TEST

ASUS ProArt PA32QCV im Test

Mit 6K und Thunderbolt 4 - Messwerte: SDR-Farbdarstellung

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Für unsere Messungen im HDR-Betrieb nutzen wir Calman Ultimate von Portrait Displays. Die Messungen führen wir - wenn nicht anders angegeben - mit einer APL von 10 % durch. 

SDR-Messwerte: Standard-Modus

Vermessen haben wir den ProArt PA32QCV im Setting "Native", das im Auslieferungszustand aktiviert ist.

Dabei legt der 32-Zöller bereits hier eine gefällige Vorstellung aufs Parkett. Der Weißpunkt beträgt 6.621 K und ist damit nah dran am Optimum. Profis, auf die das ProArt-Gerät abzielt, sollten zwar noch nacharbeiten, für ambitionierte Hobby-User gibt es hier genau genommen schon keinen Grund mehr, an den Reglern zu spielen.

Das zeigt sich auch bei einem Blick auf die RGB-Balance, die über den gesamten IRE-Bereich ausgewogen ist.

Der Name verrät es schon: Der Farbraum wird nativ wiedergegeben – das Panel zeigt alles, was es kann. Das führt dazu, dass der sRGB-Farbraum zwar vollständig abgedeckt wird, aber alle Eck-Koordinaten erweitert sind, was schlussendlich zu einer übersättigten Darstellung führt. 

Sehr gut gefällt uns das Graustufen-DeltaE, das bei gerade einmal 1,5 liegt. Im ColorChecker-Test macht sich der große Farbraum bemerkbar, denn hier sehen wir ein gemitteltes DeltaE von 2,79 und ein Maximum von 5,83. Da überrascht es auch nicht, dass wir im Sättigungs-Test Werte von Delta 3,04 im Mittel, bzw. 5,28 als Maximum sehen. 

SDR-Messwerte: sRGB-Preset

Im sRGB-Setup landen wir bei einem Weißpunkt von 6.648 K, auch hier besteht also noch etwas Luft nach oben, sodass Profis nachregeln müssen, das werden sie aber in jedem Fall tun. 

Der sRGB-Farbraum wird vollständig abgedeckt, wobei die Eckkoordinaten präzise getroffen werden. 

Das Graustufen-DeltaE fällt hier mit einem Wert von 2,9 sogar etwas schlechter aus, als beim Native-Preset. Anders sieht es beim ColorChecker aus, wo wir ein gemitteltes DeltaE von 1,51 messen, das Maximum beträgt 4,52. Und auch das DeltaE der Sättigung fällt mit einem gemittelten Wert von 1,32 in diesem Setting überzeugend aus. 

ASUS spricht bei diesem Gerät von einem DeltaE < 2, was wir mit unseren Messungen im ColorChecker bestätigen können. Gleichzeitig wird deutlich, dass ASUS den PA32QCV eben nicht ganz oben in der Riege der Creator-Displays einsortiert, denn hier werden in der Regel noch niedrigere DeltaE-Werte angegeben.

SDR-Messwerte: DCI-P3-Preset

Im P3-Bereich hat der ProArt PA32QCV einige Besonderheiten zu bieten, denn hier gibt es drei Sub-Modi. Display P3, DCI P3 und M-Model-P3. Vermessen haben wir ersteren, da dieser auf D65 und ein Gamma von 2,2 abgestimmt und damit für den PC-Einsatz gut geeignet ist. M-Model-P3 ist für Mac-User interessant, denn dabei handelt es sich um das P3-Model, das Apple für seine MacBooks nutzt, sodass es hier zu keinen Unterschieden kommen soll.

Überraschungen sehen wir in unseren Messungen nicht. Der Weißpunkt ist mit 6.653 K erneut minimal zu kühl abgestimmt. Die Farbraum-Abstimmung gelingt hervorragend. Alle Eck-Koordinaten werden präzise eingehalten, sodass wir am Ende bei 99,6 % landen.

Das Graustufen-DeltaE liegt bei 3,2 und fällt damit solide aus. Im Color-Checker-Test sehen wir ein besseres Ergebnis, denn das gemittelte DeltaE beträgt nur 1,9. Noch etwas besser sieht unsere Sättigungsmessung aus, denn hier landen wir bei einem gemittelten DeltaE von 1,32. 

Messungen: Farbvolumen

Ab diesem Test werden wir das Farbvolumen der Geräte in einer separaten Kategorie angeben. Gemessen werden BT.709, DCI-P3 und BT2020.

Das von ASUS eingesetzte IPS-Panel kann mit einem großen Farbvolumen aufwarten und deckt den DCI-P3-Farbraum vollständig ab. 

FarbraumFarbvolumen
BT.709150,407 %
DCI-P3100,979 %
BT.202068,163 %

Farbstabilität über das Panel

Es kommt nicht nur darauf an, wie gleichmäßig die Helligkeit auf einem Panel verteilt wird, sondern auch darauf, dass die Farben überall gleich aussehen. Dies stellen wir hier anhand der DeltaE-Verteilung dar.

Mit Blick auf die Helligkeits-Homogenität des Panels überrascht es nicht, dass auch bei der Farbstabilität Abstriche verkraftet werden müssen. 

Maximal sehen wir eine Abweichung von DeltaE 4,7 im rechten oberen Segment. Das liegt in einem Bereich, der mit dem bloßen Auge auffällt.

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