Seite 4: Helligkeit, Farbreproduktion, Inputlag

In die Bewertung der Bildqualität des Dell S2740L möchten wir sowohl unsere subjektive Einschätzung als auch einige mit „i1 Display Pro" gewonnene Messwerte einfließen lassen.

Bildqualität-Check

In unserem Bildqualität-Check zeichnete sich der Dell S2740L durch ein kontrastreiches und helles Bild aus. Während die stark reflektierende Front insbesondere bei einer im Hintergrund befindlichen Lichtquelle störte, konnte uns diese beim Betrachten von Fotos jedoch überzeugen. So sorgte die Glare-Optik dafür, dass die Bilder (ähnlich wie auf Hochglanz-Fotopapier) noch einmal etwas „knackiger" wirkten als auf einem matten Panel. Trotz der Diagonale von 27 Zoll setzt Dell beim S2740L auf eine Full-HD-Auflösung. Dabei sollte es eine Frage vom persönlichen Geschmack sein, ob eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln ausreicht oder man doch lieber über etwas mehr Bildpunkte verfügen möchte. Spielern und Office-Anwendern sollte die Full-HD-Auflösung in den meisten Fällen jedoch ausreichen.


Helligkeit und Ausleuchtung:

Sowohl bei einer Helligkeitseinstellung von 100 Prozent als auch bei 50 Prozent haben wir die Ausleuchtung des Dell S2740L an insgesamt neun Feldern nachgemessen. Mit einer maximalen Helligkeit von 261 cd/m² verfehlt der Bildschirm die Herstellerangabe von 270 cd/m² etwas. Die niedrigste Leuchtdichte zeichnet sich in der Mitte des linken Randes ab. Dort liegt die Helligkeit bei lediglich 246 cd/m² und somit 15 cd/m² unter dem Bezugswert in der Bildschirmmitte. Ein ähnliches Bild liefert sich bei einer Helligkeitseinstellung von 50 Prozent. Während sich die Leuchtdichte in der Mitte bei 150 cd/m² befindet, schneidet der linke Rand mit 142 cd/m² rund 8 cd/m² schlechter ab. Trotz dieser messbaren Schwankungen sind Ungleichmäßigkeiten bei der Ausleuchtung nicht sichtbar.

Ausleuchtung bei 100 Prozent Helligkeit

Ausleuchtung bei 50 Prozent Helligkeit


Weißpunkt:

Wie die Messung des Weißpunktes im Chromatizitätsdiagramm zeigt, verfehlt der Dell S2740L die D65-Referenzwerte (x=0,313 und y=0,329) mit x=0,313 und y=0,330 nur knapp.

Weißpunkt im D65-Chromatizitätsdiagramm

Betrachtet man den Weißpunkt über die gesamte Bildschirmfläche bei einer Helligkeitseinstellung von 100 Prozent, so zeichnen sich einige Ungleichförmigkeiten bei der Farbtemperatur ab. Während die Farbtemperatur in der Mitte 7427 Kelvin beträgt, liegt der Wert in der linken unteren Ecke mit 6973 Kelvin rund 450 Kelvin darunter.

Weißpunkt


Farbreproduktion:

Die Farbreproduktion des Dell S2740L haben wir mit einem 24-teiligen Farbsatz von „i1-Display-Pro" überprüft. Wie das Ergebnis der Messung zeigte, verfügt der Monitor über eine farbechte und neutrale Bilddarstellung. So befinden sich nahezu alle Farbabweichungen in einem Bereich von 0,1 bis 1,1 dE. Lediglich bei der Farbe 23 zeichnet sich mit einem Wert von 8,730 dE eine etwas größere Abweichung ab. Trotz des noch tragbaren Ausreißers lässt sich die Farbreproduktion des Dell S2740L als gut titulieren.

Angaben in Delta E (dE) - weniger ist besser


Inputlag:

Um den Inputlag, also die Zeitspanne zwischen der Zuspielung des Signals und der eigentlichen Bildausgabe am Monitor zu bestimmen, haben wir unser Testsample mit einem geeigneten CRT-Röhrenmonitor verglichen. Dabei werden die beiden Bildschirme unter Windows in den Duplizieren-Modus geschaltet und eine Stoppuhr auf dem Desktop angezeigt. Nebeneinander aufgestellt werden die Monitore dann mehrmals mit einer Verschlusszeit von 1/320 Sekunden fotografiert. Der sich aus der Zeitdifferenz der Stoppuhren ergebende Wert ist der Inputlag.

Wie sich nach unzähligen Fotoaufnahmen herauskristallisierte, beträgt der Inputlag des Dell S2740L rund drei Millisekunden. Insbesondere für Spieler sollte dieses Ergebnis die Gewissheit liefern, dass dieser Monitor keine störenden Verzögerungen während des Games hervorruft. Allerdings sollte das hier angegebene Messergebnis nur als Richtwert verstanden werden, da die von uns verwendete Messmethode keine einhundertprozentige Genauigkeit liefern kann.