Kurztest: Apple LED Cinema Display - teurer Strahlemann

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LED_LogoAb dem Herbst 2008 stellte Apple die Ausgabe des Bildsignals von nativem DVI auf DisplayPort um. Dabei geht man bei Apple aber andere Wege als die meisten Hersteller und kreierte seinen eigenen Standard namens Mini DisplayPort. Um die neuen Ausgänge auch ansprechen zu können, hat Apple auch ein LED Cinema Display mit 24 Zoll vorgestellt. Besonders der Preis von 849 Euro sorgt allerdings für wenig Gegenliebe. Dafür will Apple aber mit einer Art integriertem Dock punkten. Hinzu kommen eine integrierte iSight-Kamera, Mikrofon und Lautsprecher. Wir wollen einmal beleuchten ob die von Apple verlangten 849 Euro gerechtfertigt sind oder nicht.

 

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Bereits erwähnt haben wir die Kompatibilität mit Mac-Notebooks und Desktopcomputern, die über einen Mini DisplayPort Anschluss verfügen, wie MacBook, MacBook Air, MacBook Pro, Mac Pro, Mac mini und iMac. Dies schränkt das Einsatzgebiet ausschließlich auf Mac-Systeme ein, da kein anderer Hersteller auf den Mini DisplayPort Anschluss setzt.


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Das 24Zoll große LED Cinema Display hat eine Höhe von 47,84 cm, eine Breite von 57,32 cm und eine Tiefe von 19,71 cm. Das Gewicht liegt bei 9,5 kg. Wie beispielsweise von den Unibody-MacBooks bereits bekannt, handelt es sich um ein Glossy-Display, mit einem schwarzen Rahmen. Über die Vor- und Nachteile eines Glossy-Displays wurde schon viel diskutiert. Wir können keinen echten Nachteil im Alltagseinsatz erkennen. Die Helligkeit kann eventuelle Spiegelungen deutlich überdecken. Natürlich wird allein dieses Feature den potentiellen Kundenkreis aber bereits von Haus aus deutlich einschränken.

An der Oberkante des Displays befinden sich die integrierte iSight-Kamera und das Mikrofon. Über den USB-Anschluss werden beide mit dem Display verbunden. Zusätzlich verfügt das Cinema Display auch noch über ein 2.1-Sound-System. Dabei ist der Klang deutlich besser als der des MacBook Air, bei den MacBook Pros macht es allerdings keine großen Unterschiede mehr.

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Die Rückseite besteht komplett aus eloxiertem Aluminium. Der Standfuß ist bereits von den iMacs bekannt. Das komplette Design setzt sich also auch bei den Cinema Displays fort. Die Standfestigkeit ist gegeben, auch wenn so mancher Hersteller auf breitere Monitor-Füße setzt.

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Der 24-Zoll-TFT-Aktivmatrix-LCD-Bildschirm mit LED-Hintergrundbeleuchtung hat eine Bilddiagonale von 60,69 cm. Die maximale Auflösung des SIPS-Panel beträgt 1920 x 1200 Pixel liegt damit auf dem normalen Level von 24-Zöllern im 16:10-Format. Maximal 16,7 Millionen Farben kann das Display darstellen, die maximale Helligkeit liegt bei 330 cd/m², das Kontrastverhältnis beträgt 1000:1, die Reaktionszeit gibt Apple mit 14 ms an. Soweit die Daten von Apple. In unseren Praxistests stellte sich das Bild in allen Lebenslagen sehr gut dar. Wir konnten keine Schatten, ungewollte Farbverläufe oder andere Bildfehler feststellen. Der maximale Betrachtungswinkel eines SIPS-Panels liegt bei 178 Grad und wird auch so von Apple angegeben.

In obigem Bild ebenfalls deutlich wird der Höhenunterschied zwischen iMac und 24 Zoll LED Cinema Display. Dieses ist nicht in der Höhe verstellbar und lässt sich nur neigen, nicht aber drehen. Somit ist auch keine Pivot-Funktion möglich. In Anbetracht des hohen Preises ist das eine merkliche Einschränkung. Alle ähnlichen teuren Konkurrenten können hier mit einer wesentlich besseren Ergonomie aufwarten.

An dieser Stelle wollen wir uns auch dem Stromverbrauch widmen:


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Bereits auf dem ersten Bild der Rückseite zu erkennen, hier noch einmal in einer Nahaufnahme: die drei USB-Anschlüsse. Sie werden über den Monitor mit Strom versorgt und können über das beiliegende Kabel in jeden beliebigen freien USB-Port angesteckt werden. Um die drei Anschlüsse jedoch als vollwertigen USB-Hub zu nutzen, in den auch einmal auf die Schnelle ein USB-Stick gesteckt werden kann, erweist sich die Position als ungünstig. Hier wäre es angenehmer gewesen, wenn Apple zumindest einen Anschluss auf der Seite platziert hätte.

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Hier nun zu sehen ist das Anschlusskabel, das über alle Connectoren verfügt, die an einem MacBook, iMac, Mac mini oder Mac Pro verwendet werden können. Links der MagSafe-Stromanschluss, in der Mitte der USB-Anschluss und ganz rechts der Mini DisplayPort.

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Genau wie der beiliegende MagSafe des MacBook Air ist er auch am 24 Zoll LED Cinema Display nach hinten angewinkelt realisiert. Natürlich kann er aber auch beim MacBook Pro verwendet werden.

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So sieht die Konfiguration an einem MacBook Air aus. Die Länge der einzelnen Kabel reicht mit 30 cm gerade so aus, um hier ausreichend zu sein. Da sich bei den MacBook Pros alle Anschlüsse auf einer Seite befinden, stellt dies dort kein Problem dar. Die Gesamtlänge des Kabels ist für eine solche Konfiguration mit 1,1 m ausreichend, das MacBook bleibt ohnehin meist in direkter Nähe. Wird das 24 Zoll LED Cinema Display allerdings zusammen mit einem Mac Pro verwendet, der unter dem Tisch platziert ist, muss das Display fast auf gleicher Höhe stehen, damit die Länge des Kabels ausreichend ist.


Das Apple auf den Mini DisplayPort setzt, ist ein heiß diskutiertes Thema. Derzeit aber besteht bei Apple nahezu keinerlei Alternative. Einzig das Apple Cinema HD Display mit 30 Zoll und einer Auflösung von 2560 x 1600 Pixeln steht hier noch zur Verfügung. Es verfügt noch über einen DVI-Eingang und ist daher zu Mac Systemen mit DVI-Ausgang oder aber Mac-Computern mit Mini DisplayPort und Mini DisplayPort auf Dual-Link-DVI-Adapter kompatibel. Der Preis von 1799 Euro dürfte aber einige Käufer abschrecken. Beim neuen 24 Zoll LED Cinema Display steht jedoch nur der Mini DisplayPort-Eingang zur Verfügung.

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Die positiven Eigenschaften des 24 Zoll LED Cinema Display sind mit Sicherheit das Design sowie der Aktivmatrix-LCD-Bildschirm mit LED-Hintergrundbeleuchtung. Er sorgt für hervorragende Helligkeitswerte, die auch die Spiegelungen des Glossy-Displays wettmachen. Da inzwischen alle Mac Computer über einen Mini DisplayPort verfügen, bestehen hier keinerlei Einschränkungen. An einen älteren Mac lässt es sich allerdings nicht anschließen, denn es ist kein Adapter vorhanden, der beispielsweise einen Mini-DVI-Ausgang auf Mini DisplayPort bringt.

Wirklich empfehlenswert ist der Einsatz im Zusammenspiel mit einem MacBook. Dieses kann dann auch gleich geladen werden und die verfügbaren USB-Anschlüsse werden auch noch erweitert. Eine echte Docking-Station ist sicher komfortabler als drei Kabel immer wieder einzustecken, wer diese Umstände in Kauf nimmt, der bekommt aber ein erstklassiges Bild in schickem Design. Der größte Kritikpunkt ist sicher der Preis, denn mit 849 Euro ist mit einem kleinem Aufpreis sogar schon fast ein iMac zu bekommen. Die Frage, ob der Premium-Preis gerechtfertigt ist oder nicht, kann sicher nur Apple beantworten, ein günstigerer Preis aber würde die Attraktivität sicherlich steigern.

Positive Aspekte des 24-Zoll LED Cinema Display:

Negative Aspekte des 24-Zoll LED Cinema Display:

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