Mit 10 GbE und Thunderbolt 4: ASUS ProArt Z690-Creator WiFi im Test

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asus proart z690 creator wifi logoNach zwei Mainboard-Kurztests wird es mal wieder Zeit für ein vollumfängliches Review. Und gerade für Content Creator, die auf Intels Core i9-12900(K) setzen, könnte das ASUS ProArt Z690-Creator WiFi eine gute Basis darstellen. Wir haben die Creator-Platine getestet und sie gegen die anderen LGA1700-Mainboards antreten lassen.

Das ASUS ProArt Z690-Creator WiFi bringt alles Wichtige an Ausstattungsmerkmalen mit, die für den ambitionierten Content Creator wichtig sind. Modernste Technik wird nicht nur aufgrund der Alder-Lake-S-Unterstützung geboten, sondern auch mithilfe vom neuen DDR5- und PCIe-5.0-Standard. Und auch Thunderbolt 4 wird sehr oft mit dem Thema Content Creation assoziiert. Und auch dies bringt ASUS neuer ProArt-Ableger gleich in zweifacher Ausführung mit. Alles in allem lohnt sich definitiv ein genauer Blick unter die Haube des ASUS ProArt Z690-Creator WiFi.

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Groß etwas geändert hat ASUS an dem bereits bekannten ProArt-Konzept nicht. Die Farbe Schwarz bestimmt weiterhin den Grundton, wurde an einigen Stellen jedoch mit goldenen Akzenten angereichert. Das I/O-Cover besteht aus einfachem Kunststoff und ist daher nichts besonderes. Bei Bedarf können beide Kunststoff-Abdeckungen bei Nichtgefallen auch einfach entfernt werden.

Die technischen Eigenschaften

Das ASUS ProArt Z690-Creator WiFi wurde mit folgenden technischen Eigenschaften versehen:

Die Daten des ASUS ProArt Z690-Creator WiFi in der Übersicht
Hersteller und
Bezeichnung
ASUS
ProArt Z690-Creator WiFi
Mainboard-Format ATX
CPU-Sockel LGA1700 (Intel Alder Lake-S)
Stromanschlüsse 1x 24-Pin ATX
1x 8-Pin EPS12V
1x 4-Pin +12V
1x 6-Pin PCIe
Phasen/MOSFETs 17 Phasen (16+1)
16x Monolithic Power Systems MP86992 (VCore, 70A)
1x Monolithic Power Systems MP86992 (GT, 70A)
Preis
ab 542 Euro
Webseite ASUS ProArt Z690-Creator WiFi
 
Southbridge-/CPU-Features
Chipsatz, Kühlung Intel Z690 Chipsatz, passiv
Speicherbänke und Typ 4x DDR5 (Dual-Channel), max. 6.000 MHz
Speicherausbau max. 128 GB (mit 32-GB-UDIMMs)
SLI / CrossFire -
 
Onboard-Features
PCI-Express 2x PCIe 5.0 x16 (x16/x8) über CPU
1x PCIe 3.0 x16 (x4) über Intel Z690
SATA(e)-, SAS- und
M.2/U.2-Schnittstellen
8x SATA 6GBit/s über Intel Z690
1x M.2 M-Key mit PCIe 4.0 x4 über CPU
1x M.2 M-Key mit PCIe 4.0 x4/SATA 6GBit/s über Intel Z690
2x M.2 M-Key mit PCIe 4.0 x4 über Intel Z690
USB Chipsatz: 1x USB 3.2 Gen2x2 (1x intern), 6x USB 3.2 Gen2 (6x extern), 2x USB 3.2 Gen1 (2x intern), 4x USB 2.0 (4x extern)
Grafikschnittstellen 1x HDMI 2.1 Output
2x DisplayPort 1.4 Input
WLAN / Bluetooth WiFi 802.11a/b/g/n/ac/ax über Intel Wi-Fi 6E AX210, Dual-Band, max. 2,4 GBit/s, Bluetooth 5.2
Thunderbolt 2x USB Typ-C Thunderbolt 4 über Intel JHL8540, 40 GBit/s
LAN 1x Intel I225-V 2,5-GBit/s-LAN
1x Marvell FastLinQ Edge 10-GBit/s-LAN
Audio-Codec
und Anschlüsse
8-Channel Realtek ALC1220 Codec
5x 3,5 mm Audio-Jacks
1x TOSLink
LED-Beleuchtung1x 4-Pin RGB-Header
3x 3-Pin ARGB-Header
FAN- und WaKü-Header 1x 4-Pin CPU-FAN-Header
1x 4-Pin CPU-OPT-Header
1x 4-Pin AIO-Pump-Header
5x 4-Pin Chassis-FAN-Header
Onboard-Komfort Status-LEDs, Flash-BIOS-Button
Herstellergarantie 3 Jahre (nur über Händler)

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CPU-OC: links mit den P- und rechts mit den E-Kernen
RAM-OC: unten links mit XMP; unten rechts mit manuellen Werten
Wärmebild des VRM-Bereichs beim ASUS ProArt Z690-Creator WiFi
Die USB-3.2-Gen2-Performance über den Z690-Chipsatz
Die USB-3.2-Gen2-Performance über den Intel JHL8540
Die USB-3.2-Gen1-Performance über den Z690-Chipsatz
Die SATA-6GBit/s-Performance über den Z690-Chipsatz
Die M.2-Performance über den Core i9-12900K mit PCIe 4.0 x4
Die M.2-Performance über den Z690-Chipsatz mit PCIe 4.0 x4

Das mitgelieferte Zubehör

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Obligatorisch liefert ASUS natürlich ein Mainboard-Handbuch und auch je einen Quick-Start-Guide sowie Sicherheitsinformationen mit. Die Treiber und Software befinden sich auf der beiliegenden DVD, leider hat sich ASUS in diesem Fall gegen den USB-Stick entschieden. Ebenfalls dabei sind vier SATA-Kabel, ein DisplayPort-Kabel sowie auch eine frei zu positionierende WLAN-Antenne. Bleiben noch der Q-Connector und weiteres M.2-Zubehör übrig. Für die ASUS-Control-Center-Express-Software liegt außerdem ein Lizenzschlüssel bei.


Intels Alder-Lake-S-Prozessoren nehmen in dem Sockel LGA1700 Platz und erhalten von Intel selbstverständlich auch neue, passende Chipsätze der 600-Serie. Als Flaggschiff dient der Z690-PCH, den Intel im Vergleich zum Vorgänger (Z590) ordentlich ausgebaut hat. Anstatt lediglich 24 freie PCIe-3.0-Lanes, kann der Z690-Chipsatz 16 PCIe-3.0- und zusätzlich 12 PCIe-4.0-Lanes bereitstellen, wodurch die Mainboard-Hersteller jede Menge Konfigurationsmöglichkeiten erhalten.

Auch der DMI-Datendurchsatz (Direct Media Interface) als Verbindung zwischen CPU und Chipsatz wurde ordentlich erweitert. War mit einem Z590-Mainboard und einer Rocket-Lake-S-CPU noch die PCIe-3.0-x8-Anbindung gängig (was PCIe 4.0 x4 entspricht), hat Intel die DMI-Anbindung bei den Z690-Mainboards mit der 12. Core-Generation auf PCIe 4.0 x8 verdoppelt. Bei den USB-Anschlüssen gibt es hingegen nur wenige Änderungen. Der Z690-Chipsatz kann nun vier statt "nur" drei USB-3.2-Gen2x2-Ports zur Verfügung stellen, die Anzahl der USB-3.2-Gen1- und Gen2-Schnittstellen bleibt hingegen unverändert. Der Z690-PCH unterstützt nun mit acht Stück zwei weitere SATA-6GBit/s-Ports.

Die Alder-Lake-S-Prozessoren bringen primär für die Grafikkarte(n) 16 PCIe-5.0-Lanes mit, die natürlich auch abwärtskompatibel sind. Die Mainboard-Hersteller können die 16 Lanes entweder im x16-, x16/x0 oder x8/x8-Modus verteilen. Hinzu kommen weitere vier Gen4-Lanes für ein NVMe-SSD.

Blockdiagramm zum Z690-Chipsatz


Die Intel-600-Chipsätze und LGA1700-Plattform im Vergleich
Z690
H670
B660
H610
Plattform Mainstream
Fertigung 14 nm
CPU-Sockel LGA1700
max. CPU-Kerne/Threads 8(p)+8(e)/24
CPU Code Name Alder Lake-S
DMI-Anbindung PCIe 4.0 x8
(128 GBit/s)
PCIe 4.0 x4
(64 GBit/s)
max. RAM-Takt (nativ) DDR5-4800 oder DDR4-3200
max. Arbeitsspeicher 128 GB 64 GB
RAM-Channel /
DIMMs pro Kanal
2/2
2/1
CPU-Overclocking Ja Nein Nein Nein
RAM-Overclocking Ja Ja Ja Nein
PCIe-5.0-
Konfiguration (CPU)
x16 oder
x8/x8
x16
PCIe-4.0-Lanes (CPU) 4 4 4 -
PCIe-4.0-Lanes (PCH) 12 12 6 -
PCIe-3.0-Lanes (PCH) 16 12 8 8
USB-3.2-Gen2x2-Ports 4 2 2 -
USB-3.2-Gen2-Ports 10 4 4 2
USB-3.2-Gen1-Ports 10 8 6 4
USB-2.0-Ports 14 14 12 10
SATA-6GBit/s-Ports 8 8 4 4


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Insgesamt bringt das ASUS ProArt Z690-Creator vier Kühlkörper mit: Zwei Stück sind für die Kühlung der CPU-Spannungsversorgung zuständig, ferner wird natürlich auch der Z690-Chipsatz passiv gekühlt. Ergänzend kommt ein kleiner, separater Kühler für den 10-GBit/s-LAN-Controller zum Einsatz. Bei der Verarbeitung der Kühler gibt es keine Beanstandungen, sie hinterlassen auch haptisch einen guten Eindruck. Die beiden VRM-Kühler nehmen nicht nur die Wandler selbst, sondern auch die Leistungsstufen zur Brust.

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Bei einem reinen Content-Creation-System sollte das CPU-Overclocking zwar eine eher untergeordnete Rolle spielen, dennoch ist dies dank des vorhandenen Z690-PCHs und der entsprechenden LGA1700-CPU natürlich möglich. Und unserer Ansicht nach hat ASUS bei der Spannungsversorgung solide Wahl getroffen. Zu sehen sind auf dem Bild 17 Spulen und ebensoviele Spannungswandler. 16 Stück sind allein für die VCore verantwortlich, bleibt dann noch eine Einheit für die GT-Spannung übrig.

ASUS setzt als Wandler die MP86992 von Monolithic Power Systems ein, die vom Hersteller mit bis zu 70 A spezifiziert sind. Multipliziert mit 16 ergibt sich theoretischer Gesamtoutput von 1.120 A. Als PWM-Controller verwendet ASUS ein eher unbekanntes Modell mit der Bezeichnung MP2960. Fakt ist allerdings, dass die 16 VCore-Spulen geteamed wurden, weshalb der PWM-Controller daher sehr wahrscheinlich im 8+1-Modus arbeitet. Je ein 8-Pin- und 4-Pin-Anschluss decken den Energiebedarf absolut ausreichend ab.

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Doch auch ein 6-Pin-Stromanschluss ist abseits der obligatorischen 24-Pin-Buchse ebenfalls präsent. Für sich für das ASUS ProArt Z690-Creator WiFi entscheidet, muss die neuen DDR5-Module verwenden. Bis zu vier Stück können untergebracht werden, weshalb die maximale RAM-Kapazität demnach 128 GB beträgt. Bei der effektiven Taktfrequenz soll es laut Hersteller bis auf 6.000 MHz hinaufgehen.

Hinterlassen hat ASUS natürlich auch die vier Status-LEDs sowie einen Jumper, der das CPU-Overvoltage-Feature im BIOS aktiviert. Der USB-C-Header steht in direktem Kontakt zum Z690-Chipsatz und arbeitet nach dem USB-3.2-Gen2x2-Standard.

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An Erwieterungsslots bringt das ASUS ProArt Z690-Creator WiFi lediglich drei Stück mit. Die beiden oberen x16-Steckplätze sind direkt mit dem LGA1700-Prozessor verbunden und arbeiten im x16/x0 oder x8/x8-Modus. Sie unterstützen auch offiziell den PCIe-5.0-Standard. Den untersten Anschluss hat ASUS mit maximal PCIe-3.0-x4-Anbindung an den Z690-Chipsatz gekoppelt.

PCIe-Slots und deren Lane-Anbindung
Mechanischelektrische
Anbindung (über)
Eine PCIe-x16-KarteZwei PCIe-x16-Karten
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PCIe 5.0 x16 x16/x8 (CPU) x16 x8
- - - -
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PCIe 5.0 x16 x8 (CPU) - x8
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PCIe 3.0 x16 x4 (Z690) - -

Durch den Anwender lassen sich bis zu vier M.2-SSDs auf dem ASUS ProArt Z690-Creator WiFi unterbringen. Wie gehabt, arbeitet der oberste Anschluss direkt mit dem LGA1700-Prozessor zusammen. Die restlichen drei Stück hingegen über den Z690-Chipsatz. Alle vier Konnektoren sind dabei mit bis zu PCIe 4.0 x4 angebunden. Dadurch, dass ASUS gleich acht native SATA-6GBit/s-Buchsen verbaut hat, werden die Ports 5 bis 8 deaktiviert, sobald sich im M.2-Anschluss unten rechts ein Modul befindet. Ob PCIe- oder SATA-Mode spielt keine Rolle.


Sechs von den insgesamt acht nativen SATA-6GBit/s-Ports wurden um 90 Grad angewinkelt. Die übrigen zwei Stück wurden hingegen vertikal am Rand des PCBs platziert.


Das I/O-Panel des ASUS ProArt Z690-Creator WiFi in der Übersicht
DisplayPort 1.4 in-----10-GBit/s-LAN
(Marvell AQtion)
2,5 GBit/s-LAN
(Intel I225-V) 
4x USB 3.2 Gen2
(Z690)
WLAN-Modul5x 3,5 mm Klinke
Flash-BIOS-Button
DisplayPort 1.4 inHDMI 2.1 out1x USB 3.2 Gen2 (Z690)
1x TB 4
1x USB 3.2 Gen2 (Z690)
1x TB 4

Das I/O-Panel dürfte für den ambitionierten Content Creator kaum Wünsche offen lassen. Sechs USB-3.2-Gen2-Ports, je ein 2,5-GBit/s- und 10-GBit/s-LAN-Anschluss sind nur ein Teil der Anschlussmöglichkeiten. ASUS hat am Anschlussfeld außerdem einen HDMI-2.1-Grafikausgang, Intels Wi-Fi-6E-AX210-Modul, dazu fünf 3,5-mm-Klinke-Buchsen und auch einen Flash-BIOS-Button hinterlassen. Intels JHL8540-Thunderbolt-4-Controller stellt hingegen das Highlight dar, der sich um zwei USB-Typ-C-Buchsen und um die beiden DisplayPort-1.4-Grafikeingänge kümmert.

Die dedizierte Grafikkarte lässt sich somit an die DisplayPort-Eingänge anschließen, sodass das DisplayPort-Signal über die USB-Typ-C-Anschlüsse für kompatible Displays genutzt werden kann. Im Thunderbolt-4-Modus lassen sich Daten mit bis zu 40 GBit/s übertragen.

Im Audio-Bereich geht ASUS allerdings nicht in die Vollen und belässt es beim Realtek ALC1220 als Codec, zusammen mit sechs Audio-Kondensatoren.

Von den Spezifikationen zeigt sich, dass ASUS' ProArt Z690-Creator WiFi für den Content Creator eine Menge an Bord hat. Auch beim Layout erlaubte sich ASUS keine groben Schnitzer und so bekommt der Anwender eine übersichtliche und ordentliche Platine. Für die Kühlung bringt das Mainboard sowohl einen CPU-FAN- als auch einen CPU-OPT-FAN mit. Für eine AIO ist auch ein entsprechender Header verfügbar. Hinzu kommen fünf System-FAN-Header.


BIOS

Ausgeliefert wurde das ProArt Z690-Creator WiFi nicht mit der aktuellsten BIOS-Version. Die zum Testzeitpunkt aktuelle BIOS-Version 1403 haben wir mittels der Instant-Flash-Funktion erwartungsgemäß ohne Komplikationen aufspielen können. ASUS hat generell schon zahlreiche Verbesserungen am BIOS vorgenommen:

Generell werden dunkle Farben auf den Monitor gezaubert. Dabei werden die einzelnen Punkte blau hervorgehoben und die restlichen Werte in weißer Schrift dargestellt. Oben links angefangen, sind an dieser Stelle das aktuelle Datum und auch die Uhrzeit ist einsehbar. Rechts daneben kann auch die generelle UEFI-Sprache geändert werden. Mit dabei ist der "AI OC Guide", der eine Art Overclocking-Assistent ist und Neueinsteigern das Overclocking einfacher machen soll. Eingefleischte Overclocker werden von dieser Funktion in der Regel die Finger lassen und stattdessen sämtliche Einstellungen manuell festlegen. Dennoch ist es schön zu sehen, dass Einsteiger nicht im Regen stehen gelassen werden.

In der nächsten Zeile werden die üblichen Vorabinformationen wie das Mainboardmodell inkl. BIOS-Version, die aktuell installierte CPU inkl. Taktfrequenz sowie die Arbeitsspeicher-Kapazität angezeigt. Weiter rechts sind dann auch gleich die CPU- und Mainboard-Temperatur zu sehen, zusätzlich auch die CPU-Spannung. Eine Etage tiefer teilt auf der linken Seite ein ergänzender RAM-Status mit, in welchen Slots aktuell welche Module mit welcher Kapazität und der aktuell anliegenden Taktung installiert sind. Zudem kann auf Wunsch auch gleich ein Extreme-Memory-Profile (kurz: XMP) ausgewählt werden, sofern vorhanden. Wer sich für die derzeit angekoppelten Storage-Gerätschaften interessiert, erhält diese Infos direkt rechts daneben. Hinzu kommen dann wiederum unten noch die Lüftergeschwindigkeiten, die sich mit der Funktion "QFan Control" auch gleich individuell festlegen lassen.

Am rechten Rand des Bildschirms kann vom Anwender das grundlegende Funktionsschema ausgewählt werden. Standardmäßig ist der normale Modus aktiviert. Es lassen sich jedoch auch "ASUS Optimal" und der Modus "Power Saving" aktivieren. Während beim "ASUS Optimal"-Modus das System auf gesteigerte Performance ausgelegt ist, lässt sich das Setup mit dem "Power Saving"-Modus effizienter betreiben. Darunter kann die Boot-Reihenfolge mit Leichtigkeit abgeändert werden. Entweder per Klick auf "Advanced Mode" oder mit einem Tastendruck auf "F7" gelangen wir in die erweiterte Ansicht, die wir uns nun anschauen werden.

Advanced-Mode: Optisch genau wie der EZ-Mode, allerdings nach traditioneller Art und Weise strukturiert. Der erste Menüpunkt ist das "My Favorites"-Feature, das die Auswahl der häufig verwendeten Funktionen aus dem BIOS anzeigt, die der Nutzer frei auswählen kann. Für das Hinzufügen oder Entfernen von Funktionen muss dafür oben der Punkt "MyFavorite(F3)" angeklickt oder die Taste "F3" gedrückt werden. Dies öffnet ein eigenständiges Fenster, in dem die Funktionen ausgewählt werden können.

Auf der "Main"-Seite werden noch einmal einige Vorabinformationen wie die BIOS-Version, das installierte Prozessormodell und einige RAM-Infos angezeigt. Auch hier lässt sich die Menüsprache ändern, falls gewünscht. Sämtliche Overclocking-Funktionen sind im Ai-Tweaker-Reiter hinterlegt worden, und es sind wieder einmal sehr viele Funktionen implementiert worden. Ob es nun um die Taktfrequenz von CPU oder Arbeitsspeicher oder doch um die einzelnen Spannungen geht, hier wird der Anwender fündig. Zur Unterstützung wird jeweils unten erklärt, was die einzelnen Funktionen bewirken.

Wie immer können die zahlreichen Onboard-Komponenten mithilfe des nächsten Reiters konfiguriert werden. Auch wenn auf der rechten Seite ständig einige Informationen vom Hardware-Monitor angezeigt werden, hat ASUS eine eigene "Monitor"-Seite umgesetzt, auf der unter anderem die Lüfter gesteuert werden können. Aber auch die Temperaturen und Spannungen werden noch einmal aufgelistet.

Sämtliche Einstellungen, die den Startvorgang betreffen, wurden auf den Reiter "Boot" geparkt. Wer sich von dem Boot-Logo gestört fühlt, kann es dort abschalten. Zusätzlich sind an dieser Stelle die Boot-Overrides untergebracht worden, die man häufig auch auf der letzten Seite findet. ASUS gibt auch hier erneut ein paar Tools mit auf den Weg. Darunter das "ASUS EZ Flash 3 Utility", womit das UEFI entweder über einen USB-Datenträger oder aber über das Internet aktualisiert werden kann. Sämtliche UEFI-Einstellungen können mithilfe des "ASUS Overclocking Profile" in maximal acht Profilen gesichert werden, die auch von einem USB-Stick exportiert und importiert werden können. "ASUS SPD Information" liest die Serial Presence Detect-Werte aus den DIMMs aus. Und unter "Exit" können die gesetzten Settings abgespeichert und auch die Default-Werte geladen werden. Bevor das UEFI die Settings abspeichert, zeigt ein kleines Fenster alle Einstellungen an, die verändert wurden. Wer sich nützliche Notizen anlegen möchte, muss glücklicherweise auf keinen Zettel und Stift zurückgreifen, sondern verwendet einfach das "Quick Note"-Feature.

Die Bedienbarkeit der UEFI-Oberfläche stufen wir als akzeptabel ein. Die Navigation kann durch die Menüs nach langer UEFI-Benutzung in meist ruckeliger Weise durchgeführt werden, was wir schon häufiger kritisieren mussten. Abgesehen von dieser Tatsache wurden alle gewählten Einstellungen zu unserer vollsten Zufriedenheit übernommen. Auch gab es an der Stabilität nichts zu bemängeln. Neu ist die Implementierung von dem nützlichen Tool "MemTest86", das direkt aus dem BIOS heraus gestartet werden kann, um die DIMM-Module auf Fehler hin zu überprüfen.

Overclocking

Mit 17 effektiven CPU-Spulen und den zahlreichen Onboard- und BIOS-Features eignet sich das ASUS ProArt Z690-Creator WiFi sehr gut zum Übertakten.

Auf dem ASUS ProArt Z690-Creator WiFi ist eine Veränderung des Grundtakts von 40,0000 MHz bis 538,0000 MHz in 0,0010-MHz-Schritten möglich. Bei der CPU-Spannung stehen dem Anwender der Override- und der Offset-Modus zur Auswahl. Im Override-Modus lässt sich die Spannung von 0,60000 V bis 1,70000 V in 0,00500-V-Intervallen verändern. Der Offset-Modus hingegen erlaubt die Veränderung der CPU-Spannung von -0,63500 V bis +0,63500 V in ebenfalls 0,00500-V-Schritten. Die Arbeitsspeicher-Taktraten reichen von 800 MHz bis 13.333 MHz.

Vorhanden ist darüber hinaus auch ein CPU-Overvoltage-Jumper, der das gleichnamige Feature im BIOS freischaltet, sodass einige Spannungen weiter erhöht werden können. Diese Maximalwerte haben wir in der Tabelle in Klammern hinterlassen. Alle weiteren Overclocking-Funktionen können der folgenden Tabelle entnommen werden.

Die Overclocking-Funktionen des ASUS ProArt Z690-Creator WiFi in der Übersicht
Base Clock Rate 40,0000 MHz bis 538,0000 MHz in 0,0010-MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,60000 V bis 1,70000 V (2,10000 V) in 0,00500-V-Schritten (Override-Modus)
-0,63500 V bis +0,63500 V in 0,00500-V-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 0,80000 V bis 1,43500 V (2,07000) in 0,01000-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-SA-Spannung 0,70000 V bis 1,80000 V  in 0,00100-V-Schritten (Fixed-Modus)
-0,99900 V bis 0,99900 V V in 0,00100-V-Schritten (Offset-Modus)
CPU-AUX-Spannung - nicht möglich -
CPU-1,8V-Spannung 1,50000 V bis 2,10000 V (3,00000 V) in 0,01000-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCH-Core-Spannung 0,70000 V bis 1,30000 V in 0,01000-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCIe-Taktmöglich
Weitere SpannungenCPU L2, DRAM VDDQ, IVR Transmitter VDDQ, IMC, PMIC, CPU 1,8V Small Rail, PLL Termination, PCH 1,05V, CPU Input Voltage Reset, Eventual CPU Input, Core PLL, GT PLL, Ring PLL, SA PLL, IMC PLL
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 49 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, EIST
Turbo-Modus (All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und sechs optionale Fans, LLC Level 1 bis 8

Eines vorweg: Mit dem ASUS ProArt Z690-Creator WiFi sollten beim Overclocking keine Wunder erwartet werden, doch dies soll auch gar nicht das Hauptaugenmerk dieser Platine sein. Dennoch können sich die Ergebnisse sehen lassen und wurden von uns als solide eingestuft. Mit den acht Performance-Kernen ging es bis auf 5,1 GHz und die Effizienz-Kernchen konnten wir bis auf 4,2 GHz hieven. Generell sollte die Spannungsangabe auf den CPU-Z-Screenshots ignoriert werden, denn dies sind klassische Auslesefehler. In Verbindung mit HWINFO64 wurden uns dann die korrekten Spannungen angezeigt.

Für die 5,1 GHz mussten es mindestens 1,260 V und für die 4,2 GHz als Minimum 1,255 V.

Auch beim RAM-Overclocking haben wir keine Rekorde erwartet. Das XMP wurde anstandslos in die Tat umgesetzt. Manuell konnten wir bis auf DDR5-5600 hinaufgehen. Oberhalb davon verweigerte das Mainboard trotz erhöhter Spannungen schlicht den Dienst.

VRM-Wärmebild-Analyse

Um die Hitzeentwicklung des VRM-Bereichs besser beurteilen zu können, haben wir für diesen Test die Flir One Pro (Android USB-C) eingesetzt, die für unser Einsatzgebiet absolut ausreichend ist und Temperaturen von -20°C bis +400°C mit einer Genauigkeit von ±3°C oder ±5%, je nach Umgebungstemperatur, erfassen kann. Die Wärmebild-Auflösung beträgt 160 x 120 Pixel und das erstellte Bild löst mit 1.440 x 1.080 Pixel auf.

Der Prozessor wird unter Berücksichtigung der BIOS-Default-Settings mit Prime95 inkl. AVX unter Volllast gesetzt. Nach fünf Minuten Laufzeit erstellen wir das Wärmebild.

Die Wandler von Monolithic Power Systems haben den Ruf, dass sie sehr effizient zu Werke gehen. Zumindest bei der Abwärme trifft dies auch zu. In der Praxis konnten wir festhalten, dass selbst die 50°C-Marke nicht überschritten wurde. Man kann mit den Werten durchaus zufrieden sein.


Mit diesem Testsystem haben wir das ASUS ProArt Z690-Creator WiFi getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 4.800 MHz und CL40-40-40-72 2T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim ASUS ProArt Z690-Creator WiFi mussten wir im BIOS keine Änderungen vornehmen, die Turbo-Einstellungen arbeiteten bereits korrekt.

Wir testen allerdings nur noch sechs Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark (Time Spy und Fire Strike), SuperPi 8M, Cinebench R23, Cinebench R20 und AIDA 64 Memory Benchmark:

3DMark

Time Spy

Futuremark Punkte
Mehr ist besser

3DMark

Fire Strike

Futuremark Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R23

Multi Threaded

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R20

Multi Threaded

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

AIDA 64

Memory Benchmark (lesen)

MB pro Sekunde
Mehr ist besser

AIDA 64

Memory Benchmark (schreiben)

MB pro Sekunde
Mehr ist besser

SuperPi 8M

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Bei der Performance liefert das ASUS ProArt Z690-Creator WiFi mit grundsoliden Werten ab.

Auch weiterhin werden wir die Bootzeit protokollieren. Wir messen die Zeit in Sekunden, wie lange das Mainboard benötigt, um alle Komponenten zu initialisieren und mit dem Windows-Bootvorgang beginnt.

Bootzeit

Vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

In der jungen Vergangenheit neigten einige LGA1700-Mainboards zu langen POST-Zeiten, das ASUS ProArt Z690-Creator WiFi startet trotz der etwas umfangreicheren Ausstattung ganz flott durch und benötigte lediglich 14,33 Sekunden.


Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das ASUS ProArt Z690-Creator WiFi bringt einige Zusatz-Controller mit. Zwei LAN-Controller, einen Thunderbolt-4-Controller sowie ein WLAN- und Bluetooth-Modul und ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 23 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Version 29.8 Build 6, Small-FFTs, Vollauslastung). Die jeweiligen Leistungs-Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die GeForce RTX 2060. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration anscheinend gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme (normal)

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Aufgrund der umfangreicheren Ausstattung haben wir zu Anfang bereits eine erhöhte Leistungsaufnahme erwartet. Gemessen wurden knapp über 58 W und damit liegt dieser Wert besser als wir erwartet hätten.

Cinebench R23 (normal)

Leistungsaufnahme xCPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Durchschnittlich sahen die Verbrauchswerte dann in Verbindung mit Cinebench R23 aus. Das Verbrauchsmessgerät zeigte eine Leistungsaufnahme von 318,3 W an.

Leistungsaufnahme Prime95 (normal)

inkl. AVX/AVX2

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Deutlich mehr Energie wurde dann mit Prime95 in Beschlag genommen. Mit rund 360 W positioniert sich das ASUS ProArt Z690-Creator WiFi eher in Richtung Unterdurchschnitt.

CPU-Spannungen Prime95 (normal)

inkl. AVX/AVX2

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Die VCore stieg auf knapp 1,3 V an, gemessen mit HWINFO64.

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sofern möglich sind hier vorhandene Zusatzchips deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die GeForce RTX 2060 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme (reduziert)

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Im BIOS haben wir den Thunderbolt-4-Controller und auch den 10-GBit/s-LAN-Port deaktiviert. Im Idle konnten wir somit immerhin 2,6 W einsparen.

Cinebench R23 (reduziert)

Leistungsaufnahme xCPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Beim zweiten Cinebench-R23-Durchgang sank die Leistungsaufnahme auf 313,6 W und entspricht einer Einsparung von 4,7 W.

Leistungsaufnahme Prime95 (reduziert)

inkl. AVX/AVX2

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Und schließlich fiel der Energiebedarf auch mit Prime95 etwas geringer aus. Immerhin 2,1 W weniger wurden gemessen.

CPU-Spannungen Prime95 (reduziert)

inkl. AVX/AVX2

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Die VCore blieb bei den bereits vorherigen 1,296 V.

Bei der üppigen Ausstattung darf kein Effizienzwunder erwartet werden. Dennoch hält sich der Energiebedarf beim ASUS ProArt Z690-Creator WiFi in Grenzen.


USB-3.2-Gen2-Performance

Das ASUS ProArt Z690-Creator WiFi stellt acht USB-3.2-Gen2-Schnittstellen bereit. Alle acht Stück befinden sich am I/O-Panel. Sechs Ports arbeiten über den Z690-Chipsatz und die beiden Typ-C-Anschlüsse mit dem Intel-JHL8540 zusammen.

Für den Test setzen wir die externe NVMe-SSD WD_Black P50 mit 2-TB-Kapazität von Western Digital ein, die den USB-3.2-Gen2x2-Standard (20 GBit/s) unterstützt und damit mehr als genug geeignet ist, die USB-Schnittstellen zu testen.


Mit jeweils über 1.000 MB/s wurden über den Z690-Chipsatz und dem Thunderbolt-4-Controller sehr gute USB-3.2-Gen2-Werte erreicht.

USB-3.2-Gen1-Performance

An USB-3.2-Gen1-Buchsen bietet das ASUS ProArt Z690-Creator WiFi lediglich zwei Stück an. Beide werden über den Onboard-Header zur Verfügung gestellt und gehen direkt über den Z690-Chipsatz ans Werk. Für den USB-3.2-Gen1-Performancetest haben wir ebenfalls die oben genannte USB-3.2-Gen2x2-Lösung verwendet.

Und auch mit Werten um 460 MB/s wird eine sehr gute USB-3.2-Gen1-Performance geliefert.

SATA-6GBit/s-Performance

ASUS' ProArt Z690-Creator WiFi stellt acht SATA-6GBit/s-Buchsen bereit. Intels Z690-PCH kümmert sich um alle acht Ports. Für den Test verwenden wir die SanDisk Extreme 120, die wir natürlich direkt an die SATA-Ports anschließen.

Intels Z690-Chipsatz konnte die SanDisk Extreme 120 beim Lesen bis 527 MB/s und beim Schreiben bis auf 493 MB/s beschleunigen. Dies sind solide Transferraten.

M.2-Performance

Auf dem ASUS ProArt Z690-Creator WiFi halten sich drei M.2-Schnittstellen über den Z690-Chipsatz bereit, welche mit jeweils vier Gen4-Lanes angebunden sind (64 GBit/s). Die oberste M.2-Schnittstelle agiert direkt über den LGA1700-Prozessor mit max. PCIe 4.0 x4. Für den M.2-Test verwenden wir die Corsair MP600 mit 1-TB-Speicherkapazität, die auf eine Länge von 8 cm kommt und von Corsair mit 4.950 MB/s lesend und 4.250 MB/s schreibend spezifiziert wurde. Als Protokoll nutzt das Solid State Module NVMe.


Last but not least kommen wir nun zu den M.2-Performance-Werten. Sowohl über den Core i9-12900K als auch über den Z690-Chipsatz wird Corsairs MP600 mit 1 TB ordentlich unter Last gesetzt. Die sequentiellen Datenraten kletterten lesend auf knapp über 5.000 MB/s und schreibend reichte es bis um die 4.270 MB/s.


Es lässt sich nicht bestreiten, dass gerade der Core i9-12900K nicht nur zum Gaming, sondern auch für Content-Creation-Anwendungen geeignet ist. An die letztgenannte Zielgruppe möchte sich ASUS mit dem ProArt Z690 Creator WiFi richten und hat die ATX-Platine mit einer Menge Ausstattung versehen, die auf dem aktuellsten Stand (2022) ist. Der LGA1700-CPU können bis zu 128 GB DDR5-RAM zur Seite gestellt werden, wobei ASUS den Höchsttakt mit 6.000 MHz angibt. Im Praxiseinsatz konnten wir immerhin DDR5-5600 erreichen. Und bei Bedarf ist auch eine tatkräftige 16+1-CPU-Spannungsversorgung zur Stelle und ermöglicht auch etwas CPU-Overclocking. Doch dies ist nicht das Hauptaugenmerk des ProArt Z690-Creator WiFi.

ASUS platziert die Platine für Content Creator - und genau dafür bringt sie eine passende Ausstattung mit. Die beiden oberen PEG-Steckplätze arbeiten direkt mit dem LGA1700-Prozessor zusammen und unterstützen auch den PCIe-5.0-Standard. Am I/O-Panel hat ASUS zwei USB-Typ-C-Schnittstellen hinterlassen, die beide über Intels JHL8540 ans Werk gehen und somit auch Thunderbolt 4 unterstützen. Um das Bildsignal von der dedizierten Grafikkarte über die Typ-C-Anschlüsse auszugeben, bringt das Anschlussfeld außerdem zwei DisplayPort-1.4-Eingänge mit. Luxuriös geht es auch im Netzwerk-Bereich zu, denn ASUS hat es nicht bei einem 2,5-GBit/s-LAN-Port und beim Wi-Fi-6E-AX210-Modul belassen, sondern hat das ProArt Z690-Creator WiFi auch mit einem 10-GBit/s-LAN-Anschluss ausgestattet.

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Um die Content-Daten entsprechend auszulagern, sind auf dem ProArt Z690-Creator WiFi nicht nur acht SATA-6GBit/s-Buchsen vertreten, sondern auch gleich vier M.2-M-Key-Schnittstellen mit bis zu PCIe-4.0-x4-Anbindung. Das Ganze natürlich inklusive Kühler. Mit dem Realtek ALC1220 wird ein absolut stimmiger Audio-Codec verwendet. Zu den Audio-Anschlussmöglichkeiten zählen einzig die fünf 3,5-mm-Klinke-Buchsen, TOSLink ist leider nicht verfügbar. An dessen Stelle tritt hingegen der Flash-BIOS-Button in Erscheinung. Die Leistungsaufnahme fiel entsprechend durchschnittlich bis leicht unterdurchschnittlich aus. Der POST dauerte etwa nur 14 Sekunden an, was absolut in Ordnung geht.

Hat denn das ASUS ProArt Z690-Creator WiFi überhaupt Schwachstellen? Wir hätten gern auch einen Clear-CMOS-Button gesehen. Davon ab muss natürlich auch der hohe Anschaffungspreis von mindestens 542 Euro angesprochen werden. Zusammen mit dem Core i9-12900K liegt man bereits bei über 1.000 Euro allein für Mainboard und CPU. Rein technisch betrachtet hat die Platine allerdings gut abgeliefert.

Positive Eigenschaften des ASUS ProArt Z690-Creator WiFi:

Negative Eigenschaften des ASUS ProArt Z690-Creator WiFi:

Preise und Verfügbarkeit
ASUS ProArt Z690 Creator WiFi
Nicht verfügbar 599,90 Euro Ab 550,70 EUR