Drei Widescreen-Monitore im Test

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Dass Widescreen-Monitore derzeit bei den Nutzern hoch im Kurs stehen, kann man alleine an den Intervallen erkennen, in denen neue Geräte auf dem Markt erscheinen. So gibt es seit unserem letzten Test in der [printed] 6/2006 schon wieder zahlreiche neue Modelle auf den Brettern, die die Hardware-Welt bedeuten. Die interessantesten Neulinge wollen wir uns in diesem Test einmal genauer ansehen.

Um einen Überblick über die Entwicklungen in allen Bereichen geben zu können, haben wir uns entschieden völlig unterschiedliche Geräte in diesem Review „gegeneinander“ antreten zu lassen. So besitzen die Monitore von Dell und Samsung zwar beide eine native Auflösung von 1680 x 1050 Bildpunkten, aber ein unterschiedlich großes Display, was also zwangsläufig zu einem unterschiedlichen Pixelabstand führt. Der dritte Testproband aus dem Hause Viewsonic besitzt hingegen eine Diagonale von 23 Zoll und die größte Diagonale im Testfeld.

Bevor wir nun aber mit dem Test beginnen, zeigen wir in der unten stehenden Tabelle die Eckdaten der Monitore.

Auch die Tabelle zeigt, dass die Geräte völlig unterschiedliche Zielgruppen ansprechen. Während der Dell-Monitor in erster Linie Spieler ansprechen soll, ziehlen sowohl Samsung als auch Viewsonic eher auf Office-Anwender ab.

Nach dieser Einführung beginnen wir auf der nächsten Seite mit unserem ersten Testgerät, dem Viewsonic 2330 wb.


Beginnen wollen wir unseren Test mit dem größten Testgerät, dem Viewsonic 2330 wb, der bei einer Diagonale von 23 Zoll (58,4 cm) eine native Auflösung von 1920 x 1200 Bildpunkten besitzt, was einen effektiven Pixelabstand von 0,258 mm mit sich bringt.

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Das Gehäuse des 2330 wb ist auf den ersten Blick sehr schlicht und funktionell gehalten. Applikationen, farblich abgesetzte Kanten, oder einen abgesetzten Drehfuß sucht man bei diesem Monitor vergebens. Dies deutet bereits die professionelle Ausrichtung des 2330 wb an. Die Verarbeitung des Viewsonic-Monitors liegt auf gewohnt hohem Niveau, denn die bereits von uns getesteten Modelle der VX-Serie konnte uns in den bisherigen Tests Mal für Mal überzeugen.

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Klassisch gestaltet Viewsonic neben dem Gehäuse auch die Bedienung des 2330 wb. So kommt dieser anders als viele seiner teils übermodernen Kollegen, ohne besondere berührungssensitive Tastenelemente oder Ähnliches daher. Ihren optischen Nachteil gleichen die Tasten hingegen aber mit einer guten Haptik und einem klar definierten Druckpunkt aus, Vorzüge die gerade optisch verspielte Bedienelemente meist nicht bieten können. Lediglich ein wenig größer hätten die Tasten ausfallen dürfen.

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Wie auf oben stehendem Bild gut zu erkennen ist, besitzt der 2330 wb einen sehr schmalen Rand, was sowohl optisch als auch praktisch sehr überzeugend ist. Somit eignet sich der Viewsonic-Monitor ideal für einen Dual-Monitor Arbeitsplatz. Gerade Anwender im Grafik- und DTP-Bereich können sich also freuen.

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Der Fuß des 2330 wb stellt aber einen erheblichen Kontrast zum filigranen Auftreten des Gehäuses dar. So bietet dieser dem großen Monitor zwar einen guten Stand, ist dafür aber sehr ausladend und massiv. Auf dem Schreibtisch nimmt er somit leider recht viel Platz in Anspruch. Dies haben andere Hersteller, unter anderem Eizo und Samsung, bei ihren Modellen besser gelöst.

Auf der nächsten Seite geht es weiter mit dem Äußeren des Viewsonic 2330 wb.


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Wie dieses Bild gut zeigt, ist der Viewsonic-Monitor in der Neigung verstellbar. Zusammen mit der Höhenverstellbarkeit ergibt sich somit eine sehr gute Ergonomie, von der sich Mittbewerber Dell etwas abschauen könnte.

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Anschlussseitig bietet der 2330 wb das von Flachbildschirmen gewohnte Bild. So gibt es neben einem analogen D-Sub-Eingang auch einen digitalen DVI-Eingang, der allerdings noch keinen HDCP-Kopierschutz besitzt. Bei einem Gerät, das primär für den professionellen Einsatz gedacht ist, ist dies aber nicht ganz so wichtig wie bei einem reinen Multi-Media-Monitor. Neben den Videoeingängen befinden sich auch USB-Anschlüsse und der Eingang für das separate Netzteil auf der Rückseite.

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Eine der Besonderheiten des 2330 wb ist mit Sicherheit das ausgelagerte Netzteil, das eine sauberere interne Stromversorgung bieten soll, da Störsignale auf diese Weise konsequent aus dem Gehäuse herausgehalten werden. Dies soll zu einer verbesserten Bildqualität führen und ermöglicht eine flachere Bauweise des Displays.

Nachdem wir uns nun mit der Hardware des 2330 wb befasst haben, wollen wir uns im Folgenden um die Bedienung des Geräts kümmern.

Wie auf obigen Bildern gut zu sehen ist, besitzt unser Viewsonic-Monitor ein sehr übersichtliches und logisch strukturiertes OSD, das die Bedienung des 23-Zöllers sehr einfach gestaltet. Gepaart mit den guten Bedienelementen wird die die Justage des Monitors zum Kinderspiel. Auch der Umfang der Einstellmöglichkeiten lässt uns keinen Raum für Beanstandungen.

Auf der nächsten Seite geht es weiter mit der Beurteilung der Bildqualität und der Farbdarstellung.


Die äußeren Werte des 23-Zöllers von Viewsonic konnten durchaus überzeugen, aber wie verhält es sich mit den wichtigeren, inneren Werten? Hierfür nehmen wir zuerst eine subjektive Beurteilung der Bildqualität vor.

 

Beurteilung der Bildqualität:

Beim ersten Booten mit angeschlossenem Viewsonic 2330 wb fällt zunächst das recht träge Ansprechverhalten des Monitors auf, wenn ein Signal an einem Eingang anliegt. So kam es bei unserem Testgerät durchaus vor, dass der halbe Bootvorgang verging bis wir ein Bild auf dem Monitor erblickten. Umgangen werden kann dieses Problem, indem der richtige Eingang korrekt per Hand angewählt wird.

Nach dem ersten Booten fällt sofort das kräftige, kontrastreiche Bild auf, dass der Monitor schon mit den Werkseinstellungen bietet. Gleichzeitig macht sich aber auch ein „flammen“ des Monitors bemerkvar. Dies liegt wohl an einer unsauberen Stromversorgung bei der Panel-Ansteuerung. Allerdings sollte dies niemanden abschrecken, denn hierbei wird es sich nur um ein Problem bei unserem Testgerät handeln. Das Bild des Monitors machte zudem einen sehr scharfen Eindruck, hierzu aber gleich mehr.

Als erstes stand unser bekannter Word-Test auf dem Programm, bei dem der Monitor lediglich seine Qualitäten bei der Darstellung eines Textes unter Beweis stellen muss. Hierbei konnte des 2330 wb auf ganzer Linie überzeugen, denn er stellte auch kleinste Punktgrößen noch gestochen scharf dar, was ein sehr entspanntes Arbeiten im Office-Bereich ermöglicht. Auch nach langen Arbeitseinsätzen machen sich keine Ermüdungserscheinungen der Augen bemerkbar.

Auch die Ausleuchtungqualität liegt auf einem hohen Niveau. Lediglich zu den Rändern hin verliert der Monitor ein wenig an Leuchtkraft, was aber nur dann bei weißen Flächen auffällt, wenn man darauf achtet. Im normalen Betrieb ist dies jedoch nicht störend, da man es im normalen Praxiseinsatz eher selten mit großen weißen Flächen zutun bekommt.

Burteilung der Farbwiedergabe

Weiter geht es mit der Beurteilung der Farbwiedergabe. Auch hier überzeugt die Bildqualität des Monitors, denn er stellt unsere Testbilder farbneutral dar. Lediglich der Kontrast fällt mit den Standard-Einstellungen ein wenig zu steil aus. Kaschiert man dies über das OSD ist die Farbwiedergabe für den nicht professionellen Einsatz aber vollkommen in Ordnung. Für alle, die eine noch genauere Farbwiedergabe benötigen, ist es aber ratsam den Monitor zu kalibrieren.

Nach einer Kalibrierung mit dem Tool Silverhaze konnten wir den oben dargestellten Farbraum ermitteln. Wie auf dem Screenshot gut zu erkennen ist, gelingt dem Monitor die Darstellung des roten und grünen Bereichs recht gut. Dagegen besitzt er gerade im Bereich Grün-Blau deutliche Schwächen. Dem Heimanwender wird dies aber in keinem störenden Maße auffallen.

 

Bildhelligkeit:

Im Zuge der Kalibirierung haben wir auch unseren üblichen Test der maximalen Leuchtkraft des Monitors durchgeführt. Mit einer gemessenen Helligkeit von 362 cd/m² erreichte der 2330 einen sehr guten Wert. Somit stellt es kein Problem dar, den 23-Zoll-Monitor auch einmal in einer hellen Umgebung oder bei Sonneneinstrahlung zu verwenden. Gerade von Gaming-Monitoren setzt sich unser Testgerät stark nach oben hin ab.

Auf der nächsten Seite geht es weiter mit unserem zweiten Testteilnehmer, dem Samsung Syncmaster 225BW.


Unser zweiter Testteilnehmer bietet eine Diagonale von 22 Zoll, also gerade einmal ein Zoll weniger als unser Testkandidat von Viewsonic, besitzt aber dennoch eine merklich kleinere Auflösung von 1680 x 1050 Bildpunkten. Rechnet man dies um, erhält man bei Samsungs Monitor einen Pixelabstand von 0,282 mm, während der TFT von Viewsonic einen Wert von 0,258 mm besitzt. In der Praxis werden also Inhalte auf dem Samsung Monitor größer dargestellt.

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Wer bereits einmal einen Samsung-Monitor besessen hat oder sich einmal genauer mit einem der aktuellen Modelle auseinandergesetzt hat, dem wird der Syncmaster 225BW bekannt vorkommen. So setzt Samsung auf das altbekannt, bewährte Design. Ein Nachteil ist dies aber nicht, denn so konnten uns bislang alle getesteten Samsung-Monitore in Sachen Design und Verarbeitung überzeugen, was auch dem 225er Modell gelingt. Der Monitor wirkt auf den ersten, aber auch auf den zweiten Blick sehr schick und hochwertig. Dank des silbernen Gehäuses wirkt er noch einmal filigraner als sein schwarzes Pendant.

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Der filigrane Eindruck des Syncmaster wird aber in erster Linie durch den sehr schmalen Rahmen hervorgerufen, den Samsung einsetzt. Gerade im Dual-Monitor-Einsatz ist dies natürlich sehr angenehm.

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Genau wie unser 23 Zöller besitzt auch das 22 Zoll Pendant von Samsung Bedienelemente wie sie im Buche stehen. Alle Tasten besitzen eine akzeptable Größe und einen klar spürbaren Druckpunkt. Lediglich die Beschriftung der Tasten könnte ein wenig deutlicher sein. So ist es im Dämmerlicht schwierig die korrekte Beschriftung der Tasten zu entziffern. Auch in diesem Aspekt konnten bislang aber alle Samsung-Geräte überzeugen.

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Anders als Viewsonic setzt Samsung auch bei dem verbauten Fuß auf ein unscheinbares, kleines rundes Modell. Allerdings bietet auch dies dem Monitor genügend Stand, was zeigt, dass ein massiver Fuß, wie es bei Viewsonic der Fall ist, eigentlich überflüssig ist. Gerade auf voll gestellten kleinen Schreibtischen kann das aber ein großer Vorteil sein.

Auf der nächsten Seite widmen wir uns weiterhin dem Gehäuse, aber auch dem Onscreen-Menü.


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Wie der Viewsonic-Monitor besitzt der Syncmaster 225BW alle Anschlüsse, die für einen Office-TFT relevant sind. So bietet der der Widescreen-Monitor neben einem analogen VGA-Eingang auch einen digitalen DVI-Anschluss. Auf Video-Eingänge muss hier verzichtet werden. Auch dieser Monitor bietet leider keinen Eingang mit HDCP-Kodierung, stellt also eher einen Office-TFT dar.

Anders als Viewsonic setzt Samsung bei seinem Gerät auf ein integriertes Netzteil. In der Praxis hat sich dies aber nicht als ein Nachteil herausgestellt.

Auch hier steht nach der Hardware nun das OSD des Monitors auf dem Programm:

Wie auf den Bilder gut zu sehen ist, setzt Samsung auch beim 225er Modell der Syncmaster-Reihe auf das bewährte OSD, das uns schon in zahlreichen [printed]-Tests überzeugen konnte, denn es ist übersichtlich und bietet einen schnellen unkomplizierten Zugriff auf alle Funktionen. Zusammen mit den guten Bedienelementen bleiben so keine Wünsche offen. Somit kann also auch unser zweiter Testkandidat in diese Teildisziplin überzeugen.

Auf der nächsten Seite geht es weiter mit der Qualitätsbeurteilung des Syncmaster 225BW.    


Auch unser zweiter Testkandidat konnte bislang überzeugen. Allerdings ist davon auszugehen, dass sich gerade bei einem Blick auf die Darstellungsqualität die Spreu vom Weizen trennen wird.

 

Beurteilung der Bildqualität:

Nach dem ersten Bootvorgang begrüßt auch der Syncmaster den Anwender mit einen sehr ausgewogenen und scharfen Bild. Lediglich der Kontrast ist weniger steil als bei Viewsonics 2330 wb, was in einer natürlicheren Bildwiedergabe resultiert. Ein „Flammen“ wie bei Viewsonics Monitor fällt bei diesem Gerät nicht störend auf, was zeigt, dass ein ausgelagertes Netzteil nicht unbedingt Vorteile bietet.

Wie wir es von Flachbildschirmen nicht anders gewohnt sind, bietet auch der Samsung-Monitor ein sehr scharfes Bild, was unser „Word-Test“ bestätigt. Auch der Syncmaster stellt kleinste Buchstaben noch gestochen scharf dar, was gerade bei langen PC-Sitzungen sehr entspannend ist. Auch die niedrige DPI-Anzahl des 22-Zöllers ist hier noch einmal zuträglich, denn Bildschirminhalte werden größer dargestellt, was die Augen schont.

Die Ausleuchtungsqualitäten des Syncmaster liegen auf höchstem Niveau. So verliert das Bild bei Samsungs Monitor zu den Ecken hin noch weniger Leuchtkraft, so dass das Nachlassen der Ausleuchtung hier auch bei genauerem Hinsehen nicht mehr auffällt.

Beurteilung der Farbwiedergabe

Die Farbwiedergabe des Samsung-Monitors lässt das Herz des Betrachters höher schlagen, denn er besitzt eine warme Bildwiedergabe, was dem menschlichen Empfinden sehr entgegen kommt, aber nicht zwangsläufig eine korrekte Darstellung bedeutet. Zur Bildbearbeitung im nicht professionellen Einsatz, bei der es nicht immer auf das letzte Quäntchen Farbgenauigkeit ankommt, ist die Farbtreue aber völlig ausreichend.

Wie obiger Screenshot gut zeigt, ist das Darstellungsdreieck bei Samsungs Syncmaster in den Rot-Orange-Violett-Bereich verschoben, was die etwas wärmere Bildwiedergabe des Monitors erklärt. Dafür beschneidet der 22-Zöller den Grün-Blau-Bereich noch einmal etwas mehr als das Viewsonic-Gerät.

Bildhelligkeit:

Natürlich musste auch dieser Samsung-Testproband zeigen, was in Sachen Helligkeit in ihm steckt. Mit Silverhaze erreichten wir eine maximale Leuchtkraft von 277 cd/m². Somit ist der zwar messbar deutlich dunkler als der Viewsonic-Monitor, besitzt aber dennoch eine deutlich höhere Leuchtkraft als beispielsweise ein Gaming-Monitor. Soll ein Monitor aber in erster Linie eine gute Darstellung und Farbwiedergabe in einer hellen Umgebung liefern, ist es ratsam zu einem Modell mit einer helleren Leuchtkraft zu greifen.

Nachdem wir uns nun mit unserem 22 Zoll-Testgerät beschäftigt haben, geht es auf der nächsten Seite mit dem 20-Zoll-Probanden von Dell weiter.


Als eine der ersten deutschen Redaktionen hatten wir das Glück ein Testsample des neuen E207WFP zu erhalten. Dell setzt bei seinem Neuling auf ein TN-Panel und gibt eine sehr schnelle Reaktionszeit von 5 ms an. Auch der Preis unsere kleinsten Testteilnehmers kann sich sehen lassen, denn Dell gibt einen Preis von 399€ an. Allerdings sollte dabei berücksichtigt werden, dass bei dem amerikanischen Direktvertreiber relativ hohe Versandkosten anfallen.

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Wie Samsung setzt auch Dell bei seinem neuesten Flachbildschirm auf das aktuelle Monitor-Design, dass mit dem 30-Zoll-Gerät 3007 WFP eingeführt wurde. Im direkten Vergleich mit Viewsonics 23-Zöller, aber auchverglichen mit Samsungs 22-Zöller, der die gleiche Auflösung besitzt, wirkt der Dell-Monitor sehr schmächtig. Dies mag an der für einen Widescreen-Monitor, relativ kleinen Diagonalen liegen, denn effektiv ist der E207 WFP nicht höher als ein normaler TFT mit einer Diagonalen von 17 Zoll.

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Auch der Dell-Monitor besitzt einen relativ schmalen Rahmen. Wie bei Dell üblich ist das Gehäuse aber in schwarz gehalten. Die Wahl einer anderen Gehäuse-Farbe ermöglicht Dell im Web-Shop leider nicht. Auch unser dritter Testkandidat ist also für den Multi-Monitor-Einsatz wie geschaffen.

Leider ist der Dell-Monitor der Konkurrenz unterlegen, wenn es um das Kapitel Haptik geht, denn der verwendete Kunststoff macht einen nur wenig hochwertigen Eindruck. Zwar ist der E207 WFP der kostengünstigste Testkandidat – wirklich günstig ist er aber dennoch nicht. Daher wäre ein höherwertiges Finish hier durchaus wünschenswert gewesen.

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Ähnlich den anderen Testprobanden, hat auch Dell seinem Monitor eine Bilderbuch-Bedienung geschenkt. Die Bedienelemente besitzen sowohl eine angenehme Größe als auch einen klar spürbaren Druckpunkt. Somit leistet sich in diesem Roundup kein Teilnehmer einen Patzer wenn es um die Handhabung geht. Dies ist sehr löblich und zeigt, dass die Hersteller immer weiter auf die Wünsche der Käufer eingehen.

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Das Standfuß-Design des E207WFP erinnert stark an die großen Geschwister des Neulings. Allerdings verbaut Dell hier keinen silbernen Standfuß aus Aluminium, wie es unter anderem beim 2707WFP der Fall ist, sondern setzt auf kostengünstigeren, schwarzen Kunststoff. Zwar bietet der Fuß einen guten Stand, er fügt sich aber auch nahtlos in die weniger hochwertige Haptik des E207WFP ein.

Auf der nächsten Seite werden wir uns weiter mit dem Gehäuse, aber auch mit dem Menü des Dell E207 WFP beschäftigen.


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Auch der Dell-Monitor bietet in Sachen Anschlussfreudigkeit auf den ersten Blick nur Standardkost. So stehen weder HDMI- noch Komponenten-Eingänge auf der Zutatenliste. Eine Überraschung hält der kleine Dell-Monitor aber dennoch bereit, denn sein DVI-Anschluss verfügt über eine HDCP-Kodierung. Somit ist er der einzige Testproband der schon für kommende und oder gerade erscheinende HD-Medien gerüstet ist.

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Auf obigem Bild ist das größte Manko des E207WFP gut erkennbar - er ist leider nicht Höhe verstellbar, sondern nur in der Neigung. Zum Problem wird dies durch die niedrige Bauhöhe des Monitors, denn für groß gewachsene Anwender ist der Monitor somit leider viel zu niedrig. Vor dem Kauf des Gerätes sollte also auf jeden Fall beachtet werden, ob es auf dem Schreibtisch möglich ist ein Podest oder eine Erhöhung zu installieren.

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Die Kabelführung des E207 WFP gestaltet sich so simpel wie praktisch, denn sowohl Strom- als auch Signal-Kabel werden einfach durch die Öffnung des Fußes geschleust.

Kaum zu glauben, aber wahr – auch unser dritter Testkandidat kann auf der ganzen Linie mit einem übersichtlichen, gut strukturierten Menü aufwarten, das die Bedienung des Monitors merklich erleichtert. Der Einstellumfang des E207 liegt auf dem gewohnten Niveau. Extras wie „Picture in Picture“ oder Ähnliches bietet der E207 WFP nicht.

Auch bei diesem Gerät werden wir auf der nächsten Seite zur abschließenden Qualitätsbeurteilung kommen.


Das Äußere des E207 WFP hatte bislang mit mehr Problemen zu kämpfen als die Konkurrenz, denn die Haptik des TFTs unterlag unseren weiteren Testkandidaten und auch die Ergonomie zeigte deutliche Schwächen. Wir sind also gespannt, ob Dells neuester TFT in diesem Kapitel Boden gutmachen kann.

Beurteilung der Bildqualität

Nach dem ersten Anschließen des 20-Zoll-Flachbildschirms zeigte sich uns ein flaues, kontrastarmes Bild – also das exakte Gegenteil von Viewsonics 23-Zöller. Dafür verwöhnte aber auch dieser Monitor mit einem sehr ruhigen, wie in Zement gemeißelten Bild, das auf den ersten Blick einen sehr scharfen Eindruck machte. Von der anfangs flauen Darstellung sollte sich allerdings zunächst kein Interessent abschrecken lassen, denn das OSD erlaubt eine nachträgliche Korrektur.

Dieser Eindruck sollte sich in unserem Word-Test nichtbestätigen. Unser dritter Proband stellte kleinste Punktgrößen noch klar lesbar dar. Durch die hohe DPI-Anzahl des verbauten Panels wirkte das Bild noch einmal schärfer als bei Samsungs 22-Zoll-Monitor. Dafür muss allerdings in Kauf genommen werden, dass Bildschirminhalte kleiner dargestellt werden als bei einem Monitor mit 22 Zoll und einer nativen Auflösung von 1680 x 1050 Bildpunkten.

Leider liegt die Ausleuchtungsqualität des Dell-Monitors ein wenig unter der der Konkurrenz. So ließ die Ausleuchtung bei unserem E207 WFP zu den Ecken deutlicher nach als dies beim restlichen Testfeld der Fall war. Auch hier gilt aber: störend ist dies nur bei großen weißen Flächen, im Praxiseinsatz fällt es dagegen kaum auf.

Beurteilung der Farbwiedergabe

Nach einer anfänglich, bedingt durch einen zu flachen Kontrast, ungenügenden Farbdarstellung des E207 WFP, konnte uns das Bild nach einer Korrektur des Übeltäters durchaus überzeugen. Anschließend ähnelte die Bildcharakteristik der unseres Samsung-Monitors. So wirkte das Bild unseres kleinsten Testkandidaten wärmer als die Darstellung des Viewsonic-Monitors.

Obiger Screenshot zeigt, dass der E207 WFP im kalibrierten Zustand zwar den Rot-Blau-Verlauf sehr gut abdeckt und den gesamten ISO-Coated-Farbraum einschließt, wie der Syncmaster, beschneidet er aber den Grün-Blau-Verlauf deutlich, was ihn für den Einsatz in der professionellen Grafikbearbeitung disqualifiziert.

Bildhelligkeit:

Schlussendlich musste sich auch unser drittes Testgerät einem Test der maximalen Leuchtkraft unterziehen. Mit einer gemessenen maximalen Leuchtkraft von 322 cd/m² liegt der 20-Zoll-Monitor im Mittelfeld dieses Roundups. Im Überblick über alle unsere bisherigen Monitortests ist dies aber ein sehr gutes Ergebnis, was Dells kleinsten Widescreen-Monitor durchaus befähigt auch in hellen Umgebungen eingesetzt zu werden.

Nachdem wir nun alle Monitore genauer betrachtet haben, wollen wir auf der nächsten Seite zu einem Vergleich der Reaktionszeiten der Monitore kommen.


Auch wenn passionierte Computerspieler noch meist kleinere 19-Zoll-Monitore mit einer Auflösung 1280 x 1024 Bildpunkten nutzen, setzen sich Dank fallender Preise auch in diesem Segment zusehens mehr Widescreen-Monitore durch.

Allerdings sollte vor dem Kauf eines solchen Geräts zum Spielen bedacht werden, dass Monitore mit einer Diagonale von 20 Zoll oder mehr zwangsläufig auch eine höhere Auflösung besitzen, die von der Grafikkarte mit Material versorgt werden soll, was wiederum einen häufigeren Wechsel der Grafikkarte nach sich zieht. Im Grunde genommen zieht ein Monitor mit einer hohen Auflösung also entsprechend höhere Folgekosten nach sich.

Aber nicht nur für Spieler ist die Reaktionszeit eines Monitors von Bedeutung, sondern auch für alle Anwender, die Videobearbeitung betreiben. Gerade für diese Anwendergruppe sind die neuen Widescreen-Monitore mehr und mehr von Interesse, denn sie paaren laut Herstellerangaben schnelle Reaktionszeiten mit großzügigem Bildschirminhalt.

Ob dies stimmt, wollten wir uns einmal genauer anschauen.

Den Reaktionszeit-Test führen wir mit dem Tool „Schlierentest“ durch, das eine subjektive Ermittlung der Ansprechgeschwindigkeit eines Flachbildschirms ermöglicht. Wir führen dabei einen Farkombinationstest durch, was die Abweichungen der von uns gemessenen Reaktionszeiten zu den Herstellerangaben erklärt.

Mit 20,66 ms ist Dells E207 WFP der schnellste Widescreen-Monitor in diesem Test. Mit 21,6 ms liegt der größte im Test, Viewsonics 23-Zoll-Monitor, nur knapp hinter dem kleinsten. Lansamster im Test ist Samsungs Syncmaster, denn er besitzt eine Reaktionszeit von 25 ms.

Somit eignet sich keiner der Monitore als „Arbeitsgerät“ für passionierte Hardcore-Gamer und Anwender, die empfindlich auf Schlierenbildung reagieren. Gerade bei schnellen Ego-Shootern kommen alle hier getesteten Geräte schnell an ihre Grenzen und zeigen deutlich Schlieren. Wer es aber gerne etwas ruhiger angehen lässt oder hinsichtlich dieser Problematik unempfindlich ist, kann bedenkenlos zu einem der hier getesteten Monitore greifen.

Nachdem wir nun alle drei Monitore ausreichend unter die Lupe genommen haben, wollen wir auf der nächsten Seite zum abschließenden Fazit kommen.


Die Anschaffung eines Monitors will gut durchdacht sein, denn in der Regel erweist sich ein Monitor als ein treuer Begleiter über viele Jahre hinweg. Bei dieser Entscheidung besitzt zwangläufig jeder Anwender verschiedene Schwerpunkte – gemessen am Einsatzgebiet des Monitors.

Auch wenn einige Monitore Hersteller ihre Widescreen-Monitore bereits mit sehr niedrigen, angegebenen Reaktionszeiten vermarkten, so sind wir dennoch der Meinung, dass sich gerade Hardcore-Gamer nach wie vor bei den reinrassigen Gaming-Modellen umschauen sollten, denn unsere Gaming-Referenz, Viewsonics VX922 ist beinahe doppelt so schnell wie der Spitzenreiter dieses Roundups.

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An unserem Excellent-Hardware-Award knapp vorbei schrammt der teuerste, aber auch größte Monitor, der Viewsonic 2330 wb. Der 23-Zoll-Flachbildschirm ist das ausgewogenste Gerät im Testfeld, denn bei Ihm stimmen sowohl Bildqualität, Leuchtkraft, Farbdarstellung, aber auch das Gehäuse die Bedienung und die Reaktionszeit. Lediglich die „Flammen“ des Bildes gibt es bei unserem Testgerät zu beanstanden, weshalb wir dem 1250,- Euro teuren Gerät keinen Award verleihen.

Positive Aspekte des Viewsonic 2330 wb

Negative Aspekte des Viewsonic 2330 wb

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Ähnlich überzeugend wie Viewsonics Gerät ist auch Samsungs Syncmaster 225BW. Leider verhagelt die schlechte Reaktionszeit diesem TFT die Chance auf einen Excellent-Hardware-Award. Wer allerdings auf der Suche nach einem Gerät mit sehr guter Bildqualität und einer guten Farbdarstellung ist und sich nicht von dem relativ geringen DPI-Wert des Panels abschrecken lässt, der findet in Samsungs Syncmaster einen guten und vor allem kostengünstigen Begleiter, denn im Internet ist schon für rund 415,- Euro zu haben, was ihm schlussendlich einen Preis-/Leistungs-Award einbringt.

Positive Aspekte des Samsung Syncmaster 225BW:

Negative Aspekte des Samsung Syncmaster 225BW:

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Auch Dells neuerster Widescreen-Monitor E207 WFP kann überzeugen. Er bietet zu einem attraktiven Preis eine angemessene Leistung. Leider konnte uns der Monitor in Sachen Ergonomie nicht überzeugen, denn er ist viel zu niedrig und nicht in der Höhe verstellbar. Auch die Haptik des Gehäuses fällt leider weniger hochwertig aus, als bei der Konkurrenz. Dafür bietet der 20-Zoll-Flachbildschirm aber die schnellste Reaktionszeit des Tests, was für Breitbild-interessierte Spieler nicht unerheblich sein dürfte.

Positive Aspekte des Dell E207 WFP:

Negative Aspekte des Dell E207 WFP:

 

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