AOC Agon AG352QCX im Test - XXL-Display mit 200 Hz

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Der AOC Agon AG352QCX ist ein Gaming-Display im XXL-Format, das eine extrem schnelle Wiederholfrequenz von 200 Hz mit AdaptiveSync und vielen Gaming-Komfort-Features kombiniert. Mit einer aggressiven Gaming-Optik ist es ein Eye-Catcher auf dem Schreibtisch und mit einem Preis von unter 700 Euro ist er dafür vergleichsweise bezahlbar. Ob es einen Haken gibt, klärt unser Test.

Gaming-Displays beleben den Monitor-Markt nun schon eine ganze Weile, sind oftmals aber im extrem hochpreisigen Bereich jenseits der 1.000 Euro zu finden – bieten dann neben einer reichhaltigen Gaming-Ausstattung mit hohen Wiederholfrequenzen auch eine hohe Auflösung mit viel Platz auf dem Desktop und einer hohen Bildschärfe.

Unser Testkandidat, der AOC Agon AG352QCX, stammt aus der reinrassigen Gaming-Sparte des Herstellers und ist mit rund 650 Euro deutlich erschwinglicher. In einem Aspekt müssen sicherlich keine Abstriche gemacht werden, der Gaming-Ausstattung. Mit an Bord ist beispielsweise FreeSync, sowie eine maximale Wiederholfrequenz von 200 Hz – ein Tearing-freies, extrem direktes Spielvergnügen sollte damit garantiert sein. Darüber hinaus bietet AOC ein gaming-typisches durchgestyltes Gehäuse mit einer aufwendigen Beleuchtung und ein interessantes Steuerungs-Konzept.

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Dass dafür an anderer Stelle Kompromisse eingegangen werden müssen, liegt auf der Hand. AOC wählt den Weg, die Auflösung zu reduzieren und setzt beim AG352QCX auf ein MVA-Panel, das zwar mit 35 Zoll sehr groß ist, dafür mit 2.560 x 1.080 Bildpunkten aber nicht allzu hoch auflöst. Entsprechend leidet die Bildschärfe, es wird dafür aber beispielsweise die angesprochene hohe Wiederholfrequenz ermöglicht. Auch eine Krümmung darf 2017 nicht fehlen und so setzt AOC auf einen Radius von 2.000 mm.

Bevor uns dem AOC Agon AG352QCX in aller Ausführlichkeit anschauen, hier ein erster Überblick über die technischen Daten:

Spezifikationen des AOC Agon AG352QCX in der Übersicht
Straßenpreis: ca. 690 Euro
Garantie: 36 Monate
Homepage: www.aoc.de
Diagonale: 35 Zoll
Krümmung 2.0000 mm
Gehäusefarbe: Schwarz/Rot/Silber
Format: 21:9
Panel: MVA-Panel
Look up Table: 8 Bit
Glare-Optik: nein
Auflösung: 2.560 x 1.080 Pixel
Kontrastwert: 2.000:1
Helligkeit: max. 300 cd/m²
Reaktionszeit: 4 ms
Wiederholfrequenz: max 200 Hz
Blickwinkel: horizontal: 178°
vertikal: 178°
Anschlüsse:

1x DisplayPort
1x HDMI
1x D-SUB
2x USB 3.0

HDCP: ja
Gewicht: 11,8 kg
Abmessungen (B x H x T): 847 x 587 x 1266,4mm
Ergonomie: Höhenverstellung: 120 mm
Neigung: -5,5° - 29°
Kensington-Lock: nein
Wandmontage: 100 x 100 mm
integrierte Lautsprecher: ja
Netzteil: extern
Sonstiges: externe QuickSwtich-Bedienung, FreeSync

Preise und Verfügbarkeit
AOC AGON AG352QCX, 88,90 cm (35 Zoll), 200Hz, FreeSync, VA - DP, HDMI
Nicht verfügbar 549,00 Euro Nicht verfügbar
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Design und Verarbeitung

Kaum geht es um die Thematik „Gaming“, sind zwei gestalterische Aspekte in der Regel gesetzt: Jegliche Zurückhaltung wird abgeworfen und auch die wildesten Kreationen werden durchgewunken, während eine Beleuchtung in jedem Fall integriert werden muss. AOC macht bei seiner AGON-Serie keine Ausnahme und setzt auf ein sehr extrovertiertes Design, das den Predator- oder ROG-Modellen von Acer respektive ASUS in nichts nachsteht.

Keine Überraschungen gibt es bei der Farbwahl. Schwarz und Rot dominieren und werden von diversen Elementen in Silber begleitet. Das eigentliche Gehäuse besteht aus schwarzem Glossy-Kunststoff, was recht schick aussieht, aber natürlich anfällig gegenüber Fingerabdrücken ist. AOC setzt auf einen klassischen Rahmen, der mit 15 mm normal breit ist und so theoretisch auch ein Multimonitor-Setup ermöglicht.

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Ein seitlicher Blick offenbart die Krümmung des eingesetzten VA-Panels. Der Radius liegt bei 2.000 mm, das Panel ist also deutlich stärker gekrümmt als es noch bei der ersten Generation der Curved-Displays, was zu einer deutlich gesteigerten Immersion führt. Mit 1.800 mm etabliert sich aktuell im 34-Zoll-Segment eine noch stärkere Krümmung, der subjektive Unterschied fällt im Falle unseres Testkandidaten allerdings nicht mehr allzu groß aus.

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Einer der Eye-Catcher des AOC AG352QCX ist in jedem Fall der Standfuß. Durch die ausladende und extrovertierte Konstruktion wird aber nicht nur eine gewisse optische Eigenständigkeit erreicht, auch ein sicherer Stand wird geboten. Das erfreuliche: Auch wenn sich AOC in jedem Fall für eine Fuß-Konstruktion jenseits des Standards entschieden hat, bleiben die Ergonomie-Funktionen nicht auf der Strecke, doch dazu später mehr. Erfreulich: AOC verzichtet nicht auf eine Vesa-Halterung im gängigen 100x100-mm-Raster, wer also auf eine externe Halte-Lösung zurückgreifen möchte, kann dies gern tun.

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Doch der Fuß ist bei weitem nicht die einzige Auffälligkeit des 35-Zöllers. Ein Blick auf die Rückseite offenbart große silberne Elemente, die gut und gerne als Flügel bezeichnet werden können – ob das schon etwas zu viel des Guten ist, liegt am Ende am persönlichen Geschmack.

An der Verarbeitungsqualität kann nichts ausgesetzt werden, alle Teile wurden sauber zusammengefügt, die Spaltmaße fallen sehr gleichmäßig aus. Die Materialgüte könnte hingegen gern noch etwas hochwertiger ausfallen.

Anschlusspanel

Vollständig fällt das Anschlusspanel aus. Mit DisplayPort und HDMI werden die aktuell wichtigsten Schnittstellen geboten, etwas unpassend wirkt daneben der betagte D-Sub-Anschluss. Im zentralen Segment befindet sich darüber noch ein Micro-USB-Anschluss – der dient aber nicht etwa als Datenport, sondern als Schnittstelle für das von AOC mitgelieferte externe Bedienelement.

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In einem weiteren Block hat AOC die Datenanschlüsse zusammengefasst. Mit zwei USB-3.0-Anschlüssen im Typ-A-Format ist man hier zeitgemäß aufgestellt. Leider sind die Anschlüsse aber nicht allzu gut von vorn zugänglich, sodass sich die Anschlüsse in erster Linie für die Eingabegeräte oder eine dauerhaft angeschlossene externe Festplatte geeignet sind. Wer sein Smartphone laden möchte, wird sich über die Fast-Charging-Option eines Anschlusses freuen, aus ergonomischen Gesichtspunkten sollte das Kabel dann aber immer angeschlossen bleiben.

Ausstattung

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Wirklich auffällig wird das Design aber erst dann, wenn das Display eingeschaltet wird, denn eine auffälligere Beleuchtung hatte bislang noch kein von uns getestetes Display. Nicht nur, dass die silbernen Elemente auf der Rückseite mit LED-Elementen versehen wurden, auch auf der Unterseite des Rahmens kommen großflächig LEDs zum Einsatz. Die Beleuchtung kann natürlich in verschiedenen Farben konfiguriert und in ihrer Intensität gestaffelt werden.

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Wer gerne mit Headset spielt, kann sich freuen, denn AOC integriert auf der rechten Seite einen herausklappbaren Headset-Halter. Wirklich aufwendig ist die Konstruktion nicht, dafür erfüllt sie aber problemlos ihren Zweck.


Mechanische Einstellmöglichkeiten

Keine Kompromisse macht AOC bei der Ergonomie seines 35-Zöllers. Es gibt eine Höhenverstellung, die eine Anpassungsmöglichkeit im Bereich von 120 mm bietet. Das ist ausreichend, damit auch großgewachsene Anwender eine bequeme Sitzposition finden. Die Neigung lässt sich in einem großen Spektrum im Bereich von -5° bis +35° verstellen, während der Monitor auch in jede Richtung um 30° gedreht werden kann. Nicht mit dabei ist eine Pivot-Funktion, aber das stört bei einem so großformatigen Display kaum.

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AOC spendiert seinem Gaming-Display alle relevanten Features, die auch so auch im Business-Umfeld geboten werden – mehr wird in der Praxis nicht benötigt.

Bedienelemente + OSD

Beim Bedienkonzept geht AOC ungewohnte Wege. Grundsätzlich gibt es natürlich die klassischen Bedienelemente. Beim AG352QCX folgt man dem aktuellen Trend und setzt grundsätzlich nur auf ein Bedienelement. Das ist zentral auf der Unterseite des Rahmens untergebracht und stört so die Optik nicht. Das haben wir schon häufig bei LG und zuletzt beispielsweise auch bei ASUS’ MX34V gesehen. Daher ist es kein Wunder, dass das Bedienkonzept prinzipiell überzeugen kann. Der Stick ist gut erreichbar, könnte aber gerne einen noch etwas präziseren Druckpunkt haben – hier ist gerade LG deutlich im Vorteil.

Da AOC, anders als ASUS, auf zusätzliche Tasten verzichtet, kann es nicht zu Fehlbedienungen kommen.

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Dennoch möchte AOC nicht auf die Option verzichten, Profile direkt aufzurufen und eine klassische Pfeilnavigation anzubieten. Darum wird der QuickSwitch-Controller mitgeliefert, der eine Fernbedienung für das OSD darstellt. Angeschlossen wird der QuickSwitch über einen MicroUSB-Anschluss. Zur Verfügung gestellt werden insgesamt acht Tasten, die in zwei Reihen aufgeteilt wurden. Das Design wurde Gaming-typisch an die AGON-Serie angepasst die roten Tasten werden von schwarzen Glossy-Elementen eingerahmt. Was zunächst pflegeanfällig klingt, macht im Praxiseinsatz keine Probleme. Weniger gut kann hingegen die Tasten-Anordnung gefallen, denn die Pfeiltasten zur Navigation liegen nicht direkt nebeneinander. Sehr angenehm ist es hingegen, dass die gespeicherten Profile direkt aufgerufen werden können. Für unseren Geschmack wäre es sinnvoller, die eigentliche Navigation direkt über das OSD zu erledigen und alle tasten des QuickSwitch mit konkreten Shortcuts zu belegen.

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Keine großen Überraschungen gibt es beim OSD. AOC setzt auf die seit Jahren bewährte Optik. Dagegen ist prinzipiell nichts einzuwenden, denn das am unteren Rand des Bildschirms eingeblendete Menü kann grundsätzlich überzeugen und ist logisch aufgebaut. Rein optisch wirkt das Menü im Vergleich zur Konkurrenz allerdings etwas angestaubt – eine Kleinigkeit die AOC eigentlich schnell beheben könnte. Gleiches gilt auch für die prinzipiell recht träge Navigation. Die hängt weniger mit der eigentlichen Geschwindigkeit des OSDs zusammen als viel mehr mit der Tatsache, dass stets nur zu einem Menüpunkt auf einmal navigiert werden kann. Es ist nicht möglich, mehrere Punkte durch eine schnelle Betätigung des Joysticks zu überspringen.

Die Gaming-Features des 35-Zöllers werden in einem eigenen Menüpunkt zusammengefasst. Dort kann der Game-Mode (also die Presets) aktiviert werden, das Overdrive in vier Stufen (aus, schwach, normal, stark) justiert werden oder die Schattendarstellung optimiert werden.

 

Stromverbrauch

13.3 XX


20.3 XX


22.7 XX


24.1 XX


25.6 XX


27.4 XX


27.9 XX


30.0 XX


31.2 XX


32.4 XX


32.7 XX


34.0 XX


34.6 XX


34.6 XX


34.8 XX


36.1 XX


36.9 XX


37.5 XX


40.7 XX


44.5 XX


48.6 XX


53.6 XX


Watt
weniger ist besser

Der AOC Agon AG352QCX ist zwar ein riesiges Display, wie aber bereits erwähnt ist seine Auflösung nicht allzu hoch. Das unter anderem auch beim Stromverbrauch so seine Vorteile. Wie immer haben wir das Display bei einer Leuchtdichte von 150 cd/m² gemessen und konnten dabei einen Wert von 27,4 Watt ermitteln. Geräte mit einer Auflösung verbrauchen in der Regel rund 7 Watt mehr.


In unserer großen Display-FAQ gehen wir umfangreich auf verschiedenen Panel-Techniken ein und erklären deren Vor- und Nachteile, die sich unmittelbar auf die Darstellungsqualität auswirken. Ein Blick lohnt sich auf jeden Fall.

Subjektive Beurteilung der Bildqualität

Wie bereits angesprochen, nutzt der AOC Agon AG352QCX eine vergleichsweise niedrige Auflösung von 2.560 x 1.080 Bildpunkten. Trotz der Diagonale von 35 Zoll werden in der Höhe also nicht mehr Bildpunkte als oftmals bei 24-Zoll-Geräten geboten, während die 2.560 Pixel seit vielen Jahren repräsentativ für das 27-Zoll-Segment sind. Das führt dazu, dass AOCs Gaming-35-Zöller nicht besonders viel Platz auf dem Desktop, respektive eine sehr große Darstellung bietet. Entsprechend fällt die Bildschärfe nicht allzu hoch aus. Anwender, die auf der Suche nach einem möglichst guten Allrounder sind, sollten daher zu einem Gerät mit 3.440 x 1.440 Bildpunkten greifen.

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AOC setzt auf MVA-Panel, das mit einer Krümmung von 2.000 mm recht stark gekrümmt ist. Das bietet gerade für Multimedia-Anwendungen und Games große Vorteile, denn es wird eine deutlich größere Immersion als bei planen Geräten ermöglicht: Der Anwender fühlt sich deutlich stärker in das Geschehen hineinversetzt, als es bislang der Fall war. Auch gegenüber Curved-Monitoren der ersten Generation gibt es merkliche Vorteile, denn die wirken im Vergleich mit der aktuellen Generation vergleichsweise plan.

Wie es für MVA-Geräte typisch ist, kann der AG352QCX mit einem sehr kontrastreichen Bild aufwarten. Weniger gut gefallen hingegen die Blickwinkel. Die sind zwar deutlich größer, als man es üblicherweise von TN-Geräten kennt, könnten aber gerne noch etwas größer ausfallen. Solange man aber ziemlich direkt vor dem Display sitzt, fallen Einschränkungen nicht auf. Problematischer wird es da schon, wenn beispielsweise in größerer Runde ein Film betrachtet werden soll.

Gaming-Einschätzung

Schon die Optik macht klar: AOC will keinen Allrounder, sondern einen waschechten Gaming-Könner präsentieren. Vor diesem Hintergrund kann die nicht allzu hohe Auflösung durchaus Vorteile haben. Zwar geht etwas Bildschärfe verloren, dafür wird die Grafikkarte aber gegenüber Modellen mit 3.440 x 1.440 Bildpunkten deutlich entlastet. Entsprechend muss weniger oft in einen neuen Grafikbeschleuniger investiert werden.

Ein anderer Vorteil der gewählten Auflösung liegt in der Wiederholrate. So ist die höher auflösende Konkurrenz aktuell auf 100 Hz limitiert – mehr Bandbreite gibt der DisplayPort aktuell nicht her. Anders sieht das beim AG352QCX aus, der maximal mit 200 Hz befeuert werden kann. Das klappt in der Praxis gut und resultiert in einem schnellen und extrem direkten Spielgefühl. Allerdings erweist sich das MVA-Panel nicht als idealer Spielgefährte für das High-Speed-Gaming. VA-typisch neigt auch unser Testkandidat zu einer störenden Schlierenbildung. Da können zwar die Overdrive-Einstellungen bis zu einem gewissen Level helfen, bei den extremen Einstellungen kann es aber zu Overshooting kommen. Keine Auffälligkeiten gibt es beim Input-Lag: Alle Eingaben werden unmittelbar umgesetzt.

Wie üblich gut gefallen kann die FreeSync-Technik, die Tearing konsequent unterbindet – ein Vorteil, den man einmal in der Praxis erlebt haben muss.

Das OSD bietet zwar eine eigene Gaming-Sektion, in der beispielsweise die Presets gewählt werden können, was fehlt sind hingegen weitere Features wie ein zuschaltbares Fadenkreuz oder eine FPS-Anzeige – hier bietet die Konkurrenz teils mehr.

Helligkeit, Homogenität und Kontrast

Helligkeit

maximal

cd/m²
Mehr ist besser

Homogenität

maximal

Prozent
Mehr ist besser

Kontrast

maximal

2715 XX


2418 XX


2110 XX


1772 XX


1419 XX


1369 XX


1283 XX


1257 XX


1076 XX


1024 XX


1022 XX


1013 XX


1009 XX


938 XX


925 XX


870 XX


832 XX


807 XX


763 XX


505 XX


Wert:1
Mehr ist besser

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Es ist bei einem MVA-Panel keine große Überraschung: Das Kontrastverhältnis ist die Paradedisziplin in unseren Messungen. Mit einem Wert von 2.715:1 gehört der 35-Zöller klar zu den besten bislang getesteten Geräten. Auf einem überzeugenden Level befindet sich auch die Helligkeit. Im Maximum konnten wir 393 cd/m² messen, während es im Mittel 338 cd/m² waren. Es zeigt sich bereits hier: Die Homogenität gehört auf der anderen Seite nicht zur Stärke des AG352QCX. Es liegen 85 cd/m² zwischen dem hellsten und dunkelsten Sektor – das kann auch mit bloßem Auge so erkannt werden. Die Homogenität liegt damit bei 78 %.

Weißpunkt und Farbreproduktion

Weißpunkt

7179 XX


6973 XX


6866 XX


6803 XX


6754 XX


6717 XX


6713 XX


6712 XX


6699 XX


6691 XX


6661 XX


6582 XX


6576 XX


6465 XX


6404 XX


6397 XX


6347 XX


6335 XX


6323 XX


6299 XX


6226 XX


5877 XX


Farbtemperatur in Kelvin
Idealwert: 6.500 Kelvin

Farbreproduktion

1.72 XX


2.17 XX


3.7 XX


3.89 XX


4.38 XX


4.38 XX


4.54 XX


4.57 XX


4.61 XX


4.66 XX


5.14 XX


5.45 XX


5.46 XX


5.67 XX


5.7 XX


6.07 XX


6.13 XX


7.09 XX


7.98 XX


8.26 XX


9.47 XX


10.37 XX


13.41 XX


DeltaE
maximales DeltaE

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Wer sich beim AOC AG352QCX für die Farbeinstellung „normal“ entscheidet, muss eigentlich nicht mehr viel machen, denn dann kommt der 35-Zöller auf einen Weißpunkt von 6.582 Kelvin, was sehr nah am Idealwert dran ist.

Mit einem über alle Farben gemittelten DeltaE von 1,01 kann das Display auch bei der Farbreproduktion punkten.


Große Gaming-Displays stehen aktuell hoch im Kurs, sind aber alles andere als günstig. Wer bei der Auflösung mit Abstrichen leben kann, spart zumindest ein paar Euro und muss die Grafikkarte nicht allzu häufig wechseln. Das ist genau das Klientel, das mit AOC mit dem Agon AG352QCX ansprechen möchte. In der Praxis gelingt in vielen Aspekten sehr gut, Käufer müssen schlussendlich aber auch abseits der Auflösung ein Auge zudrücken.

Die Agon-Serie wildert im Segment von ROG- und Predator-Modellen, das sieht man dem auffällig aber konsequent gestylten Gehäuse schnell an. Wie im Gaming-Segment üblich, kombiniert AOC die Farben Schwarz, Rot und Silber. In Kombination mit dem auffällig gestylten Standfuß entsteht ein Display, das so schon sicherlich nicht als dezent eingestuft werden würde. In Kombination mit dem silbernen Design-Element auf der Rückseite und einer farbigen LED-Beleuchtung auf Rück- und Unterseite wird der AG352QCX aber schnell zum absoluten Eye-Catcher. Ob das gefällt sei einmal dahingestellt, konsequent geht AOC aber in jedem Fall an das Gaming-Thema heran. Die Verarbeitungsqualität ist sehr gut, das Anschluss-Panel ist vollständig bestückt und bietet einen USB-Fast-Charging-Port. Weshalb jedoch auch noch VGA mit von der Partie ist, erschließt sich uns nicht wirklich.

Glänzend ist der AF352QCX im Bereich der Ergonomie aufgestellt. Der Standfuß garantiert nicht nur einen sicheren Stand, sondern auch eine gut dimensionierte Höhenverstellung und die Möglichkeit der Drehung. Bei der Bedienung werden ungewöhnliche Wege gegangen, denn neben einer praktischen Joystick-Steuerung auf der Unterseite gibt es auch noch eine Fernbedienung, die in erster Linie wegen des direkten Zugriffs auf die Gaming-Presets praktisch ist. Das OSD ist altbewährt, könnte aber noch etwas flinker agieren – dafür kann aber der Funktionsumfang überzeugen. Im Rahmen unserer Stromverbrauchs-Messungen profitiert der 35-Zöller von der niedrigen Auflösung, denn er verbraucht deutlich weniger als viele aktuelle 34-Zoll-Geräte.

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Das von AOC eingesetzte MVA-Panel hat im alltäglichen Einsatz mit seiner Auflösung zu kämpfen, denn die Kombination aus großer Diagonale und 2.560 x 1.080 Bildpunkten und führt zu einem nicht allzu üppig dimensionierten Desktop. MVA-typisch bietet das Panel ein erstklassiges Kontrastverhältnis und ist darüber hinaus angenehm hell, Abstriche müssen hingegen bei der Homogenität akzeptiert werden. Die Farbdarstellung fällt ab Werk erstaunlich neutral aus.

Ganz klar auf der Habenseite stehen die Krümmung von 2.000 mm, die zu einer hohen Immersion führt. Gamer können sich hingegen über die reduzierte Auflösung freuen, denn es muss nicht ganz so schnell in eine neue Grafikkarte investiert werden und die Bandbreite vom DisplayPort reicht aus, um maximal 200 Hz zu bieten. Das klappt in der Praxis gut und sorgt für ein extrem schnelles Spielerlebnis, leider hat das Panel aber mit einer deutlichen Schlierenbildung zu kämpfen. Erstklassig funktioniert wie üblich die FreeSync-Technik.

Alles in allem ist der AOC AG352QCX ein reinrassiges Gaming-Display, das nicht nur mit einem durchgestylten Gehäuse auffällt, sondern auch einen großen Funktionsumfang bietet. Weniger gut können hingegen die auftretenden Schlieren gefallen.

Positive Aspekte des AOC Agon AG352QCX:

Negative Aspekte des AOC Agon AG352QCX:

Preise und Verfügbarkeit
AOC AGON AG352QCX, 88,90 cm (35 Zoll), 200Hz, FreeSync, VA - DP, HDMI
Nicht verfügbar 549,00 Euro Nicht verfügbar
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