Cooler Master MasterWatt Lite 600W im Test

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cooler master masterwatt lite 600w teaserCooler Master hat mit den "MasterWatt Lite" eine Einsteiger-Netzteilserie im Angebot, welche einen günstigen Preis mit guter Qualität kombinieren möchte.  So erfüllen die MasterWatt Lite die Anforderungen an ein modernes Netzteil und verfügen auch über alle wichtigen Schutzschaltungen. Wir haben uns mit dem MasterWatt Lite 600W das zweitstärkste Modell der Serie einmal näher angeschaut.

Die MasterWatt Lite stellen zusammen mit der B-Serie (V2) die Einsteigerserie für den Bereich "Büro/Zuhause" innerhalb con Cooler Masters Netzteilportfolio dar, welche sich sowohl an preissensitive Endkunden wie auch Systemadministratoren richtet. Darüber hinaus hat Cooler Master noch Netzteile mit modularem Kabelmanagement im Angebot, für Gamer und für Enthusiasten. In letzterer Sparte, welche den High-End-Bereich bei Cooler Master darstellt, sind dann die bekannten Modelle der V-Series sowie die noch besonders positionierten MasterWatt-Maker-Modelle zu finden.

Als kostengünstige Modelle - das MasterWatt Lite 600W ist aktuell für ca. 55 Euro zu haben - müssen die MasterWatt Lite auf einige Features verzichten. So sind die Anschlusskabel fest angebracht und mit der Effizienzklasse "80PLUS Standard (230V EU)" wird auch nur der aktuelle Mindesstandard erreicht. An anderen Stellen hingegen hat Cooler Master nur wenig gespart. So verfügen die MasterWatt Lite über alle gängigen Schutzschaltungen, vergleichsweise solide Bauteile und drei Jahre Herstellergarantie, was für ein Einstiegsmodell schon ordentlich ist.

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Die Cooler Master MasterWatt Lite decken den Leistungsbereich von 400 bis 700 Watt mit insgesamt vier Modellen ab, welche sich im Wesentlichen durch Leistungsfähigkeit, Anschlussmöglichkeiten und Preis unterscheiden. Die Preise reichen dabei von 40 Euro für das MasterWatt Lite 400W bis zu 60 Euro für das 700W-Modell.

Hier die Fakten des Cooler Master MasterWatt Lite 600W in Tabellenform:

Technische Daten in der Übersicht
Hersteller und
Bezeichnung

 Cooler Master
 MasterWatt Lite
 600W

Modell  MPX-6001-ACABW-EU
Straßenpreis  ca. 55 Euro
Homepage  eu.coolermaster.com/de
Leistungswerte
+3,3V  20 A
+5V  20 A
+12V

 46 A

+5Vsb  2,5 A
-12V  0,3 A
Leistung 12V  552 W
Leistung 3,3V & 5V  120 W
Gesamtleistung  600 W
Anschlüsse
ATX  24-Pin
EPS/12V/CPU  1x 8(4+4)-Pin
PCI-Express
(6P / 8(6+2)P / 8P)
 0 / 2 / 0
SATA  6
4-Pin Molex  3
Floppy  1
Features
Effizienz  80PLUS Standard (230V EU)
Maße (LxBxH)  150 x 140 x 86 mm
Lüfter  120-mm-Lüfter
Kabelmanagement  nein
Herstellergarantie  3 Jahre
Besonderheiten  -

Auf den nachfolgenden Seiten stellen wir das Cooler Master MasterWatt Lite 600W näher vor.


Das Cooler Master MasterWatt Lite 600W wird in einem kompakten Karton geliefert, welcher auf Vorder- und Rückseite bereits die wesentlichen Informationen zum darin verpackten Netzteil enthält.

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Der Lieferumfang des Cooler Master MasterWatt Lite 600W ist knapp, aber für diese Klasse vollständig. Neben dem Netzkabel und Montageschrauben gibt es noch ein kleines Faltblatt mit einigen Informationen dazu.

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Das Cooler Master MasterWatt Lite 600W ist optisch schlicht gehalten und verzichtet vermutlich auch aus Kostengründen auf besondere Designelemente. Das anthrazitfarben beschichtete Stahlblechgehäuse ist mit einer Länge von 150 mm angenehm kompakt.

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Als Lüftergitter kommt die klassische Variante aus schwarz lackiertem Draht zum Einsatz. Auffällig beim Cooler Master MasterWatt Lite 600W ist nur, dass der Lüfter nicht wie sonst mittig im dem Gehäusedeckel platziert ist, sondern ganz auf eine Seite gerückt ist.

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Die Innenseite ist aufgrund der Tatsache, dass hier ausschließlich fest angebrachte Anschlusskabel verwendet werden, sehr übersichtlich. Von den Anschlusskabeln selbst ist nur die ATX-Hauptleitung mit einem Sleeve versehen, alle anderen Leistungen verwenden farbige Einzellitzen, welche nur stellenweise per Kabelbinder aneinander fixiert sind.

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Auf der Außenseite des Netzteils befindet sich nur die obligatorische Netzbuchse und ein Netzschalter.

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Das Cooler Master MasterWatt Lite 600W ist als Single-Rail-Netzteil ausgeführt, d.h. es verfügt über eine einzige 12V-Schiene. Diese ist mit 46 Ampere Leistungfsfähigkeit angegeben, was nominal 552 Watt entspricht und eine brauchbare Dimensionierung darstellt. Die beiden Nebenspannungen 3,3 Volt und 5 Volt sind mit je 25 Ampere angegeben und sollen kombiniert bis zu 120 Watt liefern können

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Im Inneren des Cooler Master MasterWatt Lite 600W kommt klassische Technik in Form einer Double-Forward-Topologie zum Einsatz, also einer gruppenregulierten Technik ohne DC-DC-Wandler. Bei der Bauteilwahl hat Cooler Master vergleichsweise wenig gespart und setzt bei den Elkos im Sekundärbereich hauptsächlich auf Modelle von Teapo, die von einigen wenigen SuScon und Taicon ergänzt werden. Primärseitig kommt ein Modell von Teapo mit einer Kapazität von je 390 uF und einer Spannungsfestigkeit von 400 Volt zum Einsatz. Sekundärseitig sind auch etliche Feststoff-Kondensatoren verbaut.

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Ein wichtiges Merkmal eines Netzteils sind seine Schutzschaltungen, denn schließlich hängt an ihm meist eine um ein Vielfaches teurere PC-Hardware, von den allgemeinen Risiken eines Gerätes unter Netzsspannung für seine Umwelt einmal abgesehen. Das Cooler Master MasterWatt Lite 600W soll mit entsprechenden Schutzschaltungen aufwarten können. So sind laut Hersteller Schutzschaltungen gegen Überspannung (OVP), Überlastung einzelner Spannungsschienen (OCP), Überlast (OPP), Kurzschluss (SCP) und Überhitzung (OTP) vorhanden. Auf dem Board ist ein SiTi PS229 Überwachungschip untergebracht, welcher bis auf OTP diese Aufgaben erfüllen kann.

Im Test konnten wir die Funktion der Überlastschutzschaltungen größtenteils bestätigen. Auf den Nebenspannungen 3,3 Volt und 5 Volt erfolgte bei Überschreiten von 30 bzw. 28 Ampere eine Abschaltung. Ein Hochregeln der Leistungsaufnahme insgesamt führt an einen Punkt bei ungefähr 800 Watt Primärleistungsaufnahme, bei dem der starke Spannungsabfall auf 12 Volt des gruppenregulierten Netzteils ein weiteres Ansteigen der Gesamtleistungsaufnahme verhindert. Wird bei schon hoher Gesamtleistung der Kurzschlusstest der Teststation aktiviert, schaltet sich das Netzteil auch sofort ab. Auf den Nebenspannungen können wir also eine gute funktionierende OCP bestätigen und auch ein Kurzschlussschutz auf 12 Volt ist vorhanden.

Kommen wir auf der nächsten Seite zu Lautstärke und Ausstattung.


Das Cooler Master MasterWatt Lite 600W verfügt über einen 120-mm-Lüfter mit einem "HDB-Lager", wobei Cooler Master dieses nicht näher spezifiziert.

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Der verbaute Lüfter stammt vom bekannten Hersteller Yate Loon und trägt die Modellnummer D12SH-12, was dann eigentlich entweder für ein Modell mit Kugellagerung oder mit einer qualitativ soliden Gleitlagerung (Bronzelager) sprechen würde und nicht für ein üblichen "HDB-Lüfter" im Sinne von "Hydro Dynamic Bearing", bei dem eine "hydrodynamisch" aufgebaute Ölschicht die tragende Rolle übernimmt.

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Bei niedriger Last beträgt die Drehzahl vergleichweise hohe 1.000 U/min, welche das Cooler Master im Test bis einschließlich 50 % Last beibehalten hat. Das MasterWatt Lite 600W ist dabei noch relativ unauffällig und das Laufgeräusch des Lüfters ist moderat wahrnehmbar. Bei einer Last von 60 % und 1.300 U/min wird das Lüftergeräusch schon deutlich wahrnehmbarer. Letzteres steigert sich dann zu einem fast lauten und sehr deutlichen Rauschen bei einer Last von 80 % und 1.600 U/min. Bei Volllast und 1.900 U/min ist das Cooler Master MasterWatt Lite 600W schlichtweg einfach nur sehr laut und schafft es, unsere Chroma-Teststation zu übertönen. Insgesamt lässt sich aber sagen, dass das MasterWatt Lite 600W kein besonders leises Netzteil ist, seine Lautstärke im üblichen Lastbereiches eines normalen luftgekühlten Systems in Ordnung geht.

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Die Anschlüsse sind beim Cooler Master MasterWatt Lite 600W allesamt fest angebracht, wobei nur das ATX- und das 8-Pin-CPU-Kabel mit Netzsleeve versehen sind. Weiterhin bietet das Cooler Master zwei 8(6+2)-Pin-PCI-Express-Anschlüsse an einem Kabelstrang, insgesamt sechs SATA-Anschlüsse an zwei Kabelsträngen und zuletzt noch ein Kabel mit drei 4-Pin-Molex- und einem Floppy-Stecker. Für ein 600W-Netzteil stellt dies eine ausreichende Ausstattung dar. Die Kabel sind von solider Länge, d.h. auch hier gibt es weder etwas zu kritisieren, noch etwas positiv zu erwähnen.

 


Messwerte (Effizienz, Spannungsstabiltität)

Seit der Einführung des 80PLUS-Programms vor knapp acht Jahren ist der Netzteilwirkungsgrad immer mehr in den Mittelpunkt gerückt. Das für Kunden einfach zu verstehende System hinter 80PLUS ermöglicht auch eine werbewirksame Vermarktung des Qualitätsfaktors Wirkungsgrad. Da das System der Zertifizierung bei dem Unternehmen, welches hinter 80PLUS steht, nicht unbedingt als manipulationssicher zu betrachten ist und sich insgesamt auch eher an den Interessen der Unternehmen als an den der Endkunden orientiert, sollte 80PLUS nicht überwertet werden. Keinesfalls darf man es als Qualitätssiegel für das gesamte Netzteil verstehen, denn die Effizienz ist nur ein Merkmal von vielen, welche für ein gutes Netzteil relevant sind. Vor dem Kauf eines Netzteils sollte man sich daher auch weiterhin aus verschiedenen objektiven Quellen informieren.

Unabhängig von 80PLUS: Das Schöne am Thema Netzteileffizienz ist, dass der Kunde mittlerweile mehrere Gründe für den Kauf eines darin besonders guten Netzteils finden kann. Er kann es zum wirklichen Einsparen von Energiekosten nutzen, er kann sein grünes Gewissen durch das eingesparte Kraftwerks-CO2 etwas beruhigen, aber der wahrscheinlich wichtigste Grund ist, dass eine hohe Effizienz auch an neueste und beste Technik glauben lässt. Daher ist ein Blick auf die Qualität der Ausgangsspannungen weiterhin wichtig, denn ein gutes Netzteil soll effizient UND stabil arbeiten.

 

Wirkungsgrad

Da sich mit unserer Teststation neben der Leistungsaufnahme aus dem Stromnetz auch die an den (imaginären) PC abgegebene Leistung bestimmen lässt, können wir damit auch quantitative Vergleiche der getesteten Netzteile vornehmen. Wir bestimmen dabei einmal die Effizienz über den Lastbereich des Netzteils selber und dann noch zum praxisnahen Vergleich an drei für alle Netzteile gleichen Punkten.

cooler master masterwatt lite 600w effizienz

Die Effizienzmessungen lassen wir mittlerweile bei sehr niedrigen fünf Prozent Last beginnen, was hier knapp über 30 Watt an abgegebener Leistung entspricht. Aufgrund dieser sehr niedrigen Last und der auch nicht unbedingt auf maximale Effizienz getrimmten Plattformen liegt der gemessene Wirkungsgrad hier meist noch recht niedrig, wobei das Cooler Master MasterWatt Lite 600W hier bei ausreichenden 71 % liegt. Bei zehn Prozent Last (~ 65 Watt Ausgangsleistung) werden dann durchschnittliche 81,3 % erreicht.

Bei einer Belastung von 20 % erreicht unser Testkandidat langsam seinen eigentlichen Arbeitsbereich. Der Wirkungsgrad liegt dann bei ausreichenden 86,2 %. Im Bereich von 40 bis 60 % an Auslastung erreichen die Netzteile üblicherweise ihr Wirkungsgradmaximum, so auch das 600W starke Cooler Master mit 87,7 % beim 40-%-Lastpunkt. Bei 60-%-Last werden dann noch 87,1-%-Effizienz erreicht. Danach fällt die Wirkungsgradkurve weiter ab und erreicht bei Volllast 84,4 %. Für ein 80PLUS-Standard-Netzteil eine ordentliche Performance.

Da das Cooler Master MasterWatt Lite 600W keinen Weitbereichseingang hat, d.h. nur an 230V-Netzen betrieben werden kann, können wir die Abschätzung der 80PLUS-Einstufung ohne Umstellung aus unseren Testdaten vornehmen. Unsere Lastverteilung entspricht zwar nicht exakt der vom 80PLUS-Labor verwendeten, aber für eine grobe Einschätzung sollte es reichen. Das Cooler Master MasterWatt Lite 600W erreicht mit 86,2 % / 87,6 % / 84,4 % die für 80PLUS Standard 230V EU erforderlichen Mindestwerte von 82 % / 85 % / 82 % sicher.

cooler master masterwatt lite 600w effizienzvergleich

Interessant ist auch der direkte Vergleich an drei festen Lastpunkten, da sich hier die Netzteile direkt miteinander vergleichen lassen, als ob man sie in demselben Rechner verwendet. Der erste Punkt mit 90-Watt-Leistungsaufnahme entspricht älteren Office-PCs oder einem modernen Mittelklasse-System im Idle. Das Cooler Master MasterWatt Lite 600W erreicht hier mit fast 85 % einen ausreichenden Effizienzwert, welcher gleichauf mit anderen Budget-Netzteilen wie dem Corsair CX600M oder dem Chieftec Eco 630W liegt.

Bei etwas höheren Werten, in diesem Falle 250-Watt-Leistungsaufnahme des Systems, kann das Cooler Master MasterWatt Lite 600W dann etwas auf die Konkurrenz aufholen und zu Netzteilen wie dem 80PLUS-Bronze-Netzteil Cougar VTX 450 oder dem Standard-Modell Enermax MaxPro 600W aufschließen. Bei 500 Watt ist die Effizienz des Cooler Master MasterWatt Lite 600W ähnlich im Vergleich zur Konkurrenz und somit brauchbar. Beachtlich hingegen ist, dass ein State-of-the-Art-Netzteil wie das Seasonic PRIME 850W Titanium an diesem Lastpunkt satte 10 Prozent Vorsprung herausholen kann.

Das Cooler Master MasterWatt Lite 600W weist insgesamt keine gute, aber zumindest eine für gelegentlich betriebene Rechner klar ausreichende Effizienz auf, und erreicht die für 80PLUS Standard 230V EU nötigen Effizienzwerte sicher.


Ausgangsspannungen

Die Qualität der Ausgangsspannungen ist eines der wichtigsten Merkmale eines Netzteils, eigentlich noch deutlich wichtiger als seine Effizienz. Arbeitet ein Netzteil nicht stabil bzw. liefert stark schwankende Spannungen, kann die Funktion des Rechners beeinträchtigt werden. Wir schauen uns daher einmal an, wie sich die Spannungen unter Last verändern und ob sie im durch den ATX Design Guide festgelegten Toleranzbereich bleiben. Dieser erlaubt Abweichungen von +/- 5 % von der Sollspannung, der Wertebereich der Diagramme entspricht genau diesem Toleranzbereich.

Weiterhin schauen wir uns die Qualität der Ausgangsspannungen per Oszilloskop im Detail an. Die so genannten Ripple-/Noisespannungen sind hochfrequente Wechselspannungen, die auf die eigentliche Ausgangs-Gleichspannung aufgeprägt sind. Sie entstehen durch die Arbeitsweise von Schaltnetzteilen und werden je nach Güte des Netzteildesigns bzw. seiner Ausgangsfilter mehr oder weniger stark herausgefiltert. Im ATX Design Guide ist festgelegt, dass auf 12 Volt Werte von 120 mV (pp, "peak-to-peak"), bei 3,3 Volt und 5 Volt 50 mV (pp) auftreten dürfen.

Cooler Master MasterWatt Lite 600W

cooler master masterwatt lite 600w spannung

Beim Thema Spannungsregulierung über den Lastverlauf zeigt sich, dass hier ein gruppenregulierte Technik ohne DC-DC-Wandler zum Einsatz kommt. Die Nebenspannungen fallen über den Lastverlauf um 1,8 % bzw. 2,3 % ab, was deutlich innerhalb der erlaubten Toleranz liegt und auch die Lage im Toleranzfeld knapp über dem Nominalwert ist gut. Gleichzeitig steigt die 12V-Seite über den Lastverlauf erst leicht an, um dann wieder leicht abzufallen. Im Falle der auf allen Spannungen gleichmäßig steigenden Testbelastung ergibt sich dadurch eine vergleichsweise niedrige Schwankungsbreite von nur 0,3 Prozent, wobei der Verlauf aber durchgängig unter der "psychologisch" wichtigen 12,0-Volt-Marke liegt. Betrachtet man Einsteigernetzteile von vor wenigen Jahren, so zeigt das aktuelle MasterWatt Lite eine vergleichsweise sehr gute Performance.

cooler master masterwatt lite 600w ripple

Bei den Ripple-/Noise-Spannungen sieht die Lage für ein Einsteigernetzteil erfreulich gut aus. Auf den Nebenspannungen 3,3 Volt und 5 Volt werden maximal 23 bzw. 25 mV(pp), was deutlich unter dem Limit von 50 mV(pp) liegt. Und auch auf der 12V-Seite sieht die Lage erfreulich gut aus. Mit 38 mV(pp) wird ein vergleichsweise niedriger Maximalwert erreicht.

Das Cooler Master MasterWatt Lite 600W kann im Bereich Qualität der Ausgangsspannungen für ein Netzteil der Einstiegsklasse eine vergleichsweise gute Performance abgeben und zeigt keine nennenswerten Schwächen. Die Ripple-/Noise-Werte sind allesamt niedrig und die Ausgangsspannugen werden in üblichen Systemen mit halbwegs gleichmäßiger Lastverteilung auch ordentlich ausgeregelt.


Cooler Master MasterWatt Lite 600W kann als Einsteigernetzteil einen guten Eindruck hinterlassen. Für ein Netzteil ohne DC-DC-Wandler bietet es vergleichweise stabile Ausgangsspannungen und auch die niedrigen Ripple-/Noise-Spannungen gehören lobend erwähnt. Seine Effizienz entspricht dem, was man unter dem 80PLUS-Standard-(230V-EU)-Label erwarten kann: nicht herausragend, aber für nicht im Dauerbetrieb laufende Rechner zeitgemäß und ausreichend. Positiv ist auch, das Cooler Master dem MasterWatt Lite 600W funktionierende Schutzschaltungen spendiert hat.

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In Sachen Lautstärke schlägt sich das MasterWatt Lite 600W im unteren bis mittleren Lastbereich recht ordentlich. Der Lüfter arbeitet zwar nicht lautlos, aber für diese Klasse noch vergleichweise unauffällig. Bei hohen Lasten wird es typisch für Netzteile dieser Klasse recht laut, was natürlich auch daran liegt, dass aufgrund der Standard-80PLUS-Klasse einfach mehr Abwärme aus dem Netzteil befördert werden muss als beispielsweise bei einem 80PLUS-Gold-Netzteil.

Bei der Ausstattung muss der Käufer mit fest angebrachten Kabel auskommen, aber zwei PCI-Express-, sechs SATA- und vier Molex-Anschlüsse an angenehm langen Kabelsträngen gehen für ein 600W-Modell in Ordnung. Preislich ist das MasterWatt Lite 600W fair positioniert. Mit seinem aktuellen Straßenpreis von knapp ca. 55 Euro liegt es gleichauf mit dem Cooler Master B600 und nur knapp 5 Euro über einem Enermax MaxPro 600W. Wobei unserer Meinung nach die in diesem Fall nur knappen 20 Euro Aufpreis zum Corsair Vengeance V650M auch gut angelegt wären.

Wer ein qualitativ solides Einsteigernetzteil sucht und auf den Preis achten will, kann aber ohne Bedenken zum MasterWatt Lite 600W greifen.

 

Positive Punkte bei dem Cooler Master MasterWatt Lite 600W

Negative Punkte bei dem Cooler Master MasterWatt Lite 600W