TEST

Für 189 Euro UVP in Europa erhältlich

Sapphire Nitro+ B850A WIFI 7 im Test - Fazit

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Sapphire möchte nun im Mainboard-Segment auch auf dem europäischen Markt mehr durchstarten und seit dem 10. September hat das Unternehmen das von uns getestete Nitro+ B850A WIFI 7 in Europa mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 189 Euro gestartet. Schon allein der aufgerufene Preis lässt bereits erahnen, dass beim Nitro+ B850A WIFI 7 keine Luxus-Ausstattung erwartet werden kann. Viel mehr möchte Sapphire mit dieser Platine den Mainstream-Nutzer ansprechen, der nach einer gut funktionierenden AM5-Platine mit übersichtlichen Ausstattungsmerkmalen sucht.

Bei der verbauten 12+2+1-Spannungsversorgung sollten mit den 55-A-VCore-Power-Stages keine neuen Taktrekorde erwartet werden, doch reicht diese Versorgung spielend für alle verfügbaren AM5-Prozessoren aus und konnte auch den Ryzen 7 7700X stabil mit 5,4 GHz betreiben. Ähnlich gut gelang dem Board das RAM-Overclocking. DDR5-8000 waren kein Hindernis und bis zu 256 GB RAM werden laut Sapphire offiziell unterstützt. PCIe 5.0 wird auf dem obersten PEG- und M.2-Slot supported. Im Test fiel uns jedoch auf, dass auch der mittlere M.2-Konnektor bis PCIe 5.0 x4 arbeitet, auch wenn Sapphire von maximal PCIe 4.0 x4 spricht. Dies gilt jedoch nur für einen Ryzen-7000/9000-Prozessor und es ist fraglich, ob Sapphire dies in künftigen BIOS-Updates unterbinden wird.

Wer auf wichtigen Onboard-Komfort, wie einen PCIe-Release- und einen Clear-CMOS-Button sowie auf eine ausführliche Debug-LED großen Wert legt, wird vom Sapphire Nitro+ B850A WIFI 7 enttäuscht sein, denn die Platine bringt diese Features nicht mit. Am I/O-Panel sind jedoch ein Flash-BIOS-Button und onboard vier Status-LEDs vorhanden. Beim WLAN-Modul setzt Sapphire auf das MT7925 von MediaTek und unterstützt WiFi 7 (Tri-Band) sowie Bluetooth 5.4. Kabelgebunden gibt es kein 5 GbE, sondern 2,5 GbE über Realteks RTL8125BG-Controller. Die Wahl des ALC897-Audio-Codecs sehen wir kritisch, hätte durchaus der ALC1200/1220 sein können.

Schwächen zeigte die UEFI-Oberfläche mit fehlenden Overclocking-Einstellungen, wie Load-Line Calibration und BCLK. Punkten kann die Platine dafür bei der Energie-Effizienz und kann den Großteil aller getesteten AM5-Platinen hinter sich lassen. Nutzer von großen CPU-Luftkühlern sollten jedoch auf die Kompatibilität achten, denn der PCIe-Steckplatz bis PCIe 5.0 x16 befindet sich ganz oben, wo für gewöhnlich der oberste M.2-Steckplatz sitzt. Im USB-Bereich gibt es keinen USB-3.2-Gen2x2-Port, sondern viermal USB 3.2 Gen2, dreimal USB 3.2 Gen1 und sechsmal USB 2.0.

Für eine offizielle UVP von 189 Euro könnte das Sapphire Nitro+ B850A WIFI 7 für viele sicherlich interessant sein und eine gelungene Abwechslung zu den vier renommierten Mainboard-Herstellern darstellen. Wer auf eine günstige AM5-Platine mit grundlegender Ausstattung und nur den wichtigsten Extras pocht, findet im Nitro+ B850A WIFI 7 unserer Ansicht trotz der Kontrapunkte ein überzeugendes Board.

Sapphire Nitro+ B850A WIFI 7

  • solide CPU-Spannungsversorgung im 12+2+1-Design und 55A-VCore-Wandlern
  • ein PEG-Slot mit PCIe-5.0-Unterstützung
  • zwei M.2-M-Key-Slots mit PCIe-5.0-Unterstützung (laut Test, einmal definitiv)
  • WiFi 7 und 2,5 GbE
  • gute Stabilität und gute Energie-Effizienz



  • nur der ALC897-Audio-Codec
  • langer POST
  • kein PCIe-Release-Button
  • ein paar Overclocking-Funktionen fehlen im BIOS


Welches ist das beste Mainboard für meinen Anwendungsfall?

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