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Für unsere Messungen im HDR-Betrieb nutzen wir Calman Ultimate von Portrait Displays. Die Messungen führen wir - wenn nicht anders angegeben - mit einer APL von 10 % durch. Das hat bei OLED-Geräten natürlich einen Einfluss darauf, welche Leuchtkraft wir in unseren Messungen ermitteln. Zusätzlich messen wir die maximale Leuchtkraft beginnend mit einer APL von 1 %.
HDR-Modi im Test
MSI war bislang einer der Anbieter, die auf eine minimalistische Menge an HDR-Presets gesetzt haben. Eines auf den DisplayHDR-500-Standard abgestimmt und eines für die maximale Leuchtkraft. Mehr muss es auch nicht sein, denn lieber zwei gut abgestimmte Presets als unzählige, die sich kaum unterscheiden. Beim neuen MPG 271QRDE X50 kommt nun ein drittes Setup hinzu.
TrueBlack 500:
Die Abstimmung kann als sehr gut eingestuft werden. Das Preset ist auf eine möglichst korrekte Darstellung ausgelegt, dafür muss der Anwender aber auf die maximale Peak-Helligkeit verzichten und in diesem Bereich erhebliche Abstriche akzeptieren. Durch den exzellenten Kontrastumfang fällt dies aber weniger auf, als man bei einem Blick auf die Zahlen vermuten könnte.
Die gute Abstimmung gilt auch für die Farbabstimmung. Auch hier messen wir mit einem gemittelten DeltaE von 2,05 mit Luminanzfehler bzw. 1,71 ohne Luminanzfehler exzellente Ergebnisse.
Peak 1000 Nits:
Auch bei diesem Preset sehen wir einen zu frühen Rolloff, was unnötig Helligkeit verschenkt. Anders als im HDR500-Preset sehen wir bis zum Helligkeits-Drop allerdings eine ausgewogene Abstimmung.
Hinsichtlich der Farbdarstellung unterscheiden sich die beiden Modi nicht, sodass auch hier eine solide Vorstellung abgeliefert wird.
EOTF Schub:
Der EOTF-Boost macht seinem Namen Ehre und sorgt generell für eine helle Darstellung mit mehr Punch. So liegen unsere Messungen fast über den gesamten Bereich leicht über dem Soll. Wer eine etwas spektakulärere Darstellung wünscht, der ist hier genau richtig.
Das erkauft sich MSI aber nicht mit einer schlechteren Farbdarstellung, denn wir messen erneut ziemlich ähnliche Ergebnisse.
HDR-Darstellung in APL-Abhängigkeit:
Wie auch bei anderen QD-OLED-Panels wird die Darstellung generell dunkler als vorgesehen, bei steigendem APL-Wert. Gut zu erkennen ist dies an der Luminanzkurve, die sich immer weiter vom Soll entfernt. Bei Samsungs 500-Hz-Panel fällt dies aber weniger deutlich aus, als noch bei älteren Modellen.
HDR Helligkeit
Wer auf der Suche nach einer Abstimmung ist, die möglichst nah am Soll ist, der verschenkt einiges an Peak-Helligkeit. Die anderen beiden Settings gleichen sich in diesem Aspekt und bieten bis 2 % APL die maximale Peak-Helligkeit. Bei weiter wachsendem APL geht es aber steil nach unten mit der Peak-Leuchtdichte, bevor sich ab 10 % APL alle Kurven gleichen.
