TEST

Sapphire Pure X870A WiFi 7 im Test

Weißes Board mit USB4 aber wenig Ausstattung - Fazit

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Sapphire vertreibt die AM5-Mainboards nun auch im europäischen Raum, und mit dem Nitro+ B850A WIFI 7 (Test) konnten wir uns einen ersten Einblick verschaffen. Mit einem Startpreis von 246 Euro gibt es von Sapphire das Pure X870A WiFi 7 in heller Optik, das den ASM4242-Controller und damit USB4 mitbringt, wenn auch nur über einen einzelnen USB-C-Port. Das von Sapphire eingesetzte 16+2+1-Phasendesign klingt mit den 55-A-Wandlern im Vergleich zu anderen Boards schwachbrüstig, doch das ist in der Praxis kein Problem. 

Mit einem PCIe-5.0-x16-Steckplatz, einmal M.2 bis PCIe 5.0 x4, zusätzlich zweimal M.2 bis PCIe 4.0 x4 und bis zu 256 GB möglichen DDR5-Arbeitsspeicher ist das Sapphire Pure X870A WiFi 7 solide unterwegs. Das einzige Lane-Sharing betrifft den mittleren PEG-Slot in Kombination mit dem untersten M.2-Anschluss. Die 24 CPU-Lanes mit Ryzen 7000/9000 werden nicht geshared. Verglichen mit dem B850-Modell, das wir bereits im Test hatten, stellt das Pure X870A WiFi 7 mehr USB-3.2-Gen1-Ports, einen 5-GBit/s-LAN-Port (anstatt 2,5 GBit/s) bereit.

Doch leider hat die X870-Platine auch die negativen Seiten des Nitro+ B850A WiFi 7 abbekommen. Gemeint sind ein fehlender PCIe-Release-Button und auch ein Clear-CMOS-Button ist am I/O-Panel nicht vorhanden. Doch besonders kritisieren müssen wir den ALC897-Codec von Realtek. Es hätte kein ALC4080 sein müssen, aber zumindest ein ALC1200 oder ALC1220 hätte dem Board besser gestanden. Auch gibt es hier ebenfalls keinen optischen Digitalausgang. Wer demnach eine bessere Sound-Lösung haben möchte, muss zu einer internen Soundkarte oder zu einer externen Lösung greifen. Weiterhin fehlte uns im BIOS die Möglichkeit, die Load-Line Calibration für die VCore einzustellen, doch dies hatten wir bereits beim B850-Mainboard von Sapphire bemängelt.

Die Leistungsaufnahme liegt im guten Durchschnittsbereich und der POST könnte geringer ausfallen als die gemessenen 22,65 Sekunden. Schwierig wird es für das Sapphire Pure X870A WiFi 7 beim Preis, der bei 246 Euro startet. Für 30 Euro mehr gäbe es das besser ausgestattete MSI MAG X870 TOMAHAWK WIFI, das obendrauf sowohl eine ausführliche Debug-LED, einen Clear-CMOS-Button, einen optischen Digitalausgang und als Audio-Codec den guten ALC4080 mitbringt.

Sapphire Pure X870A WiFi 7

  • solide CPU-Spannungsversorgung im 16+2+1-Design und 55A-VCore-Wandlern
  • ein PEG-Slot mit PCIe-5.0-Unterstützung
  • ein M.2-M-Key-Slot mit PCIe-5.0-Unterstützung
  • WiFi 7 und 5 GbE
  • gute Stabilität



  • hoher Preis
  • nur der ALC897-Audio-Codec und ohne TOSLink
  • kein PCIe-Release-Button
  • ein paar Overclocking-Funktionen fehlen im BIOS


Preise und Verfügbarkeit
Sapphire Pure X870A WiFi 7
Nicht verfügbar 242,12 Euro Ab 219,90 EUR
Preise und Verfügbarkeit bei Geizhals
Sapphire Pure X870A WiFi 7
Lagernd 219,90 EUR
Lagernd 225,90 EUR
Verfügbar 234,20 EUR
Nicht lagernd 248,25 EUR
Nicht lagernd 248,25 EUR
Verfügbar 251,60 EUR
Verfügbar 254,90 EUR
Nicht lagernd 259,00 EUR

Welches ist das beste Mainboard für meinen Anwendungsfall?

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