Seite 4: Bildqualität: Subjektive Einschätzung und Messergebnisse

In die Bewertung der Bildqualität des Samsung S27C590H möchten wir sowohl unsere subjektive Einschätzung als auch einige Messwerte einfließen lassen.

Subjektive Einschätzung

Das Panel bietet ein ausgewogenes Bild, das weder von zu warmen noch von zur kalten Farben dominiert wird. Die Full-HD-Auflösung, mit der Samsung den 27-Zöller ausstattet, sorgt unter unseren Lesern immer wieder für Gesprächsstoff. Während die einen Nutzer die 1920 x 1080 Bildpunkte für ausreichend bei einer Bilddiagonalen von 27 Zoll halten, dürfte es für andere oft noch etwas mehr Bildpunkte geben. Unserer Meinung nach sollte man sich bereits im Voraus darüber im Klaren sein, mit welcher Pixeldichte man arbeiten möchte. Für den gewöhnlichen Multimedia-Gebrauch reicht die Full-HD-Auflösung meist aus – komplexere Aufgaben, wie beispielsweise besondere Bearbeitungsprogramme, profitieren hingegen nicht selten von einer etwas höheren Pixeldichte. Dank des AD-PLS-Panels kann das Bild ohne Probleme auch von einem flachen Blickwinkel aus betrachtet werden, Farbverschiebungen lassen sich dabei nicht feststellen.

Ein Betriebsgeräusch, welches nach einiger Zeit stören könnte, konnten wir weder am Monitor selbst noch am externen Netzteil wahrnehmen.

Messergebnisse

Die nachfolgenden Messergebnisse wurden mit der X-Rite-Software „i1 Profiler" und dem Kolorimeter „i1 Display Pro" gewonnen. Alle Messungen wurden im sRGB-Bildmodus nach erfolgter Kalibrierung durchgeführt.

Helligkeit und Ausleuchtung:

Obwohl Samsung in den Spezifikationen von einer maximalen Leuchtdichte spricht, die bei 300 cd/m² liegen soll, konnten unsere Messungen nur Maximalwerte von 268 cd/m² nachweisen. Entsprechend scheint bei dem von uns getesteten Modell die Helligkeit deutlich geringer als angegeben auszufallen. Die erreichte Leuchtdichte ist für gewöhnliche Büroumgebungen dennoch ausreichend, um angenehm arbeiten zu können. Störender sind hingegen die Schwankungen, denen die Ausleuchtung unterliegt. So zeigten unsere Feldmessungen beispielsweise, dass die Helligkeit in der oberen linken Ecke ganze 45 cd/m² geringer ausfällt als in der Bildmitte. Besonders stark betroffen ist aber das gesamte untere Drittel des Panels, welches ebenfalls deutlich weniger stark ausgeleuchtet ist. Die untenstehende 3D-Ansicht verdeutlich diesen Sachverhalt.

Bei genauerem Betrachten lassen sich die Schwankungen in der Ausleuchtung sogar schon mit dem bloßen Auge erkennen. Hier hätte Samsung sorgfältiger arbeiten sollen, schließlich kann das AD-PLS-Panel ohne eine entsprechende Hintergrundbeleuchtung kaum sein gesamtes Potential über die gesamte Bildfläche entfalten.

Helligkeit

maximal

Leuchtdichte in cd/qm
Mehr ist besser

Feldmessung: Helligekeitsverteilung

3D-Ansicht: Helligkeitsverteilung

 

Weißpunkt und Kontrast:

Deutlich besser fällt der Weißpunkt aus. Dieser liegt nämlich mit 6494 Kelvin nahezu exakt bei dem Idealwert von 6500 Kelvin und gibt somit keinen Anlass zur Kritik. Auch die Gleichförmigkeit lässt nicht zu wünschen übrig. Unsere Feldmessungen zeigten, dass der Weißpunkt über die gesamte Displayfläche nur geringen Schwankungen unterliegt. Auch hier veranschaulicht die untenstehende 3D-Ansicht unsere Messung noch einmal.

Weisspunktmessung

Farbtemperatur in Kelvin
Idealwert: 6500 Kelvin

Feldmessung: Weißpunkt

3D-Ansicht: Weißpunkt

Der statische Kontrast pendelt sich bei 846:1 ein, was zwar immer noch unter den versprochenen 1000:1 liegt, im Vergleich zu anderen Testmodellen aber als noch durchschnittlich angesehen werden kann.

Kontrast

statisch

Angaben in Wert:1
Mehr ist besser

 

Farbreproduktion:

Bei der Farbreproduktion kann das AD-PLS-Panel seine Stärken auf ganzer Linie ausspielen. Maximale Farbabweichungen von 1,89 dE sind ein gutes Ergebnis, welches unseren subjektiven Eindruck von einem farbneutralen Bild bestätigt. Für den semiprofessionellen Anwender reicht diese Farbneutralität oft schon aus, um selbst anspruchsvollere Grafikarbeiten zuverlässig erledigen zu können.

Farbreproduktion

maximal

1.89 XX


1.79 XX


0.89 XX


0.85 XX


0.78 XX


0.68 XX


0.6 XX


0.58 XX


0.51 XX


0.22 XX


Angaben in Delta E (dE)
Weniger ist besser

 

Inputlag:

Der Inputlag beschreibt die Zeitspanne zwischen der Signalausgabe durch den Computer und der eigentlichen Bilddarstellung am Monitor. Fällt diese Zeitspanne zu groß aus, kann es in actionreichen Gameszenen schnell zu störenden Verzögerungen kommen. Monitore mit TN-Panel haben hier oft die Nase vorne, doch auch der S27C590H braucht sich mit rund sieben Millisekunden nicht zu verstecken.

Zu beachten ist, dass es sich bei dem von uns ermittelten Wert nur um einen groben Richtwert handelt, da unsere Messapparaturen keine genauere Bestimmung zulassen.

Inputlag

Angaben in Millisekunden
Weniger ist besser

 

Stromverbrauch:

Um den Stromverbrauch mit anderen von uns getesteten Monitoren vergleichen zu können, messen wir diesen bei allen Modellen bei einer eingestellten Helligkeit von 150 cd/m² in der Bildmitte. Zusätzlich rechnen wir den Stromverbrauch pro Quadratzoll aus, um den Verbrauch unabhängig von der Bilddiagonalen in ein Verhältnis setzten zu können.

Der S27C590H verbraucht insgesamt 18,4 Watt. Bei einer Diagonalen von 27 Zoll und einem Seitenverhältnis von 16:9 macht das 0,06 Watt pro Quadratzoll. Dem zweiten Diagramm ist zu entnehmen, dass dieser Wert im Vergleich zu zahlreichen anderen Monitoren unterdurchschnittlich gering ist, sodass sich der Bildschirm ideal für alle jene eignet, die bei der Stromrechnung den ein oder anderen Euro sparen möchten.

Gesamtstromverbrauch

bei 150 cd/qm

Angaben in Watt
Weniger ist besser

Stromverbrauch pro Quadratzoll

bei 150 cd/qm

Angaben in Watt
Weniger ist besser