ASUS MX299Q im Test

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Logo ASUS MX299Q

Mit dem ASUS MX279H hatten wir vor einiger Zeit einen 27-Zoll-Monitor im Test (Test: ASUS MX279 - Mehr als nur ein Blickfang?), der durch sein an die Optik einer Sonnenuhr angelehntes Design auffiel. Diese ‚Sonnenuhr-Optik' greift der taiwanische Hersteller ASUS auch bei seinem CinemaScope-Bildschirm MX299Q auf. Dabei handelt es sich um einen 29-Zöller, der über ein 21:9-Bildformat verfügt und sich so ideal für Multimedia-Anwendungen und das effiziente Arbeiten eignen soll. Doch nicht nur das außergewöhnliche Seitenverhältnis soll den Monitor zu einem echten Alleskönner machen. So integriert ASUS zusätzlich ein IPS-Panel, das eine gute Farbreproduktion und hohe Blickwinkel bietet. Inwiefern der MX299Q im Praxiseinsatz tatsächlich überzeugen kann, zeigt der folgende Test.

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Bei Amazon kostet der ASUS MX299Q derzeit rund 455 Euro. Für einen Bildschirm, der in erster Linie für Multimedia-Anwendungen gedacht ist, sicherlich kein Schnäppchen. Dafür handelt es sich bei dem Monitor aufgrund des CinemaScope-Bildformates aber auch nicht um ein durchschnittliches Modell, das über ein schlichtes 16:10- bzw. 16:9-Bildformat verfügt. Filme, die im Kinoformat vorliegen, können so beispielsweise ohne schwarze Balken am oberen und unteren Bildrand betrachtet werden. Damit aber noch nicht genug: auch beim Arbeiten soll sich die breite Bildfläche bezahlt machen. So können mehrere Programme nebeneinander dargestellt werden, was beispielsweise beim Bearbeiten von Bildern oder Videos von Vorteil sein soll.

Um dem Bildschirm für das (semi-)professionelle Arbeiten zu wappnen, spendiert ASUS dem 29-Zöller ein IPS-Panel, das sich durch eine gute Farbreproduktion und hohe Blickwinkel auszeichnen soll. Beide Aspekte sind von hoher Bedeutung, wenn es beispielsweise um das Bearbeiten von Bildmaterial geht. Zusätzlich dazu gilt es auch die Umgebung sinnvoll zu wählen, in der der Monitor aufgestellt wird. Laut ASUS brauche man sich beim MX299Q dabei allerdings kaum Gedanken machen, da dessen Hintergrundbeleuchtung über eine maximale Leuchtdichte von 300 cd/m² verfügt. Demnach könne der Bildschirm auch ohne Probleme in hellen Räumen eingesetzt werden, was die Auswahl des richtigen Standortes nicht selten deutlich vereinfacht. Wie sich die Bilddarstellung des ASUS MX299Q tatsächlich schlägt, kann unserem Bildqualität-Check weiter hinten entnommen werden.

Spezifikationen des ASUS MX299Q in der Übersicht

Hersteller und
Bezeichnung:

ASUS MX299Q
Straßenpreis: ca. 455 Euro bei Amazon
Homepage: http://www.asus.com/de/
Diagonale: 29 Zoll
Gehäusefarbe: Schwarz, Silber
Format: 21:9
Panel: AH-IPS
Glare-Optik: nein
Auflösung: 2560 x 1080 Bildpunkte
Kontrastrate:

1.000:1 (statisch)
80.000.000:1 (dynamisch)

Helligkeit: max. 300 cd/m²
Reaktionszeit: 5 Millisekunden (Grau zu Grau)
Blickwinkel: Horizontal: 178 Grad
Vertikal: 178 Grad
Anschlüsse:

1x DVI-D
1x HDMI
1x DisplayPort

HDCP: Ja (HDMI)
Maße (mit Standfuß): 700 x 391 x 215 Millimeter (BxHxT)
Gewicht: 5,5 Kilogramm
Ergonomie:

neigbar

Kensington-Lock: ja
Wandmontage: nein
integrierte Lautsprecher: ja, 2x 3 Watt
Netzteil: extern
Sonstiges:

-


Lieferumfang

Die Lieferung des ASUS MX299Q erfolgt in einem eher unspektakulären Karton, der das Gerät jedoch sicher vor äußeren Einflüssen wie beispielsweise Stößen beim Transport schützt. Im Inneren findet sich neben dem Monitor, der beim Aufstellen noch mit dem Standfuß verbunden werden muss, das Zubehör. Dieses setzt sich aus dem zweiteiligen Netzteil sowie jeweils einem MHL-, DVI- und Klinkenkabel zusammen. Auf die Beigabe eines HDMI- und DisplayPort-Kabels verzichtet der Hersteller, was nicht wenige Nutzer dazu veranlassen dürfte, zusätzlich entsprechende Kabel zu erwerben. Damit der Bildschirm schnell in Betrieb genommen werden kann, liegt zusätzlich ein Quickstart-Guide bei. Eine kleine Broschüre informiert zusätzlich über die Herstellergarantie.

Lieferumfang
Lieferumfang


Design und Verarbeitung

Wie bereits anfangs erwähnt, ähnelt der MX299Q stark dem kürzlich von uns getesteten ASUS MX279H (Test: ASUS MX279 - Mehr als nur ein Blickfang?). Im Prinzip handelt es sich lediglich um eine breitere Version des 27-Zöllers. Demnach kann beim MX299Q ebenfalls die an eine Sonnenuhr angelehnte Optik betont werden, die vor allem durch den kreisförmigen Standfuß hervorgerufen wird.

Selbstbewusst setzt ASUS zudem bestimmte Akzente aus Metall, um den Bildschirm optisch aus der Masse hervorstechen zu lassen. Während das Metall am Standfuß hervorragend verarbeitet wurde, scheint die untere Metallleiste an der Displayeinheit jedoch etwas locker zu sitzen. Zumindest bei dem uns zur Verfügung gestellten Testsample war es uns möglich, diese Zierleiste mit nur wenig Druck aus der Verankerung zu lösen. Hier hätte der Hersteller wohl etwas mehr Klebstoff verwenden bzw. etwas an der Konstruktion ändern sollen. Ansonsten kann die Verarbeitungsqualität des MX299Q jedoch auf ganzer Linie überzeugen. Weder an den Rändern noch an den beweglichen Teilen zeichnen nicht unschöne Reste von der Produktion ab. Das Edge-To-Edge-Design, auf das die Hersteller immer öfter setzen, sorgt im ersten Moment für etwas Irritation, was die tatsächliche Dicke der Panel-Einrahmung angeht. So sieht man erst im eigenschalteten Zustand, dass sich der Rahmen nicht nur aus dem schmalen Plastiksteg, sondern zusätzlich noch aus einer rund zehn Millimeter breiten, unbeleuchteten Leiste zusammensetzt.

Front
Frontansicht

Anders als bei der Front setzt der Hersteller bei der Rückseite auf eine Hochglanz-Optik. Ärgerlich vor allem dann, wenn der Bildschirm des Öfteren transportiert wird, da sich hier die Fingerabdrücke recht schnell sammeln und nur schwer wieder entfernen lassen. Neben einem Herstellerlogo in der Mitte und dem Anschlusspanel im unteren Drittel findet sich noch ein Kensington-Lock, der dezent in das Plastik eingelassen wurde. Die Befestigung des Standfußes und das darin integrierte Gelenk zum Neigen der Displayeinheit fallen optisch kaum ins Gewicht, schließlich befinden sich beide Bauteile gut versteckt an der Unterkante der Displayeinheit.

Rückseite
Rückseite

Kensington-Lock
Kensington-Lock

Der Standfuß prägt die Optik des MX299Q maßgeblich. So wird erst hier richtig deutlich, was der Hersteller mit der ‚Sonnenuhr-Optik' eigentlich meint. Die Kreisform erinnert dabei tatsächlich etwas an eine Sonnenuhr, auch wenn man selbst wohl kaum auf diesen Vergleich kommen würde. Während am äußeren Rand mattes Metall verarbeitet wurde, befindet sich im Inneren eine in Chromoptik gehaltene Leiste, die das ‚Einheitsgrau' zu unterbrechen weiß. Auch wenn der Standfuß im Vergleich zur Breite des Monitors etwas unterdimensioniert wirkt, kann dieser den Bildschirm problemlos in Position halten. Selbst dann, wenn man etwas Druck auf das rechte bzw. linke Ende des Bildschirms ausübt, beginnt dieser trotz der enormen Breite nicht zu kippen. Auch das Neigen kann so ohne Probleme vorgenommen werden.

Standfuß
Standfuß

Ergonomie

Bei Monitoren des Multimedia-Segmentes ist es üblich, dass Hersteller in erster Linie an Einstellungsmöglichkeiten für eine gute Ergonomie sparen. So macht es ASUS auch beim MX299Q, der lediglich über eine Neigefunktion verfügt. Diese ließ sich in unserem Test immerhin ohne Probleme betätigen und verfügte dabei über einen angenehmen Widerstand. Insbesondere aufgrund der geringen Höhe des CinemaScope-Bildschirms wäre eine zusätzliche Höhenverstellung aber wünschenswert gewesen.

Neigung
Neigung nach vorne

Neigung
Neigung nach hinten


Anschlüsse

Das Anschlusssortiment des MX299Q gestaltet sich übersichtlich, wenn auch alle wichtigen Ports integriert wurden. So finden sich neben einem HDMI-Port noch Anschlüsse für HDMI und DisplayPort. Insbesondere letzteren Anschluss findet man bei Multimedia-Bildschirmen eher selten. Auf die Integration eines VGA-Anschlusses verzichtet der Hersteller, was in Anbetracht der Auflösung von 2560 x 1080 Pixeln aber auch schlüssig erscheint. Vervollständigt wird das Anschlusspanel durch den Steckplatz für das externe Netzteil und zwei Audio-Buchsen für Kopfhörer sowie die integrierten Lautsprecher.

Anschlüsse
Anschlüsse

Steuerelemente

Als Steuerelemente kommen fünf Sensortasten zum Einsatz, die sich gut versteckt an der Unterkante des Monitors befinden. Eine weiße Beschriftung, die auf dem silbernen Alu leider nur schwer zu erkennen ist, gibt Aufschluss über die Tastenbelegung. Während die rechte Taste dem Ein- bzw. Ausschalten dient, kann über das daran links anschließende Steuerelement das Eingangssignal gewählt werden. Der Navigation durch das OSD und dem Erreichen von Kurzeinstellungen dient die Taste, die mit einem Pfeil und einem Zahnrad beschriftet wurde. Über die „MENU"-Auswahl gelangt man direkt in das Hauptmenü des OSD. Um schnell die Lautstärke der integrierten Lautsprecher anzupassen, kann Gebrauch von der fünften Taste (von rechts) gemacht werden. Zusätzlich dient dieser Button der Abwärts-Navigation im OSD. Umfassende Bildeinstellungen können über die übrigen zwei Knöpfe vorgenommen werden.

Die Bedienung mit den verbauten Steuerelementen gelang in unserem Test auf Anhieb problemlos. Alle Sensortasten reagierten prompt und ließen sich dank des großen Abstandes zueinander sehr leicht voneinander unterscheiden.

Steuerelemente
Steuerelemente

On Screen Display (OSD)

Beim OSD wartet ASUS mit keinen Überraschungen auf. Stattdessen spendiert man dem MX299Q die für ASUS-Monitore typische Spalten-Optik, die sich in unseren Tests zu Monitoren des taiwanischen Herstellers bereits mehrfach durch ihre gute Strukturierung beweisen konnte. Direkt nach dem Drücken der „MENU"-Tasten gelangt der Nutzer zu den einzelnen Kategorien, wobei sich die erste Kategorie den verschiedenen Bildmodi widmet. Einstellungen zur Helligkeit, dem Kontrast sowie der Farbtemperatur und einigen weiteren Eigenschaften können unter dem Punkt „Farben" vorgenommen werden. Die Kategorie „Bild" hält dagegen Einstellungen zur Schärfe und „Trace Free" bereit. Des Weiteren kann im OSD die Lautstärke der integrierten Stereo-Lautsprecher sowie das Eingangssignal für das Bild individuell gewählt werden.

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In die Bewertung der Bildqualität des ASUS MX299Q möchten wir sowohl unsere subjektive Einschätzung als auch einige Messwerte einfließen lassen.

Subjektive Einschätzung

Auf den ersten Blick sticht vor allem das ungewöhnliche CinemaScope-Bildformat des MX299Q ins Auge. Hat man vorher mit einem 16:9- oder 16:10-Monitor gearbeitet, wird es einige Zeit brauchen, bis man sich an die im Verhältnis zur Breite relativ geringe Höhe gewohnt hat. Dennoch sind die Vorteile eines solchen Bildformates nicht von der Hand zu weisen. So lassen sich mehrere Programme sehr einfach parallel bedienen, indem man diese einfach nebeneinander auf dem Desktop platziert.

Das Bild des MX299Q erscheint direkt nach dem ersten Einschalten etwas gelblich. Um den leichten Gelbstich zu entfernen, reicht es jedoch aus, in den bereits von ASUS konfigurierten sRGB-Modus zu wechseln. Insbesondere Nutzer, die professionellere Arbeiten mit dem Monitor durchführen wollen, sollten Gebrauch vom sRGB-Modus machen. Auffällig an der Bilddarstellung des MX299Q ist auch die maximale Helligkeit, die sich über das OSD einstellen lässt. Wie auch unsere Messungen im Anschluss bestätigten, erreicht der 21:9-Monitor ein sehr helles Bild, das sich ideal für das Arbeiten in hellen Umgebungen eignet.

Messergebnisse

Die nachfolgenden Messergebnisse wurden mit der X-Rite-Software „i1 Profiler" und dem Kolorimeter „i1 Display Pro" gewonnen. Alle Messungen wurden im sRGB-Bildmodus nach erfolgter Kalibrierung durchgeführt.

Helligkeit und Ausleuchtung:

ASUS schreibt in den Spezifikationen eine maximale Leuchtdichte von 300 cd/m² aus. Wir haben die maximale Helligkeit nachgemessen und kamen in der Bildschirmmitte auf eine überdurchschnittlich hohe Leuchtdichte von 336 cd/m², sodass unser Testsample den versprochenen Wert ohne Probleme erreichte. Auch die Gleichförmigkeit der Hintergrundbeleuchtung gab uns keinen Anlass zur Kritik. Maximale Differenzen von 25 cd/m² zum Referenzwert in der Mitte sind mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen und liegen somit noch im Toleranzbereich. Die 3D-Darstellung weiter unten verdeutlicht die Gleichförmigkeit der verbauten Hintergrundbeleuchtung grafisch.

Feldmessung: Helligkeit und Gleichförmigkeit bei 100 Prozent

3D-Ansicht: Gleichförmigkeit der Hintergrundbeleuchtung

Im Vergleich: Maximale Leuchtdichte

Weißpunkt und Kontrast:

Der Weißpunkt des MX299Q fand sich nach erfolgter Kalibrierung bei einer Farbtemperatur von 6513 Kelvin ein, sodass der für den D65-Farbraum definierte Sollwert von 6500 Kelvin nur geringfügig verfehlt wird. Bei unserer Feldmessung zur Gleichförmigkeit des Weißpunktes machten sich maximale Schwankungen von 246 Kelvin bemerkbar. Diese Maximalabweichungen zeichnen sich vor allem im rechten Drittel der Bildschirmfläche ab. In den übrigen zwei Dritteln hält sich der Weißpunkt in allen sechs Feldern hingegen recht stabil, sofern man von den 131 Kelvin in der unteren Mitte absieht. Die untenstehende 3D-Darstellung verdeutlich unsere gewonnen Messergebnisse grafisch.

Eine Überraschung hielt der MX299Q beim Kontrast bereit. So ergab unsere Messung gerade einmal ein Kontrastverhältnis von 273:1, was im Vergleich zu anderen Geräten sehr gering ausfällt.

Chromatizitätsdiagramm

Feldmessung: Weißpunkt

3D-Ansicht: Weißpunkt - Angaben in Kelvin

Im Vergleich: Weißpunkt - Angaben in Kelvin

Im Vergleich: Kontrast - Angaben in x:1

Farbreproduktion:

Eine Stärke des MX299Q ist die gute Farbreproduktion. Maximale Farbabweichungen von 1,284 dE erreichen oft nicht einmal Monitore, die explizit für den semiprofessionellen Einsatz gedacht sind. Der CinemaScope-Bildschirm, der vorrangig für Multimedia-Anwendungen gedacht ist, kann demnach auch mit einer hervorragenden Farbdarstellung glänzen. Während professionelle Bildbearbeiter natürlich weiterhin Monitore bevorzugen werden, die speziell für ihr Einsatzgebiet entwickelt worden sind und über entsprechende Feineinstellungen verfügen, stellt der MX299Q demnach aber vor allem für Heimanwender, die hin und wieder Bildmaterial bearbeiten möchten, eine sinnvolle Alternative dar.

Farbreproduktion - Angaben in dE (weniger ist besser)

Inputlag:

Der Inputlag ist vor allem für Spieler interessant. So gibt dieser die Zeitspanne zwischen der Signalausgabe am Computer und der Bilddarstellung am Monitor an. Nimmt die Bilddarstellung zu viel Zeit in Anspruch, so kann es in hektischen Gefechten im neuesten Action-Game zu störenden Verzögerungen kommen. Im Falle des ASUS MX299Q liegt der Inputlag bei rund sieben Millisekunden, womit sich der Bildschirm im Mittelfeld unter den bereits von uns getesteten Monitoren platziert.

Das von uns angewandte Messverfahren kann keine hundertprozentige Genauigkeit liefern. Demnach sollte der angegebene Wert nur als grober Richtwert verstanden werden.

Inputlag - Angaben in Millisekunden

Stromverbrauch:

Der ASUS MX299Q ist mit 29 Zoll ein echter Bolide. Mit einem Gesamtstromverbrauch von 26,3 Watt bei einer eingestellten Leuchtdichte von 150 cd/m² kann sich der 29-Zöller aber dennoch unter dem bereits von uns getesteten 27-Zoll-Modell Samsung S27B971D-LED platzieren. Deutlich besser lassen sich die einzelnen Bildschirme aber über den Stromverbrauch pro Quadratzoll vergleichen, wobei der MX299Q hier ein ähnliches Ergebnis liefert. Die von uns gemessenen 0,086 Watt pro Quadratzoll liegen etwas über dem Durchschnitt, was echte Stromsparer nur wenig erfreuen dürfte.

Gesamtstromverbrauch - Angaben in Watt

Stromverbrauch pro Quadratzoll - Angaben in Watt


ASUS ist es auch mit dem MX299Q gelungen, einen leistungsstarken Bildschirm optisch ansprechend zu gestalten. Das außergewöhnliche CinemaScope-Seitenverhältnis erscheint im ersten Moment ungewöhnlich, erweist sich aber schon nach kurzer Zeit als sehr praktisch, um parallel mit mehreren Programmen arbeiten zu können. Insbesondere alle jene, die gerne mal einen Film im Kinoformat ohne schwarzen Balken am oberen und unteren Bildrand schauen möchten, werden das 21:9-Bildformat schnell zu schätzen wissen.

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ASUS macht kein Geheimnis daraus, dass der MX299Q stark an den bereits von uns getesteten MX279H angelehnt ist. Deutlich wird dies nämlich schon auf den ersten Blick, da sich das Äußere – abgesehen von dem Bildformat – in keinem Punkt unterscheidet. Das Design ist uns durch seine schlichte Gestaltung und die leichte Bauweise schon beim MX279H positiv aufgefallen, sodass wir dieses auch beim MX299Q lobenswert hervorheben möchten. So lässt sich der Monitor durch seine dezente Farbgebung und das schlanke Gehäuse ohne Probleme in das Gesamtbild vieler Schreibtische integrieren. Trotz der recht ‚luftig' anmutenden Bauweise steht der Monitor stabil, was vor allem der soliden Verarbeitung und dem großen, kreisförmigen Standfuß zu verdanken ist.

In puncto Bildqualität kann der MX299Q durch eine helle und gleichmäßige Hintergrundbeleuchtung überzeugen. Der positive Eindruck, den der 29-Zöller bei der Messung zur Ausleuchtung machte, setzte sich auch bei der Bestimmung des Weißpunktes und der maximalen Farbabweichungen fort. Eine Schwäche zeigte sich jedoch beim Kontrast, der mit 273:1 deutlich zu gering ist. Spieler actionreicher Games interessiert vor allem der Inputlag, der mit sieben Millisekunden durchschnittlich lange ausfällt. Echte Sparfüchse schauen stattdessen auf den Stromverbrauch von 26,3 Watt, der mit 0,086 Watt pro Quadratzoll leicht überdurchschnittlich ist.

Positive Eigenschaften des ASUS MX299Q:

Negative Eigenschaften des ASUS MX299Q :

Alternativen

Neben dem MX299Q bietet der Markt noch einige Modelle, die ebenfalls über ein 21:9-Bildformat verfügen. Zu nennen wäre da beispielsweise Dell mit dem U2913WM, der ähnliche Spezifikationen wie der MX299Q aufweist, zusätzlich aber noch über eine Höhenverstellung und ein USB-Hub verfügt. Der Preis fällt dabei ähnlich hoch aus. Wer auf das CinemaScope-Format verzichten kann, aber die Sonnenuhr-Optik von ASUS ansprechend findet, der sollte sich den MX279H etwas genauer anschauen. (Test: ASUS MX279 - Mehr als nur ein Blickfang?)