Leistungsaufnahme
Leistungsaufnahme
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Den Stromverbrauch ermitteln wir bei allen Monitoren bei einer Leuchtdichte von 150 cd/m².
Der MSI MPG 271QRDE QD-OLED X50 verbraucht in unseren Messungen merklich weniger Strom als seine beiden direkten Konkurrenzmodelle und landet auf dem Niveau diverser WOLED-Varianten. Warum das so ist, können wir uns an dieser Stelle nicht erklären.
Generell gilt aber dennoch: OLED-Geräte gehen nicht sparsam mit dem Strom um und sind stark davon abhängig, was auf dem Monitor dargestellt wird. Wenn möglich, sollte also zu einem Dark-Mode gegriffen werden.
Leistungsaufnahme – 100% Weiß
Leistungsaufnahme – 100% Schwarz
Leistungsaufnahme – Eizo-Testbild
Leistungsaufnahme – Forum / Hell
Leistungsaufnahme – Forum / Dark-Mode
Lautstärke
MSI setzt auf eine großflächige passive Kühlung. Da darüber hinaus kein Spulenfiepen zu hören war, kann dieser Monitor als lautlos angesehen werden.
OLED-Schutzvorrichtung
MSI konnte bereits seit der ersten QD-OLED-Generation mit einer der umfangreichsten OLED-Schutzlösungen überzeugen. Beim MSI MPG 271QRDE QD-OLED X50 kommen wir nun zum ersten Mal mit OLED Care 3.0 in Kontakt. Der augenscheinlichste Unterschied ist natürlich der von MSI integrierte CMOS-Sensor.
In der deutschen Version wird dieser KI-Pflegesensor genannt. Sitzt niemand vor dem Monitor, schaltet sich das Display aus. Der größte Unterschied zu einem reinen Anwesenheitssensor, wie ihn ASUS nutzt, besteht darin, dass konkret erkannt werden soll, wenn ein Mensch vor dem System sitzt. Läuft etwa ein Haustier vor dem Display entlang, soll der Monitor im Ruhemodus verbleiben. In unseren Tests funktionierte das tatsächlich recht gut. Gleichzeitig kam es aber auch vor, dass der Monitor mitten beim Gaming im Betrieb niemanden erkannte und sich kurzerhand in den Ruhemodus versetzte, was äußerst störend war. An den Übersetzungen im OSD müsste MSI noch arbeiten, denn "Aufwachen beim Anflug" klingt ein wenig ungewöhnlich.
Weiterhin bietet das OSD noch unzählige Funktionen.
Es kann der Pixelshift in drei Geschwindigkeitsstufen aktiviert werden: Fast, Normal, Slow. Sichtbar ist das natürlich nur, wenn man im falschen Moment auf den Monitor schaut.
Die Static Screen Detection kann vollständig deaktiviert werden. Wird sie eingeschaltet, können auch hier verschiedene Anpassungen vorgenommen werden. So kann festgelegt werden, nach welcher Zeit die Helligkeit reduziert werden soll, wenn der Monitor ein statisches Bild erkennt, 50 oder 100 Sekunden stehen zur Wahl. Über Time Required (erforderliche Zeit) kann festgelegt werden, wie lange es dauert, bis das Display seinen dunkelsten Punkt erreicht – dieser Wert kann entweder 120 oder 240 Sekunden betragen. Wie weit das Panel abgedunkelt werden soll, kann zudem in sieben Stufen festgelegt werden. Alternativ kann die Funktion vollständig deaktiviert werden.
Doch damit ist man noch lange nicht am Ende. Weiterhin gibt es eine Multi-Logo-, eine Boundary- und eine Taskbar-Detection. Alle Funktionen können in verschiedenen Stufen angepasst oder deaktiviert werden.
Justieren wir das Panel auf 200 cd/m² und öffnen ein Explorer-Fenster, bleibt die Helligkeit fast stabil und sinkt nur auf 197 cd/m². Auch dann, wenn alle Schutzmaßnahmen deaktiviert sind.
Sowohl die Kanten- als auch die Taskleisten-Erkennung und die V-Split-Erkennung wirkten sich bei diesem Modell nicht weiter auf den Praxis-Betrieb aus. Anders sieht es bei der Logo-Erkennung aus, die in zwei Stufen angepasst werden kann. Wird diese aktiviert, sinkt die Helligkeit von einem von den erwähnten 197 cd/m² in Stufe 1 auf 184 cd/m². Im Anschluss wird die Helligkeit in Stufe 2 auf 181 cd/m² reduziert, wenn einfach ein Explorer-Fenster mit mittelgroßen Symbolen vollflächig geöffnet wird. Auf der Stufe 3 messen wir noch 176 cd/m² und bei Stufe 4 sind es noch 173 cd/m². Der Algorithmus greift hier also wesentlich weniger ein, als noch bei älteren Geräten. Ein Zeichen dafür, dass MSI die Panels nun als robuster ansieht.
Es ist sehr lobenswert, dass MSI dem User so viele Eingriffsmöglichkeiten bietet. Es sollte auf jeden Fall anfänglich etwas Zeit investiert werden, um herauszufinden, welche Eingriffe jeden einzelnen persönlich am meisten stören. Dem Panel zuliebe sollten die höchstmöglichen Schutzeinstellungen genutzt werden, die noch nicht als Beeinträchtigung wahrgenommen werden. Interessant wäre es zudem, verschiedene Presets anzubieten, die passende Maßnahmen bündeln.
Darüber hinaus arbeitet OLED Care 3.0 unauffällig. Nach vier Stunden wird ein Pixelrefresh vorgeschlagen, muss aber nicht durchgeführt werden. Spätestens nach 16 Stunden muss dieser dann durchgeführt werden. Da der Refresh aber auch dann ausgeführt wird, wenn der Monitor in Stand-by geht, fällt dies in der Praxis nicht weiter ins Gewicht.
