Oberklasse mit Einschränkungen: Gigabyte B660 AORUS Master DDR4 im Test

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gigabyte b660 aorus master ddr4 003 logoMit dem Gigabyte Z690 AORUS Master (Hardwareluxx-Test) haben wir unsere LGA1700-Mainboardtest-Reise begonnen, das für aktuell rund 440 Euro erhältlich ist. Nachdem Intel nun auch die kleineren Chipsätze freigegeben hat, wurden wir von Gigabyte mit dem B660 AORUS Master DDR4 versorgt, das wir in den Parcours geschickt haben. Ist es eine Empfehlung wert?

Genau wie das Z690-Modell möchte Gigabyte auch das B660 AORUS Master in der Oberklasse angesiedelt sehen, wenn man von der fehlenden CPU-Overclocking-Unterstützung absieht. Denn unter der Haube steckt Intels B660-Chipsatz, der offiziell lediglich die Übertaktung des Arbeitsspeichers erlaubt. In diesem Test werden wir nicht nur festhalten, welche technischen Eigenschaften Gigabyte vorgesehen hat, sondern ob es sich trotz kleinerem Chipsatz in der Tat um ein Oberklasse-Mainboard handelt.

Neben dem uns vorliegenden B660 AORUS Master DDR4 gibt es auch ein Pendant mit vier DDR5-Speichersteckplätzen, dessen Ausstattungsmarkmale davon abgesehen allerdings mit denen des DDR4-Modells übereinstimmen.

Das B660 AORUS Master DDR4 kommt auf die ATX-Abmessungen. Dabei ist die Farbe Schwarz generell auf der dominierenden Seite, doch einige Kühler sind dagegen in Grau gehalten.

Die technischen Eigenschaften

Das Gigabyte B660 AORUS Master DDR4 wurde mit folgenden technischen Eigenschaften versehen:

Die Daten des Gigabyte B660 AORUS Master DDR4 in der Übersicht
Hersteller und
Bezeichnung
Gigabyte
B660 AORUS Master DDR4
Mainboard-Format ATX
CPU-Sockel LGA1700 (Core i5/7/9-12000)
Stromanschlüsse 1x 24-Pin ATX
1x 8-Pin EPS12V
1x 4-Pin +12V
Phasen/MOSFETs 18 Phasen (16+1+1)
16x OnSemi NCP302155 (VCore, 55A)
1x OnSemi NCP302155 (GT, 90A)
2x OnSemi NTMFS4C06N (AUX, 69A)
1x OnSemi NTMFS4C10N (AUX, 46A)
Preis
ab 250 Euro
Webseite Gigabyte B660 AORUS Master DDR4
  Southbridge-/CPU-Features
Chipsatz, Kühlung Intel B660 Chipsatz, passiv
Speicherbänke und Typ 4x DDR4 (Dual-Channel), max. 5.333 MHz
Speicherausbau max. 128 GB (mit 32-GB-UDIMMs)
SLI / CrossFire 2-Way-CrossFireX
  Onboard-Features
PCI-Express 1x PCIe 4.0 x16 (x16) über CPU
1x PCIe 3.0 x16 (x4) über Intel B660
1x PCIe 3.0 x16 (x1) über Intel B660
SATA(e)-, SAS- und
M.2/U.2-Schnittstellen
4x SATA 6GBit/s über Intel B660
1x M.2 M-Key mit PCIe 4.0 x4 über CPU
1x M.2 M-Key mit PCIe 4.0 x4 über Intel B660
1x M.2 M-Key mit PCIe 3.0 x4 über Intel B660
USB Chipsatz: 1x USB 3.2 Gen2x2 (1x extern), 2x USB 3.2 Gen2 (1x extern, 1x intern), 4x USB 2.0 (4x intern)
2x Realtek RTS5411: 6x USB 3.2 Gen1 (4x extern, 2x intern)
Genesyslogix GL850G: 4x USB 2.0 (4x extern)
Grafikschnittstellen 1x HDMI 2.1 Output
1x DisplayPort 1.2 Output
WLAN / Bluetooth WiFi 802.11a/b/g/n/ac/ax über Intel Wi-Fi 6 AX201, Dual-Band, max. 2,4 GBit/s, Bluetooth 5.2
Thunderbolt -
LAN 1x Intel I225-V 2,5-GBit/s-LAN
Audio-Codec
und Anschlüsse
8-Channel Realtek ALC1220 Codec
5x 3,5 mm Audio-Jacks
1x TOSLink
LED-Beleuchtung RGB-LEDs: I/O-Cover, rechte Unterseite
2x 4-Pin RGB-Header
2x 3-Pin ARGB-Header
FAN- und WaKü-Header 1x 4-Pin CPU-FAN-Header
1x 4-Pin CPU-OPT-Header
1x 4-Pin AIO-Pump-Header
4x 4-Pin Chassis-FAN-Header
2x 4-Pin Chassis-FAN/WaKü-Header
Onboard-Komfort Status-LEDs, Reset-Button, Flash-BIOS-Button (onboard)
Herstellergarantie 3 Jahre (nur über Händler)

unten links: RAM-OC mit XMP; unten rechts mit manuellen Werten
Wärmebild vom VRM-Bereich beim Gigabyte B660 AORUS Master DDR4
Die USB-3.2-Gen2x2-Performance über den B660-Chipsatz
Die USB-3.2-Gen2-Performance über den B660-Chipsatz
Die USB-3.2-Gen1-Performance über den Realtek RTS5411-Hub
Die SATA-6GBit/s-Performance über den B660-Chipsatz
Die M.2-Performance über den Core i9-12900K mit PCIe 4.0 x4
Die M.2-Performance über den B660-Chipsatz mit PCIe 4.0 x4
Die M.2-Performance über den B660-Chipsatz mit PCIe 3.0 x4

Das mitgelieferte Zubehör

Abseits der Platine legt Gigabyte ein kleines Handbuch, zwei SATA-Kabel und auch eine 2T2R-WLAN-Antennen bei. Aber auch drei M.2-Schrauben, ein Noise-Detection-Kabel sowie der G-Connector und ein AORUS-Gehäusesticker konnten wir in der Verpackung auffinden. Ein Support-Datenträger fehlt hier also bewusst, aber diese Daten lassen sich ohne in teilweise aktuellerer Version auf Gigabytes Webseite beziehen.


Intels B660-Chipsatz hat vom Overclocking-Support her dieselben Eigenschaften vom Vorgänger (B560) geerbt. Demnach ist es nicht möglich, eine K(F)-Suffix-CPU mit offenem Multiplikator zu übertakten. Auch der BCLK lässt sich nicht verändern. Erlaubt ist hingegen das RAM-Overclocking, ob nun mithilfe des XMP (Extreme Memory Profile) oder mit manuellen Werten.

Die DMI-Anbindung (Direct Media Interface) zwischen Prozessor und dem B660-PCH beträgt im Vergleich zum Z690- und H670-Chipsatz "nur" PCIe 4.0 x4 statt PCIe 4.0 x8 und kommt demnach auf noch immer ausreichende 64 GBit/s. Generell kommen an Anschlussmöglichkeiten bis zu viermal SATA-6GBit/s, zweimal USB-3.2-Gen2x2 (20 GBit/s), die doppelte Anzahl an USB-3.2-Gen2-Ports und sechs USB-3.2-Gen1 respektive 12 USB-2.0-Buchsen. Beschnitten wurde logischerweise auch die Anzahl der Lanes, die der B660-Chipsatz bereitstellt: sechs PCIe-4.0- und und acht PCIe-3.0-Lanes.

Die Intel-600-Chipsätze und LGA1700-Plattform im Vergleich
Z690
H670
B660
H610
Plattform Mainstream
Fertigung 14 nm
CPU-Sockel LGA1700
max. CPU-Kerne/Threads 8(p)+8(e)/24
CPU Code Name Alder Lake-S
DMI-Anbindung PCIe 4.0 x8
(128 GBit/s)
PCIe 4.0 x4
(64 GBit/s)
max. RAM-Takt (nativ) DDR5-4800 oder DDR4-3200
max. Arbeitsspeicher 128 GB 64 GB
RAM-Channel /
DIMMs pro Kanal
2/2
2/1
CPU-Overclocking Ja Nein Nein Nein
RAM-Overclocking Ja Ja Ja Nein
PCIe-5.0-
Konfiguration (CPU)
x16 oder
x8/x8
x16
PCIe-4.0-Lanes (CPU) 4 4 4 -
PCIe-4.0-Lanes (PCH) 12 12 6 -
PCIe-3.0-Lanes (PCH) 16 12 8 8
USB-3.2-Gen2x2-Ports 4 2 2 -
USB-3.2-Gen2-Ports 10 4 4 2
USB-3.2-Gen1-Ports 10 8 6 4
USB-2.0-Ports 14 14 12 10
SATA-6GBit/s-Ports 8 8 4 4

Die drei Kühler bestehen aus Aluminium und wurden gut verarbeitet. Da der LGA1700-Prozessor auf dem Gigabyte B660 AORUS Master DDR4 ohnehin nicht übertaktet werden kann, ist die Größe der beiden VRM-Kühler absolut ausreichend. Dies gilt auch für den Chipsatzkühlkörper. Die Unterseite der VRM-Kühler zeigt auf, dass neben den Spannungswandlern auch die Leistungsstufen gekühlt werden.

Gigabyte hat beim B660 AORUS Master DDR4 auf ein 16+1+1-Phasendesign gesetzt, verwendet dabei aber aus verständlichen Gründen keine leistungsstarken Wandler. Die 16 VCore-Spulen und die alleinige GT-Spule werden von je einem NCP302155-Power-Stage angetrieben, die von OnSemi mit 55 A spezifiziert sind. Dies bedeutet auf dem Papier 880 A. Zwei NTMFS4C06N mit 69 A und ein NTMFS4C10N mit 46 A sind für die AUX-Spannung verantwortlich.

Die Kontrolle über die 16 geteamten VCore-Spulen sowie der GT-Spule übernimmt der OnSemi NCP81530. Der NCP81270C kümmert sich hingegen um die AUX-Leistungsstufe. Jeweils ein 8-Pin- und 4-Pin-Stromanschluss decken den Energiebedarf locker.

Die Modellbezeichnung macht bereits deutlich, welchen DRAM-Standard dieses Modell aufnimmt. Natürlich den älteren DDR4-Speicher, wobei Gigabyte auch ein DDR5-Modell anbietet. Bis zu 128 GB an Arbeitsspeicher sind in beiden Fällen möglich. Beim effektiven Takt geht es in diesem Fall bis auf 5.333 MHz und beim DDR5-Modell bis 6.000 MHz.

Unterhalb der vier DDR4-Speicherbänke sind je ein USB-3.2-Gen1- und USB-3.2-Gen2-Header zu sehen. Zusätzlich auch ein Teil der zahlreichen FAN/WaKü- und RGB-Header.

Der metallverstärkte PEG-Slot ist an den LGA1700-Prozessor angebunden und erhält auch die vollen 16 Lanes, allerdings "nur" in der PCIe-4.0-Version. Des Weiteren bieten sich unten zwei weitere PCIe-x16-Steckplätze an, von denen einer mit PCIe 3.0 x4 und der andere mit PCIe 3.0 x1 an den B660-Chipsatz angebunden ist.

In den Zwischenräumen ist demnach jede Menge Platz für die M.2-Schnittstellen vorhanden. Die oberste ist an den Prozessor mit max. PCIe 4.0 x4 angebunden. Der mittlere M.2-Anschluss bietet ebenfalls vier Gen4-Bahnen , der untere Steckplatz muss sich jedoch mit PCIe 3.0 x4 zufriedengeben. Die Lanes für die beiden unteren Konnektoren kommen vom B660-Chipsatz.

Auch zwei Onboard-Taster sind verfügbar. Einerseits ein Reset- und andererseits ein Q-Flash-Plus-Button. Absolut abgerundet hätten das Ganze allerdings auch ein Power- sowie ein Clear-CMOS-Button. 


Vier SATA-6GBit/s-Ports stellt das B660 AORUS Master DDR4 bereit, die nativ vom B660-PCH betreut werden und allesamt um 90 ° angewinkelt sind.

Das I/O-Panel des Gigabyte B660 AORUS Master DDR4 in der Übersicht
4x USB 2.0WLAN-ModulDisplayPort 1.2 out----------2,5-GBit/s-LAN
(Intel I225-V)
5x 3,5 mm Klinke
1x TOSLink
HDMI 2.1 out1x USB 3.2 Gen2 (B660)
1x USB 3.2 Gen2x2 (B660)
2x USB 3.2 Gen1
(Realtek RTS5411)
2x USB 3.2 Gen1
(Realtek RTS5411)

Das I/O-Anschlussfeld besteht beim Gigabyte B660 AORUS Master DDR4 aus in Summe zehn USB-Anschlüssen: viermal USB 2.0, viermal USB 3.2 Gen1 und je einmal USB 3.2 Gen2 und Gen2x2. Falls die im Prozessor integrierte Grafikeinheit genutzt werden soll, stehen dem Anwender je ein HDMI-2.1- und DisplayPort-1.2-Grafikausgang zur Verfügung. Bei der Netzwerkanbindung kann man sich frei zwischen dem 2,5-GBit/s-LAN-Controller (Intel I225-V) und dem WiFi-6-Modul (Intel Wi-Fi 6 AX201) entscheiden. Ergänzen sind auch die obligatorischen fünf 3,5-mm-Klinke-Buchsen sowie einmal TOSLink mit an Bord.

Den Q-Flash-Plus-Button hätten wir gerne komfortabler am I/O-Panel gesehen, auch wäre ein Clear-CMOS-Button eine gute Sache gewesen.

Unter dem EMI-Shield steckt Realteks ALC1220-Audio-Codec, der zusammen mit sieben Audio- und vier WIMA-Kondensatoren den Onboard-Sound bilden. Die meisten Anwender werden damit zufrieden sein.

An dem Layout selbst haben wir wenig auszusetzen, wobei wir den fehlenden Power- und den unkomfortabel untergebrachten Q-Flash-Plus-Button bereits angesprochen haben. Immerhin ist der Clear-CMOS-Header gut erreichbar (links unten auf dem Bild neben der BIOS-Batterie), wobei gerade beim AORUS Master ein Button die bessere Wahl gewesen wäre.

Für die Kühlung ist jedenfalls mehr als gut vorgesorgt: Abseits von je einem CPU- und CPU-OPT-Header sind außerdem ein AIO-Pump-, vier Chassis-FAN-Header und zwei kombinierte FAN/WaKü-Header verfügbar.


BIOS

Auf dem Gigabyte B660 AORUS Master war die BIOS-Version F5 vorinstalliert, zu der wir keine weiteren Informationen haben. Das Unternehmen hatte die Version F4 als First Release vorgesehen. Uns stand allerdings mit dem BIOS F6 eine neuere, finale Version zur Verfügung. Einzige genannte Neuerung ist eine verbesserte Performance für Non-K-Prozessoren, wie den Intel Core i5-12400 (Hardwareluxx-Test).

Gigabyte hat die farbliche Gestaltung der UEFI-Oberfläche in dunkler Montur angepasst. Es wird unverändert zwischen dem Easy- und dem Advanced-Mode unterschieden. Links oben in der Ecke werden grundlegende Informationen wie das Mainboard-Modell inklusive BIOS-Version, die installierte CPU, deren derzeitige Taktfrequenz sowie die Arbeitsspeicher-Kapazität angezeigt. Mit der CPU- und System-Temperatur und der CPU-Spannung bekommt der Nutzer einen ersten Einblick auf aktuelle Werte und kann somit beispielsweise feststellen, ob die Kühlung richtig montiert wurde. Auch lässt sich das Extreme-Memory-Profile direkt aktivieren.

Es werden auch Infos zur derzeitigen DIMM-Belegung inklusive Takt und zu den SATA-Geräten aufgelistet. Wer möchte, kann auch gleich die Boot-Prioritäten per Drag & Drop festlegen beziehungsweise verändern. Eine Übersicht der angeschlossenen Lüfter und den dazugehörigen Drehzahlen ist ebenfalls an Bord. Mit der Smart-FAN-Funktion können hingegen manuelle Lüfterkurven angelegt werden. Diverse Shortcuts geben Ausblick zu erweiterten BIOS-Funktionen. Besonders interessant ist der Advanced-Modus, der sich mit der Taste F2 aufrufen lässt.

Beim Punktn "Favorites" kann der Anwender beliebte und oft verwendete BIOS-Optionen hinterlegen, sodass er nicht ständig nach den Funktionen suchen muss. Im "Tweaker"-Reiter wurden von Gigabyte hinwegen die Overclocking-Funktionen hinterlegt, wobei die CPU-Übertaktung natürlich ausgeschlossen ist. Alle auf dem Mainboard vorhandenen Onboard-Komponenten können unter "Settings" individuell konfiguriert werden. Chipsatz-relevante Einstellungen sind ebenfalls dort anzutreffen. Unter "System Info" werden lediglich einzelne Infos wie das Mainboard-Modell, die aktuell vorliegende BIOS-Version, die Uhrzeit und das Datum angezeigt. Von dort aus lässt sich ebenfalls die Sprache ändern. Im UEFI sind weiterhin zahlreiche Einstellungen zu finden, die den Startvorgang betreffen, die unter einem eigenen Menüpunkt "Boot" aufgelistet werden. Sämtliche Einstellungen, die den Systemstart betreffen, lassen sich unter "Boot" konfigurieren. Last but not least ist der "Save & Exit"-Reiter vorhanden, der selbsterklärend ist.

Es war problemlos möglich, auf angenehme Art und Weise per Maus und Tastatur durch die Menüs zu navigieren. Die Maus-Empfindlichkeit lässt sich zudem verändern. Alle von uns gewählten Einstellungen wurden problemlos in die Tat umgesetzt.

Overclocking

Genau wie das MSI MAG B660M MORTAR WIFI DDR4 (Hardwareluxx-Test) erlaubt auch Gigabytes B660 AORUS Master offiziell keine CPU-Übertaktung. Demnach sind die 16 VCore-Spulen mehr als ausreichend für den grundlegenden Betrieb.

Der BCLK lässt sich natürlich ebenfalls nicht verändern. Doch glücklicherweise ist die CPU-Spannung regulierbar. Dem Anwender stehen der Override-, Adaptive-, Fixed- und der Offset-Modus zur Auswahl. Im Override- und Adaptive-Modus lässt sich die Spannung von 0,500 V bis 1,700 V in 0,001-V-Intervallen verändern. Beim Fixed-Mode beträgt der Spannungskorridor 1,100 V bis 1,800 V mit 0,005-V-Schritten. Der Offset-Modus hingegen erlaubt die Veränderung der CPU-Spannung von -0,300 V bis +0,400 V in ebenfalls 0,005-V-Schritten. Die Arbeitsspeicher-Taktraten reichen von 800 MHz bis 8.400 MHz. Alle weiteren Overclocking-Funktionen können der folgenden Tabelle entnommen werden.

Die Overclocking-Funktionen des Gigabyte B660 AORUS Master DDR4 in der Übersicht
Base Clock Rate - nicht möglich -
CPU-Spannung 0,500 Volt bis 1,700 Volt in 0,001-V-Schritten (Override- und Adaptive-Modus)
1,100 Volt bis 1,800 Volt in 0,005-V-Schritten (Fixed-Modus)
-0,300 V bis +0,400 V in 0,005-V-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 1,100 V bis 2,000 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-SA-Spannung 0,800 Volt bis 1,500 Volt in 0,010-V-Schritten (Override-Modus)
CPU-AUX-Spannung 1,600 V bis 2,100 V in 0,005-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-1,8V-Spannung 1,600 V bis 2,100 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCH-Core-Spannung 0,800 Volt bis 1,100 Volt in 0,010-V-Schritten (Override-Modus)
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen BCLK Adaptive, CPU Graphics, Internal L2Atom Override, Internal L2Atom Offset, DRAM VDD/VDDQ, CPU Core PLL Overvoltage, Ring PLL Overvoltage, GT PLL Overvoltage, SA PLL Overvoltage, Atom PLL Overvoltage, IMC PLL Overvoltage, DRAM Training
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 70 Parameter
XMP/D.O.C.P. wird unterstützt (XMP)
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten

UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie EIST, C1E
erweiterte Lüfterregelung für CPU-FAN und sieben optionale FANs,
CPU-LLC, acht Stufen

Vom XMP-Verhalten her zieht Gigabytes B660 AORUS Master DDR4 mit dem MSI MAG B660M MORTAR WIFI DDR4 gleich, legt allerdings auch hier das Fallback-Profil mit effektiv 4.000 MHz an, das ebenfalls in den DIMMs einprogrammiert ist. Als wir manuelle Werte verwendet haben, ist uns mit dem Gigabyte-Mainboard aufgefallen, dass ab DDR4-4300 Windows 11 nicht mehr hochfahren konnte und erhielten diverse BSODs, der POST selbst erfolgte bis einschließlich DDR4-4500.

Einen fehlerlosen Betrieb konnten wir mit DDR4-4200 bei CL19-19-19-40 festhalten, was als durchschnitt einzustufen ist. Wir gehen allerdings davon aus, dass Gigabyte noch etwas am BIOS feilen muss, denn selbst beim beliebten Gear-1-Modus war bei bereits DDR4-3733 das Ende erreicht.

VRM-Wärmebild-Analyse

Um die Hitzeentwicklung des VRM-Bereichs besser beurteilen zu können, haben wir für diesen Test die Flir One Pro (Android USB-C) eingesetzt, die für unser Einsatzgebiet absolut ausreichend ist und Temperaturen von -20°C bis +400°C mit einer Genauigkeit von ±3°C oder ±5%, je nach Umgebungstemperatur, erfassen kann. Die Wärmebild-Auflösung beträgt 160 x 120 Pixel und das erstellte Bild löst mit 1.440 x 1.080 Pixel auf.

Der Prozessor wird unter Berücksichtigung der BIOS-Default-Settings mit Prime95 inkl. AVX unter Volllast gesetzt. Nach fünf Minuten Laufzeit erstellen wir das Wärmebild.

Man merkt den OnSemi-Spannungswandlern die eher durchschnittliche Effizienz anhand der festgestellten Temperaturen an. Am Hotspot wurden 57,5°C gemessen, die natürlich weit vom kritischen Bereich entfernt sind. Wir haben mit anderen Wandlern allerdings deutlich niedrigere Temperaturen sehen können.


Mit diesem Testsystem haben wir das Gigabyte B660 AORUS Master DDR4 getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 3.200 MHz und CL16-16-16-36 2T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim Gigabyte B660 AORUS Master DDR4 hätten wir zwar gerne auf genau 100 MHz fixiert, doch das der B660-Chipsatz bzw. das UEFI erlaubt die Veränderung nicht.

Wir testen allerdings nur noch sechs Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark (Time Spy und Fire Strike), SuperPi 8M, Cinebench R23, Cinebench R20 und AIDA 64 Memory Benchmark:

3DMark

Time Spy

Futuremark Punkte
Mehr ist besser

3DMark

Fire Strike

Futuremark Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R23

Multi Threaded

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R20

Multi Threaded

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

AIDA 64

Memory Benchmark (lesen)

MB pro Sekunde
Mehr ist besser

AIDA 64

Memory Benchmark (schreiben)

MB pro Sekunde
Mehr ist besser

SuperPi 8M

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Die Grundleistung ist absolut stimmig. Bei den AIDA-Benchmarks kommt natürlich zum Tragen, dass DDR4-Module verwendet wurden und der Datendurchsatz natürlich nicht mit den DDR5-DIMMs mithalten kann.

Auch weiterhin werden wir die Bootzeit protokollieren. Wir messen die Zeit in Sekunden, wie lange das Mainboard benötigt, um alle Komponenten zu initialisieren und mit dem Windows-Bootvorgang beginnt.

Bootzeit

Vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Etwas Optimierungsarbeit kann Gigabyte noch bei der POST-Dauer investieren, denn diese fällt mit fast 17 Sekunden zu lang aus. Damit bildet das Gigabyte B660 AORUS Master DDR4 das bisherige Schlusslicht in unseren Tests.


Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das Gigabyte B660 AORUS Master DDR4 bringt zahlreiche Zusatz-Controller mit. Zwei USB-3.2-Gen1-Hubs, ein USB-2.0-Hub, ein LAN-Controller sowie ein WLAN- und Bluetooth-Modul und ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 23 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Version 29.8 Build 6, Small-FFTs, Vollauslastung). Die jeweiligen Leistungs-Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die GeForce RTX 2060. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration anscheinend gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme (normal)

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Mit gerade einmal 44 W kann sich das Gigabyte B660 AORUS Master DDR4 inklusive Restsystem sehen lassen und die anderen LGA1700-Mainboards klar in die Schranken weisen.

Cinebench R23 (normal)

Leistungsaufnahme xCPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Gänzlich anders sieht es dann jedoch unter Last aus und das hat einen Grund, zu dem wir später kommen. Gemessen wurden satte 352,8 W unter Cinebench R23.

Leistungsaufnahme Prime95 (normal)

inkl. AVX/AVX2

Leistung in Watt
Weniger ist besser

In Verbindung mit Prime95 haben wir 412,4 W am Verbrauchsmessgerät lesen müssen. Spätestens jetzt sollten die Alarmglocken klingeln und der Grund sollte klar auf der Hand liegen. Mit Default-BIOS-Werten sind keine Power-Limits gesetzt und das System zieht sich unter Last so viel Strom, wie es möchte. Zum Vergleich: Als wir die Intel-Power-Limits 125 Watt (PL1) und 241 Watt (PL2) fixiert hatten, zeigten sich 348,9 W mit Cinebench R23 und 354,9 W mit Prime95.

CPU-Spannungen Prime95 (normal)

inkl. AVX/AVX2

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Auch die 1,368 V sind ein Indikator für die offenen Power-Limits, die nicht nur die Leistungsaufnahme, sondern auch die CPU-Temperaturen in die Höhe schießen lassen. Innerhalb der Intel-Spezifikationen waren es 1,296 V.

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sofern möglich sind hier vorhandene Zusatzchips deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die GeForce RTX 2060 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme (reduziert)

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Cinebench R23 (reduziert)

Leistungsaufnahme xCPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme Prime95 (reduziert)

inkl. AVX/AVX2

Leistung in Watt
Weniger ist besser

CPU-Spannungen Prime95 (reduziert)

inkl. AVX/AVX2

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Zwar verfügt das Gigabyte B660 AORUS Master DDR4 über zahlreiche USB-Hubs, diese lassen sich im BIOS jedoch nicht deaktivieren. Dies gilt auch für das WLAN- und Bluetooth-Modul. Demzufolge ändert sich nichts an den Verbrauchswerten.

Während das Gigabyte B660 AORUS Master DDR4 im Leerlauf gute Verbrauchswerte zeigt, gehen diese unter Last regelrecht durch die Decke. Grund hierfür ist, dass mit Standard-BIOS-Werten keine Power-Limits eingestellt sind. Dies sollte generell überprüft werden. Doch selbst mit den gesetzten Limitierungen bewegt sich Gigabytes Mainboard eher im letzten Drittel des Testfelds.


USB-3.2-Gen2x2-Performance

Das Gigabyte B660 AORUS Master DDR4 stellt eine USB-3.2-Gen2x2-Schnittstellen bereit. Diese befindet sich am I/O-Panel als Typ-C-Schnittstelle und geht nativ über den B660-Chipsatz ans Werk.

Für den Test setzen wir die externe NVMe-SSD WD_Black P50 mit 2-TB-Kapazität von Western Digital ein, die den USB-3.2-Gen2x2-Standard (20 GBit/s) unterstützt und damit mehr als genug geeignet ist, die USB-Schnittstellen zu testen.

Der B660-PCH schaffte es bis auf 2.020 MB/s lesend und 1.953 MB/s schreibend. Damit liegen die passenden USB-3.2-Gen2x2-Werte an.

USB-3.2-Gen2-Performance

Das Gigabyte B660 AORUS Master DDR4 stellt zwei USB-3.2-Gen2-Schnittstellen bereit. Eine befindet sich am I/O-Panel, die Andere wird über den internen Typ-C-Header bereitgestellt. Intels B660-PCH kümmert sich um beide Anschlüsse. Für den USB-3.2-Gen2-Performancetest haben wir ebenfalls die oben genannte USB-3.2-Gen2x2-Lösung verwendet.

Über den USB-3.2-Gen2-Port am I/O-Panel liegen im Bereich der sequentiellen Transferraten sowohl lesend als auch schreibend über 1.000 MB/s an, was somit absolut passt.

USB-3.2-Gen1-Performance

An USB-3.2-Gen1-Buchsen bietet das Gigabyte B660 AORUS Master DDR4 insgesamt sechs Stück an. Vier Stück sind am I/O-Panel erreichbar, zwei weitere werden über den Onboard-Header zur Verfügung. Direkt angebunden sind alle sechs Schnittstellen über insgesamt zwei USB-3.2-Gen1-Hubs. Für den USB-3.2-Gen1-Performancetest haben wir ebenfalls die oben genannte USB-3.2-Gen2x2-Lösung verwendet.

In der USB-3.2-Gen1-Disziplin stimmt die Bandbreite nun, auch wenn dies nur indirekt über den Intel-Chipsatz erfolgt. Jeweils über 460 MB/s sprechen eine deutliche Sprache.

SATA-6GBit/s-Performance

Gigabytes B660 AORUS Master DDR4 stellt vier native SATA-6GBit/s-Buchsen bereit. Für den Test verwenden wir die SanDisk Extreme 120, die wir natürlich direkt an die SATA-Ports anschließen.

Beim SATA-6GBit/s-Benchmark reichte es lesend bis 528 MB/s, wohingegen die Schreibrate bis auf 490 MB/s kletterte. Dies ist ein solides Ergebnis.

M.2-Performance

Auf dem Gigabyte B660 AORUS Master DDR4 halten sich zwei M.2-Schnittstellen über den B660-Chipsatz bereit, eine mit bis zu vier Gen4-Lanes (64 GBit/s) und die andere mit max. PCIe 3.0 x4 (32 GBit/s). Die oberste M.2-Schnittstelle agiert im Höchstfall zusammen mit dem LGA1700-Prozessor im PCIe-4.0-x4-Modus. Für den M.2-Test verwenden wir die Corsair MP600 mit 1-TB-Speicherkapazität, die auf eine Länge von 8 cm kommt und von Corsair mit 4.950 MB/s lesend und 4.250 MB/s schreibend spezifiziert wurde. Als Protokoll nutzt das Solid State Module NVMe.


Auch bei den M.2-Anschlüssen gab es keine Probleme. Sowohl über den Core i9-12900K als auch über den B660-Chipsatz wird Corsair PCIe-4.0-x4-SSD bis ans Limit ausgefahren. Der unterste M.2-Steckplatz ist auf PCIe 3.0 x4 limitiert, was die sequentiellen Datenraten gut widerspiegeln.


Mit rund 250 Euro wird Gigabytes B660 AORUS Master DDR4 recht hoch bepreist und soll den Mainstream-Nutzer mit gehobenen Ansprüchen bedienen. Die Frage, die sich am Ende logischerweise stellt, ist, ob das B660 AORUS Master DDR4 diese Ansprüche erfüllt. Unsere Antwort lautet: teilweise. Dass die Mainboard-Hersteller bei den kleinen B660-Chipsätzen natürlich nicht auf die leistungsstärksten und effizientesten Spannungswandler setzen, dürfte verständlich sein. So ist die CPU-Übertaktung auf offizieller Seite ausschließlich mit einem Z690-Mainboard möglich. Beim Onboard-Komfort hatten wir stets das Gefühl, dass sich Gigabyte nicht sicher ist, ob sie nun in die Vollen gehen sollen.

In der Realität sieht es so aus, dass es nur ein Teil des bekannten Onboard-Komforts auf das B660 AORUS Master DDR4 geschafft hat. Vorhanden ist ein Reset-Button, den der Anwender im UEFI optional auch als LED-, Enter-BIOS- oder Safe-Boot-Button konfigurieren kann. Einen Power-Button, eine Diagnostic-LED sowie einen Clear-CMOS-Button gibt es nicht. Immerhin ist ein Q-Flash-BIOS-Button verfügbar, wobei wir nicht ganz nachvollziehen können, warum dieser nicht am I/O-Panel untergebracht wurde. Ferner müssen sich die Käufer des Gigabyte B660 AORUS Master DDR4 (zumindest bis zur BIOS-Version F6) mit den Power-Limits auseinandersetzen, denn diese sind per Default nach oben hin offen. Dies führte dann eben dazu, dass die Leistungsaufnahme auf bis über 400 W anstieg.

Doch wir wollen nicht nur kritisieren. Die Auswahl der Anschlussmöglichkeiten hat Gigabyte sehr durchdacht durchgeführt. Die vier DDR4-UDIMM-Steckplätze bieten Platz für bis zu 128 GB RAM, wobei das Overclocking-Potential eher durchschnittlich ausgefallen ist. Der metallverstärkte PEG-Slot kommuniziert mit dem LGA1700-Prozessor mit max. PCIe 4.0 x16, zwei weitere mechanische PCIe-x16-Slots ermöglichen die Anbindung weiterer Karten. Vier native SATA-6GBit/s-Ports und dazu zwei M.2-M-Key-Schnittstellen mit bis zu PCIe 4.0 x4 und eine weitere mit max. PCIe 3.0 x4 laden zum Storage-Ausbau ein. Jeweils ist auch ein Kühler mit dabei. Der Onboard-Sound ist mit dem Realtek ALC1220 inklusive einigen Audio- und WIMA-Kondensatoren ebenfalls eine gute Wahl.

Netzwerktechnisch bekommt es der Käufer mit Intels I225-V-Netzwerkcontroller mit bis zu 2,5 GBit/s und optional dem Intel-Wi-Fi-6-AX201-Modul zu tun. Bei den USB-Buchsen sind die acht USB-2.0-Ports klar in der Überzahl, gefolgt von sechsmal USB 3.2 Gen1. Für besonders schnelle Datenübertragungen ist theoretisch ein USB-3.2-Gen2x2-Anschluss mit von der Partie.

Wenn da nicht der hohe Preis von ungefähr 250 Euro wäre, der für das Gigabyte B660 AORUS Master DDR4 aufgerufen wird. Mindestens 50 Euro weniger hätten der Platine für das Gebotene sicherlich gut zu Gesicht gestanden. Alternativ bietet Gigabyte auch das B660 AORUS Master mit vier DDR5-UDIMM-Speicherbänken an, dessen restliche Spezifikationen mit dem DDR4-Modell bis ins Detail übereinstimmen.

Positive Eigenschaften des Gigabyte B660 AORUS Master DDR4:

Negative Eigenschaften des Gigabyte B660 AORUS Master DDR4:

Preise und Verfügbarkeit
Gigabyte B660 AORUS Master DDR4​
Nicht verfügbar 269,90 Euro Ab 219,99 EUR