man auf Erstellen (alle Daten werden gelöscht!). Das Anlegen des Speicherpools dauert je nach Datenträgertyp einige Minuten.  Sobald der dieser angelegt wurde, kann der Nutzer ein Volume erstellen. 

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Bei der Erstellung des Volume hat man die Wahl zwischen einem statischen Volume, Thick-Volume und Thin-Volume. Die einzelnen Unterschiede werden im unteren Bereich des Fensters nochmals erklärt. 

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Nach Festlegung der Volume-Größe und Kontrolle der Zusammenfassung kann wieder mit "Fertigstellen" das Erstellen angestoßen werden. Die Dauer ist wieder vom Datenträgertyp abhängig. In der Regel lassen sich Speicherpools und Volumes auf Solid-State-Disks schneller erstellen. 


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QNAP bietet mit der QXG-10G2T-107 eine kompakte Dual-10GbE-Erweiterungskarte an. Diese verwendet zwei Aquantia AQtion AQC107S Netzwerk-Controller, welche über eine asmedia ASM1812 Switch an PCIe Gen 2.0 x4 angebunden sind. 


Technische Daten: 

HerstellerQNAP
ModelQXG-10G2T-107
AnschlüsseZwei NBASE-T (RJ45)
AnbindungPCIe 2.0 x4
Übertragungsraten10Gbps / 5Gbps / 2,5Gbps / 1Gbps / 100Mbps
Unterstützte BetriebssystemeQTS, Windows, Linux
BesonderheitenJeweils eine Halterung für Niedrigprofil, volle Höhe und speziell für ausgewählte QNAP NAS sind im Lieferumfang enthalten.
Preisca. 173,00 Euro
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Wie eingangs bereits erwähnt, bietet die QXG-10G2T-107 gleich zwei Aquantia AQtion AQC107S Controller. Dies erfordert, im Gegensatz zu ihrer kleinen Schwester, der QXG-10G1T mit nur einen Aquantia AQtion AQC107S Controller, einen aktiven Aluminium-Kühler mit 40-mm-Lüfter. Dieser muss nämlich insgesamt ca. 16 W gemessene Leistung abführen können. 

Damit die beiden Aquantia AQtion AQC107S über den PCIe-2.0-x4-Anschluss kommunizieren können, ist ein asmedia ASM1812 als Controller verbaut. 

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Der verwendete 2-Pin-Lüfter im 40-mm-Format mit der Bezeichnung T124010BL stammt von Everflow und wird direkt auf der Netzwerkkarte angeschlossen. Der Lüfter ist nicht geregelt und dreht immer mit voller Drehzahl, was ihn für den Betrieb in ruhigen Umgebungen ungeeignet macht. 


ModellT12401BL
LagerDoppel-Kugellager
Spannung12 VDC
Spannungsbereich7 - 13,2 VDC
Drehzahl5.000 RPM
Volumenstrom6,56 m³/h
Statischer Druck1,99 mmH2O
Stromaufnahme0,10 A
Leistungsaufnahme1,20 W
Lautstärke26,0 dB(A)
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Im Lieferumfang der QXG-10G2T-107 sind drei Halterungen mit inbegriffen. Eine mit niedrigem Profil, eine mit voller Höhe und eine für die Montage in kompatiblen QNAP-NAS-Geräten. Leider ließ sich die "NAS-Halterung" nicht mit dem Gehäuse der TS-251D verschrauben, sodass die Karte nur durch den PCIe-Slot gehalten wird. Die Gewindebohrung der Netzwerkkarte ist knapp 2 mm zu weit "oben" angebracht worden und müsste näher Richtung Karte liegen. 


Der Intel Celeron J4005 mit seinen zwei bis zu 2,7 GHz schnellen Kernen und dem 2 GB großen DDR4-Arbeitsspeicher bietet ausreichend Leistung für den Einsatzzweck der Turbo Station TS-251D als Speicherlösung für den ambitionierten Heimanwender, der die multimedialen Funktionen auch nutzt.  

Für die Benchmarks wurde die Turbo Station TS-251D direkt an den Intel I211-AT Onboard NIC des ASUS Prime X570-Pro angeschlossen und im Wechsel bestückt mit zwei IronWolf 110 1,92 TB SSDs und zwei IronWolf 8 TB ST8000VN022 getestet. Alle Benchmark-Ergebnisse sind die Mittelwerte aus drei Durchläufen, um Messabweichungen auszuschließen.

Mit Erscheinen von CrystalDiskMark 7.0.0 führen wir parallel beide Benchmark-Ergebnisse der beliebten Testprogramme auf, damit diese mit älteren Tests vergleichbar bleiben. Als Einstellung bei CrystalDiskMark 6 wurde 50 MB und Zero Fill gewählt. Bei der Version 7 hingegen wurden mit 16 MB und als Profil "Real World Performance" die Durchläufe getestet. 

Als dritten Benchmark wurde noch der LAN Speed Test der Firma Totusoft in der Version 4.4 genutzt. Bei diesem Benchmark werden insgesamt 63 Pakete von 1 KB bis 9 GB genutzt. 

Die Leistung mit aktivierter Laufwerksverschlüssung liegt bei unter 3 % schlechteren Ergebnissen und werden nicht gesondert aufgeführt.


Das Testsystem besteht aus folgenden Komponenten:

ProzessorAMD Ryzen 3400G
MainboardASUS Prime X570-Pro
RAMCrucial Ballistix Sport LT 32GB DDR4-3200
GPUAMD Radeon Vega 11
SpeicherSeagate FireCuda 510 SSD 2TB
NetzwerkIntel X710-DA2 PCIe 3.0 x8, Intel I211-AT Onboard NIC, QNAP QXG-10G2T-107
MonitorBenQ PD2700U

CrystalDiskMark Read

6.0.2 x64

MB/s
mehr ist besser

Die Read Werte bei Verwendung des 1-GbE-Anschlusses liegen im zu erwartenden Bereich und zeigen die maximal möglichen Übertragungsraten des Netzwerkes. 

CrystalDiskMark Write

6.0.2 x64

MB/s
mehr ist besser

Die Write Werte bei Verwendung des 1-GbE-Anschlusses liegen im zu erwartenden Bereich und zeigen die maximal möglichen Übertragungsraten des Netzwerkes. Ein leichtes "Einbrechen" der Werte kommt nur bei Verwendung der SSDs vor. 

CrystalDiskMark IOPS

7.0.0 x64

IOPS
mehr ist besser

Die ermittelten Daten wirken insgesamt stimmig. Da der Benchmark neu in den Testparcours aufgenommen wurde, fehlen für eine genauere Einschätzung noch weitere Werte von Vergleichsgeräten. 

CrystalDiskMark Read

7.0.0 x64

MB/s
mehr ist besser

Die Read-Benchmarks im CrystalDiskMark 7 "Real World Performance" reichen tatsächlich an Werte bei realer Nutzung heran. Beim Kopieren eines Testordner waren ähnliche Übertragungsraten zu sehen. 

CrystalDiskMark Write

7.0.0 x64

MB/s
mehr ist besser

Die Write-Benchmarks im CrystalDiskMark 7 "Real World Performance" sind ebenso wenig auffällig. Auch hier wurde wieder ein Testordner als Vergleich mit ähnlichen Übertragungsraten kopiert. 

LAN Speed Test

4.4

Sekunden
weniger ist besser

Beim LAN Speed Test wurden insgesamt 63 Pakte mit 1 KB bis 9 GB kopiert. Durchschnittlich lagen die Übertragungsraten mit den IronWolf HDDs bei 89 MB/s im Write, bzw. 105 MB/s im Read. 

Der gleiche Parcours mit IronWolf SSDs zeigte beim Schreiben den exakten Wert von 89 MB/s wie mit den HDDs und im Read stieg er auf 111 MB/s an. 

Leistungsaufnahme

Watt
weniger ist besser

Die Leistungsaufnahmen liegt in allen Anwendungsfällen in einem zu erwartenden Bereich und die Messwerte sind plausibel. Wenn der Ruhezustand aktiviert wird, liegt die Leistungsaufnahme bei unter 2 W.

Die Lautstärke der QNAP TS-251D ist trotz der relativ hohen Masse von 2,58 kg des Gehäuses eigentlich nur mit SSDs als wohnzimmertauglich zu bewerten. Mit unseren 8 TB fassenden IronWolf-HDDs hört man die Zugriffsgeräusche deutlich heraus, was beim Schauen von Streams in leisen Bereichen mit der Zeit störend ist. Der verbaute Gehäuselüfter hört man im leisen Betrieb nur ganz leicht rauschen. Sobald die Temperatur ansteigt, kann dieser schon deutlich hörbar werden. 


Selbstverständlich wurden die gleichen Benchmarks beim 1-GbE-Parcour auch mit 10-GbE unter Verwendung der QNAP QXG-10G2T-107 durchgeführt.  

Da QNAP einen nicht abschaltbaren RAM-Cache verwendet, wurden die Dateigrößen von CrystalDiskMark auf 4GiB angehoben. Dadurch konnte die TS-251D nicht mehr die Testdatei in den Cache laden und musste direkt auf die Datenträger geschrieben werden. Der LanSpeedTest ist davon unberührt, da dieser ohnehin schon mit sehr großen Dateien arbeitet. 

CrystalDiskMark Read

6.0.2 x64

MB/s
mehr ist besser

Im CrystalDiskMark 6.0.2 x64 Read Test liegen die maximal möglichen Übertragungsraten unter Verwendung der HDDs bei ca. 469 MB/s, was den Seagate IronWolf 8TB geschuldet ist. Sobald die IronWolf SSDs Verwendung finden, steigt der Wert auf 806 MB/s an. 

CrystalDiskMark Write

6.0.2 x64

MB/s
mehr ist besser

Im CrystalDiskMark 6.0.2 x64 Write Test liegen die maximal möglichen Übertragungsraten unter Verwendung der HDDs bei ca. 446 MB/s, was den Seagate IronWolf 8 TB geschuldet ist. Sobald die IronWolf SSDs Verwendung finden, steigt der Wert auf 647 MB/s an. 

CrystalDiskMark IOPS

7.0.0 x64

IOPS
mehr ist besser

Die ermittelten Daten wirken insgesamt etwas hoch für ein Gerät mit zwei Laufwerksschächten. Diese könnten aber auch wieder dem nicht abschaltbaren Cache geschuldet sein und sollten mir Vorsicht betrachtet werden. 

CrystalDiskMark Read

7.0.0 x64

MB/s
mehr ist besser

Die Read-Benchmarks im CrystalDiskMark 7 "Real World Performance" reichen tatsächlich an Werte bei realer Nutzung heran. Beim Kopieren eines Testordner waren ähnliche Übertragungsraten zu sehen.

CrystalDiskMark Write

7.0.0 x64

MB/s
mehr ist besser

Die Read-Benchmarks im CrystalDiskMark 7 "Real World Performance" reichen tatsächlich an Werte bei realer Nutzung heran. Beim Kopieren eines Testordner waren ähnliche Übertragungsraten zu sehen.

LAN Speed Test

4.4

Sekunden
weniger ist besser

Beim LAN Speed Test wurden insgesamt 63 Pakte mit 1 KB bis 9 GB kopiert. Durchschnittlich lagen die Übertragungsraten mit den IronWolf HDDs bei 335 MB/s im Write, bzw. 421 MB/s im Read. 

Der gleiche Parcours mit IronWolf SSDs ließen die Werte auf 336 MB/s im Write und 537 MB/s im Read ansteigen. 

Leistungsaufnahme

Watt
weniger ist besser

Bei der Leistungsaufnahme unter Verwendung der QNAP QXG-10G2T-107 kann man sehen, dass diese zwischen 10 bis 20 W höher liegt, als ohne Erweiterungskarte. Da nur ein 10-GbE-Anschluss für die Tests verwendet wurde, kann es natürlich sein, das die Leistungsaufnahme nochmals etwas ansteigt, wenn beide Netzwerksanschlüsse verwendet werden.


QNAP hat mit der Turbo Station TS-251D ein leistungsstarkes Multimedia-NAS für den Heimanwender im Programm, welches einen PCIe-Erweiterungsslot, HDMI 2.0 und einen IR-Sensor bietet. Das seit 2018 bekannte Design weiß zu gefallen und in der aktuellen Farbkombination wäre sie eigentlich auch etwas für das Wohnzimmer. Wäre da nicht die Lautstärke der 10-GbE-Karte. Diese ist absolut nichts für Silent-Freaks, da das NAS laut und heiß wird. Genauso verhält es sich mit unseren IronWolf-8-TB-Festplatten. Diese sind nichts für das Wohnzimmer, um seine Medien direkt auf den 4K-Fernseher zu streamen. Ohne die 10-GbE-Karte und bei Verwendung von Solid-State-Disks ist die TS-251D durchaus leise, sofern der Lüfter nicht all zu hochdreht. 

Über das von QNAP eingesetzte Betriebssystem QTS braucht man nicht viel sagen. Es lässt so gut wie keine Wünsche offen und ist auch nach kurzer Eingewöhnung intuitiv zu bedienen. 

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Die Übertragungsraten mit der verbauten QNAP QXG-10G2T-107 10-GbE-Karte sind erst unter Verwendung großer Dateien konsistent. Dateien, welche kleiner als der verfügbare Arbeitsspeicher sind, werden in diesen geladen. Da die Größe des Arbeitsspeichers abhängig von den aktuell verwendeten Applikationen ist, "bricht" die Schreib-/Leseleistung mal früher oder mal später ein. Das heißt, hat der Nutzer viele Programme im Hintergrund auf der TS-251D am Laufen, wird der RAM-Cache viel früher greifen und fällt dann auf die verwendete Datenträgerleistung zurück.

Dies ist erstmal kein Problem, so lange keine sensiblen Daten im Cache landen, welche noch nicht auf den Datenträger geschrieben wurden. Sollte es zum Beispiel zu einem Stromausfall kommen, sind die noch im Cache befindlichen Daten unwiederbringlich verloren.

Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 349 Euro liegt die QNAP Turbo Station TS-251D-2G im oberen Mittelfeld der 2-Bay-NAS-Geräte. Als einziges Produkt mit fast identischer Ausstattung würde sich das Asustor Nimbustor 2 (AS5200T) mit 2GB an DDR4-Arbeitsspeicher für ca. 325 Euro anbieten. Das AS5202T kommt in der Werksausstattung mit zwei 2,5-GbE-Anschlüssen zum Kunden, lässt sich aber nicht erweitern.


Positive Aspekte der QNAP Turbo Station TS-251D-2G:

Negative Aspekte der QNAP Turbo Station TS-251D-2G:

Preise und Verfügbarkeit
QNAP Turbo Station TS-251D-2G
278,67 Euro Nicht verfügbar Ab 278,67 EUR