Fanless-Netzteil-Roundup

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Nach unserem Netzteil-Roundup mit aktuellen High-End-Netzteilen in der letzten Woche widmen wir uns jetzt einem weiteren Netzteilzweig - den No-Noise-Netzteilen. Da bei heutigen PCs neben der Leistung vor allem auch die Lautstärke im Vordergrund steht, beschäftigen wir uns in diesem Roundup ausschließlich mit diesen 0db-Netzteilen. Die Ausnahme ist das SilentMaxx 450W Semi-Fanless NT, das einen Lüfter besitzt, aber auch ganz deutlich im Silent-Bereich angesiedelt ist. Die Netzteile besitzen demnach auch nicht die Leistung wie bei unserem letzten Roundup, wo es bei 420W losging und bis 600W reichte, sondern hier ist bei 450W Schluß, die Modelle beginnen bei 300W. Allerdings sind bei angenommenen 80% Wirkungsgrad 240W Leistungsaufnahme kein Problem für die kleinsten Netzteile - ein leistungsfähiger Prescott und eine GeForce 6800GT vertragen auch sie.

Insgesamt lassen wir 6 Netzteile gegeneinander antreten :

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Vom stromsparenden Office Rechner bis zum Highend PC mit stromhungrigen Komponenten ist also für jeden etwas dabei. In diesem Bereich stehen sie ihren aktiv belüfteten Konkurrenten auf dem Blatt nichts nach. Besonders attraktiv sind die No-Noise-Netzteile natürlich im Silent-Bereich, wenn man beispielsweise einen Hifi- oder Wohnzimmer-Rechner zusammenbauen möchte.

Erst seit kurzer Zeit haben die meisten Hersteller ein Silent-Netzteil in ihr Portfolio aufgenommen. Ein Silent-Netzteil ist sehr sinnvoll, wenn man bereits seinen PC auf Lautlosigkeit getrimmt hat und Komponenten wie eine Wasserkühlung etc. verbaut hat. Da würde ein turbinenartiges Netzteil den Gesamteindruck extrem stören und alle Vorkehrungen zu nichte machen. Ob einem dieses letzte Quäntchen Ruhe die etwas höheren Preise wert sind, muss allerdings jeder für sich selbst entscheiden. Auf den nächsten Seiten wird sich dann in der Praxis zeigen, ob die Hersteller ihre Hausaufgaben gemacht haben oder nicht.

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Zunächst werfen wir auch bei diesem Review einen Blick auf unsere Übersicht:

Achtung: Es können Abweichungen zwischen Revisionen kommender Netzteile auftreten

Zur Erläuterung wollen wir aber vor dem Test noch den Zusammenhang zwischen den Daten der Netzteile klären:

Am wichtigsten für ein Netzteil ist die "Combined Power", also die zulässige und maximal mögliche Belastung der 5V und 3,3V-Leitung. Diese wird von den Herstellern meistens angegeben. Sollte es nicht auf dem vom Hersteller angebrachten Etikett stehen, so darf man ruhig misstrauisch werden. Bei normalen Netzteilen hängen die Leitungen sehr oft an einem Schaltkreis - wird also eine Leitung verwendet, so sinkt normalerweise die Leistung auf der anderen Leitung. Verwendet also ein PC hauptsächlich Spannung aus der 5V-Leitung, so nimmt die Leistung der 3,3V-Leitung ab. Aus diesem Grund schaut man auf die Combined Power - nur wenn die Leistung von 3,3V und 5,0V-Leitung so hoch sind, daß es keine Probleme geben kann, ist ein Netzteil richtig gut. Ebenfalls höchst interessant ist der Blick auf die Toleranzwerte bei 5V und 12V sowie 3,3V - hier schreibt Intel beispielsweise eine minimale Abweichung vor, die +/-5% beträgt.

Vielen Dank an dieser Stelle an SilverStone, Frozen-Silicon, Deltatronic und SilentMaxx für die Bereitstellung der Netzteile


Auf den nächsten Seiten stellen wir nun zunächst die Netzteile vor.


Das silentmaxx FANLESS 423W PCS Netzteil kommt wie alle anderen Netzteile gänzlich ohne Lüfter aus. Anstatt eines Lüfters ragt an der Rückseite ein mächtiger Kühlblock zur lautlosen Kühlung aus dem Gehäuse. Das Netzteil misst 85mm in der Höhe, 150mm in der Breite und 140mm in der Tiefe. Das Gehäuse hat eine schöne dunkelblaue Lackierung und die Verarbeitung ist hervorragend und hat keine Mängel. Das ATX-Power Kabel ist ummantelt, was man sich auch für die anderen Leitungen gewünscht hatte. Zum Lieferumfang gehören neben dem Kaltgerätekabel auch entsprechendes Montagematerial und ein Handbuch. Von den Anschlüssen her hat das silentmaxx FANLESS 423W PCS den üblichen 20-pol ATX-Stecker, 2 SATA Stecker, sowie 6 4-polige Anschlüsse und 2 Floppyadapter zu bieten. Ein 4-poliger 12V AUX und ein 6-poliger, flacher AUX Anschluss sind ebenfalls vorhanden. An Anschlüssen mangelt es dem silentmaxx also bei weitem nicht.

Im Bild sieht man das Netzteil von oben, mit dem entsprechenden Umschalter von 110V auf 220V. Auf der Rückseite befindet sich ein großvolumiger Kühlkörper, der Anschluß für das Kaltgerätekabel und ein Powerschalter.

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Alles in allem ein schickes, nüchternes Design, das durch solide Verarbeitung zu überzeugen weiß. Allerdings wäre ein Temperatur-Status LED wie beim Modell von SilverStone bzw. Etasis wünschenswert gewesen. Während des Tests gab es keinerlei Probleme und alles lief ohne Probleme ab. Auch unter längerem Lastbetrieb lief das Silentmaxx-Netzteil ohne Probelme.

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Auf diesem Bild ist der massive Kühlkörper schön zu sehen, der wirklich gewaltig ist.

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Auf der nächsten Seite schauen wir uns das Semi-Fanless-Netzteil von Silentmaxx an.


Das silentmaxx semi-FANLESS 450W Netzteil ist im Gegensatz zu seinen Konkurrenten nicht komplett lautlos. Ein 80mm Lüfter ist vorhanden, der mittels 6-facher Regelung auf unterschiedliche Werte (OFF, 50°C, 60°C, 70°C, 80°C und AUTO) eingestellt werden kann. Eine Erklärung der Modi erfolgt weiter unten. Zum Lieferumfang des Netzteils gehört ein Kaltgerätekabel, entsprechendes Montagematerial und ein Handbuch. Das Netzteil ist 85mm hoch, 150mm breit und 160mm tief.

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Das Netzteil kommt im edlen blauen Aluminium-Look daher und weiß optisch zu überzeugen. Die Verarbeitung ist ebenfalls sehr gut. Wie bei fast allen anderen Netzteilen im Test ist auch hier nur das ATX-Stromkabel ummantelt. Eine Ummantelung für alle Stränge sucht man auch hier vergebens. Während des Tests konnte das Netzteil mit guten und stabilen Spannungen überzeugen. Als einziges Netzteil im Test besitzt das silentmaxx semi-FANLESS 450W einen 24-poligen EPS-Stecker, wobei durch einen 24->20 Adapter volle kompatibilität erreicht werden. Ansonsten bietet das Netzteil einen 4 poligen 12V AUX Anschluss sowie einen 8 poligen rechteckigen Anschluss. Es ist sogar ein rechteckiger 6-poliger PCIe Anschluss vorhanden. Weiterhin sind die üblichen 6 4-poligen-, 2 Floppy- und 2 SATA-Anschlüsse vorhanden. Das Netzteil bietet einem also eine Menge an Anschlüssen.

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Die leiseste Stufe deaktiviert den Lüfter - dann ist das Netzteil letztendlich auch 100% lautlos. Die restlichen Modi zeigen wir hier in der Übersicht:

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Diese Lösung von silentmaxx ist ein sehr guter Kompromiß zwischen Lautstärke und Leistung. Vorallem der AUTO-Modus fällt positiv auf. So läuft der Lüfter immer genau mit der nötigen Drehzahl und die Lautstärke ist am Minimum. Eine Überhitzung des Netzteils ist somit äußerst unwahrscheinlich.

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Auf der nächsten Seite präsentieren wir das Etasis EFN-300.


Das Netzteil von Etasis ist mit dem Netzteil aus dem Hause SilverStone so gut wie identisch. Lediglich die externen Aluminium-Lamellen zur Kühlung unterscheiden sich voneinander. Es besitzt ebenfalls die Status-LEDs, die anzeigen, ob die Temperatur im grünen Bereich ist. Die Verarbeitung ist, wie schon bei dem Netzteil von SilverStone, tadellos und es besitzt ebenfalls ein edles, im titanlook, gehaltenes Chassis. Das ATX-Stromkabel ist ummantelt, was man sich eigentlich für alle Kabelstränge wünschen würde. Hier setzt Yesico Maßstäbe. Mit 300W gehört das Netzteil aus dem Hause Etasis neben dem SilverStone zu den schwächsten Netzteilen. Das Netzteil bietet einen ATX-Konformen 20-poligen ATX-Stecker, einen 6-poligen flachen AUX Anschluss, einen 4-poligen 12V Anschluss, sowie die standard Stecker, 6 4-polige-, 2 SATA- und 2 Floppy-Anschlüsse.

Im Lieferumfang befindet sich ein Kaltgerätekabel, die notwendigen Montageschrauben und eine englische Anleitung. Das Netzteil ist 150mm hoch, 86mm breit und 140mm tief.

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Mit seiner gräulichen Oberfläche sieht es sehr schick aus. Im nächsten Bild sieht man den Anschluß für den Kaltgerätestecker, den An- und Ausschalter und die beiden LEDs für die Überprüfung der Temperatur und der Stromversorgung.

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Auf der Rückseite befinden sich vielfältige Lüftlöcher zur Verbesserung der Luftzirkulation:

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Der Kühlkörper ist relativ voluminös, aber nicht so groß wie beim Silentmaxx-Netzteil.

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Hier sieht man gut, dass das Etasis die ATX-Norm bezüglich der Größe des Netzteils nicht überschreitet

Auf der nächsten Seite schauen wir uns das Yesico 420W-Netzteil genauer an.


Das Yesico 420W fanless-Netzteil ist in einem edlen schwarzen Farbton lackiert. Die Verarbeitung und die Optik lassen keine Wünsche offen. Während des Tests ist nichts aufgefallen, was diesen Eindruck von der technischen Seite negativ beeinflusst hätte. Alle Kabel des Netzteils sind mit Gewebeschlauch ummantelt, das hat zur Folge, dass alles gleich viel aufgeräumter und ordentlicher aussieht. Die Kabelstränge auch ausreichend lang. Yesico liefert neben dem Netzeil ein Kaltgerätekabel, Montagematerial und ein Handbuch mit. Das Netzteil ist 85mm hoch, 150mm breit und 144mm tief.

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Das Netzteil besitzt wie das SilentMaxx 423W einen großen, massiven Kühlkörper zur Wärmeabgabe an die Umwelt, was Temperaturprobleme kategorisch ausschließt. Während des gesamten Tests konnte das Netzteil überzeugen, sei es durch die Verarbeitung, die Leistung oder durch Features wie die komplette Ummantelung der Kabelstränge. Weiterhin besitzt das Yesico mit neun 4pin-Molexanschlüssen und drei Floppy-Anschlüssen die absolut beste Ausstattung an Anschlüssen gegenüber den anderen Netzteilen. Lediglich bei den SATA-Anschlüssen liegen alle gleich auf. Sogar ein Erdungskabel ist bei dem Netzteil vorhanden. Neben den 2 SATA-, 3- Floppy und den 9 4-poligen Anschlüssen ist ein 20-poliger ATX-Stecker, ein 4-poliger 12V AUX sowie ein 6-poliger flacher AUX Anschluss vorhanden.

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Im oberen Bild sieht man den Kaltgeräteanschluß sowie den Powerschalter des Netzteils. Auch hier setzt man auf einen voluminösen Passivkühler, um die Wärme nach aussen abzugeben.

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Auf der nächsten Seite werfen wir einen Blick auf das Silverstone SST-ST30NF 300W.


Das SilverStone SST-ST30NF ist baugleich mit dem Netzteil aus dem Hause Etasis. Es ist nur in einem hellen Silber lackiert und es ragt kein Kühlkörper aus der Rückseite des Netzteils, was es insgesamt kompakter erscheinen lässt. Probleme mit der Belastung aufgrund der schlechteren Möglichkeiten, die entstehende Wärme abzugeben, sind uns im Test nicht aufgefallen. Wie das Etasis, hat es auch die Status LEDs, die Auskunft über die aktuelle Temperatur und die Stromzufuhr geben, an der Rückseite. Ein sicher nützliches Feature, da die Temperatur bei SilentNetzteilen auch eine Rolle spielt und hier ja durch das Fehlen des Passivkühlkörpers beobachtet werden müssen. Das Netzteil ist mit 85mm Höhe, 150mm Breite und 140mm Tiefe ein klassisches ATX-Netzteil, einen Lieferumfang können wir nicht angeben, weil wir das Netzteil "bulk" erhalten haben.

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Die Verarbeitung ist erstklassig, es existieren keine scharfen Kanten oder sonstige Mängel. In unserem Test machte sich das Netzteil sehr gut, es ist uneingeschränkt empfehlenswert. Allerdings wäre hier wie beim Netzteil von Yesico eine komplette Ummantelung der Kabelstränge sicher wünschenswert. Mit 300W ist das SilverStone neben dem Etasis das Schwächste im Test, was man auch bei den Spannungstest erkennen kann. Wir würden dieses Netzteil vor allem für leise Wohnzimmer PCs empfehlen, da es für einen hochgezüchteten Arbeits-PC wohl etwas zu schwach wäre.

Das Silverstone Netzteil bietet exakt die selben Anschlussmöglichkeiten wie das Etasis EFN-300. Ein 20-poliger ATX-Stecker, ein 4-poliger 12V AUX und ein 6-poliger, flacher AUX Anschluss sind neben den 2 SATA-, 6 4-poligen- sowie 2 Floppy-Anschlüssen integriert worden.

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Auf der Rückseite sind die LEDs neben dem Kaltgerätekabel-Anschluß und dem Powerschalter zu sehen.

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Auch hier befindet sich auf der Gehäuseinnenseite eine Wabenstruktur zur besseren Durchlüftung des Netzteils.

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Das Deltatronic Silentium mit 420W testen wir auf der nächsten Seite.


Das Silentium! SPS420A fällt zuerst vor allem wegen seiner Größe ins Auge. Das komplett aus massiven Aluminium gebaute Netzteil übertrifft die Standard ATX-Normen und findet deshalb leider nicht in allen Gehäusen Platz. Es ist primär für die Chieftec CS601 Serie konzipiert, allerdings ist es auch möglich das Netzteil in anderen Gehäusen unterzubringen. Bei der Höhe kommen wir hier auf 106mm, in der Breite ist es 150mm groß und die Tiefe des Netzteils beträgt 214mm.

Im Lieferumfang befinden sich ein Kaltgerätekabel, das Datenblatt und Montagematerial.

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Auf diesem Bild erkennt mann sehr gut, wie massiv dieses Netzteil ist. Die Verarbeitung ist tadellos und es gibt neben der Größe und dem Gewicht nichts zu beanstanden. Auf dem Papier bietet das Deltatronic die größte Leistung, wie es praktisch aussieht schauen wir uns später genauer an. Während des Tests traten weder Instabilitäten oder andere
negative Dinge auf. Es ist ein sehr solides Netzteil, was sicher noch einiges an Luft nach oben hat, was die Leistungsaufnahme des PCs angeht.

Leider sind die vorhanden Anschlüsse recht spartanisch ausgefallen, neben dem inzwischen standardmäßigen 4-poligen 12V AUX Anschluss und den normalen Molex und Floppy-Anschlüssen hat das Netzteil nichts weiter zu bieten. SATA-Anschlüsse sucht man vergeblich.

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Das Deltatronic besitzt ein sehr nüchternes Design, lediglich eine Anschlußbuchse und einen On/Off Schalter finden wir auf dem Netzteil, LEDs sind nicht vorhanden. Auch ein Wabenmuster für die Luftzirkulation ist nicht vorhanden, dafür hat Deltatronic auf den großen passiven Kühlkörper gesetzt.

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Auf der nächsten Seite kommen wir zum Testsystem und zu unseren Messungen.


Folgenden Hardware kam während des Review zum Einsatz:

Die Messungen wurden vorgenommen mit einem Voltcraft EnergyCheck 3000 und einem Multimeter VC555.

Per Strommesser wurde jeweils direkt am Kaltgerätekabel gemessen, wie hoch der Stromverbrauch (gemessen in Watt) jeweils im Standby-, Idle- sowie im Loadmodus war. Über diesen Weg lässt sich zeigen, wie gut die Effizienz des Netzteils ist und wie sich das Netzteil im Vergleich bezüglich des Wirkungsgrads einordnen kann. Weiterhin wurden per Multimeter direkt die +5V und +12V Leitungen angezapft, um die entsprechenden Spannungen zu testen und mögliche Einbrüche der Leitungen festzustellen. Angemerkt werden muss allerdings noch, dass unsere Testmethode nicht 100%ig genau ist und nur als eine Art "Richtwert" angesehen kann, da 100% professionelles Equipment unser Budget deutlich überstiegen hätte und auch eine Messung mit einem Standard-PC-System Ungenauigkeiten mit sich bringt. Über Wiederholungen des Messungen wurden aber Schwankungen eliminiert und die Ergebnisse mehrmals verifiziert.

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Testresultate:

Zunächst die Spannungen in Volt (V):

Bezüglich der Spannungsschwankungen waren eigentlich alle Netzteile vollkommen in Ordnung. Die Messungen zeigen, dass Deltatronic und Silentmaxx sowie Yesico etwas über dem Soll liegen, Etasis und Silverstone sind etwas genügsamer. Größere Schwankungen oder Über/Untervolten der Netzteile gab es jedoch nicht zu berichten. Alle Netzteile waren im Test recht gut unterwegs.

Auch betrachtet haben wir den Stromverbrauch in Watt (W):

Hier fällt auf, dass Silentmaxx mit dem Fanless 423W-Netzteil die höchste Stromaufnahme im Standby/Off-Modus hat - das Semi-Fanless-Netzteil und das Yesico haben fast 1W weniger Standby-Power. So große Unterschiede wie in unserem High-End-Netzteil-Roundup gibt es jedoch nicht. Negativ fällt im laufenden Betrieb nur das Deltatronic auf, dessen Wirkungsgrad schlechter zu sein scheint als bei der Konkurrenz. Es bringt bei gleicher Konfiguration 11,5W mehr bei Lastanwendungen auf unsere Meßstation als das Yesico Fanless, welches mit ebenso 420W das sparsamste Netzteil im Test ist.

Auf der nächsten Seite kommen wir nun zu einem Fazit.


Nun kommen wir zum Fazit dieses Reviews. Zunächst müssen wir allerdings anmerken, dass wir wirklich sehr positiv überrascht wurden. Keines der Netzteile fiel wirklich negativ auf, obwohl gerade durch die passive Kühlung Probleme zu erwarten gewesen wären. Es gab keinerlei Verarbeitungsmängel, die gemessenen Spannungen und Leistungswerte waren größtenteils vollkommen in Ordnung. Es gab lediglich kleine Schwankungen zwischen den einzelnen Modellen, was die Gesamtleistung betrifft.

Kommen wir nun zu einer Bewertung der Netzteile im einzelnen:

Hervorheben möchten wir besonders das Yesico fanless ATX 420W, welches wirklich auf der ganzen Linie überzeugte. Stabile Spannungswerte, eine Leistungsaufnahme im grünen Bereich, sehr gute Verarbeitung und die ummantelten Kabelstränge machen dieses Netzteil zum Sieger dieses Roundups. Es hat keine Schwächen gezeigt und überzeugte deutlich, da auch der Preis von 179 Euro eher im Mittelfeld anzuordnen ist.

Für 179€ ist das Yesico fanless ATX420W bei Frozen-Silicon erhältlich.

Das Deltatronic Silentium!SPS420A konnte durch exzellente Spannungswerte und eine solide, saubere Verarbeitung überzeugen. Allerdings ist es etwas schwer und klobig, da es zu 100% aus dickem Aluminum gefertigt ist. Ein kleiner Nachteil ist auch die Größe, die im Vergleich zu seinen Konkurrenten schon auffällt. Die Leistungsaufnahme ist im Vergleich zu den anderen Netzteilen relativ hoch mit ~10W mehr - hier ist der Wirkungsgrad nicht ganz so gut wie bei den anderen Netzteilen.

Das Netzteil ist bei Deltatonic für 275 € erhältlich, gehört also zudem auch zu den teureren Modellen.

Das silentmaxx FANLESS 423W PCS Netzteil konnte durch eine gute Verarbeitung und stabile Spannungen sowie eine Leistungsaufnahme im grünen Bereich überzeugen. Der massive Kühlkörper an der Rückseite kühlt das Netzteil sehr zuverlässig. In unseren Leistungsmessungen zeigte sich das Netzteil sehr gut. Mit dem Yesico gehört es zu den besseren Netzteilen im Test.

Das Netzteil ist für 199€ bei SilentMaxx im Shop erhältlich.

Als einziges Netzteil im Test besitzt das silentmaxx semi-FANLESS 450W einen 80mm Lüfter an der Rückseite, der je nach Einstellung maximal 12db laut ist. Das ist so gut wie unhörbar, doch wer auf absolute Geräuschlosigkeit steht, sollte ggf. nach einem anderen Netzteil Ausschau halten. Während des Tests zeigte das Netzteil keinerlei Schwächen und verrichtete problemlos seinen Dienst. Es konnte sich auch etwas von der kleineren silentmaxx-Version beim Spannungstest absetzten und überzeugte auch dort. Auf jeden Fall ein Tipp für alle, die nicht 100% 0db wollen. Mit 219€ ist das Netzteil jedoch auch recht teuer.

Für 219€ über den Shop von SilentMaxx zu beziehen.

Das SilverStone SST-ST30NF 300W ATX machte ebenfalls einen guten Eindruck. Ein sehr schönes Chassis, gute Testresultate und nützliche Kleinigkeiten wie die Status-LEDs runden dieses Produkt ab. Für leistungstärkere Systeme würde man sich doch eine Version mit mehr als 300W wünschen, hier sollte SilverStone auf jeden Fall am Ball bleiben.

Vielen Dank an SilverStone für die Bereitstellung des Samples, im Handel sind die Netzteile für ungefähr 159 Euro erhältlich, beispielsweise bei Hardware-Rogge. Damit ist es das günstigste Netzteil im Test und empfiehlt sich durchaus für normale PC-Systeme.

Für das Etasis EFN-300 Netzteil gilt im Grunde das gleiche wie für das Silverstone SST-ST30NF Netzteil, da die Netzteile bis auf die Lackierung und den etwas größeren Kühlköper des Etasis baugleich sind. Ebenfalls gute Testresultate und eine super Verarbeitung sprechen für das Etasis Netzteil, doch würde man sich auch hier noch eine etwas stärkere Version wünschen.

Zum Preis von 179€ ist es bei Frozen-Silicon erhältlich. Da das Silverstone hier etwas günstiger ist, sollte man nur zum Etasis greifen, wenn man dem Silverstone-Netzteil eine ausreichende Kühlung aufgrund des fehlenden externen passiven Elementes nicht zutraut.

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