TEST

ASUS ROG Crosshair X870E Glacial im Test

Neues Flaggschiff-Modell löst das Extreme ab

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Mit dem neuen ROG Crosshair X870E Glacial hat ASUS das ROG Crosshair X870E Extreme als bisheriges AM5-Flaggschiff-Modell vom Thron gestoßen und wechselte gleichzeitig von der dunklen zur hellen Optik, eben passend zum Gletscher-Thema. Das ROG Crosshair X870E Glacial ist Teil der Refresh-Mainboards von ASUS und liefert eine absolut luxuriöse Ausstattung, sodass abgesehen vom fehlenden Thunderbolt kaum Wünsche offen bleiben sollten. Was die Platine bietet und leistet, schauen wir uns in diesem Test an.

Wer bei den AM5-Mainboards ins oberste Regal greifen möchte, kommt neben dem MSI MEG X870E GODLIKE X EDITION (Test) auch am ASUS ROG Crosshair X870E Glacial als Kandidat nicht vorbei. Doch allein schon bei der unterschiedlichen Farbgebung beider Mainboards kann die Entscheidung schnell fallen, denn im Gegensatz zur MSI-Platine ist das ASUS ROG Crosshair X870E Glacial bis auf das 5-Zoll-LC-Display auf dem I/O-Panel schlicht weiß. Preislich wechselt das ROG Crosshair X870E Glacial ab 1.063 Euro den Besitzer und für diesen Preis darf der Käufer auch einiges erwarten.

Eines sei vorweg erwähnt: Bis auf Thunderbolt bringt das ROG Crosshair X870E Glacial alles mit, was man im Jahr 2026 erwarten und was ASUS auf einem modernen Mainboard anbieten kann. Die wichtigsten Schlüssel-Features: Das 24+2+2-Phasendesign, bis zu sieben M.2-M-Key-Schnittstellen, zweimal USB 3.2 Gen2x2, zweimal 10-Gbit/-LAN, natürlich WiFi 7 und dazu ein üppiges Angebot an Onboard-Komfort. Interessant ist ebenfalls der 2-Wege-PCIe-Release-Switch. Mit diesem können mittels Mechanismus beide PCIe-x16-Slots gesichert und entsichert werden.

Beim ROG Strix X870E Glacial setzt ASUS auf ein weißes E-ATX-PCB. Wir nehmen an, dass nicht nur wir, sondern auch unsere Leser auf dem Bild oben die beiden PCIe-Steckplätze gesucht haben. Die mittlere Platte mit dem silbernen ROG-Logo ist magnetisch befestigt und lässt sich abnehmen. Erst dann werden die PCIe-Slots sichtbar. Welchen Sinn ASUS dahinter sah, können wir nicht beurteilen, denn zumindest der obere PCIe-Steckplatz wird wohl in den allermeisten Fällen für die dedizierte Grafikkarte benötigt, gerade auf einem High-End-Mainboard.

Die technischen Eigenschaften

Das ASUS ROG Crosshair X870E Glacial wurde mit folgenden technischen Eigenschaften versehen:

Die Daten des ASUS ROG Crosshair X870E Glacial in der Übersicht
Hersteller und
Bezeichnung
ASUS
ROG Crosshair X870E Glacial
Mainboard-Format E-ATX
CPU-Sockel AM5 (LGA1718, für Ryzen 7000/8000/9000)
Stromanschlüsse 1x 24-Pin ATX
2x 8-Pin EPS12V
1x 8-Pin PCIe
VRM-Ausstattung 28 Phasen (24+2+2)

Spannungswandler:
24x Infineon PMC41430 (VCore, 110A)
2x Infineon PMC41430 (SoC, 110A)
2x Infineon PMC41420 (Misc, 90A)

PWM-Controller:
1x ASP2205 (XDPE192C3B, max. 12 Phasen, für VCore)
1x RichTek RT3672JE (max. 2 Phasen, für SoC und Misc)
Preis
ab 1.063 Euro
Webseite ASUS ROG Crosshair X870E Glacial
  Southbridge-/CPU-Features
Chipsatz, Kühlung AMD X870E Chipsatz, 2x Promontory21, passiv
Speicherbänke und Typ 4x DDR5 UDIMM (Dual-Channel), max. 4.800 MHz (DDR5-9600, Ryzen 8000, 1DPC)
Speicherausbau max. 256 GB (mit 64-GB-UDIMMs)
  Onboard-Features
PCI-Express 1x PCIe 5.0/4.0 x16 (x16/x8/x4):
Mit Ryzen 7000/9000 bis PCIe 5.0 x16
Mit Ryzen 8700/8600/8400 bis PCIe 4.0 x8
Mit Ryzen 8500/8300 bis PCIe 4.0 x4

1x PCIe 5.0/4.0 x16 (x8/x4):
Mit Ryzen 7000/9000 bis PCIe 5.0 x8
Mit Ryzen 8700/8600/8400 bis PCIe 3.0 x4
Mit Ryzen 8500/8300 bis PCIe 3.0 x4
Storage-Schnittstellen 2x SATA 6GBit/s über AMD X870E
2x SATA 6GBit/s über ASMedia ASM1162

Ryzen 7000/9000: 2x M.2 M-Key bis PCIe 5.0 x4 (1x shared)
Ryzen 8700/8600/8400: 2x M.2 M-Key bis PCIe 4.0 x4 (1x shared)
Ryzen 8500/8300: 1x M.2 M-Key bis PCIe 4.0 x4

1x M.2 M-Key bis PCIe 4.0 x4 über AMD X870E
1x M.2 M-Key bis PCIe 4.0 x4 über DIMM.2 (AMD X870E)
1x M.2 M-Key bis PCIe 4.0 x2 über DIMM.2 (AMD X870E)
2x M.2 M-Key bis PCIe 5.0 x4 ROG Hyper M.2 Card (shared)
USB CPU:
4x USB 3.2 Gen2 (4x extern)

Chipsatz: 
2x USB 3.2 Gen2x2 (2x intern, 1x bis 60W PD)
4x USB 3.2 Gen2 (4x extern)
6x USB 2.0 (6x intern)

ASMedia ASM4242:
2x USB4 (40 Gbit/s, 2x extern)

ASMedia ASM2074:
4x USB 3.2 Gen2 (4x extern)

ASMedia ASM1174:
4x USB 3.2 Gen1 (4x intern)
Grafikschnittstellen 2x DisplayPort 1.4 (über 2x USB4)
WLAN / Bluetooth WiFi 7 nach IEEE 802.11be über MediaTek MT7927, Tri-Band, max. 6,5 Gbit/s, Bluetooth 5.4
Thunderbolt -
LAN 2x 10 Gbit/s-LAN (Realtek RTL8127)
BIOS-ROM-Größe 2x 64 MB (Dual-BIOS)
Audio-Codec
und Anschlüsse
8-Channel Realtek ALC4082 Codec
ESS Sabre ES9219 Quad DAC
2x 3,5 mm Audio-Jacks
1x TOSLink
LED-Beleuchtung 2x 3-Pin ARGB-Header
FAN- und WaKü-Header 1x 4-Pin CPU-FAN-Header
1x 4-Pin CPU-OPT-Header
2x 4-Pin AIO-Pump-Header
2x 4-Pin Chassis-FAN-Header
2x 4-Pin W_Pump+-Header
1x AIO Q-Connector
Onboard-Komfort Intern: Status-LEDs, Power-Button, Flex-Key-Button, Retry-Button, Safe-Boot-Button, LN2-Mode, BIOS-Switch, Diagnostic-LED, Alteration-Mode-Switch, PCIe-2-Wege-Release-Switch, BCLK-Plus-Button, BCLK-Minus-Button, Probelt (Spannungsmesspunkte)

Extern: Clear-CMOS-Button, Flash-BIOS-Button
Herstellergarantie 3 Jahre (nur über Händler)

Das mitgelieferte Zubehör

  • Quick-Start-Guide
  • 2T2R-WLAN-Antenne
  • vier SATA-Kabel
  • M.2-Wärmeleitpad (22110)
  • DIMM.2-Modul inkl. Wärmeleitpads
  • ROG-Hyper-M.2-Card inkl. Wärmeleitpads
  • Q-Connector
  • ein M.2 Q-Slide
  • fünf M.2-Gummi-Abstandshalter
  • sieben M.2-Gummi-Abstandshalter für M.2-Backplate
  • zwei Magneten
  • ein 1-zu-4-ARGB-Kabel
  • ein 1-zu-3-ARGB-Kabel
  • zwei 1-zu-3-FAN-Header-Kabel
  • ROG-RAM-Lüfter-Kit
  • ROG-Flaschenöffner
  • ROG-Sticker
  • ROG-Dankkarte

Die lange Auflistung spricht eigentlich für sich. Beim Kauf der über 1.000 Euro teuren Platine bekommt der Käufer auch einiges an Zubehör mitgeliefert. Darunter befinden sich die ROG-Hyper-M.2-Erweiterungskarte und das ROG-DIMM.2-Modul inkl. Wärmeleitpads, ein Lüfter zur Kühlung des Arbeitsspeichers, einige Adapter/Erweiterungskabel und natürlich auch die üblichen Beigaben, wie vier SATA-Kabel, Sticker und die WLAN-Antenne.

Dem ROG Crosshair X870E Glacial liegt exklusiv die ROG-Hyper-M.2-Erweiterungskarte bei. Diese kann maximal zwei PCIe-SSDs bis jeweils PCIe-5.0-x4 anbinden, sodass die Karte selbst im Optimalfall bis PCIe 5.0 x8 angesprochen werden kann. Aus dem Grund ergibt diese Karte nur dann Sinn, wenn ein Ryzen-7000/9000-Prozessor im AM5-Sockel steckt. Interessanterweise kommt die Karte ohne einen aktiven Lüfter aus.

Doch auch das DIMM.2-Modul ist mit dabei, das zwei weitere M.2-SSDs aufnehmen kann. Auf jeder PCB-Seite eine SSD.

Magnetisch befestigt wird auch der RAM-Axiallüfter mit einem Durchmesser von 55 mm. Zwischen den Magneten befinden sich die Kontaktpins (am Lüfter) und die dazugehörigen Kontaktflächen am Board. Einfacher kann eine Montage schlicht nicht sein. Im BIOS lässt sich dieser Lüfter auch steuern. 

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