Abschied von den römischen Zahlen: ASUS ROG Maximus Z690 Hero im Test

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asus rog maximus z690 hero 003 logoMit der 14. Maximus-Serie nimmt Hersteller ASUS Abschied von den klassischen römischen Zahlen für die Modellbezeichnung, sondern setzt konsequent auf die Chipsatz-Nomenklatur. Auch für Intels Alder-Lake-S-Prozessoren ist das Hero-Mainboard wieder hoch im Kurs, sodass wir es natürlich selbst auf den Prüfstand stellen. Lohnt sich der hohe Anschaffungspreis?

Anstatt "ROG Maximus XIV Hero" hat ASUS nun die Bezeichnung "ROG Maximus Z690 Hero" vorgesehen und hat demnach von den römischen Zahlen Abschied genommen, zumindest bei der Maximus-Reihe. Als Einstiegs-Modell in der ASUS-Premium-Sparte hat das ROG Maximus Z690 Hero erwartungsgemäß wieder einiges an Ausstattung mit an Bord, die das Herz des Enthusiasten höherschlagen lässt. Dabei kann der LGA1700-CPU dank des 20+1-Phasendesign zu mehr Takt verholfen werden, was auch für den DDR5-Arbeitsspeicher gilt, der zwingend erforderlich ist. Zu den weiteren Highlights zählt auch Thunderbolt 4 mit zwei USB-Typ-C-Ports und natürlich auch die PCIe-5.0-Unterstützung.

Das ROG Maximus Z690 Hero wurde von ASUS im Vergleich zum Vorgänger - dem ROG Maximus XIII Hero (Hardwareluxx-Test) - optisch wieder etwas umgestaltet. Das I/O-Cover bietet nun eine RGB-LED-Spiegel-Optik und das ROG-Logo auf dem PCH-Kühler wurde in einzelnen Pixeln dargestellt. Hier allerdings ohne RGB-LED-Beleuchtung. Die VRM-Kühler sehen optisch angenehm groß aus, sodass wir bei der Kühlerung der CPU-Spannungsversorgung keine Probleme erwarten. ASUS verwendet beim ROG Maximus Z690 Hero das ATX-Format.

Die technischen Eigenschaften

Das ASUS ROG Maximus Z690 Hero wurde mit folgenden technischen Eigenschaften versehen:

Die Daten des ASUS ROG Maximus Z690 Hero in der Übersicht
Hersteller und
Bezeichnung
ASUS
ROG Maximus Z690 Hero
Mainboard-Format ATX
CPU-Sockel LGA1700 (Core i5/7/9-12000)
Stromanschlüsse 1x 24-Pin ATX
2x 8-Pin EPS12V
1x 6-Pin PCIe
Phasen/MOSFETs 21 Phasen (20+1)
20x Renesas ISL99390 (VCore, 90A)
1x Renesas ISL99390 (GT, 90A)
Preis
ab 605 Euro
Webseite ASUS ROG Maximus Z690 Hero
  Southbridge-/CPU-Features
Chipsatz, Kühlung Intel Z690 Chipsatz, passiv
Speicherbänke und Typ 4x DDR5 (Dual-Channel), max. 6.400 MHz
Speicherausbau max. 128 GB (mit 32-GB-UDIMMs)
SLI / CrossFire 2-Way-SLI, 3-Way-CrossFireX
  Onboard-Features
PCI-Express 2x PCIe 5.0 x16 (x16/x8) über CPU
1x PCIe 4.0 x16 (x4) über Intel Z690
SATA(e)-, SAS- und
M.2/U.2-Schnittstellen
4x SATA 6GBit/s über Intel Z690
2x SATA 6GBit/s über ASMedia ASM1061
1x M.2 M-Key mit PCIe 4.0 x4 über CPU
1x M.2 M-Key mit PCIe 4.0 x4/SATA 6GBit/s über Intel Z690
1x M.2 M-Key mit PCIe 3.0 x4 über Intel Z690
1x M.2 M-Key mit PCIe 5.0 x4 über CPU/ROG-Hyper-M.2-Card
1x M.2 M-Key mit PCIe 4.0 x4 über CPU/ROG-Hyper-M.2-Card
USB Chipsatz: 1x USB 3.2 Gen2x2 (1x extern), 7x USB 3.2 Gen2 (7x extern), 6x USB 2.0 (2x intern, 4x extern)
ASMedia ASM1074: 4x USB 3.2 Gen1 (4x intern)
Grafikschnittstellen 1x HDMI 2.1 Output
WLAN / Bluetooth WiFi 802.11a/b/g/n/ac/ax über Intel Wi-Fi 6E AX210, Dual-Band, max. 2,4 GBit/s, Bluetooth 5.2
Thunderbolt 2x USB Typ-C Thunderbolt 4 über Intel JHL8540, 40 GBit/s
LAN 1x Intel I225-V 2,5-GBit/s-LAN
Audio-Codec
und Anschlüsse
8-Channel Realtek ALC4082 Codec
ESS Sabre9018Q2C DAC
5x 3,5 mm Audio-Jacks
1x TOSLink
LED-Beleuchtung RGB-LEDs: I/O-Cover
1x 4-Pin RGB-Header
3x 3-Pin ARGB-Header
FAN- und WaKü-Header 1x 4-Pin CPU-FAN-Header
1x 4-Pin CPU-OPT-Header
1x 4-Pin AIO-Pump-Header
4x 4-Pin Chassis-FAN-Header
1x 4-Pin W_Pump+-Header
1x 2-Pin Water-In-Header
1x 2-Pin Water-Out-Header
1x 3-Pin Water-Flow-Header
Onboard-Komfort Status-LEDs, Power-Button, FlexKey-Button, Clear-CMOS-Button, Flash-BIOS-Button, Retry-Button
Herstellergarantie 3 Jahre (nur über Händler)

Das mitgelieferte Zubehör

Besonders umfangreich fällt das Zubehör beim ASUS ROG Maximus Z690 Hero nicht aus. Dennoch gibt ASUS alles Wichtige und Nötige mit auf den Weg. Darunter natürlich das Handbuch, einen USB-Stick mit den Support-Daten, vier SATA-Kabel und auch eine 2T2R-WLAN-Antenne. Darüber hinaus konnten wir allerdings auch je ein RGB- und ARGB-Verlängerungskabel, zahlreiche ROG-Sticker und einen ROG-Schlüsselanhänger ausfindig machen. Als Bonus haben die Taiwaner auch einen Grafikkartenhalter beigelegt.

Das eigentliche Schmankerl ist jedoch die ROG-Hyper-M.2-Erweiterungskarte, die vollständig mit dem PCIe-5.0-Standard kompatibel ist und zwei M.2-M-Key-SSDs aufnehmen kann. Da die Platine selbst keine M.2-SSDs mit PCIe 5.0 x4 anbinden kann, wäre dies also ein Workaround für künftige NVMe-SSDs. Wobei dann natürlich acht PCIe-5.0-Lanes von der LGA1700-CPU abgezwackt werden, wodurch der dedizierten Grafikkarte nur noch acht Lanes übrig bleiben.


Intels Alder-Lake-S-Prozessoren nehmen in dem Sockel LGA1700 Platz und erhalten von Intel selbstverständlich auch neue, passende Chipsätze der 600-Serie. Als Flaggschiff dient der Z690-PCH, den Intel im Vergleich zum Vorgänger (Z590) ordentlich ausgebaut hat. Anstatt lediglich 24 freie PCIe-3.0-Lanes, kann der Z690-Chipsatz 16 PCIe-3.0- und zusätzlich 12 PCIe-4.0-Lanes bereitstellen, wodurch die Mainboard-Hersteller jede Menge Konfigurationsmöglichkeiten erhalten.

Auch der DMI-Datendurchsatz (Direct Media Interface) als Verbindung zwischen CPU und Chipsatz wurde ordentlich erweitert. War mit einem Z590-Mainboard und einer Rocket-Lake-S-CPU noch die PCIe-3.0-x8-Anbindung gängig (was PCIe 4.0 x4 entspricht), hat Intel die DMI-Anbindung bei den Z690-Mainboards mit der 12. Core-Generation auf PCIe 4.0 x8 verdoppelt. Bei den USB-Anschlüssen gibt es hingegen nur wenige Änderungen. Der Z690-Chipsatz kann nun vier statt "nur" drei USB-3.2-Gen2x2-Ports zur Verfügung stellen, die Anzahl der USB-3.2-Gen1- und Gen2-Schnittstellen bleibt hingegen unverändert. Der Z690-PCH unterstützt nun mit acht Stück zwei weitere SATA-6GBit/s-Ports.

Die Alder-Lake-S-Prozessoren bringen primär für die Grafikkarte(n) 16 PCIe-5.0-Lanes mit, die natürlich auch abwärtskompatibel sind. Die Mainboard-Hersteller können die 16 Lanes entweder im x16-, x16/x0 oder x8/x8-Modus verteilen. Hinzu kommen weitere vier Gen4-Lanes für ein NVMe-SSD.

Blockdiagramm zum Z690-Chipsatz


Die Intel-600-Chipsätze und LGA1700-Plattform im Vergleich
Z690
H670
B660
H610
Plattform Mainstream
Fertigung 14 nm
CPU-Sockel LGA1700
max. CPU-Kerne/Threads 8(p)+8(e)/24
CPU Code Name Alder Lake-S
DMI-Anbindung PCIe 4.0 x8
(128 GBit/s)
PCIe 4.0 x4
(64 GBit/s)
max. RAM-Takt (nativ) DDR5-4800 oder DDR4-3200
max. Arbeitsspeicher 128 GB 64 GB
RAM-Channel /
DIMMs pro Kanal
2/2
2/1
CPU-Overclocking Ja Nein Nein Nein
RAM-Overclocking Ja Ja Ja Nein
PCIe-5.0-
Konfiguration (CPU)
x16 oder
x8/x8
x16
PCIe-4.0-Lanes (CPU) 4 4 4 -
PCIe-4.0-Lanes (PCH) 12 12 6 -
PCIe-3.0-Lanes (PCH) 16 12 8 8
USB-3.2-Gen2x2-Ports 4 2 2 -
USB-3.2-Gen2-Ports 10 4 4 2
USB-3.2-Gen1-Ports 10 8 6 4
USB-2.0-Ports 14 14 12 10
SATA-6GBit/s-Ports 8 8 4 4



Der VRM-Kühler beim ASUS ROG Maximus Z690 Hero besteht aus zwei mittels Heatpipe verbundenen Kühlkörpern. Dabei hat ASUS die Kühlfläche erweitert, denn der Kühler fungiert auch als I/O-Cover. Ein Blick auf die Unterseite zeigt, dass nicht nur die Spannungswandler, sondern auch die Leistungsstufen betreut werden. Den PCH-Kühler hat ASUS mehr als großzügig gestaltet, sodass dieser dicke ausreicht.

Mit dem 20+1-Phasendesign kann der Anwender dem LGA1700-Prozessor ordentlich Beine machen. Als MOSFETs kommen die ISL99390 von Renesas zum Einsatz und bieten einen maximalen Output von 90 A. Demnach sind es 1.800 A für die VCore und 90 A für die GT-Spannung. Die 20 VCore-Leistungsstufen wurden von ASUS geteamt, sodass der RAA229131-PWM-Controller (ebenfalls von Renesas) für ASUS' Vorhaben ausreicht. Gleich zwei 8-Pin-Stromanschlüsse liefern den Energie-Input, wobei der zweite Connector rein optional ist.

Doch vom 24-Pin-Hauptanschluss gibt ASUS des Weiteren auch eine 6-Pin-PCIe-Buchse mit an die Hand, die bei intensiver Verwendung die elektrische Versorgung stabilisieren kann. Ein deutlicher Komfortgewinn stellt der PCIe-Slot-Q-Release dar, mit welchem die Grafikkarte durch einen einfachen Tastendruck gelöst und aus dem Slot gezogen werden kann. Abseits zahlreicher FAN- und WaKü-Header sind nicht nur der USB-3.2-Gen2x2-Header zu sehen, sondern auch je ein Power-, FlexKey- und Retry-Button.

Und dann gibt es natürlich auch vier DDR5-UDIMM-Speicherbänke an die Hand, die ASUS mit bis zu 6.400 MHz spezifiziert hat. Der maximale Speicherausbau beträgt demnach die üblichen 128 GB RAM.

Die beiden oberen, verstärkten PEG-Slots arbeiten direkt mit der LGA1700-CPU zusammen und sind demnach mit dem PCIe-5.0-Standard kompatibel. Intels LGA1700-Prozessor bietet hierfür maximal 16 Lanes an, sodass diese an die beiden Steckplätze mit x16/x0 oder x8/x8 wandern. Der PCIe-x16-Anschluss ganz unten kommuniziert mit dem Z690-Chipsatz mit höchstens PCIe 4.0 x4.

PCIe-Slots und deren Lane-Anbindung
Mechanischelektrische
Anbindung (über)
Eine PCIe-KarteZwei PCIe-Karten
- - - -
PCIe 5.0 x16 x16 (CPU) x16 x8
- - - -
- - - -
PCIe 5.0 x16 x8 (CPU) - x8
- - - -
PCIe 4.0 x16 x4 (Z690) - -

Bis zu drei M.2-SSDs lassen sich direkt auf dem ROG Maximus Z690 Hero unterbringen. Um den M-Key-Anschluss ganz oben kümmert sich der Alder-Lake-S-Prozessor und um die beiden Konnektoren unten hingegen der PCH. Bis auf den M.2-Anschluss unten links sind Datenraten bis 64 GBit/s möglich (PCIe 4.0 x4). In zwei Fällen wird die SSD aufgrund der PCIe-4.0-x4-Unterstützung nicht nur von oben, sondern auch von unten gekühlt. Wem die Anzahl an M.2-SSDs nicht ausreicht, kann die beiliegende ROG-Hyper-M.2-Zusatzkarte mit verwenden, wobei die dGPU dann nur mit acht Lanes angetrieben wird.

Zusätzlich sollte beachtet werden, dass sich eine PCIe-5.0-x4-NVMe-SSD nur dann verwenden lässt, wenn die ROG-Hyper-M.2-Erweiterungskarte im zweiten PEG-Slot steckt. Dies soll dann laut ASUS auch nur für den ersten Anschluss gelten.


Die sechs SATA-6GBit/s-Buchsen werden von zwei USB-3.2-Gen1-Headern eingefasst. Dabei arbeiten nur die vier SATA-Buchsen von rechts nativ mit dem Z690-Chipsatz zusammen. ASMedias ASM1061 kümmert sich hingegen um die beiden linken Ports.

Das I/O-Panel des ASUS ROG Maximus Z690 Hero in der Übersicht
Clear-CMOS-Button----------2,5 GBit/s-LAN
(Intel I225-V) 
2x USB 3.2 Gen24x USB 3.2 Gen2
(Z690)
WLAN-Modul5x 3,5 mm Klinke
1x TOSLink
Flash-BIOS-ButtonHDMI 2.1 out1x USB 2.0
1x TB 4
1x USB 2.0
1x TB 4
1x USB 3.2 Gen2
(Typ-C, Z690)

Auch beim ROG Maximus Z690 Hero ist kein 10-GBit/s-LAN-Port vorhanden und ASUS beschränkt sich einzig auf den Intel I225-V, der bekanntlich bis auf 2,5 GBit/s kommt. Alternativ ist jedoch das Intel-WiFi-6E-AX210-Modul mit an Bord. Nicht nur siebenmal USB 3.2 Gen2 (darunter eimal als Typ-C) sind vertreten, sondern auch zwei deutlich langsamere USB-2.0-Ports. Hinzu kommen aber noch zwei Thunderbolt-4-Schnittstellen über Intels JHL8540-Controller.

Fünf 3,5-mm-Klinke-Buchsen und einmal TOSLink ermöglichen den Anschluss des Audio-Equipments und je ein Flash-BIOS- und Clear-CMOS-Button steigern den Komfort enorm, sind in dieser Preisklasse jedoch schon ein Muss.

Realteks ALC4082-Audio-Codec wird durch einen EMI-Shield mit der SupremeFX-Beschriftung geschützt und bekommt mit dem ESS-Sabre9018Q2C sowie zehn Audio-Kondensatoren ordentliche Unterstützung für eine noch bessere Audio-Qualität. Ein sich selbst justierender Kopfhörerverstärker ist ebenfalls mit an Bord.

Mit dem ASUS ROG Maximus Z690 Hero bekommt der Käufer jede Menge Features an die Hand, die auf dem ATX-Mainboard gut positioniert wurden. Bei der Kühlung gibt es keine Kompromisse, ob nun Luft- und/oder Wasserkühlung. Auch für eine Custom-Wasserkühler stehen entsprechende Header zur Überwachung bereit.


BIOS

Auch wenn das ROG Maximus Z690 Hero noch ziemlich frisch am Markt ist, hat ASUS bereits einige Verbesserungen in Form von BIOS-Updates vorgenommen. Die zum Testzeitpunkt aktuelle BIOS-Version 0811 haben wir mittels der Instant-Flash-Funktion erwartungsgemäß ohne Komplikationen aufspielen können.

Generell werden dunkle Farben auf den Monitor gezaubert, passend zum ROG-Mainboard. Dabei werden die einzelnen Punkte gelb hervorgehoben und die restlichen Werte in weißer Schrift dargestellt. Oben links angefangen, sind an dieser Stelle das aktuelle Datum und auch die Uhrzeit ist einsehbar. Rechts daneben kann auch die generelle UEFI-Sprache geändert werden. Mit dabei ist der "AI OC Guide", der eine Art Overclocking-Assistent ist und Neueinsteigern das Overclocking einfacher machen soll. Eingefleischte Overclocker werden von dieser Funktion in der Regel die Finger lassen und stattdessen sämtliche Einstellungen manuell festlegen. Dennoch ist es schön zu sehen, dass Einsteiger nicht im Regen stehen gelassen werden.

In der nächsten Zeile werden die üblichen Vorabinformationen wie das Mainboardmodell inkl. BIOS-Version, die aktuell installierte CPU inkl. Taktfrequenz sowie die Arbeitsspeicher-Kapazität angezeigt. Weiter rechts sind dann auch gleich die CPU- und Mainboard-Temperatur zu sehen, zusätzlich auch die CPU-Spannung. Eine Etage tiefer teilt auf der linken Seite ein ergänzender RAM-Status mit, in welchen Slots aktuell welche Module mit welcher Kapazität und der aktuell anliegenden Taktung installiert sind. Zudem kann auf Wunsch auch gleich ein Extreme-Memory-Profile (kurz: XMP) mit der D.O.C.P.-Funktion ausgewählt werden, sofern vorhanden. Wer sich für die derzeit angekoppelten Storage-Gerätschaften interessiert, erhält diese Infos direkt rechts daneben. Hinzu kommen dann wiederum unten noch die Lüftergeschwindigkeiten, die sich mit der Funktion "QFan Control" auch gleich individuell festlegen lassen.

Am rechten Rand des Bildschirms kann vom Anwender das grundlegende Funktionsschema ausgewählt werden. Standardmäßig ist der normale Modus aktiviert. Es lassen sich jedoch auch "ASUS Optimal" und der Modus "Power Saving" aktivieren. Während beim "ASUS Optimal"-Modus das System auf gesteigerte Performance ausgelegt ist, lässt sich das Setup mit dem "Power Saving"-Modus effizienter betreiben. Darunter kann die Boot-Reihenfolge mit Leichtigkeit abgeändert werden. Entweder per Klick auf "Advanced Mode" oder mit einem Tastendruck auf "F7" gelangen wir in die erweiterte Ansicht, die wir uns nun anschauen werden.

Advanced-Mode: Optisch genau wie der EZ-Mode, allerdings nach traditioneller Art und Weise strukturiert. Der erste Menüpunkt ist das "My Favorites"-Feature, das die Auswahl der häufig verwendeten Funktionen aus dem BIOS anzeigt, die der Nutzer frei auswählen kann. Für das Hinzufügen oder Entfernen von Funktionen muss dafür oben der Punkt "MyFavorite(F3)" angeklickt oder die Taste "F3" gedrückt werden. Dies öffnet ein eigenständiges Fenster, in dem die Funktionen ausgewählt werden können.

Auf der "Main"-Seite werden noch einmal einige Vorabinformationen wie die BIOS-Version, das installierte Prozessormodell und einige RAM-Infos angezeigt. Auch hier lässt sich die Menüsprache ändern, falls gewünscht. Sämtliche Overclocking-Funktionen sind im Ai-Tweaker-Reiter hinterlegt worden, und es sind wieder einmal sehr viele Funktionen implementiert worden. Ob es nun um die Taktfrequenz von CPU oder Arbeitsspeicher oder doch um die einzelnen Spannungen geht, hier wird der Anwender fündig. Zur Unterstützung wird jeweils unten erklärt, was die einzelnen Funktionen bewirken.

Wie immer können die zahlreichen Onboard-Komponenten mithilfe des nächsten Reiters konfiguriert werden. Auch wenn auf der rechten Seite ständig einige Informationen vom Hardware-Monitor angezeigt werden, hat ASUS eine eigene "Monitor"-Seite umgesetzt, auf der unter anderem die Lüfter gesteuert werden können. Aber auch die Temperaturen und Spannungen werden noch einmal aufgelistet.

Sämtliche Einstellungen, die den Startvorgang betreffen, wurden auf den Reiter "Boot" geparkt. Wer sich von dem Boot-Logo gestört fühlt, kann es dort abschalten. Zusätzlich sind an dieser Stelle die Boot-Overrides untergebracht worden, die man häufig auch auf der letzten Seite findet. ASUS gibt auch hier erneut ein paar Tools mit auf den Weg. Darunter das "ASUS EZ Flash 3 Utility", womit das UEFI entweder über einen USB-Datenträger oder aber über das Internet aktualisiert werden kann. Sämtliche UEFI-Einstellungen können mithilfe des "ASUS Overclocking Profile" in maximal acht Profilen gesichert werden, die auch von einem USB-Stick exportiert und importiert werden können. "ASUS SPD Information" liest die Serial Presence Detect-Werte aus den DIMMs aus. Und unter "Exit" können die gesetzten Settings abgespeichert und auch die Default-Werte geladen werden. Bevor das UEFI die Settings abspeichert, zeigt ein kleines Fenster alle Einstellungen an, die verändert wurden. Wer sich nützliche Notizen anlegen möchte, muss glücklicherweise auf keinen Zettel und Stift zurückgreifen, sondern verwendet einfach das "Quick Note"-Feature.

Die Bedienbarkeit der UEFI-Oberfläche stufen wir als akzeptabel ein. Die Navigation kann durch die Menüs nach langer UEFI-Benutzung in meist ruckeliger Weise durchgeführt werden, was wir schon häufiger kritisieren mussten. Abgesehen von dieser Tatsache wurden alle gewählten Einstellungen zu unserer vollsten Zufriedenheit übernommen. Auch gab es an der Stabilität nichts zu bemängeln. Gänzlich neu ist die Implementierung von dem nützlichen Tool "MemTest86", das direkt aus dem BIOS heraus gestartet werden kann, um die DIMM-Module auf Fehler hin zu überprüfen.

Overclocking

Mit 21 effektiven VCore-Spulen und 90-A-Power-Stages sowie den zahlreichen Onboard- und BIOS-Features eignet sich das ASUS ROG Maximus Z690 Hero hervorragend zum Übertakten.

Auf dem ASUS ROG Maximus Z690 Hero ist eine Veränderung des Grundtakts von 80,0000 MHz bis 1.000,0000 MHz in 0,0500-MHz-Schritten möglich. Bei der CPU-Spannung stehen dem Anwender der Override-, der Adaptive- sowie der Offset-Modus zur Auswahl. Im Override-Modus lässt sich die Spannung von 0,60000 V bis 1,70000 V in 0,00100-V-Intervallen verändern. Beim Adaptive-Mode reicht die Range von 0,25000 V bis 1,92000 V in 0,00100-V-Schritten. Der Offset-Modus hingegen erlaubt die Veränderung der CPU-Spannung von -0,63500 V bis +0,63500V in ebenfalls 0,00500-V-Schritten. Die Arbeitsspeicher-Taktraten reichen von 800 MHz bis gar 13.333 MHz. Alle weiteren Overclocking-Funktionen können der folgenden Tabelle entnommen werden.

Die Overclocking-Funktionen des ASUS ROG Maximus Z690 Hero in der Übersicht
Base Clock Rate 80,0000 MHz bis 1.000,0000 MHz in 0,0500-MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,60000 V bis 1,70000 V in 0,00100-V-Schritten (Override-Modus)
0,25000 V bis 1,92000V in 0,00100-V-Schritten (Adaptive-Modus)
-0,63500 V bis +0,63500 V in 0,00100-V-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 0,80000 V bis 1,43500 V (2,07000) in 0,00500-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-SA-Spannung 0,70000 V bis 1,80000 V  in 0,00100-V-Schritten (Fixed-Modus)
0,00100 V bis 0,99900 V V in 0,00100-V-Schritten (Offset-Modus)
CPU-AUX-Spannung - nicht möglich -
CPU-1,8V-Spannung 1,50000 V bis 2,10000 V in 0,01000-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCH-Core-Spannung 0,70000 V bis 1,30000 V in 0,01000-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCIe-Taktmöglich
Weitere SpannungenCPU L2, DRAM VDDQ, IVR Transmitter VDDQ, IMC, PMIC, CPU 1,8V Small Rail, PLL Termination, PCH 1,05V, CPU Input Voltage Reset, Eventual CPU Input, Core PLL, GT PLL, Ring PLL, SA PLL, IMC PLL
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 49 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, EIST
Turbo-Modus (All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und sechs optionale Fans, LLC Level 1 bis 8

Aus vergangenen Z690-Mainboard-Tests wissen wir bereits, dass unser Core i9-12900K dazu in der Lage ist, auf allen acht Performance-Kernen einen Takt von 5,2 GHz stabil zu fahren. Je nach Board kommt es dann schließlich auf die benötigte Spannung an und die fällt mit dem ASUS ROG Maximus Z690 Hero sehr positiv aus. Im BIOS mussten 1,260 V inklusive LLC-Stufe 8 hinterlegt werden, sodass effektiv laut CPU-Z eine VCore von 1,252 V zustandekommt.

Wir hatten erwartet, dass wir die Effizienz-Kerne mit 4,3 GHz laufen lassen können, dies gelang uns mit dem ASUS ROG Maximus Z690 Hero jedoch leider nicht, sodass wir auf 4,2 GHz zurückgehen mussten. Hierfür reichte eine VCore von 1,210 V aus.

Positives gibt es auch an der RAM-Overclocking-Front zu berichten. Nicht nur das XMP wurde ohne Wenn und Aber umgesetzt, bei den manuellen Werten konnten wir gar stabile 5.800 MHz bei CL40-42-42-80 herauskitzeln.

VRM-Wärmebild-Analyse

Um die Hitzeentwicklung des VRM-Bereichs besser beurteilen zu können, haben wir für diesen Test die Flir One Pro (Android USB-C) eingesetzt, die für unser Einsatzgebiet absolut ausreichend ist und Temperaturen von -20°C bis +400°C mit einer Genauigkeit von ±3°C oder ±5%, je nach Umgebungstemperatur, erfassen kann. Die Wärmebild-Auflösung beträgt 160 x 120 Pixel und das erstellte Bild löst mit 1.440 x 1.080 Pixel auf.

Der Prozessor wird unter Berücksichtigung der BIOS-Default-Settings mit Prime95 inkl. AVX unter Volllast gesetzt. Nach fünf Minuten Laufzeit erstellen wir das Wärmebild.

Die ISL99390-Wandler arbeiten unter Last ziemlich effizient, wie unser Wärmebild eindrucksvoll unter Beweis stellt. An den wärmsten Stellen wurden nicht einmal 50°C erreicht, was demnach eine Menge Luft nach oben für erweitertes CPU-Overclocking bedeutet.


Mit diesem Testsystem haben wir das ASUS ROG Maximus Z690 Hero getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 4.800 MHz und CL40-40-40-72 2T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim ASUS ROG Maximus Z690 Hero mussten wir im BIOS keine Änderungen vornehmen, die Turbo-Einstellungen arbeiteten bereits korrekt.

Wir testen allerdings nur noch sechs Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark (Time Spy und Fire Strike), SuperPi 8M, Cinebench R23, Cinebench R20 und AIDA 64 Memory Benchmark:

3DMark

Time Spy

Futuremark Punkte
Mehr ist besser

3DMark

Fire Strike

Futuremark Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R23

Multi Threaded

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R20

Multi Threaded

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

AIDA 64

Memory Benchmark (lesen)

MB pro Sekunde
Mehr ist besser

AIDA 64

Memory Benchmark (schreiben)

MB pro Sekunde
Mehr ist besser

SuperPi 8M

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Bei der Grundperformance gibt es keine Beanstandungen, sie liegt dort, wo sie liegen sollte. Besonders gefallen hat uns der DDR5-Datendurchsatz, der gerade beim Lesen einen deutlichen Abstand zu den anderen Mainboards gezeigt hat.

Auch weiterhin werden wir die Bootzeit protokollieren. Wir messen die Zeit in Sekunden, wie lange das Mainboard benötigt, um alle Komponenten zu initialisieren und mit dem Windows-Bootvorgang beginnt.

Bootzeit

Vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Die von uns gemessenen 14,72 Sekunden für den POST liegen im durchschnittlichen Bereich und sind daher zufriedenstellend. Damit ist das ASUS ROG Maximus Z690 Hero genauso schnell mit dem POST durch wie das MSI MEG Z690 UNIFY (Hardwareluxx-Test).


Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das ASUS ROG Maximus Z690 Hero bringt zahlreiche Zusatz-Controller mit. Ein USB-3.2-Gen1-Hub, ein LAN-Controller, ein zusätzlicher SATA-Controller, ein Thunderbolt-4-Controller sowie ein WLAN- und Bluetooth-Modul und ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 23 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Version 29.8 Build 6, Small-FFTs, Vollauslastung). Die jeweiligen Leistungs-Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die GeForce RTX 2060. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration anscheinend gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme (normal)

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Im Idle haben wir fast 62 W gemessen, sodass das Hero demnach unser aktuelles Schlusslicht darstellt und sogar marginal mehr veranschlagt als MSIs MEG Z690 UNIFY (Hardwareluxx-Test).

Cinebench R23 (normal)

Leistungsaufnahme xCPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Unter Last ändert sich dies grundlegend und die Spannungswandler zeigen ihre ihre effiziente Arbeitsweise. Die annähernd 317 W sind zwar weiterhin absolut gesehen hoch, aber im Vergleich zu den meisten anderen LGA1700-Boards eher niedrig angesiedelt.

Leistungsaufnahme Prime95 (normal)

inkl. AVX/AVX2

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Wird der Core i9-12900K dann mit Prime95 inklusive AVX/AVX2 unter Volllast gesetzt, wendet sich das Blatt dann hingegen wieder. Aber immerhin sind die 365,8 W unterhalb des Gigabyte Z690 AORUS Master (Hardwareluxx-Test) einzuordnen.

CPU-Spannungen Prime95 (normal)

inkl. AVX/AVX2

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Bei der Default-VCore unter Volllast haben wir mit dem ASUS ROG Maximus Z690 Hero einen neuen Spitzenwert feststellen dürfen. Es waren gerade einmal 1,208 V, wobei der Verbrauch dafür eigentlich niedriger hätte ausfallen müssen.

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sofern möglich sind hier vorhandene Zusatzchips deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die GeForce RTX 2060 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme (reduziert)

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Im BIOS konnten wir nicht nur das WLAN-Modul und den zusätzlichen SATA-Controller, sondern auch den Thunderbolt-4-Controller deaktivieren. Im Idle wurden durch diese Maßnahme 3,5 W eingespart, sodass die Leistungsaufnahme demnach unterhalb von 60 W lag.

Cinebench R23 (reduziert)

Leistungsaufnahme xCPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Mit Cinebench R23 waren es gar 4,2 W weniger - das änderte aber nichts an der dritten Platzierung.

Leistungsaufnahme Prime95 (reduziert)

inkl. AVX/AVX2

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Und selbst unter voller Last zeigte unser Verbrauchsmessgerät nun 4,3 W weniger an, liegt dabei aber noch immer bei über 360 W.

CPU-Spannungen Prime95 (reduziert)

inkl. AVX/AVX2

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Die VCore änderte sich nicht und verblieb bei ihren 1,208 V.

Bei einem Oberklasse-Mainboard kann man bei entsprechend umfangreicherer Ausstattung kein Effizienz-Wunder erwarten, aber im Großen und Ganzen hält sich der Stromhunger in Grenzen. Gerade unter mittelhoher Last, was vor allem beim Gaming der Fall sein dürfte, zeigt sich das ASUS ROG Maximus Z690 Hero ziemlich genügsam.


USB-3.2-Gen2-Performance

Das ASUS ROG Maximus Z690 Hero stellt neun USB-3.2-Gen2-Schnittstellen bereit, wenn die beiden Typ-C-Schnittstellen über den Thunderbolt-4-Controller hinzugezählt werden. Alle neun Stück befinden sich am I/O-Panel. Sieben von neun Ports arbeiten über den Z690-Chipsatz und die restlichen zwei Stück mit dem JHL8540 (Thunderbolt 4) zusammen.

Für den Test setzen wir die externe NVMe-SSD WD_Black P50 mit 2-TB-Kapazität von Western Digital ein, die den USB-3.2-Gen2x2-Standard (20 GBit/s) unterstützt und damit mehr als genug geeignet ist, die USB-Schnittstellen zu testen.


Die sequentiellen Datenraten sprechen eine deutliche Sprache. Der USB 3.2-Gen2-Standard wird in vollen Zügen ausgenutzt, sowohl über den Z690-Chipsatz als auch über Intels-Thunderbolt-4-Controller.

USB-3.2-Gen1-Performance

An USB-3.2-Gen1-Buchsen bietet das ASUS ROG Maximus Z690 Hero insgesamt vier Stück an. Alle vier Stück werden über die beiden Onboard-Header zur Verfügung gestellt und gehen über den ASMedia ASM1074 ans Werk. Für den USB-3.2-Gen1-Performancetest haben wir ebenfalls die oben genannte USB-3.2-Gen2x2-Lösung verwendet.

Und auch der indirekte Weg über ASMedias ASM1074-USB-3.2-Gen1-Hub zeigt absolut passende Werte mit jeweils über 460 MB pro Sekunde.

SATA-6GBit/s-Performance

ASUS' ROG Maximus Z690 Hero stellt sechs SATA-6GBit/s-Buchsen bereit. Vier Konnektoren arbeiten nativ mit dem Z690-Chipsatz zusammen, die anderen Beiden über den ASMedia ASM1061. Für den Test verwenden wir die SanDisk Extreme 120, die wir natürlich direkt an die SATA-Ports anschließen.


Intels Z690-Chipsatz holt wie erwartet deutlich mehr aus dem SATA-6GBit/s-SSD heraus und kommt auf performante 528 MB/s lesend und 492 MB/s schreibend. ASMedias ASM1061 kommt auf um die 400 MB/s, wobei die Leserate unterhalb und die Schreibleistung oberhalb dieser Marke angesiedelt ist.

M.2-Performance

Auf dem ASUS ROG Maximus Z690 Hero halten sich zwei M.2-Schnittstellen über den Z690-Chipsatz bereit, welche mit jeweils vier Gen4- respektive Gen3-Lanes angebunden sind (64 GBit/s). Die oberste M.2-Schnittstelle agiert direkt über den LGA1700-Prozessor mit max. PCIe 4.0 x4. Für den M.2-Test verwenden wir die Corsair MP600 mit 2-TB-Speicherkapazität, die auf eine Länge von 8 cm kommt und von Corsair mit 4.950 MB/s lesend und 4.250 MB/s schreibend spezifiziert wurde. Als Protokoll nutzt das Solid State Module NVMe.


Sowohl der Core i9-12900K als auch der PCH konnten Corsairs MP600-NVMe-SSD problemlos auf bis zu knapp 5.000 MB/s im Lesen und über 4.270 MB/s im Schreiben. Der mit höchstens PCIe 3.0 x4 angebundene M.2-Steckplatz wird verständlicherweise auf jeweils über 3.400 MB/s limitiert.


Die Hero-Modelle aus ASUS' Republic-of-Gamers-Produktreihe sind plattformunabhängig stets sehr beliebt, denn sie bringen nicht nur ausreichende Anschlussmöglichkeiten mit, sondern sind auch sehr gut für die Übertaktung des Prozessors und des Arbeitsspeichers geeignet. Dies ist natürlich auch bei beim ROG Maximus Z690 Hero für Intels Alder-Lake-S-Prozessoren der Fall. Auffällig ist, dass ASUS nun bei der 14. Maximus-Serie von der römischen Nummerierung Abschied genommen hat und stattdessen den enthaltenen Chipsatz (in diesem Fall eben Intels Z690-Chipsatz) verwendet. Mit dem 20+1-Phasendesign und hochwertigen 90-A-Power-Stages steht für den LGA1700-Prozessor eine großzügige Stromversorgung zur Verfügung, die in unserem praktischen Einsatz gute Dienste geleistet hat.

Doch auch der DDR5-RAM ließ sich auf DDR5-5800 kräftig übertakten, wobei ASUS das ROG Maximus Z690 Hero bis DDR5-6400 spezifiziert hat. In den vier Steckplätzen können durch den Anwender üblicherweise bis zu 128 GB an Arbeitsspeicher verstaut werden. Zwei obere PCIe-x16-Schnittstellen wurden an den Prozessor in den Modi x16/x0 oder x8/x8 mit dem PCIe-5.0-Standard vertraut gemacht, schließlich kommt noch ein PCIe-x16-Slot mit max. PCIe 4.0 x4 über den PCH hinzu. Die zwei M.2-Anschlüsse, einmal mit PCIe-3.0-x4- und PCIe-4.0-x4-Anbindung sowie der M.2-Anschluss mit bis zu PCIe-4.0-x4-Anbindung über den Prozessor bilden zusammen mit den sechs SATA-6GBit/s-Buchsen die Storage-Anschlussmöglichkeiten. Wem das nicht ausreichen sollte, der kann zwei weitere M.2-SSDs über die beiliegende ROG-Hyper-M.2-Zusatzkarte mit einbinden, von denen eine auch im PCIe-5.0-x4-Mode betrieben werden kann und für die Zukunft gedacht ist. Nachteil ist dann allerdings, dass die dedizierte Grafikkarte mit "nur" acht Lanes versorgt wird.

Abseits von siebenmal USB 3.2 Gen2, viermal USB 3.2 Gen2 und sechsmal USB 2.0 hat ASUS auch einen USB-3.2-Gen2x2-Anschluss (intern) und darüber hinaus auch Thunderbolt 4 in zweifacher Ausführung berücksichtigt. Ein 10-GBit/s-Netzwerkanschluss fehlt bei der mindestens 600 Euro teuren Platine aber leider, denn ASUS hat nur den Intel-I225-V-Controller verlötet. Alternativ bietet sich WLAN mit dem 6E-Standard an. Schließlich gibt es mit dem SupremeFX-Feature (Realtek ALC4082) und einem ESS-DAC einen guten Onboard-Sound. RGB-LEDs befinden sich einzig in der nett anzusehenen Spiegeloptik auf dem I/O-Cover, doch das Lichtspektakel kann mit insgesamt vier Headern erweitert werden. Zahlreiche Header für die Kühlung (egal ob mit Luft und/oder Wasser) gibt es natürlich auch noch obendrauf. Die Leistungsaufnahme ist zwar nicht hervorragend, ist aber gerade in der Teillast auf einem guten Niveau unterwegs.

Den Preis für das ASUS ROG Maximus Z690 Hero haben wir bereits erwähnt, dieser bewegt sich bei um die 600 Euro. Demnach lässt sich ASUS die zweifellos guten Features kräftig bezahlen. Kommen dann noch der LGA1700-Prozessor, der DDR5-Speicher und eventuell auch noch eine Grafikkarte hinzu, wird es schnell teuer. Ja, die PCIe-5.0-Umsetzung kostet Geld, aber wie auch bei anderen Produkten sind bei den Mainboards die Preise regelrecht explodiert. Rein von der technischen Seite her, hat uns das ASUS ROG Maximus Z690 Hero jedenfalls überzeugt und ist eine Empfehlung wert, wenn der Anschaffungspreis nicht der störende Faktor ist.

Positive Eigenschaften des ASUS ROG Maximus Z690 Hero:

Negative Eigenschaften des ASUS ROG Maximus Z690 Hero:

Preise und Verfügbarkeit
ASUS ROG Maximus Z690 Hero
Nicht verfügbar 659,00 Euro Ab 644,70 EUR