ASUS ROG Maximus XIII Hero im Test: Overclocking-Brett mit umfangreicher Ausstattung

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asus rog maximus xiii hero 004 logoNachdem wir mit MSIs und EKWBs MPG Z590 CARBON EK X (Hardwareluxx-Test) das erste Z590-Mainboard begutachtet haben, geht es nun mit einem beliebten Modell weiter. Denn egal, ob es sich um eine Intel- oder AMD-Plattform handelt, die ROG-Oberklasse- und High-End-Mainboards stehen bei vielen Interessenten hoch im Kurs. So steht ein Test des neuen ASUS ROG Maximus XIII Hero natürlich fix auf unserem Programm.

Das ASUS ROG Maximus XIII Hero ist im Februar in der Redaktion eingetroffen, ein entsprechendes Preview haben wir zu der Oberklasse-Platine bereits veröffentlicht. Dort sind wir bereits auf einige technische Highlights eingegangen, doch nun werfen wir einen genaueren Blick auf das Z590-Mainboard. Offiziell bringt das ROG Maximus XIII Hero natürlich auch den PCIe-4.0-Standard an wichtigen Stellen mit, aber selbst zwei Thunderbolt-4-Typ-C-Schnittstellen sind mit an Bord, die allerdings auch dafür sorgen, dass der Preis des neuen Hero-Modells mit etwa 470 Euro ein Stück höher ausfällt, als dies noch beim ROG Maximus XII Hero (Wi-Fi) (Hardwareluxx-Test) der Fall war.

Doch zu den Highlights darf sich auch die CPU-Spannungsversorgung zählen. Hierbei setzt ASUS beim ROG Maximus XIII Hero auf ein 14+2+1-Phasendesign mit leistungsstarken Spannungswandlern, um aus dem LGA1200-Prozessor noch etwas mehr Takt herauskitzeln zu können. Hinzu kommen insgesamt vier M.2-M-Key-Schnittstellen, zahlreiche USB-Ports (darunter einmal USB 3.2 Gen2x2), gleich zwei LAN-Ports und natürlich auch WLAN und Bluetooth.

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War das ROG Maximus XII Hero (Wi-Fi) insgesamt eher dunkel gehalten, hat sich ASUS beim neuen ROG Maximus XIII Hero dazu entschlossen, im Bereich des PCH- und unteren M.2-Kühlers mehr silberne Flächen zu hinterlassen. Beim oberen M.2-Kühler fällt auf, dass dieser deutlich dicker dimensioniert ist, um auch eine PCIe-4.0-x4-SSD anständig kühlen zu können. Unverändert bleibt es hingegen beim klassischen ATX-Format.

Die technischen Eigenschaften

Dies sind die Spezifikationen des ASUS ROG Maximus XIII Hero:

Die Daten des ASUS ROG Maximus XIII Hero in der Übersicht
Mainboard-Format ATX
Hersteller und
Bezeichnung
ASUS
ROG Maximus XIII Hero
CPU-Sockel LGA1200 (für Comet Lake-S und Rocket Lake-S)
Stromanschlüsse 1x 24-Pin ATX
2x 8-Pin EPS12V
CPU-Phasen/Spulen 17 (14+2+1)
14x Texas Instruments 95410RR8 (VCore, 90A)
3x Texas Instruments 59880RJW (SA und GT, 70A)
Preis ab 470 Euro
Webseite ASUS ROG Maximus XIII Hero
Southbridge-/CPU-Features
Chipsatz Intel Z590
Speicherbänke und Typ 4x DDR4 (Dual-Channel), max. 5.333 MHz
Speicherausbau max. 128 GB RAM UDIMM Non-ECC
SLI / CrossFire SLI (2-Way), CrossFireX (3-Way)
Onboard-Features
PCI-Express 2x PCIe 4.0 x16 (elektrisch mit x16/x8) über CPU (PCIe 4.0 nur mit Rocket Lake-S)
1x PCIe 3.0 x16 (elektrisch mit x4) über Intel Z590
1x PCIe 3.0 x1 über Intel Z590
PCI -
Storage 6x SATA 6 GBit/s über Intel Z590
1x M.2 mit PCIe 4.0 x4 mit Rocket Lake-S (M-Key, 64 GBit/s)
1x M.2 mit PCIe 4.0/3.0 x4 über CPU (M-Key, 32/64 GBit/s, shared)
2x M.2 mit PCIe 3.0 x4 über Intel Z590 (M-Key, 32 GBit/s, 1x shared)
USB 1x USB 3.2 Gen2x2 (20 GBit/s, intern) über Intel Z590
6x USB 3.2 Gen2 (10 GBit/s, 6x extern) über Intel Z590
4x USB 3.2 Gen1 (5 GBit/s, 4x intern) über ASMedia ASM1074
6x USB 2.0 (2x extern, 4x intern) über Intel Z590
Grafikschnittstellen 1x HDMI 2.0
2x DisplayPort 1.4 (Thunderbolt)
WLAN / Bluetooth WiFi 802.11a/b/g/n/ac/ax über Intel Wi-Fi 6E AX210, Dual-Band, max. 2,4 GBit/s, Bluetooth 5.2
Thunderbolt 2x Thunderbolt 4 USB-Typ-C über Intel JHL8540
LAN 2x Intel I255-V 2,5-GBit/s-LAN
Audio-Codec
und Anschlüsse
8-Channel Realtek ALC4082 Codec
ESS Sabre ES9018Q2C DAC/AMP
5x 3,5 mm Audio-Jacks
1x TOSLink
FAN- und
WaKü-Header
1x 4-Pin CPU-FAN-Header (regelbar)
1x 4-Pin CPU-OPT-Header
3x 4-Pin Chassis-FAN-Header (regelbar)
1x 4-Pin High-Amp-Header
1x 4-Pin AIO-Pump-Header
1x 4-Pin W_Pump+-Header
1x 2-Pin W_In-Header
1x 2-Pin W_Out-Header
1x 3-Pin W_Flow-Header
LED-Beleuchtung Chipsatzkühler und I/O-Panel-Cover
2x 4-Pin RGB-Header
2x 3-Pin ARGB-Header
Onboard-Komfort Status-LEDs, Power-Button, FlexKey-Button, Retry-Button, Debug-LED, CMOS-Clear-Button, BIOS-Flashback-Button

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Das mitgelieferte Zubehör

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ASUS legt dem ROG Maximus XIII Hero alles Wichtige an Zubehör bei. Nicht nur den Support-Datenträger, das Manual, diverse ROG-Sticker und eine Dankeskarte für den Kauf, sondern außerdem vier SATA-Kabel, je ein RGB- und ARGB-Verlängerungskabel, natürlich auch die WLAN-Antenne sowie vier M.2-Abstandshalter und Schrauben und den Q-Connector. Als kleiner Bonus ist aber auch ein Grafikkarten-Halter und ein ROG-Schlüsselanhänger mit von der Partie.


Das große Highlight der Z590-Mainboards ist nun die offizielle PCIe-4.0-Unterstützung an den wichtigsten Stellen, sprich an mindestens einem PEG-Slot und einem M.2-M-Key-Anschluss. Intels Z590-Chipsatz bringt außerdem als Neuerung die native USB-3.2-Gen2x2-Unterstützung (20 GBit/s) für bis zu drei Ports mit. In Verbindung mit einer Rocket-Lake-S-CPU wird die DMI-Anbindung (Direct Media Interface) von PCIe 3.0 x4 auf PCIe 3.0 x8 verdoppelt und kommt, genau wie bei den X570-Mainboards für AMDs Ryzen-Prozessoren, auf 64 GBit/s Daten-Durchsatz.

Dadurch, dass Intels Rocket-Lake-S-Prozessoren nun 20 PCIe-4.0-Lanes im Gepäck haben, sind 16 davon primär für die Grafikkarte(n) gedacht und die restlichen vier Lanes für eine M.2-NVMe-SSD im PCIe-3.0/4.0-x4-Modus. Dabei erlaubt Intel folgende Aufteilungen der 20 Lanes: 1x 16, 1x16 + 1x4, 2x8 + 1x4 und 1x8 und 3x4.

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Plattform-Vergleich: Intel Z490 und Z590
Z490
Z590
Plattform
Mainstream
Fertigung
14 nm
CPU-Sockel
LGA1200
max. CPU-Kerne/Threads
10/20 (Comet Lake-S)
8/16 (Rocket Lake-S)
CPU Code Name
Comet Lake-S / Rocket Lake-S
max. Arbeitsspeicher
128 GB DDR4 UDIMM
max. RAM-Takt (nativ)
DDR4-2933 (Comet Lake-S)
DDR4-3200 (Rocket Lake-S)
PCIe-4.0/3.0-
Konfiguration (Rocket Lake-S)
1x16 oder 2x8 oder 1x8 + 2x4 (*1) 1x16 oder 1x16 + 1x4 oder
2x8 + 1x4 oder 1x8 + 3x4
PCIe-3.0-
Konfiguration (Comet Lake-S)
1x16 oder 2x8 oder 1x8 + 2x4 1x16 oder 2x8 oder 1x8 + 2x4
DMI-Anbindung PCIe 3.0 x4 (32 GBit/s) PCIe 3.0 x8 (64 GBit/s)
Multi-GPU SLI / CrossFireX
Max. Displays/Pipes 3/3 3/3
RAM Channel/DIMMs pro Kanal 2/2 2/2
CPU- und RAM-Overclocking Ja Ja
integr. WLAN-AX-Vorbereitung
(Wi-Fi 6)
Ja Ja
integr. WLAN-AX-Vorbereitung
(Wi-Fi 6E)
Nein Ja
Intel Smart Sound Technology Ja Ja
Optane-Memory-Unterstützung Ja Ja
integr. SDXC-(SDA 3.0)-Support Ja Ja
USB-Ports (USB 3.2 Gen1) 14 (10) 14 (10)
Max. USB-3.2-Gen1/2-Ports 10/6 10/10
Max. USB-3.2-Gen2x2-Ports - 3
Max. SATA-6GBit/s-Ports 6 6
Max. PCIe-3.0-Lanes 24 24
Intel Rapid Storage Technology Ja Ja
Max. Intel RST für
PCIe-Storage-Ports
(M.2 x2 oder x4)
3 3
Intel RST PCIe RAID 0, 1, 5 Ja Ja
Intel RST SATA RAID 0, 1, 5, 10 Ja Ja
Intel RST CPU-attached
Intel-PCIe-Storage
Ja Ja
Hinweise:
(*1) Nur ausgewählte Z490-Mainboards unterstützen offiziell PCIe 4.0.

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Den VRM-Kühler, der ein paar Kühlfinnen mitbringt, hat ASUS unserer Ansicht nach nicht zu klein gewählt. Durch die I/O-Panel-Abdeckung wurde die Kühlfläche zudem etwas vergrößert. Ein Blick auf die Unterseite verrät, dass nicht nur die Spannungswandler, sondern auch die insgesamt 17 Leistungsstufen direkt gekühlt werden. Unauffällig sieht dagegen der Chipsatz-Kühler aus.

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Für die CPU-Spannungsversorgung zeigen sich auf dem ASUS ROG Maximus XIII Hero insgesamt 17 Phasen verantwortlich. Dabei agieren 14 Stück davon für die VCore, zwei Stück die SA- und eine Phase für die iGPU-Spannung. In der Detailbetrachtung fällt auf, dass ASUS für die 14 VCore-Phasen jeweils ein 95410RR8-PowerStage mit 90 A und für den Rest jeweils einmal den 59880RJW mit 70 A einsetzt. Beide stammen von Texas Instruments.

ASUS setzt dabei auf keine Phase-Doubler-Chips, sondern hat die 14 VCore-Spulen in Zweier-Teams organisiert. Demnach kann in Wirklichkeit von einer 7+2+1-Spannungsversorgung gesprochen werden. Mit 14 PowerStages mit jeweils 90 A kommt man auf einen theoretischen Gesamt-Output von beachtlichen 1.260 A. Hinzu kommen 140 A auf SA-Seite und 70 A für die GT-Spannung. Als PWM-Controller hält sich der Intersil ISL69269 für seinen Einsatz bereit und kann maximal 12 Phasen steuern. Gleich zwei 8-Pin-EPS12V-Anschlüsse können vom Netzteil aus belegt werden und liefern je nach Netzteil definitiv mehr als genug Energie.

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Bis zu 128 GB RAM (UDIMM Non-ECC) lassen sich auf das ASUS ROG Maximus XIII Hero schnallen, wie dies bei den meisten Z590-Mainboards der Fall ist. Vom effektiven Speichertakt her soll es laut ASUS bis auf 5.333 MHz hinaufgehen, wobei dann natürlich nur der langsamere Gear-2-Mode (1/2:1) möglich ist.

Ganz in der Nähe der DIMM-Slots halten sich neben einigen FAN-Headern neben der Diagnostic-LED und den vier Status-LEDs je ein Power- ein Flex-Key-Button auf. Letzterer lässt sich im BIOS auf eine bestimmte Funktion hin einstellen. Beispielsweise als Reset- oder Retry-Button. Ein Highlight ist der USB-Typ-C-Header, der vom Z590-Chipsatz aus mit der USB-3.2-Gen2x2-Spezifikation angesprochen wird und Daten mit bis zu 20 GBit/s schieben kann.

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Auf dem ASUS ROG Maximus XIII Hero stehen zwei PCIe-4.0-x16-Steckplätze auf mechanischer Basis über den Prozessor und dazu jeweils einmal PCIe 3.0 x16 (elektrisch mit x4) und PCIe 3.0 x1 über den Z590-Chipsatz zur Verfügung. Bei den ersten beiden genannten Slots sei angemerkt, dass diese ausschließlich in Verbindung mit einer Rocket-Lake-S-CPU im PCIe-4.0-Modus arbeiten können. 16 Lanes werden dabei entweder im x16/x0 oder x8/x8-Modus verteilt.

Einzige Ausnahme tritt dann in Kraft, wenn in der mittleren M.2-Schnittstelle eine PCIe-SSD installiert ist, denn diese Schnittstelle ist sowohl mit einer Comet-Lake- als auch Rocket-Lake-S-CPU nutzbar. Die maximal vier Lanes werden dabei von den 16 Lanes abgezwackt, sodass der obere PEG-Slot höchstens im x8- und der mittlere PEG-Slot maximal im x4-Modus arbeiten kann.

PCIe-Slots und deren Lane-Anbindung
Mechanischelektrische
Anbindung (über)
Single-GPU2-Way-
SLI/CrossFireX
3-Way-
CrossFireX
- - - - -
PCIe 4.0 x16 x16/x8 (CPU) x16 x8 x8
-
- - - -
PCIe 3.0 x1 x1 (Z590) - - -
PCIe 4.0 x16 x8 (CPU) - x8 x8
- - - - -
PCIe 3.0 x16 x4 (Z590) - - x4
Hinweis: Für die Nutzung von PCIe 4.0 ist eine Rocket-Lake-S-CPU notwendig (elfte Core-Generation). Mit einer Comet-Lake-S-CPU (zehnte Core-Generation) ist ausschließlich die Nutzung von PCIe 3.0 möglich.

Die oberste M.2-Schnittstelle ist hingegen ausschließlich mit der elften Core-Generation nutzbar (max. PCIe 4.0 x4), die eben vier dedizierte PCIe-4.0-Lanes mitbringen. Übrig bleiben die beiden unteren M.2-Anschlüsse, die parallel zueinander ausgerichtet wurden und mit dem Z590-Chipsatz mit max. PCIe 3.0 x4 in Kontakt treten. Einzige Einschränkungen bei der rechten Schnittstelle ist das Sharing mit den SATA-Ports 5 und 6. Wenn der M.2-Anschluss belegt ist, sind die beiden SATA-Buchsen nicht mehr nutzbar. Auffällig und lobenswert ist die Tatsache, dass die installierten M.2-Module nicht nur von oben, sondern auch rückseitig gekühlt werden.

Beim Onboard-Sound bekommt es der Käufer des ASUS ROG Maximus XIII Hero mit dem Realtek-ALC4082-Codec und einem ESS Sabre9018Q2C-DAC/AMP zu tun. Unterstützt wird das Ganze von zehn japanischen Audio-Kondensatoren.


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Links und rechts neben den sechs nativen SATA-6GBit/s-Buchsen halten insgesamt zwei USB-3.2-Gen1-Header die Stellung. Letztere treten allerdings nicht direkt mit dem Z590-PCH in Kontakt, sondern nehmen einen kleinen Umweg über ASMedias-ASM1074-Hub. Die SATA-Ports 1 bis 4 wurden von ASUS mit dem untersten PCIe-3.0-x16-Steckplatz shared angebunden. Dieser kann entweder im x2- oder x4-Modus arbeiten. Werden alle vier Lanes verwendet, werden die SATA-Ports 1 bis 4 deaktiviert. Im x2-Modus (Standard-Mode) hingegen betrifft dies nur SATA-Port 3 und 4.

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Das I/O-Panel des ASUS ROG Maximus XIII Hero in der Übersicht
CMOS-
Clear-
Button
2x USB 2.0 WLAN-Modul
(Intel Wi-Fi 6E AX210)
2,5-GBit/s-LAN
(Intel I255-V)
2,5-GBit/s-LAN
(Intel I255-V)
4x USB 3.2 Gen2
(Z590)
5x 3,5 mm Klinke
1x TOSLink
Flash-
BIOS-
Button
HDMI 2.0 1x USB 3.2 Gen2 (Z590)
1x Thunderbolt 4
(Typ-C, Intel JHL8540)
1x USB 3.2 Gen2 (Z590)
1x Thunderbolt 4
(Typ-C, Intel JHL8540)

Die I/O-Blende ist natürlich bereits vorinstalliert und kann daher glücklicherweise nicht versehentlich vergessen werden. Dabei fallen die Anschlussmöglichkeiten des ASUS ROG Maximus XIII Hero schon luxuriös aus. Nutzbar sind als Highlight nicht nur die beiden 2,5-GBit/s-LAN-Buchsen über zwei Intel-I255-V-Controller (Spec-Code SLNMH, Revision 3) sowie die beiden Thunderbolt-4-USB-Typ-C-Buchsen über Intels JHL8540-Controller, sondern außerdem sechsmal USB 3.2 Gen2 und auch zweimal USB 2.0.

Einer der USB-2.0-Ports wurde von ASUS weiß umrandet und ist für das USB-BIOS-Flashback-Feature konzipiert. Der Button dafür befindet sich gleich links davon unter dem CMOS-Clear-Button. Mit im Boot sind das WLAN-ax- und Bluetooth-5.2-Modul (Intel Wi-Fi 6E AX210) und die fünf 3,5-mm-Klinke-Buchsen sowie einmal TOSLink. Sollte die LGA1200-CPU über eine integrierte GPU verfügen, lässt sich ein Monitor über HDMI 2.0 anschließen.

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Mittig ist der große Intel-JHL8540-Thunderbolt-4-Controller zu sehen, der bis zu zwei USB-Typ-C-Schnittstellen bedienen kann und auf eine maximale Datentransferrate von 40 GBit/s kommt (Thunderbolt-Modus). Vom Z590-Chipsatz aus wird der Controller mit vier PCIe-3.0-Lanes versorgt. Rechts und links davon befinden sich die beiden Intel-I255-V-Netzwerkcontroller. Auf den Chips selbst ist der Spec-Code "SLNMH" erkennbar, der für die fehlerbereinigte dritte Revision spricht.

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Das Grundlayout des ASUS ROG Maximus XIII Hero bietet kaum Anlass zur Kritik. Manchen Interessenten wird es vielleicht stören, dass zu wenige PCIe-3.0-x1-Steckplätze angeboten werden, aber wir sind uns sicher, dass die meisten Anwender mit der Auswahl an PCIe-Slots zufriedengestellt sein werden. Die BIOS-Batterie sitzt zwar direkt unter dem obersten PCIe-4.0-x16-Slot, doch wird am I/O-Panel ein CMOS-Clear-Button angeboten, sodass dieser Einwand kein Gewicht hat.


BIOS

Das ASUS ROG Maximus XIII Hero wurde mit der BIOS-Version 0232 ausgeliefert, die als First Release vorgesehen ist. Als wir das Board in der Hardwareluxx-Redaktion getestet haben, wurde mit der Version 0704 (Beta) ein neues BIOS angeboten, das sich mittels der Instant-Flash-Funktion problemlos aufspielen ließ. Folgendes hat ASUS bisher verbessert:

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Generell werden dunkle Farben auf den Monitor gezaubert, passend zum ROG-Mainboard. Dabei werden die einzelnen Punkte gelb hervorgehoben und die restlichen Werte in weißer Schrift dargestellt. Oben links angefangen, sind an dieser Stelle das aktuelle Datum und auch die Uhrzeit einsehbar. Rechts daneben kann auch die generelle UEFI-Sprache geändert werden. Mit dabei ist der "AI OC Guide", der eine Art Overclocking-Assistent ist und Neueinsteigern das Overclocking einfacher machen soll. Eingefleischte Overclocker werden von dieser Funktion in der Regel die Finger lassen und stattdessen sämtliche Einstellungen manuell festlegen. Dennoch ist es schön zu sehen, dass Einsteiger nicht im Regen stehen gelassen werden.

In der nächsten Zeile werden die üblichen Vorabinformationen wie das Mainboardmodell inkl. BIOS-Version, die aktuell installierte CPU inkl. Taktfrequenz sowie die Arbeitsspeicher-Kapazität angezeigt. Weiter rechts sind dann auch gleich die CPU- und Mainboard-Temperatur zu sehen, zusätzlich auch die CPU-Spannung. Eine Etage tiefer teilt auf der linken Seite ein ergänzender RAM-Status mit, in welchen Slots aktuell welche Module mit welcher Kapazität und der aktuell anliegenden Taktung installiert sind. Zudem kann auf Wunsch auch gleich ein Extreme-Memory-Profile (kurz: XMP) ausgewählt werden, sofern vorhanden. Wer sich für die derzeit angekoppelten Storage-Gerätschaften interessiert, erhält diese Infos direkt rechts daneben. Hinzu kommen dann wiederum unten noch die Lüftergeschwindigkeiten, die sich mit der Funktion "Manual Fan Tuning" auch gleich individuell festlegen lassen.

Am rechten Rand des Bildschirms kann vom Anwender das grundlegende Funktionsschema ausgewählt werden. Standardmäßig ist der normale Modus aktiviert. Es lassen sich jedoch auch "ASUS Optimal" und der Modus "Power Saving" aktivieren. Während beim "ASUS Optimal"-Modus das System auf gesteigerte Performance ausgelegt ist, lässt sich das Setup mit dem "Power Saving"-Modus effizienter betreiben. Darunter kann die Boot-Reihenfolge mit Leichtigkeit abgeändert werden. Entweder per Klick auf "Advanced Mode" oder mit einem Tastendruck auf "F7" gelangen wir in die erweiterte Ansicht, die wir uns nun anschauen werden.

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Advanced-Mode: Optisch genau wie der EZ-Mode, allerdings nach traditioneller Art und Weise strukturiert. Der erste Menüpunkt ist das "My Favorites"-Feature, das die Auswahl der häufig verwendeten Funktionen aus dem BIOS anzeigt, die der Nutzer frei auswählen kann. Für das Hinzufügen oder Entfernen von Funktionen muss dafür oben der Punkt "MyFavorite(F3)" angeklickt oder die Taste "F3" gedrückt werden. Dies öffnet ein eigenständiges Fenster, in dem die Funktionen ausgewählt werden können.

Auf der "Main"-Seite werden noch einmal einige Vorabinformationen wie die BIOS-Version, das installierte Prozessormodell und einige RAM-Infos angezeigt. Auch hier lässt sich die Menüsprache ändern, falls gewünscht. Sämtliche Overclocking-Funktionen sind im Ai-Tweaker-Reiter hinterlegt worden, und es sind wieder einmal sehr viele Funktionen implementiert worden. Ob es nun um die Taktfrequenz von CPU oder Arbeitsspeicher oder doch um die einzelnen Spannungen geht, hier wird der Anwender fündig. Zur Unterstützung wird jeweils unten erklärt, was die einzelnen Funktionen bewirken.

Wie immer können die zahlreichen Onboard-Komponenten mithilfe des nächsten Reiters konfiguriert werden. Auch wenn auf der rechten Seite ständig einige Informationen vom Hardware-Monitor angezeigt werden, hat ASUS eine eigene "Monitor"-Seite umgesetzt, auf der unter anderem die Lüfter gesteuert werden können. Aber auch die Temperaturen und Spannungen werden noch einmal aufgelistet.

Sämtliche Einstellungen, die den Startvorgang betreffen, wurden auf den Reiter "Boot" geparkt. Wer sich von dem Boot-Logo gestört fühlt, kann es dort abschalten. Zusätzlich sind an dieser Stelle die Boot-Overrides untergebracht worden, die man häufig auch auf der letzten Seite findet. ASUS gibt auch hier erneut ein paar Tools mit auf den Weg. Darunter das "ASUS EZ Flash 3 Utility", womit das UEFI entweder über einen USB-Datenträger oder aber über das Internet aktualisiert werden kann. Sämtliche UEFI-Einstellungen können mithilfe des "ASUS Overclocking Profile" in maximal acht Profilen gesichert werden, die auch von einem USB-Stick exportiert und importiert werden können. "ASUS SPD Information" liest die Serial Presence Detect-Werte aus den DIMMs aus. Und unter "Exit" können die gesetzten Settings abgespeichert und auch die Default-Werte geladen werden. Bevor das UEFI die Settings abspeichert, zeigt ein kleines Fenster alle Einstellungen an, die verändert wurden. Wer sich nützliche Notizen anlegen möchte, muss glücklicherweise auf keinen Zettel und Stift zurückgreifen, sondern verwendet einfach das "Quick Note"-Feature.

Die Bedienbarkeit der UEFI-Oberfläche stufen wir als akzeptabel ein. Die Navigation kann durch die Menüs nach langer UEFI-Benutzung in meist ruckeliger Weise durchgeführt werden, was wir schon häufiger kritisieren mussten. Abgesehen von dieser Tatsache wurden alle gewählten Einstellungen zu unserer vollsten Zufriedenheit übernommen. Auch gab es an der Stabilität nichts zu bemängeln. Gänzlich neu ist die Implementierung von dem nützlichen Tool "MemTest86", das direkt aus dem BIOS heraus gestartet werden kann, um die DIMM-Module auf Fehler hin zu überprüfen.

Weniger gefallen hat uns die Tatsache, dass zumindest mit der BIOS-Version 0704 das BIOS nicht immer aufgerufen werden konnte und das Board beim Code 99 steckengeblieben ist. Einziger Workaround war, das System zu resetten und einen neuen Versuch zu starten, wo es dann meistens geklappt hat.

Overclocking

Mithilfe des Z590-Chipsatzes und mittels der 17 CPU-Spulen ist das ASUS ROG Maximus XIII Hero in Verbindung mit den zahlreich vertretenen Overclocking-Funktionen hervorragend für die Übertaktung vorbereitet.

ASUS erlaubt beim ROG Maximus XIII Hero eine Veränderung des BCLK von 40 MHz bis unnötigerweise 1 GHz. Die Intervalle betragen in diesem Fall feine 0,0500 MHz. In Sachen CPU-Spannung hat der Anwender jede Menge Optionen. So stehen ihm die Modi Override, Offset und Adaptive zur Verfügung. Im Override-Modus lässt sich die Spannung von 0,700 V bis 1,700 V in 0,001-V-Intervallen. Im Offset-Modus fällt der Spielraum mit -0,635 V bis +0,635 V in beide Richtungen ebenfalls sehr ansprechend aus. Das Ganze findet in 0,005-V-Schritten statt. Wer sich für die Adaptive-Spannung entscheidet, kann diese von 0,250 V bis 1,920 V in 0,001-V-Schritten auswählen.

Bei den RAM-Teilern reicht es bis DDR4-8533, wobei ein Betrieb mit einer derart hohen Taktfrequenz sehr unwahrscheinlich ist.

Die Overclocking-Funktionen des ASUS ROG Maximus XIII Hero in der Übersicht
Base Clock Rate 40,0000 MHz bis 1.000,0000 MHz in 0,0500-MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,700 V bis 1,700 V in 0,001-V-Schritten (Override-Modus)
0,250 V bis 1,920 V in 0,001-V-Schritten (Adaptive-Modus)
-0,635 V bis +0,635 V in 0,005-V-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 1,00000 V bis 2,00000 V in 0,00500-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-SA-Spannung 0,70000 V bis 1,80000 V in 0,00100-V-Schritten (Fixed-Modus)
+0,001 V bis +0,999 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
CPU-IO-Spannung 0,90000 V bis 1,80000 V in 0,01000-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-PLL-Spannung - nicht möglich -
PCH-Core-Spannung - nicht möglich -
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen CPU Standby, BCLK Aware Adaptive, PLL Termination, Boot Voltages, DRAM REF Voltages, DRAM VTT, VPPDDR, Internal PLL, GT PLL, Ring PLL, SA PLL, IMC PLL, Eventual PLL Termination, Eventual CPU Standby, Eventual DMI
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 38 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, CSTATE (C6/C7), EIST
Turbo-Modus (All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und vier optionale Fans, Short Duration Power Limit,
Long Duration Maintained, Long Duration Power Limit, LLC Level 1 bis 8

Das ASUS ROG Maximus XIII Hero hatte erwartungsgemäß kein Problem, den Core i7-11700K auf allen acht Pötten mit 5 GHz zu betreiben. Mit dem zweiten Z590-Mainboard ist nun erkennbar, dass wir kein gutes Sample erhalten haben. Im BIOS mussten wir eine VCore von 1,350 V fixieren, konnten dafür die LLC-Stufe 7 hinterlegen, sodass die VCore unter Volllast laut CPU-Z auf 1,314 V gesenkt wurde.

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Absolut problemlos war die Nutzung des XMP unserer DDR4-4133-Module. Bei der manuellen Übertaktung sind, genau wie beim MSI MPG Z590 CARBON EK X (Hardwareluxx-Test), effektive 4.266 MHz herausgekommen. Oberhalb davon verweigerte auch das ASUS ROG Maximus XIII Hero trotz erhöhter Spannungen und lockeren Timings den Start. In Verbindung mit den 4.266 MHz konnten wir relativ straffe Latenzen von CL18-18-18-38 fahren.

Mit dem Gear-1-Mode (1:1) konnten wir mit dem ASUS ROG Maximus XIII Hero bis auf DDR4-3733 hinaufgehen.

VRM-Wärmebild-Analyse

Um die Hitzeentwicklung des VRM-Bereichs besser beurteilen zu können, haben wir für diesen Test die Flir One Pro (Android USB-C) eingesetzt, die für unser Einsatzgebiet absolut ausreichend ist und Temperaturen von -20°C bis +400°C mit einer Genauigkeit von ±3°C oder ±5%, je nach Umgebungstemperatur, erfassen kann. Die Wärmebild-Auflösung beträgt 160 x 120 Pixel und das erstellte Bild löst mit 1.440 x 1.080 Pixel auf.

Der Prozessor wird unter Berücksichtigung der BIOS-Default-Settings mit Prime95 inkl. AVX unter Volllast gesetzt. Nach fünf Minuten Laufzeit erstellen wir das Wärmebild.

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Der große Vorteil der Custom-Wasserkühlung wie beim MSI MPG Z590 CARBON EK X war beim ASUS ROG Maximus XIII Hero nicht der Fall. Nichtsdestotrotz fällt die Temperaturentwicklung trotz stärkerer Power-Stages nicht all zu kritisch aus. Als höchste Temperatur haben wir knapp 60°C gemessen, die absolut in Ordnung gehen und somit selbst für stärkeres Overclocking noch ordentlich Puffer liefern.


Mit diesem Testsystem haben wir das ASUS ROG Maximus XIII Hero getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 3.200 MHz und 16-16-16-36 2T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim ASUS ROG Maximus XIII Hero mussten wir im BIOS keine Änderungen vornehmen, die Turbo-Einstellungen arbeiteten bereits korrekt.

Wir testen allerdings nur noch sechs Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark (Time Spy und Fire Strike), SuperPi 8M, Cinebench R23, Cinebench R20 und Sisoft Sandra 2021 Memory Benchmark:

3DMark

Time Spy

Futuremark Punkte
Mehr ist besser

3DMark

Fire Strike

Futuremark Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R23

Multi Threaded

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R20

Multi Threaded

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

SiSoft Sandra 2021

Speicher-Bandbreite

Bandbreite in GB/s
Mehr ist besser

SuperPi 8M

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Beide Platinen liegen dicht beieinander und zeigen sich nur im messbaren Bereich unterschiedlich schnell.

Auch weiterhin werden wir die Bootzeit protokollieren. Wir messen die Zeit in Sekunden, wie lange das Mainboard benötigt, um alle Komponenten zu initialisieren und mit dem Windows-Bootvorgang beginnt.

Bootzeit

Vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Auch das ASUS ROG Maximus XIII Hero braucht zum Booten mit 20 Sekunden schlicht zu lange, was ASUS mit kommenden BIOS-Updates sicherlich noch reduzieren kann. Das hoffen wir zumindest.


Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das ASUS ROG Maximus XIII Hero hat ein einige Zusatz-Controller erhalten. Zwei LAN-Controller, einen USB-3.2-Gen1-Hub, einen Thunderbolt-4-Controller, ein WLAN- und Bluetooth-Modul und ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 20 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Version 29.8 Build 6, Small-FFTs, Vollauslastung). Die jeweiligen Leistungs-Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die GeForce RTX 2060. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration anscheinend gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme (normal)

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Im Idle haben wir 54,5 W gemessen, die zusammen mit Rocket Lake-S und dem Oberklasse-Mainboard in Ordnung gehen. Generell ist ohnehin bekannt, dass Intels elfte Core-Generation im Idle etwas mehr Energie benötigt, als die Vorgänger-Generation.

Cinebench R23 (normal)

Leistungsaufnahme xCPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Mit Cinebench R23 stieg die Leistungsaufnahme dann auf 242,4 W an, die in etwa auf dem Niveau des MSI MPG Z590 CARBON EK X liegt, wenn man die 23 W der Pumpe abzieht.

Leistungsaufnahme Prime95 (normal)

inkl. AVX/AVX2

Leistung in Watt
Weniger ist besser

In Verbindung mit Prime95 inkl. AVX/AVX2 präsentierte uns das Verbrauchsmessgerät einen Stromhunger von 323,7 W. 

CPU-Spannungen Prime95 (normal)

inkl. AVX/AVX2

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Alleine bei der Default-VCore zeigt sich zwischen beiden Z590-Mainboards ein großer Unterschied. Während das MSI MPG Z590 CARBON EK X 1,222 V veranschlagt hat, war es beim ASUS ROG Maximus XIII Hero mit 1,172 V bedeutend weniger Spannung.

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sofern möglich sind hier vorhandene Zusatzchips deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die GeForce RTX 2060 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme (reduziert)

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Im UEFI haben wir einen LAN-Port, den Thunderbolt-Controller, das WLAN- und Bluetooth-Modul sowie die RGB-LED-Beleuchtung deaktiviert, um zu schauen, wieviel Energie durch diese Maßnahmen eingespart werden kann. Im Leerlauf waren es bescheidene 1,4 W weniger.

Cinebench R23 (reduziert)

Leistungsaufnahme xCPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Mit dem zweiten Cinebench-R23-Run konnten wir immerhin ganze drei Watt gut machen.

Leistungsaufnahme Prime95 (reduziert)

inkl. AVX/AVX2

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Immerhin wurden während Prime95 2,8 W weniger aus der Steckdose gezogen.

CPU-Spannungen Prime95 (reduziert)

inkl. AVX/AVX2

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Trotz der umfangreichen Ausstattung des ASUS ROG Maximus XIII Hero zeigt sich die Platine an sich von einer guten effizienten Seite. Unter CPU-Last steigt natürlich der Stromhunger, doch liegt dies eben am Prozessor selbst.


USB-3.2-Gen2-Performance

Das ASUS ROG Maximus XIII Hero stellt acht USB-3.2-Gen2-Schnittstellen bereit, wenn die beiden Thunderbolt-4-Anschlüsse hinzugezählt werden. Alle acht Stück befinden sich am I/O-Panel.

Für den Test setzen wir die externe NVMe-SSD WD_Black P50 mit 2-TB-Kapazität von Western Digital ein, die den USB-3.2-Gen2x2-Standard (20 GBit/s) unterstützt und damit mehr als genug geeignet ist, die USB-Schnittstellen zu testen.

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Sowohl nativ über den Z590-PCH als auch über Intels JHL8540-Thunderbolt-4-Controller werden mit jeweils über 1.000 MB/s sehr hohe USB-3.2-Gen2-Werte erreicht.

USB-3.2-Gen1-Performance

An USB-3.2-Gen1-Buchsen bietet das ASUS ROG Maximus XIII Hero insgesamt vier Stück an. Alle vier Ports werden über die beiden Onboard-Header zur Verfügung gestellt und gehen über den ASmedia-ASM1074-Hub ans Werk. Für den USB-3.2-Gen1-Performancetest haben wir ebenfalls die oben genannte USB-3.2-Gen2x2-Lösung verwendet.

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Die vier internen USB-3.2-Gen1-Ports nehmen über den ASM1074 einen kleinen Umweg, liefern jedoch hohe Datenraten. Lesend waren es knapp 460 MB/s und Schreiben reichte es gar bis 465 MB/s.

SATA-6GBit/s-Performance

ASUS' ROG Maximus XIII Hero stellt sechs SATA-6GBit/s-Buchsen bereit. Alle sechs Konnektoren arbeiten nativ mit dem Z590-Chipsatz zusammen. Für den Test verwenden wir die SanDisk Extreme 120, die wir natürlich direkt an die SATA-Ports anschließen.

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Beim SATA-6GBit/s-Durchsatz wurde eine Lese- und Schreibleistung von knapp 530 MB/s respektive 491 MB/s ermittelt. Damit wurde der SATA-6GBit/s nicht vollends ausgeschöpft, doch dies liegt am zu großen Overhead von Windows 10.

M.2-Performance

Auf dem ASUS ROG Maximus XIII Hero halten sich jeweils zwei M.2-Schnittstellen über den Z590-Chipsatz und über den LGA1200-Prozessor bereit. Die beiden unteren arbeiten über den Z590-Chipsatz mit jeweils vier Gen3-Lanes (32 GBit/s, 1x shared). Die obere M.2-Schnittstelle agiert zusammen mit dem Rocket-Lake-S-Prozessor im Höchstfall im PCIe-4.0-x4-Modus. Übrig bleibt noch die mittlere Schnittstelle, die sowohl mit einer Comet-Lake-S- als auch Rocket-Lake-S-CPU genutzt werden kann, allerdings mit Lane-Sharing.

Für den M.2-Test verwenden wir die Corsair MP600 mit 2-TB-Speicherkapazität, die auf eine Länge von 8 cm kommt und von Corsair mit 4.950 MB/s lesend und 4.250 MB/s schreibend spezifiziert wurde. Als Protokoll nutzt das Solid State Module NVMe. Zwar beherrscht die NVMe-SSD den PCIe-4.0-x4-Standard, doch im Falle des Z590-PCHs wird sie logischerweise auf PCIe 3.0 x4 limitiert.

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Bei den M.2-Anschlüssen können wir jedoch wieder gute Werte bescheinigen, wenn von der Leserate über den Core i7-11700K abgesehen wird. Dieser schaffte es, das SSD-Modul bis auf 4.865 MB/s lesend und 4.266 MB/s schreibend zu beschleunigen. Über den Z590-Chipsatz war durch die PCIe-3.0-x4-Limitierung bei über 3.300 MB/s Schluss.


ASUS ist im Jahr 2021 bei der 13. Maximus-Serie angekommen, die mit Intels Z590-Chipsatz ausgeliefert wird, der als große Neuerung auch nativ USB 3.2 Gen2x2 unterstützt. Eine der 20-GBit/s-Schnittstelle hat ASUS über den internen Typ-C-Header bereitgestellt. Neben der 14+2+1-Spannungsversorgung für den LGA1200-Prozessor mit 90-A-VCore-Spannungswandlern hat das ROG Maximus XIII Hero als Highlight auch Intels JHL8540 erhalten, der als Thunderbolt-4-Controller für zwei USB-Typ-C-Anschlüsse verantwortlich ist. Bis zu 40 GBit/s beträgt die Datenrate im Thunderbolt- und maximal 10 GBit/s im USB-Modus.

Natürlich hat das ROG Maximus XIII Hero wieder einiges an Onboard-Komfort zu bieten. Nicht nur ein Power- und einstellbarer Flex-Key-Button halten sich bereit, sondern außerdem eine Diagnostic-LED, vier Status-LEDs sowie je ein Retry-, CMOS-Clear- und USB-BIOS-Flashback-Button halten die Stellung. Vorzugsweise für Grafikkarten hat sich ASUS für zwei (mechanische) PCIe-4.0-x16-Steckplätze entschieden, die ihre Lanes natürlich vom LGA1200-Prozessor erhalten, wobei der PCIe-4.0-Modus den neuen Rocket-Lake-S-CPUs vorbehalten ist. Neben sechsmal SATA 6GBit/s gibt es gleich vier M.2-M-Key-Slots: Zwei Stück agieren über den Z590-Chipsatz, einer direkt und ausschließlich mit der elften Core-Generation bis PCIe 4.0 x4 und ein weiterer Slot kann sowohl als auch mit der zehnten und elften Core-Generation genutzt werden, wobei dann vier Lanes von den 16 Leiterbahnen abgezwackt werden.

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Werden die beiden Thunderbolt-4-Ports hinzugezählt, lassen sich mit dem ASUS ROG Maximus XIII Hero achtmal USB 3.2 Gen2, viermal USB 3.2 Gen1 und zusätzlich sechsmal USB 2.0 verwenden. Hinzu kommt die bereits erwähnte USB-3.2-Gen2x2-Schnittstelle über den Onboard-Header. Beim Thema Netzwerk hat der Käufer dieser Platine die Wahl zwischen zwei 2,5-GBit/s-LAN-Ports und dem Intel-Wi-Fi-6E- und Bluetooth-5.2-Modul. Hinzu gesellen sich Realteks ALC4082-Codec, der ESS-Sabre9018Q2C als DAC/AMP und einige Audio-Kondensatoren für die Soundausgabe. Die Leistungsaufnahme ist für das Mainboard selbst im grünen Bereich. Weniger gefallen haben uns einige kleine BIOS-Bugs, die ASUS aber sicherlich noch angehen wird. Sehr interessant und gleichermaßen nützlich fanden wir das im BIOS integrierte MemTest86 in Version 9.0.

Die Z590-Mainboards sind generell ordentlich im Preis angestiegen und somit trifft dies auch auf das ASUS ROG Maximus XIII Hero zu. Etwa 470 Euro (Stand: 20.04.2021) müssen für die Platine fest eingeplant werden, wer sich für dieses Modell entscheidet. Der Preis ist trotz Thunderbolt-4-Controller ziemlich hoch, auf der anderen Seite bekommt man eine sehr gut ausgestattete LGA1200-Platine, die man mit einer Rocket-Lake-S-CPU vollständig ausreizen kann.

Positive Eigenschaften des ASUS ROG Maximus XIII Hero:

Negative Eigenschaften des ASUS ROG Maximus XIII Hero:

ASUS' ROG Maximus XIII Hero bildet mit der umfangreichen Ausstattung eine gute Z590-Basis für Intels neue Rocket-Lake-S-Prozessoren inkl. PCIe-4.0-Unterstützung, viermal M.2 und Thunderbolt 4. Zusammen mit der üppigen CPU-Spannungsversorgung steht dem Overclocking-Vergnügen nichts im Weg.

Persönliche Meinung

Die ASUS-ROG-Maximus-Bretter gehören weiterhin zu den begehrten Mainboards. Ich stelle dabei fest, dass ASUS mit jeder neuen Generation probiert, noch mehr herauszuholen. Oft werden die Kühllösungen bei ASUS kritisiert. Zumindest im Falle des ROG Maximus XIII Hero sehe ich absolut kein Problem. Interessant finde ich auch, dass ASUS von Passmark den MemTest86 ins BIOS integriert hat. (Marcel Niederste-Berg)

Preise und Verfügbarkeit
ASUS ROG Maximus XIII Hero
Nicht verfügbar 479,00 Euro Ab 464,00 EUR