BIOS
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Uns wurde das Sapphire Nitro+ B850A WIFI 7 mit der BIOS-Version V101 ausgeliefert und bringt die aktuelle AGESA-Version 1.2.0.3f mit und ist damit für alle verfügbaren AM5-Prozessoren gerüstet.
Die UEFI-Oberfläche wurde von Sapphire in einem modernen Look und mit den Farben grün und blau gestaltet. Bei der Struktur wählt Sapphire einen grundlegend eigenen Weg und verzichtet auf die Trennung von EZ- und Advanced-Mode, sondern hat beides kombiniert. Zu den Grund-Menüpunkten zählen das Dashboard (als Quasi-EZ-Mode), Favorite, Advanced, Overclock, Status, Boot und Tools.
Im Advanced-Menüpunkt fällt auf, dass Sapphire die Unterteilung von Common, Devices, Storage, Power, TPM und Security waagerecht ausgestaltet hat. Die Overclocking-Settings sind eher rudimentär und es fehlen ein paar Grundfunktionen, wie die Load-Line-Calibration, die BCLK-Einstellung und weitere Spannungen. Unter Status erhält der Anwender einen Überblick über die Spannungen, Temperaturen und Lüfterdrehzahlen. Die einzelnen Lüftereinstellungen sind unter FAN Setting zu finden.
Bei Boot sind immerhin vier Funktionen zu finden und unter Tools sind die Saved-Changes-Settings und Co. Doch das einzige Tool ist die Instant-Flash-Funktion ganz unten.
Overclocking
Mit 15 effektiven CPU-Spulen und den zahlreichen Onboard- und BIOS-Features eignet sich das Sapphire Nitro+ B850A WIFI 7 durchaus zum Übertakten. Das UEFI unterstützt auch die Down-Core-Funktion, mit der CPU-Kerne oder auch ein CCX-Modul (CPU Core Complex) gezielt abgeschaltet werden können.
Auf dem Sapphire Nitro+ B850A WIFI 7 ist eine Veränderung des Grundtakts nicht möglich. Bei der CPU-Spannung steht dem Anwender ausschließlich der Override-Modus zur Auswahl. So lässt sich die Spannung von 1 mV bis 2.800 mV in 1-mV-Intervallen verändern. Die Arbeitsspeicher-Taktraten reichen von 3.400 MHz bis 10.000 MHz. Alle weiteren Overclocking-Funktionen können der folgenden Tabelle entnommen werden.
| Die Overclocking-Funktionen des Sapphire Nitro+ B850A WIFI 7 in der Übersicht | |
|---|---|
| Base Clock Rate | - nicht möglich - |
| CPU-Spannung | 1 mV bis 2.800 mV in 1-mV-Schritten (Override-Modus) |
| DRAM-Spannung | 1,100 V bis 1,600 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus) |
| CPU-SoC-Spannung | 1,110 V bis 1,300 V in 0,005-V-Schritten (Fixed-Modus) |
| CPU-VDDIO/MC-Spannung | 1,110 V bis 1,600 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus) |
| CPU-VDDP18-Spannung | - nicht möglich - |
| CPU-VDDP-Spannung | - nicht möglich - |
| PCH-Core-Spannung | - nicht möglich - |
| PCIe-Takt | - nicht möglich - |
| Weitere Spannungen | 1,8 V Standby, Misc, DRAM VDD(Q), DRAM VPP, VDDG |
| Speicher-Optionen | |
| Taktraten | CPU-abhängig |
| Command Rate | einstellbar |
| Timings | 26 Parameter |
| XMP | wird unterstützt |
| Weitere Funktionen | |
| Weitere Besonderheiten | UEFI-BIOS Settings speicherbar in Profilen Turbo-Modus (Core Performance Boost, All Cores, By number of active cores), erweiterte Lüfterregelung für CPU-FAN und drei optionale Fans, kein LLC einstellbar! |
Da im BIOS keine LLC-Einstellung möglich ist, sackt die VCore unter Last erzwungenermaßen ab. Bei eingestellten 1,230 V (1.230 mV) im BIOS lag laut HWINFO64 eine VCore von 1,205 V an. Den Takt von 5,4 GHz konnte das Sapphire Nitro+ B850A WIFI 7 mit dieser Spannung problemlos fahren.
Auch beim RAM-Overclocking sind keine Probleme aufgetreten und das Board kam von Anhieb an mit dem XMP mit DDR5-8000 zurecht. Manuell haben wir die Latenzen noch etwas anziehen können.
VRM-Wärmebild-Analyse
Um die Hitzeentwicklung des VRM-Bereichs besser beurteilen zu können, haben wir für diesen Test die Flir One Pro (Android USB-C) eingesetzt, die für unser Einsatzgebiet absolut ausreichend ist und Temperaturen von -20°C bis +400°C mit einer Genauigkeit von ±3°C oder ±5%, je nach Umgebungstemperatur, erfassen kann. Die Wärmebild-Auflösung beträgt 160 x 120 Pixel und das erstellte Bild löst mit 1.440 x 1.080 Pixel auf.
Der Prozessor wird unter Berücksichtigung der BIOS-Default-Settings mit Prime95 unter Volllast gesetzt. Nach fünf Minuten Laufzeit erstellen wir das Wärmebild.
Natürlich haben wir uns auch die VRM-Temperaturen angesehen und beim wärmsten Hotspot wurden 48,8 °C gemessen, wohingegen der große Kühler auf 41,2 °C kam. Insgesamt sind dies gute Ergebnisse.