Es muss nicht immer High-End sein: ASUS TUF Gaming B660M-Plus (WiFi) D4 im Test

Veröffentlicht am: von

asus tuf gaming b660m plus d4 logoMit der TUF-Gaming-Mainboardserie ermöglicht Hersteller ASUS den Gaming-Einstieg. In der jungen Vergangenheit richteten wir unsere Blicke bereits auf das TUF Gaming Z690-Plus (WiFi) D4 (Hardwareluxx-Test), das vom Anschaffungspreis abgesehen gut abgeschnitten hat. Das TUF Gaming B660M-Plus (WiFi) D4 ist erschwinglicher, ermöglicht keine CPU-Übertaktung, könnte für viele Um- und Aufrüster aber dennoch ganz interessant sein.

Nicht alle Menschen benötigen ein Mainboard, das mit allen möglichen Anschlüssen und Features vollgestopft wurde, sondern können und wollen sich auf das Wesentliche konzentrieren. In genau diese Kategorie passen ASUS' B660M-Plus D4 und B660M-Plus WiFi D4 aus der TUF-Gaming-Reihe. Es enttarnt sich anhand der Modellbezeichnung als ein Micro-ATX-Mainboard mit Intels B660-Chipsatz, wahlweise mit oder ohne WLAN- und Bluetooth-Modul, das DDR4-UDIMM-Riegel aufnimmt.

Doch bis auf das WLAN-Modul gleichen sich beide Modelle bis ins kleinste Detail. So bringt die Platine einige Storage-Anschlussmöglichkeiten und natürlich auch zahlreiche USB-Schnittstellen mit. Für eine diskrete Grafikkarte hält sich angebunden an den LGA1700-Prozessor ein PCIe-5.0-x16-Steckplatz bereit. Generell ist für die Netzwerkverbindung ein 2,5-GBit/s-LAN-Port vertreten. Insgesamt zeigt sich, dass das ASUS TUF Gaming B660M-Plus (WiFi) D4 für viele Umrüstwillige eine gute Wahl zu sein scheint. Schauen wir uns das Mainboard nun im Detail an, ob dies auch wirklich so ist.

0

Das quadratische Micro-ATX-Format hatten wir bereits oben angesprochen. Das grundlegend schwarze PCB wurde von ASUS mit gelben und grauen Verzierungen TUF-typisch gestaltet. Das TUF-Logo selbst ist einerseits auf dem I/O-Cover und auch auf dem kleinen PCH-Kühlkörper vorhanden.

Die technischen Eigenschaften

Das ASUS TUF Gaming B660M-Plus (WiFi) D4 wurde mit folgenden technischen Eigenschaften versehen:

Die Daten des ASUS TUF Gaming B660M-Plus (WiFi) D4 in der Übersicht
Hersteller und
Bezeichnung
ASUS
TUF Gaming B660M-Plus (WiFi) D4
Mainboard-Format Micro-ATX
CPU-Sockel LGA1700 (Alder Lake-S)
Stromanschlüsse 1x 24-Pin ATX
1x 8-Pin EPS12V
1x 4-Pin +12V
Phasen/MOSFETs 13 Stück (10+1+2)
10x OnSemi NCP302150 (VCore, 50A)
2x OnSemi NTMFS4C10B (AUX, 46A)
2x OnSemi NTMFS4C06B (AUX, 69A)
1x Vishay SiC643 (GT, 60A)
Preis
ASUS TUF Gaming B660M-Plus D4: ab 163 Euro
ASUS TUF Gaming B660M-Plus WiFi D4: ab 183 Euro
Webseite ASUS TUF Gaming B660M-Plus D4
ASUS TUF Gaming B660M-Plus WiFi D4
  Southbridge-/CPU-Features
Chipsatz, Kühlung Intel B660 Chipsatz, passiv
Speicherbänke und Typ 4x DDR4 (Dual-Channel), max. 5.333 MHz
Speicherausbau max. 128 GB (mit 32-GB-UDIMMs)
SLI / CrossFire -
  Onboard-Features
PCI-Express 1x PCIe 5.0 x16 (x16) über CPU
1x PCIe 3.0 x16 (x4) über Intel B660
1x PCIe 4.0 x1 über Intel B660
Storage-Schnittstellen 4x SATA 6GBit/s über Intel B660
1x M.2 M-Key mit PCIe 4.0 x4 über CPU
1x M.2 M-Key mit PCIe 4.0 x4 über Intel B660
USB Chipsatz: 1x USB 3.2 Gen2x2 (extern), 2x USB 3.2 Gen2 (2x extern), 2x USB 3.2 Gen1 (1x extern, 1x intern), 6x USB 2.0 (2x extern, 4x intern)
ASMedia ASM3142: 2x USB 3.2 Gen2 (2x extern)
ASMedia ASM1074: 2x USB 3.2 Gen1 (2x intern)
Grafikschnittstellen 1x DisplayPort 1.4 Output
1x HDMI 2.1 Output
WLAN / Bluetooth WiFi 802.11a/b/g/n/ac/ax über Intel Wi-Fi 6 AX201, Dual-Band, max. 2,4 GBit/s, Bluetooth 5.2 (nur bei der WiFi-Version!)
Thunderbolt -
LAN 1x Realtek RTL8125BG 2,5-GBit/s-LAN
Audio-Codec
und Anschlüsse
8-Channel Realtek ALC897 Codec
5x 3,5 mm Audio-Jacks
1x TOSLink
LED-Beleuchtung RGB-LEDs: rechte Unterseite
1x 4-Pin RGB-Header
3x 3-Pin ARGB-Header
FAN- und WaKü-Header 1x 4-Pin CPU-FAN-Header
1x 4-Pin CPU-OPT-Header
1x 4-Pin AIO-Pump-Header
3x 4-Pin Chassis-FAN-Header
Onboard-Komfort Status-LEDs
Herstellergarantie 3 Jahre (nur über Händler)

0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
RAM-OC: unten links mit XMP; unten rechts mit manuellen Werten
Wärmebild des VRM-Bereichs beim ASUS TUF Gaming B660M-Plus D4
Die USB-3.2-Gen2x2-Performance über den B660-Chipsatz
Die USB-3.2-Gen2-Performance über den B660-Chipsatz
Die USB-3.2-Gen2-Performance über den ASMedia ASM3142
Die USB-3.2-Gen1-Performance über den B660-Chipsatz
Die USB-3.2-Gen1-Performance über den ASMedia ASM1074
Die SATA-6GBit/s-Performance über den B660-Chipsatz
Die M.2-Performance über den Core i9-12900K mit PCIe 4.0 x4
Die M.2-Performance über den B660-Chipsatz mit PCIe 4.0 x4

Das mitgelieferte Zubehör

0

Das Zubehör fällt generell sehr übersichtlich aus. Abseits des User-Manuals und der Support-DVD legt ASUS auch einen Quick-Start-Guide und einen Flyer zum Thema Sicherheitsinformationen sowie das TUF-Zertifikat mit bei. Ergänzend kommen noch zwei SATA-Kabel sowie etwas M.2-Zubehör mit dazu. Wer sich für das ASUS TUF Gaming B660M-Plus WiFi D4 entscheidet, bekommt natürlich auch eine WLAN-Antenne.


Intels B660-Chipsatz hat vom Overclocking-Support her dieselben Eigenschaften vom Vorgänger (B560) geerbt. Demnach ist es nicht möglich, eine K(F)-Suffix-CPU mit offenem Multiplikator zu übertakten. Auch der BCLK lässt sich nicht verändern. Erlaubt ist hingegen das RAM-Overclocking, ob nun mithilfe des XMP (Extreme Memory Profile) oder mit manuellen Werten.

Die DMI-Anbindung (Direct Media Interface) zwischen Prozessor und dem B660-PCH beträgt im Vergleich zum Z690- und H670-Chipsatz "nur" PCIe 4.0 x4 statt PCIe 4.0 x8 und kommt demnach auf noch immer ausreichende 64 GBit/s. Generell kommen an Anschlussmöglichkeiten bis zu viermal SATA-6GBit/s, zweimal USB-3.2-Gen2x2 (20 GBit/s), die doppelte Anzahl an USB-3.2-Gen2-Ports und sechs USB-3.2-Gen1 respektive 12 USB-2.0-Buchsen. Beschnitten wurde logischerweise auch die Anzahl der Lanes, die der B660-Chipsatz bereitstellt: sechs PCIe-4.0- und und acht PCIe-3.0-Lanes.

Die Intel-600-Chipsätze und LGA1700-Plattform im Vergleich
Z690
H670
B660
H610
Plattform Mainstream
Fertigung 14 nm
CPU-Sockel LGA1700
max. CPU-Kerne/Threads 8(p)+8(e)/24
CPU Code Name Alder Lake-S
DMI-Anbindung PCIe 4.0 x8
(128 GBit/s)
PCIe 4.0 x4
(64 GBit/s)
max. RAM-Takt (nativ) DDR5-4800 oder DDR4-3200
max. Arbeitsspeicher 128 GB 64 GB
RAM-Channel /
DIMMs pro Kanal
2/2
2/1
CPU-Overclocking Ja Nein Nein Nein
RAM-Overclocking Ja Ja Ja Nein
PCIe-5.0-
Konfiguration (CPU)
x16 oder
x8/x8
x16
PCIe-4.0-Lanes (CPU) 4 4 4 -
PCIe-4.0-Lanes (PCH) 12 12 6 -
PCIe-3.0-Lanes (PCH) 16 12 8 8
USB-3.2-Gen2x2-Ports 4 2 2 -
USB-3.2-Gen2-Ports 10 4 4 2
USB-3.2-Gen1-Ports 10 8 6 4
USB-2.0-Ports 14 14 12 10
SATA-6GBit/s-Ports 8 8 4 4

0
0

Für die VRM-Kühlung setzt ASUS beim TUF Gaming B660M-Plus (WiFi) D4 auf zwei eigenständige Kühler, die unserer Ansicht nach eine gute Größe aufweisen. Ein Blick auf die Unterseite zeigt dann bei den Wärmeleitpads, dass teilweise eine unvollständige Abdeckung bei einigen Spannungswandlern und Spulen vorhanden ist. Wir gehen zwar nicht davon aus, dass es im praktischen Einsatz zu Problemen kommen wird, schön ist dies jedoch nicht.

0

CPU-Overclocking spielt auf dem TUF Gaming B660M-Plus (WiFi) D4 keine Rolle, sodass beim VRM-Bereich keine Hochleistungsspannungswandler benötigt werden. So hat sich ASUS für die VCore auf zehn NCP302150 von OnSemi mit bis zu 50 A entschieden. Für die GT-Spannung kommt der SiC643 von Vishay mit 60 A zum Einsatz. Jeweils zwei NTMFS4C10B mit 46 A und NTMFS4C06B mit 69 A werden hingegen für die AUX-Spannung verwendet, die ebenfalls von OnSemi stammen.

Zusammen betrachtet haben wir es somit mit einem 10+1+2-Phasendesign zu tun, wobei ASUS die zehn VCore-Leistungsstufen aufgrund des gewählten PWM-Controllers geteamt hat, sodass es Wirklichkeit eine 5+1+2-Versorgung ist. Der ASP2100 ist ein umgelabelter RT3628AE aus dem Hause Richtek und kann im Höchstfall neun Spulen steuern und ist für die zehn VCore-Spulen und auch für die GT-Spule verantwortlich. Um die beiden AUX-Spulen kümmert sich hingegen OnSemis NCP81270C-PWM-Controller. Je ein 8-Pin- und 4-Pin-Power-Connector liefern der Spannungsversorgung die nötige Energie. Letzterer ist hierbei rein optional.

0

Das "D4" in der Modellbezeichnung signalisiert bereits, dass die LGA1700-Platine auf den DDR4-UDIMM-Standard setzt. Bis zu 128 GB lassen sich verteilt auf vier Steckplätze verstauen, der sich auch weit oberhalb von den nativen DDR4-3200 betreiben lässt, sollten die Module dies erlauben. ASUS spricht von bis zu 5.333 MHz.

Für rudimentäres TroubleShooting hat ASUS natürlich auch die vier Status-LEDs mit verlötet. Des Weiteren sind auch ein USB-3.2-Gen1-Header über ASMedias ASM1074-Hub und auch ein USB-C-Header mit von der Partie. Leider wurde Letzterer nur mit dem USB-3.2-Gen1-Standard bedacht.


0

Für PCIe-Steckkarten gibt es drei Anschlüsse: Je einen PCIe-5.0-x16-, PCIe-3.0-x16- und einen PCIe-4.0-Anschluss. Während der Erstgenannte natürlich direkt mit dem LGA1700-Prozessor kommuniziert, arbeitet der PCIe-3.0-x16-Slot mit PCIe 3.0 x4, während der PCIe-4.0-x1-Steckplatz an den B660-Chipsatz angebunden ist.

Es lassen sich auch zwei M.2-M-Key-SSDs mit einbinden. Beide unterstützen den PCIe-4.0-x4-Standard, wobei der obere Steckplatz von der CPU und der untere Anschluss von dem PCH angesteuert wird. Davon ab können auch bis zu vier SATA-6GBit/s-Geräte angeschlossen werden. Den Sound-Part übernimmt Realteks ALC897-Codec, zusammen mit vier Audio-Kondensatoren. Hierbei hätten wir stattdessen lieber den ALC1200 oder ALC1220 gesehen.

0
Das I/O-Panel des ASUS TUF Gaming B660M-Plus D4 in der Übersicht
DisplayPort 1.4 out2x USB 2.0-----2,5-GBit/s-LAN
(Realtek RTL8125BG)
5x 3,5 mm Klinke
1x TOSLink
HDMI 2.1 out2x USB 3.2 Gen2
(B660)
1x USB 3.2 Gen1
(B660)
1x USB 3.2 Gen2x2
(B660)
2x USB 3.2 Gen2
(ASM3142)

Am I/O-Panel sind neben einem DisplayPort-1.4- und HDMI-2.1-Grafikausgang über den LGA1700-Prozessor viermal USB 3.2 Gen2, zweimal USB 2.0 und einmal USB 3.2 Gen1 vertreten. Bleiben noch der 2,5-GBit/s-RJ45-Anschluss und die fünf 3,5-mm-Klinke-Buchsen sowie einmal TOSLink übrig. Bei der WLAN-Version ist links neben den Audio-Anschlüssen noch das WLAN- und Bluetooth-Modul präsent. Ein Flash-BIOS-Button fehlt aber leider.

0

Das Grundlayout hat ASUS gut durchdacht, wobei wir die zwei vertikalen SATA-Ports ebenfalls gerne um 90 Grad angewinkelt gesehen hätten. Für die Kühlung ist allerdings gut gesorgt. ASUS hat je einen 4-Pin-CPU-, CPU-OPT-, AIO-Pump- sowie drei Chassis-FAN-Header angebracht.


BIOS

Bei ersten Inbetriebnahme des ASUS TUF Gaming B660M-Plus D4 war die BIOS-Version 0418 vorinstalliert, die als First Release bekannt ist. Mit Version 1009 gab es zum Testzeitpunkt ein aktuelleres BIOS. ASUS hat generell folgende Verbesserungen vorgenommen:

0000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000RAM-OC: unten links mit XMP; unten rechts mit manuellen WertenWärmebild des VRM-Bereichs beim ASUS TUF Gaming B660M-Plus D4Die USB-3.2-Gen2x2-Performance über den B660-ChipsatzDie USB-3.2-Gen2-Performance über den B660-ChipsatzDie USB-3.2-Gen2-Performance über den ASMedia ASM3142Die USB-3.2-Gen1-Performance über den B660-ChipsatzDie USB-3.2-Gen1-Performance über den ASMedia ASM1074Die SATA-6GBit/s-Performance über den B660-ChipsatzDie M.2-Performance über den Core i9-12900K mit PCIe 4.0 x4Die M.2-Performance über den B660-Chipsatz mit PCIe 4.0 x4

Generell werden dunkle Farben auf den Monitor gezaubert, passend zum TUF-Mainboard. Dabei werden die einzelnen Punkte gelb hervorgehoben und die restlichen Werte in weißer Schrift dargestellt. Oben links angefangen, sind an dieser Stelle das aktuelle Datum und auch die Uhrzeit einsehbar. Rechts daneben kann auch die generelle UEFI-Sprache geändert werden. Mit dabei ist "EZ System Tuning", der eine Art Overclocking-Assistent ist und Neueinsteigern das Overclocking einfacher machen soll. Eingefleischte Overclocker werden von dieser Funktion in der Regel die Finger lassen und stattdessen sämtliche Einstellungen manuell festlegen. Dennoch ist es schön zu sehen, dass Einsteiger nicht im Regen stehen gelassen werden.

In der nächsten Zeile werden die üblichen Vorabinformationen wie das Mainboardmodell inkl. BIOS-Version, die aktuell installierte CPU inkl. Taktfrequenz sowie die Arbeitsspeicher-Kapazität angezeigt. Weiter rechts sind dann auch gleich die CPU- und Mainboard-Temperatur zu sehen, zusätzlich auch die CPU-Spannung. Eine Etage tiefer teilt auf der linken Seite ein ergänzender RAM-Status mit, in welchen Slots aktuell welche Module mit welcher Kapazität und der aktuell anliegenden Taktung installiert sind. Zudem kann auf Wunsch auch gleich ein Extreme-Memory-Profile (kurz: XMP) ausgewählt werden, sofern vorhanden. Wer sich für die derzeit angekoppelten Storage-Gerätschaften interessiert, erhält diese Infos direkt rechts daneben. Hinzu kommen dann wiederum unten noch die Lüftergeschwindigkeiten, die sich mit der Funktion "QFan Control" auch gleich individuell festlegen lassen.

Am rechten Rand des Bildschirms kann vom Anwender das grundlegende Funktionsschema ausgewählt werden. Standardmäßig ist der normale Modus aktiviert. Es lassen sich jedoch auch "ASUS Optimal" und der Modus "Power Saving" aktivieren. Während beim "ASUS Optimal"-Modus das System auf gesteigerte Performance ausgelegt ist, lässt sich das Setup mit dem "Power Saving"-Modus effizienter betreiben. Darunter kann die Boot-Reihenfolge mit Leichtigkeit abgeändert werden. Entweder per Klick auf "Advanced Mode" oder mit einem Tastendruck auf "F7" gelangen wir in die erweiterte Ansicht, die wir uns nun anschauen werden.

0

Advanced-Mode: Optisch genau wie der EZ-Mode, allerdings nach traditioneller Art und Weise strukturiert. Der erste Menüpunkt ist das "My Favorites"-Feature, das die Auswahl der häufig verwendeten Funktionen aus dem BIOS anzeigt, die der Nutzer frei auswählen kann. Für das Hinzufügen oder Entfernen von Funktionen muss dafür oben der Punkt "MyFavorite(F3)" angeklickt oder die Taste "F3" gedrückt werden. Dies öffnet ein eigenständiges Fenster, in dem die Funktionen ausgewählt werden können.

Auf der "Main"-Seite werden noch einmal einige Vorabinformationen wie die BIOS-Version, das installierte Prozessormodell und einige RAM-Infos angezeigt. Auch hier lässt sich die Menüsprache ändern, falls gewünscht. 

Wie immer können die zahlreichen Onboard-Komponenten mithilfe des nächsten Reiters konfiguriert werden. Auch wenn auf der rechten Seite ständig einige Informationen vom Hardware-Monitor angezeigt werden, hat ASUS eine eigene "Monitor"-Seite umgesetzt, auf der unter anderem die Lüfter gesteuert werden können. Aber auch die Temperaturen und Spannungen werden noch einmal aufgelistet.

Sämtliche Einstellungen, die den Startvorgang betreffen, wurden auf den Reiter "Boot" geparkt. Wer sich von dem Boot-Logo gestört fühlt, kann es dort abschalten. Zusätzlich sind an dieser Stelle die Boot-Overrides untergebracht worden, die man häufig auch auf der letzten Seite findet. ASUS gibt auch hier erneut ein paar Tools mit auf den Weg. Darunter das "ASUS EZ Flash 3 Utility", womit das UEFI entweder über einen USB-Datenträger oder aber über das Internet aktualisiert werden kann. Sämtliche UEFI-Einstellungen können mithilfe des "ASUS Overclocking Profile" in maximal acht Profilen gesichert werden, die auch von einem USB-Stick exportiert und importiert werden können. "ASUS SPD Information" liest die Serial Presence Detect-Werte aus den DIMMs aus. Und unter "Exit" können die gesetzten Settings abgespeichert und auch die Default-Werte geladen werden. Bevor das UEFI die Settings abspeichert, zeigt ein kleines Fenster alle Einstellungen an, die verändert wurden. Wer sich nützliche Notizen anlegen möchte, muss glücklicherweise auf keinen Zettel und Stift zurückgreifen, sondern verwendet einfach das "Quick Note"-Feature.

Die Bedienbarkeit der UEFI-Oberfläche stufen wir als akzeptabel ein. Die Navigation kann durch die Menüs nach langer UEFI-Benutzung in meist ruckeliger Weise durchgeführt werden, was wir schon häufiger kritisieren mussten. Abgesehen von dieser Tatsache wurden alle gewählten Einstellungen zu unserer vollsten Zufriedenheit übernommen. Auch gab es an der Stabilität nichts zu bemängeln. Gänzlich neu ist die Implementierung von dem nützlichen Tool "MemTest86", das direkt aus dem BIOS heraus gestartet werden kann, um die DIMM-Module auf Fehler hin zu überprüfen.

Overclocking

Auch wenn keine CPU-Übertaktung möglich ist, reichen die zehn VCore-Spulen absolut aus. Generell bietet das ASUS TUF Gaming B660M-Plus D4 jede Menge Overclocking-Funktionen an.

Auf dem ASUS TUF Gaming B660M-Plus D4 ist eine Veränderung des BCLK nicht möglich. Bei der CPU-Spannung stehen dem Anwender der Override- und der Offset-Modus zur Auswahl. Im Override-Modus lässt sich die Spannung von 0,60000 V bis 1,70000 V in 0,00500-V-Intervallen verändern. Der Offset-Modus hingegen erlaubt die Veränderung der CPU-Spannung von -0,63500 V bis +0,63500 V in ebenfalls 0,00500-V-Schritten. Die Arbeitsspeicher-Taktraten reichen von 800 MHz bis 8.400 MHz. Alle weiteren Overclocking-Funktionen können der folgenden Tabelle entnommen werden.

Die Overclocking-Funktionen des ASUS TUF Gaming B660M-Plus D4 in der Übersicht
Base Clock Rate - nicht möglich -
CPU-Spannung 0,60000 V bis 1,70000 V in 0,00500-V-Schritten (Override-Modus)
-0,63500 V bis +0,63500 V in 0,00500-V-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 1,00000 V bis 1,80000 V in 0,00500-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-SA-Spannung 0,70000 V bis 1,60000 V  in 0,00100-V-Schritten (Fixed-Modus)
-0,99900 V bis +0,99900 V in 0,00100-V-Schritten (Offset-Modus)
CPU-AUX-Spannung - nicht möglich -
CPU-1,8V-Spannung 1,50000 V bis 2,10000 V in 0,01000-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCH-Core-Spannung 0,82000 V bis 0,92000 V in 0,10000-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen CPU Graphics, CPU L2, DRAM VDDQ, IVR Transmitter VDDQ, IMC, PMIC, CPU 1,8V Small Rail, PLL Termination, PCH 1,05V Primary, CPU Input Voltage Reset, Eventual CPU Input, Core PLL, GT PLL, Ring PLL, SA PLL, IMC PLL
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 31 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie Intel EIST
Turbo-Modus (All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und sechs optionale Fans, LLC Level 1 bis 7
RAM-OC: unten links mit XMP; unten rechts mit manuellen Werten

Das XMP wurde bis auf den Speichertakt selbst korrekt geladen. Doch statt 4.133 MHz wurde das Rückfallprofil mit 4.000 MHz geladen. Selbst mit manueller Setzung von DDR4-4133 bootete das System schlicht nicht. Im manuellen Modus waren immerhin effektiv 4.400 MHz mit schärferen Timings möglich. Im synchronen Verhältnis zwischen Memory-Controller und den UDIMMs konnte das ASUS TUF Gaming B660M-Plus D4 bis DDR4-3800 booten.

VRM-Wärmebild-Analyse

Um die Hitzeentwicklung des VRM-Bereichs besser beurteilen zu können, haben wir für diesen Test die Flir One Pro (Android USB-C) eingesetzt, die für unser Einsatzgebiet absolut ausreichend ist und Temperaturen von -20°C bis +400°C mit einer Genauigkeit von ±3°C oder ±5%, je nach Umgebungstemperatur, erfassen kann. Die Wärmebild-Auflösung beträgt 160 x 120 Pixel und das erstellte Bild löst mit 1.440 x 1.080 Pixel auf.

Der Prozessor wird unter Berücksichtigung der BIOS-Default-Settings mit Prime95 inkl. AVX unter Volllast gesetzt. Nach fünf Minuten Laufzeit erstellen wir das Wärmebild.

Wärmebild des VRM-Bereichs beim ASUS TUF Gaming B660M-Plus D4

Bis zu 63,5°C haben wir unter Last messen können. Dies ist zwar leicht erhöht, gibt allerdings noch keinen Anlass zur schärferen Kritik. Da auch generell CPU-Overclocking kein Thema ist, geht die Temperaturentwicklung in Ordnung, gerade im geschlossenen System mit entsprechendem Air-Flow.


Mit diesem Testsystem haben wir das ASUS TUF Gaming B660M-Plus D4 getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 3.200 MHz und CL16-16-16-36 2T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim ASUS TUF Gaming B660M-Plus D4 mussten wir im BIOS die Turbo-Einstellungen anpassen, damit ein fairer Vergleich vorgenommen werden konnte.

Wir testen allerdings nur noch sechs Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark (Time Spy und Fire Strike), SuperPi 8M, Cinebench R23, Cinebench R20 und AIDA 64 Memory Benchmark:

3DMark

Time Spy

Futuremark Punkte
Mehr ist besser

3DMark

Fire Strike

Futuremark Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R23

Multi Threaded

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R20

Multi Threaded

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

AIDA 64

Memory Benchmark (lesen)

MB pro Sekunde
Mehr ist besser

AIDA 64

Memory Benchmark (schreiben)

MB pro Sekunde
Mehr ist besser

SuperPi 8M

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Die Gesamtperformance des ASUS TUF Gaming B660M-Plus D4 weiß durch die Bank zu gefallen und gibt keinen Anlass zur Kritik.

Auch weiterhin werden wir die Bootzeit protokollieren. Wir messen die Zeit in Sekunden, wie lange das Mainboard benötigt, um alle Komponenten zu initialisieren und mit dem Windows-Bootvorgang beginnt.

Bootzeit

Vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Mit weniger als zehn Sekunden startet das TUF Gaming B660M-Plus D4 extrem schnell und sichert sich den ersten Platz. Dicht gefolgt vom hauseigenen TUF Gaming Z690-Plus WiFi D4 (Hardwareluxx-Test) mit genau zehn Sekunden und MSIs MAG B660M MORTAR WIFI DDR4 (Hardwareluxx-Test).


Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das ASUS TUF Gaming B660M-Plus D4 bringt ein paar Zusatz-Controller mit. Ein USB-3.2-Gen2-Controller, ein LAN-Controller, ein USB-3.2-Gen1-Hub sowie ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 23 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Version 29.8 Build 6, Small-FFTs, Vollauslastung). Die jeweiligen Leistungs-Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die GeForce RTX 2060. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration anscheinend gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme (normal)

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Bei der Idle-Leistungsaufnahme reicht es nicht für den ersten Platz. Dennoch sind die 47,5 W alles andere als schlecht.

Cinebench R23 (normal)

Leistungsaufnahme xCPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

In Verbindung mit Cinebench R23 zeigten sich dann extrem hohe 383,7 W, die dafür sprechen, dass die Power-Limits nicht nach Intels Vorgaben arbeiten. Im BIOS sind mit Standard-Einstellungen sowohl für PL1 und PL2 241 W hinterlegt. Selbst bei hinterlegten 125 W für PL1 änderte sich am Stromverbrauch nichts, weshalb wir davon ausgehen müssen, dass das BIOS nicht korrekt arbeitet.

Zum Test haben wir selbst das Beta-BIOS 1013 installiert, was an der Situation nichts verändert hat. Zwar wird das Ganze durch die Deaktivierung von der Adaptive-Boost-Technology abgeschwächt, die Leistungsaufnahme ist aber dennoch zu hoch. Bezüglich dieser Thematik stehen wir mit ASUS in Kontakt.

Leistungsaufnahme Prime95 (normal)

inkl. AVX/AVX2

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Mit Prime95 zeigte uns das Verbrauchsmessgerät 393,7 W an, was ebenfalls sehr hoch ist.

CPU-Spannungen Prime95 (normal)

inkl. AVX/AVX2

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Ein Indiz ist stets auch die VCore, die das Mainboard unter Last wählt. Beim ASUS TUF Gaming B660M-Plus D4 waren es hohe 1,341 V.

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sofern möglich sind hier vorhandene Zusatzchips deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die GeForce RTX 2060 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme (reduziert)

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Im BIOS haben wir sowohl die RGB-LED-Beleuchtung als auch den USB-3.2-Gen2-Controller deaktiviert. Im Idle konnten hierdurch immerhin 2,2 W eingespart werden.

Cinebench R23 (reduziert)

Leistungsaufnahme xCPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

1,4 W weniger waren es dann, als wir Cinebench R23 noch einmal ausgeführt hatten. Die 382,3 W sind weiterhin extrem hoch angesiedelt.

Leistungsaufnahme Prime95 (reduziert)

inkl. AVX/AVX2

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Dies gilt auch für die Leistungsaufnahme mit Prime95 inklusive AVX/AVX2. Hier waren es nun 389,1 W, sodass der Unterschied schließlich bei genau 4,6 W liegt.

CPU-Spannungen Prime95 (reduziert)

inkl. AVX/AVX2

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Die VCore blieb bei den erhöhten 1,341 V.

In Summe lässt sich festhalten, dass die Power-Limits nicht korrekt arbeiten. Selbst dann nicht, wenn man die Intel-Vorgaben mit 125W PL1 und 241W PL2 im BIOS hinterlegt. Im Idle kann sich das ASUS TUF Gaming B660M-Plus D4 zumindest sehen lassen.


USB-3.2-Gen2x2-Performance

Das ASUS TUF Gaming B660M-Plus (WiFi) D4 stellt eine USB-3.2-Gen2x2-Schnittstelle nativ über den B660-Chipsatz bereit. Die Typ-C-Schnittstelle befindet sich extern am I/O-Panel.

Für den Test setzen wir die externe NVMe-SSD WD_Black P50 mit 2-TB-Kapazität von Western Digital ein, die den USB-3.2-Gen2x2-Standard (20 GBit/s) unterstützt und damit mehr als genug geeignet ist, die USB-Schnittstellen zu testen.

Über den B660-Chipsatz werden gute USB-3.2-Gen2x2-Datenraten erreicht. Im Lesen waren es gar etwas über 2.000 MB/s und schreibend waren es nur unwesentlich langsamere 1.940 MB/s.

USB-3.2-Gen2-Performance

Das ASUS TUF Gaming B660M-Plus (WiFi) D4 stellt vier USB-3.2-Gen2-Schnittstellen bereit. Alle vier Stück befinden sich am I/O-Panel. Zwei Ports arbeiten über den PCH, die anderen beiden Anschlüsse über ASMedias ASM3142-Controller. Für den USB-3.2-Gen2-Performancetest haben wir ebenfalls die oben genannte USB-3.2-Gen2x2-Lösung verwendet.


Sowohl nativ über den PCH als auch über ASMedias ASM3142-Controller betrugen die Transferraten stets über 1.000 MB/s, sodass die USB-3.2-Gen2-Performance somit stimmig ist.

USB-3.2-Gen1-Performance

An USB-3.2-Gen1-Buchsen bietet das ASUS TUF Gaming B660M-Plus (WiFi) D4 insgesamt vier Stück an. Ein Anschluss hält sich am Anschlussfeld auf und drei Stück werden intern bereitstellt (unter anderem als Typ-C-header. Um den USB-3.2-Gen1-Header (zwei Ports) kümmert sich der ASMedia ASM1074 und um die restlichen beiden Schnittstellen der B660-Chipsatz. Für den USB-3.2-Gen1-Performancetest haben wir ebenfalls die oben genannte USB-3.2-Gen2x2-Lösung verwendet.


Dies gilt auch für die USB-3.2-Gen1-Anschlüsse, einerseits nativ über den B660-Chipsatz und andererseits von Seiten des ASMedia ASM1074. Jeweils wurden über 460 MB/s gemessen.

SATA-6GBit/s-Performance

ASUS' TUF Gaming B660M-Plus (WiFi) D4 stellt vier SATA-6GBit/s-Buchsen bereit. Die vier Anschlüsse sind direkt an den B660-PCH angebunden. Für den Test verwenden wir die SanDisk Extreme 120, die wir natürlich direkt an die SATA-Ports anschließen.

Das SATA-SSD wurde im Lesen bis auf 527 MB/s und im Schreiben bis auf 493 MB/s beschleunigt. Damit wird der SATA-6GBit/s-Standard zwar nicht vollends ausgefahren, die Leistung ist generell aber gut.

M.2-Performance

Auf dem ASUS TUF Gaming B660M-Plus (WiFi) D4 hält sich eine M.2-Schnittstelle über den B660-Chipsatz bereit, welche mit vier Gen4-Lanes angebunden ist (64 GBit/s). Hinzu kommt die M.2-Schnittstelle über den Prozessor, die ebenfalls mit bis zu PCIe 4.0 x4 ans Werk gehen kann. Für den M.2-Test verwenden wir die Corsair MP600 mit 1-TB-Speicherkapazität, die auf eine Länge von 8 cm kommt und von Corsair mit 4.950 MB/s lesend und 4.250 MB/s schreibend spezifiziert wurde. Als Protokoll nutzt das Solid State Module NVMe.


Auch die M.2-Performance fällt entsprechend aus, wobei auffällt, dass der Core i9-12900K die marginal besseren Lese- und der B660-Chipsatz etwas bessere Schreibwerte geliefert hat. Im Grunde ist die Leistung aber dort, wo sie sein sollte.


Vom TUF Gaming B660M-Plus WiFi abgesehen, das die neuen DDR5-Module voraussetzt, bietet ASUS mit dem TUF Gaming B660M-Plus D4 eine baugleiche Version mit offizieller Unterstützung von DDR4-UDIMMs. Optional gibt es auch eine WLAN-Version, falls dies eine zwingende Voraussetzung darstellt. Anstatt mit üppiger Ausstattung zu protzen, konzentriert sich das ASUS TUF Gaming B660M-Plus (WiFi) D4 auf das Wesentliche: Eine verlässliche Platine mit einer für den Großteil absolut ausreichenden Ausstattung. Und dank des kleineren Micro-ATX-Formats eignet sich das Mainboard zugleich für etwas kompaktere Builds.

Auf dem quadratischen PCB sind nicht nur der LGA1700-Sockel für Intels Alder-Lake-S-Prozessoren sowie die vier DDR4-UDIMM-Speicherbänke für bis zu 128 GB RAM vertreten, sondern auch je ein PCIe-5.0-x16-, ein mechanischer PCIe-3.0-x16- und ein PCIe-4.0-x1-Steckplatz für Erweiterungskarten vorhanden. In den Zwischenräumen wurden in Summe zwei M.2-M-Key-Schnittstellen mit PCIe-4.0-x4-Anbindung positioniert. Hinzu kommen noch viermal SATA 6GBit/s. Bei den RAM-Slots gibt ASUS zwar einen Maximaltakt von 5.333 MHz an, in unserem Test war allerdings bei DDR4-4400 bereits Schluss.

0

Über den B660-Chipsatz hat ASUS auch einen USB-3.2-Gen2x2-Typ-C-Anschluss am I/O-Panel hinterlassen. Hinzu kommen für USB-Geräte generell noch jeweils viermal USB 3.2 Gen1 und Gen2 sowie sechsmal USB 2.0. Ob sich der Umrüster nun für die WLAN- oder Non-WLAN-Version entscheidet, in beiden Fällen ist auch ein 2,5-GBit/s-LAN-Port über den Realtek RTL8125BG mit an Bord. Die WLAN-Version bringt dann darüber hinaus auch Intels Wi-Fi-6-AX201-Modul mit. Etwas gespart hat ASUS dann aber beim Audio-Codec. Hier ist es nur der Realtek ALC897 geworden, der jedoch immerhin etwas Unterstützung von ein paar Audio-Kondensatoren bekommt.

Bis auf die vier Status-LEDs für einfacheres TroubleShooting gibt es keinerlei Extra-Spielereien. Doch zumindest ein Flash-BIOS-Button hätte dem TUF Gaming B660M-Plus (WiFi) D4 gut zu Gesicht gestanden. Beim BIOS muss ASUS auch noch Hand anlegen, denn die Power-Limits arbeiten selbst bei manueller Eingabe nicht so, wie es vorgesehen ist. Sowohl mit dem letzten Final-BIOS (1009) als auch mit dem Beta-BIOS (1013) war dies der Fall. Dementsprechend fällt die Leistungsaufnahme unter Last sehr hoch aus. Im Leerlauf hingegen ist diese auf einem sehr guten Niveau. Überzeugen konnte auch der extrem schnelle POST von unter zehn Sekunden, der redaktionsintern rekordverdächtig ist.

Die berechtigte Kritik bei den LGA1700-Mainboardpreisen fallen beim ASUS TUF Gaming B660M-Plus D4 und TUF Gaming B660M-Plus WiFi D4 nicht ganz so schlimm aus. So kostet die Non-WLAN-Version mindestens 165 Euro und die WLAN-Edition rund 182 Euro, wo dann schließlich noch das WLAN- und Bluetooth-Modul inklusive Antenne mit enthalten ist. Kann ASUS noch beim BIOS nachbessern, können wir das ASUS TUF Gaming B660M-Plus (WiFi) D4 besonders für günstigere Builds absolut empfehlen.

Positive Eigenschaften des ASUS TUF Gaming B660M-Plus (WiFi) D4:

Negative Eigenschaften des ASUS TUF Gaming B660M-Plus (WiFi) D4:

Preise und Verfügbarkeit
ASUS TUF Gaming B660M-Plus D4
Nicht verfügbar 199,90 Euro Nicht verfügbar


Preise und Verfügbarkeit
ASUS TUF Gaming B660M-Plus WiFi D4
Nicht verfügbar 189,90 Euro Ab 175,10 EUR