Test: Dell S2240L - Allround-Monitor mit 22 Zoll

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Dell S2240L LogoIm Oktober letzten Jahres hatten wir mit dem Dell S2740L einen Monitor im Test, der unserer Meinung nach hervorragend für Multimedia-Anwender geeignet ist. Nachdem der 27-Zöller einen guten Eindruck bei uns hinterlassen konnte, wollten wir unseren Lesern auch einen Test des kleineren Bruders S2240L nicht vorenthalten. Dieser wartet - wie die Bezeichnung bereits vermuten lässt - mit einer in der heutigen Zeit schon fast unüblichen Bildschirmdiagonalen von 22 Zoll auf. Trotz der kleineren Anzeigefläche soll auch der S2240L ein wahrer Alles-Könner sein und daher vor allem im Multimedia-Segment überzeugen. Spiele, Filme und Bilder - aber auch Office-Arbeiten und langwierige Suchen im Internet soll der 22-Zöller ohne weiteres meistern können. Inwiefern der Hersteller dieses Versprechen tatsächlich einhalten kann, gilt es im folgenden Test zu überprüfen.

Die Nachfrage nach Multimedia-Geräten auf dem Monitor-Markt ist hoch. Dies ist zum einen mit den immer niedriger werdenden Preisen zu begründen. So sind selbst Monitore mit großen Bildschirmdiagonalen und hochwertigen Panels, für die bis vor wenigen Jahren noch Unsummen investiert werden mussten, mittlerweile zu erschwinglichen Preisen erhältlich. Zum anderen wollen sich nur wenige Nutzer auf einen konkreten Einsatzzweck beschränken und greifen daher lieber zu einem „Allrounder".

Dell möchte mit dem S2240L einen solchen „Allround"-Monitor bieten. So spickt man das Gerät mit einem IPS-Panel in Glare-Optik, das neben hohen Blickwinkeln und lediglich geringen Farbabweichungen auch eine lebensecht wirkende Darstellung mit sich bringe. Doch nicht nur bei der Leistung hat sich Dell einige Gedanken gemacht, um den Monitor an möglichst viele Kunden zu bringen. So wartet der S2240L auch mit einem schlichten Erscheinungsbild auf, das insbesondere durch das Edge-to-Edge-Design der Front geprägt wird. Erhältlich ist der Monitor für einen Preis von rund 180 Euro. Ob sich die Investition in den Bildschirm aber auch lohnt, ist den folgenden Seiten zu entnehmen.

Lieferumfang
Lieferumfang

Die Lieferung des Monitors erfolgt in einem kompakten Karton, auf dem wesentliche Merkmale des Produktes aufgedruckt sind. Zwischen zwei Styroporschalen im Inneren wurde die Bildschirmeinheit und der demontierte Standfuß sicher verpackt. Das mitgelieferte Zubehör fällt übersichtlich aus: lediglich das für den Betrieb erforderliche (zweiteilige) Netzteil, ein VGA-Kabel, ein Kabelbinder, zwei Kurzanleitungen und eine Support-CD finden sich im Karton. Ein HDMI-Kabel, das für die digitale Bildübertragung nötig ist, muss demnach extra hinzugekauft werden. Alternativen, wie beispielsweise ein DVI-Kabel, können nicht genutzt werden, da der Monitor keine entsprechenden Ports aufweist. Unserer Meinung nach hätte Dell hier lieber keine Kosten gescheut und dem Nutzer bereits von Werk ab die Möglichkeit bieten sollen, die digitale Übertragung des Bildsignals nutzen zu können – von VGA machen nämlich nur noch die wenigsten Käufer Gebrauch.

Herstellerangaben des Dell S2240L in der Übersicht
Hersteller und
Bezeichnung:
Dell S2240L
Straßenpreis: Amazon: 179 Euro
Homepage: http://www.dell.com/de/
Diagonale: 21,5 Zoll
Gehäusefarbe: Schwarz, Silber
Format: 16:9
Panel: IPS
Glare-Optik: Ja
Auflösung: 1920 x 1080 Bildpunkte (Full HD)
Kontrastrate: 1.000:1 (Standard)
8.000.000:1 (dynamisch)
Helligkeit: max. 250 cd/m²
Reaktionszeit: 7ms (Grau zu Grau)
Blickwinkel: Horizontal: 178 Grad
Vertikal: 178 Grad
Anschlüsse:

1x HDMI
1x D-Sub
1x Audio-Out (Klinke)

HDCP: Ja (HDMI)
Maße (mit Standfuß): 499 x 176 x 380 Millimeter
Gewicht: 3,69 kg
Ergonomie: - neigbar (von -4 bis +21 Grad)
Kensington-Lock ja
Sonstiges: - Edge-To-Edge-Design

 


Bei der Optik des S2240L setzt Dell auf ein schlichtes Äußeres, das von klaren Linien und einer strikten Farbgebung in Schwarz und Silber dominiert wird.

Ebenso wie das 27-Zoll-Modell S2740L verfügt auch der 22-Zöller über ein sogenanntes „Edge-To-Edge"-Design. Konkret geht es dabei darum, dass eine spürbare Kante zwischen Panel und Gehäuse vermieden wird. Stattdessen erfolgt der Übergang von der Anzeigefläche zum Rahmen nahtlos. Vervollständigt wird das Erscheinungsbild der Front durch die etwas hervorgehobene untere Kante, auf der sich neben einem Dell-Logo im Chrom-Look auch eine LED zum Anzeigen des Betriebsstatus abzeichnet.

Front
Front

Durch eine leichte Wölbung verleiht Dell der Rückseite des S2240L eine moderne Note. Auf dieser befindet sich auch das Hersteller-Logo, das erneut im Chrom-Look gehalten wurde. Abrupt unterbrochen wird die Wölbung durch das Anschlusspanel, unter dem sich auch eine Plastikklammer zum sauberen Verlegen der Kabel befindet. Ein Kensington-Lock direkt neben den Anschluss-Ports und die Befestigung für den Standfuß, die durch einen einfachen Einschub für die Metallführung (siehe unten) und einen Druckknopf zum Entfernen des Standfußes realisiert wurde, komplettieren die Rückseite.

Rückseite
Rückseite

Back
Kabelklammer und Standfußbefestigung inkl. Druckknopf zum Entfernen

Der Standfuß setzt sich aus zwei Teilen zusammen: dem silbernen Verbindungssteg und der schwarzen Bodenplatte. Verschraubt werden beide Komponenten durch eine ohne Werkzeug drehbare Schraube, die durch die Bodenplatte von unten in den Steg eingeschraubt wird. Fest verbunden ergibt sich aus dieser Kombination eine gute Stabilität, sodass auch leichte Stöße gegen die Displayeinheit nicht ausreichen, um den Monitor in ein gefährliches Schwanken versetzen zu können.

Standfuß
demontierter Standfuß

Hinsichtlich der Einstellungsmöglichkeiten für eine gute Ergonomie suchen Käufer des S2240L ein umfangreiches Portfolio vergeblich. So hat Dell lediglich eine Anpassung des Neigungswinkels integriert, der sich um vier Grad nach vorne und 21 Grad nach hinten verstellen lässt. Das im Standfuß platzierte Gelenk zum Neigen der Displayeinheit gewährt durch einen leichten, aber präzisen Widerstand auch das Einstellen genauer Winkel. Eine Höhenverstellung und Rotationsfunktion wären sicherlich wünschenswert gewesen, sind bei Monitoren dieser Preisklasse aber ohnehin selten aufzufinden.

Neigung
Anpassen des Neigungswinkels: vier Grad nach vorne

Steigung
Anpassen des Neigungswinkels: 21 Grad nach hinten


Wie bereits beim Erscheinungsbild der Rückseite angesprochen, befinden sich die Anschlüsse zur Bildübertragung unterhalb der Wölbung. Dies hat nicht nur den Vorteil, dass sie aus einer gewöhnlichen Betrachtungsperspektive kaum sichtbar sind, sondern auch die leichte Erreichbarkeit wird durch diese Platzierung gewährleistet. Das Portfolio an Anschlüssen für die Bildübertragung ist mit HDMI und VGA schnell aufgezählt. Ein DVI-Port kommt nicht zum Einsatz, sodass für die digitale Übertragung des Signals nur der HDMI-Anschluss genutzt werden kann. Zusätzlich zu diesen Ports finden sich noch der Steckplatz für das externe Netzteil und eine Buchse für eine 3,5-Millimeter-Klinke an dieser Stelle, sodass das über den HDMI-Port zum Monitor weitergeleitete Audio-Signal über Kopfhörer oder Lautsprecher ausgegeben werden kann. Der Bildschirm selbst verfügt über keine integrierten Speaker.

Anschlüsse
Anschlüsse

Die Steuerelemente befinden sich an der rechten Außenseite des S2240L. Dort stehen fünf Tasten bereit, die einerseits der Navigation durch das OSD, andererseits aber auch dem schnellen Zugriff auf wesentliche Funktionen dienen. Betätigt man eine der vier oberen Knöpfe, so erscheint auf dem Bildschirm eine Schnellübersicht, die den nicht beschrifteten Tasten eine Funktion zuweist. Der obere Knopf erhält dabei den Schnellzugriff auf die voreingestellten Modi. Der darunterliegende gewährt Zugriff auf die Helligkeits- und Kontrasteinstellungen. Über die beiden folgenden Tasten kann man das Menü aufrufen bzw. die Schnellübersicht schließen. Der untere (fünfte) Knopf dient dem Ein- und Ausschalten des Monitors.

Steuerelemente
Steuerelemente

Im ersten Punkt „Helligkeit/Kontast" lassen sich – wie der Name bereits vermuten lässt – die Helligkeit und der Kontrast einstellen. Dazu stehen zwei Säulen bereit, mit denen sich beide Werte prozentual einstellen lassen. Während der Punkt „Auto-Anpassung" den Bildschirminhalt automatisch zurechtrückt, kann in der Kategorie „Eingabe-Quelle" das Eingangssignal ausgewählt werden. Neben der manuellen Auswahl zwischen HDMI und VGA steht dabei auch die Option bereit, dem Monitor die Suche nach dem richtigen Singal zu überlassen. In „Farbeinstellungen" können grobe Einstellungen zur Farbdarstellung getroffen werden. Neben zwei Farbformaten (RGB und YpbPr) kann auch hier ein bereits voreingestellter Bildmodus aktiviert werden. Über die zwei folgenden Punkte „Anzeigeeinstellungen" und „Sonstige Einstellungen" können Einstellungen zum OSD getroffen werden. Die letzte Kategorie „Individualisieren" dient dem Bearbeiten der voreingestellten Schnellzugriffe.

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In die Bewertung der Bildqualität des Dell S2240L möchten wir sowohl unsere subjektive Einschätzung als auch einige mit „i1 Display Pro" gewonnene Messwerte einfließen lassen.

Bildqualität-Check

In unserer subjektiven Einschätzung der Bildqualität ist vor allem die recht warm wirkende Darstellung des S2240L zu nennen. Im Vergleich zu anderen Modellen, wie beispielsweise den kürzlich getesteten Philips Gioco 278G4 (zum Test) oder den Philips 231P4QRY (zum Test), kann ein deutlich wärmeres Farbbild identifiziert werden. Die Glare-Optik, bei der die Meinungen der Internet-Gemeinde klar auseinandergehen, lässt die Bildinhalte durch knackige Farben tatsächlich etwas „lebendiger" wirken. Allerdings sorgt das spiegelnde Panel auch für unschöne Reflexionen auf der Anzeigefläche, sodass bereits beim Aufstellen des Monitors darauf geachtet werden sollte, dass sich keine Lichtquellen hinter dem Nutzer befinden. Insgesamt kann uns die Darstellung des S2240L zumindest auf subjektiver Ebene überzeugen. Die unten aufgeführten Testergebnisse geben durch konkrete Werte weiteren Aufschluss über die Leistung des Monitors.

 

Helligkeit und Ausleuchtung:

In den Spezifikationen des S2240L schreibt Dell eine maximale Helligkeit von 250 cd/m². Wir haben die Leuchtdichte des Monitors bei einer Helligkeitseinstellung von 100 Prozent nachgemessen und kamen dabei auf einen Maximalwert von 263 cd/m². Damit erreicht unser Testsample den vom Hersteller angegebenen Wert ohne Probleme. Reguliert man die Helligkeit im OSD auf 50 Prozent herunter, so beträgt die Leuchtdichte in der Mitte noch 131 cd/m². Bei einer Helligkeitseinstellung von 0 Prozent sind es noch 28 cd/m². Beim Thema Gleichförmigkeit sind Schwankungen von bis zu 49 cd/m² (100 Prozent Helligkeit) festzustellen. Dabei fällt vor allem auf, dass insbesondere der obere Rand etwas dunkler als der Rest des Panels ist. Mit dem bloßen Auge lassen sich diese Schwankungen aber noch nicht erkennen.

100 Prozent Helligkeit

50 Prozent Helligkeit

0 Prozent Helligkeit

3D-Ansicht der Ausleuchtung (links: Helligkeit in cd/m²)


Weißpunkt:

Im Chromatizitätsdiagramm zeigt sich, dass der Weißpunkt die Soll-Koordinaten von x=0,313 und y=0,329 nahezu exakt trifft.

Chromatizitätsdiagramm

Der Weißpunkt verteilt sich mit einer dem Standard entsprechenden Farbtemperatur von 6469 Kelvin mit maximalen Schwankungen von 144 Kelvin über die gesamte Displayfläche.

Weißpunkt

 

Farbreproduktion:

Die Farbreproduktion eines Monitors ist insbesondere für alle jene von hoher Bedeutung, die Bildmaterial bearbeiten möchten. So garantiert eine hohe Farbtreue, dass sich keine farblichen Differenzen zu kalibrierten Geräten oder Druckern abezeichnen. Um die Farbwiedergabe des Dell S2240L zu testen, haben wir uns eines 23-teiligen Farbsatzes bedient. Wie sich bei den Ergebnissen im Diagramm zeigt, kristallisieren sich dabei einige Spitzen heraus. So kann der Monitor zwar zahlreiche Farben mit maximalen Abweichungen von eins bis zwei Delta E (dE) darstellen, insbesondere bei Grün- und Lila-Tönen kommen dann aber größere Differenzen mit einem Maximalwert von bis zu 7,924 dE zum Vorschein. Bei diesen Werten können sichtbare Farbunterschiede zu einem späteren Druck oder bei der Wiedergabe auf einem anderen Monitor nicht ausgeschlossen werden.

Angaben in Delta E (dE) - weniger ist besser

 

Inputlag:

Der Inputlag ist insbesondere für Spieler interessant. Dieser beschreibt nämlich die Zeitdifferenz zwischen Signalausgabe am Computer bis hin zur eigentlichen Bilddarstellung am Monitor. Um diese Verzögerung nachmessen zu können, vergleichen wir das Testsample mit einem geeigneten CRT-Röhrenmonitor. Dazu werden beide Bildschirme an einen PC angeschlossen, der eine Stoppuhr auf den beiden Anzeigegeräten darstellt. Anschließend werden beide Monitore zusammen mit einer kurzen Verschlusszeit fotografiert. Die sich auf den Stoppuhren abzeichnende Differenz beschreibt dann den Inputlag.

Der Dell S2240L kann mit einem geringen Inputlag von gerade einmal zwei Millisekunden überzeugen. Damit liegt der 22-Zöller einen Millisekunde unter dem großen Bruder S2740L - wahrnehmbare Verzögerungen treten demnach nicht auf.

Inputlag in Millisekunden - weniger ist besser

 

Stromverbrauch:

Um den Stromverbrauch möglichst exakt bestimmen und anschließend mit anderen Monitoren vergleichen zu können, messen wir diesen bei einer Helligkeitseinstellung von 150 cd/m². Unser Testsample brauchte bei diesem Setting rund 15,6 Watt.

Stromverbrauch bei 150 cd/m² - Angaben in Watt

Stromverbrauch pro Quadratzoll - Angaben in Watt


Dell bietet mit dem S2240L eine hinsichtlich der Bildschirmdiagonale deutlich kleinere Alternative zum 27-Zöller S2740L. Doch was für die Größe der Anzeigefläche gilt, zeigt sich nicht automatisch auch in der Leistung des Monitors. So kann der S2240L – ebenso wie der S2740L – durch seine Multimedia-Tauglichkeit glänzen.

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Der Dell S2240L schlägt aktuell mit einem Preis von rund 180 Euro zu Buche. In diesem Preissegment gibt es bereits zahlreiche 24-Zoll-Monitore, die ebenfalls über IPS und eine Full-HD-Auflösung verfügen. Dell möchte den recht hoch angesetzten Preis durch eine gute Verarbeitungsqualität und eine hochwertige Bilddarstellung rechtfertigen. Dass der S2240L ohne Zweifel über ein sehr gut verarbeitetes Gehäuse verfügt, konnten wir in unserem Test bestätigen. So überzeugte uns der im dezenten Schwarz gehaltene Monitor durch das nahtlos in die Front eingelassene IPS-Panel und das hochwertige Gelenk zum Neigen der Displayeinheit. Aber auch das Gesamterscheinungsbild, das sich vor allem durch seine klaren Linien und der damit einhergehenden Zeitlosigkeit auszeichnet, sollte trotz der stark spiegelnden Front bei vielen Nutzern auf Gefallen stoßen. Diese sollten dann allerdings schon beim Aufstellen darauf achten, dass starke Reflexionen durch eine sinnvolle Platzierung des Monitors möglichst vermieden werden.

In puncto Bedienung überzeugt der Dell S2240L durch ein strukturiertes OSD und sauber verarbeitete sowie gut zugänglich an der rechten Außenkante platzierte Steuerlemente, die in Form von fünf Knöpfen vorliegen. Durch die Fokussierung auf die wesentlichsten Optionen wird selbst unerfahrenen Nutzern die Möglichkeit geboten, den eigenen Monitor seinen individuellen Bedürfnissen anpassen zu können. Für alle jene, die auf weiterführende Features beim Einstellen des Monitors nicht verzichten möchten, bedeutet dies jedoch, dass der Dell S2240L nicht die richtige Wahl darstellt. Alternativen, wie beispielsweise der ViewSonic VP2770-LED oder ASUS PA248Q ProArt, bieten ein deutlich umfangreicheres Portfolio an Einstellungsmöglichkeiten.

Wie unsere Messergebnisse auf der vorherigen Seite zeigen, verfügt der S2240L auch über eine recht solide Leistung. Zwar weist das Panel bei der Ausleuchtung insbesondere im oberen Drittel eine etwas geringere Leuchtdichte auf, die in den Spezifikationen angegebene Maximalhelligkeit von 250 cd/m² erreichte unser Testsample aber ohne weiteres. Geteilter Meinung kann man auch beim Thema Farbdarstellung sein. Zwar trifft der Monitor die Farbtemperatur des Weißpunktes nahezu perfekt, bei der Farbreproduktion machen sich allerdings Schwankungen von bis zu 7,9 dE bemerkbar. Was für Multimedia-Anwendungen nicht von sonderlich großer Bedeutung ist, kann für Fotografen und professionelle Bildbearbeiter verheerende Folgen haben. So sind Farbunterschiede zwischen der Darstellung auf dem S2240L und einem späteren Druck nicht  auszuschließen. Dass der S2240L ein wahrer Multimedia-Monitor ist, zeigt sich aber im positiven Sinne auch beim Inputlag. Dieser beträgt lediglich zwei Millisekunden - vom Einsatz des Monitors in hitzigen Spielgefechten muss also nicht abgesehen werden. Ähnlich gut schneidet der S2240L auch beim Stromverbrauch ab – 15,6 Watt (bzw. 0,73 Watt pro Zoll) geben keinen Grund zur Beanstandung.

 

Positive Eigenschaften des Dell S2240L:


Negative Eigenschaften des Dell S2240L:


Interessenten, die auf der Suche nach einem 22-Zoll-Monitor für Multimedia-Anwendungen sind, werden mit dem Dell S2240L gut bedient. Aufgrund des geringen Inputlags sollten aber insbesondere auch Spieler den Monitor in ihre engere Wahl einbeziehen. Fotografen, Bildbearbeiter und Grafiker sollten sich aufgrund den fehlenden Einstellungsmöglichkeiten im OSD und der recht unpräzisen Farbwiedergabe aber nach Alternativen umsehen, die dann allerdings auch einiges mehr kosten werden.