NZXT N7 Z590 im Test - Kleines PCIe-4.0-Update

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review nzxt n7 z590 004 logoAm 3. Juni hat NZXT offiziell das N7 Z590 gelauncht, das ein kleines Update zum Vorgängermodell (N7 Z490) darstellt. Als Neuerung wird offiziell PCIe 4.0 an den wichtigen Stellen unterstützt. NZXT hat uns ein Sample zukommen lassen, das wir natürlich analysiert und getestet haben.

NZXT gehört weiterhin zu den Exoten, was die Mainboards angeht. Dies ist auch verständlich, da sich das US-amerikanische Unternehmen vornehmlich auf Gehäuse und Kühllösungen konzentriert, allerdings auch in anderen Gefilden die Fühler ausstreckt. Bei den NZXT-Mainboards wissen wir bereits, dass diese nicht selbst gefertigt werden, sondern stattdessen mit externer Unterstützung realisiert werden. In jüngster Vergangenheit bestand eine enge Zusammenarbeit mit ASRock, was sowohl anhand des PCBs als auch an der UEFI-Oberfläche erkennbar war. Und wir sind uns sicher, dass dies auch auf das neue N7 Z590 zutrifft.

Werden das N7 Z490 und das N7 Z590 direkt miteinander verglichen, ist von der Optik her kein Unterschied auszumachen. Unverändert gibt es auch das N7 Z590 in den Farben Weiß und Schwarz, in unserem Fall handelt es sich um das weiße Modell. Unter der Haube wurde hingegen der Z490-Chipsatz gegen Intels neueren Z590-Chipsatz ausgetauscht, der nativ auch die USB-3.2-Gen2x2-Unterstützung mitbringt. Und auch PCIe 4.0 ist an den wichtigen Stellen nutzbar. Wo genau, werden wir uns natürlich anschauen.

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In unserem Fall liegt die weiße Version (Matte White) vor und dies bezieht sich auf die vollumfängliche Abdeckung aus Metall. Abgesehen vom Sockel-Bereich ist das gesamte ATX-PCB überdeckt und "geschützt".

Die technischen Eigenschaften

Dies sind die Spezifikationen des NZXT N7 Z590:

Die technischen Eigenschaften des NZXT N7 Z590
Hersteller und
Bezeichnung
NZXT
N7 Z590
Mainboard-Format ATX
CPU-Sockel LGA1200 (für Comet Lake-S und Rocket Lake-S)
Stromanschlüsse 1x 24-Pin ATX
1x 8-Pin EPS12V
1x 4-Pin +12V
CPU-Phasen/Spulen 15 Stück (12+2+1)
14x Vishay SiC654 (VCore + GT, 50A)
1x Vishay SiC654A (SA, 50A)
Preis
ab 250 Euro
Webseite NZXT
 
Southbridge-/CPU-Features
Chipsatz Intel Z590
Speicherbänke
und Typ
4x DDR4 (Dual-Channel),
bis effektiv 4.266 MHz
Speicherausbau max. 128 GB UDIMM Non-ECC
SLI / CrossFire CrossfireX (2-Way)
Onboard-Features
PCI-Express-Slots 1x PCIe 4.0 x16 (x16) über CPU (*1)
1x PCIe 3.0 x16 (x4) über Intel Z590
3x PCIe 3.0 x1 über Intel Z590
SATA(e)-, SAS-
und M.2/U.2-Schnittstellen
4x SATA 6GBit/s über Intel Z590
1x M.2 M-Key (PCIe 4.0 x4 über CPU) (*1)
1x M.2 M-Key (PCIe 3.0 x4 über Intel Z590)
USB 1x USB 3.2 Gen2x2 (extern) über Intel Z590
4x USB 3.2 Gen2 (3x extern, 1x intern) über Intel Z590
8x USB 3.2 Gen1 (4x extern, 4x intern) über 2x ASMedia ASM1074
8x USB 2.0 (2x extern, 6x intern) über Intel Z590
Grafikschnittstellen 1x HDMI 1.4b
WLAN / Bluetooth WiFi 802.11a/b/g/n/ac/ax über Intel Wi-Fi 6E AX210, Dual-Band, max. 2,4 GBit/s, Bluetooth 5.2
Thunderbolt -
LAN 1x Realtek RTL8125-BG 2,5-GBit/s-LAN
Audio-Codec
und Anschlüsse
8-Channel Realtek ALC1220
5x 3,5 mm Audio-Jacks
1x TOSLink
LED-Beleuchtung 1x 4-Pin RGB
1x 3-Pin ARGB
2x $-Pin NZXT-RGB
FAN- und
WaKü-Header
1x 4-Pin CPU-FAN-Header
1x 4-Pin AIO-Pump-Header
5x 4-Pin System-FAN-Header
Onboard-Komfort Status-LEDs
Clear-CMOS-Button
Power-Button
Reset-Button
Herstellergarantie 3 Jahre (nur über Händler)
Hinweise:
(*1): PCIe 4.0 ist nur in Verbindung mit einer Rocket-Lake-S-CPU nutzbar. Ohne eine Rocket-Lake-S-CPU ist zudem der oberste M.2-Steckplatz unbrauchbar.

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Das mitgelieferte Zubehör

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Von einer faltbaren Anleitung für die CAM-Software abgesehen, hat NZXT außerdem lediglich vier SATA-Kabel, zwei WLAN-Antennen sowie eine M.2-Schraube beigelegt. Zwar wäre ein Handbuch schön gewesen, aber dies lässt sich alternativ von der NZXT-Webseite herunterladen.


Das große Highlight der Z590-Mainboards ist nun die offizielle PCIe-4.0-Unterstützung an den wichtigsten Stellen, sprich an mindestens einem PEG-Slot und einem M.2-M-Key-Anschluss. Intels Z590-Chipsatz bringt außerdem als Neuerung die native USB-3.2-Gen2x2-Unterstützung (20 GBit/s) für bis zu drei Ports mit. In Verbindung mit einer Rocket-Lake-S-CPU wird die DMI-Anbindung (Direct Media Interface) von PCIe 3.0 x4 auf PCIe 3.0 x8 verdoppelt und kommt, genau wie bei den X570-Mainboards für AMDs Ryzen-Prozessoren, auf 64 GBit/s Daten-Durchsatz.

Dadurch, dass Intels Rocket-Lake-S-Prozessoren nun 20 PCIe-4.0-Lanes im Gepäck haben, sind 16 davon primär für die Grafikkarte(n) gedacht und die restlichen vier Lanes für eine M.2-NVMe-SSD im PCIe-3.0/4.0-x4-Modus. Dabei erlaubt Intel folgende Aufteilungen der 20 Lanes: 1x 16, 1x16 + 1x4, 2x8 + 1x4 und 1x8 und 3x4.

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Plattform-Vergleich: Intel Z490 und Z590
Z490
Z590
Plattform
Mainstream
Fertigung
14 nm
CPU-Sockel
LGA1200
max. CPU-Kerne/Threads
10/20 (Comet Lake-S)
8/16 (Rocket Lake-S)
CPU Code Name
Comet Lake-S / Rocket Lake-S
max. Arbeitsspeicher
128 GB DDR4 UDIMM
max. RAM-Takt (nativ)
DDR4-2933 (Comet Lake-S)
DDR4-3200 (Rocket Lake-S)
PCIe-4.0/3.0-
Konfiguration (Rocket Lake-S)
1x16 oder 2x8 oder 1x8 + 2x4 (*1) 1x16 oder 1x16 + 1x4 oder
2x8 + 1x4 oder 1x8 + 3x4
PCIe-3.0-
Konfiguration (Comet Lake-S)
1x16 oder 2x8 oder 1x8 + 2x4 1x16 oder 2x8 oder 1x8 + 2x4
DMI-Anbindung PCIe 3.0 x4 (32 GBit/s) PCIe 3.0 x8 (64 GBit/s)
Multi-GPU SLI / CrossFireX
Max. Displays/Pipes 3/3 3/3
RAM Channel/DIMMs pro Kanal 2/2 2/2
CPU- und RAM-Overclocking Ja Ja
integr. WLAN-AX-Vorbereitung
(Wi-Fi 6)
Ja Ja
integr. WLAN-AX-Vorbereitung
(Wi-Fi 6E)
Nein Ja
Intel Smart Sound Technology Ja Ja
Optane-Memory-Unterstützung Ja Ja
integr. SDXC-(SDA 3.0)-Support Ja Ja
USB-Ports (USB 3.2 Gen1) 14 (10) 14 (10)
Max. USB-3.2-Gen1/2-Ports 10/6 10/10
Max. USB-3.2-Gen2x2-Ports - 3
Max. SATA-6GBit/s-Ports 6 6
Max. PCIe-3.0-Lanes 24 24
Intel Rapid Storage Technology Ja Ja
Max. Intel RST für
PCIe-Storage-Ports
(M.2 x2 oder x4)
3 3
Intel RST PCIe RAID 0, 1, 5 Ja Ja
Intel RST SATA RAID 0, 1, 5, 10 Ja Ja
Intel RST CPU-attached
Intel-PCIe-Storage
Ja Ja
Hinweise:
(*1) Nur ausgewählte Z490-Mainboards unterstützen offiziell PCIe 4.0.

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Auf den ersten Blick könnte man annehmen, dass die durch NZXT umgesetzte Größe des VRM-Kühlers gut gewählt wurde. Wie sich allerdings herausgestellt hat, wurde zum größten Teil die Kühlfläche nicht konsequent genutzt und stattdessen wurde ein Hohlraum hinterlassen. Ob dies im praktischen Test Nachteile mit sich bringen wird, werden wir natürlich feststellen. Zusätzlich ist uns aufgefallen, dass die Wärmeleitpads für die Leistungsstufen nicht korrekt positioniert sind und wir dies korrigieren mussten.

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Beim Blick auf den VRM-Bereich selbst ist deutlich erkennbar, welchen Mainboard-Hersteller NZXT um Unterstützung gebeten hat. Es ist in der Tat ASRock: Exakt diesselbe Spannungsversorgung konnten wir nämlich auf dem ASRock Z590 Extreme (Hardwareluxx-Test) auffinden. Sie besteht aus einem 12+2+1-Phasendesign: 12 Spulen für die VCore, zwei Stück für iGPU und eine für die SA-Spannung. Während letztere Spule von einem Vishay SiC654A gespeist werden, ist es in den anderen 14 Fällen der SiC654, wobei beide Wandler mit 50A spezifiziert sind. Alleine für die VCore stehen auf dem Papier bis zu 600 A zur Verfügung, was schon ordentlich ist.

Absolut identisch ist auch die Wahl der PWM-Controller, es sind nämlich auch auf dem NZXT N7 Z590 zwei Stück. Einerseits der 3609BE von Richtek und andererseits der RAA229001 aus dem Hause Renesas. Da beide Controller jeweils acht Leistungsstufen unter die Fittiche nehmen können, hat NZXT bzw. ASRock alle 15 Spulen nativ ohne Teaming angebunden. Jeweils ein 8-Pin- und 4-Pin-Stromanschluss liefern hierfür die nötige Energieeinspeisung.

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Mit den vier DDR4-UDIMM-Speicherbänken lassen sich bis zu 128 GB RAM im Dual-Channel-Interface unterbringen. Etwas niedrig fällt jedoch der theoretische Maximaltakt mit 4.266 MHz aus. In Verbindung mit unserem Core i7-11700K und den verwendeteten DIMMs war in der Regel ein Betrieb mit DDR4-4266 kein Problem. Wir sind gespannt, ob dies auch mit dem NZXT N7 Z590 gelingt.

Neben einigen FAN- und zwei RGB-Headern ist direkt links neben dem 24-Pin-Stromanschluss ein USB-Typ-C-Header mit von der Partie, der vom Z590-Chipsatz aus mit der USB-3.2-Gen2-Spezifikation angebunden wurde.


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Beim PCIe-Slot-Layout gibt es im Vergleich zum Vorgängermodell (NZXT N7 Z490) zunächst keinen Unterschied. Zwei x16-Steckplätze wurden zusammen mit drei PCIe-3.0-x1-Slots verlötet. Der einzige Unterschied betrifft jedoch den metallverstärkten PCIe-x16-Steckplatz, der im direkten Kontakt zur LGA1200-CPU steht und mit Rocket Lake-S auch im PCIe-4.0-x16-Modus betrieben werden kann. Der zweite x16-Anschluss agiert hingegen höchstens im PCIe-3.0-x4-Modus über den PCH.

PCIe-Slots und deren Lane-Anbindung
Mechanischelektrische
Anbindung (über)
Single-GPU2-Way-
CrossFireX
PCIe 3.0 x1 x1 (Z590) - -
PCIe 4.0 x16 x16 (CPU) x16 x16
-
- - -
- - - -
PCIe 3.0 x16 x4 (Z590) - x4
PCIe 3.0 x1 x1 (Z590) - -
PCIe 3.0 x1 x1 (Z590) - -
Hinweis: Für die Nutzung von PCIe 4.0 ist eine Rocket-Lake-S-CPU notwendig (elfte Core-Generation). Mit einer Comet-Lake-S-CPU (zehnte Core-Generation) ist ausschließlich die Nutzung von PCIe 3.0 möglich.

Der obere M.2-Anschluss wurde an den LGA1200-Prozessor angebunden und kann ausschließlich mit der elften Core-Generations im PCIe-4.0-x4-Modus agieren. In Verbindung mit Comet Lake-S wird der PCIe-3.0-x4-Mode aktiviert, wobei die Grafikkarte dann mit höchstens PCIe 3.0 x8 angebunden wird.

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Um ein Lane-Sharing zu vermeiden, hat NZXT an ASRock angewiesen, lediglich vier SATA-6GBit/s-Ports zu verbauen, die jedoch zum Glück um 90 Grad angewinkelt sind. Rechts daneben befindet sich einer von insgesamt zwei USB-3.2-Gen1-Headern.

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Das I/O-Panel des NZXT N7 Z590 in der Übersicht
----- ----- ----- -----4x USB 3.2 Gen1
(Typ-A, ASM1074)
2,5-GBit/s-LAN
(Realtek RTL8125BG)
5x 3,5 mm Klinke
1x TOSLink
Clear-CMOS-Button HDMI 1.4b 2x USB 2.01x USB 3.2 Gen2 (Typ-A, Z590)
1x USB 3.2 Gen2x2 (Typ-C, Z590)
2x USB 3.2 Gen2
(Z590)

Die vormontierte I/O-Blende haben wir für die genaueren Analysen und Fotos demontiert. Am Panel selbst wurden nicht nur viermal USB 3.2 Gen1 über den ASMedia-ASM1074-Hub hinterlassen, sondern auch zweimal USB 2.0, dreimal USB 3.2 Gen2 sowie einmal USB 3.2 Gen2x2 in der Typ-C-Ausführung. Gesellschaft leisten sowohl ein HDMI-1.4b-Grafikausgang, ein Clear-CMOS-Button, einmal 2,5-GBit/s-LAN und die obligatorischen Audio-Konnektoren. NZXT hätte den HDMI-Grafikausgang jedoch gleich als HDMI-2.0-Variante hinterlassen können.

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BIOS

Wir sind uns zuvor schon sicher gewesen, dass NZXT für das N7 Z590 Unterstützung aus dem Hause ASRock bekommt. Beim PCB hat es sich bereits bestätigt und somit wäre es auch überraschend gewesen, wenn dies nicht auch beim BIOS der Fall gewesen wäre. Vorinstalliert war die BIOS-Version P1.10, doch mit Version P1.20 gab es bereits ein wichtiges Update, das folgende Neuerungen und Verbesserungen mitbringt:

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Auch beim NZXT N7 Z590 ist ein EZ-Mode mit an Bord, der einen Überblick vermittelt. Links oben ist ganz klar das Mainboard-Modell mit der BIOS-Version erkennbar, direkt darunter der installierte Prozessor, dessen Grundtakt und auch die installierte RAM-Kapazität werden aufgeführt. Dort wiederum unterhalb ist die DIMM-Verteilung einsehbar und zudem kann von dort aus auf Wunsch auch gleich XMP aktiviert werden. Unter Storage Configuration erhält der Anwender sofort den Überblick, welche Storage-Devices installiert sind.

Aber auf der EZ-Mode-Seite lassen sich noch weitere, nützliche Infos herauslesen, wie die Mainboard- und CPU-Temperatur und auch die Lüfter-Geschwindigkeiten. Ohne in die erweiterten BIOS-Einstellungen gehen zu müssen, kann auch gleich die Boot-Reihenfolge geändert werden. Auch Tools, wie Instant- und Internet-Flash sowie das FAN-Tastic Tuning können direkt aufgerufen werden.

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Im Advanced-Mode hat sich hingegen nichts verändert. Beispielsweise fehlt auch hier die "My Favorite"-Funktion nicht. Mit diesem Feature können durch den Anwender sämtliche Funktionen aus dem UEFI, die am meisten verwendet werden, zur "My Favorite"-Liste hinzugefügt werden. Anders als es ASUS gelöst hat, wurde kein eigenständiger Reiter erstellt, sondern nur ein Menüpunkt auf der "Main"-Seite. Auch die Art, wie die Funktionen hinzugefügt werden, ist unterschiedlich. Zunächst einmal muss die Funktion selektiert werden, welche in die Liste aufgenommen werden soll. Oben rechts auf dem Bild befindet sich unterhalb des "Exit"-Reiters eine Schaltfläche "My Favorite". Davor wird ein Stern angezeigt, der lediglich angeklickt werden muss.

Die restliche Struktur bleibt unverändert. Zudem hat der Anwender die Möglichkeit festzulegen, welcher Reiter beim Aufrufen der UEFI-Oberfläche angezeigt werden soll. Unter "Overclocking" werden sämtliche Overclocking-Funktionen gesammelt angeboten. Statt die meisten Funktionen auf einer Seite zu lassen, wurden sie in vier Menüpunkte aufgeteilt: CPU Configuration, DRAM Configuration und Voltage Configuration. Alle gewählten Einstellungen können auf insgesamt fünf verfügbaren Profilplätzen gesichert werden. Die Profile lassen sich auf einen USB-Stick sichern und auch wieder ins UEFI importieren. Auf der "Advanced"-Seite kann wie immer auf die Einstellungen zugegriffen werden, die sich auf die Onboard-Komponenten beziehen. Weiterhin werden jedoch auch die bereits bekannten Tools angeboten: System Browser, Online Management Guard, UEFI Tech Service, Easy RAID Installer und Easy Driver Installer. Das UEFI kann wahlweise per Instant-Flash oder per Internet-Flash auf die aktuelle Version gebracht werden. Insgesamt lassen sich drei Profile abspeichern, die auch exportiert und importiert werden können.

Mithilfe des Hardware-Monitors erhalten wir stets einen Überblick über die anliegende CPU- und Mainboard-Temperatur, über die Spannungen und Lüfterdrehzahlen und können letztere auch beeinflussen. Im Anschluss folgt der "Security"-Reiter, bei dem das UEFI beispielsweise mit einem Kennwort geschützt werden kann, um unbefugten Zugriff zu verhindern. Die Boot-Settings werden ebenfalls separat einquartiert. Auf dieser Seite werden die Boot-Prioritäten und andere zum Starten relevante Einstellungen festgelegt. Last but not least sind noch die beiden Punkte "Boot" und "Exit" an Ort und Stelle.

Wir haben am UEFI nichts auszusetzen. Die Steuerung durch die Menüs mit Maus und/oder Tastatur ist von ASRock/NZXT sehr angenehm ausgeführt worden. Wie es sein soll, wurden zudem alle Einstellungen konsequent umgesetzt und wir hatten auch in dieser Richtung nichts zu bemängeln. Auch war die Stabilität hervorragend.

Overclocking

Mit dem NZXT N7 Z590 erhält der Anwender eine CPU-Spannungsversorgung mit 15 Vishay-MOSFETs mit jeweils 50 A. Für die VCore zeigen sich 12 Spulen verantwortlich und im BIOS sind zahlreiche Einstellungen verfügbar.

NZXT erlaubt beim N7 Z590 eine Veränderung des BCLK von 97,5000 MHz bis hin zu satten 500,0000 MHz. Die Intervalle betragen auch hier feine 0,0100 MHz. In Sachen CPU-Spannung hat der Anwender zwei Optionen. So stehen ihm die Modi Override und Offset zur Verfügung. Im Override-Modus lässt sich die Spannung von 0,800 V bis 2,170 V (inkl. OC-Mode) in 0,005-V-Schritten einstellen. Im Offset-Modus fällt der Spielraum mit -100 mV bis +300 mV angenehm aus. ASRock unterscheidet bei einigen Spannung zwischen dem Stable- und dem OC-Mode. Im OC-Mode lassen sich einige Spannungen weiter erhöhen. Dessen Maximalwerte haben wir in der Tabelle jeweils in Klammern angegeben.

Bei den RAM-Teilern reicht es von DDR4-800 bis DDR4-8400, wobei ein Betrieb mit einer derart hohen Taktfrequenz sehr unwahrscheinlich ist.

Die Overclocking-Funktionen des NZXT N7 Z590 in der Übersicht
Base Clock Rate 97,5000 MHz bis 500,0000 MHz in 0,0100-MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,800 V bis 1,600 V (2,170 V) in 0,005-V-Schritten (Override-Modus)
-100 mV bis +300 mV in 5-mV-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 1,200 V bis 1,700 V (1,800 V) in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-SA-Spannung 0,950 V bis 1,600 V (1,800 V) in 0,005-V-Schritten (Override-Modus)
-100 mV bis +300 mV in 5-mV-Schritten (Offset-Modus)
CPU-IO-Spannung 1,050 V bis 1,600 V (1,950 V)in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-IO-Mem-Spannung 1,000 V bis 1,650 V (1,850 V) in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCH-Core-Spannung - nicht möglich -
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen VCCIN AUX, CPU Internal PLL, GT PLL, Ring PLL, SA PLL, IMC PLL
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 38 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, CSTATE (C6/C7), EIST
Turbo-Modus (All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und fünf optionale Fans, LLC Level Auto (1-2), 3-5

Bei der CPU-Übertaktung sind uns deutliche Parallelen zum ASRock Z590 Extreme aufgefallen, was aufgrund der identischen CPU-Spannungsversorgung auch nicht weiter verwunderlich ist. Stabile 5 GHz waren auch mit dem NZXT N7 Z590 nicht möglich und mussten daher auf 4,9 GHz zurückgreifen. Im BIOS mussten wir 1,315 V hinterlegen, allerdings war die effektive Spannung aufgrund der LLC-Stufe 1 noch etwas oberhalb davon.

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NZXT gibt das N7 Z590 mit RAM-Taktraten bis DDR4-4266 an. Somit hatten wir bereits die Besorgnis, dass die Platine einen Betrieb mit dem DDR4-4133-XMP verweigert und dem war dann auch so. Wir konnten den manuellen Gear-2-Mode-Takt bis effektiv 3.800 MHz ausfahren, oberhalb davon war Schicht im Schacht. Auch wenn wir dafür die Latenzen bis auf CL17-17-17-36 ziehen konnten, lässt das Ergebnis insgesamt doch Luft nach oben. Enttäuschend war außerdem die maximale Takt mit dem Gear-1-Mode. Während der Durchschnitt der Z590-Platinen bis DDR4-3600 mitspielen, reichte es beim NZXT N7 Z590 nur bis DDR4-3200.

VRM-Wärmebild-Analyse

Um die Hitzeentwicklung des VRM-Bereichs besser beurteilen zu können, haben wir für diesen Test die Flir One Pro (Android USB-C) eingesetzt, die für unser Einsatzgebiet absolut ausreichend ist und Temperaturen von -20°C bis +400°C mit einer Genauigkeit von ±3°C oder ±5%, je nach Umgebungstemperatur, erfassen kann. Die Wärmebild-Auflösung beträgt 160 x 120 Pixel und das erstellte Bild löst mit 1.440 x 1.080 Pixel auf.

Der Prozessor wird unter Berücksichtigung der BIOS-Default-Settings mit Prime95 inkl. AVX unter Volllast gesetzt. Nach fünf Minuten Laufzeit erstellen wir das Wärmebild.

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Auch wenn es zumindest zum Testzeitpunkt des NZXT N7 Z590 eher weniger heiß draussen war, haben wir schon ordentliche Temperaturen festhalten können. In Spitzen reichte es mit 68,9°C bis fast an die 70°C-Marke ran.


Mit diesem Testsystem haben wir das NZXT N7 Z590 getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 3.200 MHz und 16-16-16-36 2T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim NZXT N7 Z590 mussten wir im BIOS den BCLK manuell auf 100 MHz fixieren, damit ein fairer Vergleich gezogen werden konnte.

Wir testen allerdings nur noch sechs Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark (Time Spy und Fire Strike), SuperPi 8M, Cinebench R23, Cinebench R20 und Sisoft Sandra 2021 Memory Benchmark:

3DMark

Time Spy

Futuremark Punkte
Mehr ist besser

3DMark

Fire Strike

Futuremark Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R23

Multi Threaded

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R20

Multi Threaded

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

SiSoft Sandra 2021

Speicher-Bandbreite

Bandbreite in GB/s
Mehr ist besser

SuperPi 8M

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

NZXT respektive ASRock hat das BIOS rein auf die Grundperformance hin gut optimiert und ist sich von der spürbaren Leistung her mit den anderen Mainboards auf einem Level.

Auch weiterhin werden wir die Bootzeit protokollieren. Wir messen die Zeit in Sekunden, wie lange das Mainboard benötigt, um alle Komponenten zu initialisieren und mit dem Windows-Bootvorgang beginnt.

Bootzeit

Vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Um wenige Millisekunden kann das NZXT N7 Z590 das ASRock Z590 Extreme bei der Bootzeit toppen. Gefühlt liegen beide Modelle aber absolut gleichauf.


Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das NZXT N7 Z590 hat ein paar Zusatz-Controller erhalten. Ein LAN-Controller, zwei USB-Hubs und ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 20 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Version 29.8 Build 6, Small-FFTs, Vollauslastung). Die jeweiligen Leistungs-Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die GeForce RTX 2060. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration anscheinend gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme (normal)

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Im Idle befindet sich das NZXT N7 Z590 ohne große Überraschung auf dem Niveau des ASRock Z590 Extreme mit um die 47 W.

Cinebench R23 (normal)

Leistungsaufnahme xCPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Und auch unter Last mit Cinebench R23 befinden sich beide Platinen auf 241 W. Dicht auf den Fersen ist das ASUS ROG Maximus XIII Hero.

Leistungsaufnahme Prime95 (normal)

inkl. AVX/AVX2

Leistung in Watt
Weniger ist besser

In Verbindung mit Prime95 herrschst zwischen dem NZXT N7 Z590 und dem ASRock Z590 Extreme Uneinigkeit. Während wir mit dem ASRock Z590 Extreme 329,3 W gemessen haben, waren es mit dem NZXT N7 Z590 fast 332 W.

CPU-Spannungen Prime95 (normal)

inkl. AVX/AVX2

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Marginal höher lag die Default-Last-VCore mit 1,251 V. ASRocks Z590 Extreme hat mit 1,248 V nicht wirklich viel weniger Spannung angelegt.

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sofern möglich, sind hier vorhandene Zusatzchips deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die GeForce RTX 2060 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme (reduziert)

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Cinebench R23 (reduziert)

Leistungsaufnahme xCPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme Prime95 (reduziert)

inkl. AVX/AVX2

Leistung in Watt
Weniger ist besser

CPU-Spannungen Prime95 (reduziert)

inkl. AVX/AVX2

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Im BIOS konnten wir lediglich das WLAN- und Bluetooth-Modul deaktivieren, das in der Praxis jedoch keinen Unterschied ausmachte.

Man merkt dem NZXT N7 Z590 an, dass als Grundlage das ASRock Z590 Extreme genommen wurde und somit ist es nur verständlich, dass sich beide Mainboards auf demselben Niveau befinden.


USB-3.2-Gen2x2-Performance

Das NZXT N7 Z590 stellt auch eine USB-3.2-Gen2x2-Schnittstelle (Typ-C) am I/O-Panel bereit, die nativ vom Z590-Chipsatz gesteuert wird.

Für den Test setzen wir die externe NVMe-SSD WD_Black P50 mit 2-TB-Kapazität von Western Digital ein, die den USB-3.2-Gen2x2-Standard (20 GBit/s) unterstützt und damit mehr als genug geeignet ist, die USB-Schnittstellen zu testen.

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Die USB-Typ-C-Schnittstelle am I/O-Panel liefert die Datenraten, die zum USB-3.2-Gen2x2-Standard passen. Erreicht wurde eine sequentielle Lese- und Schreibgeschwindigkeit von bis zu 2.039 MB/s respektive 1.952 MB/s.

USB-3.2-Gen2-Performance

Das NZXT N7 Z590 stellt vier USB-3.2-Gen2-Schnittstellen bereit. Drei Stück befinden sich am I/O-Panel und eine Schnittstelle wird über den Typ-C-Header bereitgestellt. Alle vier Ports arbeiten nativ mit dem Z590-Chipsatz zusammen. Für den USB-3.2-Gen2-Performancetest haben wir ebenfalls die oben genannte USB-3.2-Gen2x2-Lösung verwendet.

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Stimmig war auch auch die USB-3.2-Gen2-Performance mit deutlich über 1.000 MB/s im Lesen und bis zu 998 MB/s im Schreiben.

USB-3.2-Gen1-Performance

An USB-3.2-Gen1-Buchsen bietet das NZXT N7 Z590 insgesamt acht Stück an. Vier Ports werden am I/O-Panel und vier Stück über zwei Onboard-Header zur Verfügung gestellt und gehen über zwei ASMedia-ASM1074-Hubs ans Werk. Für den USB-3.2-Gen1-Performancetest haben wir ebenfalls die oben genannte USB-3.2-Gen2x2-Lösung verwendet.

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Jeweils vier USB-3.2-Gen1-Anschlüsse agieren über einen von insgesamt zwei ASMedia-ASM1074-Hubs und nehmen damit den indirekten Weg über den Z590-PCH. Sowohl im Lesen als auch im Schreiben wurden um die 460 MB/s erreicht, was absolut stimmig ist.

SATA-6GBit/s-Performance

NZXTs N7 Z590 stellt vier SATA-6GBit/s-Buchsen bereit. Alle vier Konnektoren arbeiten nativ mit dem Z590-Chipsatz zusammen. Für den Test verwenden wir die SanDisk Extreme 120, die wir natürlich direkt an die SATA-Ports anschließen.

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Der SATA-6GBit/s-Standard wurde nicht voll ausgeschöpft, was jedoch eher Windows 10 geschuldet ist. Gemessen wurden durch Atto bis zu 528 MB/s lesend und maximal 486 MB/s schreibend.

M.2-Performance

Auf dem NZXT N7 Z590 hält sich eine M.2-Schnittstelle über den Z590-Chipsatz bereit, welche mit vier Gen3-Lanes angebunden ist (32 GBit/s, 2x shared). Die dritte und oberste M.2-Schnittstelle agiert zusammen mit dem Rocket-Lake-S-Prozessor im Höchstfall im PCIe-4.0-x4-Modus. Für den M.2-Test verwenden wir die Corsair MP600 mit 2-TB-Speicherkapazität, die auf eine Länge von 8 cm kommt und von Corsair mit 4.950 MB/s lesend und 4.250 MB/s schreibend spezifiziert wurde. Als Protokoll nutzt das Solid State Module NVMe. Zwar beherrscht die NVMe-SSD den PCIe-4.0-x4-Standard, doch im Falle des Z590-PCHs wird sie logischerweise auf PCIe 3.0 x4 limitiert.

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Bei dem M.2-Anschluss über den LGA1200-Prozessor haben wir bemerkt, dass es hin und wieder zu Abbrüchen kam. Hierbei fehlen dann scheinbar doch noch BIOS-Optimierungen. In einem erfolgreichen Benchmark-Durchlauf wurde eine sequentielle Lese- und Schreibrate von 4.920 MB/s und 4.268 MB/s ermittelt. Während die Schreibrate sogar leicht die Herstellerangaben übertrifft, liegt die Leserate noch etwas unterhalb davon.


Für die Comet-Lake-S-Prozessoren hat NZXT das N7 Z490 in das Portfolio aufgenommen, das nicht mit dem PCIe-4.0-Standard kompatibel ist. Genau an diesem Punkt kommt das neue N7 Z590 ins Spiel, das in Verbindung mit der elften Core-Generation sowohl an einem PEG-Slot als auch an einem M.2-Anschluss die immer wichtiger werdende Spezifikation mitbringt. Doch NZXT hat dies erneut nicht im Alleingang bewerkstelligt, sondern hat sich Unterstützung aus dem Hause ASRock geholt. Das PCB bringt unverändert die Abmessungen mit, die dem ATX-Standard entsprechen, wurde allerdings mit einer vollumfänglichen Metall-Abdeckung versehen, die der Nutzer optional aber auch einfach entfernen kann. Dabei gibt es mit Matte White und Matte Black zwei Farben.

Der LGA1200-Prozessor wird von demselben VRM-Bereich angetrieben, wie er auch auf dem ASRock Z590 Extreme (Hardwareluxx-Test) vorzufinden war. Im praktischen Einsatz zeigte sich die Spannungsversorgung ebenfalls eher moderat und erschwert das CPU-Overclocking oberhalb von 5 GHz. Mehr als 4,9 GHz waren auch mit dem NZXT N7 Z590 in unserem Setup nicht drin. Auch die Arbeitsspeicher-Übertaktung konnte nicht überzeugen. Von den niedrig spezifizierten DDR4-4266 waren es in der Praxis höchstens DDR4-3800 im Gear-2- und lediglich DDR4-3200 im Gear-1-Modus. Punkten kann das NZXT N7 Z590 dafür bei der Energie-Effizienz und bei der POST-Dauer. Ein Power- und Reset-Button sind wieder mit dabei, eine ausführliche LED-Segmentanzeige fehlt jedoch weiterhin.

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In Summe werden mit dem NZXT N7 Z590 21 USB-Schnittstellen zur Verfügung gestellt: Vier USB-3.2-Anschlüsse der zweiten, acht USB-3.2-Ports der ersten Generation, dazu achtmal USB 2.0 und auch eine USB-3.2-Gen2x2-Typ-C-Buchse ist mit von der Partie. Neben WLAN-AX befindet sich am I/O-Panel für die kabelgebundene Netzwerkvariante ein 2,5-GBit/s-Port. Für den Audio-Bereich hat sich NZXT für den Realtek-ALC1220-Audio-Codec entschieden und nicht für den aktuelleren ALC4080.

Das NZXT N7 Z590 wird auf der eigenen Webseite für einen Preis von 279,99 Euro angeboten, doch im freien Handel wurde das Board ab 250 Euro gesehen. Beide Preise sind allerdings zu hoch angesetzt. Empfehlenswert ist das NZXT N7 Z590 speziell für Präsentationszwecke, wer allerdings auf Taktrekorde aus ist, sollte sich hingegen für ein anderes Mainboard entscheiden.

Positive Eigenschaften des NZXT N7 Z590:

Negative Eigenschaften des NZXT N7 Z590:

NZXTs N7 Z590 ist ein kleines Update-Modell für die vollständige Unterstützung der Rocket-Lake-S-Prozessoren, das schick aussieht, schnell bootet und effizient ist, allerdings weniger ambitioniert beim Overclocking ist.