ASUS PQ321 - die vier Lesertests des 4K-Monitors

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asusWir sind unseren Lesern und Community-Mitgliedern noch eine Sache schuldig: Mitte September starteten wir gemeinsam mit ASUS einen dicken Lesertest zum ASUS PQ321QE. Vier Teilnehmer durften den neuen 4K-Monitor bei sich zu Hause auf den Prüfstand stellen, mussten sich dann aber nach zwei Wochen wieder vom ihm trennen. Der beste, fundierteste Testbericht mit vielen Fotos und gut geschriebenen Text-Passagen sollte gewinnen. In diesem Artikel stellen wir alle vier User-Reviews vor und küren am Ende den glücklichen Gewinner, der den ASUS PQ321QE anschließend noch einmal zugeschickt bekommt, dafür aber auf Lebenszeit behalten darf.

Mitte September starteten wir gemeinsam mit ASUS einen Lesertest der besonderen Art: Im zweiwöchentlichen Rhythmus durften sich vier Hardwareluxx-Leser und Community-Mitglieder über den ASUS PQ321QE hermachen und den fast 3.500 Euro teuren 4K-Monitor bei sich zu Hause auf den Prüfstand stellen. Nach der zweiwöchigen Testzeit wurde das Sample an den nächsten Kandidaten weiter gereicht und der Artikel wenig später an die Hardwareluxx-Redaktion übergeben. Nachdem wir die Teilnehmer bekannt gegeben hatten, wurde gemeinsam ein Zeitplan erstellt. Doch wie es der Teufel so will, kam es zu ein paar Verzögerungen, die wir so nicht eingeplant hatten.

Geplant war, dass der Monitor jeweils an einem Montag angeliefert und am zweiten Freitag darauf wieder per Express abgeholt werden sollte. Zwar erreichte das 4K-Display sein erstes Ziel ohne Verzögerung und konnte auch pünktlich wieder abgeholt werden, doch schon die zweite Anlaufstelle war für den Paketdienstleister nicht auffindbar. Unser Leser musste nach Feierabend eine Wegbeschreibung abliefern. Bei der dritten Adresse konnte angeblich niemand angetroffen werden. Erneut musste ein zweiter Zustelltermin vereinbart werden. Vorkommnisse, die wir im Vorfeld nicht eingeplant hatten, die wir aber auch nicht voraussagen konnten. Trotzdem hat am Ende alles bestens funktioniert und jeder Teilnehmer konnte trotz der Verspätung, die vor allem der letzte Tester am meisten zu spüren bekam, seine Tests pünktlich abschließen und das Review zur richtigen Zeit abgeben. Für die Verzögerungen wollen wir uns noch einmal bei allen Teilnehmern entschuldigen. Herausgekommen sind vier umfangreiche, tolle Testartikel!

Wir haben alle Artikel redaktionell überarbeitet: Die größten Grammatik-Schnitzer und Tippfehler wurden herausgenommen und an unserer übliches Design angepasst. Von weiteren Überarbeitungen haben wir abgesehen, schließlich sollen die Artikel noch immer User-Reviews bleiben. Der Text und die Meinung unserer Leser bleiben also unverfälscht.

Auf den folgenden vier Seiten finden sich die Testberichte unserer Leser zum PQ321.


Einleitung

Monitore machen in den letzten Jahren eine rasante und gespaltene Entwicklung durch. Zum einen finden sich auf dem Markt immer mehr Displays mit speziellen Features für Spieler und zum anderen finden sich immer höher auflösende Modelle auf dem Markt, welche für Business- und Privatanwender geeignet sind. In die erste dieser Klassen fallen Anzeigen mit hohen Bildwiederholungsraten von bis zu 144 Hz oder 3D-kompatible Geräte, welche die NVIDIA-3D-Vision-Technologie unterstützen.

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In diesem Testbericht dreht sich hingegen alles um einen Monitor der Extraklasse aus letzterer Produktgruppe. Der Testkandidat stammt von ASUS, trägt den Namen PQ321PE und kann mit der wahnwitzigen Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln auf einer Diagonale von 32 Zoll aufwarten. Was der 3.500 Euro Monitor alles zu leisten vermag und wie er sich in aktuellen Spielen schlägt, könnt Ihr in den folgenden Zeilen lesen.

Technische Spezifikationen

NameASUS PQ321PE
Preis 3.180,00 Euro
Display-Diagonale 31,5 Zoll
Format 16:9
Panel ASV (Advanced Super View)
Mattiertes Display: ja
Auflösung 3.840 x 2.160 Pixel (4K)
Kontrast 800:1
Helligkeit Max. 350 cd/m2
Blickwinkel 178 Grad Horizontal und vertikal
Reaktionszeit 8 Millisekunden
Anschlüsse 1 x DisplayPort 1.2
2 x 3,5-mm-Klinke (Audio)
1 x RS-232C
Maße (mit montiertem Standfuß) 750 x 489 x 256 mm (B x H x T)
Gewicht 13 Kg
Ergonomie neigbar (+25 bis -5 Grad)

schwenkbar (+45 bis -45 Grad)

höhenverstellbar (150 Millimeter)
Integrierte Lautsprecher 2 x 2 Watt
Netzteil extern

Im Inneren des ASUS PQ321QE arbeitet ein Advanced-Super-View-Panel (ASV), welches mit einer Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixel aufwarten kann. Da die ASV-Technologie eine Weiterentwicklung der VA-Technologie ist, bietet der PQ321QE auch sehr gute Blickwinkel von jeweils 178 Grad horizontal und vertikal. In dem von Sharp gefertigten Panel arbeiten IGZO-Transistoren (Indium, Gallium, Zinc, Oxide). Die Hintergrundbeleuchtung wird von weißen LEDs gebildet, die seitlich angebracht wurden.

In Deutschland wird der Monitor mit nur einem DisplayPort-1.2-Anschluss ausgeliefert, da Geräte mit mehreren HDMI-Anschlüssen als Fernseher klassifiziert werden und somit höhere Steuerabgaben anfallen. Aufgrund der hohen Auflösung kann das Display trotz der enormen Größe von fast 32 Zoll mit einer Pixeldichte von 140 Pixel per Inch begeistern, aus welcher ein Pixelabstand von lediglich 0,182 mm folgt. Zum Vergleich: Selbst ein 21 Zoll großer Monitor mit FullHD-Auflösung besitzt einen Pixelabstand von etwa 0,242 mm, der Unterschied ist also zumindest technisch gesehen deutlich.

Lieferumfang und Aufbau

Der Lieferumfang des ASUS PQ321QE ist recht bescheiden: Neben dem vergleichsweise recht großen externen Netzteil liegen dem Monitor ein DisplayPort-Kabel, ein Klinke auf RS-233C, ein Handbuch sowie mehrere Kabelklemmen und -binder bei. Damit liegt dem Bildschirm alles Notwendige bei, allerdings setzt ASUS keine neue Bestmarke in Sachen Lieferumfang.

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ASUS schützt den Bildschirm mit mehreren Styropor-Halterungen und Schutzfolien. Wurden diese erfolgreich entfernt, kann der Monitor zusammengebaut werden. In der Praxis geht dies sehr leicht von der Hand und sollte auch von Laien innerhalb von wenigen Minuten bewerkstelligt werden. Es muss nur der Standfuß mit dem Tragearm und anschließend mit dem Display verschraubt werden. Werkzeug und Schrauben sind mitgeliefert. (Anmerkung: In meinem Fall waren die Schrauben tatsächlich schon beschädigt, was allerdings wohl an den drei Vorbesitzern als an schlechter Qualität liegt.)

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Design und Verarbeitung

Beim Design setzt ASUS keine neuen Maßstäbe, sondern orientiert sich vielmehr an Altbekanntem und Bewährtem. Neumodische Design-Elemente sind am PQ321QE nicht zu finden. Dabei steht wohl auch ein praktischer Gedanke dahinter, schließlich soll der Monitor sich möglichst gut in allen Büros, Arbeitszimmern oder eben auf den verschiedensten Schreibtischen betuchter Gamer machen. Das Gehäuse besteht zu den größten Teilen aus schwarzem Kunststoff, wobei ASUS vereinzelt silberne Akzente in das Gesamtbild einfließen lässt und den Monitor damit nicht zu monoton gestaltet.

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Der Standfuß wirkt durch das eckige Design im Kontrast zu dem Display an sich, wobei er durch die schwarze Farbgebung trotzdem nicht zu aufdringlich ist. Des Weiteren fällt er optisch ohnehin nicht allzu stark ins Gewicht, da die Front des Monitors klar von dem 31,5 Zoll großen Panel dominiert wird. Die Haptik und Stabilität des Standfußes ist als sehr gut zu bezeichnen. Selbst wenn das Display auf maximale Höhe ausgefahren ist, kann er dank seines enormen Gewichtes einen stabilen Stand gewährleisten.

Die Bedienelemente an der rechten Seite des Gehäuses können durch einen guten Druckpunkt und eine übersichtliche Anordnung bestechen. Ebenfalls positiv fällt der Gehäuserahmen auf, welcher durch eine Breite von lediglich 21 Millimetern glänzen kann.

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Auf der Rückseite finden sich zahlreiche Bohrungen für die Belüftung der Elektronik. Nebst diesen finden sich auf der linken Seite der Stromanschluss für das externe Netzteil sowie ein Kippschalter zum An- und Ausschalten des Monitors.

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Auf der rechten Seite findet sich hingegen der Anschluss für das DisplayPort-Kabel, daneben sind auch die Anschlüsse für 3,5-Millimeter-Klinkenstecker und den RS-233C-Stecker verbaut. Wer den PQ321QE lieber an der Wand befestigt statt auf den mitgelieferten Standfuß zu setzen, der kann auf die integrierte VESA-Halterung (200 x 200 Millimeter) zurückgreifen.

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Ergonomie

Immer längere Nutzungszeiten von Computern gehören inzwischen zum Alltag von Millionen von Menschen, dementsprechend ist es besonders entscheidend, dass ein Monitor sich auf die individuellen Bedürfnisse und Umstände eines jeden Anwenders und Arbeitsplatzes einstellen lässt. Gerade anspruchsvolle Kunden, die schließlich die Zielgruppe eines 3.500 Euro teuren Monitors darstellen, legen viel Wert auf die Ergonomie.

Da ASUS dies von vorne herein bedacht hat, lässt sich der PQ321QE auf die unterschiedlichsten Situationen einstellen.

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Das dabei wohl wichtigste Element ist das Neigen des Monitors, was in diesem Fall von -5 bis zu 25 Grad möglich ist. So lässt sich bereits das Panel auf die jeweilige Sitzhöhe des Nutzers einstellen. Dank des leichten Widerstands geht das Einstellen präzise und schnell von der Hand. Mit dem Neigen („Tilt"-Funktion) ist es aber noch nicht getan, denn ASUS verbaut auch eine Mechanik, um den Monitor um mehrere Grad nach links oder rechts von seinem ursprünglichen Standpunkt aus zu drehen („Swifel"-Funktion). Des Weiteren ist das Display auch höhenverstellbar, damit sowohl besonders große respektive kleine Personen voll auf ihre Kosten kommen. In der Praxis lässt sich die Höhe des Panels um 150 Millimeter verändern.

On-Screen-Display

Das OSD des Monitors ist übersichtlich gestaltet und beherbergt viele Optionen zum Einstellen von Farbton und Kontrast. Besonders wichtig für den PQ321QE ist der sogenannte MST- oder SST-Modus, damit lässt sich Einstellen, ob die zwei verbauten Panels einzeln oder zusammen angesteuert werden. Bildwiederholungsraten die höher als 30 Hz sind, sind nur im MST-Modus verfügbar.

Vorteile der 4K-Auflösung

Das große Alleinstellungsmerkmal des ASUS PQ321QE ist seine enorme Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln, wo genau die Vor- und eventuell sogar Nachteile liegen, möchte ich in diesem Abschnitt genauer beleuchten.

Nicht nur bei Videospielen sind höhere Auflösungen zugunsten von besserer Grafik immer beliebter, gerade im Bereich der professionellen Fotografie- oder beim Erstellen und Bearbeiten von Videos ist eine hohe Auflösung von großem Nutzen. Dank der 4K- oder UHD-Auflösung lassen sich Fotos fast in nativer Größe betrachten und können so nicht nur in bisher unbekannten Maßen genossen werden, sondern können auch deutlich leichter und effektiver bearbeitet werden. So fallen Bildfehler wesentlich schneller auf und können korrigiert werden. Im Falle des ASUS PQ321QE steht dem allerdings das relativ geringe Farbspektrum gegenüber, welches nichtmal sRGB vollständig abdeckt und damit für professionelle Anwender ein großes Manko darstellt. Erweiterte Farmräume wie Adobe RGB werden nur zu kleinen Teilen abgedeckt und sind somit nicht verwendbar.

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Bildquelle: NVIDIA

Daneben bietet die große Auflösung in Verbindung mit den 31,5 Zoll des Panels allerdings auch Vorteile für Office-Anwendungen. So lassen sich in Programmen wie Excel nicht nur deutlich mehr Spalten und Zeilen anzeigen, sondern der gesamte Bildschirm lässt neue Arbeitsweisen zu. Es ist ohne jegliche Probleme möglich, ein Excel-, ein Word- und ein Powerpoint-Fenster gleichzeitig offen zu haben und trotzdem noch den Browser geöffnet zu haben. Somit ist es möglich, deutlich effizienter zu arbeiten oder einfach dynamischer Content zu konsumieren und zum Beispiel auf Facebook zu surfen, auf YouTube ein Video anzuschauen und die neusten E-Mails abzurufen.

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Bildquelle: NVIDIA

Die dritte Nutzergruppe stellen die Spieler dar, diese können in Spielen durch das theoretisch größere Sichtfeld respektive die erhöhte Fernsicht im Hinblick auf Gameplay und durch nicht mehr sichtbare Treppchenbildung und schärfere Texturen und Schrift mit Blick auf die Grafik von der 4K-Auflösung profitieren. In der Praxis ist der optische Unterschied sofort sichtbar und weiß bereits nach wenigen Minuten zu begeistern und zu fesseln. Selbst im Vergleich zu der ohnehin schon großen 1.440P-Auflösung (2.560 x 1.440 Pixel) ist der Unterschied enorm, ein herkömmlicher FullHD-Monitor wirkt gegen den ASUS PQ321QE wie ein Kinderspielzeug.

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Bildquelle: ASUS

Natürlich gehen mit der vierfachen Pixelmenge von FullHD auch enorme Leistungsanforderungen an Grafikkarte und CPU einher, deswegen habe ich einige Spiele sowohl auf die Bildwiederholungsrate als auch im Bezug auf Kompatibilität getestet. Die Daten zu den FPS-Zahlen sind weiter unten im Artikel zu finden, zuerst möchte ich an dieser Stelle nochmal auf die Kompatibilität von aktuellen Spielen zu 4K eingehen.

Das Ergebnis ist dabei ernüchternd, wenn nicht sogar erschütternd. Viele Spiele von kleinen, selbstständigen Entwicklern, sogenannte „Indie-Games", sind völlig inkompatibel zu der hohen Auflösung und profitieren so keineswegs von den technischen Merkmalen des PQ321QE. Doch nicht nur diese Spiele wiesen im Test Probleme auf, auch AAA-Titel aus den größten Spieleschmieden der Welt zeigten entweder grafische Fehler oder waren überhaupt nicht in der Lage, in 3.840 x 2.160 zu starten. So hat The Elder Scrolls V: Skyrim in Verbindung mit einigen Mods etwa den Dienst verweigert und zeigte am rechten Bildrand permanent „Level aufgestiegen" an. Dieser Fehler war auch nach mehreren Versuchen nicht zu beseitigen, verschwand allerdings flugs,  sobald eine andere Auflösung eingestellt wurde.

In Dota 2 von Steam-Schöpfer Valve wurde nach dem Einstellen der Auflösung nur noch ein schwarzes Bild angezeigt. Abhilfe schaffte in diesem Fall eine Erweiterung des Start-Befehls des Spiels um Zusätze „-w 3840 -h 2160 -novid". Der Zusatz „novid" musste verwendet werden, um das Intro-Video zu überspringen, da das Spiel sonst auch nur ein schwarzes Bild verursachte. Probleme in Battlefield 3 oder 4 (siehe Hardwareluxx-Artikel) konnten hingegen nicht festgestellt werden.

Allerdings verursachte der Bildschirm weitere seltsame Fehler. So entstand beim Wechseln zwischen Programmen mit der Tastenkombination „Alt + Tab" eine deutliche Verzögerung, die teilweise zu dem bereits bekannten schwarzen Bild führte. Da ein normales Herunterfahren des Computers nicht mehr möglich war, musste dieser mittels Hardreset neugestartet werden. Wenn der ASUS-Monitor noch angeschlossen war, verweigerte der Computer allerdings den Dienst und ließ sich partout nicht mehr starten. Sobald das DisplayPort-Kabel abgesteckt wurde, konnte der PC ohne weitere Probleme booten.

Aufgrund der im ASUS PQ321QE verwendeten Technik kam es in sämtlichen Spielen im 60-Hz-Modus (Multi-Stream-Transport) immer wieder zu kleineren Bildfehlern. Diese äußerten sich in Form eines „Zerreissen" wie es bei deaktiviertem V-Sync bekannt ist, lediglich vertikal. Die Ursache hierfür ist, dass das Panel eigentlich aus zwei Teilen mit einer Auflösung von jeweils 2.160 x 1.920 Pixeln besteht, die beide getrennt voneinander über einen Demultiplexer angesteuert werden, genauer gesagt steuert der Grafiktreiber das Display als zwei getrennte Panels über ein DisplayPort-Kabel an, dessen Signal dann im Monitor über den genannten Demultiplexer getrennt wird und an das jeweilige Panel weitergegeben wird. Dadurch entsteht eine versetzte Darstellung der Frames, sodass eine Überlagerung stattfindet.

Interpolation, Blickwinkel und Ausleuchtung

Zurück zum Monitor selbst, dank der verwendeten Advanced-Super-View-Technologie weist der Bildschirm besonders gute Blickwinkel auf. In der Praxis können diese sich sogar fast mit einem Samsung-Monitor mit PLS-Panel messen, welches eine Verbesserung der bekannten IPS-Technologie darstellt, wie sie zum Beispiel im iPad oder MacBook Pro zu finden ist. Bei einem Darstellungsgerät von dieser Größe ist ein so guter Blickwinkel essentiell, da es auch als Fernseher oder zur Wiedergabe von Medien genutzt werden kann und dementsprechend viele Personen aus größerer Entfernung und verschiedenen Winkeln auf den Monitor blicken. Der ASUS PQ321QE weiß in dieser Disziplin tatsächlich zu bestechen.

Aufgrund der Größe von 31,5 Zoll und der seitlichen Platzierung der W-LEDs ist die Vermutung nahe, dass die Ausleuchtung des Displays nicht sehr homogen ist. Da mir keine professionellen Testgeräte dafür zur Verfügung standen, kann ich an dieser Stelle nur eine subjektive Bewertung abgeben. Trotz der von ASUS gewählten Beleuchtungstechnik erscheint die Ausleuchtung über die komplette Fläche relativ homogen. In der Praxis konnte keine Bildung von Lichthöfen beobachtet werden, wobei die Helligkeit auf maximaler Stufe etwas zu den Rändern hin zunahm. Da die maximale Helligkeit allerdings deutlich über dem normalen Bedarf liegt, wird diese in den meisten Fällen wohl eher selten Anwendung finden.

Neben den beiden auf die Größe des Monitors bezogenen Kriterien stehen auch die Interpolations-Fähigkeiten des ASUS PQ321QE im Fokus. Zum jetzigen Zeitpunkt stehen noch so gut wie keine 4K-Inhalte auf dem Markt zur Verfügung, wobei einige Firmen bereits am Produzieren von geremasterten Inhalten sind. Des Weiteren ist der H265-Codec, welcher für native 4K-Filme auf Abspielgeräten für Fernseher vorgesehen ist, noch nicht fertig. Da 4K respektive UHD gerade die vierfache FullHD-Auflösung darstellen, ist es dem Bildschirm eine Leichtigkeit, Inhalte, die in 1080p aufgenommen wurden, wiederzugeben und diese dabei zu interpolieren. Qualitativ lässt sich dabei kein Unterschied zu einem nativen 1080p-Display wahrnehmen. Dementsprechend macht auch der Genuss von Blurays auf dem Monitor sehr viel Spaß.

Inputlag

Subjektiv ist beim Spielen mit dem ASUS PQ321QE ein deutlicher Inputlag wahrnehmbar, sodass besonders in hitzigen Gefechten in Battlefield ein Nachteil für den Nutzer entsteht. Im Spiel lassen sich sehr schnell Verzögerungen und kleinere Ruckler erkennen. Des Weiteren werden Objekte bei schnellen Bewegungen unscharf dargestellt, sodass der Monitor in Action-Spielen im Vergleich zu den günstigeren Monitoren mit TN- oder sogar IPS-Panel kein Land sieht.

Farbwiedergabe

Die Farbwiedergabe des ASUS PQ321QE ist relativ neutral und kann dank des hohen Kontrasts gefallen. Besonders bei der Betrachtung von Bildern kann der Bildschirm durch die knackigen Farben überzeugen, wobei er für die Erstellung von Inhalten im Adobe-RGB-Raum nicht geeignet ist. In diesem Fall ist er wohl eher zum Konsumieren gedacht.

Stromverbrauch

Der Monitor wurde im direkten Vergleich zu einem vergleichsweise stromsparenden 27-Zoll-Pendant aus dem Hause Samsung getestet, welcher mit einer Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixeln ebenfalls zur Oberklasse gehört.

Modell Idle (in Watt) Last (in Watt)
ASUS PQ321QE 4,7 Watt 69,8 Watt
Samsung SA27A850D 3,2 Watt 28,5 Watt

Wie erwartet schlägt sich der PQ321QE im direkten Vergleich nicht sonderlich gut, wobei dies aufgrund der hohen Auflösung und der reinen Display-Größe verständlich ist. Gerade aufgrund des hohen Kaufpreises wird der Stromverbrauch für potentielle Kunden wohl sowieso Nebensache sein.

Spieletest

Moderne Spiele mit DirectX-11-API können dank Features wie Tesselation und dynamischen Schatten oder Supersampling-Kantenglättung eine unglaubliche Grafikpracht auf die heimischen Bildschirme zaubern. Dafür benötigen sie allerdings auch eine ordentliche Ladung an Rechenkraft, im Falle von 4K liegt die Rechenlast rechnerisch bei 400 Prozent gegenüber von 1080p. In diesem Abschnitt möchte ich auf den Vergleich bei einigen Spielen zwischen FullHD und UHD im Bezug auf die Framerate eingehen. Dabei wurde das folgende Setup verwendet:

Der First-Person-Shooter Battlefield 3 vom schwedischen Entwickler DICE liefert beeindruckende Grafik bei flüssigen Bildwiederholungsraten. In 1080p schaffte der Computer auf der Karte „Ziba Tower" durchschnittlich 130 bis 140 Bilder pro Sekunde bei „Ultra Settings". Sobald die Auflösung auf 3.840 x 2.160 erhöht wird, reduziert sich die Bildrate auf knapp 30 bis 40 Frames pro Sekunde im Durchschnitt. Nach der Deaktivierung der Multisampling-Kantenglättung auch problemlos 60 Frames pro Sekunde, wobei kleinere Einbrüche der Framerate zu verzeichnen waren.

Das Rollenspiel The Elder Scrolls V: Skyrim knüpft an den Erfolg der vorherigen Teile der RPG-Reihe an. Grafisch weiß Skyrim vor allem dank der offenen Spielwelt und der großen Weitsicht zu begeistern. Dank vielen verschiedenen Modifikationen lässt sich die Grafik weiter verfeinern, die Testversion beinhaltet 22 Grafik-Mods. Mit 1.920 x 1.080 Pixeln wird das Spiel absolut flüssig mit 60 Frames pro Sekunde (V-Sync) dargestellt, wobei die GPU-Auslastung knapp 30 Prozent beträgt. Nach der Aktivierung der UHD-Auflösung beträgt die Framerate etwa 50 Bilder pro Sekunde, wobei die GPU zu 99 Prozent ausgelastet ist. In den Höhlen und Dungeons von Skyrim ist die Bildrate deutlich höher, beziehungsweise die GPU-Auslastung niedriger, sodass auch in 4K 60 Bilder pro Sekunde erreicht werden.

Das an die Warcraft 3 Mod angeknüpfte Dota 2 von Valve kann sich in Sachen Grafik nicht mit den anderen AAA-Spielen messen, allerdings genießt es eine enorme Beliebtheit unter den Spielern. Die höhere Auflösung bringt vor allem ein deutlich schärferes HUD und die animierten Zauber und Effekte in ihrer vollen Pracht. Die Framerate kann sowohl in 1080p, als auch in 4K mit Leichtigkeit auf 60 Bildern pro Sekunde gehalten werden. Dabei ist allerdings zu beachten, dass die GPU-Auslastung von knapp 20 Prozent auf 50 Prozent gestiegen ist und der volle Takt von 1.150 MHz anlag, welcher unter 1080p nicht erreicht wird (knapp 600 bis 700 MHz Takt).

Fazit

Der ASUS PQ321QE kann durch viele Features wie zum Beispiel seine ausgezeichnete Ergonomie, seine brillanten Blickwinkel oder die hervorragende Interpolations-Qualität begeistern. Nebst diesen bietet er natürlich die gigantische Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln, welche jedes Spiel in einen Augenschmaus verwandelt. Dem gegenüber stehen neben dem hohen Preis von 3.500 Euro auch die Inkompatibilität der Software sowie dem Mangel von entsprechenden Inhalten für das ausgezeichnete Display. Außerdem wird das Gesamtbild durch die Verwendung von zwei Panels im Inneren des Bildschirms getrübt, welche der Grund für einige Bildfehler sind.

Im Endeffekt ist der PQ321QE aber ein ausgezeichneter Monitor für Enthusiasten, die entweder möglichst effektiv arbeiten wollen oder Spiele in ungeahnten Dimensionen genießen wollen. Ob ASUS die selbst gesetzte Zielgruppe von professionellen Anwendern wie Fotografen mit dem PQ321QE anspricht, ist fraglich. Zwar bietet der Monitor eine neutrale und knackige Farbwiedergabe, allerdings ist die Abdeckung der erweiterten Farbräume nicht gegeben.

Danksagung

An dieser Stelle möchte ich mich nochmals herzlich bei Hardwareluxx und ASUS bedanken, mir die Möglichkeit gegeben zu haben, den Monitor zu testen. Des Weiteren gilt mein Dank meinen Freunden Adrian und Johannes für die Hilfe bei Photoshop (einen 32 Zoll Monitor zu fotografieren ist schwerer als gedacht) und für das Gegenlesen.


Hallo alle zusammen,

mir wurde die große Ehre zuteil, den Asus PQ321QE zu testen und dies ist das Ergebnis der zweiwöchigen Testphase. Ziel war es – meiner Meinung nach – herauszufinden, ob der Monitor bei seinem doch erstaunlichen Preis mehr zu bieten hat als schiere Auflösung und ob bzw. für wen sich die Anschaffung des Monitors lohnt.

Ich möchte darauf hinweisen, dass ich keine Colorimeter oder ähnliche Messgeräte besitze und möchte alle an genauen Messwerten Interessierte auf den redaktionellen Hardwareluxx-Test verweisen.

Kommen wir mal zu einer Auflistung der meiner Meinung nach wichtigsten Daten - auf Dinge wie Reaktionszeit und Kontrast verzichte ich hier, da ich diese Zahlen nicht wirklich gegenprüfen kann. Auch hier sei auf den Hardwareluxx-Test sowie die Hersteller-Homepage verwiesen. Selbstverständlich werde ich die entsprechenden Eigenschaften aber subjektiv bewerten.

Hersteller ASUS
Preis etwa 3.500 Euro
Diagonale 31,5 Zoll
Gehäusefarbe Silber-Schwarz
Format 16:9
Panel IGZO
Displaytyp matt
Auflösung 3.840 x 2.160 Bildpunkte (Ultra HD)
Anschlüsse 1x DisplayPort 1.2, 1x RS-232C, 2x Audioklinke
Maße (mit Fuß) 750 x 489 x 256mm (BxHxT)
Gewicht 13 Kg
Ergonomie neigbar, schwenkbar, höhenverstellbar
Wandmontage 200 x 200 Millimeter VESA
Lautsprecher Dual-2-Watt-Stereo-Speaker

Aus den Daten stechen hier wohl zwei Fakten hervor: Der Preis und die Auflösung. Zur 4k-Auflösung möchte ich noch folgendes anmerken: Gebräuchlich sind unter dieser Bezeichnung zwei Auflösungen, 4.096 x 2.304 und 3.840 x 2.160Pixel, wobei hier letztere zum Einsatz kommt und im Grunde die vierfache 1080p-"FullHD"-Auflösung darstellt. Diese scheint sich auch immer weiter durchzusetzen. Der US-amerikanische Branchenverband Consumer Electronics Association hat beide Auflösung akzeptiert und in seinen neuen Standard aufgenommen, der allerdings UltraHD heißen soll. Demnach können also beide Auflösungen unter diesem Namen vertrieben werden - 4K, 4K2K, QFHD und viele andere Bezeichnungen kursieren aber immer noch.

Zum Zeitpunkt des Tests bestehen quasi alle 4K-Monitore aus zwei Panels, die nebeneinander angeordnet sind. Lösungen mit einem Panel sind schon unterwegs und werden im nächsten Jahr erwartet. Angeschlossen werden die UHD-Monitore meist über Display-Port mit Multistream (wie hier) oder (2x)HDMI. HDMI ist dabei in der aktuellen Version (1.4) nur in der Lage, 30 Bilder pro Sekunde zu liefern, DisplayPort bringt für Gaming akzeptable 60 Hz. HDMI wird dann mit der gerade vorgestellten Version 2.0 nachziehen.

Sowohl AMD als auch NVIDIA unterstützen inzwischen das automatische Erkennen und Einrichten von UHD-Monitoren, auch mit zwei Panels. Selbst Intels neueste iGPUs unterstützen die Ausgabe in 4K.

Nun aber zum eigentlichen Monitor!
Der PQ321 kommt sicher verpackt an, mehrere Tüten und Hartschaum-Schalen schützen den Monitor und das Zubehör vor Stößen und Kratzern.
Beim Zubehör gibt es keine Überraschungen: Außer dem Netzteil und dem Handbuch kommen einige Kabelbinder- und Führungen sowie ein DP-Kabel und ein Klinke-RS-232-Adapter mit. Zusätzlich liegt ein für die Montage notwendiger Inbus-Schlüssel bei.

Das Zubehör

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Bevor der Monitor angeschaltet werden kann, muss er zuerst aus drei Teilen zusammengesetzt werden: Fußplatte, Ständer und Monitor werden jeweils mit einigen Schrauben aneinander befestigt. Das Vorgehen ist dabei einfach, das Ergebnis vertrauenswerweckend und beides gut bebildert in mehreren Sprachen im Handbuch beschrieben.

Nun fällt der erste kritische Blick auf den Monitor:
Auffällig ist hier vor allem, dass nichts auffällig ist. Der Monitor ist sehr schlicht gehalten, einzig das ASUS-Logo ist aufgedruckt. Die Front wird durch das Panel dominiert, der Rand ist mit etwa 2 cm angenem schmal. Der kantige Standfuß passt ins insgesamt unauffällige Bild. Hier werden eindeutig keine Design-Fetischisten angesprochen, mir persönlich sagt das schlichte Äußere zu.

Der Asus PQ321QE kommt schlicht daher

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Trotzdem dominiert der große Monitor sofort meinen Schreibtisch, der mit gut zwei Metern Länge bei 60 cm Tiefe selbst nicht unbedingt klein geraten ist.
Die Rückseite des Monitors ist eindeutig nicht für Kundenaugen gedacht – Lüftungslöcher und Schrauben dominieren das Bild. Hier gilt: Schnell alle Stecker rein und den Monitor wieder hingestellt – mit dem Rücken zu Wand. Das ist meiner Meinung aber kein Manko – wer bei 3,5 tausend Euro noch mehr draufzahlen will, um eine schön designte Rückseite ansehen zu können, wird einiges verpassen.

Beim Aufstellen komme ich dann auch gleich zum nächsten Punkt: Der Ergonomie. Der PQ321 liefert hier so ziemlich alles was man braucht: Er lässt sich um 5 Grad nach vorne (unten) und 25 Grad nach unten neigen. Das ist gerade dann nützlich, wenn der Schreibtischstuhl nicht höhenverstellbar ist.
Zusätzlich kann der Monitor um jeweils 45 Grad nach links oder rechts gedreht und die Höhe um 15 cm verändert werden.
Die Aufhängung besticht in allen Achsen mit einer wirklich guten Einstellung – der Monitor verrutscht bzw. verstellt sich nicht bei jeder Berührung (z.B. einem OSD-Test), benötigt aber auch nicht wie mein Dell vollen Körpereinsatz. Zwar fehlt eine Pivot-Funktion, doch bietet der Ständer die Möglichkeit, den Monitor auch im Hochformat zu montieren.

Beim Einschalten des Monitors und dem OSD-Test stieß ich dann auf den ersten Negativ-Punkt: Die Steuerknöpfe (die als richtige Taster, nicht kapazitiv ausgelegt sind) sind gut an der rechten Seite versteckt – ebenso wie die Beschriftung. Den Power-Knopf findet man als obersten in der Reihe recht schnell – wer aber Einstellungen verhindern will, kommt um ein Drehen des Monitors nicht herum.

Sicherlich hätte eine Beschriftung auf der Front die schöne Designsprache durchbrochen – diese aber gleich nach hinten gerichtet anzubringen, ist außerordentlich unpraktisch.

Sind die richtigen Knöpfe einmal gefunden, präsentiert sich ein übersichtliches, aber umfangreiches OSD, welches die Steuerung zahlreicher Parameter ermöglicht und dabei jederzeit eine ausreichend feine Abstufung bietet.

Das Gelenk in Aktion - gut zu sehen: Die nach hinten gerichtete Beschriftung der Bedienelemente

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Erst einmal herunter geregelt habe ich die Helligkeit auf etwa 40 Prozent, die restlichen Werte habe ich auf den Standard zurückgesetzt, um eine gute Beurteilung für den Werkszustand zu ermöglichen. Wer professionell mit einem solchen Gerät arbeiten will, kann aber problemlos alle maßgeblichen Werte wie Helligkeit, Kontrast, Schärfe und Farben kontrollieren und korrigieren.

Als ich meine Augen dann zum ersten Mal auf meinen 4k-Desktop richtete, war ich ganz schön am Staunen. Die Auflösung ist wirklich immens groß und bietet, in Kombination mit dem auch physisch großem Monitor, jede Menge Platz. Doch dazu später mehr.

Eingerichtet war der Monitor schnell – der AMD-Treiber erkannte das Gerät und kalibrierte die Ausgabe automatisch korrekt – sehr schön!
Erst einmal ging es dann mit mehreren Programmen durch verschiedene Monitor-Tests. Spulenfiepen konnte ich in keinem Test ausmachen.

Bei den über acht Millionen Bildpunkten konnte ich dabei keine defekten Pixel oder Subpixel ausmachen – über die Auswirkung eines Pixelfehlers bei UHD-Monitoren kann ich also leider nichts sagen.

Der Monitor zeigt ein angenehmes Bild, welches im oberen linken Rand aber sichtbar kühler wird. Gleichzeitig konnte ich Einstrahlungen („Backligthbleeding") oben rechts und unten links wahrnehmen.

Langzeitbelichtetes Bild zeigt Backlightbleeding

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Die Farbwiedergabe kann ich nur als knackig und genau beschreiben. Ich konnte keine Unregelmäßigkeiten in der Farbwiedergabe erkennen. Der Kontrast ist dabei in einem guten Bereich.

Probleme gab es jedoch bei grauen Bildern: Hier zeigten sich eindeutig helle Flecken auf dem Monitor, die vielleicht durch Druck auf das Panel während der Lieferung oder einem vorhergehenden Test entstanden sind. Bei allen Bildern geringer Sättigung waren diese Formen zu erkennen.

Zusätzlich zeigten sich schon bei Bewegungen von 200 Pixeln pro Sekunde Schlieren hinter hellen Objekten auf dunklem Grund. Meine Vergleichsmonitore konnten hier deutlich Punkten.

In der Fotobearbeitung machten sich dann diese Licht- und Schatten-Seiten deutlich bemerkbar. Die Testfotos wurden mit einer Sony a200 mit 10,2 Megapixeln aufgenommen – der Monitor kann das mit seinen 8,2 Megapixeln schon fast nativ darstellen. Dadurch und durch die saubere Farbwiedergabe werden viel schneller „Problemzonen" auf Fotos sichtbar, meine Freundin, die ich als Hobbyfotografin für diese Tests heranzog, fing an viel kleinere Details und Bereiche der Bilder zu bearbeiten, da diese nun viel deutlicher sichtbar wurden, als auf den 22-Zoll-1080p-Monitoren.

Allerdings machten sich wieder die hellen Flecken bemerkbar, zum Beispiel auf einem dunklen Himmel, bei Wolken oder sandig/steinigem Boden in den entsprechenden Bereichen.

Zusätzlich sind die Steuerelemente von Photoshop CS4 wirklich sehr klein – kurzsichtige sollten schon einmal die Lesebrille aufsetzen. Trotzdem macht die Fotobearbeitung auf dem PQ321QE wirklich Spaß und profitiert von der hohen Auflösung, der Größe des Monitors und der guten Bildqualität. Die Unsauberkeiten bei bestimmten Helligkeiten trüben das Bild aber etwas.

Unregelmäßige Helligkeitsverteilung bei Grautönen

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Nachdem meine Freundin und ich den Nachmittag vor dem Monitor verbrachten, genossen wir dann noch ein paar Videos auf diesem. Zuerst wurde mal testweise Youtube nach 4K-Videos durchsucht. Das einzig Gefundene waren verschiedene Trailer und Präsentationsvideos. Hier stellte sich erneut ein „Wow"-Gefühl ein. Gerade bei Videos wurde mir die unglaubliche Schärfe von UHD bewusst. Die restlichen Media-Tests liefen dann aber mit 1080p-Material, aus Online-Mediatheken und von Blu-rays.

Der Monitor zeigte hier ein gutes Bild, die vorher bemerkten Schlieren waren auch in schnellen Szenen, z.B. in „Ironman 3", nicht zu erkennen. Störend waren aber wieder die hellen Flecken – besonders aufgefallen sind sie mir z.B. bei einem Sternenhimmel über Atlantis in „Stargate Atlantis" oder auch dem Himmel über tropischen Inseln in „Scrubs".

1080p-Material sieht auf dem Monitor erstaunlich gut aus. Erst bei 720p und weniger wird einem bewusst, wie stark das Material gestreckt wird, wie viele Pixel das Selbe zeigen.

Ebenfalls positiv zu erwähnen, ist hier die sehr hohe Blickwinkelstabilität, wodurch leicht eine ganze Familie vor dem Monitor die ganze Pracht der Farben und Auflösung genießen kann.

Die integrierten Lautsprecher bieten einen annehmbaren Sound – für integrierte Lautsprecher. Wer diesen Monitor kauft, hat aber sicher noch das nötige Kleingeld für eine gute Soundlösung.

Am nächsten Tag ging es dann mit der (meiner Meinung nach) anspruchslosesten Kategorie weiter – dem Bearbeiten von Dokumenten in 4K. Hier wurde natürlich viel weniger der Monitor getestet als Erfahrungen mit dem Nutzen von 4K zu machen.

So wurden einige Seiten Text einer imaginären wissenschaftlichen Arbeit auf dem Monitor geschrieben, wobei jederzeit zwei Seiten untereinander angezeigt werden konnten. Auf der anderen Bildschirmhälfte wurde zwei Online-Quellen simultan dargestellt – eine immense Erleichterung. Schließlich wurde alles in 1080p auf 16 Zoll angezeigt und war jederzeit gut lesbar. Das Gleiche wird natürlich auch für Überwachungsaufgaben gelten, bei denen mehrere Kamerabilder oder Systemauswertungen parallel dargestellt werden.

Hier machen auch die integrierten Lautsprecher Sinn: Warntöne oder Benachrichtigungen über eingehende Nachrichten können so problemlos ohne externe Soundlösung wiedergegeben werden. Zusätzlich unterdrückt das matte Display recht gut Spiegelungen – kann sie aber natürlich nicht ganz vermeiden.

Einziges Manko hier waren verschiedene Problemchen mit einigen Programmen. Chrome z.B. zeigte, an eine Bildschirmseite gepinnt, die Namen mehrerer Tabs nicht richtig an. Statt die zur Verfügung stehenden 1.920 Pixel zu nutzen, wurden die Tabs allesamt gestaucht am linken Rand angezeigt.
Da dies aber nicht am Monitor liegt, gibt es von mir volle Punktzahl in diesem Anwendungsbereich.

Kommen wir zuletzt zur Abendbeschäftigung eines guten Studenten nach verrichteter simulierter Arbeit: Dem Gaming. Leider wird dieser Abschnitt sehr kurz. Einige Spiele, etwa das noch im alpha-Stadium befindliche KSP, wollten gar nicht in 4K wechseln.

Bei Shootern wie Crysis oder Rennspielen wie Need for Speed machte sich dann ein Inputlag bemerkbar, kombiniert mit dem ständigen Verwischen schneller Bewegungen. Hier war das IGZO-Display einfach zu langsam, um wirklich Spaß zu machen.

Schlierenbildung bei Bewegungen: 400, 200, 100, 50px/sek (v.l.n.r)

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Nicht unerwähnt sollte natürlich bleiben, dass bei anspruchsvollen Spielen wie Crysis 3 selbst auf meiner „für 4K-Gaming designten" Radeon R9 290 die Frameraten schon einmal gefährlich nah an die 30 fps rutschten und ich die Qualitätseinstellungen lieber reduzierte. Klarer Pro-Punkt: In UHD wird AA langsam obsolet – HD-Texturen vorausgesetzt.

In einigen weiteren Spielen (World of WarCraft III zum Beispiel) hatte ich zusätzlich zu den Schlieren mit recht kleinen Bedienelementen zu kämpfen – hier klappt die Skalierung noch nicht flächendeckend.

Insgesamt habe ich dann lieber auf meinen bisherigen Monitoren – auch wenn die schönsten Grafiken irgendwie fad aussehen, wenn man mal 4K gekostet hat. Die starke Einschränkung der Spielauswahl auf „langsame" Spiele hat mir aber den Spaß verdorben.

Fazit

Und das könnte zwiespältiger kaum sein. Einerseits löste der Asus PQ321QE bei mir geradezu euphorische Gefühle aus – beim ersten Betrachten verschiedener Fotos in 4k zum Beispiel. Andererseits trüben einige schwerwiegende Negativpunkte auch immer den Blick auf meine vier Anwendungsszenarien – außer dem Arbeiten mit Dokumenten. So bleibt bei mir die Frage, für wen der PQ321QE nützlich ist.

Schließlich muss ich leider sagen: Für niemanden. Professionelle Foto- und Videobearbeiter werden die verschiedenen Unregelmäßigkeiten im Helligkeitsverlauf stören – trotz gutem Kontrast, erstaunlich guter Farbwiedergabe, gut getroffenem Weißpunkt und natürlich der Möglichkeit, die Medien nahezu in nativer Auflösung zu sehen.

Gamern macht der Monitor auch keinen Spaß, aufgrund starker Schlierenbildung, einem spürbaren Inputlag und natürlich der Hardwarebelastung.
Bleiben noch das Multitasken auf einem Bildschirm und die Medienwiedergabe.

Wer jedoch 3.500 Euro für einen Monitor ausgibt, will sicher keine hellen Flecken in düsteren Szenen sehen – und vielleicht auch eine größere Bildschirmdiagonale als 32 Zoll. Auch fehlt hier eindeutig noch das Angebot an nativen 4K-Medien. Anfang 2014 sollen aber erste UHD-Blurays auf den Markt kommen – wir dürfen gespannt sein. Bleiben noch die professionellen Multitasker. Einem Unternehmen mögen 3.500 Euro nicht wirklich wehtun mögen einige argumentieren, und die hohe Auflösung bietet neue Möglichkeiten.

Einzig die Tatsache, dass für den Preis sicher vier Mitarbeiter mit vier FullHD-Displays und einer Wandhalterung ausgestattet werden können, macht ASUS hier einen Strich durch die Rechnung.

Letztlich interessant wird es also, wenn die Fehler in der Bildwiedergabe behoben werden (für die Videophilen), wenn ein schnelleres Panel verbaut wird (für die Gamer), oder ganz einfach der Preis sinkt (was sicher Alle freuen würde).


Mein Fazit muss daher leider lauten: Ein hochinnovatives und gut verarbeitetes Produkt, das sich durch wenige Schwächen sein eigenes Grab schaufelt.

Pros:

Kons:

Meine Testhardware:

Vergleichsmonitore:


Einführung

Man kann im mobilen Bereich erkennen, dass die meisten Hersteller bei ihren Smartphones und Tablets eine höhere Auflösung wählen. Der Grund ist ganz einfach: Die dargestellten Grafiken auf dem LCD sehen bei einer höheren Auflösung besser aus als bei einer niedrigeren Auflösung.

Nun ist es die Zeit gekommen, dass im PC-Bereich auch auf höheren Auflösungen gesetzt wird - auch wenn es erst im Kommen ist und einzelne Hersteller so langsam solche Modelle ankündigen oder anbieten. Der ASUS PQ321 ist einer der ersten Monitore für den PC-Bereich mit einer Auflösung höher als 1.920 x 1.080 Bildpunkte. Dieser Monitor kommt mit einer Auflösung von 3.840 x 2.160 Bildpunkte bei einer Diagonale von 31,5 Zoll daher und erreicht mit dieser Auflösung eine PPI von 140. Dieser Monitor soll den Haushalt erobern, ob es ASUS damit gelingt wird, soll in diesem Test des Monitors herausgefunden.

Gerätespezifikation

Hersteller und Modell  ASUS PQ321 
Straßenpreis ca. 3.500 Euro
Artikelhomepage ASUS PQ321
Gehäusefarbe Schwarz, Silber
Format 16:9
Panel Indium Gallium Zinc Oxide (IGZO)
Displayart Matt
Auflösung 3.480 x 2.160 (140 PPI)
Kontrast 800:1
Helligkeit Max. 350cd/m²
Reaktionszeit 8 ms (Grau zu Grau)
Blickwinkel Horizontal / Vertikal : 178 Grad
Anschlüsse 1 x Displayport 1.2
1 x RS-232C
2 x Audioklinke (In/Out)
Maße 750 x 489 x 256 mm (BxHxT)
Ergonomie Neigbar +25 bis -5 Grad
schwenkbar +45 bis -45 Grad
höhenverstellbar 150mm
Gewicht ca. 13 Kg
Kensington-Lock Ja
Wandmontage Ja, 200 x 200 VESA
Integrierte Lautsprecher Dual 2 Watt Stereo
Netzteil extern

Verpackung und Lieferumfang

In der heutigen Zeit ist es nicht verwunderlich, dass Verpackungen perfekt für das jeweilige Gerät konzipiert werden. Die Verpackung des Monitors ist perfekt, der Monitor ist hierbei durch zwei ausgehüllte Schaumstoffe geschützt, wodurch es beim Versand des Monitors nur schwer zu einem Schaden kommen kann. Die restlichen Sachen, die zur Montage benötigt werden, sind ebenfalls perfekt in die vorhergesehene Stellen verstaut worden und sind wie auch der Monitor gut gegen Schäden geschützt.

Zum Lieferumfang des Monitors gehören:

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Montage

Für die Montage des Monitors ist kein spezielles Wissen vonnöten. Sollte es bei der Montage des Monitors zu Problemen kommen, so gibt es im Handbuch eine genaue Beschreibung, die dafür sorgt, dass der Monitor ordnungsgemäß montiert werden kann. Alles was für den Zusammenbau benötigt wird, ist ein 6-Kant-Schlüssel und Schrauben, die natürlich im Lieferumfang enthalten sind. Um den Monitor zusammenzubauen, wird der Tragearm mit dem Standfuß verschraubt, danach wird der Tragearm samt Standfuß mit dem Monitor verschraubt.

Anschluss an den PC

Um den Monitor an den PC anschließen zu können, benötigt man als Schnittstelle an die Grafikkarte einen DisplayPort-Anschluss. Denn eine andere Schnittstelle zur Verbindung an den PC ist im europäischen Modell leider nicht vorhanden.

Design und Verarbeitung

Beim ersten Anblick auf den Monitor ist zu erkennen, dass ASUS hier eine tolle Arbeit verrichtet hat. Der Monitor ist sehr schlicht gestaltet worden. Er ist fast komplett in der Farbe Schwarz matt gehalten, daher ergeben sich bei der Verwendung des Monitors keine Reflexionen, die stören könnten.

Anschlüsse

Die Anschlüsse des Monitors sind verteilt auf die hintere rechte und linke Seite. Auf der linken Seite befinden sich der Anschluss für die Stromversorgung sowie der Kippschalter für die Stromversorgung. Auf der gegenüberliegenden Seite, befinden sich die Schnittstelle zur Grafikkarte in form eines DisplayPort-Anschlusses und ein Klinken-Stecker.

Wenn man den Monitor mit dem US-Modell vergleicht, so kann man erkennen, dass das US-Modell über weitere Schnittstellen verfügt. Es hat außer dem DisplayPort-Anschluss zwei weitere Schnittstellen in Form von HDMI-Eingängen. Es wäre natürlich besser gewesen, wenn das EU-Modell auch diese Anschlüsse hätte, denn bei einer Größe von 31,5 Zoll könnte man sich durchaus vorstellen, mehr mit dem Monitor zu machen außer ihn an den PC anzuschließen. Beispielweise könnte man noch eine Kamera oder einen Blu-ray-Player anschließen. Meiner Meinung nach hat ASUS hier etwas falsch gemacht, wenn man bedenkt, dass der Monitor ca. 3500 Euro kostet.

Steuerelemente

Die Steuerelemente für die Bedienung des Monitors befinden sich auf der rechten Seite, jedoch sind die Beschriftungen für die einzelnen Tasten bei der Betrachtung von der Vorderseite nicht ersichtlich. Dadurch kann es schnell zu Problemen bei der Bedienung kommen.

OSD (On-Screen-Display)

Mit dem OSD ist es möglich, Einstellungen am Monitor vorzunehmen. Das OSD des PQ321 ist unterteilt in vier Bereiche und kann mittels der Steuerelemente auf der rechten Seite bedient werden.

Es unterteilt sich in folgende Bereiche:

  1. Picture
    In diesem Bereich ist es möglich, Einstellungen am Bild des Monitors vorzunehmen. Beispielsweise die Helligkeit, Kontrast und die Farbe.
  2. Setup
    Hier kann man Einstellungen über die Sprachen machen sowie ein paar Einstellungen über die Funktionsweise des Monitors einstellen. Die wichtigste Einstellung ist hier versteckt, dazu aber später mehr.
  3. Monitor
    In diesem Bereich kann man Einstellungen über die Ausrichtung des Bildes machen.
  4. Others

Ergonomie

Wer mehrere Stunden an einem Rechner verbringt, der sollte auch die Möglichkeit haben, die Gerätschaften, die verwendet werden, nach den persönlichen Bedürfnissen einzustellen. Im Consumer-Bereich sieht man oft Monitore, die relativ steif sind und wo nur wenige Einstellungen gemacht werden können. Genau hier punktet ASUS mit vielen Einstellungen an dem Monitor, es ist wie ein Monitor aufgebaut, das in Unternehmen eingesetzt werden.

In der Höhe kann der Monitor um 15 cm reguliert werden, der niedrigste Punkt liegt bei 4 cm über die Tischoberfläche. Dadurch ergibt sich eine maximale Höhe von 19 cm. Die maximale Neigung nach hinten wird bei 25 Grad erreicht, in die andere Richtung ist es möglich, den Monitor um 5 Grad zu verstellen. Außerdem ist es möglich, den Monitor mittels der VESA200-Verschraubung an eine Wandhalterung zu montieren, dadurch verliert man aber die Ergonomie, die durch ASUS gegeben wurde.

Bildqualität

Durch die gegebene hohe Auflösung ist die Bildqualität natürlich sehr gut. Umso mehr PPI umso geringer werden die einzelnen Pixel, die gesehen werden können. Natürlich muss die hohe Auflösung durch das Betriebssystem gegeben sein, sonst bringt die hohe Auflösung natürlich nicht viel.
Allerdings muss man hier beachten, dass in der Standardeinstellung die Schrift und weitere Elemente des Betriebssystems sehr klein ausfallen.
Natürlich gibt es Einstellungen, die dieses verhindern und die Darstellung der Elemente vergrößern, diese rauben dann relativ viel Platz und die darzustellende Oberfläche wird dann trotz der Auflösung kleiner. Im Betrieb mit Windows 8.1 gab es keine unscharfen Stellen oder pixelige Darstellungen. Alles war gestochen scharf, so wie die Hersteller auch werben.

Farbgebung

Nach meiner Einschätzung werden die Farben klar und recht ordentlich rübergegeben, wenn ich die Farbgebung mit meinen zwei Monitoren beurteile. Beim ASUS-Monitor wirken die Farben für mich deutlich besser als bei meinen 24-Zoll-Acer- und 22-Zoll-Samsung-Monitoren.
Natürlich kann ich das wahrscheinlich nicht gut genug beurteilen, da ich nie einen Monitor besitzt habe, der eine perfekte Farbgebung besessen hat.

Helligkeit

Die Helligkeit des Monitors überragt einen förmlich. Das kann natürlich auch durch die Größe gegeben sein, da hier eine große Bildfläche aus einer geringen Distanz betrachtet wird. Ich konnte keine Probleme mit der Helligkeit feststellen, keine Ausleuchtungen an den Seiten des Monitors. Mich persönlich hat die hohe Helligkeit eher gestört, da nach einer bestimmten Zeit die Augen angefangen haben auszutrocknen und es so zu Schmerzen kam.
Die gegebene Helligkeit des Monitors kann durchaus als Vorteil gesehen werden, bei direkter Sonneneinstrahlung kann diese voll ausgenutzt werden, um auch das Bild perfekt betrachten zu können.

Reaktionszeit

ASUS gibt eine Reaktionszeit von 8 ms an. Diesen Wert konnte ich natürlich nicht selbst feststellen, konnte mir aber ein Bild bei Anwendungen machen, die eine geringe Reaktionszeit benötigen, beispielsweise bei Spielen. Generell ist bei Anwendungen, die eine geringe Reaktionszeit benötigen, auch so ein Monitor zu verwenden. Bei meinen Spieletests habe ich leider erkannt, dass es ab und an mal zu Schlieren kommt - das trübt dann natürlich den Eindruck.

Stromverbrauch

ASUS gibt bei diesem Monitor einen maximalen Stromverbrauch von 93 Watt an. Es hält sich für einen großen Monitor in dieser Größe völlig in Ordnung, man muss nur beachten, dass der maximale Verbrauch auch nur bei maximalen Helligkeitseinstellungen zu erreichen ist. Man kann davon ausgehen, dass dieser Wert in den geringsten Fällen erreicht wird. Jedoch ist der Wert für den Energiesparmodus, den ASUS angibt, mit knappen 6 Watt etwas zu hoch. Selbst im ausgeschalteten Zustand zieht der Monitor ein wenig Strom. Das kann sich natürlich häufen.

Windowsbetrieb

Nach dem Anschluss des Monitors an den Rechner kann der Rechner endlich gestartet werden. Im ersten Moment wird man überrascht von einer sehr guten Bildqualität. Leider trübt der erste Eindruck, denn alle Bewegungen die ausgeführt werden, sei es eine Mausbewegung, ist am Bild ersichtlich. Es gibt Verzögerungen und Schlieren, die nicht sein müssen, denn der Monitor läuft nur auf 30 Hz.

Nach einer kurzen Recherche konnte ich erfahren, dass es möglich ist, dass der Monitor mit 60 Hz betrieben werden kann. Die Einstellung wird direkt am Monitor im OSD gemacht. Es wird eine Einstellung verändert, die sich Multi-Stream nennt. Erst nachdem diese Einstellung vorgenommen wurde, wird es möglich Spaß mit dem Monitor zu haben.

Wenn man zwei Monitore vergleicht, einmal den PQ321 mit der 4K-Auflösung und ein Monitor mit FullHD-Auflösung, dann kann man deutliche Unterschiede bei Texten erkennen. Jedoch sind bei Standardeinstellungen mit dem ASUS-Monitor die Darstellung von Texten und Anwendungen ziemlich klein.

Um die Augen nicht unnötig zu strapazieren, kann man die Einstellung am Betriebssystem vornehmen, die dieses unterbindet. Windows 8 gibt dafür an, drei Vergrößerungen eine Änderung vorzunehmen, 100 bis  150 Prozent.

Anwendungen

Um einen Monitor testen zu können, benötigt es natürlich auch Anwendungen, die getestet werden müssen. Wie verhält sich der Monitor bei den verschiedensten Anwendungen? Unter Anwendungen zählen hier nicht nur Programme, mit denen man produktiv arbeiten kann, sondern auch solche mit denen man ein wenig Spaß haben kann. Als erstes werden hier Programme getestet, die sowohl im privaten wie auch im betrieblichen Umfeld zum Einsatz kommen.

Office

Im ersten Test setze ich natürlich auf das Office-System von Microsoft, denn diese Software wird in vielen Bereichen eingesetzt. Bei geringeren Auflösungen kann es immer wieder zu Problemen kommen. Denn die Fläche, die vom Monitor dargestellt werden kann, reicht schlichtweg nicht aus. In den meisten Fällen kommt dieses Problem nur in Bereichen auf, indem lange Listen zum Einsatz kommen. In der Regel bei Excel oder bei langen Datenbanktabellen. Im Fall von Excel zeigt sich dieser Monitor von der besten Seite, es kann sehr viel auf einmal dargestellt werden. Das ist erfreulich im geschäftlichen Umfeld, denn im privaten kommen große lange Listen eher wenig zum Einsatz.

In Microsoft Word kann man natürlich dementsprechend auch viel darstellen. Es ist hier möglich mehrere Seiten auf einmal darzustellen. Im getesteten Fall waren drei Seiten bei 100 Prozent darstellbar.

Microsoft-SQL-Server

Da ich fast täglich mit dem SQL-Server arbeite und ich zunehmend Probleme bekommen habe, weil ich die Daten nicht ordentlich ausgeben konnte, war diese Anwendung für mich sehr wichtig im Test. Die Tabellen, die ich aktuell habe, sind so groß, dass die enthaltenen Daten nur sehr schwer darstellbar sind. Der ASUS-Monitor hat mir sehr geholfen, viele Daten auf einen Schlag darzustellen. Somit kann ich schneller auswerten und dadurch meine Arbeit schneller abschließen. Es ist wirklich sehr vorteilhaft, wenn man mal Debuggen muss.

Außerdem werden Datenbankverbindungen gemacht. Die Beziehungen, die zwischen Tabellen erstellt werden, können ziemlich viel Platz einnehmen. So kommt es schon bei sehr kleinen Datenbanken zu Platzmangel.

In meiner Freizeit programmiere ich viel, arbeite mit den verschiedensten Programmen und es kommt immer wieder zu Problemen bei der Darstellung. Sei es die grafische Oberfläche oder der Code. Aktuell nutze ich an meinem Rechner ein Dual-Monitor-Betrieb, da ein Monitor einfach nicht ausreicht.

Multimedia

An einem PC werden auch andere Sachen gemacht, beispielsweise schauen wir gerne mal Filme, Clips im Internet oder spielen auch mal gemütlich eine Runde der verschiedensten Spiele. Leider gibt es in diesem Bereich nicht viel in dieser Auflösung. Wie auch am Anfang geschrieben, ist diese Auflösung erst im Kommen, dementsprechend werden die Inhalte auch erst nach und nach erscheinen. Wenn auch nicht viele Inhalte zur Verfügung stehen, so möchte ich trotzdem den Monitor mittels Multimedia-Inhalte testen.

Filme

Durch meine Recherche im Internet konnte ich zwei Filme finden, die kostenlos zur Verfügung gestellt wurden. Eines ist der Kurzfilm "Tears Of Steel" und der zweite ist "Sintel". Ich bin glücklich, dass ich Material finden konnte, denn ein Film in dieser Auflösung zu betrachten ist einfach unbeschreiblich. Wenn man FullHD-Filme mit 4K-Filmen vergleicht, kann man den großen Unterschied dieser Auflösung sehr gut erkennen. Die Filme wirken sehr real, die Farbgebung und Effekte, die zum Einsatz kamen, waren einfach gewaltig. Man kann wirklich von Kinoqualität reden.

Spiele

Natürlich muss ein Monitor, den man einsetzt, auch Spielen gerecht werden. Ich persönlich spiele in meiner Freizeit sehr gerne die verschiedensten Spiele, dadurch habe ich eine große Sammlung von Spielen, die ich mit dem Monitor getestet habe.

Leider gibt es nicht gerade viele Spiele, die diese Auflösung des Monitors unterstützen. Eines der Spiele, das eine hohe Auflösung erlaubt, war Battlefield 4. Hier konnte ich verschiedene Einstellungen testen. Leider benötigt man einen potenten Rechner, um diese Auflösung auch auszunutzen. Meine GeForce GTX 680 mit 2 GB Speicher kam hier schon an ihre Grenzen. Im Folgenden präsentiere ich die Benchmarks, die ich mit Fraps erstellt habe.

Im Grunde genommen liefen alle Spiele in den mittleren Einstellungen gut und flüssig. Bei den maximalen Einstellungen kam es schon mal zu Problemen. Die Leistung der Grafikkarte hat schlichtweg nicht gelangt. Jedoch hatte ich nie das Gefühl, dass die Grafikqualität gelitten hat. Das beste Erlebnis hatte ich mit Battlefield 4, die Grafik war sehr scharf und die Details grandios. Wie man an der Grafik erkennen kann, sind die Werte bei Call Of Duty Ghost nicht gerade berauschend. Das Problem bei diesem Spiel war leider, dass es am Anfang nur sehr schlecht lief.

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Fazit

Meiner Meinung nach ist der Monitor gut, je nachdem wie man ihn verwenden möchte. Hat man die potente Hardware, so ist es möglich mit diesem Monitor viele verschiedene Bereiche anzusprechen und auszunutzen. ASUS hat beim PQ321 sehr viel richtig aber auch sehr viel falsch gemacht.

Ergonomische Einstellungen an diesem Monitor hat es genügend. Einstellungen in die Höhe, Neigung, nach vorne und nach hinten - alles, was benötigt wird, ist gegeben. Solche Einstellungen findet man in der Regel nur bei Monitoren, die für den Business Einsatz gedacht sind, daher denke ich, dass ASUS hier nicht den gewöhnlichen Consumer ansprechen wollte. Die Tatsache, dass der Rahmen matt gehalten wurde, verstärkt natürlich diese Einstellung.

Was mich jedoch gestört hat, ist die Tatsache, dass ASUS bei diesem Monitor die HDMI-Eingänge ausgelassen hat. Ein Monitor, der einen Marktpreis von ca. 3.500 Euro hat, sollte die verschiedensten Schnittstellen haben. Mit dieser Größe des Monitors kann man durchaus mehr machen als ihn nur an einen Rechner anzuschließen. Hätte ASUS wie auch in der US-Version die HDMI-Eingänge eingebaut, so könnte man schnell mal eine Kamera oder einen Receiver anschließen. Wenn man beispielsweise nach einem Fotoausflug zurück ist, könnte man die Bilder durchgehen, die man fotografiert hat, und so feststellen, ob man gute Bilder geschossen hat, die Auflösung ist ja da.

Noch mehr hat mich die Tatsache gestört, dass der Monitor nur durch Tricks einen 60-Hz-Betrieb zulässt. Nun es würde mich nicht sonderlich stören, wenn der Rechner die MST-Einstellung vom Monitor schon beim Start des Rechners erkennen würde. Denn so muss bei jedem Neustart des Rechners, die Einstellung manuell am Monitor vorgenommen werden. Nachdem diese Einstellung jedoch vorgenommen wurde, hat es sehr viel Spaß gemacht mit dem Monitor zu arbeiten.

Hätte ich die finanziellen Mittel, dann würde ich diesen Monitor trotz der störenden Faktoren kaufen. Denn ich programmiere sehr viel, arbeite mit den verschiedensten Programmen und den Platzvorteil, den ich durch diesen Monitor erhalten habe, ist einfach nicht wegzudenken, wenn man effizient arbeiten möchte. Aktuell schaffe ich mit zwei Monitoren, da mir der Platz einfach nicht reicht, da hilft nur noch eine hohe Auflösung. Ist man bereit mit den störenden Faktoren zu leben, so spreche ich eine Kaufempfehlung aus. Jedoch nicht für Personen, die mit dem Monitor nur Multimedia-Anwendungen betreiben möchten. Denn dafür ist dieser Monitor schlichtweg nicht geschaffen. Vor allem, wenn man Spiele spielen möchte, dann sollte man die Finger von diesem Modell lassen, es kommt zu Schlieren und zu schlechten Eindrücken, die einfach den Spaß verderben.

Sollte es noch Fragen geben, so kann man mich gerne kontaktieren. Ich habe noch viele weitere Bilder von dem Monitor gemacht, leider konnte ich aus Platzgründen nicht alles einbauen. Bilder liegen aber alle auf meiner Dropbox, bei Interesse kann ich den kompletten Ordner freigeben.


Einleitung

In meinem Lesertest möchte ich euch einen der ersten 4K-Computermonitor überhaupt vorstellen, den ASUS PQ321. Neben einem klassischen Monitortest zu dem 31,5 Zoll großen und 3.500 Euro teuren Boliden, werde ich dabei auch genaueres Augenmerk auf die UltraHD-Auflösung (3.840 x 2.160 Pixel) werfen.

Der Bildschirm mit einer Diagonalen von 80,1cm, beansprucht inklusive Fuß 75 x 49 x 26 cm auf dem heimischen Schreibtisch und bringt 13 kg auf die Waage. Das 10-Bit-IGZO-Panel mit LED-Backlight hat einen Pixelabstand von 0,182 mm und löst mit 138 PPI auf. Ein normaler 24-Zoll-FullHD-Monitor bietet zum Vergleich lediglich 92 PPI. Des Weiteren hat das Display eine Anti-Glare-Beschichtung, einen Kontrast von 800:1 und wird mit einer Reaktionszeit von 8ms (Grau-zu-Grau) angegeben.

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Das Testsystem:

Unboxing & Aufbau:

Im Inneren der Verpackung finden sich neben dem Monitor, im Wesentlichen der Standfuß sowie Monitorarm, das externe Netzteil, ein DisplayPort-Kabel und eine kurze Montageanleitung.

Der Aufbau gestaltet sich, trotz der Größe des Monitors, als relativ einfach. Nach dem Auspacken muss zunächst einmal der Standfuß mittels fünf M4-Inbusschrauben am Monitorarm befestigt werden. Dies gelingt praktischerweise unter Zuhilfenahme der Styroporverpackung.

Danach wird der Monitorarm mit vier weiteren Schrauben an der Rückwand fixiert.

Der massive Standfuß verhindert souverän jegliches verrutschen des Monitors. Die, der Breite geschuldete, große Hebelwirkung des Bildschirms bleibt trotzdem nicht zu unterschätzen. Berührt man den Monitor oder stößt gegen Tisch schwing dieser einige Zeit nach.

Der Bildschirm kann wahlweise waagerecht oder senkrecht montiert werden. Ein montagefreier Wechsel zwischen beiden (Pivot-Funktion) ist hingegen nicht möglich. Dafür eignet sich der Monitor auch zur Wandmontage (VESA 200x200mm).

Größenvergleich mit einem 24-Zoll-Monitor (16:10):

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Optik

Das Gehäuse besteht aus einem mattschwarzen Kunststoff und kommt (einmal abgesehen von der Größe) schlicht und unauffällig daher. Akzente setzen lediglich das ASUS-Logo und die silberfarbene Zierleiste am unteren Rahmen. Die Bedienelemente sind seitlich hinter dem Monitor versteckt. Alles ist hochwertig verarbeitet und das Panel ist exakt eingepasst. Ungleichmäßige Spaltmaße sucht man vergebens. Der Standfuß ist ebenfalls mattschwarz, der untere Teil des Monitorarms präsentiert sich bei hochgefahrenem Monitor wieder Silber. Die gewählten Materialien sind zudem relativ resistent gegen Schmutz oder Fingerabdrückre.

Einstellbereich

Der Bereich für die Höhenverstellung ist erfreulich groß. Auf niedrigster Stufe beginnt der Monitor bereits 4,5 cm über der Tischkante (das Display selbst bei 7 cm). Auf höchster Stufe beträgt die Entfernung zum Tisch 19,5 cm (respektive 22 cm). Dies ergibt einen Regelbereich von 15 cm.
Der Schwenkbereich in beide Richtungen beträgt jeweils 45 Grad. Neigbar ist der Monitor nach vorne etwa 5 Grad, nach hinten etwa 25 Grad.

OSD

Das On-Screen-Display wird großflächig auf der linken Bildschirmhälfte dargestellt und ist in die vier Hauptkategorien „Bild", „Konfiguration", „Monitor" und „Andere" unterteilt. Übermäßig viele Einstellmöglichkeiten gibt es nicht. Auf eine große Auswahl an Farbprofilen oder Einstellmöglichkeiten für Overdrive wird verzichtet.

Unter Farbabstimmung, lässt sich zwischen STD, sRGB und lebhaft wählen. Weiß-Abgleich lässt einem die Wahl zwischen VOR-EINST und Direkt. Gamma bietet neben STD noch vier weitere Werte (1,8 – 2,4) zur Tonwertkorrektur.
Der, wie der Test noch zeigen wird, wichtigste Menüpunkt hört auf den Namen DisplayPort-Stream und lässt einem die Wahl zwischen SST und MST.

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Ausstattung und Anschlüsse

Die europäische Version des Monitors wird unter der Bezeichnung PQ321QE geführt. Im Gegensatz zur amerikanischen Ausführung müssen wir uns mit einer etwas abgespeckten Ausstattung begnügen.

Die zwei HDMI-Ports, die gemeinsam als Alternative zum DisplayPort-Eingang genutzt werden können, wurden ersatzlos gestrichen.

Als weitere Anschlüsse sind je ein 3,5-mm-Audio-Ein- und -Ausgang vorhanden sowie ein Control-Port, um den Monitor via COM-Port zu steuern. Zusätzlich bietet der Monitor noch zwei integrierte Lautsprecher.

Der hohe Preis ist natürlich in erster Linie dem Panel, mit über 8 Millionen Bildpunkten geschuldet. Dennoch hätte ich mir angesichts dessen, eine etwas größere Anschlussvielfalt und zumindest noch das ein oder andere Komfort-Feature (wie z.B. eine automatische Helligkeitsregulierung) gewünscht.

Bedienelemente

Die Bedienelemente sind am rechten, oberen Rand des Bildschirms versteckt. Helligkeit und Lautstärke lassen sich direkt einstellen. Die Menüführung ist im Blindflug nicht ganz so einfach und erfordert etwas Übung.

Stromverbrauch:

Ich finde den Stromverbrauch angesichts dieser Größe angemessen. Im Standby verbraucht der Monitor unnötiger Weise fünf Watt. Via Bedienelement ausgeschaltet zeigt das Messgerät 0 Watt an.

Betriebsgeräusch

Der Monitor ist absolut lautlos. Trotzt Silent-PC und Versuchen mit kontrastreichen Darstellungen, ist es mir nicht gelungen dem Monitor Störgeräusche zu entlocken. Das Netzteil ist zudem extra mit einem dicken Ferrit-Ring ausgestattet, um hochfrequente Störungen zu unterbinden.

Bildqualität

Der ASUS PQ321 hat ein sehr klares und natürliches Bild. Farben werden satt und kontrastreich, aber nicht übertrieben dargestellt. Zudem kommt der Monitor von Werk aus (für mein Empfinden) perfekt kalibriert. Testbilder zu Graustufenübergängen lassen sich alle klar differenzieren. Den Schwarzwert empfinde ich als gut. Die Bildqualität hinterlässt insgesamt einen wirklich extrem guten Eindruck! Pixelfehler hatte das Testsample keine.
Die Ausleuchtung ist sehr gleichmäßig. Bei hoher Helligkeitseinstellung ist ein leichter Lichthof am oberen rechten Rand ist zu erkennen.

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(Belichtungszeit kurz)

 

34-Bildlangasus-4k-lesertest-christian-j

(Belichtungszeit 1s)


Frei von Schlierenbildung ist der ASUS-Bolide nicht. Diese bewegt sich aber in einem normalen Maß. Zum Testen habe ich ein rotes Rechteck mit dunklem Hintergrund schnell über den Bildschirm verschoben und gleichzeitig ein Foto gemacht. Kameraeffekte spielen da zwar auch eine Rolle, jedoch zeigt das Bild den Effekt aber ziemlich naturgetreu. Das Bild findet sich in der Galerie.

Der Regelbereich für die Helligkeit ist ausreichend dimensioniert. Ich habe meistens Helligkeitsstufen zwischen 8 und 12 benutzt (von 31) benutzt. Es sollte also selbst bei direktem Lichteinfall noch genügend Reserven zur Verfügung stehen.

Blickwinkelabhängigkeit ist praktisch keine gegeben. Selbst wenn man den vollen Regelbereich ausnutzt und den Bildschirm um 45 Grad dreht, sind keine Unterschiede festzustellen. Gleiches gilt für den vertikalen Regelbereich. Auch bei Betrachtung eines komplett schwarzen Bildes, kann ich keine blickwinkelabhängige Aufhellung (oder „Glow"-Effekte) erkennen.

Thema Input-Lag: Ich habe es im Testzeitraum leider nicht geschafft, einen CRT-Monitor aufzutreiben. Also habe ich ihn kurzerhand gegen meinen Monitor, dem für ein VA-Panel mit durchschnittlich 10 ms sehr gute Reaktionszeiten attestiert wurden, antreten lassen. Der ASUS PQ321 war im Mittel immer 10 bis 20 ms langsamer. Rechnerisch würde ich also (unter Vorbehalt) eine Latenz von ungefähr 25 ms in den Raum stellen. Sonderlich schnell ist er damit nicht. (Zu beachten ist, dass es nur im SST-Modus möglich ist, die Bildschirme zu klonen. Ob und wie sich MST auf den Input-Lag auswirkt, kann ich nicht sagen.)

Die integrierten Lautsprecher:
Die Lautsprecher sind unsichtbar in der oberen Rückseite des Monitors versteckt. Klanglich entsprechen sie ziemlich genau dem, was man sich unter 2x2W-Monitorlautsprecher vorstellt. Ausreichend laut und für YouTube oder Systembenachrichtigungen geeignet. Bei Musik überschlagen sich die Boxen schnell, ein Bass scheint nicht vorhanden und die Höhen klirren bei steigender Lautstärke zunehmend unangenehm.

4K-Problematik - DisplayPort-Stream

Bereits im Vorfeld hat die Redaktion von Hardwareluxx in einem Artikel über die Tücken der 4K-Auflösung berichtet. Auch ich musste in meinem Test das ein oder andere Hindernis überwinden.

Das Problem: Bei UltraHD @60Hz können Datenraten von 21,39 GBit/s anfallen. Der aktuelle DisplayPort-1.2-Standard erreicht aber nur 17,28 GBit/s. Spricht man trotzdem das Display als Ganzes an, sind lediglich 30 Hz möglich.

Abhilfe schafft ein, mit DisplayPort 1.2 eingeführtes Feature namens MultiStream-Transport (MST). Aktiviert man MST in den Monitoreinstellungen, wird intern das Signal auf zwei 1.080 x 2.160 Pixel große Bildausschnitte aufgeteilt und man steigert die Bandbreite soweit, dass nun die vollen 60 Hz möglich sind.

In der Praxis sollte der User davon eigentlich nichts mitbekommen. Problematisch ist nur, dass MST erst funktioniert sobald die Grafikkartentreiber geladen sind. Möchte man den Bootvorgang verfolgen, ins Bios oder sein Betriebssystem neu aufsetzen, muss zuvor auf SST (Single-Stream-Transport) gewechselt werden. Andernfalls bleibt der Bildschirm schwarz.

Meine Mainboard- bzw. Grafikkartenkombination verweigerte bei aktiviertem MST den Bootvorgang einfach komplett. Es musste immer mit SST gestartet und in Windows auf MST umgeschaltet werden. War zeitgleich ein zweiter Monitor via DVI angeschlossen trat dieses Problem nicht auf.
Ebenfalls ärgerlich: Schaltet man den Monitor während dem Betrieb aus, muss bei Reaktivierung das „pseudo Dual-Monitoring" vom Treiber wieder geladen werden. Dies hat zur Folge, dass alle geöffneten Fenster in der oberen linken Ecke (in der jeweiligen Standardfenstergröße) zusammengepfercht werden.

Abseits davon, läuft MST aber größtenteils problemlos. Im Desktopbetrieb und allen getesteten Spielen wurde immer anstandslos 4K und 60Hz akzeptiert. NVIDIA-User müssen auch keinerlei Einstellungen in den Treibern vornehmen.

Ein kleiner Wehrmutstropfen für Spieler bleibt aber doch noch: Da die Panels getrennt voneinander berechnet werden, fehlt (zumindest aktuell) jegliche Möglichkeit der Interpolation bzw. Skalierung in 3D-Anwendungen. Im Klartext: Reicht die Rechenpower nicht für 4K und ihr wollt auf 1080p spielen, präsentiert euch der Monitor nur ein 1.920 x 1.080 Pixel großen Bildausschnitt – Dreiviertel bleiben schwarz. Um das zu umgehen, muss abermals auf SST gewechselt werden.

4k im Alltag

Desktop-Betrieb: Platz in Hülle und Fülle!

Ertappt man sich bei FullHD-Monitoren vielleicht noch ab und zu dabei, eine Website oder Dokument auf dem gesamten Bildschirm darzustellen, ist spätestens jetzt Umgewöhnen angesagt. Websites bestehen entweder zu zwei Drittel aus Hintergrund (und der Inhalt wechselt je nach Homepage zwischen linksbündig und zentriert) oder aber man sieht beim Lesen des 70 cm breiten Displays so aus, als würde man ständig mit dem Kopf schütteln.
Selbst beim klassischen Links-/Rechtssplit fühlt man sich plötzlich wie mit einem Dual-Monitor-Setup, da man bei jedem Seitenwechsel automatisch den Kopf dreht.

In der Praxis hat sich deshalb bei mir sehr schnell ein Mischbetrieb aus vielen, sich teilweise überschneidenden Fenstern ergeben. Was im ersten Augenblick chaotisch aussieht, erweist sich nach kurzer Eingewöhnungszeit als ungemein praktisch und erspart einem den ständigen Weg zur Taskleiste.
Zusammengefasst ist zu sagen, dass Leute die viel Multitasking betreiben oder bereits ein Multi-Monitor-Setup gewohnt sind, schnelle Freude an dieser Auflösung finden werden. An die riesige Bildschirmdiagonale hatte ich mich bereits nach einem Tag gewöhnt.

Darstellung

Da unter Windows 7 alles sehr klein dargestellt wird, muss die Darstellung im Anzeigenmenü auf 125 Prozent (oder wahlweise 150 Prozent) Zoom eingestellt werden. Unschön wird es, wenn man eine Software benutzt, die die Skalierung nicht unterstützt und auch selbst keine Möglichkeit bietet, Schriften und Icons zu vergrößern. Leider sind das aktuell noch sehr viele.

Windows 8.1 habe ich ebenfalls kurz getestet. Hier kam im Vergleich zu Windows 7 eine 200-prozentige Skalierungseinstellung hinzu und die Möglichkeit die Textgröße separat anzupassen. Außerdem lässt sich die neue Bildschirmaufteilung („Snap View") mit bis zu vier Fenstern nun auch sinnvoll in der Praxis nutzen.

Office-Betrieb

Es passen bequem drei komplette Office-Dokumente mit 120 Prozent Zoom nebeneinander. Zum Größenvergleich: Die dargestellten „Blätter" sind geringfügig größer, als ein echtes Din A4 Blatt. (Wer Excel bevorzugt, bekommt beim Start neben 36 Spalten auch noch 73 Zeilen präsentiert.) 

Beschäftigt man sich mit Videoschnitt, wird das Auflösungsplus besonders deutlich. In den folgenden Bildern sieht man die normalen Platzverhältnisse bei 1080p gegenüber 2160p in dem Videoschnittprogramm „Magix".

Der Videomonitor zeigt jetzt FullHD-Videos in nativer Auflösung, die Spurbreite ist doppelt so groß und man hat noch allerlei Platz übrig. Diese können zum Beispiel genutzt werden um größere Spuren dazustellen und weitere Fenster hinzuzufügen.

Natürlich profitieren auch Anwendungen wie CAD, Step7, Visual Studio etc. in ähnlichem Ausmaß von der hohen Auflösung. Speziell für die Arbeit, kann ich mir den Monitor sehr gut vorstellen.

Bild-/ Videomaterial

Bilder in 4K sehen, kurz und knapp gesagt, wirklich fantastisch aus. Der ASUS PQ321QE präsentiert einem einfach alles gestochen scharf und es macht Spaß sich auf Details zu fixieren. Bei Videos sieht das ganze etwas anders auch. Echtes 4K-Material ist zum Testzeitpunkt noch absolute Mangelware im Internet. Das einzige, was ich gefunden habe, waren dutzende Videos die vorher alle schon Bekanntschaft mit dem YouTube Konverter gemacht haben. Den Trailer von Elysium habe ich als 400 MB große 4K-Version und als 100 MB große 1080p-Version vorliegen. Bei genauer Betrachtung sieht man auch einen Unterschied. Ich habe zu Testzwecken von der gleichen Szene einen Screenshot angefertigt. Sieht der 1080p-Screenshot noch etwas „verwaschen" aus, sieht man bei 4K auf Anhieb deutlich mehr Tiefenschärfe.

Sobald die Bilder in Bewegung sind und man keinen direkten Vergleich mehr hat, relativiert sich das Ganze aber wieder. Der große AHA-Effekt bleibt aus. Wie sich nun „echtes" 4k Videomaterial schlägt kann ich nach dem Test nicht beurteilen. Die beiden Vergleichsbilder finden sich ebenfalls in der Bilderstrecke.

Benchmarks

Bei den Benchmarks möchte ich insbesondere herausfinden, wie viel Grafikleistung 4K im Vergleich zu 1080p mehr benötigt und ob man auch ohne Multi-GPU-System genügend FPS auf den Bildschirm zaubern kann. Der Vergleichbarkeit halber verzichte ich dabei bewusst auf AntiAliasing. Außerdem werfe ich noch einen Blick auf die VRAM Auslastung. Nochfolgend zwei Vergleichs-Benchmarks. Den Großteil gibt es in der Bilderstrecke.

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Benchmark Zusammenfassung

4K ist erwartungsgemäß extrem leistungshungrig. Die vierfache Auflösung kostet bei aktuellen Titeln, im Schnitt 60 bis 70 Prozent der Framerate. Abhängig vom Spiel ist zudem immer noch ein gewisses Maß an AntiAliasing nötig, um harte Kantenübergänge zu Glätten. Möchte man aktuelle Titel mit höchsten Details wiedergeben, ist somit ein potentes Multi-GPU-System oder das jeweilige Spitzenmodell der Grafikkartenhersteller Pflicht. Außerdem stoßen die 2 GB VRAM meiner Grafikkarte an ihre Grenzen. Hier ist also im Idealfall ein Modell mit 3GB oder mehr zu wählen.

Lohnt sich 4K trotzdem? Ja – zumindest bei Bildschirmdiagonalen dieser Größenordnung. Die Unterschiede zwischen 70 und 140 PPI sind mehr als deutlich. Die Full HD Auflösung wirkt bei 31,5 Zoll längst nicht mehr so gut, wie man es vielleicht von dem heimischen Bildschirm gewohnt ist. Die UltraHD-Auflösung im Gegensatz wirkt besser als alles zuvor gesehene. Meine Recherchen ergaben, dass man mit der Formel 7.500dpi * 1cm / Sitzabstand (cm) einen groben Anhaltspunkt für die maximal erkennbare PPI zahl ermitteln kann. Dies ergibt bei 60 bis 65 cm etwa 120 PPI. 1080p hat also selbst bei 24 Zoll (90 PPI) noch deutlich zu wenig - 4K hingegen selbst bei 31,5 Zoll noch mehr als benötigt.

In meinen Tests ist mir übrigens kein Tearing zwischen den Panels aufgefallen. Die 4K-Auflösung hat keinerlei Probleme gemacht und wurde auf Anhieb, in allen von mir getesteten Spielen mit 60 Hz akzeptiert. Lediglich der Wechsel mit Alt + Tab zum Desktop dauerte spürbar länger und hatte ab und zu einen kurzen Black Screen auf der rechten Monitorhälfte zur Folge.

Fazit

Der ASUS PQ321 schlägt sich in fast allen Disziplinen sehr gut. Die Größe von 31,5 Zoll, gepaart mit acht Millionen Bildpunkten weiß auf Anhieb zu gefallen. Der Bildeindruck ist hinsichtlich Farbgebung, Graustufenübergangen, Schwarzwert und Blickwinkelabhängigkeit für mich als „Nicht-Profi" fernab jeder Kritik. Auch Optik und Mechanik bewegen sich auf hohem Niveau.

Abzüge gibt es für den recht hohen Input-Lag, die leichte Schlierenbildung, die mäßige Ausstattung und die (allerdings nicht vom Monitor verschuldeten) MST-Problematik. 

Der Preis von 3.500 Euro richtet sich natürlich in erster Linie an Early-Adopter, die bereits heute in den Genuss von 4K kommen möchten. Wer das nötige Kleingeld und einen leistungsstarken PC zur Verfügung hat, erhält mit dem ASUS PQ321QE einen sehr guten Monitor. Für eine Kaufempfehlung reicht es aufgrund des Preis-Leistungs-Verhältnisses aber nicht.

Einschätzung zu 4k und Ausblick

4K ist die Zukunft und wird sich, zumindest bei großen Bildschirmdiagonalen, sicherlich in absehbarer Zeit etablieren. Speziell bei professionellen Anwendern besteht so die Möglichkeit, Dual-Monitor-Kombinationen durch einen einzigen Monitor zu ersetzen.

Aktuell fehlt es aber noch an den nötigen Standards. Solange HDMI oder DisplayPort nicht ausreichend Bandbreite für natives 4K @60Hz haben oder Multi-Stream-Transport besser implementiert wird, muss man sich mit gewissen Einschränkungen arrangieren.

Ob sich 4K auch bei kleineren Bildschirmdiagonalen durchsetzt bleibt abzuwarten. Grundvoraussetzung hierfür wäre zunächst eine bessere Skalierung der Darstellung, die mit allen Programmen funktioniert. Massentauglich wird das Ganze dann, aufgrund der benötigten Grafikleistung so schnell vermutlich trotzdem nicht.

Schlusswort

Abschließend möchte ich mich noch einmal herzlich bei Hardwareluxx und ASUS für die Bereitstellung des Testsamples bedanken. Der Test hat viel Arbeit gemacht – aber ich hatte auch unheimlich viel Spaß dabei den Monitor zu testen und schon heute einen Blick in die Zukunft zu werfen.
Nach zwei Wochen mit dem PQ321QE wieder zurück auf meinen alten Monitor zu wechseln, fällt schwerer als gedacht. Ich persönlich würde jederzeit direkt wieder auf 4K wechseln.


Es ist nun aller höchste Zeit, endlich den Gewinner zu küren. Der Gewinner-Test wurde von uns nach folgenden Kriterien ausgewählt:

Wir fassen uns kurz und gratulieren Christian Jenko recht herzlich! Nicht aber weil der ASUS PQ321QE bei ihm am besten abgeschnitten hat, sondern vielmehr, weil sein Testbericht mitunter am umfangreichsten war. Schicke und vor allem zahlreiche Fotos lockerten Theorie und Praxis auf, zahlreiche Benchmarks wurden angefertigt und Tests durchgeführt. Sogar ein kurzes Video wurde gedreht. Der Text hat uns mitunter am besten gefallen - hier hatten wir am wenigsten zu korrigieren. 

Doch wirklich leicht ist uns die Wahl am Ende nicht gefallen. Die Konkurrenz war ebenfalls sehr stark und lieferte gute Reviews ab! Viele spannende Tests waren dabei, für die wir uns an dieser Stelle noch einmal bedanken wollen. Ein großer Dank gebührt natürlich auch ASUS: Der Hersteller stellte uns nicht nur das Testmuster zur Verfügung, sondern koordinierte auch die An- und Abholung des Musters bei den jeweiligen Teilnehmern. Vielen Dank für die schnelle und vor allem unkomplizierte Unterstützung. 

In den kommenden Wochen und Monaten wird es in regelmäßigen Abständen immer mal wieder neue Lesertests geben. Ob Mainboard, Grafikkarte oder Kühler - wir wollen auch die Meinung unserer Leser einholen. Ein Blick in unsere News-Beiträge lohnt immer!

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