Seite 3: Software

Um in der NAS-Oberklasse mitspielen zu können, braucht es nicht nur gute Hardware, sondern auch gute Software. Bei ASUSTOR nennt man diese Software ASUSTOR Data Master (kurz: ADM). Es bietet ein Webinterface, über das sich alle Einstellungen des NAS machen lassen, außerdem gibt es diverse Multimedia-Funktionen wie DLNA oder einen iTunes-Server.

ADM Homescreen

Für die Übersicht spendiert ASUSTOR einen Homescreen, wie man ihm von Smartphones kennt: Große Symbole, kurze Beschreibungen. Uns erinnert die Oberfläche an eine Kreuzung aus Apples iCloud-Website und Synologys DSM. Die erste Einrichtung und die Benutzerverwaltung funktionieren denkbar einfach, unsere vier Festplatten wurden ohne unser Zutun direkt in einen RAID-5-Verbund eingehängt, außerdem wurden darauf direkt ein paar Standardfreigaben eingerichtet. Der Nutzer muss als nur noch Nutzerkonten anlegen und kann die Einrichtung damit abschließen. Etwas bedenklich finden wir lediglich, dass der SSH-Zugriff von Haus aus aktiviert ist. Wer diese Art der Verwaltung nicht braucht, sollte den Dienst unter "Services" abschalten.

ADM App Central

Wer mehr als schnöde Dateifreigaben will, sucht im "App Central" nach weiteren Funktionen. Die Liste enthält stolze 86 Programme (wobei davon viele lediglich Webanwendungen sind), die sich schnell und einfach installieren und konfigurieren lassen. Von Dropbox über Mediaserver bis hin zum Java JDK gibt es nahezu alles, was man brauchen könnte. Der lokale HDMI-Anschluss lässt sich über das Boxee-Paket zum Leben erwecken.

Boxee

Boxee ist ein Mediacenter, mit dem sich Inhalte aus diversen Quellen nutzen lassen. Dienste wie Netflix funktionieren in Deutschland aufgrund von Lizenzproblemen leider nicht, aber zum Beispiel Videos von Youtube oder den Medienbibliotheken der öffentlich rechtlichen Sender funktionierten in unserem Test ohne Weiteres. Natürlich kann Boxee auch Inhalte aus dem lokalen Netzwerk oder direkt vom NAS abspielen, dafür gibt es einen Indexdienst der ausgewählte Ordner durchsucht und die gefundenen Medien nach Kategorien auflistet. In unserem Test funktionierte das leider nicht direkt, der Support verspricht hier aber Besserung. Natürlich kann man aber weiterhin über den Dateibrowser auf alle Dateien zugreifen. Gesteuert wird Boxee entweder klassisch über Maus und Tastatur oder direkt via Smartphone mit der AiRemote-App, die für Android und iOS verfügbar ist.

Als zweite App liefert ASUSTOR die AiDownload-App aus, mit der man Downloads auf das NAS vom Smartphone aus steuern kann. Der direkte Zugriff auf das NAS via App ist aber leider noch nicht möglich, ASUSTOR entwickelt gerade eine passende App namens "Cloud Connect" die im April erscheinen soll. Bis dahin muss man mit WebDAV vorlieb nehmen, darüber kann man verschlüsselt (über HTTPS) auch vom Smartphone auf das NAS zugreifen, sofern man die passende App dafür hat. Wir haben uns "WebDAV Nav" kostenlos im Appstore heruntergeladen und konnten dann auf alle Daten zugreifen.