LG 38UC99-W im Test - Überzeugender Allrounder im XXL-Format

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lg 38uc99 teaserDarf es ein bisschen mehr sein? LG zeigt mit seinem neuen 38UC99-W eindrucksvoll, dass großformatige Monitore endgültig auf den heimischen Schreibtischen angekommen sind, denn der 38-Zöller bietet nicht nur eine überzeugende Bildqualität, sondern auch eine ganze Menge Komfort, der nicht nur durch die schiere Größe, sondern auch die beiliegende Software ermöglicht wird. Alle Details gibt es in unserem ausführlichen Test.

Was macht man, wenn der 34-Zöller auf dem Schreibtisch einfach nicht mehr ausreicht? Das muss sich auch das Entwickler-Team bei LG gedacht haben. Die eine Möglichkeit besteht natürlich darin, zu einem höher auflösenden Gerät zu greifen, denn aktuelle 34-Zöller sind rein megapixel-technisch keinesfalls am Maximum angekommen, sondern bieten mit 3.440 x 1.440 Bildpunkten weniger Bildpunkte als beispielsweise UHD-Monitore oder natürlich 5K-Displays. Allerdings muss sowohl bei 4K- als auch bei 5K-Lösungen bedacht werden, dass die Darstellung auf dem Display deutlich kleiner wird, während der Platz auf dem Desktop steigt. Die meisten Anwender werden also vermutlich zu einer Skalierung greifen, denn ansonsten werden die Augen übermäßig stark belastet, was alles andere als angenehm ist, wenn man eine lange Zeit am Rechner sitzt.

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Beim LG 38UC99-W ist man daher einen anderen Weg gegangen und hat die Fläche gegenüber 34-Zöllern um zusätzliche 4 Zoll vergrößert und die Auflösung auf 3.840 x 1.600 Bildpunkte angepasst, sodass die angenehme Darstellungsgröße von 34-Zöllern beibehalten wird. Für Anwendungen werden also weitere 400 Bildpunkte in der Breite und 160 Bildpunkte in der Höhe geboten, was je nach Anwendungsbereich sehr praktisch sein kann. Der 38UC99-W bietet aber nicht nur eine große Diagonale, auch eine gekrümmte Oberfläche und eine reichhaltige Ausstattung sind mit von der Partie.

Mit einem Preis von knapp 1.400 Euro ist LGs neuer 38-Zöller klar im Premium-Segment verortet und kostet rund 400 Euro mehr als der vor einem Jahr von uns getestete 34UC98-W, der als so etwas wie der kleine Bruder angesehen werden kann.

Spezifikationen des LG 38UC99-W in der Übersicht
Straßenpreis: ca. 1400 Euro
Garantie: 2 Jahre 
Homepage: www.lg.de
Diagonale: 37,5 Zoll 
Krümmung 1.800 mm
Gehäusefarbe: Schwarz und Weiß
Format: 21:9 
Panel: AH-IPS-Panel 
Look up Table: 8 Bit + FRC - 99 % sRGB
Glare-Optik: nein 
Auflösung: 3.840 x 1.600 Pixel 
Kontrastwert: 1.000:1
Helligkeit: max. 300 cd/m² 
Reaktionszeit: 5 ms 
Wiederholfrequenz: FreeSync: Maximal 75 Hz
Blickwinkel: horizontal: 178°
vertikal: 178° 
Anschlüsse:

1x DisplayPort
2x HDMI
1x USB Typ C
3x USB 3.0 (1up, 2 down)

HDCP: ja
Gewicht: 9,3 kg 
Abmessungen (B x H x T): 897,2 466,2 x 130,4 mm
Ergonomie: Höhenverstellung: 110 mm
Neigung: -5° - 15°
Kensington-Lock: nein
Wandmontage: 100 x 100 mm
integrierte Lautsprecher: ja
Netzteil: extern 
Sonstiges: FreeSync, OSV-Bedienung

Preise und Verfügbarkeit
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar



Der 38UC99-W kann ab der ersten Sekunde als LG-Monitor erkannt werden, denn die Südkoreaner halten an ihrer bekannten Design-Sprache fest und tun gut daran. Dem 34UC98-W gleicht das neue Modell im Grunde genommen wie ein Ei dem anderen, einzig die etwas größere Diagonale fällt auf.

Ein seitlicher Blick offenbart recht deutlich die Krümmung des verbauten IPS-Displays. Wie bereits beim 34UC98-W kommt auch hier eine Krümmung von 1.800 mm zum Einsatz, was spätestens seit der unlängst zu Ende gegangenen CES der neue Standard im Curved-Segment geworden ist. Gegenüber den zunächst üblichen Radien mit mehr als 3 Metern macht sich die Krümmung deutlich stärker bemerkbar, was beispielsweise bei Spielen oder Filmen zu einer besseren Immersion führt – anfänglich aber auch gewöhnungsbedürftig ist.

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Das ist keinesfalls etwas Schlechtes, denn auch das jetzt ein Jahr alte Modell konnte schon gefallen. Auf der Front bietet LG einen Rahmen aus schwarzem Glossy-Kunststoff, der mit einer schmalen Bauform sehr filigran wirkt und auch ein Multi-Monitor-Setup problemlos erlaubt – wenn man denn mit der großen Breite, die von zwei 38-Zöllern im 21:9-Format ausgeht, zurechtkommt.

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Keine großen Überraschungen gibt es beim Standfuß, denn auch hier setzt LG auf Bewährtes. Der halbrunde Fuß in Edelstahl-Optik passt gut zum restlichen, minimalistischen Design und bietet einen sicheren Stand.

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Vom restlichen Erscheinungsbild hebt sich die Rückseite deutlich ab. Wie bereits häufiger in der Vergangenheit gibt es eine weiße Rückseite, ebenfalls mit einer Glossy-Oberfläche. Das macht sich gerade dann gut, wenn der 38UC99-W frei im Raum steht und führt dazu, dass das XXL-Display am Ende doch nicht allzu wuchtig wirkt.

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Leider hat sich LG aber wieder einmal dazu entschieden, die Display-Anschlüsse nicht gewinkelt auf der Rückseite unterzubringen. Das steigert zwar den Komfort, wenn einmal schnell ein neues Gerät angeschlossen werden soll, gleichzeitig lassen sich die Kabel weniger gut bei einem freistehenden Setup verstecken.

Das Anschlussport-Folio an sich ist recht vollständig. Es gibt zwei HDMI-Eingänge, einen DisplayPort und USB Typ-C, über den ein Notebook nicht nur geladen, sondern auch mit Bildmaterial und Daten versorgt werden kann – so ist es je nach Notebook theoretisch möglich, nur ein Kabel zu nutzen und den Monitor als komfortable Dockingstation zu betreiben. Gerade vor diesem Hintergrund ist es schade, dass sich LG lediglich für USB Typ-C entschieden hat und nicht direkt zu Thunderbolt 3 greift, während der 34UC98-W vor einem Jahr noch mit Thunderbolt 2 ausgestattet wurde. Zumindest ein USB-Hub mit zwei weiteren Schnittstellen (einer davon mit QuickCharge) ist mit von der Partie, während es weiterhin keine seitlich gut zugänglichen Buchsen gibt, um beispielsweise einmal einen USB-Stick schnell zu verbinden.

Nichts zu beanstanden gibt es im Bereich der Verarbeitungsqualität und Materialgüte. Der verwendete Kunststoff hinterlässt einen hochwertigen Eindruck, während alle Spaltmaße einheitlich ausfallen.


 

Mechanische Einstellmöglichkeiten

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Wer eine lange Zeit vor seinem Display sitzt, ist auf gute Einstellmöglichkeiten des Monitors angewiesen, ansonsten kann es schnell unangenehm werden. LG verbaut im 38UC99-W die für einen Monitor dieser Größenordnung sinnvollen Features. In der Höhe lässt sich das Display um 110 mm verstellen, was mit Blick auf die Höhe des Panels mehr als ausreichend ist. Die Neigung ist in einem Bereich von -5° bis 15° anpassbar, was nicht allzu großzügig ist, am Ende aber dennoch vollkommen ausreichend ist.

Eine Pivot-Funktion gibt es nicht. Das stört in der Praxis aber nicht im Geringsten, denn ein knapp 90 cm breites Display werden wohl nur die wenigsten im Hochformat betreiben wollen.

Bedienelemente, OSD und Software

Die Bedienung ist aktuell eine der großen Stärken von LG, was der Hersteller beim 38UC99-W wieder einmal unterstreicht. Als zentrales Bedienelement gibt es einen Joystick, mittig positioniert auf der Unterseite des Rahmens. Neben einer Navigation in vier Richtungen ist damit auch eine Bestätigung durch einen gut definierten Druck möglich. Entsprechend reicht dieses eine, gut erreichbare Bedienelement, um den 38-Zöller schnell und komfortabel zu steuern – und die Optik wird auch nicht gestört. Da könnte sich so mancher Konkurrent gern einmal eine Scheibe von abschneiden.

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Einen Teil zum gänzlich überzeugenden Bedienkonzept trägt auch das OSD bei, das in zwei Stufen gegliedert wurde. In der ersten Stufe wird ein Schnellzugriff auf die wichtigsten Einstellmöglichkeiten geboten. Erst dann, wenn die zweite Ebene geöffnet wird, öffnet sich auf der rechten Seite das vollständige Menü, das mit einem sehr großen Funktionsumfang aufwarten kann. Anwender aus der Kreativ-Branche freuen sich über eine 6-Achs-Farbanpassung, während auch für Gamer zahlreiche Optionen geboten werden, doch dazu später mehr.

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Unter dem Namen OSC bietet LG aber noch eine zweite Möglichkeit an, den 38-Zöller zu bedienen. Und die hat es durchaus in sich. Hinter der Softwarelösung versteckt sich ein mächtiges Tool, das es ermöglicht noch mehr aus dem 38UC99-W herauszuholen. Zum einen wäre da natürlich die Möglichkeit, alle Funktionen des OSD auch direkt mit der Maus zu bedienen. Die Navigation hierbei erfolgt flott und problemlos, wäre aber aufgrund des sehr guten OSD eigentlich nicht nötig.

OSC bietet aber auch noch mehr. Da wäre beispielsweise die Option, vorgefertigte Einstellungen automatisch beim Start einer bestimmten Anwendung starten zu lassen – ein kleines Feature, das in der Praxis schnell zur Gewohnheit wird und viel Komfort ermöglicht – schön wäre es da nur, wenn LG noch mehr eigene Profile erlauben würde.

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Ebenso lässt sich so die Fenster-Anordnung festlegen, was gerade bei einem so großen Display, das problemlos zwei 24-Zöller ersetzen kann, extrem praktisch ist und für Ordnung sorgt. Die grundsätzliche Einteilung lässt sich im OSC zunächst festlegen, im Anschluss muss einfach das Programm-Fenster in den passenden Bereich geschoben werden und schon wird es automatisch angepasst.

LGs aktuelle Lösung stellt in diesem Bereich die aktuelle Referenz dar.

Stromverbrauch

Stromverbrauch

Watt
weniger ist besser

Eines klar: Ein 38-Zoll-Display ist allein durch seine Diagonale nicht per se ein Stromspar-Wunder, gerade dann, wenn es auch noch auf einem AH-IPS-Display aufbaut. Bei einer Helligkeit von 150 cd/m² konnten wir einen Stromverbrauch von 48,6 Watt ermitteln. In Relation zur Größe ist das ein noch brauchbarer Wert. Vor dem Hintergrund, dass durch einen 38UC99-W zwei 24-Zöller ersetzt werden können, kann LGs XXL-Display erneut seine Stärken ausspielen, denn es wird nicht nur Platz auf dem Schreibtisch eingespart und störende Rahmen werden eliminiert, auch der Stromverbrauch kann optimiert werden. Wer zwei ältere Monitore ersetzt, kann etwas sparen, wer hingegen zwei aktuelle Geräte austauschen möchte, hat es schwerer.


Bildqualität und Erfahrungen im Praxiseinsatz

Beim LG 38UC99-W fallen zunächst zwei Aspekte auf: Zum einen wäre da natürlich die schiere Größe. Mit seinen 38 Zoll fehlen unserem Testkandidaten nicht mehr viele Zentimeter, um dort anzukommen, was vor einigen Jahren noch der Standard im Wohnzimmer war. Das macht sich natürlich in der Praxis bemerkbar: Wirklich erfassbar ist der gesamte Bildschirm-Inhalt nicht mehr, ohne den Kopf zu drehen. Das mag zunächst etwas ungewohnt sein, stört aber schon nach einer kurzen Zeit nicht mehr. Vielmehr gewöhnt man sich in Windeseile an den zusätzlichen Platz auf dem Desktop – in Kombination mit dem OSC lässt sich der unseres Erachtens besonders effizient nutzen. Ob der zusätzliche Platz gegenüber 34-Zöllern wirklich produktiv vonnöten ist, lässt sich nur schwer abschätzen und ist vom individuellen Fall abhängig.

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Die zweite Besonderheit ist natürlich die geschwungene Oberfläche mit einem Radius von 1.800 mm, die den 38UC99-W in Kombination mit der großen Diagonale von 38 Zoll zu einem Multimedia-Talent machen. Da auch das Seitenverhältnis mit 21:9 ebenfalls bestens zu aktuellen Hollywood-Blockbuster passt, gilt: Zurücklehnen und genießen, für die nötige Immersion sorgt das Display problemlos, denn durch den kurzen Betrachtungsabstand wird das Sichtfeld gut ausgefüllt.

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Die eigentliche Bildqualität kann voll und ganz überzeugen. Das verwendete AH-IPS-Panel ist mit einer gemittelten Leuchtstärke von 239 cd/m² nicht nur ausreichend hell für gut beleuchtete Räume, sondern mit einem Wert von 1022:1 auch kontrastreich. Die Homogenität lag in unseren Messungen bei sehr guten 94 %, eine Abweichung der Ausleuchtung lässt sich mit bloßem Auge nicht erkennen. IPS-typisch wird auch eine gute Blickwinkelstablität geboten. Die sorgt dafür, dass auch mehrere Personen problemlos vor dem Monitor sitzen können.

Eines sollte aber jedem klar sein: Die hohe Bildschärfe, die kleinerformatige UHD-Displays oder gar 5K-Displays mit 27-Zoll haben, wird bei Weitem nicht erreicht. Aber auch das was der 38UC99-W bietet, ist in der Praxis mehr als ausreichend, zumal nicht die Skalierung des Betriebssystems bemüht werden muss, was auch von Vorteil sein kann.

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Probleme haben großformatige Curved-Displays immer wieder mit Backlight-Bleeding. Das von LG eingesetzte IPS-Panel hatte in unserem Test keine allzu großen Probleme damit. Wurde eine homogene schwarze Fläche in einem dunklen Raum wiedergegeben, waren zwar durchaus etwas hellere Ecken zu erkennen, im normalen Betrieb machte sich das jedoch kaum wirklich bemerkbar.

Messergebnisse:

Helligkeit

maximal

cd/m²
Mehr ist besser

Homogenität

maximal

Prozent
Mehr ist besser

Kontrast

maximal

Wert:1
Mehr ist besser

Farbdarstellung:

Wer das Display auspackt, loslegt und vorher nichts an den Farbeinstellungen verändert, der erhält eine Farbtemperatur von rund 6.700 Kelvin. Das ist zwar minimal zu kühl, wird allerdings nicht in farbverbindlichen Setups gearbeitet, stört das kaum. LG bietet aber gute Möglichkeiten zur Anpassung. Am besten lässt sich das Panel natürlich über die 6-Achs-Farbkorrektur abstimmen – so lässt sich das letzte Quäntchen aus dem LG 38UC99 herausholen.

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Zusätzlich haben wir die zahlreichen Presets vermessen, die LG hinterlegt hat. Wer in sehr hellen Umgebungen arbeitet, der fährt mit dem „Cinema“-Profil am besten, wohingegen bei moderater Beleuchtung auch das Profil „Dunkler Raum 1“ eine gute Wahl sein kann.

Profile LG 38UC99
Profil cd/m² Kontrast Kelvin
Leser 66 739:1 4.642 
Foto 283 945:1  7.076
Cinema 291  954:1 6.551
Dunkler Raum 1 126 965:1 6.538
Dunkler Raum 2 75 975:1 6.540
Farbschwäche 294  960:1 6.883
FPS Spiel 1 287 876:1 7.085
FPS Spiel 2 269 533:1  7.064
RTS Spiel 279 740:1 7.128 

 

Messergebnisse:

Weißpunkt

Farbtemperatur in Kelvin
Idealwert: 6.500 Kelvin

Farbreproduktion

DeltaE
maximales DeltaE

Gaming-Fähigkeiten:

Vorteilhaft ist das natürlich nicht nur bei Filmen, sondern auch dann, wenn mit 38UC99-W gespielt werden soll. Zwar ist der 38-Zöller per se nicht als Gaming-Experte ausgelegt, grundlegend hat ihn LG aber doch auf den Einsatz abgestimmt. Mit von der Partie ist beispielsweise FreeSync, das mit maximal 75 Hz arbeitet. Darüber hinaus gibt es natürlich wieder den Black Stabilizer, der in dunklen Bereichen dafür sorgt, dass feine Details besser herausgearbeitet werden können.

LG bietet drei vorgefertigte Presets an und erlaubt es dem User ein individuelles Setup zu speichern. Das ist für ein Allround-Displays vollkommen in Ordnung, Enthusiasten würden sich aber sicher noch das ein oder andere zusätzliche Feature und noch mehr individuelle Profile wünschen.

In der Praxis sorgt FreeSync wieder einmal dafür, dass störendes Tearing konsequent vermieden wird, das direkte Spielgefühl, das besonders schnelle Gaming-Displays bieten können, wird hingegen nicht erreicht - was aber auch nicht das Ziel des 38-Zöllers ist. Die Schlierenbildung befindet sich auf einem normalen Niveau. Die besten Ergebnisse konnten wir mit der mittleren Overdrive-Einstellung erzielen, je nach Empfindlichkeit kann sich aber auch die schnellste Einstellung durchaus anbieten. Der input-Lag fällt nicht negativ auf.


Einen 38-Zöller wie den LG 38UC99-W auf dem Schreibtisch stehen zu haben ist noch immer eine Besonderheit und gleichzeitig ein Luxus, an den man sich sehr schnell gewöhnt. Der mehr als großzügige Platz stellt bei der täglichen Arbeit mit zig Desktop-Fenstern einen nicht zu unterschätzenden Vorteil dar. Der Vorteil, der von LG eingesetzten Auflösung, besteht darin, dass keine Skalierung genutzt werden muss und dennoch eine angenehm große Darstellung geboten wird. Dank einer subjektiv sehr guten Bildqualität sowie einer nominell hellen und kontrastreichen Darstellung kann der 38-Zöller punkten. Die Farbwiedergabe ist ab Werk gut, darüber hinaus gibt es zahlreiche Presets zur individuellen Anpassung.

Mächtig Spaß macht LGs XXL-Display auch allen Multimedia-Fans, denn die Kombination aus großer Diagonale, deutlich geschwungener Oberfläche und schlussendlich das 21:9-Format sorgen dafür, dass für den Zuschauer gilt: Mitten drin statt nur dabei. Das gilt natürlich auch für Gamer, die LG mit FreeSync und einigen Features im Menü bedenkt. Das reicht für die meisten Spieler sicherlich aus, gerade Enthusiasten sollten aus Gründen der Geschwindigkeit aber doch zu einem waschechten Gaming-Display greifen.

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Beim Gehäuse hält LG an Bewährtem fest und fährt gut damit: Die Optik konnte zuletzt immer wieder gefallen – und tut es auch beim jüngsten Modell. Der schmale Rahmen sorgt trotz der schieren Größe für eine noch halbwegs filigrane Erscheinung, während die Verarbeitungsgüte und Materialanmutung punkten können, einzig eine etwas bessere Kabelführung sollte sich LG langsam ausdenken, das ist aber bereits Meckern auf hohem Niveau. Das Anschlusspanel bietet alle wichtigen Schnittstellen und bei Notebooks mit passenden USB Typ-C-Anschlüssen kann ein einziges Kabel zur Verbindung genutzt werden, was einen enormen Komfort-Sprung ermöglicht. Einzig Thunderbolt 3 fehlt leider noch.

Keine Abstriche müssen auch bei der Ergonomie gemacht werden. Gerade die Bedienung seiner Displays hat LG aktuell besser im Griff als beinahe jeder Mitbewerber. Allein die Kombination aus Joystick und gutem OSD wäre mehr als überzeugend. Der Stromverbrauch mag zwar auf den ersten Blick nicht allzu niedrig sein, relativiert sich aber teilweise, wenn er in Relation zur Display-Diagonale und der Tatsache gesetzt wird, dass ein 38UC99-W zwei 24-Zoll-Displays auf dem Schreibtisch ersetzen kann.

Letzteres ist dann auch gleich einer der größten Pluspunkte bei einem rundum gelungenen Display, denn beim LG 38UC99-W passt nicht nur die Bildqualität.

eh lg 38uc99

Positive Aspekte des LG 38UC99-W:

Negative Aspekte des des LG 38UC99-W: