TEST

Sapphire Pure X870A WiFi 7 im Test

Weißes Board mit USB4 aber wenig Ausstattung - BIOS, Overclocking und VRM-Wärmebild-Analyse

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BIOS

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Uns wurde das Sapphire Pure X870A WiFi 7 mit der BIOS-Version V301 ausgeliefert. Es bringt die aktuelle AGESA-Version 1.2.0.3f mit und ist damit für alle verfügbaren AM5-Prozessoren gerüstet.

Die UEFI-Oberfläche wurde von Sapphire in einem modernen Look und mit den Farben Grün und Blau gestaltet. Bei der Struktur wählt Sapphire einen grundlegend eigenen Weg und verzichtet auf die Trennung von EZ- und Advanced-Mode, sondern hat beides kombiniert. Zu den Grund-Menüpunkten zählen das Dashboard (als Quasi-EZ-Mode), Favorite, Advanced, Overclock, Status, Boot und Tools.

Im Advanced-Menüpunkt fällt auf, dass Sapphire die Unterteilung von Common, Devices, Storage, Power, TPM und Security waagerecht ausgestaltet hat. Die Overclocking-Settings sind eher rudimentär und es fehlen ein paar Grundfunktionen, wie die Load-Line-Calibration, die BCLK-Einstellung und weitere Spannungen. Unter Status erhält der Anwender einen Überblick über die Spannungen, Temperaturen und Lüfterdrehzahlen. Die einzelnen Lüftereinstellungen sind unter FAN-Setting zu finden.

Bei Boot sind immerhin vier Funktionen zu finden und unter Tools sind die Saved-Changes-Settings und Co. Doch das einzige Tool ist die Instant-Flash-Funktion ganz unten.

Overclocking

Mit 19 effektiven CPU-Spulen und den zahlreichen Onboard- und BIOS-Features eignet sich das Sapphire Nitro+ B850A WIFI 7 durchaus zum Übertakten. Das UEFI unterstützt auch die Down-Core-Funktion, mit der CPU-Kerne oder auch ein CCX-Modul (CPU Core Complex) gezielt abgeschaltet werden können.

Auf dem Sapphire Pure X870A WiFi 7 ist eine Veränderung des Grundtakts nicht möglich. Bei der CPU-Spannung steht dem Anwender ausschließlich der Override-Modus zur Auswahl. So lässt sich die Spannung von 1 mV bis 2.800 mV in 1-mV-Intervallen verändern. Die Arbeitsspeicher-Taktraten reichen von 3.400 MHz bis 10.000 MHz. Alle weiteren Overclocking-Funktionen können der folgenden Tabelle entnommen werden.

Die Overclocking-Funktionen des Sapphire Pure X870A WiFi 7 in der Übersicht
Base Clock Rate  - nicht möglich -
CPU-Spannung 1 mV bis 2.800 mV in 1-mV-Schritten (Override-Modus)
DRAM-Spannung 1,100 V bis 1,600 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-SoC-Spannung 1,110 V bis 1,300 V in 0,005-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-VDDIO/MC-Spannung 1,110 V bis 1,600 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-VDDP18-Spannung - nicht möglich -
CPU-VDDP-Spannung - nicht möglich -
PCH-Core-Spannung - nicht möglich -
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen 1,8 V Standby, Misc, DRAM VDD(Q), DRAM VPP, VDDG
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 26 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Turbo-Modus (Core Performance Boost, All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-FAN und drei optionale Fans, kein LLC einstellbar!

Auch die X870-Platine von Sapphire schaffte es mühelos, den Ryzen 7 7700X auf allen acht Zen-4-Kernen mit 5,4 GHz zu betreiben. Leider ermöglicht auch dieses Modell keine Einstellung für die Load-Line Calibration. Im BIOS haben wir 1,220 V eingestellt. Laut HWINFO64 lag die VCore dann effektiv bei 1,195 V.

Problemlos war auch das RAM-Overclocking. Das XMP mit DDR5-8000 wurde vom Board korrekt umgesetzt, wenngleich die SoC-Spannung mit 1,250 V deutlich mit angehoben wurde. Im manuellen Modus konnten wir die Latenzen noch etwas anziehen.

VRM-Wärmebild-Analyse

Um die Hitzeentwicklung des VRM-Bereichs besser beurteilen zu können, haben wir für diesen Test die Flir One Pro (Android USB-C) eingesetzt, die für unser Einsatzgebiet absolut ausreichend ist und Temperaturen von -20°C bis +400°C mit einer Genauigkeit von ±3°C oder ±5%, je nach Umgebungstemperatur, erfassen kann. Die Wärmebild-Auflösung beträgt 160 x 120 Pixel und das erstellte Bild löst mit 1.440 x 1.080 Pixel auf.

Der Prozessor wird unter Berücksichtigung der BIOS-Default-Settings mit Prime95 unter Volllast gesetzt. Nach 30 Minuten Laufzeit erstellen wir das Wärmebild.

Unproblematisch waren auch die VRM-Temperaturen mit dem "kleinen" Ryzen 7 7700X. Während die beiden VRM-Kühler bei um die 40 °C lagen, stieg der wärmste Hotspot bis auf 45 °C.

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