Test: FSP Aurum Gold 400W

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fsp_aurum_400w_logoVon  FSP war im Premium-Netzteilsegment in den letzten Monaten wenig zu sehen, zumindest wenn es um eigene Retail-Produkte ging. Mit der neuen "Aurum Series" will FSP dies nun ändern. Zentrales Merkmal ist die 80PLUS-Gold-Zertifizierung, die für alle Modelle dieser Serie besteht, welche Leistungen von 400 bis 700 Watt umfasst. Das 400W-Modell ist nach dem lüfterlosen Seasonic X-400FL erst das zweite 400W-Netzteil mit 80PLUS Gold auf dem Markt, was es zusammen mit dem günstigen Preis zu einem sehr interessanten Netzteil macht. Daher haben wir einen näheren Blick auf das FSP Aurum Gold 400W geworfen.

Für 80PLUS-Gold-Netzteile war bisher - abgesehen von der Verfügbarkeit - immer ein deutlicher Aufpreis fällig. Auf gängigen Preisvergleichsseiten werden aktuell sieben 80PLUS-Gold-Modelle mit maximal 500 Watt gelistet. Abgesehen von einem 450W-Modell von Super Flower liegen die Preise sämtlich im Bereich von 100 Euro oder mehr. Das Aurum 400W ist momentan für ca. 60 Euro zu finden, womit es natürlich preislich äußerst attraktiv positioniert ist. Aber auch das Spitzenmodell Aurum 700W liegt mit einem Straßenpreis von um die 85 Euro deutlich unter allen Mitbewerbern "mit Namen". Fairerweise muss man an dieser Stelle erwähnen, dass die Aurum Series auf ein modulares Kabelmanagement verzichtet, was aber den Preisvorteil nur wenig relativiert.

Kommen wir aber nun zum vorliegenden FSP Aurum Gold 400W. Nachdem der Käufer eine für ein 400W-Gold-Netzteil eher geringe Geldsumme auf den Tisch gelegt hat, bekommt er einen qualitativ soliden und mittelgroßen Karton, der vom Design her am Netzteil angelehnt ist.

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Der positive Eindruck aufgrund der äußeren Verpackung setzt sich beim Betrachten des Inhalts fort. Neben dem Netzteil ist im Lieferumfang ein Handbuch, ein Satz Klett-Kabelbinder, vier Thumb-Screws und ein kleiner Sticker zu finden. Das "Handbuch" hat 25 Seiten und bedient 25 Sprachen inklusive Deutsch, daher ist auf der einzelnen Seite pro Sprache nicht sehr viel an Informationen zu finden.

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FSP hat die Effizienz nach 80PLUS Gold und den daran angelehnten Seriennamen auch gleich als Inspiration für das optische Design des Aurum genutzt. Das haben zwar vor FSP schon eine Reihe anderer Hersteller gemacht, aber FSP ist in Sachen Look doch einen eigenständigen Weg gegangen. Die goldenen (Plastik-)Elemente neben dem Lüftergitter sind zwar nicht zu übersehen, aber passen insgesamt gut zum Design. Die Oberfläche ist nicht nur einfach lackiert, sondern mit einer strukturierten und recht rauen Oberfläche versehen, die kleinere Kratzer nicht auffallen lässt. Eine Besonderheit am Aurum ist das von FSP "Arrow Flow" genannte Design der Gitterflächen. Die einzelnen Öffnungen im Gitter haben allesamt die Form eines nach oben bzw. im eingebauten Zustand nach unten zeigenden Pfeils. FSP verspricht sich von diesem Konzept eine bessere Belüftung aufgrund der Ausnutzung "der natürlicher Dynamik und der physikalischen Eigenschaften von heißer Luft". Ob das tatsächlich zutrifft, ist natürlich schwer zu beurteilen. Bisher war der Ansatz jedenfalls immer gewesen, eine möglichst große Fläche für die durchströmende Luft zu schaffen, wofür die Wabenform anscheinend den besten Kompromiss aus Luftwiderstand und Einhaltung der EMV-Richtlinien bot. Auf alle Fälle sieht das Design von FSP recht schick aus, worin vermutlich auch der eigentliche Nutzen dieses "Features" liegen wird.

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Die Verarbeitung ist tadellos, alles passt und nichts macht einen klapprigen oder billigen Eindruck. Ein erster Blick durch das Gitter ins Innere bestätigt den guten Eindruck.

Kommen wir auf der nächsten Seite zu den Features und der Ausstattung des Aurum 400W.  


FSP produziert für eine Reihe anderer Hersteller und hat somit natürlich das Know-How, trotz der kleinen "Auszeit" im Retail-Geschäft eine Netzteilserie nach Stand der aktuellen Technik auf die Beine zu stellen. In Sachen Technik greift FSP mit einem LLC-Resonanzwandler-Design auf mittlerweile bewährte Technik zurück. Für die Steuerungsaufgaben, beispielsweise der PWM oder PFC-Kontrolle, werden eigene ICs eingesetzt. Der "MIA IC" (Multiple Intelligence Ability Chip Set) genannte Chipsatz soll in jeder Situation für höchstmögliche Effizienz sorgen, übernimmt aber auch wesentliche Schutzfunktionen (OVP/UVP/OCP/SCP/OTP/OPP), die bei manchen "Billigheimern" gerne einmal vergessen werden.

Zur Kühlung setzt FSP einen 120-mm-Lüfter mit FDB-Lager ein. Der Lüfter arbeitet bei niedriger Last zwar recht leise und ist nur schwach wahrzunehmen, dreht aber unter Last auf und entwickelt dann ein deutliches Lüfterrauschen. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass das Aurum 400W zwar nicht wirklich laut ist, aber auch nicht als Silent-Netzteil durchgeht. Da das Lüftergeräusch aber recht unauffällig ist und die Leistungselektronik keinerlei Tendenzen zu "Fiep-Geräuschen" zeigt, sollte das Aurum in einem normalen luftgekühlten Rechner nicht allzu negativ auffallen.

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Die Leistungsdaten des Aurum 400W sind für ein 400 Watt starkes Netzteil recht beeindruckend. Auf den beiden 12V-Schienen stehen nominal 384 Watt (= 32 Ampere) zur Verfügung, was angesichts der Tatsache, dass keine DC-DC-Topologie zum Einsatz kommt, recht beachtlich ist. Ein Feature der 12V-Rails des Aurum ist das "Hybrid Synergy 12V Rail Design", welches eine flexible Verteilung der Leistung zwischen beiden 12V-Schienen ermöglicht. So kann eine 12V-Schiene auch deutlich mehr als die nominalen 18 Ampere abgeben. Dadurch wird unter Umständen verhindert, dass eine starke Grafikkarte eine der beiden 12V-Schienen überlastet. Eine Combined-Power von 120 Watt auf 3,3 und 5 Volt stellt auch einen recht soliden Wert dar.

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In Sachen Ausstattung ist das Aurum 400W der Klasse entsprechend aufgestellt. Es verfügt über Anschlussmöglichkeiten für ein Floppy-, drei Molex- und vier SATA-Geräte. Für Grafikkarten steht ein 8(6+2)-Pin PCI-Express-Stecker zur Verfügung. Die Mainboardversorgung wird über ein 24(20+4)-Pin ATX- und ein 8(4+4)-Pin AUX/EPS-Kabel bewerkstelligt. Ein modulares Kabelmanagement ist wie bereits erwähnt, nicht vorhanden. Die Kabel sind recht lang und komplett mit einer Ummantelung versehen. Nur vier SATA-Anschlüsse, die noch dazu an einem einzigen Kabelstrang angebracht sind, sind unserer Meinung auch für ein 400W-Netzteil eher dürftig.

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Hier noch ein näherer Blick auf die Rückseite des Aurum 400W mit seinem charakteristischem Lüftergitter.

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Die technischen Daten und die Ausstattung des FSP Aurum 400W in der Übersicht:

FSP Fortron/Source Aurum Gold 400W
Modell AU-400
Straßenpreis ca. 60 Euro
Homepage www.fsp-retail.com/psu/aurum-series/aurum-gold-400/
Leistungswerte
+3,3V 24 A
+5V 22 A
+12V1 18 A
+12V2 18 A
+5Vsb 3 A
-12V 0,3 A
Leistung +12V 384 W
Leistung +3,3V & 5V 120 W
Gesamtleistung 400 W
Anschlüsse
ATX 24(20+4)-Pin
AUX/EPS 8(4+4)-Pin
PCI-Express 1x 8(6+2)-Pin
SATA 4
Molex 3
Features
Effizienz 80PLUS Gold
Maße (LxBxH) 140 mm / 150 mm / 86 mm
Lüfter 120 mm
Kabelmanagement nein
Herstellergarantie 5 Jahre

Kommen wir nun zum Testsystem und werfen einen ersten Blick auf die Spannungen des FSP Aurum 400W: 


Wir testen die Netzteile nicht an elektronischen Lasten, sondern an der Stelle, an der sie eigentlich auch arbeiten sollen, nämlich einem PC. Dies schränkt die Testmöglichkeiten etwas ein, da nicht beliebige Lastpunkte angefahren werden können und mangels Messmöglichkeit auf der Sekundärseite bleibt eine genaue Bestimmung des Wirkungsgrad verwehrt. Diese Messmethode hat aber auch ihre Vorteile, denn der natürliche Einsatz belastet die Netzteile anders, als das elektronische Lasten tun. Dadurch offenbaren manche Netzteile erst ihre Schwächen, beispielsweise die Neigung zu fiependen Geräuschen bei stark wechselnden Lasten (siehe Test z.B. in der Hardwareluxx [printed] 05-2010).

Das zum Einsatz kommende Testsystem basiert auf den folgenden Komponenten:

  •  Intel Core i7-980X (per Multi auf 4 GHz übertaktet / VCore 1,375V)
  • ASUS Rampage III Gene
  • 6 GB Corsair (CMGTX1, Triple Channel, DDR3-1333 Betrieb)
  • ATI Radeon 5870 (900/1200 MHz)
  • Crucial C300 64 GB SSD

Mittels speziell präparierter Adapter können Spannungen am ATX-Hauptstromkabel und am ATX12V-Kabel abgriffen werden, die mit einer DAQ-Box im Betrieb kontinuierlich (25S/s) geloggt werden. Weiterhin wird die primärseitige Leistungsaufnahme mit einem VC940-Multimeter mit Leistungsmessadapter aufgenommen und ebenfalls durch den Messrechner gespeichert. Daneben werden bei bestimmten Testabschnitten mit einem DSO (digitales Speicheroszilloskop) die Ripple-Spannungen betrachtet.

Der Verlauf der Ausgangsspannungen ist über einen Durchlauf des 3DMark Vantage dargestellt. Das Testsystem lief hierbei mit erhöhter Spannung auf 4 GHz übertaktet, was eine primärseitige Leistungsaufnahme zwischen 150 und 350 Watt zur Folge hatte. Der Wertebereich des Diagramms entspricht dabei ungefähr dem nach der ATX-Norm zulässigen Toleranzfeld. Im Falle der 12 Volt darf die Spannung +-5% schwanken, d.h. sie muss sich im Fenster zwischen 11,40 und 12,60 Volt bewegen. Bei 3,3 und 5 Volt ist der Toleranzbereich ebenfalls +-5% groß.  

Im nachfolgenden Diagramm sind die Spannungsverläufe an den zwei 12V-Messpunkten zu sehen. 12V1 wird direkt am ATX-Hauptstromkabel abgenommen und 12V2 am ATX12V-Kabel. 

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Das FSP Aurum 400W macht hier eine recht solide Figur, denn mit der serienmäßig übertakteten RADEON 5870 unseres Testsystems hängt ein durchaus starker Verbraucher mit am Netzteil. Daher sind die lastbedingten Einbrüche von über zwei zehntel Volt auf 12V1 zu verschmerzen. Auch bewegen sich die Spannungen an beiden Messpunkten sicher in der Mitte des Toleranzfeldes, sodass dem FSP Aurum 400W hier eine insgesamt gute Performance bescheinigt werden kann.

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Bei den "Nebenspannungen" 3,3 und 5 Volt sieht das Bild im Prinzip auch sehr zufriedenstellend aus. Beide Spannungsschienen liegen gut im Toleranzfeld und zeigen nur moderate Schwankungen. Anhand des Graphen lässt sich auch erkennen, dass das Aurum 400W auf VRM-Wandler für die Erzeugung der Nebenspannungen verzichtet. Durch die herkömmliche Regelung beeinflussen sich die Spannungen in geringem Maße gegenseitig. Ein Nachregeln aufgrund der höheren Last auf einer Spannungsschiene führt zu einer leichten Spannungsanhebung auf der (weniger belasteten) zweiten Spannungsschiene.

Die Qualität der Spannungsregelung bei wechselnden Lastzuständen ist ein wichtiges Merkmal eines guten Netzteils. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Qualität der Ausgangsspannungen. Aufgrund der Arbeitsweise eines Schaltnetzteils, welches mit Schaltfrequenzen im höheren Kilohertz-Bereich arbeitet, müssen die Ausgangsspannungen entsprechend geglättet werden, damit eine möglichst hochwertige Gleichspannung abgegeben werden kann. Die Schwankungsbreite dieser hochfrequenten Anteile an der Ausgangsspannung ist ebenfalls durch den ATX Design Guide festgelegt und soll daher auch eingehalten werden, auch wenn im tatsächlichen Betrieb die Ausgangsspannungen aufgrund anderer Einflüsse teilweise deutlich stärker schwanken. Da sich diese Schwankungen aber im Rahmen des Toleranzfeldes der absoluten Spannungswerte bewegen, gibt für sie keine weiteren Vorgaben.

Die so genannte Ripple-/Noise-Spannungen dürfen auf 12 Volt 120 mV(pp) betragen, auf 3,3 und 5 Volt noch 50 mV(pp). Das Anhängsel (pp) als Abkürzung von "peak-to-peak" weist schon darauf hin, dass diese Spannungen den auf die Gleichspannung aufgeprägten Wechselspannungsanteil darstellen.

Zuerst eine charakteristische Aufnahme an den Messpunkten 12V1 und 12V2 im Idle-Zustand. Die Ripple-Spannungen liegen ungefähr bei 30 bzw. 35 mV(pp), also deutlich unter dem erlaubten Maximalwert.

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Bei Belastung der CPU mit Prime95 ergibt sich ebenfalls ein positives Bild. Mit 45 bzw. 60 mV(pp) ist das FSP Aurum 400W sicher innerhalb der erlaubten Grenzwerte.

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Die Performance auf 3,3V (grün) und 5V (gelb) ist ebenfalls sehr beeindruckend. Mit Werten um die 10 bis 15 mV(pp) liegt das FSP Aurum 400W weit von den erlaubten 50 mV(pp) entfernt.

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Unter Last werden die Ripple-/Noise-Spannungen etwas stärker, liegen aber mit 20 bis 25 mV(pp) auf normal niedrigen Werten.

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Das Aurum 400W von FSP kann zwar in Sachen Spannungsstabilität vielleicht keine neuen Maßstäbe setzen, aber seine Performance auf dem Prüfstand ist doch mindestens als "gut" zu bezeichnen.


Das FSP Aurum 400W ist nach 80PLUS Gold zertifiziert. Das bedeutet, dass es bei 50 % Belastung einen Wirkungsgrad von mindestens 90 % erreichen muss, bei 20 % und 100 % Last einen Wirkungsgrad von mindestens 87 %. Gemessen wird dabei mit einer Betriebsspannung von 115V, was in der Praxis bedeutet, dass die Effizienz im heimischen 230V-Netz meist noch etwas höher ausfällt als das Messprotokoll unter 80plus.org ausweist. Das FSP Aurum 400W erreichte dort für ein 80PLUS Gold Netzteil gute Werte von 88,65 %, 90,49 % und 88,85 %, bei einer durchschnittlichen Effizienz von 89,33%. Zum Vergleich haben wir auf dem Prüfstand ein Seasonic X-460FL mitlaufen lassen, welches abgesehen vom 20-%-Lastpunkt bei den beiden weiteren Messpunkten des 80PLUS-Protokolls einen guten Prozentpunkt besser abschneidet als das FSP Aurum 400W.

In einem ersten Test haben wir die Leistungsaufnahme aus dem Netz im Standby gemessen. Das verwendete ASUS-Mainboard verbraucht etwas mehr als andere Systeme, daher liegen die Werte verglichen mit früheren Test etwas höher.

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Das FSP Aurum 400W verbraucht im Standby des Testsystems ca. 0,7 Watt weniger als das Seasonic X-460FL, was doch ein deutlicher Unterschied ist.

Um eine möglichst niedrige Belastung zu erreichen, wurde die CPU des Testsystems für diesen Lastpunkt auf 2,4 GHz untertaktet und mit reduzierter Spannung betrieben.

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Bei niedriger Last kann sich das FSP Aurum 400W tatsächlich knapp vor das Seasonic X-460FL setzten, was ebenfalls eine beachtliche Performance darstellt, da Seasonics lüfterlose X-Serie im unteren Leistungsbereich bei der Effizienz bisher die Nase immer vorne hatte.

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Bei mittlerer Last kann Seasonics X-460FL zurückschlagen und sich - wenn auch nur sehr knapp - vor dem FSP Aurum 400W positionieren. In der Praxis sind beide Netzteile hier als gleichwertig gut anzusehen.

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Bei hoher Belastung, die sich beim parallelen Betrieb von Prime95 und Furmark ergibt, bleibt es bei einem geringen Abstand zwischen den beiden Netzteilen. Das lüfterlose X-460FL hat wieder knapp die Nase vorn, aber der Unterschied zum FSP Aurum 400W ist de facto zu vernachlässigen.

In Sachen Effizienz kann das FSP Aurum 400W auf jeden Fall voll überzeugen. Es liegt fast mit Seasonics X-Serie gleichauf, welche momentan als Referenz in dem Bereich gilt.


Das FSP Aurum 400W kann im Test voll überzeugen. Es punktet durch einen sehr hohen Wirkungsgrad, seinen ausgesprochen günstigen Preis und die Tatsache, dass es momentan im 400W-Bereich zu ihm nur sehr wenige Alternativen gibt, zumindest wenn es um höchstmögliche Effizienz geht. Im Bereich der Ausstattung sind natürlich Abstriche zu machen, denn ein modulares Kabelmanagement fehlt und die Anzahl der Anschlussmöglichkeiten ist auch an der Grenze zum Dürftigen. Das FSP Aurum 400W ist weiterhin kein Silent-Netzteil, wobei sich seine Lautstärke aber im angenehmen Rahmen bewegt.
 
Auf der Technikseite muss man hingegen keine Abstriche hinnehmen. An der Spannungsstabilität und der Leistungsfähigkeit ist nichts auszusetzen. Über die Frage, worin bei der geringen Gesamtleistung der Vorteil in der Verwendung von zwei 12V-Rails liegen soll, lässt sich sicher streiten. Aufgrund des "Hybrid Synergy 12V Rail Designs" verhält sich das FSP Aurum 400W in der Praxis ohnehin wie ein Single-Rail-Netzteil. Das Vorhandensein aller üblichen Schutzschaltungen ist wiederum ein Positivpunkt. In Sachen Verarbeitungsqualität und Design kann das FSP Aurum 400W ebenfalls positiv auffallen.
 

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Aufgrund des günstigen Preises ist das FSP Aurum Gold 400W für all die User interessant, die Wert auf eine höchstmögliche Effizienz legen und keinen Aufpreis für besonders gute Silent-Eigenschaften oder überdurchschnittliche Ausstattungsmerkmale zahlen möchten. Bei Stabilität und Technik hat FSP aber nicht gespart. Seasonic hat mit der X-Serie zwar unserer Meinung nach immer noch die technisch beste Lösung im Angebot, aber FSP dürfte mit der Aurum Series etliche Käufer ansprechen, die mit den erwähnten Abstrichen zugunsten des signifikant niedrigeren Preises gut leben können.

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Positive Aspekte des FSP Aurum Gold 400W:

Negative Aspekte des FSP Aurum Gold 400W:

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