ASRock Z590 Extreme im Test: Nicht wirklich extrem

Veröffentlicht am: von

asrock z590 extreme 004 logoGerade die jüngere Generation wird sich wohl kaum noch an die zahlreichen Extreme-Mainboards von ASRock vergangener Tage erinnern. Von dem Extreme4 über das Extreme6 und Extreme7 bis hin zum Extreme9 war über einige Generationen vieles vertreten. Hat das neue Z590 Extreme ASRock noch viele Gemeinsamkeiten von damals? Wir gehen in unserem Test auf die Suche.

Ende 2013 stellte ASRock das Z87 Extreme11/ac (Hardwareluxx-Test) als Flaggschiff für die damaligen Haswell-Prozessoren auf Basis des Sockel LGA1150 vor. Zu den Highlights zählten auf dem Papier 32 PCIe-3.0-Lanes, satte 22 SATA-Ports und dazu zwei mSATA-Schnittstellen. Ab den Z270-Mainboards im Jahr 2016 führte ASRock dann die Extreme-Modellreihe extrem zurück und es gab (wenn überhaupt) noch eine Extreme4-Variante, die Letzte war das Z490 Extreme4 von letztem Jahr. In diesem Jahr gibt es als Überbleibsel schließlich nur noch das Z590 Extreme ohne weiteren Zusatz. Wir haben uns ganz zu Anfang die Frage gestellt, was noch aus der vergangenen Zeit übriggeblieben ist. Schauen wir uns das Brett mal genauer an.

» zur Galerie

Rein von der Optik her kommt das ASRock Z590 Extreme eher dezent und schlicht rüber. Bis auf einige blaue Akzente ist der Rest des PCBs mit ATX-Abmessungen in Schwarz gehalten. Zwei von insgesamt drei M.2-M-Key-Schnittstellen wurden mit einem Kühler versehen.

Die technischen Eigenschaften

Dies sind die Spezifikationen des ASRock Z590 Extreme:

Die technischen Eigenschaften des ASRock Z590 Extreme
Hersteller und
Bezeichnung
ASRock
Z590 Extreme
Mainboard-Format ATX
CPU-Sockel LGA1200 (für Comet Lake-S und Rocket Lake-S)
Stromanschlüsse 1x 24-Pin ATX
2x 8-Pin EPS12V
CPU-Phasen/Spulen 15 Stück (12+2+1)
14x Vishay SiC654 (VCore + GT, 50A)
1x Vishay SiC654A (SA, 50A)
Preis
ab 200 Euro
Webseite ASRock
 
Southbridge-/CPU-Features
Chipsatz Intel Z590 Chipsatz
Speicherbänke
und Typ
4x DDR4 (Dual-Channel),
bis effektiv 4.800 MHz
Speicherausbau max. 128 GB UDIMM Non-ECC
SLI / CrossFire CrossfireX (2-Way)
Onboard-Features
PCI-Express-Slots 1x PCIe 4.0 x16 (x16) über CPU (*1)
1x PCIe 3.0 x16 (x4) über Intel Z590
3x PCIe 3.0 x1 über Intel Z590
SATA(e)-, SAS-
und M.2/U.2-Schnittstellen
6x SATA 6GBit/s über Intel Z590
1x M.2 M-Key (PCIe 4.0 x4 über CPU) (*1)
2x M.2 M-Key (PCIe 3.0 x4 über Intel Z590, 2x shared)
1x M.2 E-Key
USB 1x USB 3.2 Gen2x2 (intern) über Intel Z590
2x USB 3.2 Gen2 (2x extern) über Intel Z590
6x USB 3.2 Gen1 (2x extern, 4x intern) über Intel Z590
6x USB 2.0 (2x extern, 4x intern) über Intel Z590
Grafikschnittstellen 1x DisplayPort 1.4
1x HDMI 2.0b
WLAN / Bluetooth optional nachrüstbar
Thunderbolt -
LAN 1x Realtek RTL8125BG 2,5 GBit/s-LAN
1x Intel I219-V Gigabit-LAN
Audio-Codec
und Anschlüsse
8-Channel Realtek ALC1220
5x 3,5 mm Audio-Jacks
1x TOSLink
LED-Beleuchtung I/O-Panel- und PCH-Bereich
2x 4-Pin RGB
2x 3-Pin ARGB
FAN- und
WaKü-Header
1x 4-Pin CPU-FAN-Header
1x 4-Pin Water-Pump-Header
5x 4-Pin System-FAN/Water-Pump-Header
Onboard-Komfort Power-Button, Reset-Button, Status-LEDs
Herstellergarantie 3 Jahre (nur über Händler)
Hinweise:
(*1): PCIe 4.0 ist nur in Verbindung mit einer Rocket-Lake-S-CPU nutzbar. Ohne eine Rocket-Lake-S-CPU ist zudem der oberste M.2-Steckplatz unbrauchbar.
» zur Galerie

Das mitgelieferte Zubehör

» zur Galerie

Besonders umfangreich fallen die mitgelieferten Beigaben nicht aus. Auffinden konnten wir neben dem Quick-Installation- und dem Software-Setup-Guide noch die Treiber- und Software-DVD, dazu vier SATA-Kabel und zahlreiches M.2-Befestigungsmaterial. In Zeiten von besonders großen und schweren Grafikkarten hat ASRock dem Z590 Extreme jedoch eine Grafikkarten-Halterung beigelegt, um ein Durchhängen (GPU-Sagging) zu verhindern oder zumindest abzumildern. Außerdem dabei: Eine ASRock-Extreme-Postkarte und zwei Kabelbinder.


Das große Highlight der Z590-Mainboards ist nun die offizielle PCIe-4.0-Unterstützung an den wichtigsten Stellen, sprich an mindestens einem PEG-Slot und einem M.2-M-Key-Anschluss. Intels Z590-Chipsatz bringt außerdem als Neuerung die native USB-3.2-Gen2x2-Unterstützung (20 GBit/s) für bis zu drei Ports mit. In Verbindung mit einer Rocket-Lake-S-CPU wird die DMI-Anbindung (Direct Media Interface) von PCIe 3.0 x4 auf PCIe 3.0 x8 verdoppelt und kommt, genau wie bei den X570-Mainboards für AMDs Ryzen-Prozessoren, auf 64 GBit/s Daten-Durchsatz.

Dadurch, dass Intels Rocket-Lake-S-Prozessoren nun 20 PCIe-4.0-Lanes im Gepäck haben, sind 16 davon primär für die Grafikkarte(n) gedacht und die restlichen vier Lanes für eine M.2-NVMe-SSD im PCIe-3.0/4.0-x4-Modus. Dabei erlaubt Intel folgende Aufteilungen der 20 Lanes: 1x 16, 1x16 + 1x4, 2x8 + 1x4 und 1x8 und 3x4.

» zur Galerie
Plattform-Vergleich: Intel Z490 und Z590
Z490
Z590
Plattform
Mainstream
Fertigung
14 nm
CPU-Sockel
LGA1200
max. CPU-Kerne/Threads
10/20 (Comet Lake-S)
8/16 (Rocket Lake-S)
CPU Code Name
Comet Lake-S / Rocket Lake-S
max. Arbeitsspeicher
128 GB DDR4 UDIMM
max. RAM-Takt (nativ)
DDR4-2933 (Comet Lake-S)
DDR4-3200 (Rocket Lake-S)
PCIe-4.0/3.0-
Konfiguration (Rocket Lake-S)
1x16 oder 2x8 oder 1x8 + 2x4 (*1) 1x16 oder 1x16 + 1x4 oder
2x8 + 1x4 oder 1x8 + 3x4
PCIe-3.0-
Konfiguration (Comet Lake-S)
1x16 oder 2x8 oder 1x8 + 2x4 1x16 oder 2x8 oder 1x8 + 2x4
DMI-Anbindung PCIe 3.0 x4 (32 GBit/s) PCIe 3.0 x8 (64 GBit/s)
Multi-GPU SLI / CrossFireX
Max. Displays/Pipes 3/3 3/3
RAM Channel/DIMMs pro Kanal 2/2 2/2
CPU- und RAM-Overclocking Ja Ja
integr. WLAN-AX-Vorbereitung
(Wi-Fi 6)
Ja Ja
integr. WLAN-AX-Vorbereitung
(Wi-Fi 6E)
Nein Ja
Intel Smart Sound Technology Ja Ja
Optane-Memory-Unterstützung Ja Ja
integr. SDXC-(SDA 3.0)-Support Ja Ja
USB-Ports (USB 3.2 Gen1) 14 (10) 14 (10)
Max. USB-3.2-Gen1/2-Ports 10/6 10/10
Max. USB-3.2-Gen2x2-Ports - 3
Max. SATA-6GBit/s-Ports 6 6
Max. PCIe-3.0-Lanes 24 24
Intel Rapid Storage Technology Ja Ja
Max. Intel RST für
PCIe-Storage-Ports
(M.2 x2 oder x4)
3 3
Intel RST PCIe RAID 0, 1, 5 Ja Ja
Intel RST SATA RAID 0, 1, 5, 10 Ja Ja
Intel RST CPU-attached
Intel-PCIe-Storage
Ja Ja
Hinweise:
(*1) Nur ausgewählte Z490-Mainboards unterstützen offiziell PCIe 4.0.

» zur Galerie

Wir konzentrieren uns nun mehr auf den VRM-Kühler, denn der spielt bei den Z590-Mainboards stets die bedeutendere Rolle. ASRock hat zwei durchschnittlich große Kühlkörper mittels einer Heatpipe verheiratet. Generell werden zwar neben den Power-Stages auch die Leistungsstufen gekühlt, wir sind im praktischen Test dennoch gespannt auf die Kühlleistung.

» zur Galerie

Von dieser Perspektive aus gesehen befinden sich unten acht und rechts an der Seite vom Sockel sieben Spulen. 14 von ihnen gehen für die VCore ans Werk, zwei Stück für die integrierte Grafikeinheit und eine für die SA-Voltage. Somit kommt auf dem ASRock Z590 Extreme ein 12+2+1-Phasendesign zum Einsatz. Während für die SA-Spule der SiC654A von Vishay verwendet wurde, sind es beim Rest durchgängig SiC654, wobei beide Varianten jeweils 50A Output spezifiziert sind. Wenn man nun richtig rechnet, sind es somit 600A für die VCore, 100A für die iGPU und 50A für die SA-Voltage.

Etwas spezieller sieht dafür die Anbindung der Leistungsstufen aus, denn verbaut sind sowohl der Richtek 3609BE als auch der Renesas RAA229001 und beide können mit maximal acht Spulen direkt umgehen. ASRock wollte damit ein Teaming umgehen und die Spulen lieber nativ anbinden. Ob dies die bessere Lösung ist, werden wir später feststellen. Für den Netzteil-Strominput bringt das ASRock Z590 Extreme zwei 8-Pin-Buchsen mit.

» zur Galerie

Wenn wir vom 24-poligen Haupt-Stromanschluss absehen, befinden sind links davon je ein USB-3.2-Gen2-Typ-C- und USB-3.2-Gen1-Header. Letzterer wird, nebenbei erwähnt, vom ASMedia ASM1074 kontrolliert. Rechts davon sind ein Power- und Reset-Button anzutreffen.

Und dann sind da natürlich auch noch die vier DDR4-UDIMM-Speicherbänke, in denen sich bis zu 128 GB RAM im Dual-Channel-Modus verstauen lassen. In Verbindung mit Comet Lake-S gibt ASRock bis zu 4.666 MHz effektiven Takt an, mit den neueren Rocket-Lake-S-Prozessoren soll es bis DDR4-4800 reichen, sofern die richtigen DIMMs parat stehen und die CPU mitspielt.


» zur Galerie

Über den Z590-Chipsatz wurde, neben den drei PCIe-3.0-x1-Slots, ein mechanischer PCIe-3.0-x16-Steckplatz angebunden, der im Höchstfall im PCIe-3.0-x4-Mode arbeiten kann. Der metallverstärkte PCIe-4.0-x16-Erweiterungsslot ist primär für eine Grafikkarte konzipiert, wobei sich für die Aktivierung der PCIe-4.0-Anbindung - neben einer kompatiblen Grafikkarte - außerdem eine Rocket-Lake-S-CPU im Sockel befinden muss.

PCIe-Slots und deren Lane-Anbindung
Mechanischelektrische
Anbindung (über)
Single-GPU2-Way-
CrossFireX
- - - -
PCIe 4.0 x16 x16 (CPU) x16 x16
-
- - -
PCIe 3.0 x1 x1 (Z590) - -
PCIe 3.0 x16 x4 (Z590) - x4
PCIe 3.0 x1 x1 (Z590) - -
PCIe 3.0 x1 x1 (Z590) - -
Hinweis: Für die Nutzung von PCIe 4.0 ist eine Rocket-Lake-S-CPU notwendig (elfte Core-Generation). Mit einer Comet-Lake-S-CPU (zehnte Core-Generation) ist ausschließlich die Nutzung von PCIe 3.0 möglich.

In den freien Stellen wurden einige M.2-Anschlüsse hinterlassen. Ganz oben direkt unter dem CPU-Sockel kann eine PCIe-SSD Platz nehmen, wobei dieser Anschluss nur in Verbindung mit Rocket Lake-S nutzbar ist. Über den Intel-PCH wurden zwei M.2-M-Key-Schnittstellen gekoppelt, die mit max. PCIe 3.0 x4 ans Werk gehen können. Als Einschränkungen gilt dabei jedoch zu beachten, dass der erste SATA-Port deaktiviert wird, wenn sich im mittleren M.2-Anschluss eine SATA-SSD aufhält. Der SATA-Port 5 wird in jedem Fall unbrauchbar, wenn sich ganz unten ein M.2-Modul befindet. Optional lässt sich beim ASRock Z590 Extreme auch WLAN nachrüsten. Für diesen Zweck hält sich die M.2-E-Key-Schnittstelle bereit.

In Sachen Sound setzt ASRock nicht auf einen ALC4080, sondern auf den mittlerweile betagteren ALC1220-Codec, zusammen mit fünf Audio-Kondensatoren.

» zur Galerie

Vier SATA-6GBit/s-Buchsen wurden um 90 Grad angewinkelt und in einer PCB-Einbuchtung angeordnet. Doch links gibt es noch zwei weitere SATA-Ports, wenn auch in vertikaler Ausrichtung.

» zur Galerie
Das I/O-Panel des ASRock Z590 Extreme in der Übersicht
2x USB 2.0 ----- -----1-GBit/s-LAN
(Intel I219-V)
2,5-GBit/s-LAN
(Realtek RTL8125BG)
5x 3,5 mm Klinke
1x TOSLink
PS/2 HDMI 2.0 DisplayPort 1.4 2x USB 3.2 Gen2
(Typ-A/C, Z590)
2x USB 3.2 Gen1
(Z590)

Fast schon spartanisch fallen die Anschlussmöglichkeiten am I/O-Panel aus, auch wenn ASRock zwei LAN-Ports vorgesehen hat. USB 3.2 Gen2x2 wurde von ASRock an dem USB-Typ-C-Header bewerkstelligt. Die Typ-C-Schnittstelle am I/O-Panel wurde hingegen mit der halben Geschwindigkeit angebunden (USB 3.2 Gen2), genau wie die darüberliegende Typ-A-Ausführung. Hinzu kommen jeweils zweimal USB 3.2 Gen1 und USB 2.0. Vom PS/2-Anschluss abgesehen gibt es außerdem je ein HDMI-2.0- und Displayport-1.4-Grafikausgang und dazu die obligatorischen Audio-Anschlüsse. Übrig bleiben ein Gigabit-LAN- (Intel I219-V) und ein 2,5-GBit/s-LAN-Port (Realtek RTL8125BG).

» zur Galerie

Fassen wir kurz zusammen: Anhand der technischen Analyse lässt sich bereits jetzt festhalten, dass an dem ASRock Z590 Extreme nichts extrem ist. Viel mehr handelt es sich um eine preisgünstige Platine für den genügsamen Anwender und ist ein Überbleibsel aus vergangenen Tagen. Weniger zugesagt hat uns vor allem das PCIe-Slot-Layout. Die PCIe-3.0-x1-Schnittstelle unter dem PEG-Slot hätte ASRock ebenfalls weglassen können, damit eine Triple-Slot-Grafikkarte keine weiteren Konnektoren überdeckt und somit unbrauchbar macht.


BIOS

Auf dem ASRock Z590 Extreme war die BIOS-Version P1.10 vorinstalliert, die als First Release bekannt ist. Inzwischen haben die Taiwaner jedoch einige neue BIOS-Versionen mit Verbesserungen kreiert, doch erst mit P1.60 wird auch Intels Adaptive-Boost-Technology in Verbindung mit dem Core i9-11900K(F) in optimierter Variante offiziell unterstützt. Mittels der Instant-Flash-Funktion war es kein Problem, das Update einzuspielen. Alle weiteren Verbesserungen haben wir einmal aufgelistet:

» zur Galerie

Auch bei den Z590-Mainboards ist weiterhin ein EZ-Mode mit an Bord, der einen Überblick vermittelt. Links oben ist ganz klar das Mainboard-Modell mit der BIOS-Version erkennbar, direkt darunter der installierte Prozessor, dessen Grundtakt und auch die installierte RAM-Kapazität werden aufgeführt. Dort wiederum unterhalb ist die DIMM-Verteilung einsehbar und zudem kann von dort aus auf Wunsch auch gleich XMP aktiviert werden. Unter Storage Configuration erhält der Anwender sofort den Überblick, welche Storage-Devices installiert sind.

Aber auf der EZ-Mode-Seite lassen sich noch weitere, nützliche Infos herauslesen, wie die Mainboard- und CPU-Temperatur und auch die Lüfter-Geschwindigkeiten. Ohne in die erweiterten BIOS-Einstellungen gehen zu müssen, kann auch gleich die Boot-Reihenfolge geändert werden. Auch Tools, wie Instant- und Internet-Flash sowie das FAN-Tastic Tuning können direkt aufgerufen werden.

» zur Galerie

Im Advanced-Mode hat sich hingegen nichts verändert. Beispielsweise fehlt auch hier die "My Favorite"-Funktion nicht. Mit diesem Feature können durch den Anwender sämtliche Funktionen aus dem UEFI, die am meisten verwendet werden, zur "My Favorite"-Liste hinzugefügt werden. Anders als es ASUS gelöst hat, wurde kein eigenständiger Reiter erstellt, sondern nur ein Menüpunkt auf der "Main"-Seite. Auch die Art, wie die Funktionen hinzugefügt werden, ist unterschiedlich. Zunächst einmal muss die Funktion selektiert werden, welche in die Liste aufgenommen werden soll. Oben rechts auf dem Bild befindet sich unterhalb des "Exit"-Reiters eine Schaltfläche "My Favorite". Davor wird ein Stern angezeigt, der lediglich angeklickt werden muss.

Die restliche Struktur bleibt unverändert. Zudem hat der Anwender die Möglichkeit festzulegen, welcher Reiter beim Aufrufen der UEFI-Oberfläche angezeigt werden soll. Unter "OC Tweaker" werden sämtliche Overclocking-Funktionen geboten. Statt die meisten Funktionen auf einer Seite zu lassen, wurden sie in vier Menüpunkte aufgeteilt: CPU Configuration, DRAM Configuration und Voltage Configuration. Alle gewählten Einstellungen können auf insgesamt fünf verfügbaren Profilplätzen gesichert werden. Die Profile lassen sich auf einen USB-Stick sichern und auch wieder ins UEFI importieren. Auf der "Advanced"-Seite kann wie immer auf die Einstellungen zugegriffen werden, die sich auf die Onboard-Komponenten beziehen. Weiterhin werden jedoch auch die bereits bekannten Tools angeboten: System Browser, Online Management Guard, UEFI Tech Service, Easy RAID Installer und Easy Driver Installer. Das UEFI kann wahlweise per Instant-Flash oder per Internet-Flash auf die aktuelle Version gebracht werden. Insgesamt lassen sich drei Profile abspeichern, die auch exportiert und importiert werden können.

Mithilfe des Hardware-Monitors erhalten wir stets einen Überblick über die anliegende CPU- und Mainboard-Temperatur, über die Spannungen und Lüfterdrehzahlen und können letztere auch beeinflussen. Im Anschluss folgt der "Security"-Reiter, bei dem das UEFI beispielsweise mit einem Kennwort geschützt werden kann, um unbefugten Zugriff zu verhindern. Die Boot-Settings werden ebenfalls separat einquartiert. Auf dieser Seite werden die Boot-Prioritäten und andere zum Starten relevante Einstellungen festgelegt. Last but not least sind noch die beiden Punkte "Boot" und "Exit" an Ort und Stelle.

Wir haben am UEFI nichts auszusetzen. Die Steuerung durch die Menüs mit Maus und/oder Tastatur ist von ASRock sehr angenehm ausgeführt worden. Wie es sein soll, wurden zudem alle Einstellungen konsequent umgesetzt und wir hatten auch in dieser Richtung nichts zu bemängeln. Auch war die Stabilität hervorragend.

Overclocking

Mit dem ASRock Z590 Extreme erhält der Anwender eine CPU-Spannungsversorgung mit 15 Vishay-MOSFETs mit jeweils 50 A. Für die VCore zeigen sich 12 Spulen verantwortlich und im BIOS sind zahlreiche Einstellungen verfügbar.

ASRock erlaubt beim Z590 Extreme eine Veränderung des BCLK von 97,5000 MHz bis satte 500,0000 MHz. Die Intervalle betragen auch hier feine 0,0100 MHz. In Sachen CPU-Spannung hat der Anwender zwei Optionen. So stehen ihm die Modi Override und Offset zur Verfügung. Im Override-Modus lässt sich die Spannung von 0,500 V bis 1,800 V (inkl. OC-Mode) in 0,005-V-Schritten einstellen. Im Offset-Modus fällt der Spielraum mit -100 mV bis +300 mV angenehm aus. ASRock unterscheidet bei einigen Spannung zwischen dem Stable- und dem OC-Mode. Im OC-Mode lassen sich einige Spannungen weiter erhöhen. Dessen Maximalwerte haben wir in der Tabelle jeweils in Klammern angegeben.

Bei den RAM-Teilern reicht es von DDR4-800 bis DDR4-8400, wobei ein Betrieb mit einer derart hohen Taktfrequenz sehr unwahrscheinlich ist.

Die Overclocking-Funktionen des ASRock Z590 Extreme in der Übersicht
Base Clock Rate 97,5000 MHz bis 500,0000 MHz in 0,0100-MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,500 V bis 1,500 V (1,800 V) in 0,005-V-Schritten (Override-Modus)
-100 mV bis +300 mV in 5-mV-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 1,200 V bis 1,500 V (1,800 V) in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-SA-Spannung 0,950 V bis 1,500 V (1,800 V) in 0,005-V-Schritten (Override-Modus)
-100 mV bis +300 mV in 5-mV-Schritten (Offset-Modus)
CPU-IO-Spannung 1,050 V bis 1,500 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-IO-Mem-Spannung 1,000 V bis 1,500 V (1,700 V) in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCH-Core-Spannung - nicht möglich -
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen DRAM Activating Power Supply, CPU Standby, VCCIN AUX
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 39 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, CSTATE (C6/C7), EIST
Turbo-Modus (All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und fünf optionale Fans, LLC Level Auto (1-2), 3-5

Dem ASRock Z590 Extreme haben wir angemerkt, dass es nicht für Taktrekorde konzipiert wurde. Zwar konnte das Mainboard mit hinterlegten 5 GHz booten, stabil war dies jedoch trotz hoher VCore nicht. Demnach mussten wir einen Gang zurückschalten und sind auf 4,9 GHz gegangen, was den positiven Nebeneffekt hatte, das wir die VCore noch etwas senken konnten. Im BIOS waren jedoch 1,3 V nötig, damit es zu keinen Fehlern oder gar Abstürzen kam.

» zur Galerie

Bei der Arbeitsspeicher-Übertaktung war es hingegen eher zwiegespalten: Während es der XMP-Nutzung und den daraus resultierenden DDR4-4133 und eine manuelle Übertaktung auf DDR4-4266 und schärferen Latenzen im Gear-2-Modus angemessen war, reichte es beim Gear-1-Mode nur bis DDR4-3466. Die Nutzung von DDR4-3600 mit synchronem IMC-Takt stellt für das ASRock Z590 Extreme ein Problem dar, was bei einem eventuellen Kauf der Platine bedacht werden sollte.

VRM-Wärmebild-Analyse

Um die Hitzeentwicklung des VRM-Bereichs besser beurteilen zu können, haben wir für diesen Test die Flir One Pro (Android USB-C) eingesetzt, die für unser Einsatzgebiet absolut ausreichend ist und Temperaturen von -20°C bis +400°C mit einer Genauigkeit von ±3°C oder ±5%, je nach Umgebungstemperatur, erfassen kann. Die Wärmebild-Auflösung beträgt 160 x 120 Pixel und das erstellte Bild löst mit 1.440 x 1.080 Pixel auf.

Der Prozessor wird unter Berücksichtigung der BIOS-Default-Settings mit Prime95 inkl. AVX unter Volllast gesetzt. Nach fünf Minuten Laufzeit erstellen wir das Wärmebild.

» zur Galerie

Schon während der Benchmarks ist uns aufgefallen, dass die VRM-Kühler ordentlich warm werden. Und bei der Wärmebild-Analyse wird dies - trotz einer Umgebungstemperatur von 23°C - nun umso deutlicher. Die Höchsttemperaturen kratzen mit 78,7°C fast an der 80°C-Marke und das mit BIOS-Default-Werten.


Mit diesem Testsystem haben wir das ASRock Z590 Extreme getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 3.200 MHz und 16-16-16-36 2T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim ASRock Z590 Extreme mussten wir im BIOS den BCLK manuell auf 100 MHz fixieren, damit ein fairer Vergleich gezogen werden konnte.

Wir testen allerdings nur noch sechs Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark (Time Spy und Fire Strike), SuperPi 8M, Cinebench R23, Cinebench R20 und Sisoft Sandra 2021 Memory Benchmark:

3DMark

Time Spy

Futuremark Punkte
Mehr ist besser

3DMark

Fire Strike

Futuremark Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R23

Multi Threaded

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R20

Multi Threaded

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

SiSoft Sandra 2021

Speicher-Bandbreite

Bandbreite in GB/s
Mehr ist besser

SuperPi 8M

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Messbare Unterschiede sind natürlich auszumachen, spürbar sind diese jedoch nicht. Alle in allem stimmt die Grundperformance des ASRock Z590 Extreme.

Auch weiterhin werden wir die Bootzeit protokollieren. Wir messen die Zeit in Sekunden, wie lange das Mainboard benötigt, um alle Komponenten zu initialisieren und mit dem Windows-Bootvorgang beginnt.

Bootzeit

Vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Ganz klar punkten kann ASRocks Z590 Extreme beim POST und benötigte lediglich etwas über zehn Sekunden. Damit führt die Platine das Feld bisher deutlich an.


Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das ASRock Z590 Extreme hat ein paar Zusatz-Controller erhalten. Zwei LAN-Controller und ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 20 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Version 29.8 Build 6, Small-FFTs, Vollauslastung). Die jeweiligen Leistungs-Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die GeForce RTX 2060. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration anscheinend gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme (normal)

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Ohne jegliche Last kann es das ASRock Z590 Extreme mit einer Differenz von 1,6 W fast mit dem MSI MAG B560M MORTAR aufnehmen, kann dafür das ASUS ROG Strix Z590-F Gaming WiFi hinter sich lassen.

Cinebench R23 (normal)

Leistungsaufnahme xCPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Das Strix-Mainboard kann sich dann unter Cinebench-Last deutlich von den anderen Modellen absetzen. Auf dem zweiten Platz positioniert sich das ASRock Z590 Extreme mit 241,4 W.

Leistungsaufnahme Prime95 (normal)

inkl. AVX/AVX2

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Unter voller Last befinden sich beide ASUS-Mainboards aus den obersten Plätzen, sodass sich ASRocks Z590 Extreme mit einem Unterschied von 5,6 W klar geschlagen geben muss.

CPU-Spannungen Prime95 (normal)

inkl. AVX/AVX2

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Anhand der hohen Standard-VCore von knapp 1,25 V ist es schon fast ein Wunder, dass die Leistungsaufnahme nicht noch höher ausgefallen ist. Mit 1,248 V befindet sich das ASRock Z590 Extreme ganz klar auf dem letzten Platz.

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sofern möglich sind hier vorhandene Zusatzchips deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die GeForce RTX 2060 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme (reduziert)

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Cinebench R23 (reduziert)

Leistungsaufnahme xCPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme Prime95 (reduziert)

inkl. AVX/AVX2

Leistung in Watt
Weniger ist besser

CPU-Spannungen Prime95 (reduziert)

inkl. AVX/AVX2

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Im BIOS konnten wir zwar die RGB-Beleuchtung und auch den zweiten LAN-Port deaktivieren, in der Praxis konnte nach einer weiteren Überprüfung der Leistungsaufnahme kein Unterschied festgestellt werden.

Trotz der bisher am höchsten, gemessenen Standard-VCore hält sich der Stromverbrauch des ASRock Z590 Extreme erfreulicherweise noch in Grenzen. Aber gerade im Idle zeigt die Platine ihre Stärke.


USB-3.2-Gen2-Performance

Das ASRock Z590 Extreme stellt nur zwei USB-3.2-Gen2-Schnittstellen bereit. Beide befinden sich am I/O-Panel und arbeiten nativ mit dem Z590-Chipsatz zusammen.

Für den Test setzen wir die externe NVMe-SSD WD_Black P50 mit 2-TB-Kapazität von Western Digital ein, die den USB-3.2-Gen2x2-Standard (20 GBit/s) unterstützt und damit mehr als genug geeignet ist, die USB-Schnittstellen zu testen.

» zur Galerie

In beiden Richtungen wurden sequentiell mehr als 1.000 MB/s ermittelt und sprechen für eine sehr gute USB-3.2-Gen2-Ansteuerung. Aber auch die restlichen Werte sind absolut stimmig.

USB-3.2-Gen1-Performance

An USB-3.2-Gen1-Buchsen bietet das ASRock Z590 Extreme insgesamt sechs Stück an. Zwei Ports werden am I/O-Panel und vier Stück über zwei Onboard-Header zur Verfügung gestellt und gehen direkt über den Z590-Chipsatz ans Werk. Für den USB-3.2-Gen1-Performancetest haben wir ebenfalls die oben genannte USB-3.2-Gen2-Lösung verwendet.

» zur Galerie

Dies gilt auch für die USB-3.2-Gen1-Performance. Sowohl im Lesen als auch beim Schreiben wurde die 460-MB/s-Marke überschritten.

SATA-6GBit/s-Performance

ASRocks Z590 Extreme stellt sechs SATA-6GBit/s-Buchsen bereit. Alle sechs Konnektoren arbeiten nativ mit dem Z590-Chipsatz zusammen. Für den Test verwenden wir die SanDisk Extreme 120, die wir natürlich direkt an die SATA-Ports anschließen.

» zur Galerie

Die SATA-Werte reichen zwar nicht bis ans Limit der 6-GBit/s-Spezifikation, fallen mit bis zu 528 MB/s lesend und 485 MB/s schreibend allerdings alles andere als langsam aus.

M.2-Performance

Auf dem ASRock Z590 Extreme halten sich zwei M.2-Schnittstellen über den Z590-Chipsatz bereit, welche mit jeweils vier Gen3-Lanes angebunden sind (32 GBit/s, 2x shared). Die dritte und oberste M.2-Schnittstelle agiert zusammen mit dem Rocket-Lake-S-Prozessor im Höchstfall im PCIe-4.0-x4-Modus. Für den M.2-Test verwenden wir die Corsair MP600 mit 2-TB-Speicherkapazität, die auf eine Länge von 8 cm kommt und von Corsair mit 4.950 MB/s lesend und 4.250 MB/s schreibend spezifiziert wurde. Als Protokoll nutzt das Solid State Module NVMe. Zwar beherrscht die NVMe-SSD den PCIe-4.0-x4-Standard, doch im Falle des Z590-PCHs wird sie logischerweise auf PCIe 3.0 x4 limitiert.

» zur Galerie

Mit dem Core i7-11700K wird Corsair MP600-SSD bis ans Limit getrieben. Dies zeigt Crystal Disk Mark sehr deutlich mit knapp über 5.000 MB/s im Lesen und bis zu 4.261 MB/s im Schreiben. Über den Z590-PCH wird das M.2-Modul dann natürlich ordentlich gebremst, allerdings liegen hier die Werte mit jeweils über 3.300 MB/s absolut im grünen Bereich.


ASRocks Extreme-Modelle sind ein Relikt aus alten Tagen. Das merkt man dem nun getesteten Z590 Extreme ohne Zusatzzahl an, denn es hat nur wenig mit dem Ursprung zu tun, auch wenn ASRock je einen Power- und Reset-Button hinterlassen hat. Viel mehr entspricht die Erscheinung eher einem Modell, das in der unteren Mittelklasse angesiedelt ist. Doch woran machen wir dies fest? Dies fängt bei dem eher zweckmäßigen VRM-Kühler an, der für unser Empfinden eine Spur größer hätte sein können. Denn das von ASRock verbaute 12+2+1-Phasendesign mit Vishays SiC654-Wandler mit jeweils 50 A stieß bei der CPU-Übertaktung mit 5 GHz auf allen Kernen des Core i7-11700K nicht nur an seine Grenze, sondern wurde mit BIOS-Default-Werten auch spürbar warm, sodass ohnehin weniger Luft für umfangreiches Overclocking übrigbleibt.

Ein metallverstärkter PCIe-x16-Steckplatz kann mit einem Rocket-Lake-S-Prozessoren im PCIe-4.0-Modus betrieben werden. Davon ab werden aber auch dreimal PCIe 3.0 x1 und einmal PCIe-3.0-x16 (elektrisch mit x4) über den Z590-Chipsatz bereitstellt. Insgesamt hätten wir es besser gefunden, wenn ASRock den obersten PCIe-x1-Steckplatz weggelassen hätte, sodass selbst beim Einsatz einer Triple-Slot-Grafikkarte alle weiteren Erweiterungssteckplätze bei Bedarf genutzt werden können. Zu den Storage-Anschlüssen dürfen sich zweimal M.2 M-Key über den Z590-Chipsatz zählen, die ASRock jedoch shared mit zwei von insgesamt sechs SATA-6GBit/s-Ports angebunden hat. Hinzu kommt auch eine M.2-Schnittstelle über den LGA1200-Prozessor, welcher mit bis zu PCIe 4.0 x4 angebunden wurde.

» zur Galerie

Die sechs USB-Schnittstellen am I/O-Panel können in modernen Zeiten schnell knapp werden. Berücksichtigt wurden hier je zwei USB-3.2-Gen2- Gen1- und 2.0-Ports. Hinzu kommen intern je zwei USB-3.2-Gen1- und USB-2.0-Header. Der USB-Typ-C-Header arbeitet mit der 20 GBit/s schnellen USB-3.2-Gen2x2-Spezifikation. WLAN ist beim ASRock Z590 Extreme von Haus nicht mit enthalten, der M.2-E-Key-Anschluss bietet sich hierfür an, dies optional nachzurüsten. Stattdessen wurden zwei RJ45-LAN-Ports verbaut. Einer kann bis 1 GBit/s und der Andere bis 2,5 GBit/s Daten schieben. Beim Audio-Codec spart sich ASRock den neuen ALC4080 und hat sich für den älteren ALC1220 entschieden.

Bei aller Kritik an dem ASRock Z590 Extreme: Loben müssen wir die gute Energie-Effizienz, die trotz hoher Default-VCore positiv ausgefallen ist. Ebenfalls positiv anzumerken ist, dass die Platine pfeilschnell durch den POST geht, was wir bisher bei keinem Mainboard mit Intels 500-Chipsatzserie gesehen haben.

Ein weiteres Problem - das auch alle anderen Z590-Modelle betrifft - ist der aufgerufene Preis. Mindestens 200 Euro für das ASRock Z590 Extreme sind für das Gebotene zu hoch. Unsere Empfehlung lautet daher, etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen, wenn es wirklich ein aktuelles Z590-Mainboard sein muss. Vor allem dann, wenn Overclocking eine wichtige Rolle einnimmt, was sowohl für den Prozessor als auch den Arbeitsspeicher gilt.

Positive Eigenschaften des ASRock Z590 Extreme:

Negative Eigenschaften des ASRock Z590 Extreme:

Das ASRock Z590 Extreme hat es unserer Ansicht nach nicht leicht, Interessenten von sich zu erzeugen, denn für das Gebotene hat die Platine zu viele Schwächen.

Preise und Verfügbarkeit
ASRock Z590 Extreme
Nicht verfügbar 239,90 Euro Ab 197,12 EUR