Synology DS420j im Test: Kompaktes Einsteiger-NAS mit bekannter Optik

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synology ds420j teaser 100Die Firma Synology bietet mit der aktuell vorgestellten Diskstation DS420j ein 4-Bay-NAS im Einsteiger-Segment an, das zwar äußerlich wie ein alter Bekannter aussieht, aber im Inneren mit mehreren Neuerungen aufwarten kann. Wie sich der günstige Einstieg in die Synology-Welt mit der j-Serie gestaltet, wollen wir uns in diesem Test einmal näher anschauen. 

Die Synology Diskstation DS420j wurde auf der CES 2020 erstmals gezeigt und tritt die Nachfolge der Diskstation DS418j an. Sie richtet sich an den ambitionierten Privatnutzer, der knapp über 60 TB brutto verteilt auf vier Laufwerke für Datensicherungen oder Freigaben benötigen. Rein äußerlich hat sich seit der Diskstation DS416j nichts am Gehäuse verändert. Kamen die DS416j (Marvell Armada 388, 2 x 1,30 GHz und die DS418j (Realtek RTD1293, 2 x 1,40 GHz) noch mit einem Dual-Core Prozessor aus, so wurde der DS420j nun ein Quad-Core mit 4 x 1,40 GHz in Form des Realtek RTD1296 spendiert. Ein 1 Gigabit-Ethernet Anschluss und zwei USB-3.0-Buchsen auf der Rückseite sind die einzigen Anschlussmöglichkeiten, was aber für ein Gerät der j-Serie nicht ungewöhnlich ist. 

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Im direkten Vergleich mit dem Vorgänger-Modell, der DS418j, hat sich im Inneren der DS420j bis auf den Wechsel des Prozessors nicht viel verändert. In Anbetracht der Zielgruppe, steht aber ausreichend Rechenleistung für den Umgang mit der maximal möglichen Datenmenge zur Verfügung.


HerstellerSynology
ModelDiskstation DS420j
ProzessorRealtek RTD1296 Quad-Core 1,4 GHz, ARM Cortex A53
RAM1 GB DDR4 (fest verlötet - nicht erweiterbar)
Speichervier SATA3 6Gb/s 3,5"/2,5" HDD/SSD
AnschlüsseHinten: 1 x Gigabit-Ethernet, 2 x USB3.0
Maße (HxBxT)184 mm x 168 mm x 230 mm
Gewicht2,21 kg
Besonderheiten-
Preisca. 310 Euro

Die Synology Diskstation DS420j bietet mit ihrer unverbindlichen Preisempfehlung von 309,40 Euro für einen Realtek RTD1296 und der Möglichkeit vier SATA3 6Gb/s 3,5-Zoll bzw. 2,5-Zoll-HDD/SSD einzubauen fast ein Alleinstellungsmerkmal. Lediglich TerraMaster bietet mit der F4-Serie ein ähnliches Produkt an, welches in der Version mit 1 GB DDR3 schlecht bis gar nicht verfügbar ist. Lediglich das Gerät mit 2 GB DDR3 wird bei manchen Händlern als lieferbar gelistet. 


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Äusserlich kommt die Synology Diskstation DS420j im altbekannten Design der Vorgängerversionen daher. Die Front besteht aus mattem Kunststoff mit seitlicher Hochglanz-Optik, wobei der Gehäusedeckel selbst aus lackiertem Stahlblech ist. 

Es gibt nur den in der Mitte platzierten silbernen Knopf zum Ein- und Ausschalten des Gerätes, welcher auch zugleich den Betrieb anzeigt. Die LEDs links und rechts des Tasters informieren über den Status der Diskstation, LAN-Verbindung und die Aktivität der verbauten Laufwerke. 

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Die ebenfalls aus lackiertem Stahlblech bestehende Rückseite beherbergt den 1 GbE RJ-45-Anschluss, die Netzbuchse, das Kensington-Schloss, die beiden 80-mm-Lüfter, zwei USB-3.0-Anschlüsse, sowie die RESET-Taste und wird mittels Daumenschrauben an vier Positionen mit dem Grundrahmen fixiert.

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Auf der Unterseite findet man ein kleines Typenschild, worauf das Modell und die Betriebsspannung angegeben ist. Die vier Gummifüße entkoppeln nicht nur die Diskstation, sondern sie sorgen auch für einen rutschfesten Stand. 

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Um an die Laufwerkseinschübe der Synology Diskstation DS420j zu gelangen, müssen die vier Daumenschrauben gelöst und die Rückseite nach unten geklappt werden. Dies ermöglicht nicht nur den Einbau der Laufwerke, sondern man kommt auch ohne größeren Aufwand an die beiden 80 mm Lüfter heran, um diese zum Beispiel reinigen zu können. Der Gehäusedeckel kann ebenfalls nach oben abgenommen werden. 

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Die grauen Laufwerkseinschübe aus ABS-Kunststoff können leicht aus den Führungsschienen im Grundrahmen rausgezogen und mit Laufwerken bestückt werden. Ein Nachteil dieser Konstruktion wird später im Test verdeutlicht. 

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Um die Laufwerkseinschübe bestücken zu können, wird das Laufwerk und die im Beipack befindlichen Schrauben benötigt. Bei der Verwendung von 3,5-Zoll-Laufwerken werden diese korrekt eingelegt und mittels vier Schrauben an den äußeren Bohrungen der Festplatte verschraubt. Die mittlere Bohrung bleibt, sofern die Festplatte eine besitzt, erst einmal frei. 

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Die in unserem Test verwendete Seagate IronWolf 8 TB (ST8000VN0022) besitzt keine mittlere Bohrung. Dadurch kann die Festplatte nicht mit den mitgelieferten längeren Schrauben im Grundrahmen arretiert werden. 

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Die Laufwerkseinschübe sitzen zwar ordentlich fest in den Führungsschienen und ein komplettes Rausrutschen durch Vibrationen sollte spätestens durch die beiden Lüfter verhindert werden, es könnte aber unter Umständen passieren, dass ein Laufwerk nicht mehr den richtigen Kontakt zur Backplane hat. Deswegen sollte man beim Laufwerkskauf darauf achten, dass die gewünschte Festplatte über eine entsprechende Bohrung verfügt. 

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Die 2,5-Zoll-Laufwerke werden mittels der mitgelieferten Schrauben von unten im Laufwerkeinschub montiert. Da in der Regel SSDs als 2,5-Zoll Datenträger in Frage kommen, sind Vibrationen hier kein Thema. Es wäre aber trotzdem wünschenswert, eine andere Arretierung der Einschübe zukünftig zu realisieren. Zum Beispiel mit einer Schraube, die direkt in den Kunststoff geschraubt oder einer Leiste mit den entsprechenden Erhebungen, die in die mittleren Löcher gesteckt wird.


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Das Mainboard und die Backplane sind zumindest optisch baugleich mit der Vorgängerversion, was nicht unbedingt schlecht sein muss. Ein bewährtes Layout ist allemal besser, als das Rad jedes Mal neu zu erfinden und sich dadurch mit etwaigen Kinderkrankheiten rumärgern zu müssen. 

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Die 64-bit-CPU der Synology Diskstation DS420j stammt von Realtek und hört auf den Namen RTD1296PB. Dabei handelt es sich um einen Cortex ARM A53 mit 4 Kernen und einem Takt von 1,4 GHz, welcher jeweils zwei USB-3.0-, USB-2.0- und SATA-Laufwerke unterstützt. Die Anbindung der Laufwerke über die Backplane erfolgt per PCIe 2.0.

Unter der Metallplatte befindet sich der verlötete 1 GB fassende DDR4-Arbeitsspeicher, welcher nicht von dem kleinen Aluminium-Kühler mitgekühlt wird. 

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Die beiden verbauten 3-Pin-Lüfter im 80-mm-Format mit der Bezeichnung FD128020HL stammen von YEN SUN Technology (Y.S.Tech) und werden über den DiskStation Manager in vier verschiedenen Modi geregelt (volle Geschwindigkeit, Kühlmodus, Stiller Modus, Niedriger Energiestatus).

ModellFD128020HL
LagerSintetico Lager
Spannung12 VDC
Spannungsbereich7 - 13,2 VDC
Drehzahl2.900 RPM
Volumenstrom52,2 m³/h
Statischer Druck2,8 mmH2O
Stromaufnahme0,13 A
Leistungsaufnahme1,56 W
Lautstärke29,1 dB(A)

 

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Der Gigabit-LAN-Controller stammt von der in den USA ansässigen Firma bothhandusa und hat die Teilenummer 24HSS1041A-2. 

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Der Altera 5M80Z ist ein programmierbares Logikmodul (CPLD) und beherbergt die Konfiguration der Synology Diskstation DS420j.

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Der 20-Pin-Pfostenstecker auf der Platine dient zum Anschluss der vorderen Platine der Diskstation. Auf der kleinen Platine, die in der Front montiert ist, befindet sich der Ein- / Ausschaltknopf und die Status LEDs. 

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Der verbaute ASMedia ASM1061 stellt zwei der vier SATA-Ports zur Verfügung. Dieser ist auf der Backplane montiert und wird direkt in den PCIe-2.0-x4-Slot des Mainboards gesteckt. Laut Datenblatt ist der Controller mit PCIe-2.0-x1 angebunden. 

Die anderen beiden SATA-Ports steuert der Realtek RTD1296 bei. Daraus ergeben sich maximal vier SATA-Ports, welche aber mit dem 1GbE-Anschluss nicht ausgelastet werden können. 


Die Inbetriebnahme der Synology Diskstation DS420j gestaltet sich sehr simpel. Nachdem die bevorzugten Laufwerke eingebaut und die Netzwerkverbindung hergestellt wurde, öffnet man das zuvor runtergeladene Tool Synology Assistant, welches für Windows, Mac und Ubuntu erhältlich ist. 

Der Assistant zeigt die IP-Adresse der Diskstation an und leitete den Nutzer auf die Weboberfläche um installieren um. 

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Auf der Weboberfläche hat der Nutzer in seinem Standardbrowser die Möglichkeit, eine manuell heruntergeladene DiskStation Manager (DSM) Version oder die automatische Installation durchzuführen. 

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Im nächsten Fenster kommt der Warnhinweis, dass alle Daten auf den Laufwerken gelöscht werden. Die Meldung erscheint in der Regel nur, wenn die Laufwerke vorher nicht in einer anderen Diskstation gelaufen sind. Denn dann kann man diese in der neuen Diskstation meist ohne Datenverlust weiterverwenden. Darauf werden wir in einem anderen Review genauer eingehen. 

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Während der Installation des Betriebssystem werden vorhanden Updates automatisch vom Synology Server heruntergeladen und installiert. Nachdem der Initialisierungsprozess abgeschlossen wurde – dieser dauert ca. 10 Minuten – wird man aufgefordert dem Gerät einen Namen zu geben und ein Administratorkonto mit Passwort anzulegen. 

Sowohl der Servername als auch der Benutzername kann später in den Einstellungen geändert werden. 

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QuickConnect ermöglicht komfortabel, über das Internet eine Verbindung mit der Synology Diskstation herzustellen. Dabei ist es nicht nötig, dass Einstellungen vom Nutzer gemacht werden müssen. Verfügt man über ein Synology-Konto, können die Daten eingegeben und eine einmalige QuickConnect ID für das Gerät festgelegt werden. Das Anlegen eines neuen Synology-Kontos ist auch später in den Einstellungen noch möglich. 

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Der Synology Web-Assistant schlägt einige grundlegenden Pakete für die Einrichtung vor. Diese können übersprungen oder auch später nachträglich deinstalliert werden. 

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Erst wenn die Datenschutzbestimmungen und Allgemeinen Geschäftsbedingungen für das Synology Paketzentrum durchgelesen und akzeptiert wurden, wird man auf die Abschlussseite weitergeleitet.

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Ein weiteres mal akzeptiert man die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und Datenschutzerklärungen und teilt den Netzwerkstandort des Gerätes für die Funktion „find.synology.com“ mit, damit der Web-Assistant auf die Oberfläche der Diskstation weiterleiten kann. 


Das Herzstück eines jeden NAS (Network Attached Storage) ist das Betriebssystem. Ob ein Selbstbau mit entsprechender Software, welche einen immensen Funktionsumfang und auch das nötige Wissen voraussetzt, um einen stabilen und performanten Betrieb zu gewährleisten, oder wie in unserem Fall ein sehr leistungsfähiges Betriebssystem, welches leicht und verständlich aufgebaut ist.

Das von Synology eingesetzte Betriebssystem DiskStation Manager (DSM) - hier in der aktuellen Version 6.2.2324922 update 4 - basiert wie die meisten "Fertiglösungen" anderer Hersteller auf Linux mit einer klickbaren Weboberfläche, welche übersichtlich gestaltet ist und alle Einstellmöglichkeiten bietet.

Da es sich noch immer um den Major Release 6.2 handelt, können die meisten Informationen zum DiskStation Manager aus der von uns getesteten Diskstation DS620Slim oder Diskstation DS1618+ entnommen werden.

Auch wenn bereits alle wichtigen Funktionen des DiskStation Manager behandelt wurden, wollen wir trotzdem ein paar grundlegende Funktionen zeigen. 

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Aufgrund des sehr umfangreichen Angebots an Programmen und Einstellmöglichkeiten gehen wir nur auf die wichtigsten Funktionen ein. 

Grundsätzlich gibt es im Werkszustand drei wichtige Applikationen: das Paket-Zentrum, die Systemsteuerung und die File Station. Damit sind erstmal die grundlegenden Funktionen eines Netzwerkspeichers gegeben, welche sich über die unterschiedlichen Pakete den Bedürfnissen des Nutzers anpassen und erweitern lassen. 

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Im Paket-Zentrum werden alle entsprechend der Paket-Quelle verfügbaren Programme aufgelistet. Die Installation wird per Click auf das Symbol oder den Installationsknopf angestoßen. Sollten weitere Pakete für die Installation benötigt werden, wird der Nutzer darauf hingewiesen und kann diese automatisch mit installieren.

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Sowohl die installierten Pakete, wie auch die Beta-Pakete lassen sich separat anzeigen. Die Auswahl ist sehr umfangreich und lässt fast keine Wünsche offen. Viele der Anwendungen werden kostenlos von Synology zur Verfügung gestellt oder stammen aus der riesigen Synology-Community oder kommen von Firmen die eine kostenpflichtige Nutzung anbieten. 

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Die Systemsteuerung bietet Zugriff auf alle Funktionalitäten der Diskstation. Hier gibt es eine Unterteilung in vier Kategorien: Gemeinsamer Ordner, Konnektivität, System und Anwendungen. 

Im Gemeinsamen Ordner können die Netzwerk-Ordner, Dateidienste, Benutzer und Gruppen angelegt und administriert werden. 

Unter Konnektivität kann der Nutzer den externen Zugriff auf die Diskstation, zum Beispiel über Quickconnect oder die Einstellungen des LAN-Anschlusses anpassen.

Der Menüpunkt System reicht von Informationen über die Diskstation, das Erscheinungsbild oder bis hin zur Energieverwaltung.

Zum Schluss können unter dem Abschnitt Anwendungen die einzelnen Nutzer-Berechtigungen den installierten Pakten zugeordnet oder auch die Synchronisation von gemeinsamen Ordner eingestellt werden. 


Der Realtek RTD1296 mit seinen vier 1,4 GHz schnellen Kernen und dem 1 GB großen DDR4-Arbeitsspeicher bietet ausreichend Leistung für den Einsatzzweck der DS420j als Speicherlösung für den ambitionierten Heimanwender.
 
Für die Benchmarks wurde die Diskstation DS420j direkt an den Intel I211-AT Onboard NIC des ASUS Prime X570-Pro per Crossover-Kabel angeschlossen und im Wechsel bestückt mit vier IronWolf 110 1,92TB SSDs und vier IronWolf 8TB ST8000VN022 getestet. Alle Benchmark-Ergebnisse sind die Mittelwerte aus drei Durchläufen, um Messabweichungen auszuschließen.

Mit Erscheinen von CrystalDiskMark 7.0.0 führen wir parallel beide Benchmark-Ergebnisse der beliebten Testprogramme auf, damit diese mit älteren Tests vergleichbar bleiben. Als Einstellung bei CrystalDiskMark 6 wurde 50 MB und Zero Fill gewählt. Bei der Version 7 hingegen wurden mit 16 MB und als Profil „Real World Performance“ die Durchläufe getestet.

Als dritten Benchmark wurde noch der LAN Speed Test der Firma Totusoft in der Version 4.4 genutzt. Bei diesem Benchmark werden insgesamt 63 Pakete von 1 KB bis 9 GB genutzt. 

Die Leistung mit aktivierter Laufwerksverschlüssung wurde ebenfalls getestet. Da die Werte bei den IOPS ca. 1,8 % und bei der Übertragungsrate ca. 2 MB/s schlechter ausfallen, als mit deaktivierter Verschlüsselung wurde auf die Ergebnisse verzichtet. 


Das Testsystem besteht aus folgenden Komponenten:

ProzessorAMD Ryzen 3400G
MainboardASUS Prime X570-Pro
RAMCrucial Ballistix Sport LT 32GB DDR4-3200
GPUAMD Radeon Vega 11
SpeicherSeagate FireCuda 510 SSD 2TB
NetzwerkIntel X710-DA2 PCIe 3.0 x8, Intel I211-AT Onboard NIC
MonitorBenQ PD2700U

CrystalDiskMark Read

6.0.2 x64

MB/s
mehr ist besser

Die Seq Q32T1 Read Werte von 118 MB/s werden durch die maximale Datenübertragungsrate bei 1GbE begrenzt. 4KiB Q8T8 und 4KiBQ32T1 liegen mit 116 MB/s im oberen Bereich.

CrystalDiskMark Write

6.0.2 x64

MB/s
mehr ist besser

Die Werte im Seq Q32T1 Write liegen bei 118 MB/s und werden ebenfalls durch die maximale Datenübertragungsrate bei 1GbE begrenzt. 4KiB Q8T8 und 4KiBQ32T1 liegen mit 96 MB/s, bzw. 81 MB/s im normalen Bereich. 

CrystalDiskMark IOPS

7.0.0 x64

IOPS
mehr ist besser

Die ermittelten Daten wirken insgesamt stimmig. Da der Benchmark neu in den Testparcours aufgenommen wurde, fehlen für eine genauere Einschätzung noch weitere Werte von Vergleichsgeräten. 

CrystalDiskMark Read

7.0.0 x64

MB/s
mehr ist besser

Die Read-Benchmarks im CrystalDiskMark 7 "Real World Performance" reichen tatsächlich an Werte bei realer Nutzung heran. Beim Kopieren eines Testordner waren ähnliche Übertragungsraten zu sehen. 

CrystalDiskMark Write

7.0.0 x64

MB/s
mehr ist besser

Die Write-Benchmarks im CrystalDiskMark 7 "Real World Performance" sind ebenso wenig auffällig. Auch hier wurde wieder ein Testordner als Vergleich mit ähnlichen Übertragungsraten kopiert. 

LAN Speed Test

4.4

3134 XX


2661 XX


2608 XX


2245 XX


Sekunden
weniger ist besser

Beim LAN Speed Test wurden insgesamt 63 Pakte mit 1 KB bis 9 GB kopiert. Durchschnittlich lagen die Übertragungsraten mit den IronWolf HDDs bei 89 MB/s im Write, bzw. 107 MB/s im Read. 

Der gleiche Parcour mit IronWolf SSDs ließen die Werte auf 91 MB/s im Write und 109 MB/s im Read ansteigen. 

Leistungsaufnahme

44 XX


10 XX


40 XX


9 XX


Watt
weniger ist besser

Die Leistungsaufnahmen liegt in allen Anwendungsfällen in einem zu erwartenden Bereich und die Messwerte sind plausibel. Wenn der Ruhezustand aktiviert wird, liegt die Leistungsaufnahme bei unter 2 W.

Die Lautstärke der Synology Diskstation DS420j ist trotz der relativ hohen Masse des Gehäuses eigentlich nur mit SSDs als wohnzimmertauglich zu bewerten. Mit unseren 8 TB fassenden IronWolf-HDDs hört man die Zugriffsgeräusche deutlich heraus, was beim Schauen von Streams in leisen Bereichen mit der Zeit störend ist. Der verbaute Lüfter hört man im leisen Betrieb nur ganz leicht rauschen.


Synology hat mit der Diskstation DS420j ein relativ preisgünstiges 4-Bay-NAS im Programm, was genauer betrachtet zu einem Preis von rund 300 Euro keinen direkten Konkurrenten hat. Zumindest nicht, wenn man sich auf 1 GbE-Anschluss, 1 GB an DDR4-Arbeitsspeicher und einen 4-Kern SoC in Form des Realtek RTD1296 beschränkt. 

Das Design ist bereits seit langer Zeit bekannt und könnte mal eine kleine Frischzellenkur vertragen. Die Verarbeitung ist aber ordentlich und kann gefallen.

Einer der großen Vorteile des 4-Bay-NAS ist der schiere Funktionsumfang des DiskStation Managers in der Major Version 6.2. Alles läuft selbst in der j-Serie gewohnt unauffällig und steht den hochwertigeren Geräten der Value und Plus-Serie in nicht viel nach. Natürlich bieten diese Geräte wesentlich mehr Leistung und sind in manchen Anwendungen ein vielfaches schneller, kosten aber auch mehr und zielen auf eine ganz andere Zielgruppe ab. 

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Die Übertragungsrate des 1 GbE-Anschlusses wird beim Maximalausbau der DS420j vollständig ausgelastet, was ein Verdienst der neuen CPU ist. In der heutigen Zeit wäre bei einem 4-Bay-NAS eigentlich ein 2,5-GbE-oder 5-GbE-Netzwerkport sinnvoll, diese sind aber noch anderen Preisklassen vorbehalten und auch die eigene Netzwerkinfrastruktur kann oftmals noch nicht mithalten.

Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von knapp 310 Euro liegt die Synology Diskstation DS420j im unteren Preissegment der 4-Bay-NAS-Geräte. Als einziges Produkt mit fast identischer Ausstattung würde sich das TerraMaster F4-210 mit 2GB an DDR3-Arbeitsspeicher für ca. 256 Euro anbieten oder die QNAP Turbo Station TS-431P2-1G mit 1,7 GHz getakteten annapurnalabs AL314 und zwei 1 GbE-Anschlüssen für ca. 274 Euro.

Wenn man von den Suchkriterien aber abweicht findet man natürlich andere Alternativen. Wer nicht unbedingt einen 4-Kerner und 60 TB Brutto-Speicherkapazität braucht, bekommt zum Beispiel mit dem ASUSTOR AS4004T ein 2-Bay-NAS mit 2GB DDR4-Arbeitsspeicher, 10 GbE-Anschluss und zwei weiteren 1 GbE-Ports für ca. 260 Euro.


Positive Aspekte der Synology Diskstation DS420j:

Negative Aspekte der Synology Diskstation DS420j:

Preise und Verfügbarkeit
Synology Diskstation DS420j
285,52 Euro Nicht verfügbar Ab 285,52 EUR