FreeSync vs. G-Sync - Drei Monitore im Test

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freesync vs gsync logoDie Synchronisation zwischen Display-Panel und Grafikkarte gehört zu den wichtigsten Entwicklungen in diesem Bereich in der letzten Zeit. Mit FreeSync alias Adaptive Sync hat NVIDIA einen Konkurrenten zu G-Sync bekommen, der die Preise nach unten drücken soll. Davon sollen beide Technologienumsetzungen in den Monitoren profitieren. Während wir uns schon einige Monitore mit G-Sync anschauen durften, war und ist FreeSync noch fast gänzlich Neuland, auch wenn wir uns bereits mit der Technik und einem Monitor auseinandersetzen durften. Bereits mit dem Start von FreeSync bzw. einige Wochen danach sollen mehr Monitore erhältlich sein, als dies bis dahin bei G-Sync der Fall ist. Wir haben die Möglichkeit uns zwei Modelle von Acer etwas genauer anzuschauen, die sich sehr ähnlich sind und sich nur durch FreeSync und G-Sync unterscheiden. Für Fans der Breitbilddarstellung gesellt sich auch noch ein 21:9-Gerät von LG hinzu.

FreeSync und G-Sync funktionieren in technischer Hinsicht identisch. Während FreeSync aber ein offener Standard ist, propagiert NVIDIA gerne die Kontrolle die man über die eigene Technik habe. Damit soll ein immer gleichbleibendes Niveau der Implementierung sichergestellt werden. Unterschiede sind dennoch im Detail zu finden, wenngleich diese nicht immer eine wichtige Rolle spielen. So arbeitet FreeSync laut AMD theoretisch in Bildwiederholungsraten von 9 bis 240 Hz. Je nach eingesetztem Panel und Scaler arbeitet FreeSync aktuell aber erst ab 40 bzw. 48Hz. G-Sync beginnt mit der Arbeit ab 30 Hz, was je nach Spiel und gesetzten Settings sowie den Wunschvorstellungen des Nutzers für ein flüssiges Spielen ein kleiner Vorteil sein kann.

FreeSync vs. G-Sync
FreeSync vs. G-Sync

AMD spricht auch gerne davon, dass FreeSync keinerlei Einfluss auf die Performance habe, während G-Sync diese im Bereich von wenigen Prozenten beeinflusst. In ersten eigenen Tests konnten wir einen geringfügigen Einfluss feststellen, was allerdings sowohl für FreeSync wie auch G-Sync gilt. Da FreeSync derzeit nur mit Grafikkarten von AMD und G-Sync nur mit Grafikkarten von NVIDIA funktioniert, fällt die Entscheidung für die eine oder andere Lösung vermutlich eher aufgrund der bereits angeschafften Grafikkarte. Für alle weiteren Details verweisen wir auf den ausführlichen Artikel zum Thema FreeSync, in dem auch G-Sync eine Rolle spielt. Hier soll es nun hauptsächlich um die getesteten Monitore gehen.

Die Testkandidaten in der Übersicht
  Acer Predator XB270HU Acer Predator XG270HU LG 34UM67
Straßenpreis ab 750 Euro ab 500 Euro ab 650 Euro
Homepage www.acer.de www.acer.de www.lg.de
Technische Daten
Display-Größe 27" (69 cm) 27" (69 cm) 34" (86,4 cm)
Auflösung 2.560 x 1.440 Pixel 2.560 x 1.440 Pixel 2.560 x 1.080 Pixel
Seitenverhältnis 16:9 16:9 21:9
Hintergrundbeleuchtung W-LED W-LED LED
Paneltechnologie IPS TN IPS
Bildwiederholrate bis zu 144 Hz bis zu 144 Hz bis zu 75 Hz
Kontrastverhältnis 1.000:1 1000:1 1000:1
Helligkeit 350 cd/m² 350 cd/m² 300 cd/m²
Reaktionszeit 4 ms 1 ms 5 ms (typisch)
Display-Eingänge 1x DisplayPort 1.2 1x DisplayPort 1.2
1x HDMI 1.4
1x DVI-D

1x DisplayPort 1.2
1x HDMI 1.4
1x Dual-Link-DVI

sonstige Anschlüsse 4x USB 3.0 2x 3,5 mm Klinke 2x 3,5 mm Klinke
Abmessungen 624 x 511 x 245 mm 614 x 451 x 206 mm 830 x 469 x 173 mm
Ergonomieeinstellungen 150 mm Höhe
90° Pivot
Drehung
-5 bis +35° Neigung
-5 bis +15 ° Neigung -5 bis +15° Neigung
Verbrauch 42 Watt 42 Watt 53 Watt
Besonderheiten G-Sync FreeSync FreeSync

Gleich drei Testkandidaten schauen wir uns heute an. Zwei stammen von Acer, einer von LG. Während Acer bei fast gleichen technischen Daten für seine beiden Modelle die Wahl zwischen FreeSync und G-Sync lässt, bietet das 21:9-Modell von LG nur FreeSync an. Der direkte Vergleich zwischen den beiden Modellen von Acer zeigt aber auch, dass sich diese zwar in Sachen Größe und Auflösung ähnlich sind, man aber dennoch entscheidende Unterschiede findet. Dazu gehört die Wahl des Panels (IPS vs. TN), das Vorhandensein von Ergonomie-Einstellungen und eines USB-Hubs. Nicht nur FreeSync oder G-Sync sind also die Entscheidungen, die gefällt werden müssen, sondern der Blick muss auch auf weitere Merkmale gerichtet werden.

Auf den folgenden Seiten schauen wir uns die einzelnen Monitore nun etwas genauer an, bevor wir zu den Messungen kommen.


Der Acer Predator XB270HU ist einer der wenigen Monitore mit G-Sync, der ein IPS-Panel verwendet. Dazu bietet er mit 2.560 x 1.440 Pixel eine gute Auflösung für Spieler, denen FullHD inzwischen zu wenig sind und die auch mit UltraHD/4K wenig anfangen können, da selbst die Leistung einer aktuellen High-End-Grafikkarten aktuell dazu einfach nicht ausreicht. Mit 750 Euro gehört er aber auch zu den teureren Modellen.

Acer Predator XB270HU
Acer Predator XB270HU

In Sachen Optik bleibt sich Acer in der Predator-Serie treu. Auch der XB280HK mit G-Sync, aber in diesem Fall auch einer Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixel, kommt mit einem runden Standfuß und einem schlichten schwarzen Rahmen daher. Auf einige Details der Optik und Funktionen des Standfußes gehen wir später noch etwas genauer ein.

Acer Predator XB270HU
Acer Predator XB270HU

Auf der Rückseite des Monitors ist der Standfuß zu sehen, über den Acer einige Ergonomie-Einstellungen ermöglicht. Dazu gehört eine Höhenanpassung um bis zu 150 mm, ein Neigen um -5 bis +35 ° sowie die Drehung um 35 ° in beide Richtungen. Außerdem angeboten wird eine Pivot-Funktion, so dass das Display um 90 ° in die Hochkant-Position gedreht werden kann.

Acer Predator XB270HU
Acer Predator XB270HU

Acer verwendet einen relativ breiten Rahmen um das Display, der zudem auch noch mit glänzendem schwarzen Lack versehen ist. Staub und Fingerabdrücke werden also wie ein Magnet angezogen. Ansonsten prangert auf dem Rahmen noch das G-Sync-Logo, dass alle Hersteller auf ihre Displays kleben dürfen.

Acer Predator XB270HU
Acer Predator XB270HU

Das On-Screen-Display wird über den rechten Randbereich erreicht. Dort sind sechs Taster vorhanden, mit Hilfe derer in dem Menü navigiert wird und Einstellungen vorgenommen werden können. Zum Glück muss sich der Nutzer nicht allzu häufig in den Menüstrukturen aufhalten, denn weder ist die Bedienung besonders eingängig, noch verführt die Optik dazu sich hier länger als nötig aufzuhalten.

Acer Predator XB270HU
Acer Predator XB270HU

Wie der Rahmen des Displays ist auch der Standfuß in schwarzem Glossy-Kunststoff ausgeführt und dementsprechend anfällig für Staub und Fingerabdrücke. Die Hersteller versuchen ihrer Hardware damit natürlich einen möglichst hochwertigen Eindruck zu verschaffen. Wer nicht ständig ein Putztuch in der Nähe hat, für den dreht sich dies aber nach kurzer Zeit in das Gegenteil. Der rote Ring um die Drehachse sorgt zumindest noch für ein farbliches Highlight im ansonsten schlichten Design.

Acer Predator XB270HU
Acer Predator XB270HU

Ein Blick auf die Seite des Monitors zeigt, dass dieser relativ dick ist und dem Schlankheitswahn vieler anderen Displays nicht folgt. Hier ebenfalls zu sehen ist, dass Acer nur an der Front auf die Hochglanzoptik setzt, während die Seite und Rückseite komplett matt gehalten sind.

Acer Predator XB270HU
Acer Predator XB270HU

Mit Strom versorgt wird das Display über einen Kaltgerätestecker. Das Netzteil ist dementsprechend intern verbaut und muss nicht irgendwo unter dem Schreibtisch untergebracht werden. Direkt neben dem Netzstecker befindet sich auch noch ein Ein/Ausschalter.

Acer Predator XB270HU
Acer Predator XB270HU

Als einziger Eingang vorgesehen ist ein DisplayPort, denn nur darüber kann auch die Funktionsweise von G-Sync sichergestellt werden. Der Monitor ist also nur für diejenigen Nutzer etwas, die ihn über DisplayPort ansteuern wollen und auch sonst keinerlei Eingang benötigen. Rechts sind die Ein- und Ausgänge des USB-Hubs zu sehen. Auf der Rückseite bietet der Acer Predator XB270HU zwei USB-3.0-Anschlüsse.

Acer Predator XB270HU
Acer Predator XB270HU

Zwei weitere Anschlüsse sind auf der linken Seite zu finden und eignet sich daher um schnell einen USB-Stick anzuschließen.

Acer Predator XB270HU
Acer Predator XB270HU

Noch einmal einen Blick auf die Rückseite mit dem Standfuß. Der Acer Predator XB270HU bietet erstaunlich umfangreiche Ergonomie-Einstellungen, was für einen Gaming-Monitor nicht immer selbstverständlich ist.


Der zweite Testkandidat aus dem Hause Acer ist der Predator XG270HU mit FreeSync. Er war auch unser Erstkontakt mit der FreeSync-Technologie und konnte zumindest in dieser Hinsicht bei uns überzeugen. Auch wenn sich die beiden Modelle von Acer relativ ähnlich sind, so gibt es dennoch einige technische Unterschiede - Abseits von FreeSync und G-Sync. Mit 500 Euro ist er deutlich günstiger als das G-Sync-Modell, bietet aber auch nur ein TN-Panel. Wie groß der Anteil der Lizenz- und Hardware-Gebühren in der Differenz ist, können wir nicht abschätzen und NVIDIA macht keine Angaben dazu.

Acer Predator XG270HU
Acer Predator XG270HU

Der Acer Predator XG270HU unterscheidet sich optisch deutlich vom Schwestermodell XB270HU. Aufgrund der Farbgestaltung bewegen wir uns unübersehbar im Gaming-Bereich, wobei das eigentliche Design dennoch recht zurückhaltend ist und zu gefallen weiß.

Acer Predator XG270HU
Acer Predator XG270HU

Der vierbeinige Standfuß sorgt für einen sicheren Stand des Acer XG270HU, ist im Vergleich zum XB270HU aber auch deutlich in der Ergonomie eingeschränkt. So ist hier nur ein Neigen von -5 bis +15 ° möglich. Eine Höhenverstellung oder ein Drehen ist nicht möglich. Sowohl die roten Blenden am Displayrahmen, als auch am Standfuß sind aus Plastik, wirkt aber keinesfalls billig.

Acer Predator XG270HU
Acer Predator XG270HU

Eine blaue LED auf der Front des Displays zeigt an, dass dieses eingeschaltet ist. An dieser Stelle wollen wir auch auf den dünnen Rahmen hinweisen, der rechts, links und oben über dem Panel vorhanden ist. Das Display wirkt damit deutlich eleganter, als dies bei einem breitem hochglanz-verkleideten Rahmen wie beim XB270HU der Fall ist. Bei gleicher Größe ist das FreeSync-Modell XG270HU damit etwas eleganter als der Gegenspieler aus gleichem Hause.

Acer Predator XG270HU
Acer Predator XG270HU

Keinerlei Unterschiede gibt es beim On-Screen-Menü. Auch hier dienen sechs Tasten, die aber dieses mal an der Unterseite des Displays angebracht sind, zur Navigation im Menü.

Acer Predator XG270HU
Acer Predator XG270HU

Scheinbar nicht ganz verzichten kann Acer auf eine Hochglanz-Oberfläche, die im Falle des Predator XG270HU an den Seiten sowie der kompletten Rückseite zu finden ist. Aufgrund der geringeren Fläche sowie dem Fehlen großer Flächen auf der Vorderseite fallen Staub und Fingerabdrücke hier aber nicht so auf.

Acer Predator XG270HU
Acer Predator XG270HU

In obigen Bild ist die Rückseite mit den Anschlüssen zu sehen. Anders als bei den meisten G-Sync-Varianten werden mehrere  unterschiedliche Eingänge angeboten. Dazu gehören jeweils einmal DisplayPort, HDMI und Dual-Link-DVI. FreeSync wird allerdings nur angeboten, wenn die Grafikkarte per DisplayPort angeschlossen wird.

Links davon sind auch noch ein Audio-Eingang sowie ein 3,5-mm-Klinke sowie der Netzteil-Eingang zu sehen. Leider hat sich Acer im Falle des Predator XG270HU dazu entschieden das Netzteil nicht intern zu verbauen und verwendet stattdessen ein externes Netzteil.

Acer Predator XG270HU
Acer Predator XG270HU

Noch einmal in Blick von hinten auf den Standfuß, der zwar einen sicheren Stand gewährleistet, dafür aber auch nur die Neigung des Displays ermöglicht.


Dritter und letzter Vertreter in diesem Vergleich ist der LG 34UM67. Mit einem Seitenverhältnis von 21:9 ist er eine kleine Besonderheit, auch wenn wir bis zum Sommer von einigen Herstellern ähnliche Modelle erwarten, die dann auch noch über eine gekrümmte Oberfläche verfügen. Ankündigungen von ASUS, Samsung und Acer gibt es bereits, konkrete Hardware konnten wir uns aber noch nicht anschauen. Mit einem Preis von 650 Euro gehört der LG 34UM67 zu den teureren Modellen, richtet sich aber wegen der Auflösung von 2.560 x 1.080 Pixel auch an eine spezielle Zielgruppe.

LG 34UM67
LG 34UM67

Schlicht und elegant, so könnte man den ersten Eindruck des LG 34UM67 beschreiben. Das Seitenverhältnis sticht sicherlich als erstes ins Auge, eine Rolle aber spielt sicherlich auch der Standfuß, den man zunächst einmal in die Heimkino-Ecke stecken würde.

LG 34UM67
LG 34UM67

Der komplette Standfuß ist aus Plexiglas gefertigt, dass an der Unterseite allerdings schwarz lackiert wurde. Nur der hintere Teil ist durchsichtig. Durch das breitere Bildformat benötigt der Monitor auch in der Breite einen sicheren Stand, was für den Standfuß aber keinerlei Problem darstellt. Allerdings kann auch der LG 34UM67 in Sachen Ergonomie nur ein Neigen und sonst keinerlei weitere Einstellungen bieten.

LG 34UM67
LG 34UM67

Bei der Rahmendicke wählt LG einen Mittelweg aus dicker als nötig und dünn genug um schick zu sein. Die seitlichen und der obere Rahmenbereich sind relativ schmal, während die untere Rahmenstrebe etwas dicker ist.

LG 34UM67
LG 34UM67

Die Ränder des 34UM67 sind abgerundet und mit einem Hochglanz-Finish versehen. Wir wollen das Thema nicht überstrapazieren, aber fast jeder Hersteller setzt inzwischen in mehr oder weniger großen Bereichen des Monitor-Gehäuses auf eine solche Oberfläche.

LG 34UM67
LG 34UM67

Wie auch beim Acer Predator XG270HU kann auch der LG 34UM67 per Dual-Link-DVI, HDMI und DisplayPort befüttert werden. FreeSync funktioniert aber auch hier nur, wenn das Display per DisplayPort angeschlossen wird. Daneben bietet die Rückseite noch jeweils einen 3,5-mm-Klinke Ein- und Ausgang. Auch der LG 34UM67 verwendet ein externes Netzteil, dessen Anschluss rechts zu sehen ist.

LG 34UM67
LG 34UM67

Fast schon als ein Highlight bezeichnet werden kann das On-Screen-Display. Ein Vier-Wege-Stick mittig auf der Unterseite des Displays dient zur Navigation und macht die Untermenüs schnell und einfach zugänglich. Bestätigt werden die Eingaben über ein Drücken auf den Stick. Da man vermutlich auch bei diesem Monitor nicht allzu häufig im OSD aufhält, spielt dies auch hier nur eine untergeordnete Rolle.

Bei einer Bildschirmdiagonalen von 34 Zoll hätte die Auflösung gerne etwas höher sein dürfen. Zu grobkörnig ist selbst die Darstellung in nativer Auflösung bei zu geringem Betrachtungsabstand. An die Größe hingegen könnte man sich schnell gewöhnen.


Die Messergebnisse im Vergleich zu den anderen bisher getesteten Monitoren haben wir später. Auf den folgenden Seiten schauen uns die Einzelergebnisse der einzelnen Modelle an und beginnen dabei mit dem Acer Predator XB270HU.

Acer Predator XB270HU Messung
Acer Predator XB270HU Messung

Acer gibt für den Predator XB270HU eine Helligkeit von 350 cd/m² und ein Kontrastverhältnis von 1.000:1 an. Die Messwerte bestätigen dies mit 353 cd/m² und 1002:1 erstaunlich genau. Dafür liegt der Weißpunkt mit 6.730 K etwas über dem eigentlich idealen Bereich von 6.500 K.

Acer Predator XB270HU Messung
Acer Predator XB270HU Messung

Auch bei der Gleichmäßigkeit der Helligkeit hinterlässt der Acer Predator XB270HU einen zwiespältigen Eindruck. Die Abweichungen von 43 bzw. 61 cd/m² sind einfach zu hoch und zeigen sich auch ohne Messgerät bei genauem Hinsehen.

Acer Predator XB270HU Messung
Acer Predator XB270HU Messung

Die Abweichungen sind im 3D-Schaubild am deutlichsten zu sehen und fallen besonders in der Mitte des Displays auf.

Acer Predator XB270HU Messung
Acer Predator XB270HU Messung

Beim Weißpunkt sind die Abweichungen besonders im unteren Bereich vorhanden, mit etwa -200 K fallen sie aber relativ gering aus. Die übrigen Bereiche sind nicht auffällig und damit unproblematisch.

Acer Predator XB270HU Messung
Acer Predator XB270HU Messung

Auch hier zeigt das 3D-Schaubild die Abweichungen am deutlichsten.

Acer Predator XB270HU Messung
Acer Predator XB270HU Messung

Die Farbreproduktion spielt vor allem dann eine wesentliche Rolle, wenn mit dem Monitor Bildmaterial bearbeitet werden soll. Fallen die Farbunterschiede zu den Referenzfarben zu hoch aus, so kann es zu sichtbaren Unterschieden zwischen der Darstellung auf dem Acer Predator XB270HU und der Bildwiedergabe auf anderen Modellen bzw. einem Ausdruck kommen. Besonders große Unterschiede produziert der Acer Predator XB270HU bei den Farben Dunkelorange, Gelb und Orange. Es ist also eine klare Tendenz zu einem Farbbereich zu erkennen.


Acer Predator XG270HU Messergebnisse

Acer Predator XG270HU Messung
Acer Predator XG270HU Messung

Auch für den Predator XG270HU gibt Acer eine Helligkeit von 350 cd/m² an, wir messen allerdings 411 cd/m² und damit ein deutliches Plus. Das Kontrastverhältnis soll bei 1.000:1 liegen und ist mit dem Messwert von 1.066:1 auch recht exakt. Der Weißpunkt ist mit 6.682 K leicht über dem idealen Wert von 6.500 K.

Acer Predator XG270HU Messung
Acer Predator XG270HU Messung

Der Acer Predator XG270HU weicht in allen Außenbereichen in der Helligkeit ab. Die Abweichungen reichen von 22 bis 59 cd/m².

Acer Predator XG270HU Messung
Acer Predator XG270HU Messung

Im 3D-Schaubild sind die Abweichungen in den Randbereichen am besten zu sehen. Besonders die vier Ecken fallen deutlich ab.

Acer Predator XG270HU Messung
Acer Predator XG270HU Messung

In fünf von neun Messfeldern liegt die Abweichung des Weißpunktes über der definierten Abweichung von 250 K. Links und rechts unten sind es sogar 378 K und damit ist die Differenz etwas zur groß, um sie noch als annehmbar zu bezeichnen.

Acer Predator XG270HU Messung
Acer Predator XG270HU Messung

Im 3D-Schaubild werden die Abweichungen im deutlichsten und zeigen auch, dass diese im oberen Bereich des Monitors in den negativen Bereich ebenso abweichen.

Acer Predator XG270HU Messung
Acer Predator XG270HU Messung

Bis auf einen Ausrutscher im türkisen Farbbereich zeigt sich der Acer Predator XG270HU mit sehr geringen Farbunterschieden.


LG 34UM67 Messergebnisse

LG 34UM67 Messung
LG 34UM67 Messung

Letzter Testkandidat ist der LG 34UM67 und auch hier liegen wir mit gemessenen 303 cd/m² für die Helligkeit und einem Kontrastverhältnis von 1.025:1 sehr nahe an den Werksangaben von 300 cd/m² und 1.000:1. Mit einem Weißpunkt bei 6.094 K ist das Display vielleicht etwas rotstichiger, als es die meisten gewohnt sind. Wie bei den übrigen beiden Modellen lässt sich dies durch eine Kalibrierung aber noch anpassen.

LG 34UM67 Messung
LG 34UM67 Messung

Besonders gut gefallen haben uns die geringen Abweichungen bei der Helligkeit. Diese liegen bei maximal 36 cd/m², wohingegen sich eine deutliche Tendenz zur größeren Abweichung im oberen Bereich zeigt.

LG 34UM67 Messung
LG 34UM67 Messung

Wieder einmal dient das 3D-Schaubild zur besseren Visualisierung der Gleichmäßigkeit bei der Helligkeit.

LG 34UM67 Messung
LG 34UM67 Messung

Leider weniger gut gefällt uns die Gleichmäßigkeit für den Weißpunkt. Mit -325 K ist die Abweichung in der oberen linke Ecke nicht unerheblich.

LG 34UM67 Messung
LG 34UM67 Messung

Diese Abweichung ist im 3D-Schaubild besonders deutlich zu sehen und zieht sich diagonal bis in den unteren rechten Bereich, dort allerdings in positiver Richtung.

LG 34UM67 Messung
LG 34UM67 Messung

Bis auf wenige kleinere Ausreißer sind die Farbabweichungen beim LG 34UM67 hinnehmbar. Gröbere Fehldarstellungen können wir nicht feststellen und damit sind wir in diesem Bereich relativ zufrieden.


Nach dein Einzelmessungen haben wir nun auch noch die Vergleiche zu den bisher getesteten Modellen:

Helligkeit

maximal

Leuchtdichte in cd/qm
Mehr ist besser

Besonders der Acer Predator XB270HU mit seinem IPS-Panel kann in Sachen Helligkeit punkten und lässt dem Nutzer je nach Lichtbedingungen ausreichend Spielraum, um die Helligkeit den eigenen Bedürfnissen anzupassen. Auch der Acer Predator XG270HU erreicht hier noch gute Werte, während sich LG mit dem 34UM67 irgendwo im Mittelfeld wiederfindet.

Kontrast

statisch

Angaben in Wert:1
Mehr ist besser

Beim Kontrast sind alle Testkandidaten in etwa gleichauf und bewegen sich innerhalb der eigenen Vorgaben von 1.000:1.

Weisspunktmessung

Farbtemperatur in Kelvin
Idealwert: 6500 Kelvin

Der ideale Weißpunkt ist auch immer eine Frage der persönliche Vorliebe. Etwa 6.500 K sind aber erstrebenswert und diesen Punkt kommen die beiden Acer-Modelle am nächsten. Der LG 34UM67 ist mit knapp über 6.000 K im Werkszustand zu rotstichig.

Gesamtstromverbrauch

bei 150 cd/qm

Angaben in Watt
Weniger ist besser

In Sachen Stromverbrauch sind natürlich Unterschiede erkennbar, diese bewegen sich bei gleicher oder ähnlicher Bildschirmdiagonalen aber in einem fast identischen Rahmen. Daher fällt der LG 34UM67 in diesem Test auch etwas raus.


Mit dem Acer Predator XG270HU und dem LG 34UM67 haben wir die ersten beiden FreeSync-Monitore im Test. In Kürze sollen weitere Modelle folgen, die wir uns sicherlich ebenfalls noch anschauen werden. Die Technik verrichtet dabei ebenso wie G-Sync problemlos ihren Dienst. Ist der passende Treiber installiert meldet dieser sofort nach Anschließen des Monitors die entsprechende Kompatibilität zu FreeSync und G-Sync und schon kann es losgehen.

G-Sync und FreeSync sind nicht nur technisch nahezu identisch, sondern auch im Erlebnis des Effekts. Wer einmal an einem solchen Monitor gespielt hat, will nicht wieder zurück. Keine der beiden Technologien ist dabei in einer bestimmten Art und Weise im Vorteil. G-Sync besitzt weiterhin den Vorteil, dass es bereits ab 30 FPS/Hz arbeitet, während FreeSync sich im Falle des Acer Predator XG270HU und LG 34UM67 erst an 40 FPS/Hz zuschaltet. bewegt man sich also im Bereich von 30 bis 40 FPS/Hz, wird dieser Effekt auch deutlich, allerdings würden wir diesen FPS-Bereich nicht als flüssig bezeichnen und so gilt es ohnehin zu versuchen die FPS ständig zwischen 50 und 60 zu halten.

Soweit noch einmal die Unterschiede von FreeSync und G-Sync. Kommen wir nun zu den einzelnen Monitoren.

Acer Predator XB270HU
Acer Predator XB270HU

Der Acer Predator XB270HU ist bisher das einzige Modell mit G-Sync und IPS-Panel. Wer also großen Wert auf die verwendete Panel-Technologie legt, der wird aktuell an diesem Monitor nicht vorbei kommen. Damit sticht er aus den bisher acht erhältlichen G-Sync-Monitoren deutlich heraus. Eine Bildwiederholungsrate von 144 Hz sind ebenso das Maß aller Dinge wie die zur Verfügung gestellten Ergonomie-Einstellungen. Mit dem Panel erkauft man sich allerdings auch eine Reaktionszeit von 4 ms, was aber eine sehr individuelle Messlatte für den Nutzer ist. Der eine stört sich recht früh daran, andere sind mit allem was unter 5 ms liegt sehr zufrieden.

Die Messwerte sind dementsprechend gut und lassen aktuell keinerlei Wünsche offen. Wer sich für den Acer Predator XB270HU entscheidet, muss dann aber auch damit leben, dass er diesen nur per DisplayPort am Rechner anschließen kann. Für eine Verwendung von G-Sync ist dies ohnehin Pflicht, aber oftmals wird auch eine zweite Quelle für das Display gerne angenommen - z.B. um ein zweites System auch damit zu verwenden. Der eingebaute USB-Hub ist eine gern genommene Unterstützung im Alltag und auch das intern verbaute Netzteil hat seine Vorteile.

Acer lässt sich den Predator XB270HU gut und teuer bezahlen. Mit 750 Euro ist er der derzeit teuerste Monitor mit G-Sync-Unterstützung, aber eben auch der einzige mit IPS-Panel.

Acer Predator XG270HU
Acer Predator XG270HU

Gleich zum Start von FreeSync boten die Hersteller mehr Modelle an, als dies bislang für G-Sync der Fall war und ist. Der Acer Predator XG270HU ist eine Art Prototyp für FreeSync mit ansprechender Auflösung, einem TN-Panel und ansprechender Optik. Mit einer maximalen Bildwiederholungsrate von 144 Hz bietet auch der Predator XG270HU in dieser Hinsicht alles Wünschenswerte und kann mit einem guten Kontrastverhältnis sowie einer ausreichenden Helligkeit auch bei den Messungen überzeugen. Dank des TN-Panels ist die Reaktionszeit mit angegebenen 1 ms sehr niedrig und dürfte daher kein störender Faktor sein.

Gespart hat Acer bei den Ergonomie-Einstellungen. Einzig ein Neigen des Displays ist möglich. Dafür werden ein paar Eingänge geboten, die alternativ oder zusätzlich verwendet werden können. FreeSync funktioniert aber auch hier nur über DisplayPort. Verzichtet werden muss allerdings auf einen verbauten USB-Hub oder ein integriertes Netzteil.

Mit einem Preis von 500 Euro gehört der Acer Predator XG270HU zu den günstigsten FreeSync-Monitoren die derzeit erhältlich sind. Einzig ein Modell von LG, der 29UM67 ist mit 330 Euro deutlich günstiger.

LG 34UM67
LG 34UM67

Vorerst letzter Monitor ist der LG 34UM67, der in einigen Punkten eine Besonderheit ist. Zum einen verwendet LG hier ein IPS-Panel. Zum anderen ist die Auflösung mit 2.560 x 1.080 Pixel bei einem Seitenverhältnis von 21:9 noch nicht sehr üblich, kommt einigen Spielern oder Spielen aber entgegen. Bei einer Größe von 34 Zoll ist die Auflösung abhängig vom Betrachtungsabstand aber deutlich zu niedrig und wirkt schnell grobkörnig. Abgesehen vom Weißpunkt hatten wir bei den Messungen wenig auszusetzen. Die Reaktionszeit ist mit 5 ms angeben und damit gerade noch so im Rahmen. Leider fällt der Monitor durch eine maximale Bildwiederholungsfrequenz von 60 Hz etwas im Testfeld ab.

Zudem verzichtet auch LG beim 34UM67 auf nahezu jegliche Ergonomie-Einstellungen. Einzig ein Neigen um wenige Grad ist möglich. Bei den Display-Eingängen wird neben DisplayPort auch noch Dual-Link-DVI und HDMI geboten, FreeSync funktioniert aber auch hier nur per DisplayPort. Der Stromverbrauch ist entsprechend der Größe etwas höher.

Die Liefersituation des LG 34UM67 und damit auch der Preis ist derzeit etwas undurchsichtig. Lieferbar ist er nicht, wird aber zu Preisen von 600 bis 650 Euro geführt. So müssen wir in diesem Punkt noch ein kleines Fragezeichen lassen.

Zusammenfassung

FreeSync und G-Sync sind Technologien, die nicht mehr wegzudenken sind. Noch befinden wir uns in einer recht frühen Phase der Entwicklung. Auch wenn G-Sync als abgehangen zu bezeichnen ist, hat man doch den Eindruck, als wenn erst noch eine 2. Generation erscheinen muss, damit der endgültige Durchbruch gelingt. Ob NVIDIA G-Sync zu Gunsten von FreeSync einstellen und umsatteln wird, bleibt noch abzuwarten.

Damit FreeSync und G-Sync größere Verbreitung finden, müssen die Preise noch deutlich fallen. Mindestens 500 Euro müssen aktuell investiert werden, um einen vernünftigen Monitor sein Eigen nennen zu dürfen. In den kommenden Wochen erwarten wir das Erscheinen oder die Verfügbarkeit noch weiterer Monitore mit FreeSync-Unterstützung. ASUS und Samsung sind hier die heißesten Kandidaten.