Asustor AS5304T im Test: Das perfekte Multimedia-NAS? (Update)

Veröffentlicht am: von

asustor as5304t unit 006 6e350c6dbfa44f26b9f4e2e8c4ebf26fWir haben mit dem ASUSTOR Nimbustor 4 AS5304T ein aktuelles 4-Bay-NAS im Test, welches mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis und einem schnellen Intel Quad-Core-Prozessor auftrumpfen möchte. Die weitere Hardware-Ausstattung mit 4 GB an DDR4-Arbeitsspeicher, zwei 2,5GbE-Schnittstellen und HDMI 2.0a kann sich ebenso sehen lassen wie die Software-Funktionen. Ob das AS5304T dem Ruf nach dem perfekten Multimedia-NAS gerecht wird, wollen wir uns einmal näher anschauen.

Update: Wir haben Messungen mit 2,5GBe ergänzt.

Das ASUSTOR Nimbustor 4 AS5304T liegt preislich im unteren Bereich der 4-Bay-NAS-Geräte mit Quad-Core-CPU und zwei LAN-Anschlüssen. Dabei ist die angesprochene Zielgruppe klar bei den heimischen "Power-Usern" zu finden, welche ihre 4K-Videostreams speichern und abspielen wollen, da die Benutzeroberfläche ADM (ASUSTOR Data Master) komplett darauf ausgelegt wurde.

» zur Galerie

Das ASUSTOR Nimbustor 4 AS5304T hat einen Intel Celeron J4105 Quad-Core-Prozessor mit einem Grundtakt von 1,5 GHz und einem Boosttakt bis zu 2,5 GHz verbaut. Dieser hat eine Verlustleistung (TDP) von 10 W und kann maximal zwei Speicherkanäle mit je 4 GB an DDR4-2400 ansprechen. Aufgrund der fehlenden ECC-Unterstützung sollte der Einsatzzweck vom Anwender wohl überlegt werden. Für die Grafikausgabe über den HDMI-2.0a-Anschluss sorgt der integrierte Intel-UHD-600-Prozessorgrafik. Diese unterstützt 10-bit-4K-Hardware-Dekodierung, HEVC-Dekodierung und VP9 10bit Profile2. Das Betriebssystem ADM (ASUSTOR Data Master) wird auf einem fest verbauten 4 GB großen eMMC-Speicher installiert. Die aktuelle ADM-Version lautet 3.4 und ist das Herzstück des AS5304T.

HerstellerASUSTOR
ModelNIMBUSTOR (AS5304T)
ProzessorIntel Celeron J4105 Quad-Core 1,5 GHz
RAM1 x 4 GB SO-DIMM DDR4-2400 (2 Bänke, auf bis zu 8 GB erweiterbar)
Speichervier SATA3 6Gb/s 3,5"/2,5" HDD/SSD
Mit Erweiterungseinheit AS6004U bis zu 16 Laufwerke möglich
AnschlüsseHinten: 2 x 2,5 Gigabit-Ethernet, 1 x HDMI 2.0a, 2 x USB3.2 Gen 1
Vorne: 1 x USB3.2 Gen 1
Maße (HxBxT)170 mm x 174 mm x 230 mm
Gewicht2,2 kg
Besonderheiten4 GB eMMC Flashspeicher, Infrarot Empfänger
Preisca.450 Euro

Wie bereits erwähnt, liegt das ASUSTOR Nimbustor 4 AS5304T im unteren Preisbereich der 4-Bay Geräte mit Quad-Core-CPU. Vergleichbare Modelle wären die Synology DiskStation DS418 (ca. 390 Euro) und die QNAP Turbo Station TS-473-4G (ca. 680 Euro). Die Diskstation DS418 bietet nur zwei 1-Gbit-Schnittstellen, 2 GB DDR4 und den etwas langsameren Prozessor. Die QNAP Turbo Station TS-473-4G hat den wesentlich leistungsstärkeren Prozessor und viel mehr Möglichkeiten bei der Erweiterung des Gerätes, ist aber eben auch deutlich teurer. 


» zur Galerie

Das Design des AS5304T gibt ASUSTOR als "Diamantgeschliffen" an, da die Seiten des Gehäuses und die von Magneten gehaltene Front einem geschliffenen Diamanten ähneln sollen. 

» zur Galerie

Hinter der von kleinen Magneten gehaltenen Kunststofffront mit rotem ASUSTOR Logo verbergen sich die vier Laufwerksschächte zum Einbau von 2,5-Zoll oder 3,5-Zoll SATA-Laufwerken.

» zur Galerie

Auf der schlicht gehaltenen Rückseite finden sich der 120 mm große PWM-Lüfter, sowie die Anschlüsse für USB 3.0, HDMI 2.0a, 2,5GbE und die Spannungsversorgung. Im unteren linken Bereich befindet sich eine Aussparung für das Kensington-Schloss, sowie die vier Kreuzschlitz-Schrauben zum Öffnen des Gehäuses.

» zur Galerie

Die Verriegelung der vier Laufwerktrays wird mit leichtem Zug nach vorne geöffnet. Dadurch wird das Laufwerk rausgedrückt und die Klappe dient dann als Griff zum Herausziehen. Es gibt keine Möglichkeit, um die Laufwerktrays abzuschließen. 

» zur Galerie

Es können sowohl SATA-Laufwerk mit 2,5 oder 3,5 Zoll montiert werden. Für die Befestigung der 2,5-Zoll-Laufwerke liegen ausreichend Befestigungsschrauben bei, wohingegen die 3,5-Zoll-Laufwerke mit dem bekannten Kunststoffschienen werkzeuglos montiert werden.

» zur Galerie

Bei den seitlichen Kunststoffclips zur Montage der 3,5-Zoll-Laufwerke wurde die mittlere Nase etwas niedriger ausgeführt, was die Nutzung von Hochleistungs-Festplatten mit nur zwei seitlichen Bohrungen ermöglicht. Zur Entkopplung wurden jeweils links und rechts zwei Gummiringe eingelassen, die die Vibrationen der Festplatten etwas verringern sollen. 

» zur Galerie

Die Materialwahl der Laufwerkstrays wirkt hochwertig, die Schlitten passen perfekt in die Einschübe des AS5304T. Lediglich das Öffnen und Schließen der Verriegelung könnte etwas angenehmer sein. 


» zur Galerie

Um an die inneren Werte des ASUSTOR Nimbustor 4 AS5304T zu gelangen, müssen nur vier PH2-Schrauben auf der Rückseite gelöst werden. 

» zur Galerie

Jetzt kann mit einem leichten Druck das Gehäuse bis zum Anschlag nach hinten geschoben und abgenommen werden. 

» zur Galerie

Das Öffnen des Gehäuses ermöglicht nun das Reinigen der Komponenten im Inneren oder den besseren Zugang zum erweiterbaren Arbeitsspeicher, welcher selbstverständlich auch werkzeuglos von vorne erreichbar ist.  

» zur Galerie

Der verbaute Lüfter zur Kühlung des Systems kommt aus dem Hause Yen Sun Technology Corp. und hört auf den Namen FD121225HB. 

Dieser lässt sich in vier verschiedenen Modi (Auto, Geringe Geschwindigkeit, Mittlere Geschwindigkeit, Hohe Geschwindigkeit) über das Betriebssystem steuern. 

Technische Daten:

ModellFD121225HB
LagerKugellager
Spannung12 VDC
Spannungsbereich7 - 13,2 VDC
Drehzahl2.600 RPM
Volumenstrom180,3 m³/h
Statischer Druck5,8 mmH2O
Stromaufnahme0,46 A
Leistungsaufnahme5,52 W
Lautstärke44 dB(A)
» zur Galerie

Das Mainboard des ASUSTOR Nimbustor 4 AS5304T von oben ohne Gehäuse. Von links nach rechts sieht man die LED-Leiste, Lautsprecher, Arbeitsspeicher, Prozessor, Lüfteranschluss, Backplaneslot und die Erweiterungsanschlüsse auf der Rückseite. 

» zur Galerie

Der ITE 8625E IO-Controller wird für die Überwachung der Systemsensoren, Steuerung des Lüfters und des Infrarot-Empfängers genutzt.

» zur Galerie

Der im Jahr 2018 erschienene Realtek RTL8125 Netzwerk-Controller wurde 2x verbaut und ermöglicht jeweils Datenübertragungsraten von 2,5GbE oder 5GbE im Link-Aggregation Modus. 

» zur Galerie

Der fest verbaute MLC-NAND kommt aus dem Hause Kingston und fasst 4 GB an Speicher, was vollkommen ausreichend für das Betriebssystem ADM (ASUSTOR Data Master) ist. Lediglich die zusätzlich installierten Apps werden auf den Datenträgern abgelegt und belegen somit Platz.

» zur Galerie

Der verbaute ASMedia ASM1061 stellt zwei der vier SATA-Ports zur Verfügung. Dieser ist auf der Backplane montiert und wird direkt in den PCIe-2.0-x4-Slot des Mainboards gesteckt. Laut Datenblatt ist der Controller mit PCIe-2.0-x1 angebunden. 

Die anderen beiden SATA-Ports steuert der Intel Celeron J4105 bei. Daraus ergeben sie maximal vier SATA-Ports, welche aber selbst mit Link Aggregation der beiden 2,5GbE-Anschlüsse nicht ausgelastet werden können. 


Die Inbetriebnahme des ASUSTOR Nimbustor 4 AS5304T gestaltet sich sehr simpel. Nachdem die bevorzugten Laufwerke eingebaut und die Netzwerkverbindung hergestellt wurde, öffnet man das zuvor runtergeladene Tool ACC (ASUSTOR Control Center), welches jedoch ausschließlich für die Windows Plattform erhältlich ist. 

Über das ACC kann noch vor dem Initialisieren des Gerätes die Firmware aktualisiert oder z.B. die Installationssprache ausgewählt werden.

» zur Galerie

Standardmäßig ist im AS5304T DHCP aktiviert und bekommt, sofern alles korrekt angeschlossen wurde, direkt eine IP-Adresse aus dem Heimnetz zugewiesen. Mit einem Klick auf "Nicht initialisiert" öffnet sich der Standardbrowser und die Installation kann beginnen.

» zur Galerie

Grundsätzlich muss der Nutzer entscheiden, ob er das Gerät selbst konfigurieren möchte oder alle Einstellungen automatisch getroffen werden sollen. Erstaunlicherweise passt der "Ein-Klick-Modus" sehr gut. Sollte dennoch mal eine Einstellung nicht passen, kann diese später noch geändert werden.

» zur Galerie

Als Dateisystem stehen EXT4 und BTRFS zur Verfügung. 

» zur Galerie

Hier kann sich der Nutzer entscheiden, ob er eher ein Multimedia-NAS oder Business-Anwendungen braucht. Wenn hier keine Auswahl getroffen wird, so können die entsprechenden Anwendungen später noch nachinstalliert werden. Selbstverständlich ist auch eine Auswahl beider Punkte möglich.  

» zur Galerie

Das Herzstück eines jeden NAS ist das Betriebssystem. Ob ein Selbstbau mit entsprechender Software, welche einen immensen Funktionsumfang und auch das nötige Wissen voraussetzt, um einen stabilen und performanten Betrieb zu gewährleisten, oder wie in unserem Fall ein sehr leistungsfähiges Betriebssystem, welches leicht und verständlich aufgebaut ist.

Das von ASUSTOR eingesetzte Betriebssystem ADM (ASUSTOR Data Master) - hier in der aktuellen Version 3.4 - basiert wie die meisten "Fertiglösungen" anderer Hersteller auf Linux mit einer klickbaren Weboberfläche. 

» zur Galerie

Aufgrund des sehr umfangreichen Angebots an Programmen und Einstellmöglichkeiten gehen wir nur auf die wichtigsten Funktionen ein.

» zur Galerie

Nachdem die bereits zuvor beschriebene Erstinstallation abgeschlossen wurde, bekommt der Nutzer einen übersichtlichen Desktop mit anklickbaren Symbolen angezeigt. Im Hauptfenster sind erstmal die wichtigsten Tools wie Benutzerverwaltung, Systemeinstellungen oder eine Online-Hilfe hinterlegt. Die Apps lassen sich per Drag-and-drop verschieben und auch in Ordnern zusammenführen. 

» zur Galerie

In der Zugangssteuerung können bis zu 4.096 lokale oder dem AD/LDAP-System entsprechende Benutzerkonten angelegt und 512 davon gleichzeitig benutzt werden. 

Das Anlegen der Freigabeordner erfolgt entweder "normal" oder verschlüsselt. Da laut ASUSTOR eCryptFS zum Einsatz kommt, muss die maximale Pfadlänge von 143 Zeichen beachtet werden. 

» zur Galerie
» zur Galerie

Eine Übersicht über die aktuell benutzten Systemressourcen oder die Auslastung des Gerätes findet sich unter Aktivitätenüberwachung. Dort bekommt der Nutzer übersichtlich alle systemrelevanten Informationen grafisch dargestellt

» zur Galerie

Die "App Central" ist die zentrale Verwaltung aller Apps auf dem Gerät, welche eine große Auswahl bietet und gut strukturiert ist. Sehr schön ist die Tatsache, dass bei der Installation zusätzlich benötigte Anwendungen automatisch mitinstalliert werden, der Nutzer aber im Vorfeld sieht, was das System braucht. 

» zur Galerie

Bei einem NAS dürfen die Sicherungsaufgaben natürlich nicht fehlen. Dazu bietet das AS5304T verschiedene Sicherungsdienste wie Rsync, FTP-Sicherung, internes Backup, externe Sicherung und die Cloud-Sicherung zur Amazon S3 Cloud an. Andere Cloud-Dienste zur Sicherung werden derzeit nicht angeboten. 


» zur Galerie

Unter der App "Externe Geräte" werden alle an das ASUSTOR Nimbustor 4 AS5304T angeschlossenen Geräte angezeigt und im Netzwerk sichtbar. So können ein externer Datenträger, ein CD-ROM-Laufwerk oder ein Drucker netzwerkfähig gemacht werden. 

» zur Galerie

Im Dateiexplorer kann auf alle im Gerät angelegten Ordner zugegriffen werden. Auch die Ordner von extern angeschlossenen Speichermedien lassen sich hierüber verwalten. 

» zur Galerie

Unter "Services" sind die Einstellmöglichkeiten für die Dateiprotokolle wie SMB, AFP und NFS zu finden. Gleichermaßen können Webservices wie FTP, WebDAV, Webserver, SSH (Terminal), Rsync und MariaDB eingeschaltet bzw. konfiguriert werden. 

» zur Galerie

Unter "Einstellungen" können die Geräteeinstellungen z.B. für eigene Hintergrundbilder oder Logos hochgeladen und die Netzwerkschnittstellen oder regionalen Optionen angepasst werden. Die Energieverwaltung der Laufwerke und Lüftersteuerung können ebenfalls eingestellt werden. Im Einstellungsmenü befindet sich auch der Konfigurationsassistent für das EZ-Connect Tool. EZ-Connect ist eine Internet-Passtrough-Funktion, um auf einfache Weise von überall auf das eigene NAS zugreifen zu können. Selbstverständlich können auch im Menu ein Werksreset und die Registrierung durchgeführt werden. 

» zur Galerie

Der Speichermanager ist der zentrale Ort, an dem die verbauten Laufwerke administriert und allerlei Informationen zu den Datenträgern ausgegeben werden. Da das ASUSTOR Nimbustor 4 AS5304T auch das Seagate IronWolf Health Managemant unterstützt, können die von uns verbauten Seagate IronWolf ST8000VN0022 entsprechend überwacht werden. Das Anlegen von iSCSI erfolgt ebenfalls im Speichermanager.

» zur Galerie

Da das AS5304T über einen HDMI-2.0a-Anschluss und Multimedia-Apps verfügt, kann über das ASUSTOR-Portal die Weboberfläche nach den eigenen Nutzerbedürfnissen angepasst werden. Im folgenden sind der Hintergrund, die Webbrowser-Favoriten, die Auflösung, der Overscan und ein Bildschirmschoner individualisierbar. 


Der Intel Celeron Quad-Core J4105 im ASUSTOR Nimbustor 4 AS5304T ist ein reiner Quad-Core-Prozessor ohne Hyperthreading aus dem Desktop-Bereich. Im Vergleich zu anderen NAS-Geräten, in denen Atom- oder Embedded-Prozessoren verwendet werden, hat dieser eine deutlich höhere Rechenleistung.

Das AS5304T wurde direkt an den Intel I219-V Onboard NIC des ASUS Z270 per Crossover-Kabel angeschlossen und im Wechsel bestückt mit vier IronWolf 110 1,92TB SSDs und vier IronWolf 8TB ST8000VN022 getestet. Alle Benchmark-Ergebnisse sind die Mittelwerte aus drei Durchläufen, um Messabweichungen auszuschließen.

Auch wenn auf manchen Screenshots ein RAID5 oder RAID10 zu sehen ist, so wurden die Benchmarks alle im RAID0 durchgeführt. Leider war zum ursprünglichen Zeitpunktt des Tests keine Switch mit zwei 2,5GbE-Ports verfügbar, sodass es ursprünglich nur Ergebnisse per 1GBit-Verbindung gibt - das haben wir in der Zwischenzeit geändert. Die Lese- bzw. Schreibraten liegen auf einem normalen Niveau des Netzwerksanschlusses.


Das Testsystem sieht wie folgt aus:

ProzessorIntel Core i7-7700K @ 4,2 GHz
MainboardASUS ROG Strix Z270G Gaming
RAM4 x Corsair Vengeance LPX DDR4-3000 CL15 8GB
GPUIntel HD Graphics 630
SpeicherSeagate FireCuda 510 SSD 2TB
NetzwerkIntel X710-DA2 PCIe 3.0 x8, Intel I219-V Onboard NIC
MonitorBenQ PD2700U

CrystalDiskMark Read

6.0.2 x64

MB/s
mehr ist besser

Die Seq Q32T1 Read Werte von 119 MB/s werden durch die maximale Datenübertragungsrate bei 1GbE begrenzt. 4KiB Q8T8 und 4KiBQ32T1 liegen mit 102 MB/s, respektive 101 MB/s im normalen Bereich. 

CrystalDiskMark Write

6.0.2 x64

MB/s
mehr ist besser

Die Seq Q32T1 Write Werte von 119 MB/s werden durch die maximale Datenübertragungsrate bei 1GbE begrenzt. 4KiB Q8T8 und 4KiBQ32T1 liegen mit 87 MB/s, bzw. 86 MB/s sowohl bei der HDD als auch bei der SSD im normalen Bereich. Lediglich beim 4KiB Q8T8 fällt das NAS leicht auf 83 MB/s.

Leistungsaufnahme

Watt
weniger ist besser

Die Leistungsaufnahmen liegt in allen Anwendungsfällen in einem zu erwartenden Bereich und die Messwerte sind plausibel. Auch wenn der Spindown bei den HDDs einwandfrei funktioniert und auf bis zu 7,6 W abfällt, so gehen die SSDs nie ganz in den Ruhemodus und bleiben bei ca. 10,4 W. Wenn der Ruhezustand aktiviert wird, liegt die Leistungsaufnahme bei unter 1 W.

Die Lautstärke des AS5304T ist aufgrund der geringen Masse des Gehäuses eigentlich nur mit SSDs als wohnzimmertauglich zu bewerten. Mit unseren 8 TB fassenden IronWolf-HDDs hört man die Zugriffsgeräusche deutlich heraus, was beim Schauen von Streams in leisen Bereichen mit der Zeit nervig ist. Der verbaute Lüfter hört man im leisen Betrieb nur ganz leicht rauschen.


Da das Asustor AS5304T zwei 2,5-GbE-Anschlüsse bietet, wurden auch Tests mit dem schnelleren Anschluss durchgeführt. 

Asustor bewirbt zwar die Möglichkeit, das Gerät mit 2 x 2,5-GbE betreiben zu können, aber uns war es schlicht nicht möglich die 5Gbit in den Messwerten zu sehen. Es wurden verschiedene Konfigurationen, Netzwerkkarten und Switche ausprobiert, aber es blieb uns verwehrt, mehr als 300 MB/s zu sehen.
 
Es wurden noch die Ergebnisse um die neuen Benchmarks ergänzt. 

CrystalDiskMark Read

6.0.2 x64

MB/s
mehr ist besser

Die Seq Q32T1 Read Werte von 296 MB/s werden durch die maximale Datenübertragungsrate bei 2,5-GbE begrenzt. 4KiB Q8T8 und 4KiBQ32T1 liegen mit 117 MB/s sowohl bei der HDD als auch bei der SSD im normalen Bereich. Lediglich beim 4KiB Q8T8 fällt das NAS auf 15 MB/s. 

CrystalDiskMark Write

6.0.2 x64

MB/s
mehr ist besser

Die Seq Q32T1 Write Werte von 296 MB/s werden durch die maximale Datenübertragungsrate bei 2,5-GbE begrenzt. 4KiB Q8T8 und 4KiBQ32T1 liegen mit 102 MB/s sowohl bei der HDD als auch bei der SSD im normalen Bereich. Lediglich beim 4KiB Q8T8 fällt das NAS leicht auf 16 MB/s.

CrystalDiskMark IOPS

7.0.0 x64

IOPS
mehr ist besser

Die ermittelten Daten wirken insgesamt stimmig und passt zu Geräten mit vier Laufwerkseinschüben.

CrystalDiskMark Read

7.0.0 x64

MB/s
mehr ist besser

Die Read-Benchmarks im CrystalDiskMark 7 "Real World Performance" reichen tatsächlich an Werte bei realer Nutzung heran. Beim Kopieren eines Testordner waren ähnliche Übertragungsraten zu sehen und entsprechen fast dem 2,5-fachen der "normalen" 1-GbE-Übertragungsrate.

CrystalDiskMark Write

7.0.0 x64

MB/s
mehr ist besser

Die Write-Benchmarks im CrystalDiskMark 7 "Real World Performance" reichen tatsächlich an Werte bei realer Nutzung heran. Beim Kopieren eines Testordners waren ähnliche Übertragungsraten zusehen. Diese entsprechen fast dem 2,5-fachen der "normalen" 1-GbE-Übertragungsrate.

LAN Speed Test

4.4

2076 XX


1832 XX


1291 XX


1196 XX


Sekunden
weniger ist besser

Beim LAN Speed Test wurden insgesamt 63 Pakte mit 1 KB bis 9 GB kopiert. Durchschnittlich lagen die Übertragungsraten mit den IronWolf HDDs bei 162 MB/s im Write, bzw. 248 MB/s im Read. 

Der gleiche Parcour mit IronWolf SSDs ließen die Werte auf 157 MB/s im Write und 251 MB/s im Read ansteigen. 


ASUSTOR hat mit dem Nimbustor 4 AS5304T ein gut ausgestattetes 4-Bay-NAS im Programm, welches für die Zielgruppe der Heimanwander interessant ist, die auf der Suche nach etwas mehr Möglichkeiten bei der Konfiguration und der Auswahl an zusätzlich installierbarer Software sind. 

Das Design weiß zu gefallen, lediglich die Hochglanzoberflächen an der Front sind nicht jedermanns Sache. Ein mattes Finish oder ein anderes Material wären die bessere Wahl gewesen und wären etwas pflegeleichter. 

Die Multimedia-Anwendungen sind benutzerfreundlich und der Infrarotempfänger verrichtet seinen Dienst tadellos. Sowohl mit der verfügbaren Fernbedienungs-App oder einer Logitech Harmony lässt sich das Gerät bedienen. Die Weboberfläche mit anpassbarer Optik ist übersichtlich gehalten und die Reaktionszeit akzeptabel. 

» zur Galerie

Mit einem Preis von um die 454 Euro liegt das Asustor AS4002T als 4-Bay-NAS im unteren Preissegment, wenn man einen Quad-Core Prozessor, zwei LAN-Anschlüssen und DDR4 sucht. Als vergleichbare Modelle wären die Synology DiskStation DS418 (ca. 393 Euro) und die QNAP Turbo Station TS-473-4G (ca. 682 Euro) zu nennen. Die Diskstation DS418 bietet nur zwei 1-Gbit Schnittstellen, 2 GB DDR4 und den etwas langsameren Prozessor. Die QNAP Turbo Station TS-473-4G hat den wesentlich leistungsstärkeren Prozessor und viel mehr Möglichkeiten bei der Erweiterung des Gerätes. 

Positive Aspekte des ASUSTOR hat mit dem Nimbustor 4 AS5304T:


Negative Aspekte des ASUSTOR hat mit dem Nimbustor 4 AS5304T:

Preise und Verfügbarkeit
ASUSTOR Nimbustor 4 AS5304T
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Ab 489,90 EUR