Solider LGA1700-Unterbau mit langem Startatem: Das Gigabyte Z690 AORUS Ultra im Test

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gigabyte z690 aorus ultra logoAls allererstes LGA1700-Mainboard hatten wir zum Alder-Lake-S-Launch Gigabytes Z690 AORUS Master im Test (Hardwareluxx-Test), das in vielen Punkten überzeugend war. Direkt unterhalb des Master-Modells angesiedelt, ist das Z690 AORUS Ultra aus der oberen Mittelklasse, das wir von Gigabyte für einen Testbericht erhalten haben. Kann auch das Z690 AORUS Ultra überzeugen?

Im Vergleich zum Z690 AORUS Master hat Gigabyte beim Z690 AORUS Ultra die Anzahl der VCore-Leistungsstufen von 19 auf 16 Stück reduziert. Davon abgesehen, bleibt es bei zusätzlichen zwei AUX-Spulen und einer GT-Spule. Dies sind Änderungen auf dem Papier, die im praktischen Einsatz allerdings nicht unbedingt negativ auffallen müssen. Um den Sockel LGA1700 hat das Unternehmen eine gute Ausstattung verbaut, die dem Großteil der Nutzer mehr als ausreichen dürfte.

So bringt das Z690 AORUS Ultra zahlreiche USB- und Storage-Schnittstellen mit. Auch ist ein PCIe-5.0-x16-Steckplatz für eine dedizierte Grafikkarte mit an Bord und gesellt sich zu zwei mechanischen PCIe-3.0-x16-Slots. Hinzu kommen Wi-Fi 6, 2,5 GBit/s-LAN sowie etwas Onboard-Komfort. Um den Sound kümmert sich Realteks 4080-Codec und für die Kühlung hat Gigabyte ebenfalls eine Menge Header hinterlassen. Alles in allem klingt das Gigabyte Z690 AORUS Ultra wie ein ziemlich rundes Paket.

Von den Abmessungen her hat sich Gigabyte beim Z690 AORUS Ultra für das ATX-Format entschieden. Auch ist das PCB wieder in Schwarz gehalten, das Ultra-Modell bringt allerdings deutlich mehr silberne Oberflächen. Besonders auffällig ist auch in diesem Fall der große M.2-Kühler nahe des CPU-Sockels.

Die technischen Eigenschaften

Das Gigabyte Z690 AORUS Ultra wurde mit folgenden technischen Eigenschaften versehen:

Die Daten des Gigabyte Z690 AORUS Ultra in der Übersicht
Hersteller und
Bezeichnung
Gigabyte
Z690 AORUS Ultra
Mainboard-Format ATX
CPU-Sockel LGA1700 (für Intel Alder Lake-S)
Stromanschlüsse 1x 24-Pin ATX
1x 8-Pin EPS12V
1x 4-Pin +12V
Phasen/MOSFETs 19 Stück (16+1+2)
16x Renesas RAA22010540 (VCore, 105A)
2x Monolithic Power MP87992 (VCCAUX, 70A)
1x Renesas RAA22010540 (VCCGT, 105A)
Preis
ab 339 Euro
Webseite Gigabyte Z690 AORUS Ultra
 
Southbridge-/CPU-Features
Chipsatz, Kühlung Intel Z690-Chipsatz, passiv
Speicherbänke und Typ 4x DDR5 (Dual-Channel), max. 6.200 MHz
Speicherausbau max. 128 GB (mit 32-GB-UDIMMs)
SLI / CrossFire 2-Way CrossFireX
 
Onboard-Features
PCI-Express 1x PCIe 5.0 x16 (x16) über CPU
2x PCIe 3.0 x16 (x4) über Intel Z690
Storage-Schnittstellen 6x SATA 6GBit/s über Intel Z690
1x M.2 M-Key mit PCIe 4.0 x4 über CPU
2x M.2 M-Key mit PCIe 4.0 x4 über Intel Z690
1x M.2 M-Key mit PCIe 4.0 x4/SATA 6 GBit/s über Intel Z690
USB PCH: 2x USB 3.2 Gen2x2 (1x extern, 1x intern), 4x USB 3.2 Gen2 (4x extern)
2x Realtek RTS5411E: 6x USB 3.2 Gen1 (4x extern, 2x intern)
2x USB-2.0-Hubs: 8x USB 2.0 (4x extern, 4x intern)
Grafikschnittstellen 1x DisplayPort 1.2 Out
WLAN / Bluetooth WiFi 802.11a/b/g/n/ac/ax über Intel Wi-Fi 6 AX200, Dual-Band, max. 2,4 GBit/s, Bluetooth 5.2
Thunderbolt -
LAN 1x Intel I225-V 2,5-GBit/s-LAN
Audio-Codec
und Anschlüsse
8-Channel Realtek ALC4080 Codec
2x 3,5 mm Audio-Jacks
1x TOSLink
LED-Beleuchtung I/O-Panel-Cover
2x 4-Pin RGB-Header
2x 3-Pin ARGB-Header
FAN- und WaKü-Header 1x 4-Pin CPU-FAN-Header
1x 4-Pin CPU-WaKü-Pump-Header
2x 4-Pin System-FAN/WPump-Header
4x 4-Pin System-FAN-Header
Onboard-Komfort Status-LEDs, Q-Flash-Plus-Button (intern), Power-Button, Reset-Button
Herstellergarantie 3 Jahre (nur über Händler)

CPU-OC: links mit den P-Kernen und rechts mit den E-Kernen
RAM-OC: unten links mit XMP; unten rechts mit manuellen Werten
Wärmebild vom VRM-Bereich beim Gigabyte Z690 AORUS Ultra
Die USB-3.2-Gen2x2-Performance über den Z690-Chipsatz
Die USB-3.2-Gen2-Performance über den Z690-Chipsatz
Die USB-3.2-Gen1-Performance über den Realtek RTS5411E
Die SATA-6GBit/s-Performance über den Z690-Chipsatz
Die M.2-Performance über den Core i9-12900K mit PCIe 4.0 x4
Die M.2-Performance über den Z690-Chipsatz mit PCIe 4.0 x4

Das mitgelieferte Zubehör

Das Gigabyte Z690 AORUS Ultra bringt auch ein paar Beilagen mit. So konnten wir in der Verpackung auch das User Manual und dazu ein Quick-Installation-Guide sowie auch sechs SATA-Kabel auffinden. Doch auch die WLAN-Antenne, je ein RGB-LED-Verlängerungs- und Noise-Detection- sowie zwei Thermistor-Kabel sind mit dabei. Bleiben noch die vier M.2-Schrauben, der G-Connector und ein Gigabyte-AORUS-Sticker übrig.


Intels Alder-Lake-S-Prozessoren nehmen in dem Sockel LGA1700 Platz und erhalten von Intel selbstverständlich auch neue, passende Chipsätze der 600-Serie. Als Flaggschiff dient der Z690-PCH, den Intel im Vergleich zum Vorgänger (Z590) ordentlich ausgebaut hat. Anstatt lediglich 24 freie PCIe-3.0-Lanes, kann der Z690-Chipsatz 16 PCIe-3.0- und zusätzlich 12 PCIe-4.0-Lanes bereitstellen, wodurch die Mainboard-Hersteller jede Menge Konfigurationsmöglichkeiten erhalten.

Auch der DMI-Datendurchsatz (Direct Media Interface) als Verbindung zwischen CPU und Chipsatz wurde ordentlich erweitert. War mit einem Z590-Mainboard und einer Rocket-Lake-S-CPU noch die PCIe-3.0-x8-Anbindung gängig (was PCIe 4.0 x4 entspricht), hat Intel die DMI-Anbindung bei den Z690-Mainboards mit der 12. Core-Generation auf PCIe 4.0 x8 verdoppelt. Bei den USB-Anschlüssen gibt es hingegen nur wenige Änderungen. Der Z690-Chipsatz kann nun vier statt "nur" drei USB-3.2-Gen2x2-Ports zur Verfügung stellen, die Anzahl der USB-3.2-Gen1- und Gen2-Schnittstellen bleibt hingegen unverändert. Der Z690-PCH unterstützt nun mit acht Stück zwei weitere SATA-6GBit/s-Ports.

Die Alder-Lake-S-Prozessoren bringen primär für die Grafikkarte(n) 16 PCIe-5.0-Lanes mit, die natürlich auch abwärtskompatibel sind. Die Mainboard-Hersteller können die 16 Lanes entweder im x16-, x16/x0 oder x8/x8-Modus verteilen. Hinzu kommen weitere vier Gen4-Lanes für ein NVMe-SSD.

Blockdiagramm zum Z690-Chipsatz


Die Intel-600-Chipsätze und LGA1700-Plattform im Vergleich
Z690
H670
B660
H610
Plattform Mainstream
Fertigung 14 nm
CPU-Sockel LGA1700
max. CPU-Kerne/Threads 8(p)+8(e)/24
CPU Code Name Alder Lake-S
DMI-Anbindung PCIe 4.0 x8
(128 GBit/s)
PCIe 4.0 x4
(64 GBit/s)
max. RAM-Takt (nativ) DDR5-4800 oder DDR4-3200
max. Arbeitsspeicher 128 GB 64 GB
RAM-Channel /
DIMMs pro Kanal
2/2
2/1
CPU-Overclocking Ja Nein Nein Nein
RAM-Overclocking Ja Ja Ja Nein
PCIe-5.0-
Konfiguration (CPU)
x16 oder
x8/x8
x16
PCIe-4.0-Lanes (CPU) 4 4 4 -
PCIe-4.0-Lanes (PCH) 12 12 6 -
PCIe-3.0-Lanes (PCH) 16 12 8 8
USB-3.2-Gen2x2-Ports 4 2 2 -
USB-3.2-Gen2-Ports 10 4 4 2
USB-3.2-Gen1-Ports 10 8 6 4
USB-2.0-Ports 14 14 12 10
SATA-6GBit/s-Ports 8 8 4 4



Sowohl der Chipsatzkühler als auch der VRM-Kühler sind von Gigabyte ordentlich dimensioniert worden. Durch die Heatpipe bilden zwei Kühlerblöcke eine Einheit, wovon einer sogar mit feinen Kühlfinnen bestückt wurde. Ersichtlich ist zudem, dass nicht nur die Spannungswandler einige Kondensatoren direkt gekühlt werden, sondern auch die Spulen selbst.

Ganz zu Anfang dieses Testberichts haben wir die 16 VCore-Spulen erwähnt, die auf dem Gigabyte Z690 AORUS Ultra Verwendung finden. Als Power-Stages setzt Gigabyte auf die RAA22010540 von Renesas mit einem Maximal-Output von satten 105 A. Dies trifft übrigens auch für die GT-Spule zu. Einzig für die AUX-Spannung wird auf zwei MP87992 von Monolithc Power Systems mit einem Rating von 70 A gesetzt. Auf der VCore-Ebene sind es somit summiert bis zu 1.680 A.

Der RAA229131-PWM-Controller kommt ebenfalls aus dem Hause Renesas und kann sich allein um die Ansteuerung der 19 Spulen kümmern. Sein Maximum beträgt 20 Stück, sodass die Rechnung gut aufgeht. Je ein 8-Pin- und 4-Pin-Anschluss stehen hierbei als Energie-Input zur Verfügung.

Die vier DDR5-UDIMM-Speicherbänke wurden von Gigabyte mit Metall verstärkt und können bis zu 128 GB RAM aufnehmen. Als maximale Taktfrequzenz gibt Gigabyte effektiv 6.200 MHz an. Um die RAM-Steckplätze herum wurden neben dem 24-Pin-Stromanschluss, einer ausführlichen Debug-LED und einem Power-Button zahlreiche FAN-Header hinterlassen. Doch auch ein USB-3.2-Gen1-Header über den zweiten RTS5411E-Hub sowie ein USB-3.2-Gen2x2-Header sind vertreten.

An Erweiterungssteckplätzen gibt es auf dem Gigabyte Z690 AORUS Ultra lediglich den PCIe-5.0-x16-Slot über den LGA1700-Prozessor und zusätzlich zwei mechanische PCIe-3.0-x16-Anschlüsse mit PCIe-3.0-x4-Anbindung über den Z690-Chipsatz. In einer Linie wurden die Zwischenräume mit insgesamt vier M.2-M-Key-Schnittstellen ausgefüllt. Wie gehabt, agiert der oberste M.2-Anschluss direkt über den Alder-Lake-S-Prozessor mit maximal PCIe 4.0 x4.

Das Dreier-Gespann selbst wird vom PCH mit den Lanes versorgt. Auch hier geht es jeweils bis auf PCIe 4.0 x4 hinauf. Der oberste Konnektor von den dreien unterstützt auch den SATA-6GBit/s-Modus. In jedem Fall muss er sich die Anbindung mit zwei SATA-Ports (Port 2 und 3) teilen. Loben müssen wir Gigabyte dafür, dass bei allen vier M.2-M-Key-Schnittstellen auch auf der Rückseite für Kühlung gesorgt wurde.

Etwas versteckt und dennoch sichtbar sind zwei weitere Taster. Direkt unterhalb der SATA-Buchsen haben wir den Reset-Button und unten am PCB-Rand den Flash-BIOS-Button, den wir allerdings lieber am I/O-Panel vorgefunden hätten. Und auch den Reset-Button hätte Gigabyte in der Nähe des Power-Buttons unterbringen können.


Alle sechs SATA-6GBit/s-Ports arbeiten direkt mit dem Z690-Chipsatz zusammen, die beiden linken Anschlüsse sind die beiden Shared-Ports.

Das I/O-Panel des Gigabyte Z690 AORUS Ultra in der Übersicht
4x USB 3.2 Gen1
(RTS5411E)
WLAN-Modul-----2x USB 2.02x USB 3.2 Gen2
(Z690)
2,5-GBit/s-LAN
(Intel I225-V)
2x 3,5 mm Klinke
1x TOSLink
2x USB 2.0DisplayPort 1.2 out1x USB 3.2 Gen2x2
(Z690)
2x USB 3.2 Gen2 (Z690)

Das I/O-Panel des Z690 AORUS Ultra wurde von Gigabyte etwas ungewohnt strukturiert. Das WLAN-Modul (Intel Wi-Fi 6 AX201) befindet sich in diesem Fall links und der 2,5-GBit/s-LAN-Port dafür weiter rechts. Geradezu kastriert wurden die Audio-Anschlüsse, denn vorzufinden waren lediglich je ein 3,5-mm-Klinke-Audioein- und ausgang. Immerhin ist jedoch der optische Digitalausgang geblieben.

Mit jeweils viermal USB 3.2 Gen2, USB 3.2 Gen1 und USB 2.0 wird eine beachtliche Anzahl an USB-Buchsen geboten. Hinzu kommt dann auch noch einmal USB 3.2 Gen2x2. Für den Notfall bietet sich auch ein DisplayPort-1.2-Grafikausgang an, sofern die eingesetzte LGA1700-CPU über eine integrierte Grafikeinheit verfügt. Verstehen können wir allerdings nicht, warum Gigabyte nicht auf die deutlich potentere DisplayPort-Version 1.4 setzt.

Realteks ALC4080-Codec ist für den Sound verantwortlich. Doch wird er von Gigabyte nicht allein gelassen und bekommt von fünf Audio- und vier WIMA-Audiokondensatoren entsprechende Unterstützung. Insgesamt natürlich isoliert vom Rest des PCBs.

Wenn man von der nicht optimalen Platzierung des Reset- und Flash-BIOS-Buttons absieht, hat Gigabyte ein gutes Layout für das Z690 AORUS Ultra umsetzen können. Sehr gut abgerundet hätte das Ganze jedoch auch ein Clear-CMOS-Button, der hier leider fehlt. Für die Kühlung bringt das Mainboard zahlreiche Header mit. Vorhanden sind ein CPU-FAN-, CPU-WaKü- und sechs System-FAN-Header, von denen zwei Stück auch mit Wasserpumpen arbeiten können. Alle Header wurden mit vier Pins bestückt und lassen sich im BIOS entsprechend steuern.


BIOS

Das Z690 AORUS Ultra ist schon eine Weile verfügbar und so ist es verständlich, dass Gigabyte bereits einige BIOS-Updates zur Verfügung gestellt hat. Vorinstalliert war mit Version F4 das First Release, zum Testzeitpunkt war die BIOS-Version F7e aktuell, die wir mit Q-Flash problemlos installieren konnten. Generell hat Gigabyte folgende Änderungen und Verbesserungen vorgenommen:

Gigabyte setzt bei den LGA1700-Mainboards weiterhin auf die gewohnte UEFI-Oberfläche. Es wird unverändert zwischen dem Easy- und dem Advanced-Mode unterschieden. Links oben in der Ecke werden grundlegende Informationen wie das Mainboard-Modell inklusive BIOS-Version, die installierte CPU, deren derzeitige Taktfrequenz sowie die Arbeitsspeicher-Kapazität angezeigt. Mit der CPU- und System-Temperatur und der CPU-Spannung bekommt der Nutzer einen ersten Einblick auf aktuelle Werte und kann somit beispielsweise feststellen, ob die Kühlung richtig montiert wurde. Auch lässt sich das Extreme-Memory-Profile direkt aktivieren.

Es werden auch Infos zur derzeitigen DIMM-Belegung inklusive Takt und zu den SATA-Geräten aufgelistet. Wer möchte, kann auch gleich die Boot-Prioritäten per Drag & Drop festlegen, beziehungsweise verändern. Eine Übersicht der angeschlossenen Lüfter und den dazugehörigen Drehzahlen ist ebenfalls an Bord. Mit der Smart-FAN-Funktion können hingegen manuelle Lüfterkurven angelegt werden. Diverse Shortcuts geben Ausblick zu erweiterten BIOS-Funktionen. Besonders interessant ist der Advanced-Modus, der sich mit der Taste F2 aufrufen lässt.

Beim ersten Menüpunkt bekommt der Anwender Zugriff auf die Overclocking-Funktionen, welche im "Tweaker"-Reiter hinterlegt sind. Auf dieser Seite sind noch sechs weitere Unterpunkte vorhanden, hinter denen sich die zahlreichen Overclocking-Features verbergen. Unter "System" werden lediglich einzelne Infos wie das Mainboard-Modell, die aktuell vorliegende BIOS-Version, die Uhrzeit und das Datum angezeigt. Von dort aus lässt sich ebenfalls die Sprache ändern. Im UEFI sind weiterhin zahlreiche Einstellungen zu finden, die den Startvorgang betreffen, die unter einem eigenen Menüpunkt aufgelistet werden. Alle auf dem Mainboard vorhandenen Onboard-Komponenten können unter "Settings" individuell konfiguriert werden. Chipsatz-relevante Einstellungen sind ebenfalls dort anzutreffen. Sämtliche Einstellungen, die den Systemstart betreffen, lassen sich unter "Boot" konfigurieren. Last but not least ist der "Save & Exit"-Reiter vorhanden, der selbsterklärend ist.

Es war problemlos möglich, auf angenehme Art und Weise per Maus und Tastatur durch die Menüs zu navigieren. Die Maus-Empfindlichkeit lässt sich zudem verändern. Alle von uns gewählten Einstellungen wurden problemlos in die Tat umgesetzt.

Overclocking

Mit dem 16+2+1-Phasendesign und den zahlreichen Onboard- und BIOS-Features eignet sich das Gigabyte Z690 AORUS Ultra sehr gut zum Übertakten. Im BIOS stehen jede Menge Einstellmöglichkeiten zur Verfügung, um die ohnehin schon hohe Performance noch weiter zu steigern.

Auf dem Gigabyte Z690 Ultra ist eine Veränderung des Grundtakts von 80,00 MHz bis 500,00 MHz in 0,01-MHz-Schritten möglich. Bei der CPU-Spannung stehen dem Anwender der Override-, Fixed- und der Offset-Modus zur Auswahl. Im Override-Modus lässt sich die Spannung von 0,500 V bis 1,700 V in 0,001-V-Intervallen verändern, wohingegen es mit dem Fixed-Mode 1,100 V bis 1,800 V in 0,005-V-Schritten sind. Der Offset-Modus hingegen erlaubt die Veränderung der CPU-Spannung von -0,300 V bis +0,400 V in ebenfalls 0,005-V-Schritten. Die DDR5-RAM-Taktraten reichen von effektiv 800 MHz bis 10.000 MHz. Alle weiteren Overclocking-Funktionen können der folgenden Tabelle entnommen werden.

Die Overclocking-Funktionen des Gigabyte Z690 AORUS Ultra in der Übersicht
Base Clock Rate 80,00 MHz bis 500,00 MHz in 0,01-MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,500 Volt bis 1,700 Volt in 0,001-V-Schritten (Override-Modus)
1,100 Volt bis 1,800 Volt in 0,005-V-Schritten (Fixed-Modus)
-0,300 V bis +0,400 V in 0,005-V-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 0,900 V bis 1,800 V in 0,005-V-Schritten (Fixed-Modus, VDD/VDDQ)
CPU-AUX-Spannung 1,600 Volt bis 2,100 Volt in 0,010-V-Schritten (Override-Modus)
CPU-SA-Spannung 0,800 V bis 1,500 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-1,8V-Spannung 1,600 V bis 2,100 V in 0,020-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCH-Core-Spannung 0,800 V bis 1,100 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen CPU Core PLL OV, Ring PLL OV, GT PLL OV, SA PLL OV, Atom PLL OV, MC PLL OV, BCLK Adaptive, CPU Graphics, Internal L2Atom Override, Internal L2Atom, Internal L2Atom Offset
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 69 Parameter
XMP/D.O.C.P. wird unterstützt (XMP 3.0)
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten

UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi Intel EIST
erweiterte Lüfterregelung für CPU-FAN und acht optionale FANs,
CPU-LLC, acht Stufen

Mit Ach und Krach konnten wir die 5,2 GHz stabil hinbekommen. Im BIOS war hierzu eine VCore von 1,310 V nötig. Mit den acht Effizienz-Kernen reichte es bis 4,2 GHz, wobei wir mit der Spannung in diesem Fall bis auf 1,230 V runtergehen konnten.

Das XMP wurde vom Gigabyte Z690 AORUS Ultra souverän umgesetzt. Bei der manuellen Übertaktung konnten wir mit dem effektiven Speichertakt immerhin bis auf 5.600 MHz hinaufgehen. Angepeilt hatten wir die 5.800 MHz, aber trotz Spannungserhöhungen wurde unser Wunsch nicht erfüllt.

VRM-Wärmebild-Analyse

Um die Hitzeentwicklung des VRM-Bereichs besser beurteilen zu können, haben wir für diesen Test die Flir One Pro (Android USB-C) eingesetzt, die für unser Einsatzgebiet absolut ausreichend ist und Temperaturen von -20°C bis +400°C mit einer Genauigkeit von ±3°C oder ±5%, je nach Umgebungstemperatur, erfassen kann. Die Wärmebild-Auflösung beträgt 160 x 120 Pixel und das erstellte Bild löst mit 1.440 x 1.080 Pixel auf.

Der Prozessor wird unter Berücksichtigung der BIOS-Default-Settings mit Prime95 inkl. AVX unter Volllast gesetzt. Nach fünf Minuten Laufzeit erstellen wir das Wärmebild.

Bei der Abwärme des VRM-Bereichs gibt es keine Komplikationen. Erreicht wurden gerade einmal knapp 45°C - und die sind mehr als in Ordnung.


Mit diesem Testsystem haben wir das Gigabyte Z690 AORUS Ultra getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 4.800 MHz und CL40-40-40-72 2T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim Gigabyte Z690 AORUS Ultra mussten wir im BIOS keine Änderungen vornehmen, die Turbo-Einstellungen arbeiteten bereits korrekt.

Wir testen allerdings nur noch sechs Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark (Time Spy und Fire Strike), SuperPi 8M, Cinebench R23, Cinebench R20 und AIDA 64 Memory Benchmark:

3DMark

Time Spy

Futuremark Punkte
Mehr ist besser

3DMark

Fire Strike

Futuremark Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R23

Multi Threaded

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R20

Multi Threaded

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

AIDA 64

Memory Benchmark (lesen)

MB pro Sekunde
Mehr ist besser

AIDA 64

Memory Benchmark (schreiben)

MB pro Sekunde
Mehr ist besser

SuperPi 8M

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Insgesamt liefert das Gigabyte Z690 AORUS Ultra die passende Grundperformance, sodass wir keinerlei Kritik haben.

Auch weiterhin werden wir die Bootzeit protokollieren. Wir messen die Zeit in Sekunden, wie lange das Mainboard benötigt, um alle Komponenten zu initialisieren und mit dem Windows-Bootvorgang beginnt.

Bootzeit

Vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Absolut berechtigte Kritik hagelt es von unserer Seite aus dann allerdings bei der POST-Dauer. Diese war mit 21,53 s deutlichst zu lang und übertraf sogar das ASUS ROG Strix Z690-A Gaming WiFi D4.


Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das Gigabyte Z690 AORUS Ultra bringt ein paar Zusatz-Controller mit. Ein LAN-Controller, zwei USB-3.2-Gen1-Hubs sowie ein WLAN- und Bluetooth-Modul und ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 23 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Version 29.8 Build 6, Small-FFTs, Vollauslastung). Die jeweiligen Leistungs-Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die GeForce RTX 2060. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration anscheinend gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme (normal)

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Mit gemessenen 51,1 W im Idle positioniert sich das Gigabyte Z690 AORUS Ultra im durchschnittlichen Bereich.

Cinebench R23 (normal)

Leistungsaufnahme xCPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Relativ effizient geht es dann unter Last zu. Mit Cinebench R23 wurden knapp über 300 W gemessen. Auch das ist zwar eine Menge, verglichen mit den anderen Boards mit teilweise großzügigen Power-Limits von Haus aus, ist das aber ein gutes Ergebnis.

Leistungsaufnahme Prime95 (normal)

inkl. AVX/AVX2

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Und auch unter voller Belastung mit Prime95 stieg der Strombedarf auf "nur" 317,8 W an. Auf diese Weise sichert sich das Gigabyte Z690 AORUS Ultra den zweiten Platz.

CPU-Spannungen Prime95 (normal)

inkl. AVX/AVX2

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Die vergleichsweise gute Energie-Effizienz ist auch der angenehmen Last-Spannung zu verdanken, die bei lediglich 1,236 V lag.

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sofern möglich sind hier vorhandene Zusatzchips deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die GeForce RTX 2060 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme (reduziert)

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Cinebench R23 (reduziert)

Leistungsaufnahme xCPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme Prime95 (reduziert)

inkl. AVX/AVX2

Leistung in Watt
Weniger ist besser

CPU-Spannungen Prime95 (reduziert)

inkl. AVX/AVX2

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Im BIOS konnten wir keine Zusatzkomponenten deaktivieren, sodass dieselben Werte Verwendung finden.

Sowohl im Idle als auch unter Last zeigte sich das Gigabyte Z690 AORUS Ultra recht genügsam, was an der effizienten Spannungsversorgung liegen dürfte.


USB-3.2-Gen2x2-Performance

Das Gigabyte Z690 AORUS Ultra stellt zwei USB-3.2-Gen2x2-Schnittstellen bereit. Eine befindet sich am I/O-Panel und eine Schnittstelle wird über den Typ-C-Header bereitgestellt. Beide arbeiten direkt mit dem Z690-Chipsatz zusammen.

Für den Test setzen wir die externe NVMe-SSD WD_Black P50 mit 2-TB-Kapazität von Western Digital ein, die den USB-3.2-Gen2x2-Standard (20 GBit/s) unterstützt und damit mehr als genug geeignet ist, die USB-Schnittstellen zu testen.

Die USB-3.2-Gen2x2-Performance liegt mit 2.017 MB/s lesend und bis zu 1.937 MB/s schreibend absolut im Soll.

USB-3.2-Gen2-Performance

Das Gigabyte Z690 AORUS Ultra stellt vier USB-3.2-Gen2-Schnittstellen bereit. Alle vier Stück halten sich am I/O-Panel auf und sind an den PCH angebunden. Für den USB-3.2-Gen2-Performancetest haben wir ebenfalls die oben genannte USB-3.2-Gen2x2-Lösung verwendet.

Jeweils über 1.000 MB/s werden über die USB-3.2-Gen2-Ports erreicht. Die Leistung stimmt absolut.

USB-3.2-Gen1-Performance

An USB-3.2-Gen1-Buchsen bietet das Gigabyte Z690 AORUS Ultra insgesamt sechs Stück an. Vier Ports sind am Anschlussfeld erreichbar und zwei Stück sind über den Header realisierbar. Für die Anbindung wurden zwei Realtek-RTS5411E-Hubs verlötet. Für den USB-3.2-Gen1-Performancetest haben wir ebenfalls die oben genannte USB-3.2-Gen2x2-Lösung verwendet.

Die USB-3.2-Gen1-Anschlüsse nehmen zwar einen kleinen Umweg über in Summe zwei Realtek-RTS5411E-Hubs, doch im praktischen Einsatz gibt es hierzu keine Einbußen. Mit Werten um 460 MB/s wird die volle Leistung abgerufen.

SATA-6GBit/s-Performance

Gigabytes Z690 AORUS Ultra stellt sechs SATA-6GBit/s-Buchsen bereit. Alle sechs Buchgsen bekommen ihre Instruktionen vom Z690-Chipsatz. Für den Test verwenden wir die SanDisk Extreme 120, die wir natürlich direkt an die SATA-Ports anschließen.

Intels Z690-Chipsatz beschleunigte unser Solid State Drive im Lesen bis auf 527 MB/s und im Schreiben bis auf 492 MB/s. Insgesamt sind dies solide Transferraten.

M.2-Performance

Auf dem Gigabyte Z690 AORUS Ultra halten sich drei M.2-Schnittstellen über den Z690-Chipsatz bereit, mit einer Anbindung von jeweils vier Gen4-Lanes angebunden (64 GBit/s). Über den LGA1700-Prozessor wurde die oberste M.2-Schnittstelle mit höchstens PCIe 4.0 x4 angebunden. Für den M.2-Test verwenden wir die Corsair MP600 mit 1-TB-Speicherkapazität, die auf eine Länge von 8 cm kommt und von Corsair mit 4.950 MB/s lesend und 4.250 MB/s schreibend spezifiziert wurde. Als Protokoll nutzt das Solid State Module NVMe in der Version 1.3.


Die magischen 5.000 MB/s wurden mit den M.2-Schnittstellen zwar nicht erreicht, die Leistung generell ist jedoch absolut stimmig. Dabei werden die Herstellerangaben überboten.


Gigabytes Z690 AORUS Ultra positioniert sich direkt unterhalb des bereits getesteten Z690 AORUS Master (Hardwareluxx-Test) als Vize-Flaggschiff-Modell und wurde bei den Feature und Ausstattungsmerkmalen aus verständlichen Gründen etwas gestutzt. Anstatt 19 VCore-Spulen finden sich auf dem Z690 AORUS Ultra "nur" 16 Stück wieder, doch Gigabyte belässt es bei den guten RAA22010540-Power-Stages von Renesas mit einem Rating von satten 105 A. In unserer Overclocking-Session konnten wir mit einer VCore von etwas mehr als 1,3 V die 5,2 GHz auf allen acht Performance-Kernen des Core i9-12900K stabil betreiben. Auch zu etwas mehr RAM-Takt war die ATX-Platine durchaus bereit, wenngleich es "nur" bis DDR5-5600 reichte. Bis zu 128 GB RAM lassen sich betreiben.

Für PCIe-Steckkarten halten sich ebenfalls ein PCIe-5.0-x16-Slot über den LGA1700-Prozessor und zwei mechanische PCIe-3.0-x16-Anschlüsse über den Z690-Chipsatz bereit. In Summe laden vier M.2-M-Key-Schnittstellen mit schneller PCIe-4.0-x4-Anbindung sowie sechs native SATA-6GBit/s-Ports zum Storage-Ausbau ein. Die maximal vier möglichen M.2-SSDs werden von oben und unten auf Temperatur gehalten. Zwar bietet das Z690 AORUS Ultra mit vier USB-3.2-Gen2-Ports eine übersichtliche Anzahl, doch dafür hat Gigabyte gleich zwei USB-3.2-Gen2x2-Schnittstellen entschieden, einmal extern und einmal intern. Ergänzend kommen sechsmal USB 3.2 Gen1 und achtmal USB 2.0 hinzu.

Der Anwender bekommt die freie Wahl, ob die Netzwerkverbindung kabelgebunden über Intels I225-V-Controller mit bis zu 2,5 GBit/s Durchsatz oder doch kabellos über Intels Wi-Fi-6-AX200-Modul erfolgen soll. Gleichzeitig wird auch Bluetooth in der Version 5.2 angeboten. Realteks ALC4080-Codec ist für den Sound verantwortlich, wobei es Gigabyte bei den Anschlussmöglichkeiten überraschend bei je einem 3,5-mm-Klinke-LineIn- und LineOut-Anschluss und einem optischen Digitalausgang belässt. Onboard bieten mit einem Power-, Reset- und Q-Flash-Plus-Button ihre Dienste an, doch leider fehlt eine Clear-CMOS-Taste, die ganz sinnvoll sein kann. Hinzu kommt, dass Gigabyte die Buttons auf dem PCB verteilt hat und nicht gruppiert in einem Bereich. Positiv gefallen hat uns die Leistungsaufnahme sowie das Vorhandensein der Debug-LED.

Insgesamt ist das Gigabyte Z690 AORUS Ultra ein solides Grundgerüst für Intels Alder-Lake-S-Prozessoren, wobei die POST-Dauer extrem lange ist. Preislich kostet das Gigabyte Z690 AORUS Ultra mindestens 339 Euro und ist vergleichsweise "günstig", wenn man sich ähnliche Platinen der anderen Hersteller anschaut.

Positive Eigenschaften des Gigabyte Z690 AORUS Ultra:

Negative Eigenschaften des Gigabyte Z690 AORUS Ultra:

Preise und Verfügbarkeit
Gigabyte Z690 AORUS Ultra
Nicht verfügbar 389,90 Euro Ab 346,89 EUR